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Corona-News: Kitas öffnen in Hamburg wieder – 234 neue Fälle

Die Corona-Fallzahlen bleiben hoch, das Virus hat nach wie vor großen Einfluss auf das Leben in Hamburg und Norddeutschland. Wir halten Sie in unserem Liveticker über alle Entwicklungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf dem Laufenden.

Bremen erlaubt Shoppen mit Voranmeldung

12.33 Uhr: Als eine Lockerung der Corona-Auflagen erlaubt das Bundesland Bremen die Öffnung von Geschäften für einzelne Kunden nach Voranmeldung. Dieser Beschluss des Senats werde in den kommenden Tagen in Kraft treten, sagte ein Sprecher der Landesregierung am Mittwoch. Vorher müsse das Parlament, die Bremische Bürgerschaft, zustimmen.

Konnten Kunden schon bisher Bestellungen auf Abstand an der Ladentür abholen, dürfen sie das Geschäft nun nach telefonischer oder elektronischer Anmeldung wieder betreten und sich beraten lassen. Als Kundschaft zählt dabei eine Einzelperson oder auch ein ganzer Haushalt. Die Kontaktdaten müssen hinterlassen werden. Der Kunde wird im Geschäft von einer Verkäuferin oder einem Verkäufer begleitet.

„Hiervon werden vor allem die kleineren Geschäfte in den Stadtteilzentren profitieren“, sagte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linkspartei). Die Handelskammer Bremen sprach von einem „ersten wichtigen Schritt“zu einer Öffnung. „Viele denken, lieber so etwas als gar nichts“, wurde Norbert Caesar, Vorsitzender einer Interessengemeinschaft von Ladenbesitzern im Ostertor-Viertel, am Mittwoch im „Weser-Kurier“ zitiert.

Ähnliche Regelungen wollten sich auch andere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein geben, hieß es in der Senatsvorlage.

234 neue Fälle: Hamburgs Coronazahlen bleiben auf erhöhtem Niveau

12.07 Uhr: Die Hamburger Gesundheitsbehörde meldete am Mittwoch 234 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das sind  51 mehr als am Dienstag, aber zwölf weniger als am Mittwoch vor einer Woche.

Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen sank damit leicht auf nun 80,8 (Vortag: 81,5). Am Mittwoch vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 71,9 gelegen. Hamburg verzeichnet damit weitehrin einen Wert über dem Bundesdurchschnitt (64,0).

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1287 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 2. März), neun Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 52.466 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 47.400 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 2. März 257 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 78 Corona-Patienten, 64 davon sind Hamburger.

1953 bzw. 1074 Hamburger wurden zuletzt an einem Tag zum ersten oder zweiten Mal geimpft (Stand: 2. März). Insgesamt wurden in Hamburg 104.938 Erstimpfungen und 54.960 Zweitimpfungen durchgeführt.

Hamburgs Kitas gehen am 15. März wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb

10.53 Uhr: Eine Woche nachdem verkündet wurde, wie es mit den Schulen weitergeht, gibt es nun auch Klarheit für die Kitas! Wie die Sozialbehörde um Melanie Leonhardt (SPD) am Mittwoch verkündete wird ab dem 15. März vom erweiterten Notbetrieb auf einen eingeschränkten Regelbetrieb umgestellt. Zusätzlich will man auf eine Teststrategie setzen.

Der eingeschränkte Regelbetrieb bedeutet konkret erst einmal, dass „alle Kinder wieder in den Einrichtungen betreut werden“ können. Kinder von alleinerziehenden, sowie Kinder mit einem dringlichen sozialpädagogischen Förderbedarf, Kinder, deren Eltern eine berufliche Tätigkeit in der Daseinsvorsorge oder Aufrechterhaltung der Infrastruktur ausüben und Kinder, die aufgrund von familiären Gründen oder Notfällen auf Betreuung angewiesen sind, haben einen Anspruch darauf, die Betreuungszeit in vollem Umfang in Anspruch zu nehmen. Alle übrigen Kinder haben die Möglichkeit, an mindestens 20 Stunden in der Woche die Kita zu besuchen.

Zusätzlich soll die Teststrategie für Beschäftige in Kitas erweitert werden. Bislang können sie sich anlass- und kostenfrei für einen PCR-Test anmelden, dies wird nun um Corona-Selbsttests erweitert, die jeder Mitarbeitende zwei Mal die Woche in der Einrichtung nutzen soll. Die Sozialbehörde versprach, die benötigten Tests für die ersten vier Wochen jeder Einrichtung zur Verfügung stellen – die bestellte erste Charge käme am Montag.

„Vor jeder Entscheidung, wie es in den Kitas weitergeht, wägen wir sehr gründlich ab. Einerseits liegt es in der Natur der pädagogischen Arbeit, dass es Kontakte gibt. Deswegen müssen sichere Arbeitsbedingungen ermöglicht werden. Andererseits haben Kinder ein Recht auf Bildung, auch auf frühe Bildung, und Eltern sind auf Betreuungsmöglichkeiten angewiesen. Insgesamt müssen wir noch sehr vorsichtig sein, was Lockerungen und Kontakte angeht. Mit dem nach wie vor geringen Infektionsgeschehen bei Kindern, zusätzlichen Testmöglichkeiten und einem bevorzugten Impfangebot für Mitarbeitende in den Kitas können wir aber nun wieder ein umfassenderes Kita-Angebot ermöglichen“, sagte Sozialsenatorin Leonhardt. 

Hannover mit niedrigstem Inzidenzwert seit Anfang Dezember

10.46 Uhr: Die Region Hannover verzeichnete am Mittwoch den niedrigsten Inzidenzwert seit dem 4. Dezember 2020. Die Zahl der Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner betrug nur 88,7. Fast exakt drei Monate zuvor lag der Wert bei 85,0; seitdem war die Zahl der Neuinfektionen stetig angestiegen. Außer am 14. Februar, einem Sonntag, lag der Inzidenzwert in der Landeshauptstadt und ihrem Umland in 2021 immer über 100. Absolut vermeldete die Region Hannover 1026 Fälle in den vergangenen sieben Tagen.

Niedersachsen: Leichte Rückgänge der Inzidenzen

10.27 Uhr: Das Landesgesundheitsamt Niedersachsen vermeldete am Mittwoch 803 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Das sind 265 weniger als am Mittwoch vor einer Woche, auch die Inzidenz sank leicht auf nun 64,4. Der Wert, der die Anzahl Neuinfektionen binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner angibt, lag am Dienstag noch bei 67,7.

Außerdem wiesen erstmals seit dem 14. Februar nur noch vier Städte und Landkreise einen Inzidenzwert von über 100 aus: die Kreise Cloppenburg (133,0), Wesermarsch (131,0) und Vechta (119,0) sowie die Stadt Salzgitter (107,4).

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 166.233. Binnen eines Tages wurden zudem 30 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 4376 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Erzieher und Grundschullehrer im Norden erhalten AstraZeneca-Impfstoff

6.51 Uhr: Ab dem 9. März können sich Beschäftigte in Kitas und Grundschulen sowie chronisch kranke Menschen unter 65 Jahren in Schleswig-Holstein mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen. Aufgrund der verfügbaren Menge des Impfstoffes werde die Impfkampagne ausgeweitet, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Demnach können sich ab 9. März neben Kita-Erziehern, Grund- und Förderschullehrern und dem Personal der Einrichtungen auch Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen oder einer geistigen Behinderung unter 65 Jahren online einen Impftermin geben lassen.

Gleiches gilt für bis zu zwei enge Kontaktpersonen pflegebedürftiger oder schwangerer Personen sowie verschiedene Berufsgruppen, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) will am Donnerstag (10 Uhr) detailliert über die Impfterminvergabe informieren.

Das waren die Corona-News am 2. März:

Inzidenz in Schleswig-Holstein fällt deutlich unter 50

22.12 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist deutlich unter den Schwellenwert von 50 gefallen. Am Dienstag wurden 46,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage gemeldet. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel veröffentlichte. Am Montag hatte der Wert bei 49,7 gelegen – und am Dienstag vor einer Woche bei 50,0.

Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte wurden beim letzten Bund-Länder-Treffen maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen festgelegt. Am Mittwoch treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder wieder mit der Bundeskanzlerin, um über die weitere Strategie in der Corona-Krise zu sprechen.

Es wurden am Dienstag 187 neue Corona-Infektionen gemeldet – eine Woche zuvor waren es 262 bestätigte Neuinfektionen gewesen. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg am Dienstag um 4 auf 1309. 284 Patienten wurden in schleswig-holsteinischen Krankenhäusern behandelt. Intensivmedizinische Behandlung brauchten 75 Menschen, 59 mit Beatmung.

Eilanträge auf Laden-Öffnungen in Hamburg – Gericht fällt Urteil

18.32 Uhr: Das Verwaltungsgericht Hamburg hat beschlossen, dass es keine weiteren Öffnungen des Einzelhandels geben soll. Wie der Senat am Dienstag mitteilte, wollten zwei Einzelhandelsketten mit Mischsortiment ihre Hamburger Filialen für den Publikumsverkehr öffnen. Das Gericht lehnte diese jedoch ab.  

„Nach der Bewertung der zuständigen Kammer bestehen gegen das befristete Verbot der Öffnung der Einzelhandelsverkaufsstellen keine durchgreifenden rechtlichen Bedenken”, so heißt es in der Mitteilung. Der Eingriff in die Berufsfreiheit und die Eigentumsgarantie sei voraussichtlich gerechtfertigt und das Verbot verletze die Antragstellerinnen nicht in ihren Grundrechten. Vielmehr sei es für die Eindämmung der Corona-Pandemie erforderlich.

Nach Paragraf 4c Abs. 1 der aktuellen Corona-Verordnung ist der Betrieb von Verkaufsstellen des Einzelhandels für den Publikumsverkehr bis zum 7. März 2021 untersagt. Ausgenommen werden unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Drogerien. 

Gegen die Entscheidungen könnten die Antragstellerinnen Beschwerde bei dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erheben. Ansonsten müssen sie sich noch mindestens bis zum 7. März gedulden.

Mecklenburg-Vorpommern: 254 Neuinfektionen und sieben Tote

17.49 Uhr: Am Dienstag sind in Mecklenburg-Vorpommern 254 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 49 mehr als am Dienstag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte.

Sieben weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19, womit diese Zahl auf insgesamt 752 stieg. Die Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gingen im Vergleich zum Vortag nur leicht um 1,2 auf nun 64,7 zurück. Vor einer Woche lag dieser Wert demnach bei landesweit 64,4.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei nunmehr 24.863; 21.829 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten liegt demnach derzeit bei 262 - das sind 13 mehr als am Vortag. Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen liegt bei 48, sechs mehr als noch Vortag.

Im Nordosten wurden laut Lagus bislang 130.948 Corona-Impfdosen verabreicht. 81.006 Menschen bekamen eine erste Impfung, 49.942 eine zweite.

Hamburg korrigiert Zahlen zu Altersstufen der Corona-Infizierten

15.25 Uhr: Die Stadt Hamburg hat am Dienstag Zahlen zum Alter der Corona-Infizierten korrigiert: Aufgrund eines technischen Fehlers bei der Auswertung der Verteilung der Fälle auf die Altersgruppen wurden die Fallzahlen einheitlich nach links verschoben – und dadurch falsch zugeordnet. Dies gelte für die Kalenderwoche (KW) 48 im Jahr 2020 sowie für die Wochen 3, 5, 6 und 7 dieses Jahres.

Alle Korrekturen im Überblick:

Für die KW 7 gehen 68 (statt 263) Fälle auf die Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen zurück, 263 (statt 252) auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen und 252 (statt 189) auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. 140 Fälle (statt 69) dieser Woche beziehen sich auf über 70-jährige Personen.

In der KW 6 gehen 52 (statt 251) Fälle auf die Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen zurück, 251 (statt 215) auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen und 215 (statt 207) auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. 179 Fälle (statt 91) dieser Woche beziehen sich auf über 70-jährige Personen.

Für die KW 5 korrigiert die Stadt: Es gehen 73 Fälle (statt 247) auf die Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen zurück, 247 (statt 230) auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen und 230 (statt 209) auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. 162 Fälle (statt 85) dieser Woche beziehen sich auf über 70-jährige Personen. 

Es gehen für die KW 3 allein 72 (statt 322) auf die Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen zurück, 648 (statt 572) auf die Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen und 305 Fälle (statt 199) dieser Woche beziehen sich auf über 70-jährige Personen.

In der 48. Woche im Jahr 2020 gehen 564 Fälle (statt 530) auf die Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen zurück, 239 Fälle (statt 173) dieser Woche beziehen sich auf über 70-jährige Personen.

Niedersachsen: 291 Neuinfektionen und 51 Tote

14.54 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Dienstag um 291 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 403, am Dienstag vor einer Woche 339. Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 165.430. Binnen eines Tages wurden zudem 51 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 4346 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, sank wieder leicht und lag im Landesdurchschnitt bei 67,7 (Vortag: 68,8, Vorwoche: 66,5). Die regional höchsten Infektionszahlen in Niedersachsen weist der Kreis Cloppenburg aus mit 136, Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am niedrigsten ist die Inzidenz im Landkreis Lüchow-Dannenberg (14,5).

Hamburg gibt Neuinfektionen bekannt – Inzidenz steigt weiter an

12.07 Uhr: In Hamburg sind am Dienstag 183 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 75 weniger als am Montag und 22 mehr als am Dienstag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen damit auf nun 81,5 (Vortag: 80,3). Am Dienstag vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 71,4 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1278 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 1. März), 6 Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 52.232 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 47.100 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 1. März 269 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 85 Corona-Patienten, 69 davon sind Hamburger.

1953 bzw. 1038 Hamburger wurden zuletzt an einem Tag zum ersten oder zweiten Mal geimpft (Stand: 1. März). Insgesamt wurden in Hamburg 102.636 Erstimpfungen und 53.887 Zweitimpfungen durchgeführt.

Mecklenburg-Vorpommern bleibt auf AstraZeneca sitzen

11.13 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es offenbar weiterhin Probleme den Corona-Impfstoff von AstraZeneca zu verimpfen: So werden nicht alle angebotenen Impftermine auch angenommen., wie der „NDR“ berichtete. Im Landkreis Nordwestmecklenburg sollen am Montag nur 26 von 150 möglichen Terminen zur Impfung mit dem Mittel gebucht worden sein.

Auch Schwerin und der Landkreis Rostock melden ähnliche Schwierigkeiten bei der Vergabe, hieß es. Insgesamt hat Mecklenburg-Vorpommern erst etwas über 4.000 Impfungen mit dem Mittel des britisch-schwedischen Herstellers an das Robert Koch-Institut gemeldet. Dabei sollten allein am vergangenen Wochenende laut Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) 12.000 neue Dosen mit dem AstraZeneca-Impfstoff geliefert worden sein. Glawe betonte, die Impfungen seien freiwillig und die Verordnung des Bundes sehe keine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff vor. Wer die Impfung ausschlage, der müsse am Ende warten.

Niedersachsens Gesundheitsministerin tritt zurück

10.05 Uhr: Mitten in der Corona-Krise hat Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann überraschend ihr Amt niedergelegt. Die 53 Jahre alte SPD-Politikerin begründete den Schritt am Montag mit einem bevorstehenden Krankenhausaufenthalt. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) reagierte betroffen und dankte Reimann für ihre Arbeit. Wer ihr im Amt folgt, solle „zeitnah“ bekanntgegeben werden, hieß es aus der Staatskanzlei. Nach Informationen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ soll Daniela Behrens Nachfolgerin von Carola Reimann an der Spitze des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung werden.

Reimann, die zuletzt wegen Pannen im Corona-Krisenmanagement in die Kritik geraten war, erklärte, sie habe sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht. In der vergangenen Woche habe sie sich aber eingehenden medizinischen Untersuchungen unterziehen müssen. „Die Ergebnisse dieser Untersuchungen machen einen zeitnahen Krankenhausaufenthalt erforderlich und es ist absehbar, dass ich meine Amtsgeschäfte in nächster Zeit nur sehr eingeschränkt wahrnehmen könnte.“

Die Braunschweigerin betonte, die Entwicklung der Pandemie verlange von allen politisch Verantwortlichen mindestens einhundertprozentigen Einsatz und eine große physische Belastbarkeit. Das gelte insbesondere für die Gesundheits- und Sozialministerin. „Es wird mir in nächster Zeit nicht möglich sein, diesen Einsatz im erforderlichen Umfang weiter zu leisten.“

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher warnt vor Lockerungen

7.45 Uhr: Vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher vor einer umfassenden Lockerung der Corona-Maßnahmen gewarnt. „Wir würden die Krise eher verlängern, wenn wir jetzt zu viele Beschränkungen gleichzeitig aufheben“, sagte der SPD-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Dienstag. „Wir müssen eine starke dritte Welle verhindern, bevor uns die Impfungen ausreichend Schutz vor Corona bieten.“ Er schätze die Lage aufgrund der wieder steigenden Infektionszahlen weiterhin kritisch ein.

Lockerungen sollten aber auch bei einer Inzidenz über 35 möglich sein. "Aufgrund der aktuell eher wieder zunehmenden Infektionsdynamik erreichen wir diesen Wert in nächster Zeit sicher nicht. Wir müssen vorsichtig bleiben, haben uns aber vorgenommen, eine Öffnungsstrategie zu entwickeln, die Planungsperspektiven gibt und sicher ist", so Tschentscher. Jeder Schritt müsse kontrolliert erfolgen, etwa in Verbindung mit Schnell- oder Selbsttests.

Das waren die Corona-News am 1. März:

Schleswig-Holstein meldet 98 Corona-Neuinfektionen

22.06 Uhr: Schleswig-Holstein meldet am Montag 98 neue Corona-Infektionen – eine Woche zuvor waren es 93 bestätigte Neuinfektionen. An den Wochenenden und montags liegen die Zahlen erfahrungsgemäß etwas niedriger, weil weniger getestet wird. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg am Montag um 20 auf 1305.

Die Sieben-Tage-Inzidenz schwankt in Schleswig-Holstein weiterhin um den Wert 50. Am Montag wurden 49,7 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in 7 Tagen gemeldet. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel veröffentlichte. Am Sonntag lag der Wert bei 50,0 - und am Montag vor einer Woche bei 49,3.

