Germany

„Corona Monitoring lokal“ - RKI startet Studie mit 8000 Teilnehmern 

Corona-Krise: Analysten warnen vor einem Anstieg der Infektionskurve. Mit einer Corona-Studie mit 8000 Teilnehmern startet das RKI ab Mittwoch (20.05.2020).

+++ 14.00 Uhr: In einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg startet eine größere Untersuchung des Robert Koch-Instituts zum Coronavirus. In Kupferzell (Hohenlohekreis) sollen ab Mittwoch 2000 Menschen befragt und auch getestet werden. Insgesamt sollen in den kommenden Monaten 8000 Menschen in vier besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Orten an der Studie „Corona Monitoring lokal“ teilnehmen, wie  RKI -Forscher am Dienstag sagten.

Sie wollen herausfinden, wie viele Menschen bereits mit dem Virus in Kontakt waren und Antikörper gebildet haben. Außerdem erhoffen sie sich Erkenntnisse über den Anteil der Infektionen ohne Symptome, welche Menschen häufiger betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass Betroffene ins Krankenhaus müssen. Ziel ist laut RKI auch, Faktoren zu ermitteln, die eine Ausbreitung vorantreiben oder hemmen.

Montgomery warnt vor Öffnung europäischer Grenzen

+++ 12.00 Uhr: Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat vor einer zu raschen Öffnung der europäischen Grenzen für den Tourismus gewarnt. „Ich würde der Regierung raten, die Grenzen geschlossen zu halten - und zwar in beiden Richtungen“, sagte Montgomery der Presse. „Aus gesundheitlichen Gründen wäre es das Beste, die Menschen blieben an ihrem Wohnort.“

Mit Blick auf die Ankündigung von Außenminister Heiko Maas (SPD), die Reisewarnung für Europa Mitte Juni aufzuheben, warnte Montgomery vor einem gefährlichen Wettlauf: „Die neuen Lockerungen zwischen den europäischen Ländern bereiten mir große Sorge, weil wir wieder einen Überbietungswettbewerb bekommen werden: Wer öffnet weiter, wer öffnet schneller?“ Durch den Reiseverkehr werde das Risiko einer zweiten Infektionswelle steigen: „Sie wird härter als die erste, weil wir nicht mehr so vorsichtig sein werden.“

Analyse-Experten warnen zweiter Covid-19-Welle

+++ 11.15 Uhr: Analyse-Experten der Wiesbadener Technologieberatung Invensity warnen vor bevorstehenden Covid-19-Wellen. Diese könnten stärkere Auswirkungen auf das deutsche Gesundheitssystem haben, als die aktuelle. 

Basis ihrer Berechnungen sind die aktuellen Daten des RKI und weiterer öffentlicher Quellen. Diese haben sie ausgewertet und mögliche Szenarien mittels epidemiologischer Modelle vorausberechnet. Im ungünstigsten Fall erkranken bereits Mitte Juni mehr Personen am Coronavirus, als das Gesundheitssystem, wie es aktuell aufgestellt ist, wird handhaben können.

„Der vermeintliche Wettstreit der Bundesländer, wer schneller die verschiedenen Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung wieder lockert, könnte zur Folge haben, dass wir um den 15. Juni 2020 herum mehr Covid-19-Erkrankungen in Deutschland haben werden als Behandlungskapazitäten“, warnt Frank Lichtenberg, Geschäftsführer von Invensity. Lichtenberg erklärt: „Wir wollen mit unseren Szenarien keine Panik, sondern Realismus verbreiten. Sie bieten eine Orientierung, um sich auf alle Fälle vorbereiten zu können.“

Aktuelle Fallzahlen für Deutschland

+++ 9.00 Uhr: Das Robert Koch-Institut meldet 513 Neuinfektionen und damit den zehnten Tag in Folge weniger als 1000 neue Coronavirus-Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 175.210, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 72 auf 8007 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 155.700, rund 1100 mehr als am Vortag.

Mitarbeiter in Gesundheitsberufen häufig von Corona betroffen 

: Mitarbeiter von Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen in Deutschland sind einem Medienbericht zufolge überdurchschnittlich häufig von einer Infektion mit dem Coronavirus betroffen. Wie aus Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ hervorgeht, haben sich seit Mitte April durchschnittlich täglich mehr als 230 Ärzte, Pfleger und andere Mitarbeiter in Gesundheitsberufen angesteckt. Insgesamt hätten sich bisher rund 20 000 Mitarbeiter aus diesen Bereichen eine Infektion mit dem Virus zugezogen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Angaben des RKI. Das entspreche etwa elf Prozent aller Infizierten. Mindestens 894 Menschen aus dem Gesundheitssektor mussten demnach stationär behandelt werden, mindestens 60 seien infolge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Das RKI vermeldet die neuen Reproduktionszahlen

+++ 21.38 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die neue Reproduktionszahl des Coronavirus, den R-Wert, für heute gemeldet. Dieser liegt bei 0,91Deutschland im Mittel weniger als eine weitere Person an. Dieser R-Wert stellt das Infektionsgeschehen von vor circa eineinhalb Wochen dar.

