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Corona-Lage in Europa verschärft sich: Zahlen steigen weiter an - Nachbarland meldet über 13.000 Neuinfektionen

Die Corona-Lage in Europa spitzt sich wieder zu. Spanien greift zu einschränkenden Maßnahmen. Frankreich verzeichnet Rekordzahlen.

In ganz Europa steigen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen an. Auch Frankreich ist von dem erneuten Anstieg betroffen. Bereits am Freitag meldete das Land mit mehr als 13.200 neuen Fällen einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie. Nun stiegen die Zahlen erneut. Mit 13.498 Corona-Fällen am Samstag erhöht Frankreich den eigenen Wert vom Freitag erneut, so ntv. Die Zahl der Toten steigerte sich um 26 auf 31.274.

Corona in Europa: Lage verschärft sich in mehreren Ländern - Lockdown und abgesperrte Stadtviertel

Madrid/Paris/Rom - Zahlreiche Länder in Europa haben angesichts rasant steigender Corona-Neuinfektionen ihre Maßnahmen verschärft. Frankreich meldete mit mehr als 13.200 neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden am Freitag den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie und verschärfte die Maßnahmen unter anderem in der Hauptstadt Paris. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson sprach bereits von einer „zweiten Welle“. 

Corona in Europa: 4.700 neue Fälle in Spanien

Für immer mehr Länder hat das Auswärtige Amt wegen steigender Infektionszahlen Reisewarnungen ausgesprochen. Spanien gilt seit mehreren Wochen als Risikogebiet. Knapp 4.700 Neuinfektionen registrierte das spanische Gesundheitsministerium zuletzt innerhalb eines Tages (Datenstand: 18.09., 14.00 Uhr).

Als Reaktion sollen in der spanischen Hauptstadt Madrid ab Montag (21.9.) sechs Stadtteile und sieben Kommunen im Umland zur Eindämmung der Corona-Pandemie* teilweise abgesperrt werden. Sie dürften dann nur noch für dringende Angelegenheiten betreten oder verlassen werden - etwa für die Arbeit, für Arztbesuche, die Schule oder nach einer Vorladung der Justiz. Das kündigte die Regionalpräsidentin Isabel Ayuso am Freitag (18. September) an. Ähnliche Absperrungen gibt es auch in anderen Teilen des Landes, etwa auf Mallorca.

Corona in Frankreich: Finanzminister infiziert

Noch intensiver scheint das Geschehen in Frankreich zu sein. 13.215 neu-bestätigte Fälle verzeichnete die Regierung am Freitag, wie dem offiziellen Corona-Dashboard zu entnehmen ist. Die Zahl stellt einen Rekord in der französischen Statistik dar. So hoch waren die Werte zuvor noch nie. Ebenso wie Spanien gilt Frankreich laut Einschätzung des Robert Koch-Institut als Corona-Risikogebiet.

Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe sich umgehend gemäß der Gesundheitsvorschriften in häusliche Isolation begeben. Er habe keine Symptome, teilte er am Freitagabend via Twitter mit. Er werde siebe Tage in Quarantäne bleiben und weiterhin seine Pflichten erfüllen. In Frankreich gab es auch viele Diskussionen über die trotz der Pandemie stattfindende Tour de France*.

Großbritannien: Johnson spricht von „zweiter Welle“

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson sagte am Freitag, er habe schon seit einigen Wochen vor einer zweiten Welle gewarnt "und jetzt sehen wir sie auf uns zukommen".

Gesundheitsminister Matt Hancock sagte dem Sender BBC: „Wir wollen einen nationalen Lockdown vermeiden, aber wir sind darauf vorbereitet.“ Er verwies darauf, dass sich die Zahl Covid-19-Patienten in britischen Krankenhäusern derzeit alle acht Tage verdoppele.

In großen Teilen von Nordostengland wurden am Freitag bereits neue Kontaktbeschränkungen verhängt. Die Regeln sollen am Dienstag auf Liverpool und weitere Gebiete in Nordwest- und Mittelengland ausgedehnt werden. Großbritannien ist mit 42.000 Corona-Toten das Land mit den meisten Todesopfern in Europa.

Italien: 1.907 neue Corona-Fälle

Auch in Italien scheint sich die Lage wieder etwas anzuspannen. Zwar fällt die Zahl der Neuinfektionen mit einem Wert von 1.907 im Vergleich zu Frankreich und Spanien gering aus, doch für Italien bedeutet das eine Annäherung an die Infektionslage im Mai. Wie dem COVID-19-Dashboard des Gesundheitsministeriums zu entnehmen ist, war der Wert seit dem Frühjahr nicht mehr so hoch. Am 1. Mai wurden 1.965 neue Fälle registriert.

Am vergangenen Montag (14. September) öffneten die italienischen Schulen endlich wieder ihre Türen für Kinder und Jugendliche. Für etwa zwei Drittel der Schulpflichtigen begann am Montag nach über sechs Monaten Pause wieder der Unterricht. Das Land hatte seine Schulen wegen der Corona-Pandemie am 5. März geschlossen, in keinem anderen europäischen Land waren sie länger dicht. Wegen der Ausbreitung des Virus gelten zum Schulstart strenge Vorsichts- und Schutzmaßnahmen.

Israel: Landesweiter Corona-Lockdown tritt in Kraft

In Israel, wo in den vergangenen zwei Wochen eine der höchsten Infektionsraten weltweit verzeichnet wurde, trat am Freitag wenige Stunden vor dem jüdischen Neujahrsfest erneut ein landesweiter Corona-Lockdown in Kraft. Drei Wochen lang bleiben Schulen und die meisten Geschäfte geschlossen. Damit gilt der Lockdown über das Neujahrsfest Rosch Haschana hinaus auch während der Feiertage Jom Kippur und Sukkot.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnete die Zahl der weltweiten Todesfälle in dieser Woche als inakzeptabel hoch. Die Zahl der Todesfälle wachse zwar nicht exponentiell, 50.000 Tote pro Woche seien jedoch „eine immens hohe Zahl“, sagte WHO-Notfallkoordinator Michael Ryan. „Das ist nicht, wo wir sein wollen.“ Weltweit wurden bereits mehr als 30 Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen, etwa 950.000 Infizierte starben.

Das deutsche Biotech-Unternehmen Biontech* ist bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs* sehr weit - und plant im Kampf gegen das Coronavirus Spektakuläres. Unterdessen raten Experten zu einem einfachen Hausmittel, das wohl gegen eine Ausbreitung hilft. Virologe Christian Drosten warnt vor einer Verschlimmerung der Corona-Lage in Deutschland. (lb mit dpa und afp) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Clara Margais/dpa/picture alliance

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