284 Patienten wurden in schleswig-holsteinischen Krankenhäusern behandelt. Intensivmedizinische Behandlung brauchten 77 Menschen, 59 mit Beatmung.

Corona-Zahlen: 61 Neuinfektionen in Meck-Pomm

19.37 Uhr: Im Vergleich zur Vorwoche hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag etwas weniger Corona-Neuinfektionen registriert. Der Wert betrug demnach 61 und damit 11 weniger als am vorhergehenden Montag. Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb nahezu unverändert. Demnach haben sich landesweit zuletzt 66 Menschen je 100.000 Menschen binnen einer Woche nachweislich mit Corona angesteckt – ein Plus von 0,4 zum Vortag.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald hat die Sieben-Tage-Inzidenz erneut zugenommen und lag mit 127,3 weiter landesweit am höchsten. Im Nachbarlandkreis Vorpommern-Rügen sank der Wert leicht und ist mit 20,5 weiterhin landesweit am niedrigsten. Die Hansestadt Rostock blieb mit 25,8 ebenfalls deutlich unter dem für Lockerungen wichtigen Schwellenwert von 35. Im Rest des Landes lag der Wert zwischen 52,7 (Mecklenburgische Seenplatte) und 80,7 (Nordwestmecklenburg).

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Land beträgt inzwischen 24.613. Mehr als 21.660 Betroffene gelten als genesen. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 erhöhte sich zum Vortag um 6 auf nun 745. In den Krankenhäusern wurden 249 Covid-19-Patienten behandelt, 10 mehr als am Vortag, und 42 davon auf Intensivstationen.

„Kompetenz-Wirwarr” – Polizeigewerkschaft fordert mehr Unterstützung bei Corona-Kontrollen

18.10 Uhr: Um die Einhaltung der Corona-Regeln besser überprüfen zu können, hat die Hamburger Polizeigewerkschaft (GdP) mehr gemeinsame Kontrollen mit den jeweiligen Fachbehörden gefordert. In den vergangenen Monaten habe sich bei den Einsätzen „viel Kompetenz-Wirrwarr” gezeigt, sagte Hamburgs GdP-Chef Horst Niens am Montag. „Richtiger wären noch mehr sogenannte Verbundeinsätze, mit denen die fachlichen Kompetenzen gleich mit ins Boot geholt werden.” Das könnten Vertreter der Gewerbe-, Gesundheits- oder Ordnungsämter sowie des Zolls sein.

Hintergrund sei, dass die Beamten nicht alle gesetzlichen Grundlagen und die branchenspezifischen Feinheiten der Corona-Eindämmungsverordnung kennen können. „Wenn ich bei den Kontrollen in Barbershops beispielsweise jemanden vom Bezirksamt dabei hätte, ist es für ihn ein Blick und ich müsste mir das lange erarbeiten.”

Diese Teamarbeit könne der Polizei auch nach der Pandemie „mehr Möglichkeiten für Kontrollen” geben. „Wir sollten aus der Corona-Zeit für die Zukunft lernen”, sagte Niens weiter. Um diese gemeinsamen Einsätze auch künftig möglich zu machen, müsse das Hamburger Polizeigesetz angepasst werden. „In Berlin sind diese Verbundeinsätze bereits üblich.”

SPD-Chefin fordert Lockerung bei den Kontaktregeln

15.08 Uhr: Die SPD-Spitze in Schleswig-Holstein verlangt eine Entschärfung der Kontaktregeln in der Corona-Pandemie. „Konkret sollten die für viele unverständlichen Verweilverbote im Freien aufgehoben werden”, sagte die Landesvorsitzende Serpil Midyatli am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Zudem kann zum Beispiel die Außengastronomie dadurch früher geöffnet werden.” Midyatli verwies auf „inzwischen sehr verlässliche Erkenntnisse, dass im Freien kaum Infektionen stattfinden. Das bessere Wetter sollten wir für mehr Freiheiten nutzen.”

Derzeit dürfen sich im Norden die Mitglieder eines Hausstandes nur mit einer weiteren Person treffen, auch im Freien. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat mittlerweile angekündigt, dass die Regel für den Außenbereich auf fünf Personen oder zwei Haushalte geändert werden soll.

Mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch schlug Midyatli zudem vor, Corona-Erstimpfungen mit allen Impfstoffen vorzuziehen und keine Dosen für die Zweitimpfung zu lagern. „Das garantiert mehr Menschen einen Schutz vor schweren Erkrankungen”, sagte Midyatli, die auch SPD-Bundesvize ist.

Die MPK müsse jetzt endlich einen echten Stufenplan vorlegen, der für möglichst alle Bundesländer die Grundlage für Entscheidungen wird. „Er sollte sich nicht nur an der Inzidenz, sondern auch an der Impfentwicklung und den Testungen orientieren.” Würden in Schulen wöchentliche Antigentests für Schüler und Lehrkräfte angeboten, könnte dies eine zeitnahe Öffnung auch für die weiterführenden Schulen ermöglichen.

258 Neuinfektionen und zwei Tote in Hamburg – Inzidenz wieder über 80

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Montag 258 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 132 mehr als am Sonntag und 39 mehr als am Montag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen damit leicht auf nun 80,3 (Vortag: 78,2). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 70,9 gelegen. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1272 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 28. Februar), zwei Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 52.049 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 47.000 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 26. Februar 282 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 81 Corona-Patienten, 68 davon sind Hamburger.

2086 bzw. 455 Hamburger wurden zuletzt an einem Tag zum ersten oder zweiten Mal geimpft (Stand: 28. Februar). Insgesamt wurden in Hamburg 100.548 Erstimpfungen und 52.849 Zweitimpfungen durchgeführt.

Niedersachsen: 403 Neuinfektionen und drei Tote

10.24 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Montag um 403 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 740, am Sonntag vor einer Woche 401.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 165.139. Binnen eines Tages wurden zudem drei weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 4295 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, stieg wieder leicht und lag im Landesdurchschnitt bei 68,8 (Vortag: 67,2, Vorwoche: 67,1).

Die regional höchsten Infektionszahlen in Niedersachsen weist der Kreis Cloppenburg aus mit 148,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am niedrigsten ist die Inzidenz im Landkreis Lüchow-Dannenberg (14,5).

Norden: Wildparks und Gartencenter öffnen wieder – weiter Lockerungen in Aussicht

9.02 Uhr: Mehr Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten in der Corona-Pandemie gibt es ab heute für die Menschen in Schleswig-Holstein. Friseursalons, Nagelstudios, Blumenläden und Gartencenter dürfen wieder öffnen. Gleiches gilt für die Außenanlagen von Wildparks, Zoos und Aquarien. Dortige Restaurants, Spielplätze und Gemeinschaftsunterkünfte bleiben aber geschlossen. Räumlich getrennte Gartenabteilungen von Baumärkten können ebenfalls öffnen.

Auch Sportanlagen können bei Einhaltung der Kontaktregeln für Individualsport aufmachen. So sind im Tennis Spiele im Einzel erlaubt, noch nicht aber im Doppel. Auch Fitnessstudios dürfen von den Angehörigen eines Haushalts oder von zwei Personen aus zwei Haushalten genutzt werden. Ausfahrten mit kleinen Booten sind für die Angehörigen eines Hausstandes und eine weitere Person ebenfalls zugelassen. Hundekurse werden im Freien im Einzelunterricht möglich.

Mittlerweile hat Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) weitere Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen in Aussicht gestellt. So soll im Einzelhandel ab dem 8. März mehr möglich werden. Dann darf man zu Einkauf und Beratung in ein ansonsten geschlossenes Geschäft kommen, wenn man dafür einen Termin vereinbart hat. Bisher ist es abgesehen von Supermärkten und einigen anderen Geschäften nur möglich, telefonisch oder online eine Ware zu bestellen und sie dann abzuholen.

Auch die sehr strengen Kontaktbeschränkungen sollen entschärft werden. Darüber hinaus plant die Regierung eine Erweiterung der Sport- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Pandemie. Der Landtag in Kiel wird dann am Tag darauf über die Ergebnisse und mögliche Konsequenzen diskutieren.

Das waren die Corona-News am 28. Februar:

Schleswig-Holstein: Inzidenz sinkt auf 50,0

20.57 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Sonntag 96 neue Corona-Fälle gemeldet – deutlich weniger als am Samstag (209 neue Fälle). 279 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden derzeit in Niedersachsens Kliniken behandelt, 78 davon auf einer Intensivstation, 60 mit Beatmung.

Die landesweite Sieben-Tages-Inzidenz lag am Sonntag bei 50,0. (Samstag: 50,6). Die höchste Inzidenz gibt es weiterhin in Flensburg (156,4). Über 50 liegt die Inzidenz darüber hinaus lediglichn in den Landkreisen Schleswig-Flensburg (63,6), Herzogtum Lauenburg (63,1), Stormarn (62,3) sowie in Kiel (53,5). Die niedrigste Inzidenz gibt es im Kreis Dithmarschen (9,0).

MeckPomm: 242 neue Corona-Infektionen gemeldet

19.17 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuerkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Wochenende im Vergleich zur Vorwoche erneut gestiegen. Am Samstag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) um 1 nach unten korrigierte 174 neue Infektionsfälle, am Sonntag weitere 67. Das waren zusammen 241 und damit 25 mehr als am Wochenende zuvor. Damit setzte sich die zuletzt wieder leicht steigende Tendenz fort. Die Sieben-Tage-Inzidenz wuchs auf 65,7 Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 erhöhte sich zum Freitag um 3 auf nun 739. In den Krankenhäusern wurden noch 239 Covid-19-Patienten behandelt, 39 davon auf Intensivstationen.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald war die Sieben-Tage-Inzidenz mit 123,1 weiterhin landesweit am höchsten. Nach Rückgängen in den Vortagen nahm der Wert am Wochenende auch dort wieder zu. Auch im Nachbar-Landkreis Vorpommern-Rügen wurden etwas mehr Infizierte als an den Vortagen festgestellt, doch ist die Inzidenz mit 22,3 dort immer noch am geringsten. Die Hansestadt Rostock blieb mit 25,8 ebenfalls deutlich unter dem für Lockerungen wichtigen Schwellenwert von 35. In den anderen vier Kreisen und in Schwerin lag die Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 52,7 und 82,9.

Dieser Landkreis im Norden ist fast coronafrei

18.21 Uhr: Der Landkreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) hat als einziger Landkreis in ganz Deutschland den von Virologen angestrebten Inzidenz-Wert von unter 10 erreicht. Mit den Zahlen des Robert-Koch-Instituts meldete der Kreis am Sonntag einen Wert von 8,3. In den letzten sieben Tagen gab es insgesamt elf Neuinfektionen.

Auf dem zweitbesten Platz in Schleswig-Holstein hinter dem Kreis Dithmarschen liegt der Kreis Ostholstein mit einer Inzidenz von 31,9. Danach folgt der Kreis Nordfriesland mit einem Wert von 40,4. Auf dem letzten Platz im nördlichsten Bundesland liegt nach wie vor die Stadt Flensburg mit einem Inzidenz-Wert von 160,8.

Leonhard fordert AstraZeneca für alle

16.10 Uhr: Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat die Freigabe des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca für alle Erwachsenen gefordert. Eine andere Altersempfehlung bei dem Impfstoff „wäre sehr gut“, sagte Leonhard dem „Abendblatt“. Sie verwies auf „ermutigende Ergebnisse“ gerade bei Hochbetagten.

„95 Prozent der schweren Verläufe werden offenbar schon durch eine Impfdose vermieden“, sagte Leonhard unter Bezug auf Studien. Zudem könne man aus Großbritannien lernen, dass eine später als bisher verabreichte zweite Impfung „sinnvoller ist, damit schnell so viele Menschen wie möglich durchgeimpft werden“.

Der AstraZeneca-Impfstoff hat eine etwas geringere Wirksamkeit als die Produkte von Biontech/Pfizer und Moderna, aber mit 70 bis 80 Prozent Wirksamkeit nach Expertenmeinung immer noch eine gute. Menschen über 65 Jahren erhalten ihn in Deutschland bislang nicht.

Knapp 120 Verstöße gegen Maskenpflicht in Hamburg – Hubschrauber im Einsatz

14.16 Uhr: Mit Kontrollteams am Boden und einem Polizeihubschrauber in der Luft hat die Polizei am Wochenende die Einhaltung der verschärften Maskenpflicht in Hamburg kontrolliert. „Bis auf wenige Ausnahmen halten sich die Menschen an die Vorgaben“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Ansprache durch Beamte habe sich die Mehrheit der Menschen in Hamburg am Wochenende einsichtig gezeigt.

Teilweise haben die knapp 400 allein am Samstag ausgesprochenen mündlichen Verwarnungen aber nicht ausgereicht. „Polizisten stellten am Samstag binnen 24 Stunden 119 Verstöße gegen die Corona-Auflagen fest“, sagte die Sprecherin. Diese seien in insgesamt 332 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gemündet. Auch am Sonntag kontrollierten Polizisten die Einhaltung der verschärften Maskenpflicht. Beispielsweise an der Außenalster sprachen Beamte Spaziergänger und auch Jogger an, die keine Masken trugen. Dort war es am Sonntag gegen Mittag aber nicht so voll wie am vorherigen Wochenende bei besserem Wetter. An der Alster trugen viele Menschen Mund-Nasen-Bedeckungen. Am Samstag hatte die Polizei mit mehreren Teams in der Mönckebergstraße die Einhaltung der Maskenpflicht kontrolliert.

In der Hansestadt müssen seit Samstag an öffentlichen Orten, an denen es eng werden kann, in festgelegten Zeiten Masken getragen werden. Das gilt insbesondere in den bei schönem Wetter gut besuchten Parks und Grünanlagen rund um Alster und Elbe. Dort herrscht an Wochenenden und feiertags zwischen 10 und 18 Uhr Maskenpflicht.

126 Neuinfektionen und sieben Tote in Hamburg

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Sonntag 126 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 77 weniger als am Samstag aber 13 mehr als am Sonntag vor einer Woche. 

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen damit leicht auf nun 78,2 (Vortag: 77,6). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 69,2 gelegen. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1270 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 27. Februar), sieben Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 51.791 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 46.800 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 26. Februar 282 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 81 Corona-Patienten, 68 davon sind Hamburger.

2759 bzw. 687 Hamburger wurden zuletzt an einem Tag zum ersten oder zweiten Mal geimpft. Insgesamt wurden in Hamburg 96.003 Erstimpfungen und 51.868 Zweitimpfungen durchgeführt.

Niedersachsen: 740 Neuinfektionen und drei Tote

10.16 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Sonntag um 740 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 970, am Sonntag vor einer Woche 937.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 164.736. Binnen eines Tages wurden zudem drei weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 4292 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, stieg wieder leicht und lag im Landesdurchschnitt bei 67,2 (Vortag: 70,2, Vorwoche: 68,9).

Die regional höchsten Infektionszahlen in Niedersachsen weist der Kreis Cloppenburg aus mit 145,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am niedrigsten ist die Inzidenz im Landkreis Lüchow-Dannenberg (14,5).

Alexander Klaws fordert Hilfen für Künstler und Veranstalter

8.17 Uhr: Sänger und Schauspieler Alexander Klaws (37) fühlt sich in der Corona-Krise von der deutschen Politik allein gelassen. „Es ist, als lebe man als Künstler dieser Tage in einer Art Paralleluniversum, in dem man von der Politik als Systemirrelevant zur Seite geschoben bzw. komplett ignoriert wird“, schrieb Klaws am Samstag auf seiner Facebook-Seite. Die Politik verbiete Künstlern und Arbeitern in der Veranstaltungsbranche seit einem Jahr zu arbeiten, ohne gerechte finanzielle Hilfen für jeden anzubieten.

Künstler hielten zum Schutz der Allgemeinheit und vor allem zur politischen Unterstützung die Füße still, schrieb Klaws. „Als Dank dafür werden wir, teilweise nicht mal, mit Arbeitlosengeld abgespeist, obwohl fast alle unterschriebene Verträge zu Hause rumliegen haben, die wir nicht erfüllen dürfen?!?“ Versprochene Hilfen kämen nicht an. Als Soloselbstständiger und teilweise wegen der Schauspielerei Angestellter falle er durch ein „von der Politik konstruiertes Raster“.

Die Saison der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg drohe bereits zum zweiten Mal in Folge wegen Corona auszufallen. Es gehe ihm nicht um seine Rolle als Winnetou, sondern „um eine komplette Region, die mehr oder weniger Pleite geht, weil ihr in der Nase bohrt, anstatt Konzepte anzubieten.“ Es müsse gelernt werden, mit dem Coronavirus zu leben. „Unsere Gesellschaft ist schon gespalten genug, verstärkt dies nicht noch mehr, indem ihr mit zweierlei Maß messt, und dem Einen alles erlaubt, dem Anderen hingegen gar nichts.“

Das waren die Corona-News am 27. Februar:

Schleswig-Holstein: 209 neue Fälle gemeldet

20.45 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Samstag 209 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am späten Abend veröffentlichte. Tags zuvor waren es 260. Damit wurden im Land seit Beginn der Pandemie 42.444 Corona-Fälle bestätigt.

Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg landesweit leicht auf 50,6 (Freitag: 50,2). Am höchsten war sie weiterhin in Flensburg (160,8). In Dithmarschen wurde mit 8,3 der niedrigste Wert verzeichnet. Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Ministerium registrierte zudem zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2, die Zahl stieg auf 1283. 272 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt. 76 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 59 mit Beatmung.