Laut RKI sind die neu übermittelten Corona-Infektionszahlen in Deutschland rückläufig. Dennoch schätzt das Institut die Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung „derzeit insgesamt als hoch“ ein, „für Risikogruppen als sehr hoch“. Die Einschätzung könne sich durch neue Erkenntnisse auch kurzfristig ändern.

Corona in Deutschland: Merkel und Macron planen Fonds in Höhe von 500 Milliarden Euro 

+++ 18.52 Uhr: Angesichts der Corona-Krise planen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron „Wiederaufbaufonds“ in Milliardenhöhe. In einer gemeinsamen Pressekonferenz wurde bekannt gegeben, dass Die EU-Kommission für den Fond 500 Milliarden Euro als Schulden am Kapitalmarkt aufnehmen soll. Dafür müssten die EU-Staaten im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU Garantien geben. Die Fonds sollen „die am stärksten getroffenen Sektoren und Regionen“ durch Mittel aus dem EU-Haushalt unterstützten, wie es in einem gemeinsamen Papier der deutschen und französischen Regierung heißt. 

Nach den Gesprächen regte Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Angleichung der Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie innerhalb der Europäischen Union an. Dadurch solle der freie Reiseverkehr wieder ermöglicht werden. Nach einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron schlug sie vor, man könne sich dabei an der deutschen Obergrenze für Corona-Neuinfektionen orientieren.

Corona in Deutschland: Berliner Senat soll Demonstrationen ohne Teilnehmerbeschränkung zulassen

+++ 17.35 Uhr: Einstimmig hat der Rechtsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses den Senat dazu aufgefordert, Demonstrationen trotz Corona-Krise wieder ohne Teilnehmer-Beschränkung zuzulassen. In einem Beschluss hieß es außerdem, dass es auch beim Besuch von Kirchen keine Begrenzungen mehr geben solle. 

Der rechtspolitische Sprecher der Linke-Fraktion, Sebastian Schlüsselburg, unterstrich, dass Religions- und Versammlungsfreiheit zu den wichtigsten Grundrechten gehörten. Die jetzigen Einschränkungen seien nicht mehr verhältnismäßig. Die Regierungsfraktionen von SPD, Linken und Grünen hatten den Beschluss vorgelegt, dem die Opposition von CDU, FDP und AfD in einer Sondersitzung zustimmte. Die entsprechenden Rechtsverordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie solle der rot-rot-grüne Senat ändern.

Corona in Deutschland: Entscheidung über Reisewarnung soll bald getroffen werden

+++ 15.20 Uhr: Die Außenminister einiger europäischer Länder haben sich darauf geeinigt, die Entscheidung über die Aufhebung der weltweiten Reisewarnung am 15. Juni zu treffen. Bundeaußenminister Heiko Maas sagte, man brauche einen „kontrollierten Wiedereinstieg in den europäischen Tourismus“. Ein bestimmtes und transparentes Vorgehen sei laut Maas nötig. 

Maas hatte sich im „ZDF“-Morgenmagazin vor Beratungen mit mehreren europäischen Amtskollegen zuversichtlich gezeigt, Wege für einen Sommerurlaub in beliebten Reiseländern zu finden. Er hoffe, dass ein Urlaub nach dem 15. Juni wahrscheinlich werde. Bis Mitte Juni gilt wegen der Corona-Pandemie noch eine weltweite Reisewarnung, die Maas danach in "Reisehinweise" verändern will.

+++14.30 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die internationale Gemeinschaft zum Kampf gegen das neuartige Coronavirus aufgerufen. In einer Videobotschaft zum Auftakt des Jahrestags der Weltgesundheitsversammlung (WHA): „Diese Krise kann kein Land alleine lösen, wir müssen gemeinsam handeln. Ich bin überzeugt, dass wir die Coronavirus-Pandemie überwinden können. Je mehr wir global gemeinsam daran arbeiten, umso schneller und besser wird das gelingen. 

130 Corona-Fälle in Flüchtlingsunterkunft nachgewiesen

+++ 12.30 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen bei Flüchtlingen und Personal in einer Unterkunft in Sankt Augustin bei Bonn hat sich auf rund 130 erhöht. Insgesamt wurden bis zum Montagvormittag etwa 400 Tests vorgenommen, wie eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln auf Anfrage mitteilte. 120 der rund 130 positiven Tests betrafen in der Unterkunft lebende Flüchtlinge, die restlichen Personal wie Securitymitarbeiter und weitere Beschäftigte.

+++ 12.15 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner wurde vor einem Berliner Lokal dabei fotografiert, wie er einen Bekannten umarmte. Die Maske soll ihm unter dem Kinn gehangen haben, berichtet der „Spiegel“. Damit hat Linder gegen die auferlegtenAbstandsregeln in Zeiten von Corona verstoßen.

Jetzt bedauert er die Umarmung als Fehler: „Die spontane Umarmung bei der Verabschiedung war ein Fehler, wie er unter Freunden nach einem Abend leider passiert“, wird er vom „Spiegel“ zitiert. 

Die tagesaktuellen Zahlen der Corona-Fälle 

+++ 9.00 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Montag mit 174.697 angegeben - ein Plus von 342 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 176.369 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 7935 Todesfälle, die JHU 7962 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug etwa 154.600.

Massiver Corona-Ausbruch in Schlachthof

+++ 7.00 Uhr: Kurz vor Beratungen des sogenannten Corona-Kabinetts über die Missstände in der Fleischindustrie ist ein weiterer massiver Ausbruch des Virus in einem deutschen Schlachtbetrieb bekannt geworden. 92 Mitarbeiter eines Schlachthofs im niedersächsischen Dissen wurden positiv getestet, wie der Landkreis Osnabrück am Sonntagabend mitteilte. 

Die für die Bekämpfung des Virus zuständigen Kabinettsmitglieder wollen am Montag über eine mögliche stärkere Regulierung der Fleischbranche beraten. Für die infizierten Mitarbeiter der Firma in Dissen und ihre Kontaktpersonen wurde Quarantäne angeordnet. Die Produktion in dem Schlachthof wurde ausgesetzt. Viele der Infizierten wohnten in Sammelunterkünften und würden von Subunternehmen beschäftigt, teilte der Landkreis ferner mit.

Maas macht Hoffnung auf Sommerurlaub im Ausland

 Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will an diesem Montag (13.00 Uhr) mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen darüber beraten, wie die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind neben Griechenland auch Spanien, Italien, Österreich, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen. Ziel ist ein Vorgehen im Gleichschritt bei der Öffnung der Grenzen für Touristen. In Deutschland gilt vorerst bis zum 14. Juni eine weltweite Reisewarnung für Urlauber.

Pandemiegefahr wurde lange unterschätzt

+++ 20.08 Uhr: Die Bundesregierung hat die Pandemiegefahr durch das Coronavirus zu lange unterschätzt. Das zeigen vertrauliche Dokumente und recherchen von Bayrischem Rundfunk und Welt am Sonntag. 

Bereits am 31.12.2019 wurde durch das internationale Warnsystem ProMED erstmals auf die Gefahr durch eine damals noch unbekannte Lungenentzündung aus China hingewiesen. Noch am 12. Februar bezeichnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Gefahr einer Pandemie laut den Dokumenten im Gesundheitsausschuss als „irreal“. Erst am 11. März ruft die WHO den Pandemie-Fall aus, in der Folge werden auch striktere Maßnahmen in Deutschland getroffen. Von der Erstmeldung vergingen 78 Tage bis zu diesen Maßnahmen.

Tourismuswirtschaft wirft Bundesregierung in Corona-Krise „Feigheit“ vor

+++ 14.00 Uhr: Die deutsche Tourismuswirtschaft hat der Bundesregierung Feigheit vor Brüssel vorgeworfen, weil sich der Bund nicht über die Ablehnung der EU von Reisegutscheinen hinwegsetze. Verbandspräsident Michael Frenzel sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Zwölf Länder haben obligatorische Gutscheine eingeführt, nur Deutschland traut sich nicht.“ Deshalb sei die Gutscheinlösung für ausgefallene Reisen wohl vom Tisch. Bisher habe kein Minister die notwendige Traute. „Ein Irrsinn“, so Frenzel.

Die Europäische Union (EU) und Verbraucherschützer verlangen, dass Kunden für nicht angetretene Reisen ihr Geld zurückbekommen, die Branche will den Kunden stattdessen Gutscheine geben.