175 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet

18.07 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuerkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern ist im Vergleich zur Vorwoche erneut gestiegen. Am Samstag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 175 neue Infektionsfälle. Das waren 36 mehr als am gleichen Tag der Vorwoche. Damit setzte sich die zuletzt wieder leicht steigende Tendenz fort. Die Sieben-Tage-Inzidenz wuchs im Vergleich zum Vortag um 4,1 Punkte auf 65,1 Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Land beträgt inzwischen 24.488. Rund 21.400 Betroffene gelten als genesen. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 erhöhte sich zum Vortag um 3 auf nun 739. In den Krankenhäusern wurden noch 257 Covid-19-Patienten behandelt, 38 davon auf Intensivstationen.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald war die Sieben-Tage-Inzidenz mit 117,6 weiterhin landesweit am höchsten. Nach Rückgängen in den Vortagen nahm der Wert auch dort erstmals wieder zu. Auch im Nachbar-Landkreis Vorpommern-Rügen wurden mehr Infizierte als an den Vortagen festgestellt, doch ist die Inzidenz mit 21,8 dort immer noch am geringsten. Die Hansestadt Rostock blieb mit 29,6 ebenfalls deutlich unter dem für Lockerungen wichtigen Schwellenwert von 35. Nur die Mecklenburgische Seenplatte und die Landeshauptstadt Schwerin verzeichneten einen Rückgang der Sieben-Tage-Inzidenz. Dort wurde mit jeweils 52,3 der nun drittniedrigste Inzidenz-Wert registriert.

Eine erste Corona-Impfung haben in Mecklenburg-Vorpommern bislang rund 77.200 Menschen und damit 4,8 Prozent der Bevölkerung erhalten. Die erforderliche zweite Impfung bekamen 47.800 Personen, ein Drittel davon Bewohner von Altenheimen.

Hamburg: So läuft der erste Tag mit verschärfter Maskenpflicht

17.20 Uhr: Seit dem heutigen Samstag gelten in Hamburg verschärfte Regeln zur Maskenpflicht. Zwischen 10 und 18 Uhr müssen an Wochenenden nun auch an vielen Parks, Grünflächen und Spielplätzen Masken getragen werden. Die Polizei zieht für den ersten Tag der neuen Verordnung ein positives Fazit: Nur vereinzelt hätten Menschen angesprochen werden müssen, die keine Masken trugen, am Elbstrand in Övelgönne und an der Alster zum Beispiel. „Insgesamt mussten wir aber nicht oft einschreiten, und wenn, zeigten sich die Angesprochenen einsichtig“, so ein Sprecher zur MOPO. Genaue Zahlen würden erst am Montag bekanntgegeben.

Dass so wenig in der Stadt los war, dürfte aber vermutlich auch am schlechten Wetter gelegen haben. Trotzdem gilt auch für Sonntag: Die Beamten werden mit mehreren Teams die Einhaltung der neuen Maskenpflicht genauestens kontrollieren.

Hochbetagte Schleswig-Holsteiner erhalten Impfangebot bis Mitte März

16.05 Uhr: Beim Versand der schriftlichen Impfangebote für Schleswig-Holsteiner ab 80 Jahren ist es zu Verzögerungen gekommen. Wegen der zuletzt hohen Auslastung der Telefon-Hotline für Norddeutsche, die bereits einen Brief erhalten haben und via Telefon ihren Termin vereinbaren wollten, musste der Versand der Briefe entzerrt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Kiel mit. Ab Mitte kommender Woche sollen in kleineren Tranchen weitere Anschreiben verschickt werden. Deshalb könne es passieren, dass Menschen ab 80 Jahren bis Mitte März noch keine Briefe bekommen.

Noch am Mittwoch hatte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) angekündigt, dass bereits bis Ende Februar alle Schleswig-Holsteiner ab 80 Jahren ein Impfangebot erhalten sollen. Wie schnell sie die Impfungen aber tatsächlich bekommen, hängt von den Lieferungen der Impfstoffhersteller Biontech und Moderna ab.

Bislang wurden nach Ministeriumsangaben rund 141.000 Menschen über 80 Jahren angeschrieben. Davon haben rund 60 500 Termine zur Impfung vereinbart. Die rund 100 Mitarbeiter der Hotline können laut Ministerium täglich 5000 Anrufe entgegennehmen. Das durchschnittliche Aufkommen habe in der laufenden Woche aber bei rund 31.500 Anrufen gelegen. Dadurch erhielten viele Anrufer Bandansagen mit der Bitte, zu einem späteren Zeitpunkt anzurufen.

Polizei hält in Lübecker Bucht Ausschau nach Corona-Verstößen

15.32 Uhr: Wegen Strandtouristen und Menschenansammlungen in der Lübecker Bucht hält die Polizei am Wochenende wieder verstärkt Ausschau nach Corona-Verstößen. Sie verfolge dabei ein „Präsenz-Konzept“, wie ein Sprecher der Polizeileitstelle Süd am Samstag mitteilte. Sonderstreifen seien von Scharbeutz und Timmendorfer Strand über Neustadt bis Fehmarn unterwegs, um auf die Einhaltung der Corona-Regeln zu achten. Bei Verstößen spreche man die Menschen an. „Eine richtige Kontrollaktion ist das aber nicht“, erklärte der Polizeisprecher.

Aufgrund des wieder kälter werdenden Wetters seien dieses Wochenende weniger Menschen an den Promenaden unterwegs. Größere Vorfälle habe es deshalb bis Samstagmittag nicht gegeben.

Auch die frühzeitige Aufhebung des Betretungsverbots für Travemünde habe zu keinem Ansturm von Tagestouristen geführt. Ursprünglich hatte die Hansestadt Lübeck nach den Erfahrungen der vergangenen Wochenenden bis einschließlich Sonntag an dem Mitte Dezember verhängten Verbot festhalten wollen. Mit der frühzeitigen Aufhebung dürfen seit Sonnabend auch Auswärtige das Ostseebad wieder besuchen.

Niedersachsen: 970 neue Infektionen gemeldet

14.17 Uhr: In Niedersachsen sind am Samstag 970 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit (Stand 9 Uhr). Die Zahl war nicht ganz so hoch wie am Freitag (1058 Fälle), aber höher als am Samstag vor einer Woche (871 Fälle). Die Durchschnittsfallzahlen der vergangenen Tage deuten darauf hin, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen wieder zunimmt.

Die sogenannte Inzidenz lag am Samstag bei 70,2 Infektionsfällen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Seit Freitag wurden 20 Todesfälle gemeldet.

Die höchste Inzidenz von 157,0 Fällen meldete der Landkreis Cloppenburg. Der Landkreis Wesermarsch folgte mit 143,4, damit sinkt dort die Infektionsrate nach einem Spitzenwert von 254 Fällen pro 100.000 Einwohner allmählich.

203 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz bei 77,6

12.24 Uhr: In Hamburg sind am Samstag 203 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Am Freitag waren es 188 Fälle, am Samstag vor einer Woche 277.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen von 81,5 auf jetzt 77,6. Vor einer Woche lag die Inzidenz bei 69,5.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1263 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 26. Februar), das sind sechs neue Todesfälle.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 51.655 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 46.600 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 26. Februar 282 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 81 Corona-Patienten, 68 davon sind Hamburger.

Zwei Millionen Selbst-Schnelltests für Hamburg

9.54 Uhr: Hamburg hat zwei Millionen Selbst-Schnelltests geordert. „Mehrere 100 000 werden bereits in der kommenden Woche eintreffen“, so ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Freitag. Die Entscheidung über die genaue Verteilung sei aber noch nicht gefallen. Die Tests sollen während der Corona-Pandemie unter anderem in Schulen zum Einsatz kommen. „Wir wollen für unterschiedliche Testmöglichkeiten vorbereitet sein, die Teil von Öffnungsschritten sein können.“ Der Sprecher geht davon aus, dass die zusagten Lieferungen auch eingehalten würden.

Ab heute gilt in Hamburg die verschärfte Maskenpflicht

8 Uhr: In Hamburg öffnen die Schulen in Teilen wieder, die Maskenpflicht wird verschärft, die britische Mutation ist auf dem Vormarsch, alle Pflegeeinrichtungen sind mit einer Erst- und Zweitimpfung versorgt: Die Corona-Lage ist nach wie vor angespannt in der Hansestadt, doch es gibt auch Hoffnung. Die neuesten Entscheidungen und Maßnahmen hin der Corona-Pandemie aben wir hier für Sie zusammengefasst.

Das waren die Corona-News vom 26. Februar

So kommt Hamburg mit dem Impfen voran

21.30 Uhr: Am Freitag gab der ärztliche Leiter des Hamburger Impfzentrums, Dr. Dirk Heinrich, öffentlich ein Statement ab, wie es derzeit in der Hansestadt mit dem Impfen läuft. Demnach sei man insgesamt bei über 140.000 Impfungen in Hamburg bislang, darunter wurden alle Pflegeinrichtungen in Hamburg mit Erst- und Zweitimpfungen versorgt. „Das ist wichtig, weil aus dieser Bevölkerungsgruppe mehr als die Hälfte der Patienten auf den Intensivstationen zurückzuführen sind“. Anders als in anderen Bundesländern gebe es auch keine Zurückhaltung beim Impfstoff von AstraZeneca und auch die Organisation laufe. „In Hamburg mussten keine Termine abgesagt werden“, so Heinrich.

Außerdem hat er noch eine Theorie, allerdings ohne bisherige wissenschaftliche Evidenz wie er betont, warum die Nebenwirkungen beim AstraZeneca Impfstoff derzeit bekannter seien als bei anderen. „Das kann man eventuell erklären damit, dass Menschen unter 65 Jahren den Astra kriegen und das bei Berufstätigen, die sich krankmelden müssen, mehr auffällt“, erläuterte er. Eine weitere interessante Beobachtung: Beim Impfstoff von Biontech träten die Nebenwirkungen meist erst bei der zweiten Impfdosis auf, bei dem von AstraZeneca schon bei der ersten.  

260 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

20.37 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Freitag 260 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am späten Abend veröffentlichte. Tags zuvor waren es 242 gewesen. Damit wurden im Land seit Beginn der Pandemie 42.235 Corona-Fälle bestätigt.

Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sank landesweit leicht auf 50,2 (Donnerstag: 50,5). Am höchsten war sie weiterhin in Flensburg (166,4). In Dithmarschen wurde mit 6,8 der niedrigste Wert verzeichnet. Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Ministerium registrierte zudem acht weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2, die Zahl stieg auf 1281. 283 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt. 77 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 60 mit Beatmung.

Britische Variante des Coronavirus 28 Mal in Hamburg nachgewiesen

20.07 Uhr: Die zuerst in Großbritannien aufgetretene und besonders ansteckende Variante des Coronavirus B.1.1.7 ist in Hamburg bislang 28 Mal nachgewiesen worden. Das teilte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Freitagnachmittag mit. Die südafrikanische Variante sei drei Mal nachgewiesen worden. Derzeit gebe es 560 Verdachtsfälle, die noch in der Klärung seien.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht den stetig steigenden Anteil der britischen Mutation in Hamburg als eine Ursache für den Anstieg der Infektionszahlen. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir schon einen sehr hohen Anteil der britischen Variante in Hamburg haben“, sagte er auf einer Pressekonferenz am Freitag. Er gehe davon aus, dass der Anteil der Mutationen mindestens auf Niveau des Bundesdurchschnitts liege, vermutlich aber noch höher.

Handelskammer: Senat muss kommende Woche Corona-Stufenplan vorlegen

17.13 Uhr: Die Handelskammer Hamburg hat vom Senat noch in der kommenden Woche einen Stufenplan mit einer Öffnungsperspektive für von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen gefordert. Zudem müsse es flächendeckend Schnelltests als Sicherheitsnetz geben, sagte Vizepräsidentin Bettina Hees am Freitag. Die Ergebnisse dieser Tests wiederum müssten in einer digitalen Melde-Infrastruktur erfasst werden können, sagte Hees auch mit Blick auf die nächste Gesprächsrunde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Mittwoch. Zusätzlich sollte es betriebliche Teststrecken geben.

„Für viele Unternehmen kommt eine Öffnung erst im Sommer zu spät“, sagte Hees. Es sei höchste Zeit zu handeln. „Mit Schnell- und Laien-Selbsttests können viele Unternehmen in die Lage versetzt werden, sich selbst zu retten.“ Unterstützung kam dabei vom Virologen Prof. Jonas Schmidt-Chanasit vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut. „Regelmäßig zwei bis dreimal pro Woche durchgeführte Tests sind ein sehr guter Weg, um Infektiöse zu erkennen, Ansteckungen zu vermeiden und so Inzidenzen auf einen niedrigen Wert zu bringen.“

Tschentscher will bei der Ministerpräsidentenkonferenz auf eine Gesamtstrategie drängen

16.09 Uhr: In der kommenden Woche findet erneut die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) statt und es wird darum gehen, wie in den kommenden Wochen die Corona-Strategie aussieht. Bürgermeister Peter Tschentscher sieht bei Stadtstaaten eine Sonderrolle. „Wir sind als Metropolregion mehr als andere darauf angewiesen, dass es eine vernünftige Gesamtstrategie gibt. Das ist meine Pflicht als Bürgermeister genau das bei der MPK zu vertreten. Wir haben es als Stadtstaaten schwerer als Flächenländer, die ihre Landkreise leichter abkapseln können. Wenn es in Hamburg ein Infektionsgeschehen gibt, bis wir das sehen, ist das schon verwoben mit allem, dass wir nicht die Möglichkeit haben kleinräumige Entscheidungen zu treffen. Wir Bürgermeister der Stadtstaaten haben es schwerer in einem Umfeld an Flächenländern, an deren Entscheidungen wir mit hängen“, sagte er.

So lange muss Hamburg noch durchhalten, schätzt der Bürgermeister

15.53 Uhr: Prof. Dr. Marylyn Addo sprach am Freitag bei der Landespressekonferenz von einem Marathon, der fast geschafft sei. „Wir haben einen langen Lockdown bislang überstanden. Wir haben die Zahlen in den Krankenhäusern senken können, darauf können wir stolz sein. Die letzten Meter bei einem Marathon sind vielleicht die schwersten, wir sollten aber nicht alles auf der Zielgeraden verspielen“, sagte die Leiterin der Sektion Infektiologie am UKE. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) kann sich ab April oder Mai eine leichtere Situation vorstellen. „Nach meinem Gefühl sind es jetzt noch zwei, drei Monate. Ab April geht es mit mehr Impfstoff voran. Wir haben dann bessere Witterungsverhältnisse. Aerosole sind stabiler in der kalten, trockenen Luft. Wenn es wärmer ist, haben wir es leichter und die Viren schwerer“. Beide verwiesen aber darauf, dass die Lage immer ein Stückweit unsicher sei und solche Prognosen dementsprechend immer spekulativ seien.  

So begründet Tschentscher die Verschärfung der Maskenpflicht

15.44 Uhr: Hamburg wird ab Samstag die Maskenpflicht noch einmal verschärfen und an ausgewählten Orten, wo viele Menschen erwartungsgemäß anwesend sind und ein Abstandhalten nicht gesichert werden kann, das Tragen von Masken verpflichtend machen. Dies gilt am Wochenende und Feiertagen zwischen 10 und 18 Uhr. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) begründete die Maßnahme mit Verweis auf die britische Corona-Variante. „Wir haben fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die britische Variante ansteckender ist, deshalb werden die Schutzmaßnahmen konsequent aufrecht erhalten“, sagte er. Natürlich sei jede Zusammenkunft im Freien vom Risiko geringer als im geschlossen Raum, „aber es ist nicht null. Es ist ein Risiko und wir wollen in diesen Situation, dass die Maske im engen Raum getragen wird.“

Bürgermeister Peter Tschentscher mahnt weiter zur Vorsicht

15.29 Uhr: Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat am Freitag betont, wie wichtig die derzeitige Phase sei, um eine dritte Welle zu verhindern. „Generell möchte ich einmal darauf hinweisen, dass wir nach einigen Wochen des Rückgangs wieder steigende Zahlen haben. Das ist ein besorgniserregender Vorgang. Wir wollen nicht eine dritte Welle erleben. Sie wissen, dass ich die letzten Wochen immer sehr zurückhaltend war mit Öffnungsschritten und das ist der Hintergrund. Ich weiß, wie groß die Erwartung und der Wunsch ist, dass wir wieder in ein normaleres Leben zurückkehren”, sagte er.

In Hinblick auf die Öffnungen der Schulen appellierte er an alle Hamburger: „Wir wollen Kitas und Schulen öffnen und können das nur, wenn die Infektionszahlen nicht eskalieren. Wir müssen diszipliniert bleiben, auch wenn es wirklich sehr schwer fällt nach den langen Monaten der Beschränkung."

Schleswig-Holstein: Günther stellt weitere Öffnungen in Aussicht

14.10 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat weitere Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen in Aussicht gestellt. Im Landtag signalisierte der CDU-Politiker am Freitag mögliche Entschärfungen im Einzelhandel ab 8. März für den Fall, dass die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen landesweit unter 50 liegt. Derzeit ist sie minimal darüber. Mit Stand Donnerstagabend rangierten 8 von 15 Kreisen und kreisfreien Städten darunter.

Eine Öffnung für den Handel könnte zunächst auf „Termin-Shopping“ hinauslaufen. Nach dem Modell namens Click and Meet darf man zu Einkauf und Beratung in ein ansonsten geschlossenes Geschäft kommen, wenn man dafür einen Termin vereinbart hat.

Bei entsprechenden Inzidenzwerten könnten sich künftig auch maximal fünf Personen aus zwei Haushalten im Außenbereich treffen, sagte Günther. Derzeit darf dies nur ein Hausstand mit einer weiteren Person. Auch die Öffnung von Jugend- und Freizeittreffs sowie Kindersport in Gruppen bis zu zehn Mädchen und Jungen sollen wieder möglich werden, wenn es die Inzidenz zulasse, sagte Günther.

Als weitere Möglichkeit nannte er Präsenz- oder Wechselunterricht der 5. und 6. Klassen. Derzeit haben nur Grundschulen und Abschlussklassen Präsenzunterricht. Beschränkungen in den weitgehend „durchgeimpften“ Pflegeheimen sollen auch zum 8. März aufgehoben werden. Die von Günther signalisierten Öffnungsschritte bei entsprechenden Infektionszahlen folgen dem Stufenplan der Regierung und wurden jetzt mit dem 8. März als Zieldatum versehen.

In der Gastronomie sollen zuerst Außenbereiche öffnen können. Günther sagte, die Maßnahmen seien keine Lockerungen, sondern die Menschen bekämen Rechte zurück. Er erläuterte seine Positionen kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am nächsten Mittwoch. Über deren Ergebnisse diskutiert der Landtag in einer Sondersitzung am Donnerstag. Günther zeigte sich zuversichtlich im Blick auf die Öffnung von Beherbergungsbetrieben vor Ostern, auf Kulturveranstaltungen, Gottesdienste in größerem Rahmen und die großen Festivals im Sommer.