Corona: Tagesaktuelle Fallzahlen

+++ 9.40 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Sonntag mit 174.355 angegeben - ein Plus von 583 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 175.752 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 7914 Todesfälle, die JHU 7938 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug etwa 153.400.

Studie bestätigt Sars-CoV-2-Übertragung vor ersten Symptomen

Vier Monate nach den ersten Corona-Fällen in Deutschland haben Wissenschaftler die Ansteckungsketten dieser Patientengruppe detailliert ausgewertet. Die in der Fachzeitschrift „The Lancet Infectious Diseases“ veröffentlichte Studie bestätigt, dass Infizierte bereits vor den ersten Symptomen ansteckend sein können.

In mindestens einem der insgesamt 16 untersuchten Fälle habe ein Infizierter das Coronavirus weitergegeben, bevor er Symptome hatte, berichten die Forscher um Merle Böhmer vom bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Udo Buchholz vom Robert Koch-Institut und Victor Corman von der Berliner Charité. Möglicherweise traf dies sogar für fünf weitere Fälle zu. 

Riesige Herausforderungen für Gesundheitsmaßnahmen

In mindestens vier Fällen steckten sich andere Menschen an jenem Tag an, an dem die Symptome bei dem Betroffenen gerade begannen. Fünf weitere Fälle könnten in diesen Zeitraum fallen, schreiben die Autoren. Dass die Infektiosität schon vor Symptombeginn oder kurz danach erheblich sei, stelle Gesundheitsmaßnahmen vor eine riesige Herausforderung, folgert das Team. Zudem sei die Inkubationszeit, die durchschnittlich 4,0 Tage betrug, bei vielen Menschen nur sehr kurz gewesen. „Eine globale Eindämmung von Covid-19 könnte schwer zu erreichen sein“, betonen die Forscher.

Corona-Krise: Scholz will Kommunen unterstützen

+++ 19.05 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will in der Corona-Krise Kommunen mit insgesamt 57 Milliarden Euro stützen. Gleichzeitig sollen Altschulden vieler Städte und Gemeinden abgebaut werden. Das schlägt Scholz laut einem Konzeptpapier aus seinem Ministerium vor. 

Rund 12 Milliarden sind vorgesehen, um die Gewerbesteuerausfälle der Kommunen aufzufangen. Mit weiteren 45 Milliarden Euro sollen Liquiditätskredite der Kommunen übernommen werden. Etwa 2000 Kommunen in Deutschland sind so hoch mit Krediten belastet, dass allein die Zinsen große Probleme bereiten. 

57 Millarden Euro Corona-Hilfen würden Verfassungsänderung notwendig machen

Die Finanzierung der 57 Milliarden Euro soll jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern gestemmt werden. „Wir müssen das Altschuldenproblem lösen, indem der Bund und die Länder, in denen unsere Städte und Gemeinden liegen, diese Gemeinden entlasten“, sagte Scholz zu dem Entwurf. Die Regelung würde eine Verfassungsänderung erfordern. Bisher sind Länder und Bund laut Artikel 109 des Grundgesetzes in der Haushaltsführung unabhängig. 

Kritik an dem Konzept und der Verfassungsänderung kam aus Bayern. „Wenn der Bund den Kommunen helfen möchte, darf er das gern tun - eine Zwangsverpflichtung der Länder nach den Regeln des Bundes ohne Absprache ist aber eine Unverschämtheit“, sagte der bayrische Finanzminister Albert Füracker (CSU). Auch der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) äußerte sich ähnlich. Zustimmung kam aus dem von SPD, Grünen und FDP regierten Rheinland-Pfalz. Auch im schwarz-geld geführten Nordrhein-Westfalen wurde der Vorschlag begrüßt.

Neue Corona-Zahlen des RKI für Deutschland

+++ 9.40 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Samstag mit 173.772 angegeben - ein Plus von 620 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 175.233 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 7881 Todesfälle, die JHU 7897 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug etwa 152.600.

Keine Impfpflicht gegen Coronavirus

  Eine Impfpflicht gegen das Coronavirus wird es nach Aussage von Kanzleramtschef Helge Braun in Deutschland nicht geben. Wenn ein Impfstoff vorliege, sei es gut, wenn sich viele impfen lassen. Aber das entscheide jeder selbst, sagte der CDU-Politiker der Presse. „Wer das nicht will, muss das Risiko einer Infektion selbst tragen“, betonte Braun. Er hoffe auf einen Impfstoff für die breite Bevölkerung zwischen Anfang und Mitte nächsten Jahres. Dann könne man auch zum normalen Leben zurückkehren.