Ab Montag dürfen im Norden Wildparks und Zoos ebenso aufmachen wie Friseure, Nagelstudios, Blumenläden und Gartencenter. Sport wird in eng begrenztem Rahmen ebenfalls wieder möglich.

Corona-Ausfälle: So viel Entschädigung hat Hamburg bislang ausgezahlt

13.46 Uhr: Seit Frühjahr 2020 können Arbeitgeber in Hamburg für ihre Mitarbeiter sowie Selbstständige für sich selbst bei einem Verdienstausfall eine Erstattung beantragen. Und zwar dann, wenn Eltern wegen der Kita- oder Schulschließung zu Hause bleiben mussten oder wenn wegen Corona eine Quarantäne verhängt wurde. Das dafür zuständige Bezirksamt Altona hat laut Sprecher Mike Schlink von insgesamt 10.402 eingegangenen Entschädigungsanträgen bis jetzt 9466 bearbeitet. Insgesamt seien bislang rund 8,3 Millionen Euro in Hamburg ausgezahlt worden. Die Bearbeitungszeit betrage maximal drei Wochen.

188 Neuinfektionen und sechs Tote in Hamburg – Inzidenz bei 81,5

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Freitag 188 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 155 weniger als am Donnerstag aber 34 mehr als am Freitag vor einer Woche. 

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen damit auf nun 81,5 (Vortag: 79,7). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 64,2 gelegen. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1257 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 25. Februar), sechs Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 51.462 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 46.400 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 25. Februar 287 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 86 Corona-Patienten, 73 davon sind Hamburger.

2583 bzw. 1039 Hamburger wurden zuletzt an einem Tag zum ersten oder zweiten Mal geimpft. Insgesamt wurden in Hamburg 92.826 Erstimpfungen und 50.952 Zweitimpfungen durchgeführt.

Niedersachsen: 1058 Neuinfektionen und 39 Tote

11.07 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Freitag um 1058 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 1080, am Montag vor einer Woche 837.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 163.026. Binnen eines Tages wurden zudem 39 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 4269 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, stieg wieder leicht und lag im Landesdurchschnitt bei 69,7 (Vortag: 67,0, Vorwoche: 66,1).

Die regional höchsten Infektionszahlen in Niedersachsen weist der Kreis Wesermarsch aus mit 164,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am niedrigsten ist die Inzidenz im Landkreis Lüchow-Dannenberg (18,6).

Virologe Drosten: „Tempo beim Impfen ist entscheidend“

9.19 Uhr: Schnelle Fortschritte beim Impfen sind für den Virologen Christian Drosten der entscheidende Faktor für den Weg raus aus der Pandemie. „Es geht auf der organisatorischen Ebene, auf der logistischen Ebene jetzt um die Wurst“, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité in der am Freitag veröffentlichten Jubiläumssendung des „Coronavirus-Update“. Der Podcast von NDR Info wurde vor einem Jahr zum ersten Mal ausgestrahlt.

Impfstoff werde bald in erheblichen Mengen zur Verfügung stehen. Das Vertrauen in die Vakzine werde wachsen. „Ich bin mir ganz sicher, dass ganz große Kreise in der Bevölkerung sich bereitwillig impfen lassen würden. Da ist aber sehr viel zu organisieren“, sagte Drosten. „Ich glaube, es ist ein bisschen naiv, zu denken, dass das alles so schön der Reihe nach wie am Schnürchen klappt.“ Für Drosten ist klar: „Wir kommen nur über diesen Weg aus der Pandemie raus.“ Entscheidend sei der Zeitkorridor: „Schaffen wir das im Groben bis zum Sommer oder dauert das eben doch bis zum Ende des Jahres.“

Am 26. Februar 2020 ging der Podcast „Das Coronavirus-Update" an den Start. Seither wurden 77 Folgen produziert, die nach NDR-Angaben rund 86 Millionen Mal abgerufen wurden.

Wiedereröffnung nach Lockdown: „Es gibt Friseure, die machen schon um Mitternacht auf“

8.10 Uhr: Schon Tage vor Wiedereröffnung der Friseursalons am Montag sind die Terminbücher für die kommenden Wochen gut gefüllt. Wer jetzt noch keinen Termin ergattert hat, wird es nach Angaben der Hamburger Innung schwer haben. „Man kann es versuchen, aber ob man tatsächlich noch in den ersten beiden Wochen dran kommt, ist die Frage“, sagte der Verbandsvorsitzende, Birger Kentzler, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Spontan in einem Salon vorbeizuschauen ist nicht möglich. Die Friseure arbeiten wegen der Corona-Pandemie ausschließlich nach vorheriger Terminvergabe.

Kentzler betonte, angesichts des finanziellen Drucks während des Lockdowns sei die Erleichterung in der Branche über die Wiedereröffnung groß. „Es gibt Kollegen, die machen schon um Mitternacht auf“, sagte er. Sorgen bereitet Kentzler, was nach dem ersten Ansturm kommt. „Wenn es wieder zu einem normalen Betrieb kommt und dann beispielsweise die gestundeten Mieten zurückgezahlt werden müssen, dann könnte es für einige sehr knapp werden“, sagte er.

Die Vorbereitungen für Montag laufen auf Hochtouren. Angst vor einer Ansteckung in den Salons braucht man sich nach Meinung von Kentzler nicht zu haben. „Die Hygieneschutz-Maßnahmen sind bei uns mittlerweile aufgefahren wie in einer Arztpraxis.“ Zusätzliche Regelung nach diesem Lockdown: Eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Person dürfe nicht unterschritten werden, erklärte Kentzler. Anders als in manch anderem Bundesland werde dabei in Hamburg auch die Belegschaft miteingerechnet.

Seit Mitte Dezember sind die Friseursalons wegen der Pandemie geschlossen, im Frühjahr 2020 hatten sie schon mal dichtmachen müssen. Zwischendrin durften die Betriebe öffnen – allerdings auch nur unter Einhaltung strenger Auflagen.

Das waren die Corona-News am 25. Februar:

242 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

21.21 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Donnerstag 242 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am späten Abend veröffentlichte. Tags zuvor waren es 271 gewesen. Damit wurden im Land seit Beginn der Pandemie 41.975 Corona-Fälle bestätigt.

Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sank landesweit leicht auf 50,5 (Dienstag: 50,9). Am höchsten war sie weiterhin in Flensburg (163,0). In Dithmarschen wurde mit 8,3 der niedrigste Wert verzeichnet. Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Ministerium registrierte zudem zehn weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2, die Zahl stieg auf 1273. 296 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt. 77 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 58 mit Beatmung.

Weil offen für Abweichung von Impfstrategie

20.35 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich angesichts der Hinweise darauf, dass schon die Erstimpfung gegen das Coronavirus einen guten Schutz bietet, zu einer Änderung der Impfstrategie bereit erklärt. „Ich bin auch offen dafür, bei den weniger gefährdeten Personen vom bisherigen Impfschema abzuweichen und zunächst so vielen Menschen wie möglich die Erstimpfung zu verabreichen“, sagte der SPD-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe). Niedersachsen hatte für die Zweitimpfung Dosen auch mangels Vertrauens in die Zuverlässigkeit der Impfstofflieferungen lange strikt zurückgehalten.

In der Debatte um Öffnungsperspektiven setzt Weil auf eine Verknüpfung von Tests, Impfungen und Hygienekonzepten. „Betroffene müssten also entweder geimpft sein oder ein aktuelles negatives Testergebnis nachweisen können“, sagte Weil.

Sommerurlaub: Senatorin Leonhard verbreitet Hoffnungsschimmer

20.03 Uhr: Einen Hoffnungsschimmer verbreitete Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) im „Radio Hamburg”-Interview hinsichtlich des Sommerurlaubes 2021. „Die Sommerferien werden großartig!“, sagte Leonhard den Hamburgern. Sie sei zuversichtlich, dass die Corona-Lage auf jeden Fall besser werde, aber nicht sofort. Eventuell könne man auch schon im Mai ein paar Tage wegfahren. Man müsse aber in jedem Fall bedenken, dass die Lage in vielen anderen Ländern deutlich schlechter sei als in Deutschland und es sich daher lohnen würde, über Urlaub im eigenen Land nachzudenken.

Leonhard über AstraZeneca-Beschwerden: „Das sind keine Nebenwirkungen”

19.09 Uhr: Nachdem sich in den vergangenen Tagen Beschwerden von AstraZeneca-Geimpften über starke Reaktionen, Krankschreibungen und geplatzte Impftermine gehäuft hatten, hat sich Gesundheitssenatorin Leonhard (SPD) zum Impstoff geäußert. „Wir haben Glück, dass die Hamburgerinnen und Hamburger da so zugewandt sind”, sagte sie im „Radio Hamburg”-Interview. Sie sei erfreut darüber, dass es in Hamburg nur ganz vereinzelt eine Ablehnung des Impfstoffes gebe. „Wir haben in Hamburg kein Problem damit. Das ist wichtig, weil wir jetzt zunehmend Gruppen haben, die mit diesem Impfstoff geimpft werden können”, so die Senatorin.

Auf die Frage nach Nebenwirkungen sagte Leonhard: „Auch wenn es sich anfühlt wie eine Nebenwirkung, also zum Beispiel Fieber oder Erkältungssymptome, ist es in Wahrheit eine Impfreaktion und damit eigentlich eine Wirksamkeitsbestätigung. Wenn man bedenkt, welche Erfolge zum Beispiel Großbritannien mit diesem Impfstoff erzielt hat, ist das schon beeindruckend!”

Leonhard appellierte: „Wenn Sie zu der Gruppe gehören, die jetzt zum Impfen aufgerufen wird, denken Sie über AstraZeneca nach! Der Stoff hat eine gute Wirksamkeit!” Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die Nachschublieferungen jetzt immer mehr werden: „Wir hoffen, dass es im März und April so sein wird, dass wir nicht wissen, wohin mit dem Stoff.”

Niedersachsen: Impfungen jetzt zuhause und in Hausarztpraxen

18.36 Uhr: Niedersachsen bringt Tempo in die Corona-Impfungen: Wie der NDR berichtet, werden dort im Rahmen eines Probelaufes in Kürze neun Hausärzte Impfungen durchführen. Demnach würden die ersten vier im Landkreis Osnabrück bereits am Freitag starten, fünf weitere aus der Stadt und der Region Hannover, den Landkreisen Wesermarsch, Uelzen und Leer würden am Montag folgen.

Die vier Osnabrücker Ärzte haben sich für Impfhausbesuche bei immobilen Patienten im Alter von über 80 Jahren bereiterklärt, während die fünf weiteren von Montag an unter 65-Jährige in ihren Praxen impfen werden. Wie die Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) dem „NDR“ sagte, dienen die Probeläufe dazu, die Logistik und Lagerung der Corona-Impfstoffe und die technischen Abläufe durchzuspielen. „Voraussichtlich ab April können dann deutlich mehr Praxen in Niedersachsen mit im Boot sein“, so Reimann zum „NDR“. Laut dem Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Mark Barjenbruch, stehen in Niedersachsen rund 9000 Arztpraxen zum Impfen bereit.

Corona lässt Übernachtungszahlen in Hamburger Jugendherbergen sinken

17.06 Uhr: Die beiden Hamburger Jugendherbergen haben in der Corona-Pandemie ein schwieriges Jahr erlebt. Nach mehr als 67.500 Gästen im Vorjahr, kamen 2020 nur knapp 20.000 Gäste in die Häuser „Auf dem Stintfang” und „Horner Rennbahn”. Die Zahl der Übernachtungen sei von fast 168.000 auf gut 53.000 zurückgegangen, teilte der Landesverband Nordmark des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) am Donnerstag mit.

Besonders deutlich machte sich der Rückgang bei Klassenfahrten bemerkbar. Nach fast 56.000 Übernachten 2019 kam dieser Bereich im vergangenen Jahr nur noch auf knapp 9900 Übernachtungen. Der Geschäftsführer des Landesverbands, Stefan Wehrheim, kündigte an, dass die Jugendherbergen den Schulen wieder als verlässlicher Partner zur Seite stehen werden, sobald die Lage das zulasse. „Nach diesen herausfordernden Zeiten wird es wichtiger denn je sein, das Miteinander der Klassengemeinschaften ... zu fördern”, teilte Wehrheim mit.

In der Jugendherberge „Horner Rennbahn” wohnen aktuell rund 140 Seeleute aus Kiribati und Tuvalu, die wegen der Corona-Pandemie nicht in ihre Heimat zurückreisen können und von zwei Reedereien dort untergebracht wurden. Im Haus „Auf dem Stintfang” haben zwei Vereine übergangsweise rund 45 Frauen und Männern ohne Wohnung eine Unterkunft ermöglicht. Sie sollen dort noch bis zum 7. März wohnen.

Senatorin Leonhard: „Erwachsene müssen Maske auf Spielplatz tragen, auch wenn sie alleine sind”

16.35 Uhr: Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat eine generelle Maskenpflicht für Erwachsene auf Spielplätzen verteidigt, die ab kommenden Samstag in Kraft tritt. „Es gilt eine Maskenpflicht auf dem Spielplatz. Deshalb muss man sie auch tragen, wenn man da alleine ist. Wir haben sie ja leider einführen müssen, weil die letzten Wochenenden davon geprägt waren, dass die Menschen nicht alleine auf dem Spielplatz waren, insbesondere nicht die Erwachsenen”, Sagte sie im Interview mit „Radio Hamburg”.

„Die Alternative ist immer das Spielplatz-Betretungsverbot und da muss ich ganz deutlich sagen aus den Erfahrungen im letzten Frühjahr, das möchte ich nie wieder einführen müssen. Das war wirklich schlecht. Deshalb ist das dieser Kompromiss – Maskenpflicht für die Erwachsenen, Abstand halten und dann können die Kinder unbefangen spielen.”

Tagestouristen dürfen wieder nach Travemünde

15.07 Uhr: Von Montag an dürfen Tagestouristen wieder nach Travemünde kommen. Die Hansestadt Lübeck werde das noch bis einschließlich Sonntag geltende Betretungsverbot nicht verlängern, sagte Stadtsprecher Hansjörg Wittern am Donnerstag. Die Entscheidung habe Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) angesichts gesunkener Inzidenzwerte bereits am Montag getroffen. Die Stadt Lübeck hatte des Ostseebad Mitte Dezember für auswärtige Besucher gesperrt. Damals hatte der Inzidenzwert für die Hansestadt bei 171 Erkrankungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche gelegen. Am Donnerstag lag er nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 55 (Stand: 25. Februar, 3.10 Uhr). Zuvor hatten die "Lübecker Nachrichten" berichtet.

Travemünde Strand

Travemünde öffnet ab Montag seine Pforten wieder für Tagestouristen.

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Erweiterte Maskenpflicht in Hamburg nicht rund um die Uhr – Senat nennt genaue Zeiten

13.53 Uhr: Ab Samstag soll in Hamburg eine erweiterte Maskenpflicht gelten – Freitag wird die Verordnung in Kraft treten, die zur Stunde noch ausgearbeitet wird. Dabei zielt die neue Verordnung auf drei verschiedene Bereiche. Erstens überall dort, wo man den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten kann, also „überall dort, wo es eng ist“. Zweitens müssen Erwachsene künftig auf Spielplätzen eine Maske anziehen. Und drittens an Orten, an denen sich sehr viele Menschen gleichzeitig aufhalten. Als Beispiele nannte Senatssprecher Marcel Schweitzer Bereiche rund um die Alster, Elbe und „Hotspots“. Allerdings wird die Maskenpflicht an bestimmten Orten, die hochfrequentiert sind, nicht durchgehend gelten. „Ab nächsten Samstag müssen an Wochenenden und Feiertagen in bestimmten Grünanlagen zwischen 10 und 18 Uhr Masken getragen werden. Außerhalb dieser Zeiten/Orte kann man weiterhin normal joggen", schrieb Senatssprecher Marcel Schweitzer am Donnerstag auf Twitter.

Schulöffnung in Hamburg am 15. März

13.20 Uhr: In Hamburg sollen die Schulen nach den Frühjahrsferien am 15. März wieder öffnen. Über Einzelheiten des Öffnungsplans, auch über eine damit verbundene Teststrategie, werde Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Freitagnachmittag informieren, teilte seine Behörde am Donnerstag mit. Ein Wiederanfahren des Schulbetriebs nach den Ferien war erwartet, das Datum aber bisher nicht konkret bestätigt worden. In Hamburg ist die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler seit dem 16. Dezember aufgehoben. Der Senat hatte immer betont, dass Kitas und Schulen bei Corona-Lockerungen Priorität hätten.

343 Neuinfektionen und 16 Tote in Hamburg – Inzidenz steigt deutlich

11.55 Uhr: In Hamburg sind am Donnerstag 343 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 97 mehr als am Mittwoch und 148 mehr als am Donnerstag vor einer Woche. 

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen deutlich auf nun 79,7 (Vortag: 71,9). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 68,1 gelegen. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1251 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 24. Februar), 16 Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 51.274 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 46.200 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 24. Februar 290 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 90 Corona-Patienten, 76 davon sind Hamburger.

2629 bzw. 1227 Hamburger wurden zuletzt an einem Tag zum ersten oder zweiten Mal geimpft. Insgesamt wurden in Hamburg 89.986 Erstimpfungen und 49.847 Zweitimpfungen durchgeführt.

Neue Zahlen für Niedersachsen: Inzidenz in Wolfsburg am niedrigsten

10.27 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Donnerstag um 1080 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 1068, am Montag vor einer Woche 1010.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 161.968. Binnen eines Tages wurden zudem 20 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 4230 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, stieg wieder leicht und lag im Landesdurchschnitt bei 67,0 (Vortag: 66,0).

Die regional höchsten Infektionszahlen in Niedersachsen weist der Kreis Wesermarsch aus mit 172,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am niedrigsten liegt die Inzidenz in der Stadt Wolfsburg (12,1).

Hamburgs CDU-Chef fordert: Jeder soll sich einmal am Tag testen lassen

9.47 Uhr: Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß plädiert dafür, dass Corona-Tests deutlich ausgeweitet werden. Für ihn sind Tests „neben Impfen der Schlüssel für die Rückkehr zum normalen Leben”, wie er der „Welt” sagte. Er fordert: „Es muss der Normalfall werden, dass man sich einmal am Tag testet.” Als Beispiel für eine großangelegte Teststrategie nannte er Österreich, in Deutschland sei man derzeit noch zu bürokratisch unterwegs, man müsse öfter pragmatisch handeln angesichts der Krise. Am Mittwoch wurden in Deutschland die ersten drei Corona-Selbsttests offiziell zugelassen.

MV macht sich locker: Gartencenter und Zoos dürfen bald öffnen

9.06 Uhr: Neben Friseursalons dürfen in Mecklenburg-Vorpommern vom 1. März an auch Gartenbaucenter wieder öffnen. In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 und darunter je 100.000 Einwohner dürfen auch Kosmetiker, Fußpfleger und Nagelstudios wieder Kunden empfangen. In den übrigen Regionen treten diese Regelungen eine Woche später am 8. März in Kraft. Dann dürfen Besucher auch wieder in die Außenbereiche der Zoos kommen. Darauf verständigten sich bei einem Corona-Gipfel am Mittwoch Landesregierung und Vertreter von Wirtschafts- und Kommunalverbänden.

Zudem wurden bei der Videokonferenz die Grundzüge eines Stufenplans zur Beendigung des Lockdowns vereinbart. Demnach soll der Einzelhandel mit begrenzter Kundenzahl wieder öffnen, sobald landesweit der Inzidenzwert stabil unter 35 liegt. Öffentliche und private Schulen sollen dann generell wieder zum Regelbetrieb übergehen. Etwas später können auch Museen öffnen und Märkte abgehalten werden. Ausgenommen bleiben jeweils Hochrisiko-Regionen mit Sieben-Tage-Inzidenzen von über 150. Zeitversetzt sollen später Gaststätten und Hotels zunächst nur für Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern öffnen. Konkrete Starttermine wurden nicht genannt.

Falsche Angaben zu Job, Alter und Wohnort: Viele Impf-Schummler erwischt

6.52 Uhr: Immer wieder versuchen Schummler, in Hamburg an eine Corona-Schutzimpfung zu kommen. In rund 200 Fällen hätten allein in der vergangenen Woche im Zentralen Impfzentrum in den Messehallen Impfwillige abgewiesen werden müssen, obwohl sie einen Termin hatten, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur. Grund seien falsche Angaben bei der Terminvereinbarung gewesen. So seien in 35 Prozent der Fälle die Betroffenen noch keine 80 Jahre alt gewesen.

Zwar müsse man bei der Online-Anmeldung versichern, dass man laut Impfverordnung berechtigt ist. Die Überprüfung finde jedoch erst im Impfzentrum statt. „Wenn sich dabei aber herausstellt, dass die Personen, die sich im Impfzentrum einfinden, gar nicht berechtigt sind, kann keine Impfung durchgeführt werden“, sagte Helfrich. „Das Personal ist angewiesen, Personen, die derzeit nicht impfberechtigt sind, abzuweisen.“

22 Prozent und damit ein gutes Viertel der Impf-Schummler aus der vergangenen Woche hatte den Angaben zufolge seinen Hauptwohnsitz außerhalb Hamburgs. „Für die Schutzimpfungen gilt das Wohnortprinzip – das heißt, Menschen haben nur in ihrer Kommune des Hauptwohnsitzes einen Anspruch.“ Wie zur Überprüfung des Alters reiche auch in solchen Fällen ein Blick in den Personalausweis.

„In 19 Prozent der Fälle war ein fehlender, unzureichender oder nicht glaubhafter Tätigkeitsnachweis der Grund für die Ablehnung“, sagte Helfrich. „In 9 Prozent der Fälle hatten die Personen angegeben, zum impfberechtigten medizinischen Personal zu gehören, ohne das nachweisen zu können.“ In Einzelfällen habe es auch „fälschungsverdächtige Arbeitgebernachweise oder unzureichende Identitätsnachweise“ gegeben. Solche Fälle würden angezeigt.

Das waren die Corona-News am 24. Februar:

271 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

21.41 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Mittwoch 271 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am späten Abend veröffentlichte. Tags zuvor waren es 262 gewesen. Damit wurden im Land seit Beginn der Pandemie 41.733 Corona-Fälle bestätigt.

Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg landesweit leicht wieder auf 50,9 (Dienstag: 50,0). Am höchsten war sie weiterhin in Flensburg (167,5). In Dithmarschen wurde mit 9,0 der niedrigste Wert verzeichnet. Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Ministerium registrierte zudem 17 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2, die Zahl stieg auf 1263. Die Zahl der Behandlungen im Krankenhaus ist nahezu gleich geblieben. 314 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt. 76 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 53 mit Beatmung.

Impfquote: Hamburg top – Schleswig-Holstein rutscht ab

20.11 Uhr: Gegen das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein mittlerweile knapp 129.000 Erst-Impfungen verabreicht worden. Mit Stand Dienstag fiel das nördlichste Bundesland nach den Daten des Robert Koch-Instituts mit einer Impfquote von 4,4 Prozent auf den 8. Platz zurück. An der Spitze der Bundesländer lagen demnach Hamburg und Thüringen mit einer Impfquote von jeweils 4,7 Prozent. Bundesweit betrug die Impfquote 4,2 Prozent. Schleswig-Holstein hatte Anfang Februar mit damals 3,1 Prozent im Ländervergleich noch auf Rang 3 gelegen. Geimpft werden derzeit ganz überwiegend alte Menschen und medizinisches Personal.

227 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

19.20 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern hat am Mittwoch 227 neue Corona-Fälle gemeldet. Am Dienstag waren es 206, am Mittwoch vor einer Woche 198. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun 64,7. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 erhöhte sich um fünf auf 719. In den Krankenhäusern wurden noch 283 Covid-19-Patienten behandelt, 46 davon auf Intensivstationen. 

41 Infizierte bei Corona-Ausbruch in Krankenhaus

17.40 Uhr: Ein Corona-Ausbruch im Klinikum Region Hannover (KRH) in Lehrte hat insgesamt 41 Menschen erfasst. Mittlerweile seien 23 Patientinnen und Patienten und 18 Beschäftigte betroffen, sagte ein Sprecher des Krankenhauses am Dienstag. Das KRH nehme seit Dienstag keine Notfälle mehr an. Die reguläre Aufnahme war schon am Montag eingestellt worden, als die Zählung der Infizierten bei 31 stand.

Der Ausbruch gehe auf zwei Patienten unabhängig voneinander in verschiedenen Stationen zurück, sagte der Sprecher. „Beide waren bei Aufnahme negativ getestet und hatten keine Corona-Symptomatik“. Dann hätten sie sich doch als infiziert herausgestellt. Das Krankenhaus bemühe sich, alle Patientinnen und Patienten so weit wie möglich zu entlassen. Die Infizierten unter ihnen würden in häusliche Quarantäne geschickt. Vor einer Wiederaufnahme des Betriebs müsse das Krankenhaus grundlegend desinfiziert werden.

Dänemark verlängert Einreisebeschränkungen

15.26 Uhr: Dänemark verlängert seine coronabedingten Einreisebeschränkungen bis einschließlich Ostern. Das Außenministerium in Kopenhagen rät damit wie bereits seit dem
8. Januar und vorläufig bis zum 5. April weiter von Reisen in und aus allen Ländern der Erde ab. Zugleich müssen die meisten Ausländer mit Ausnahme von Menschen aus dem Grenzgebiet einen anerkennungswürdigen Einreisegrund und einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können, um ins Land gelassen zu werden.

Um einreisen zu dürfen, müssen Ausländer ohne Wohnsitz in Dänemark neben einem negativen, maximal 24 Stunden alten Corona-Test auch einen triftigen Grund wie einen Arbeitsplatz oder den Besuch naher Angehöriger vorweisen können. Für Einwohner der Grenzregionen in Deutschland und Schweden gelten Ausnahmen: Wer von ihnen einen triftigen Einreisegrund hat, für den reicht darüber hinaus ein maximal 72 Stunden alter negativer Testbescheid. Ohne einen solchen Grund muss ein negativer Test vorgelegt werden, der nicht älter als 24 Stunden ist.

„Augenwischerei“: Grundschulöffnung sorgt für Zoff in Bremen

14.23 Uhr: Die geplante Öffnung der Grundschulen in der Stadt Bremen zum 1. März ist aus Sicht vieler Lehrerinnen und Lehrer falsch. Nach einem Onlinetreffen von Beschäftigten der Grundschulen forderte die Bildungsgewerkschaft GEW am Mittwoch, Unterricht und Notbetreuung in halben Gruppen bis zu den Osterferien beizubehalten. So hätten Kinder und Jugendliche soziale Kontakte und die Gesundheit aller Beteiligten könnte geschützt werden. Die Rückkehr zu vollen Klassen ist der GEW zufolge ein zu großes Risiko. Die Inzidenzzahlen seien zu hoch, zudem wachse der Anteil der ansteckenderen Mutanten. „Es ist doch Augenwischerei jetzt weiterhin zu behaupten, dass das Infektionsgeschehen in den Bildungseinrichtungen unerheblich sei“, sagte GEW-Landesvorstandssprecherin Elke Suhr. Die GEW hat für Freitagnachmittag Protestaktionen angekündigt.

Aus Sicht von Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) ist die Öffnung der Schulen wichtig. „Kinder brauchen Kinder, und sie brauchen Kita und Schulen für eine gute Entwicklung. Das gilt besonders für den Nachwuchs aus ärmeren Haushalten“, sagte die Politikerin in einem Interview der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Sorgen vor einer Ausbreitung des Coronavirus in den Einrichtungen spiegelten sich nicht im Infektionsgeschehen wider. 

Meck-Pomm: Alkoholverbot in der Öffentlichkeit vorläufig außer Kraft gesetzt

13.45 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald hat das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit Mecklenburg-Vorpommerns vorläufig außer Kraft gesetzt. Eine Privatperson habe dagegen geklagt, sagte eine Gerichtssprecherin der dpa am Mittwoch. Das Gericht hat in seinem Beschluss demnach ausgeführt, dass die entsprechende Regelung in der Corona-Landesverordnung nicht im Einklang mit dem Infektionsschutzgesetz steht.

Der Kläger habe argumentiert, dass diese Regelung unverhältnismäßig und somit mit höherrangigem Recht nicht vereinbar sei. Nach Angaben der Sprecherin kann die Landesregierung den Paragrafen neu erlassen, das Verbot sei jedoch zunächst vorläufig außer Kraft gesetzt.

246 Neuinfektionen und elf Tote in Hamburg

12.08 Uhr: In Hamburg sind am Mittwoch 246 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 85 mehr als am Dienstag (161) und neun mehr als am Mittwoch vor einer Woche (237).

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen leicht auf nun 71,9 (Vortag: 71,4). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 68,1 gelegen.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1235 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 23. Februar), elf Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 50.931 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 45.900 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 23. Februar 311 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 88 Corona-Patienten, 74 davon sind Hamburger.

2118 bzw. 1337 Hamburger wurden zuletzt an einem Tag zum ersten oder zweiten Mal geimpft. Insgesamt wurden in Hamburg 87.043 Erstimpfungen und 48.305 Zweitimpfungen durchgeführt.

Weitere Corona-Mutanten nachgewiesen – mehr Verdachtsfälle

11.20 Uhr: In Hamburg sind weitere Corona-Fälle mit mutierten Virusvarianten festgestellt worden. So sei die Zahl der in sogenannten Sequenzierungen nachgewiesenen Fälle mit der britischen Variante seit Dienstag um sieben auf insgesamt 18 gestiegen, die der südafrikanischen Variante um einen Fall auf drei, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Die brasilianische Virusmutante sei in der Hansestadt noch nicht nachgewiesen worden. Alle Varianten gelten als infektiöser als das ursprüngliche Virus. Auch die Zahl der Verdachtsfälle stieg laut Helfrich seit Dienstag deutlich um 79 auf nunmehr 390.

Inzidenz in Niedersachsen sinkt leicht

10.38 Uhr: Das Landesgesundheitsamt Niedersachsen vermeldete am Mittwoch 1068 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Am Dienstag waren es 339, vergangenen Mittwoch 1057. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Infektionen es binnen einer Woche pro 100.000 Einwohnern gab, sank damit leicht auf 66,0. Am Dienstag lag der Wert bei 66,5, am Mittwoch vor einer Woche bei 69,7.

Die höchsten Inzidenzen weisen die Landkreise Wesermarsch (178,4), Cloppenburg (131,2) und Vechta (113,4) auf. Zudem sind seit Dienstag 37 weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion verstorben, die Zahl der Todesfälle liegt damit seit Ausbruch der Pandemie insgesamt bei 4210.

Virologin erklärt weitere Probleme der britischen Mutation

9.20 Uhr: Eine Ansteckung mit der Virus-Mutation B.1.1.7 führt offenbar zu einem längeren Verlauf und einer längeren Phase, in der andere Menschen angesteckt werden können. Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek berichtet im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ von einem Preprint, also einer Vorveröffentlichung, der US-Universität Harvard.

Demnach sei die Dauer der Infektion mit 13,3 Tagen bei der B.1.1.7-Variante fünf Tage länger als beim „Wildtyp“. Die Frankfurter Virologin weist darauf hin, dass dieses Preprint in mehrfacher Hinsicht noch recht vorläufig sei, sie halte es trotzdem für aufschlussreich etwa für die Frage, wie lange Infizierte mit der Variante isoliert werden sollten: „Das heißt, dass wahrscheinlich zehn Tage zu kurz sind, man also eher 14 Tage isolieren muss.“

Meck-Pomm berät über Öffnungen

7.15 Uhr: Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns berät am Mittwoch (13.00 Uhr) mit Vertretern von Kommunen, Sozialverbänden und der Wirtschaft über mögliche Öffnungsperspektiven in der Corona-Pandemie. Nach Forderungen der Wirtschaft soll ein Stufenplan beschlossen werden, der abhängig von den Corona-Infektionszahlen Öffnungen aufzeigt.

Der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände, Lars Schwarz, rechnete vor dem Gipfel mit der Öffnung von Gartenbaumärkten, Zoos und Tierparks zum 1. März. Dann sollen diese im Nachbarbundesland Schleswig-Holstein öffnen. 

Das waren die Corona-News am 23. Februar:

262 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein – Inzidenz im Kreis Dithmarschen bei 11,3

22.55 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Dienstag 262 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am späten Abend veröffentlichte. Sieben Tage zuvor waren es 251 gewesen. Damit wurden im Land seit Beginn der Pandemie 41.462 Corona-Fälle bestätigt.

Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg landesweit leicht wieder auf 50 (Montag: 49,3). Am höchsten war sie weiterhin in Flensburg (164,1). In Dithmarschen wurde mit 11,3 der niedrigste Wert verzeichnet. Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Ministerium registrierte zudem 16 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2, die Zahl stieg auf 1246. Die Zahl der Behandlungen im Krankenhaus ist nahezu gleich geblieben. 334 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt. 76 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 55 mit Beatmung.

Corona in Mecklenburg-Vorpommern: 206 Neuinfektionen und neun Tote

19.51 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Dienstag im Vergleich zum Niveau von vor einer Woche gesunken. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock meldete 206 Neuinfektionen nach 233 am Dienstag vergangener Woche.

An oder mit dem Virus verstorben sind neun weitere Menschen, sodass sich die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie auf 714 erhöht.

In Krankenhäusern werden aktuell 287 Covid-Patienten behandelt, sechs weniger als am Montag. Auf der Intensivstation liegen davon gleichbleibend zu Montag 49 Personen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Montag von 67,2 auf 64,4.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald lag der Wert landesweit am höchsten, aber mit 149,0 knapp unter dem für Hochrisikogebiete maßgeblichen Wert von 150. Am niedrigsten war der Wert im Nachbarkreis Vorpommern-Rügen mit 17,8. Unter der Marke von 50 lagen außerdem die Stadt Rostock (24,9) und der Landkreis Rostock (46,3). Zwischen 50 und 100 betrug die Inzidenz in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte (60,4), Ludwigslust-Parchim (66,1), in der Stadt Schwerin (75,3) und in Nordwestmecklenburg (79,5).

Corona in Niedersachsen: 339 Neuinfektionen und 65 Tote

19.03 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen ist in Niedersachsen am Dienstag um 339 Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Am Tag zuvor waren es 401.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle liegt damit in Niedersachsen bei 159.820. Innerhalb eines Tages wurden zudem 65 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind bislang 4173 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank und liegt im Landesdurchschnitt bei 66,5.

Laut dem Landesgesundheitsamt ist es allerdings bei der Übermittlung der Meldezahlen aus Delmenhorst zu einer Verzögerung gekommen, sodass die aktuell ausgewiesenen Statistiken zu niedrig ausfallen. Die Fälle werden in der morgigen Statistik berücksichtigt werden.

Corona-Zahlen in den Hamburger Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gehen weiter zurück

17.55 Uhr: Nicht nur die aktuelle Inzidenz in Hamburg (71,4) steigt im Vergleich zur Vorwoche (67,1) an, auch der 7-Tage-R-Wert erhöht sich von 0,93 auf 1,01. Allerdings: Die Zahlen der positiv Getesteten in den Pflegeeinrichtungen sinken weiter und waren zuletzt Ende Oktober auf einem vergleichbaren Stand. Aktuell sind in insgesamt 25 Einrichtungen 110 Bewohner infiziert. In zwei Pflegeeinrichtungen gibt es mehr als zehn Fälle. 80 Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen sind in ganz Hamburg infiziert.

Auch die Zahlen in den Krankenhäusern sind weiter rückläufig. In Hamburg werden in 18 Krankenhäusern gegenwärtig 310 Patienten stationär behandelt, darunter 57 Fälle aus dem Umland. 63 Patienten aus Hamburg und 13 aus dem Umland benötigen eine Behandlung auf der Intensivstation.