Deutschland könnte wegen des Coronavirus gegen China klagen

+++ 20.28 Uhr: Plant auch Deutschland juristische Schritte gegen die Volksrepublik China in Zuge der Corona-Krise? Das digitale Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ berichtet, dass ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages genau das prüft. 

So würden in dem 20-seitigen Schreiben mit dem Titel „Die Corona-Pandemie im Lichte des Völkerrechts“ zwei mögliche Rechtswege begutachtet: Einmal mögliche Schadensersatzklagen gegen China und zum anderen mögliche Verletzungen des Völkerrechts durch China während der Pandemie. 

Allerdings werden die Erfolgsaussichten einer solchen Klage gegen China als eher gering eingestuft.

Corona-Krise in Deutschland: Die aktuellen Fallzahlen - Weniger als 14.000 aktiv Infizierte

+++ 19.33 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt stabil unter 1.000. So liegt die Zahl der neuen positiven Corona-Tests am Freitag bei 750. Insgesamt gibt es in Deutschland nun 173.694 bestätigte Corona-Fälle. Hinzu kommen 68 neue Todesfälle in Folge von Covid-19. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus auf 7.856 Personen. 

Laut des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die Zahl der Genesenen in Deutschland auf rund 151.700 Menschen angestiegen - also 1.400 mehr als noch am Vortag. Damit liegt die Infizierten-Zahl laut RKI derzeit bei etwas mehr als 13.600 Menschen

Corona-Krise in Deutschland: Galeria Karstadt Kaufhof droht zu zerbrechen - „Grausamkeiten“

+++ 17.33 Uhr: Medienberichten zufolge plant der schwer angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof die Schließung von bis zu 80 seiner insgesamt 175 Filialen in Deutschland. Das gehe aus dem Sanierungskonzept hervor, das dem Gesamtbetriebsrat des Unternehmens am Freitag vorgestellt worden sei, meldete die „Wirtschaftswoche“. 

Insider rechnen mit einem Abbau von rund 5.000 Vollzeitstellen bei dem Unternehmen in Folge der Corona-Krise. Die Zahl der Schließungen könnte sich jedoch noch reduzieren, sollten Vermieter und weitere Beteiligte zu Zugeständnissen bereit sein.

„Die im Entwurf des Sanierungsplans vorgesehenen Maßnahmen sind an Grausamkeiten kaum zu überbieten und ein Generalangriff auf alle Beschäftigten“, heißt es laut „Wirtschaftswoche“ in einer Mitteilung des Gesamtbetriebsrats, ohne auf konkrete Zahlen einzugehen. In der Corona-Krise hat sich das Unternehmen auch bereits um Staatshilfen bemüht und Kurzarbeit* eingeführt.

Corona-Ausbruch in bayrischem Schlachthof – Behörden fordern Untersuchung an 

+++ 16.19 Uhr: Im Kreis Coesfeld sollen die Corona-Beschränkungen wieder gelockert werden. Dort wurden zuletzt in einem Schlachthof 268 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Der Kreis habe trotzdem nur 16 Neuinfizierte ohne Kontakt zur Fleischindustrie registriert, weswegen Landesgesundheitsminister Karl-Josel Laumann nur von einem „begrenz lokalen Ausbruchsgeschehen“ sprach. 

+++ 13.45 Uhr: Bei der großangelegten Corona-Testung in einem Schlachthof im Landkreis Straubing-Bogen ist das Virus bei 59 Menschen festgestellt worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Kreisen der Gesundheitsbehörden. 

Zuvor war bei 18 Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. Daraufhin hatten die Behörden eine Reihenuntersuchung aller rund 1000 Mitarbeiter angeordnet. Damit sind nach jetzigem Stand insgesamt 77 Beschäftigte infiziert. Rund 150 weitere Mitarbeiter sollen aber noch getestet werden, die bislang bei den Tests verhindert waren.

Widerstand wächst: Großdemo mit 5.000 Teilnehmern gegen Corona-Maßnahmen gestattet

+++ 12.45 Uhr: Die Bundesregierung rechnet mit der Corona-App zur Nachverfolgung von potentiellen Risikokontakten bis mitte Juni, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte. Die Entwicklung der App sei „im vollen Gange“.

Die Einführung der Corona-App solle von einer Werbekampagne finanziert werden, um möglichst viele Bürger Deutschlands zu einem freiwilligen Einsatz der App zu bewegen. 

Bundesweit wächst der Widerstand gegen die Einschränkungen in der Corona-Krise. In Stuttgart wollen am Samstag 5.000 Menschen zu einer Kundgebung auf die Straße gehen.