Die Zahl der PCR-Tests ist in Hamburg auf durchschnittlich 14.800 pro Tag gestiegen, währenddessen fiel die Positiv-Rate leicht auf 4,3 Prozent. Von den Gesundheitsämtern erfassten 1373 Neuinfektionen gehen 263 auf die Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen sowie 252 auf die der 20- bis 29-Jährigen zurück.

Immer mehr Mutations-Verdachtsfälle in Hamburg

15.45 Uhr: Die Zahl der Corona-Mutationen und Verdachts-Mutationen in Hamburg nimmt zu. Das teilte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag auf der Landespressekonferenz mit. Zwischen fünf und zehn Prozent der positiven PCR-Befunde werden derzeit bei bestimmten Anhaltspunkten und zufälligen Stichproben sequenziert.

Der Nachweis über die britische Variante liegt bisher in elf Fällen vor, bei der südafrikanischen Variante bei zwei. Bei 311 Fällen liegt der Verdacht auf die britische Mutation vor, bei zwei Fällen auf die südafrikanische sowie bei einem auf die brasilianische Mutation. Letztere wurde bisher noch nicht in Hamburg nachgewiesen.

Zusätzlich gebe es zwei Mutationsfälle der Variante B.1.2.5.8 sowie zwei Mutationsfälle der Variante B.1.1.7.1., die jeweils nicht als „variant of concern“ geführt werden.
Anlass zur Beunruhigung gebe es laut dem Senat vor allem bei der gestiegenen Anzahl der Verdachtsfälle. „Am Samstag waren es noch 229 Verdachtsfälle gewesen, am Sonntag 263, am Montag 275 und heute 311“, so Schweitzer in Bezug auf die britische Variante.

Hamburg verschärft die Maskenpflicht

12.53 Uhr: Die Maskenpflicht in Hamburg wird verschärft, das hat Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag auf der Landespressekonferenz angekündigt. Grund dafür seien die seit einigen Tagen wieder steigenden Zahlen der Neuinfektionen, die steigenden Zahlen der Mutationen, sowie die Beobachtungen der überfüllten Hotspots am Wochenende.

Generell soll in Hamburg dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, künftig eine Maske getragen werden. Auf Spielplätzen werde es eine Maskenpflicht für Erwachsene geben.
„An besonderen Straßen und Plätzen wird es ebenfalls eine Maskenpflicht geben, unabhängig davon, ob es eng ist oder nicht. Das betrifft den Bereich rund um die Alster, Elbe, den Stadtpark sowie die Landungsbrücken und Jungfernstieg“, so Schweitzer. Die Liste würde zeitnah veröffentlicht werden. An den ausgesuchten Plätzen müssten auch Jogger eine Maske tragen.

Die Rechtsverordnung werde so schnell wie möglich angepasst, sodass diese allerspätestens am Wochenende verbindlich gelte. An den Plätzen würde es dann Schwerpunktkontrollen der Polizei geben. Schweitzers Rat: Im Allgemeinen sollte man immer eine medizinische Maske bei sich tragen, beziehungsweise aufsetzen, sobald man das Haus verlasse.

Hamburg meldet 161 Neuinfektionen – Inzidenz steigt weiter

11.55 Uhr: Hamburg meldet heute 161 Neuinfektionen, gestern waren es noch 219. Im Vergleich zum letzten Dienstag ist das ein leichter Anstiegt, dort betrugen die Neuinfektionen 151. Die Sieben-Tage Inzidenz lag heute bei 71,4. Zum Vergleich: Gestern betrug sie 70,9, in der Vorwoche lag sie am Dienstag bei 67,1.

Im Zusammenhang mit Corona hat Hamburg laut Angaben des Robert-Koch-Instituts einen weiteren Todesfall zu beklagen (Stand 22.2.). Insgesamt sind mittlerweile 1224 Menschen in der Hansestadt an oder mit dem Virus gestorben. 45600 sind nach einer Erkrankung geheilt.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 22. Februar 310 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 76 Corona-Patienten, 63 davon sind Hamburger.

Trotz Priorisierung: Impfung für Lehrer und Erzieher dauert in Hamburg noch ewig

10.34 Uhr: Die von Bund und Ländern beschlossene vorgezogene Corona-Schutzimpfung der Grundschullehrer und des Kitapersonals wird in Hamburg noch etwas auf sich warten lassen. Wann der Impfaufruf erfolgen könne, sei noch nicht genau zu sagen, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde, heute der Deutschen Presse-Agentur. Voraussetzung sei die ausreichende Verfügbarkeit des Impfstoffs. „Insofern wird das erst in den kommenden Wochen beginnen und sich dann über viele Wochen hinziehen.”

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Montag darauf verständigt, dass sich Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher in Kitas früher impfen lassen können als bisher geplant.

Er gehe davon aus, dass die Impfverordnung des Bundes in den kommenden Tagen entsprechend geändert werde, sagte Helfrich. In Hamburg seien schätzungsweise zwischen 40 000 und 60 000 Personen betroffen, die zusätzlich zu den Angehörigen der anderen Gruppen mit höchster und hoher Priorität geimpft werden könnten. Da die meisten von ihnen unter 65 Jahre alt sein dürften, komme auch für diese Gruppe der Impfstoff von Astrazeneca infrage.

Tschentscher zu Lockerungen: „Müssen vorsichtig bleiben“

08.30 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat sich zurückhaltend zu Corona-Lockerungen geäußert. Es gebe zwei Gründe, warum in Hamburg die Schulen noch nicht geöffnet worden seien, sagte der SPD-Politiker am Montagabend in der Sendung ARD Extra zur Corona-Lage: Zum einen begännen am 1. März in Hamburg die Frühjahrsferien. „Und zweitens bin ich noch nicht sicher, ob wir von der Infektionslage her stabil genug sind, dass wir diesen Schritt auch gehen können.“

Die britische Variante breite sich in Deutschland aus, und der Rückgang der Infektionsdynamik sei gestoppt – es gebe eine Seitwärtsbewegung, sagte Tschentscher. Zudem steige der R-Wert, der zeige, in welche Richtung sich die Pandemie bewege, wieder an. „Deswegen müssen wir in den nächsten Wochen sehr vorsichtig sein.“

Priorität habe aber auch in Hamburg die Öffnung von Kitas und Schulen. Hier soll dann laut Tschentscher wie vor der Schließung eine Maskenpflicht an den Schulen in allen Jahrgängen gelten. Zudem sollen Öffnungsschritte soweit es geht mit Schnelltests begleitet werden. „Das ist etwas, was uns ein Stück weit Sicherheit gibt“, sagte Tschentscher.

Das waren die News am 22. Februar: 

93 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein gemeldet – Inzidenz bei 49,3 

20.50 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Montag 93 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Abend veröffentlichte. Sieben Tage zuvor waren es 128 gewesen. Am Montag sind die Fallzahlen oft etwas niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger Tests durchgeführt und ausgewertet werden. Damit wurden im Land seit Beginn der Pandemie 41.200 Corona-Fälle bestätigt.

Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sank landesweit leicht wieder unter den Schwellenwert 50 auf 49,3 (Sonntag 50,9). Am höchsten war sie weiterhin in Flensburg (168,6). In Dithmarschen wurde mit 12,8 der niedrigste Wert verzeichnet. Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Ministerium registrierte zudem 18 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2, die Zahl stieg auf 1230. Die Zahl der Behandlungen im Krankenhaus ist nahezu gleich geblieben. 343 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt. 74 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 51 mit Beatmung.

Meck-Pomm: 73 Neuinfektionen – mehr als 700 Tote seit Pandemiebeginn

17.58 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern hat am Montag erneut über dem Niveau von vor einer Woche gelegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock meldete 73 Neuinfektionen nach 56 am Montag vergangener Woche. An oder mit dem Virus gestorben sind 14 weitere Menschen, so dass sich die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie im vergangenen Frühjahr auf 706 erhöhte. In Krankenhäusern werden demnach aktuell 293 Covid-Patenten behandelt, vier weniger als am Sonntag. Auf Intensivstationen liegen demnach 79 Patienten, einer mehr als am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche – sank trotzdem leicht von 67,5 am Sonntag auf nunmehr 67,2.

Polizei sprengt Zocker-Runde: Männer verstecken sich hinter Vorhängen

16.10 Uhr: Beim Ausheben einer `Spielhölle´ hat die Polizei in Bremerhaven illegal betriebene Spielautomaten und mehrere Tausend Euro sichergestellt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, waren in der ehemaligen Gaststätte alle Fenster blickdicht verklebt. Die Spieler wurden nur nach Voranmeldung eingelassen. Bei dem Zugriff in der Nacht zum Sonntag befanden sich elf Männer im Lokal, die an Pokertischen und an den Automaten verbotenes Glücksspiel betrieben. Die Spieler versuchten noch, sich hinter Vorhängen, in Schränken oder im Keller zu verstecken. Gegen sie wird wegen der Organisation von illegalem Glücksspiel oder der Beteiligung daran ermittelt.

Gartenbauverband fordert in Brandbrief Öffnung der Blumenläden

14.22 Uhr: In einem „offenen Brandbrief“ an den Senat hat der Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland die Öffnung der Hamburger Gärtnereien und des Facheinzelhandels für Blumen und Pflanzen zum 1. März gefordert. Um die Stadt herum seien die Läden bereits geöffnet oder hätten eine Öffnungsperspektive, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Schreiben von Verbandspräsident Andreas Kröger. „Nur in Hamburg stehen Blumenläden, Gärtnereien und Gartencenter mit leeren Händen da.“ Gemeinsam mit dem Hamburger Blumengroßmarkt fordere man einen „norddeutschen Weg für Blumen und Pflanzen als verderbliche Saisonware und Kulturgut“.

Anders als die Lebensmittel-Discounter, die mit Sortimentserweiterungen auf die Schließung des Fachhandels reagiert hätten, verfügten die Gärtnereien auch über Open-Air-Verkaufsflächen – „statt Gedränge um Pflanzen im Kassenbereich“, so Kröger. Zudem würden die Blumen der Discounter häufig aus den Niederlanden stammen. Derweil stünden Millionen von Frühjahrsblühern in Hamburger Gewächshäusern für den Absatz bereit und müssten „in täglich steigenden Quoten im Kompost entsorgt werden“, schrieb er. „Eine Entschädigung nach Überbrückungshilfe III ist bislang nicht gegeben.“

Niedersachsen: 401 Neuinfektionen und 14 Tote

13.27 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Montag um 401 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 937, am Montag vor einer Woche 556.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 159.481. Binnen eines Tages wurden zudem 14 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 4108 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, sank wieder und lag im Landesdurchschnitt bei 67,1 – mehr als noch vor einer Woche (65,9).

Hamburg meldet 219 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt leicht

12.01 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat für Hamburg 219 neue Corona-Infektionen gemeldet. Im Vergleich zum Montag vor einer Woche sind es 32 Fälle mehr, dort lag der Wert bei 187. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) steigt den Angaben zufolge auf 70,9 (Vortag: 69,2). Vor einer Woche lag sie bei 67,7.

Insgesamt 1223 Menschen sind laut RKI in Hamburg an oder mit Corona gestorben, es kam kein weiterer Todesfall dazu (Stand 21.2.). In den Hamburger Krankenhäusern wurden 306 Menschen mit Corona behandelt. 75 von ihnen lagen den Angaben zufolge auf Intensivstationen (Stand 19.2.).

Tschentscher: „Die Corona-Lage ist ernster als viele glauben, die jetzt über Öffnungskonzepte sprechen“

10.16 Uhr: Heute gäbe es unter normalen Umständen den symbolischen Spatenstich für die U4-Verlängerung in Richtung Horn. Wegen der Corona-Pandemie schaltete sich Bürgermeister Peter Tschentscher nur per Video zum virtuellen Spatenstich zu – und dabei ließ er keine Zweifel, dass ihn die derzeitigen Öffnungsdiskussionen kräftig nerven. Demnach sei es richtig, sich heute nur virtuell zu treffen, denn „die Corona-Lage ist ernster als viele glauben, die jetzt über Öffnungskonzepte sprechen".

Polizei setzt Corona-Kontrollen fort – 550 Fahrzeuge abgewiesen

8.45 Uhr: Nach dem starken Wochenendandrang setzt die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern die Corona-Kontrollen zu den Tourismusregionen an der Ostsee fort. „Wir werden das mit Streifen im Blick behalten und „anlassbezogen“ auch stationäre Kontrollen einrichten“, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg am Montag. Hintergrund sei das bestehende Einreiseverbot für Tagestouristen.

Am Wochenende hatte die Polizei vor allem in den Regionen Boltenhagen (Nordwestmecklenburg), Kühlungsborn bei Rostock, an den Zufahrten zur Insel Usedom und auf der Bundesstraße 109 bei Pasewalk (Vorpommern-Greifswald) insgesamt knapp 1800 Fahrzeuge kontrolliert. Mehr als 550 Fahrzeuge – unter anderem aus Berlin, Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein – mussten umkehren. Einige erhielten zu dem Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten.

Besonders streng wurde im Landkreis Vorpommern-Greifswald kontrolliert, wo auch die Insel Usedom liegt. Dort dürfen auch auswärtige Bewohner aus Mecklenburg-Vorpommern nicht ohne triftigen Grund hin. Hintergrund ist die 7-Tage-Inzidenz, die dort zuletzt bei 158 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern lag. In Mecklenburg-Vorpommern lag der Wert bei etwa 67, was weiter strenge Beschränkungen nach sich zieht. In Nordwestmecklenburg liegt die Inzidenz bei rund 77.

Das waren die Corona-News vom 21. Februar: 

112 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

21.13 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Sonntag 112 neue Corona-Infektionen gemeldet, deutlich weniger als am Samstag (207 neue Fälle). 342 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden im Krankenhaus behandelt, 73 davon auf einer Intensivstation. 48 Menschen müssen beatmet werden.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 50,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die höchste Inzidenz gibt es derzeit in Flensburg (164,1), im Kreis Schleswig-Flensburg (73,6), im Kreis Herzogtum Lauenburg (65,1) sowie in Lübeck (64,2). Am niedrigsten ist die Inzidenz im Kreis Dithmarschen (14,3).

Zu viele Fans: Polizei löst Line Dance-Aufführung in Ostseebad auf

20.33 Uhr: Im Ostseebad Kühlungsborn (Landkreis Rostock) hat die Polizei am Sonntag wegen der Corona-Einschränkungen eine Line Dance-Vorführung gestoppt. Etwa 50 Aktive einer solchen Tanzgruppe hatten sich in der Innenstadt getroffen und getanzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Durch großen Andrang im Zuge des sonnigen Wetters blieben mehrere hundert Zuschauer auf dem Boulevard stehen, so dass sich eine größere Ansammlung bildete. Dabei seien die Kontaktabstände nicht mehr eingehalten worden. So mussten die Line Dancer ihre Aktivitäten abbrechen und die Besucher sich entsprechend der Vorgaben wieder anders verteilen.

MeckPomm: 77 neue Corona-Infektionen – Inzidenz steigt wieder

17.57 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich am Sonntag um 77 erhöht. Das sind 13 neue Fälle mehr als am Sonntag vor einer Woche. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock weiter mitteilte, stieg die Sieben-Tage-Inzidenz von 66,7 am Samstag auf 67,5 am Sonntag. Am höchsten lag sie im Kreis Vorpommern-Greifswald mit 158,3, am niedrigsten im Nachbarkreis Vorpommern-Rügen mit 23,1.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 nahm um 3 auf 692 seit Beginn der Pandemie zu. In den Krankenhäusern wurden am Sonntag 297 Covid-19-Patienten behandelt, 12 weniger als am Vortag. Auf den Intensivstationen lagen wie am Samstag 48 Covid-19-Patienten. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Land liegt nun bei 23.435, als genesen gelten 20.525 Menschen.

Draußen viel los bei herrlichem Wetter – Polizei kontrolliert Einhaltung der Corona-Regeln

15.43 Uhr: Angesichts vieler Tagesausflügler sah sich die Polizei mancherorts gefordert, die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren - etwa im Ostseebad Boltenhagen in Mecklenburg-Vorpommern: Dort fielen der Polizei nach eigenen Angaben etliche Autos aus benachbarten Bundesländern auf, so dass man an den Ortseingängen Kontrollstellen eingerichtet habe. Allein am Samstag seien dort 65 Menschen aus 28 Fahrzeugen abgewiesen und zur Rückreise aufgefordert worden, teilte die Polizei in Rostock mit.

Flensburg: Bietrinker pfeifen auf Ausgangssperre

13.42 Uhr: Bei Kontrollen der Corona-Ausgangssperre in Flensburg hat die Polizei in der Nacht zum Sonntag nur wenige Verstöße festgestellt. Vier Menschen hätten auf einem Spielplatz Bier getrunken und seien von den Beamten nach Hause geschickt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Ihnen droht nun ebenso ein Bußgeld (150 Euro) wie einem Mann, der nach 21 Uhr Bier an einer Tankstelle kaufen wollte.

Die Polizei habe zudem 75 Autos angehalten. Die meisten Fahrer hätten einen triftigen Grund für ihre Fahrt gehabt. Ein Autofahrer und dessen Beifahrerin seien jedoch nicht unter die Ausnahmeregelung gefallen und hätten sich uneinsichtig gezeigt. Auch in diesem Fall sei ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet worden. Das Verkehrsaufkommen in der Stadt habe sich in der Nacht auf ein bisher nie festgestelltes Minimum reduziert, hieß es.
Vor Beginn der Ausgangssperre habe die Polizei auch zwei Gruppen aus mehreren Haushalten bemerkt, die damit gegen die Kontaktbeschränkungen verstießen. Auch in diesen Fällen seien Anzeigen geschrieben worden. Die Polizei zog insgesamt eine positive Bilanz und kündigte weitere Kontrollen an.

Wegen der hohen Anzahl von Neuinfektionen und der Ausbreitung der britischen Virusvariante war in der Nacht zum Samstag eine noch mal verschärfte Verordnung in Kraft getreten. Danach gilt zwischen 21 und 5 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre. Weiterhin erlaubt sind auch in dieser Zeit Arztbesuche, Fahrten zur Arbeit oder auch der Spaziergang mit dem Hund. Auch tagsüber sind Treffen mit Personen aus anderen Haushalten nur in Ausnahmefällen gestattet.