Die Stadt hat die Demonstration nun genehmigt. Es sei „eine Abwägung von Infektionsschutz und der Versammlungsfreiheit“ gewesen, sagte Bürgermeister Martin Schairer (CDU) laut dem Internetangebot der Tagesschau. Allerdings gelten auch bei der Anti-Corona-Demo Einschränkungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen Mindestabstände einhalten. Im öffentlichen Nahverkehr gilt außerdem Maskenpflicht.

Corona-Krise in Deutschland: Wirtschaftsleistung bricht ein

+++10.13 Uhr: Die Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft bereits in den ersten drei Monaten des Jahres schwer getroffen. Im ersten Quartal brach das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent ein, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. 

Obwohl die Ausbreitung des Coronavirus die Wirtschaftsleistung im Januar und Februar noch nicht wesentlich beeinträchtigte, ist dies demnach der stärkste Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009.

„Stark rückläufig“ waren im ersten Quartal laut Bundesamt die privaten Konsumausgaben. Auch die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - nahmen demnach deutlich ab. Die Konsumausgaben des Staates und die Investitionen in Bauten hätten dagegen stabilisierend gewirkt und einen noch stärkeren Rückgang des BIP verhindert, erklärten die Statistiker. Im Außenhandel gingen sowohl die Exporte als auch die Importe gegenüber dem vierten Quartal des Vorjahres kräftig zurück.

Corona-Krise in Deutschland: Resolution gegen umstrittene Palmer-Äußerungen

Update vom Freitag, 1505.2020, 06.30 Uhr: In Deutschland sind bisher insgesamt mehr als 3,1 Millionen Coronavirus-Tests vorgenommen worden. Davon sind rund 197.100 positiv ausgefallen, wie aus Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervorgeht. Die darin veröffentlichten Statistiken zeigen auch, dass die Kapazitäten zuletzt bei weitem nicht ausgeschöpft wurden. Beispielsweise wurden laut den Zahlen aus der Woche vom 4. bis 10. Mai nach zusammengezählten Daten von 173 Labors rund 382.000 Tests gemacht. Die angegebenen Testkapazitäten lagen um ein Mehrfaches höher. 

Die meisten Tests und die höchste Rate positiver Ergebnisse wurden laut RKI-Statistik in der Kalenderwoche 14 - Ende März, Anfang April - verzeichnet: Von rund 408.000 Tests wurde Sars-CoV-2 damals bei 9 Prozent der Proben nachgewiesen. In den Folgewochen sank die Rate der positiven Tests immer weiter, auf zuletzt noch 2,7 Prozent. 35 Labors gaben laut RKI Lieferschwierigkeiten für Reagenzien an, hauptsächlich Extraktionskits und Abstrichtupfer. 

Nachdem die Testkriterien zu Beginn der Epidemie relativ strikt waren - mit Voraussetzungen wie einem Aufenthalt im Risikogebiet oder Kontakt zu einem bestätigten Fall - , wurden sie zuletzt nach und nach gelockert. So sollen nun zum Beispiel auch Menschen mit leichten Symptomen einer Atemwegserkrankung getestet werden.

Corona-Krise in Deutschland: Resolution gegen umstrittene Palmer-Äußerungen

+++ 20.41 Uhr: Der Tübinger Gemeinderat hat eine Resolution gegen umstrittene Äußerungen des Oberbürgermeisters Boris Palmer (Grüne) zur Behandlung von Corona-Patienten beschlossen. 23 Mitglieder votierten am Donnerstagabend für den Antrag, 11 dagegen, wie der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Martin Sökler, mitteilte. Es gab 6 Enthaltungen. Die große Mehrheit der Grünen-Stadträte stimmte gegen die Resolution. Palmer selbst enthielt sich, wie Sökler weiter mitteilte. Das Gremium missbillige die Aussagen „mit allem Nachdruck“, heißt es in dem Antrag mehrerer Fraktionen. Das Gremium tagte per Videokonferenz.

Palmer hatte Ende April in einem Fernsehinterview gesagt: „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.“ Er erklärte seine Aussage mit der Sorge um armutsbedrohte Kinder vor allem in Entwicklungsländern, deren Leben durch die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns bedroht sei.

Eine Resolution des Gemeinderats wie diese gilt als öffentliche Rüge des Oberbürgermeisters. Unmittelbare Konsequenzen muss Palmer nicht fürchten.

Corona-Krise in Deutschland: Mehrere Bundesländer kippen Quarantänepflicht für Reise-Rückkehrer

+++ 19.57 Uhr: Einige Bundesländer in Deutschland heben die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus den europäischen Nachbarstaaten in der Corona-Pandemie auf. So gilt in Nordrhein-Westfalen ab Freitag (15.05.2020) um 0 Uhr keine Pflicht zur Quarantäne mehr für Reise-Rückkehrer, die sich zuvor in europäischen Nachbarstaaten aufgehalten haben.

Auch die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, will die Quarantänepflicht für Rückkehrer gemäß der Absprachen mit dem Bund „rückabwickeln“. „Sie wird dann nur noch für Einreisende aus Drittstaaten gelten“, so Dreyer. Bisher waren Rückkehrer aus dem Ausland verpflichtet, sich wegen der Corona-Pandemie für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu begeben. Das Oberverwaltungsgericht Niedersachsens hatte die pauschale Quarantänepflicht für Reiserückkehrer in Niedersachsen

Corona-Krise in Deutschland: Die aktuellen Fallzahlen

+++ 16.54 Uhr: Bundesweit wurden nach aktuellem Stand mehr als 172.700 Coronavirus-Infektionen in Deutschland gemessen. Davon sind bisher laut Auswertung der Deutschen Presse-Agentur mindestens 7766 Personen an den Folgen der Infektion gestorben. 

Am Nachmittag des Vortags waren es noch mehr als 171 .700 Infektionen. Die viel beachtete Reproduktionszahl lag laut Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch bei 0,81. Ziel bleibt es den Wert unter Eins zu halten, da diese bedeutet, dass jede infizierte Person weniger als eine weitere Person ansteckt. 

Folgen der Corona-Pandemie: Bund rechnet mit Milliarden-Steuerloch 

+++ 15.22 Uhr: Aufgrund der Corona-Krise sinken zum ersten Mal seit der Finanzkrise 2009 die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und den Kommunen. Das verkündete das Finanzministerium am Donnerstag. Laut den Prognosen der Steuerschätzer wird Deutschland im laufenden Jahr rund 81,5 Milliarden Euro weniger Steuern einnehmen, als 2019. Das entspricht einem Minus von mehr als zehn Prozent. 

Laut Deutscher Presse Agentur wirft diese Schätzung auch einen Schatten auf die bisherige Haushaltsplanung von Bund, Ländern und Kommunen, die insgesamt nun mir 98,6 Milliarden Euro weniger auskommen müssen, als ursprünglich vorgesehen. Auch die Prognosen für die kommenden Jahre bleiben aufgrund der Folgen durch dieCorona-Pandemie pessimistisch. Der Arbeitskreis Steuerschätzer geht für die Zeit bis 2024 von rund 315,9 Milliarden Euro weniger als zuletzt erwartet aus. 

Trotz Corona-Hilfen in Milliardenhöhe keine Steuererhöhungen 

Die Kosten der Corona-Hilfspakete liegen laut Finanzministerium derzeit bei 453,4 Milliarden Euro für 2020. Hinzu kommen Garantien von mehr als 800 Milliarden Euro, die notfalls auch greifen müssen, falls Unternehmen ihren Krediten nicht nachkommen können. Dafür reichen die bisher geplanten 156 Milliarden Euro an neuen Schulden für den Bundeshaushalt nicht aus. 

Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln will Finanzminister Olaf Scholz (SPD) im Juni ein großes Konjunkturpaket vorlegen. Erst dann sei der richtige Zeitpunkt für solche großen Konjunkturmaßnahmen, sagte Scholz in der Bundespressekonferenz. Auf diese Unterstützung verlassen sich nicht nur Unternehmen, sondern auch Kommunen. 

Corona-Krise in Deutschland: Grundrente ist weiter geplant

In der Frage nach höheren Steuern nahm der Finanzminister auf die Vereinbarung der Koalition Bezug. Steuererhöhungen würden demnach erst bei der nächsten Bundestagswahl eine Rolle spielen. Auch die Grundrente in Höhe von knapp einer Milliarde könne sich der Staat weiter wie geplant leisten. Scholz betonte zudem, dass für die Stärkung der deutschen Volkswirtschaft auch die europäische Wirtschaft angekurbelt werden müsse. 

Auch der Tourismus ist von der Corona-Krise betroffen. Dabei stellt sich die Frage, ob und wo man 2020 trotz Corona Urlaub machen kann*.