113 Neuinfektionen und sieben Tote in Hamburg

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Sonntag 113 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 164 weniger als am Samstag und fünf weniger als am Sonntag vor einer Woche. 

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen leicht auf nun 69,2 (Vortag: 69,5). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 67,7 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1223 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 20. Februar), sieben Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 50.305 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 45.200 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 19. Februar 306 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 75 Corona-Patienten, 61 davon sind Hamburger.

2420 bzw. 1281 Hamburger wurden zuletzt an einem Tag zum ersten oder zweiten Mal geimpft. Insgesamt wurden in Hamburg 76.926 Erstimpfungen und 43.061 Zweitimpfungen durchgeführt.

Ärzte, Lehrer und Erzieher sollen früher geimpft werden

11.32 Uhr: Das niedersächsische Gesundheitsministerium will Lehrern, Erziehern und Ärzten eine frühere Corona-Impfung ermöglichen. „Alle Öffnungsszenarien sehen völlig zurecht eine hohe Priorität für den Bildungsbereich vor. Da ist es nur folgerichtig, auch die Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher mit einer höheren Priorität als bisher zu impfen“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Zusammen mit anderen Ländern will sich Niedersachsen beim Bund für eine Änderung der Impfverordnung einsetzen. Dadurch soll es möglich sein, diese Gruppen früher als geplant zu impfen. Auch niedergelassene Ärzte und anderes medizinisches Personal mit Patientenkontakt sollen laut Gesundheitsministerium früher geimpft werden, auch wenn die Betroffenen jünger als 65 Jahre sind und somit zur zweiten Priorisierungsgruppe gehören.

Niedersachsen: 937 Neuinfektionen und acht Tote

11.13 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Sonntag um 937 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 871, am Freitag vor einer Woche 559.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 159.080. Binnen eines Tages wurden zudem acht weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 4094 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 68,9 – deutlich höher als vor einer Woche (62,2).

Autofahrer versammeln sich am Fischmarkt – Anwohner rufen Polizei

9.47 Uhr: Am späten Samstagabend haben sich mehrere Autofahrer am Fischmarkt versammelt. Die Jugendlichen blieben zwar in ihren Autos sitzen, störten die Anwohner aber durch laute Musik und Gegröle. Die Polizei wurde daraufhin alarmiert. Die Beamten rückten an und überprüften die Autofahrer: Corona-Verstöße stellten sie zwar nicht fest, um aber für Ruhe zu sorgen, ließen sie den Fischmarkt räumen.

Polizei räumt Fischmarkt

Am späten Samstagabend haben sich mehrere Jugendliche mit ihren Autos am Fischmarkt getroffen. Die Polizei räumte den Platz.

Foto:

Hamburg-News/Christoph Seemann

Deutlich weniger Patienten in Hausarztpraxen – Ärzte als Corona-Leugner „Einzelfälle“

8.36 Uhr: In der Corona-Krise kommen deutlich weniger Patienten in die Hamburger Hausarztpraxen. Der Rückgang im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie liege bei etwa 20 Prozent, sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbandes Hamburg, Jana Husemann. „Die Patienten machen ihre Erkrankungen gerade lieber mit sich selbst aus.“ Diese Entwicklung sieht Husemann mit Sorge. „Es kann sein, dass so gefährliche Verläufe übersehen werden.“

Die Gründe für den Rückgang: Die Patienten befürchten nach Angaben der Ärztin, sich in den Praxen anzustecken. „Diese Bedenken sind unbegründet, es ist sicher in den Hausarztpraxen.“ Denn die Teams hätten umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.

Zugleich wirken sich ihren Worten zufolge die empfohlenen Abstands- und Hygieneregeln für die Bevölkerung auch auf andere Art aus: „Die Infekte sind deutlich zurückgegangen“, sagte die Medizinerin. „Normalerweise wären wir jetzt in der Hochphase der Grippewelle.“

Kürzlich hatten Polizei und Staatsanwaltschaft Praxis- und Wohnräume von zwei Hamburger Ärzten durchsucht, die falsche Atteste für Maskenverweigerer ausgestellt haben sollen. „Das sind Einzelfälle“, betonte Husemann. „Der ganze große Teil der Ärzte tut alles dafür, dass die Corona-Maßnahmen eingehalten werden.“

Husemanns Berufsverband vertritt nach eigenen Angaben die Mehrheit der 1300 Hausärzte in Hamburg.

Das waren die Corona-News vom 20. Februar:

Inzidenz in Schleswig-Holstein leicht gestiegen

21.43 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist erneut leicht gestiegen. Am Samstagabend wurde die Zahl der neuregistrierten Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner und Woche mit 51,0 angegeben, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorgeht (Datenstand: 20. Februar).

Am Freitag war der Wert mit 50,4 angegeben worden, am vergangenen Samstag mit 57,2. Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

207 neue Corona-Infektionen wurden gemeldet, 69 weniger als am Vortag und 18 mehr als am vergangenen Samstag. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb bei 1206. 40.995 Menschen haben sich seit Ausbruch der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit dem Virus infiziert.

348 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt. 77 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 47 mit Beatmung.

Corona-Ausbruch in Psychiatrie in Hannover

20.15 Uhr: In einer psychiatrischen Station der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. 14 Patientinnen und Patienten sowie 11 Beschäftigte seien betroffen, sagte ein Sprecher der Klinik am Samstag.

Keiner der Betroffenen sei so jedoch schwer erkrankt, dass er oder sie beatmet werden müsste. Der Ursprung der Infektionen sei unklar, so der Sprecher.

Während alle in dem Bereich tätigen und behandelten Personen getestet worden seien und weiterhin getestet werden, befinden sich die nicht infizierten Patienten in Quarantäne. Die Station befinde sich in einem separaten Gebäude und sei isoliert worden. Es würden dort keine neuen Patientinnen und Patienten aufgenommen.

In der MHH werden seit Ausbruch der Corona-Pandemie schwerste Erkrankungen mit Covid-19 behandelt. Bislang hatte es die Klinik dabei geschafft, weitgehend frei von Infektionen zu bleiben.

So entwickeln sich die Corona-Zahlen in Mecklenburg-Vorpommern

17.41 Uhr: Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern ist zurückgegangen: Am Samstag wurden 141 Fälle neu gemeldet – 57 weniger als am Freitag, als die Zahl bei 198 Fällen lag. Am Samstag vor einer Woche waren es 169 Neuinfektionen gewesen.

Insgesamt wurden im Nordosten seit Beginn der Pandemie 23.358 Fälle gemeldet. Etwa 20.407 Personen gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 stieg seit Freitag um vier auf 689.

Die 7-Tage-Inzidenz steht am heutigen Samstag bei 66,7 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das bedeutet einen leichten Rückgang um 0,6 im Vergleich zum Vortag.

Aktuell liegen 309 Menschen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in Krankenhäusern, das sind zwölf weniger als am Freitag. 48 von ihnen werden intensivmedizinisch betreut – ein Rückgang um neun Patienten.

Niedersachsen: 871 neue Infektionen mit dem Coronavirus

13.31 Uhr: In Niedersachsen sind am Samstag 871 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit (Stand 9 Uhr). Die Zahl lag höher als am Freitag (837 Fälle) und deutlich höher als am Samstag vor einer Woche (515 Fälle). Die Durchschnittsfallzahlen der vergangenen Tage deuten darauf hin, dass eine Talsohle durchschritten ist und die Zahl der täglichen Neuinfektionen wieder zunimmt.

Die sogenannte Inzidenz lag am Samstag bei 64 Infektionsfällen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Seit Freitag wurden 28 Todesfälle gemeldet.

Die höchste Inzidenz von 179,5 gab es im Landkreis Wesermarsch, auch wenn dort die Infektionsrate nach einem Spitzenwert von 254 Fällen pro 100.000 Einwohner in eine Woche Anfang der Woche allmählich sinkt. Stark betroffen sind derzeit auch der Kreis Vechta (134,4 Fälle auf 100.000 Einwohner in einer Woche) und die Stadt Osnabrück (124,1).

277 Neuinfektionen in Hamburg gemeldet – Höchststand dieser Woche

12.27 Uhr: In Hamburg sind am Samstag 277 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden – der Höchststand in dieser Woche. Am Freitag waren es 154 Fälle, am Samstag vor einer Woche 178.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen von 64,2 auf jetzt 69,5. Vor einer Woche lag die Inzidenz bei 67,5. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1216 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 19. Februar), das sind sechs neue Todesfälle.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 50.192 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 45.000 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 19. Februar 306 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 75 Corona-Patienten, 61 davon sind Hamburger.

2420 bzw. 1281 Hamburger wurden zuletzt an einem Tag zum ersten oder zweiten Mal geimpft. Insgesamt wurden in Hamburg 76.926 Erstimpfungen und 43.061 Zweitimpfungen durchgeführt. 

Travemünde: Betretungsverbot für Tagesgäste

11.47 Uhr Wochenend und Sonnenschein – Ausflug nach Travemünde geplant? Keine gute Idee: Das Ostseebad macht die Schotten am ersten frühlingshaften Wochenende dicht: Bereits seit dem 17. Dezember 2020 gilt für Travemünde ein Betretungsverbot für Tagestouristen am Samstag und Sonntag, was allerdings nicht immer beachtet wird. Für das laufende Wochenende kündigt die Stadt Lübeck (Travemünde ist ein Ortsteil von Lübeck) nun verstärkte Kontrollen an und wird den Wanderweg am Brodtener Ufer sperren. Die Sieben-Tages-Inzidenz für Lübeck beträgt 64,2 (19. Februar).

Verschärfte Corona-Maßnahmen in Flensburg in Kraft getreten

10.20 Uhr: Wegen sich schnell ausbreitender Coronavirus-Varianten gelten in Flensburg seit Mitternacht nochmals verschärfte Corona-Maßnahmen. So tritt am Samstag nun eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft. Sie betrifft die Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr. Arztbesuche oder berufliche Arbeitswege sind weiter möglich.

Bisher mögliche Treffen zwischen einem Hausstand und einer weiteren Person auch sind nicht mehr gestattet. Ausnahmen sind für Besuche im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung vorgesehen. Auch für getrennt lebende Paare und Kinder getrennt lebender Eltern sind Ausnahmen möglich. Beide Regelungen gelten zunächst für eine Woche, mit der Option einer Verlängerung um weitere sieben Tage.

Seit Mitte Januar – mitten im Lockdown – steigen die Infektionszahlen in Flensburg erheblich. Mittlerweile rangiert die Stadt an der dänischen Grenze unter den Top Ten der Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland mit den meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Als Ursache wird die Verbreitung der in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7 vermutet. Diese Mutante wurde erstmals am 15. Januar in Flensburg nachgewiesen. Seitdem ist der Anteil der Mutanten bei den Neu-Infektionen immer weiter gestiegen und betrifft nach Angaben von Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) inzwischen fast jeden neu hinzukommenden Fall. Die Virusvariante gilt als deutlich ansteckender als das Original.

Lange appellierte an die Einwohner der Stadt, den Ernst der Lage zu erkennen: „Die Mutation verbreitet sich unfassbar schnell. Wir sind hier im Wettlauf mit der Zeit.“

Die Stadt kündigte flächendeckende strenge Kontrollen der Corona-Einschränkungen an. Bei Verstößen drohen Bußgelder von mindestens 100 Euro. Auch die Polizei will mit zahlreichen Beamten kontrollieren.

Dänemark reagiert unterdessen auf die Corona-Situation in Flensburg mit der Schließung mehrerer kleiner Grenzübergänge nach Deutschland. Wegen der sich verschlechternden Infektionslage in der norddeutschen Fördestadt habe sich die dänische Regierung entschlossen, den Einsatz an der deutsch-dänischen Grenze zu verschärfen, teilte das Justizministerium am Freitag in Kopenhagen mit.

Wichtige Übergänge wie Frøslev, Kruså und Padborg bleiben dagegen offen. Dort werde aber „wesentlich intensiver“ kontrolliert, erklärte das Ministerium.

Hamburger Handelskammer fordert Corona-Schnelltests für Unternehmen

9.50 Uhr: Mit Hilfe von Corona-Schnelltests sollte nach Ansicht der Hamburger Handelskammer Unternehmen eine Öffnungsperspektive gegeben werden. „Ein umfassender Einsatz von Schnelltests in Unternehmen könnte einen entscheidenden Beitrag leisten, um zügig wieder mehr Wirtschaftsleben zu ermöglichen”, sagte Handelskammerpräsident Norbert Aust. Auf eine flächendeckende Impfung könnten Firmen nicht mehr warten.

Unternehmen sollten die Möglichkeit bekommen, ihre Mitarbeiter regelmäßig in kurzen Abständen zu testen. Dann werde ein funktionsfähiges Arbeiten vor Ort wieder möglich sein. „Die Zulassung und Infrastruktur für die Schnelltests müssen jetzt dringend geschaffen werden”, forderte Aust in einer Mitteilung vom Freitag. Der Handelskammerpräsident verwies auf Österreich, das in dieser Hinsicht schon einige Schritte weiter sei. Die Hamburger Unternehmen könnten die Testungen selbstständig organisieren, der Bund sollte aber die Schnelltests bereitstellen, meinte Aust.

Das waren die News vom 19. Februar: 

Schleswig-Holstein: 276 Neuinfektionen mit Corona

21.37 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist mit 50,4 wieder leicht über den Schwellenwert 50 gestiegen, wie das Gesundheitsministerium in Kiel am Freitagabend mitteilte. Am Donnerstag betrug die Inzidenz noch 48,6.  Am Freitag vor einer Woche betrug sie 60,0. Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen werden Lockerungen möglich.

Die Zahlen schwanken regional stark: Während Dithmarschen eine Inzidenz von 15,0 meldet, liegt der Wert in Flensburg bei 191,9 (23 Neuinfektionen am Donnerstag).

276 neue Corona-Infektionen meldete das Land am Freitag; eine Woche zuvor waren es 220. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona stieg um 8 auf 1206. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich 40.788 Menschen in Schleswig-Holstein mit dem Virus infiziert.

359 Corona-Patienten werden in Schleswig-Holsteins Krankenhäusern behandelt. 74 von ihnen liegen auf der Intensivstation, 43 mit Beatmung.

Corona in Flensburg: Dänemark schließt Grenzübergänge

19.10 Uhr: Dänemark schließt aufgrund der Corona-Situation in Flensburg mehrere kleinere Grenzübergänge nach Deutschland. Wegen der sich verschlechternden Infektionslage in der norddeutschen Fördestadt habe sich die dänische Regierung entschlossen, den Einsatz an der deutsch-dänischen Grenze zu verschärfen, teilte das Justizministerium am Freitag in Kopenhagen mit. Konkret bedeutet das, dass die dänische Polizei ab Mitternacht in der Nacht zum Samstag insgesamt 13 Grenzübergängen schließt.

Wichtige Übergänge wie Frøslev, Kruså und Padborg bleiben dagegen offen. Dort werde aber „wesentlich intensiver“ kontrolliert, erklärte das Ministerium. Die Maßnahmen gelten demnach vorübergehend mit Hinblick darauf, die Situation südlich der Grenze zu klären. „Grenzkontrollen sind ein wichtiges und notwendiges Werkzeug, um neue Infektionsketten außer Landes zu halten“, erklärte Justizminister Nick Hækkerup.

In Flensburg werden nach Angaben von Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) inzwischen fast nur noch Corona-Infektionen mit der zunächst in England aufgetretenen Variante B.1.1.7 festgestellt. In den vergangenen Tagen seien in 80 Fällen Mutanten nachgewiesen worden, sagte Lange am Freitag. Für die Einwohner gelten wegen der hohen Zahl an Ansteckungen in der Stadt von Samstag an zunächst für eine Woche nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Zudem sind private Treffen vorerst untersagt.

Gericht in Bremen lässt Friseurläden geschlossen

18.15 Uhr: Ein Friseurbetrieb aus Bremerhaven ist vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Bremen mit dem Antrag auf sofortige Wiedereröffnung gescheitert. Die Schließung der Friseursalons sei zur Abwehr von Infektionen mit dem Coronavirus weiterhin ein angemessenes Mittel, befanden die Richter am Freitag (Az. 1 B 53/21). Es sei in Bremen noch nicht gelungen, die Ansteckungsrate unter die Marke von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche zu senken. Auch die kommende Wiederöffnung der Salons ab 1. März ändere nichts an der derzeit geltenden Risikoabwägung, teilte das Gericht mit.

Der Betreiber des Salons machte geltend, der Schutz vor Infektionen könne auch durch geeignete Hygienekonzepte erreicht werden. Die seit 16. Dezember geltende Schließung sei unangemessen, weil Friseurdienstleistungen wichtig für das Gemeinwohl seien. Das OVG entgegnete, die Hygienekonzepte verringerten die Gefahr einer Ansteckung, reduzierten sie aber nicht auf null. Der Beschluss ist unanfechtbar.

198 neue Corona-Infektionen in MV – Inzidenz weiter gestiegen

17.50 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern hat am Freitag erneut höher als vor einer Woche gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock 198 neue Fälle, 18 mehr als am Freitag voriger Woche. Bereits am Donnerstag waren 198 Neuinfektionen registriert worden, das waren 25 mehr als eine Woche zuvor. Die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche – stieg von Donnerstag zu Freitag von 64,9 auf 67,3.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 nahm um 5 auf 685 seit Beginn der Pandemie zu. In den Krankenhäusern wurden zuletzt 321 Covid-19-Patienten behandelt, 9 weniger als am Donnerstag. Auf den Intensivstationen lagen 57 Covid-19-Patienten, 2 weniger als am Vortag.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald weist mit 163,4 weiter die höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf, gefolgt von der Landeshauptstadt Schwerin mit 81,5. Der Landkreis Vorpommern-Rügen hat mit 21,4 den geringsten Wert, auch die Hansestadt Rostock (25,8) und der Landkreis Rostock (34,3) liegen derzeit unter der wichtigen Schwelle von 35.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Land liegt nun bei 23.217; als genesen gelten 20.266 Menschen. Eine erste Corona-Impfung haben dem Lagus zufolge bislang 4,19 Prozent der Bevölkerung in MV erhalten, die zweite Impfung 2,56 Prozent.