Corona-Krisenhilfen für EU-Staaten gebilligt

+++ 14.58 Uhr: Lange wurde um die milliardenschweren Corona-Krisenhilfen für den euorpäischen Rettungsfonds ESM gerungen, nun hat der Bundestag diese gebilligt. Damit steht die vorsorgliche europäische Kreditlinie von bis zu 240 Milliarden Euro ab dem formalen Beschluss auf EU-Ebene am Freitag sofort zur Nutzung bereit. Die einzige Bedingung für Länder, die diesen Kredit beanspruchen ist, dass es für direkte oder indirekte Gesundheitskosten verwendet wird. Bislang hat noch kein Land einen Antrag gestellt. Linke und Grüne wiesen trotz ihrer Befürwortung der Kredite darauf hin, dass es zusätzlich ein massives Konjunkturprogramm brauche. Auch Scholz betonte die Notwendigkeit eines solchen Programms, so der Bericht der Deutschen Presse Agentur. 

Des weiteren hat der Bundestag heute neben der Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auch die Corona-Prämie und eine Ausweitung der Tests beschlossen. 

 Bundestag beschließt Erhöhung des Kurzarbeitergeldes

+++ 11.15 Uhr: In der Corona-Krise soll Kurzarbeit* Arbeitsplätze retten. Bisher erhalten Menschen in Kurzarbeit 60 Prozent des letzten Nettolohns (67 Prozent mit Kindern im Haushalt). Nun hat der Bundestag ein neues Gesetz beschlossen: Ab dem vierten Monat des Bezugs von Kurzarbeitergeld soll der Betrag auf 70 Prozent (beziehungsweise 77 Prozent) erhöht werden. Ab dem siebten Monat sollen Kurzarbeiter 80 Prozent (mit Kindern 87 Prozent) des Nettolohns erhalten. Diese Regelung soll bis maximal 31. Dezember 2020 gelten. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

Coronavirus in Deutschland: Banger Blick auf die Reproduktionszahl

Erstmeldung vom 14. Mai 2020: Das Coronavirus hat Deutschland weiter im Griff - auch wenn mittlerweile mehr über Lockerungen der Corona-Maßnahmen gesprochen wird als über Corona-Infektionszahlen. Doch die gibt es weiterhin: Bis Donnerstagvormittag (14.5.) sind in Deutschland mehr als 172.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 7712 Menschen, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren, sind bisher bundesweit gestorben (Daten von dpa, Stand 14.5., 10.15 Uhr).

Eine Zahl, auf die derzeit mit besonderem Interesse geschaut wird, ist die Reproduktionszahl, kurz R-Wert. Der lag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Mittwoch bei 0,81 - also steckt jeder Corona-Infizierte im Schnitt weniger als eine Person an. Die Reproduktionszahl ist von besonderem Interesse*, weil sich bei einer Zahl über eins das Virus Sars-CoV-2 wieder verbreitet. Sie wird daher auch von der Politik genau beobachtet.

Corona-Krise: In Schlachthöfen mehren sich Corona-Infektionsfälle

Ebenfalls genau von der Politik beobachtet wird die Corona-Situation in deutschen Schlachthöfen. Dort mehren sich die Corona-Infektionsfälle, Arbeitsminister Hubertus Heil kündigt an, er werde „aufräumen mit diesen Verhältnissen“. Die oft prekären Arbeits- und Wohnbedingungen von ausländischen Leiharbeitern in der Fleischindustrie seien beklagenswert. Daher mache er sich für bundesweit verbindliche Kontrollquoten stark.

Abgesehen von der Fleischindustrie entspannt sich die Corona-Lage in Deutschland, in nächster Zeit sollen auch die Grenzen langsam wieder geöffnet werden. Es geht auf den Sommer zu, da denken viele eben auch an ihren Sommerurlaub*. Wird es möglich sein, ins Ausland zu fahren? Oder sollte man besser in Deutschland bleiben? Die kommenden Wochen werden es zeigen.

Von Tanja Banner, Grafik: Monika Gemmer

*fr.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Rubriklistenbild: © picture all iance/Christian Mang/Reuters Pool/dpa

Football news:

Kike Setien: Barcelona hat kein tolles Spiel gemacht. Espanyol spielte gut in der Abwehr
Anduhar Oliver über den Ausgleich: Fathi ging zu stark auf den Fuß und das Foul an der Spitze war vielleicht sogar noch gefährlicher
Atalanta verlängerte die SiegesSerie Auf 11 Spiele und besiegte Sampdoria mit 2:0
Milner absolvierte 536 Länderspiele und stieg in die Top 5 der Liga auf
Barça-Profi fatira im Derby gegen Espanyol. Er verbrachte 5 Minuten auf dem Feld
Suarez erzielte 195 Tore für Barcelona und kam auf den Dritten Platz in der Liste der besten Torschützen des Klubs
Daniele de Rossi: die Leute nennen Messi kleinmütig, und Sie haben Angst, die Frauen um die TV-Fernbedienung zu bitten