Niedersachsen will auch in Arztpraxen impfen lassen

14.12 Uhr: Das Land Niedersachsen und die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) wollen in einem Pilotprojekt Corona-Impfungen in Arztpraxen erproben. „Man plant, Anfang März zu beginnen”, sagte ein Sprecher der KVN am Freitag. Zuvor hatten Antenne Niedersachsen und der NDR darüber berichtet. Für den Testlauf sollen vier bis fünf Praxen in einer Region bestimmt werden. Es sei absehbar, dass bei einer zunehmend besseren Verfügbarkeit der Impfstoffe die Impfzentren mit der Impfung der Bevölkerung überfordert seien, sagte der Sprecher.

Aus Sicht der Ärzteschaft müssen für das Pilotprojekt drei Kriterien erfüllt sein: Die Lieferkette des Impfstoffes müsse für die Praxen problemlos funktionieren, der Impfstoff müsse in den Praxen problemlos gelagert werden können, und es müsse seitens der Politik klar geklärt sein, wie die Impfreihenfolge aussieht. „Die Ärzte möchten keine Diskussionen in den Praxen, wer zuerst dran kommt”, sagte der Sprecher. In der kommenden Woche solle es weitere Informationen zu dem Projekt geben.

Aktuelle Zahlen: 154 Neuinfektionen und vier Tote in Hamburg

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Freitag 154 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 42 weniger als am Donnerstag und 74 weniger als am Freitag (228) vor einer Woche. 

Gute Nachricht: Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder deutlich auf nun 64,2 (Vortag: 68,1). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 67,1 gelegen. Seit etwa elf Tagen saß der Wert zwischen rund 67 und 70 fest.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1210 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 18. Februar), vier Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 49.915 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 44.800 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 18. Februar 319 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 82 Corona-Patienten, 70 davon sind Hamburger.

1866 bzw. 1276 Hamburger wurden zuletzt an einem Tag zum ersten oder zweiten Mal geimpft. Insgesamt wurden in Hamburg 73.278 Erstimpfungen und 40.337 Zweitimpfungen durchgeführt.

Niedersachsen: 837 Neuinfektionen und 73 Tote

11.33 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Freitag um 837 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 1010, am Freitag vor einer Woche 1061.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 157.272. Binnen eines Tages wurden zudem 73 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 4058 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, sank wieder und lag im Landesdurchschnitt bei 66,1 – genau wie vor einer Woche.

Norden: Prien will schnellere Corona-Schutzimpfungen für Lehrer

10.26 Uhr: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat schnellere Corona-Schutzimpfungen für Lehrer gefordert. Wenn die Priorisierung von Bildung ernst gemeint sei, müssten Lehrer, das Kita-Personal und andere Beschäftigte an den Schulen „in der Impf-Priorität weiter nach oben rücken“, sagte Prien am Freitag mit Blick auf die Öffnung von Grundschulen und Kitas in der kommenden Woche.

Die Landesregierung setze auf eine bundesweite Lösung. Dann könnten Lehrer und Erzieher „relativ bald, auch im März schon“ Impfungen erhalten. Lehrer und Schul-Mitarbeiter können sich zudem bis zu zweimal pro Wochen kostenlos auf Corona testen lassen. Dafür hat die Landesregierung 17,2 Millionen Euro bereitgestellt. In den Grundschulen gilt für alle künftig eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das waren die Corona-News vom 18. Februar:

Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt unter 50

21.37 Uhr Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist mit 48,6 unter den Schwellenwert 50 gesunken, wie das Gesundheitsministerium in Kiel am Donnerstagabend mitteilte. Am vorherigen Donnerstag lag die Marke bei 61,5. Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen werden Lockerungen möglich.

Die Zahlen schwanken regional stark: Während Plön eine Inzidenz von 10,1 meldet, liegt der Wert in Flensburg bei 177,5 (27 Neuinfektionen am Donnerstag).

247 neue Corona-Infektionen meldete das Land am Donnerstag; eine Woche zuvor waren es 366. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona stieg um 7 auf 1198.  Seit Ausbruch der Pandemie haben sich 40.512 Menschen in Schleswig-Holstein mit dem Virus infiziert.

360 Corona-Patienten werden in Schleswig-Holsteins Krankenhäusern behandelt. 72 von ihnen liegen auf der Intensivstation, 40 mit Beatmung.

199 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

17.35 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuerkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Donnerstag im Vergleich zur Vorwoche gestiegen. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) wurden 199 neue Infektionsfälle gemeldet, 26 mehr als am Donnerstag der Vorwoche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag um 0,9 Punkte auf 64,9.

Auch die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19, die am Donnerstag gemeldet wurde, lag mit 16 vergleichsweise hoch. Insgesamt starben seit Beginn der Pandemie damit 680 Menschen. In den Krankenhäusern werden 330 Covid-19-Patienten behandelt, 9 weniger als am Mittwoch. Auf den Intensivstationen liegen 59 Covid-19-Patienten, 11 weniger als am Vortag.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald weist mit 166,8 weiter die höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf, gefolgt von der Landeshauptstadt Schwerin mit 86,8. Der Landkreis Vorpommern-Rügen hat mit 19,6 die geringste Inzidenz, auch die Hansestadt Rostock (25,8) und der Landkreis Rostock (34,3) haben Werte unter der wichtigen Schwelle von 35.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Land liegt nun bei 23.020. Von ihnen gelten 20.096 als genesen. Eine erste Corona-Impfung haben bislang 4,12 Prozent der Bevölkerung in MV erhalten, die zweite Impfung dem Amt zufolge 2,41 Prozent.

UKE-Arzt hält Debatte über AstraZeneca für „Luxus-Diskussion“

14.24 Uhr Anlässlich der Ergebnisse einer UKE-Studie äußerte sich Prof. Dr. Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin, auch zur Debatte um den Impfstoff AstraZeneca. „Wir können und sollten froh sein, dass wir jetzt schon drei zugelassene Impfstoffe in Deutschland haben. Ich empfinde die Diskussion als Luxus-Diskussion“, sagte er am Donnerstag.
Alle Impfstoffe hätten eine gute Wirksamkeit zur Vermeidung von schweren Krankheitsverläufen gezeigt. Die Nebenwirkungen seien erwartbar und keines Falls besorgniserregend. „Ich halte es für einen großen Fehler jetzt Impftermine abzusagen. Das wird uns bei der Bekämpfung der Pandemie nicht helfen“, so Kluge weiter.

Mehr als 1000 neue Corona-Fälle in Niedersachsen

13.31 Uhr: In Niedersachsen sind erneut Hunderte neue Ansteckungen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Das Landesgesundheitsamt wies am Donnerstag 1010 neue Fälle aus, das waren etwas weniger als am Donnerstag der Vorwoche (1079). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona stieg um 31 auf 3985. Fast 90 Prozent der Infizierten gelten dagegen mittlerweile als genesen.

Die regional höchsten Infektionszahlen in Niedersachsen weisen weiterhin die Landkreise Wesermarsch (191,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche) und Vechta (173,0) aus. 

Corona-Zahlen in Hamburg: Inzidenz steht auf der Stelle

12.02 Uhr: Hamburg meldet heute 195 neu bestätigte Corona-Infektionen. Das sind 42 Fälle weniger als die 237 gestern. Am Donnerstag vor einer Woche waren es 194. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 68,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner – genau wie gestern. Am Donnerstag vor einer Woche lag der Wert bei 66,8.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es seit gestern vier weitere Todesfälle in Hamburg (Stand: 17. Februar). Insgesamt sind 1206 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 17. Februar 322 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 79 Corona-Patienten, 67 davon sind Hamburger.

UKE-Studie beweist: Infizierte sterben an und nicht mit Corona!

Forschende des Uniklinikums Eppendorf haben 735 Corona-Todesfälle aus Hamburg untersucht. Das Ergebnis: In 618 Fällen konnte die Corona-Erkrankung als Todesursache festgestellt werden, teilte das UKE am Donnerstag mit. Die meisten Infizierten starben demnach an einer Pneumonie oder an den Folgen einer Thrombose. In sieben Prozent der Fälle waren die Verstorbenen zwar mit dem Erreger infiziert, die Infektion war aber nicht todesursächlich.

Die Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass die Untersuchten am häufigsten im Krankenhaus gestorben sind und regelmäßig mehrere Vorerkrankungen hatten. Jeder fünfte Tote wies ein krankhaftes Übergewicht auf. Im Durchschnitt waren die Verstorbenen 83 Jahre alt, drei von vier Todesopfern waren älter als 76 Jahre. Über die Hamburger Bezirke verteilt gab es keine signifikanten Unterschiede in der Alters- oder Geschlechterverteilung, teilte das UKE mit.

Mit oder an Corona gestorben? Hamburger Mediziner gibt Ergebnisse bekannt

6.07 Uhr: Mehr als 66.000 Menschen sind seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland an oder mit dem Coronavirus gestorben, in Hamburg mehr als 1200. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf hat die rund 700 Hamburger Toten aus dem Jahr 2020 genauer untersucht, um die Todesursache zu ermitteln.Institutsleiter Prof. Benjamin Ondruschka will heute um 11 Uhr die Ergebnisse vorstellen.

Dabei geht es auch um das Alter der Patienten und ihre Vorerkrankungen. Der Direktor der Klinik für Intensivmedizin, Prof. Stefan Kluge, will sich zur Situation in seinem Arbeitsbereich äußern und die aktuellen Empfehlungen zur Behandlung von Covid-19-Patienten erläutern.

Das waren die News am 17. Februar: 

Trotz Flensburg – Inzidenzwert in Schleswig-Holstein gesunken

22.02 Uhr: Schleswig-Holstein meldete am Mittwochabend 236 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Dies waren 16 weniger als am Dienstag und 99 weniger als am Mittwoch der Vorwoche. Die Sieben-Tages-Inzidenz, die die Fälle pro 100.000 Einwohner binnen der vergangenen Woche angibt, sank auf 52,4. Am Dienstag hatte der Wert bei 55,8 gelegen, am Mittwoch der Vorwoche bei 60,2.

Zudem vermeldete das Gesundheitsministerium in Kiel 13 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Damit sind bislang 1191 Menschen in Schleswig-Holstein gestorben, insgesamt zählt das Land seit Ausbruch der Pandemie 40.265 nachgewiesene Infektionen. Am stärksten ist aktuell Flensburg betroffen, wo die britische Mutation des Virus sich ausbreitet (siehe Eintrag 18.52 Uhr). Die Sieben-Tages-Inzidenz lag in Flensburg bei 185,2.

Corona-Fall in Hamburger Bezirksamt: Abteilung in Quarantäne

21.08 Uhr: Im Bezirksamt Hamburg-Nord hat sich eine dort angestellte Person mit dem Coronavirus infiziert. Dies bestätigte die Pressestelle des Bezirks auf Nachfrage der MOPO. Die weiteren Mitarbeiter der Abteilung hätten sich in freiwillige Quarantäne begeben. Aus Datenschutzgründen konnte der Bezirk keine näheren Auskünfte zur betroffenen Abteilung machen.

Impftermine: Erste Einladungen für Prioritätsgruppe II in Hamburg

19.58 Uhr: In Hamburg sollen in Kürze auch Menschen, die aus beruflichen Gründen zur Prioritätsgruppe II gehören, erste Einladungen zum Impfen bekommen. Das könnten beispielsweise Mitarbeiter in Arztpraxen, Polizisten oder Feuerwehrleute sein, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Mittwoch. Wie viele Menschen insgesamt in Hamburg dieser Prioritätsgruppe angehören, stehe noch nicht fest, erklärte der Sprecher. Vor allem der AstraZeneca-Impfstoff eigne sich für diese Gruppe gut, da dieser in Deutschland nur für unter 65-Jährige zugelassen ist.

Nächtliche Ausgangssperre in Flensburg

18.52 Uhr: Wegen des starken Corona-Infektionsgeschehens gelten für Flensburgs Einwohner von Samstag an eine Woche lang nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Sie betreffen die Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr, wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch in Kiel ankündigte. Zudem sind in der Fördestadt an der dänischen Grenze vorerst private Treffen untersagt. Beide Regelungen gelten zunächst für eine Woche, mit der Option einer Verlängerung um weitere sieben Tage.

In fast allen Regionen Schleswig-Holsteins gingen die Infektionszahlen zurück, sagte Günther. „Wir haben aber eine Sonderlage in der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig-Flensburg“. Vor allem die Infektionszahlen in der Stadt gäben „Anlass zu großer Sorge“.

Mittlerweile rangiert die Stadt Flensburg mit 181,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf Platz sieben der deutschen Kreise und kreisfreien Städte. Für den Kreis Schleswig-Flensburg sprach Günther von einer „steigenden Tendenz in Richtung 100“. Aktuell betrage der Wert 85. Als Ursache der Entwicklung wird die Verbreitung der in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7 vermutet.

Wedel: Corona-Fälle in Physiopraxis – mehr als 400 Menschen in Quarantäne

18.49 Uhr: Nach mehreren Corona-Fällen in einer Physiopraxis in Wedel (Kreis Pinneberg) sind mehr als 400 Menschen als Kontaktpersonen in Quarantäne. Der Weg der Infektionen sei noch unklar, teilte der Kreis am Mittwochabend mit. Bislang seien fünf Mitarbeiter und sechs Patienten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Praxis bleibe zunächst für zwei Wochen geschlossen.

Gericht: Keine schnellere Corona-Impfung nach Nierentransplantation

18.24 Uhr: Menschen mit einer Spenderniere haben laut einem Gerichtsentscheid keinen Anspruch auf eine höhere Priorisierung bei der Corona-Schutzimpfung. Auch dass die Frau des Klägers in der Altenpflege arbeite, führe nicht zu einem solchen Anspruch, wie das Verwaltungsgericht Schleswig am Mittwoch in einem Eilverfahren entschieden hat (Az.: 1 B 12/21). Der Mann hatte 2008 eine Spenderniere erhalten. Seitdem muss er sogenannte Immunsuppressiva-Medikamente nehmen.

Mit seinem Eilantrag wollte der Kläger erreichen, dass ihm das Land Schleswig-Holstein unverzüglich die Möglichkeit einer Corona-Schutzimpfung verschafft. Das Gericht kam aber zu dem Ergebnis, dass er wegen seines Gesundheitszustands in die Gruppe derjenigen einzuordnen ist, die mit hoher, nicht jedoch mit höchster Priorität zu impfen seien. Das aus der Organtransplantation allgemein folgende Risiko sei bereits durch Zuweisung einer hohen Priorität in der Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums berücksichtigt worden.

Meck-Pomm meldet 198 neue Infektionsfälle

18.02 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch 198 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Abend mitteilte, waren das sieben weniger als am Mittwoch der Vorwoche. Den größten Zuwachs verzeichnete erneut der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 75 registrierten Neuinfektionen.

Dort ist auch die Sieben-Tage-Inzidenz weiter am höchsten. Sie sank aber leicht auf nun 171,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Landesweit liegt der Inzidenzwert mit 64,0 auf fast identischem Niveau wie am Dienstag (63,9).

Zudem meldete das Land sieben weitere Verstorbene, insgesamt starben seit Beginn der Pandemie 664 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Land liegt nun bei 22.822. Von den Betroffenen gelten 19.794 als genesen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten stieg im Vergleich zu Dienstag um 18 Personen auf nun 339 Patienten an. Auf Intensivstationen wurden 70 Patienten versorgt.

Leonhard: Pendler verursachen hohe Corona-Zahlen

17.04 Uhr: Hamburgs Sozial- und Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat sich zu den Ursachen der anhaltend hohen Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus geäußert. „Es sprechen jetzt jedenfalls keine Ergebnisse dafür, dass das allein auf Mutationen zurückzuführen ist“. Hamburg sei eine Großstadt in einer sehr aktiven Metropolregion. Es habe eine Reihe von Corona-Ausbrüchen gegeben, die auf Pendlerbewegungen zurückgingen. „In den Metropolen geht es zuerst hoch und am langsamsten wieder runter, gerade in einer mit 200.000 Einpendelbewegungen pro Tag“, sagte Leonhard. Neue Maßnahmen seien derzeit aber nicht geplant.

Die britische Variante B.1.1.7 wurde nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Hamburg bislang neunmal nachgewiesen, die südafrikanische Variante B.1.135 in zwei Fällen. Inzwischen werden grundsätzlich fünf Prozent der positiven Befunde bei PCR-Tests sowie alle Verdachtsfälle durch eine Genomsequenzierung weiter untersucht, um die als ansteckender geltenden Mutanten festzustellen.

1000 Menschen nach Corona-Massenausbruch in Osnabrück in Quarantäne

16.29 Uhr: Als Folge des Corona-Massenausbruchs in einer Osnabrücker Eiscremefabrik ist für rund 1000 Menschen Quarantäne angeordnet worden. Das betreffe Mitarbeiter als auch deren Familienangehörige, sagte ein Stadtsprecher. Am Mittwoch wurden nochmals die zuvor negativ getesteten Mitarbeiter des Unternehmens auf Corona getestet. Diejenigen, die diesen Aufruf nicht mitbekommen hätten, seien nun aufgefordert, sich zu melden. Insgesamt sollen von 462 zunächst negativ getesteten Personen neue Abstriche genommen werden. Bislang sei in insgesamt drei Fällen die britische Mutation B.1.1.7 festgestellt worden.

In der Eisfabrik wurde bei bislang 210 Mitarbeitern eine Coronainfektion festgestellt. Der Betrieb wurde am vergangenen Wochenende eingestellt, die Produktion ruht mindestens bis zum 26. Februar.

Hamburger Tennisspieler fordern Plan für Lockerungen

15.43 Uhr: Der Hamburger Tennis-Verband (HTV) fordert von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) in einem offenen Brief einen Stufenplan für die Wiederaufnahme seines Sports. Vorbilder seien dabei Schleswig-Holstein und Niedersachsen. „Dabei verstehen wir einen Stufenplan nicht als Freibrief für Lockerungen, sondern als Kompromiss zwischen Gesundheitsschutz und Perspektiven“, heißt es in dem Schreiben.

Tennis ist in der Hansestadt seit dem 7. November ausschließlich in der Einzelvariante im Freien erlaubt. Bis zum Wintereinbruch sei das von den Mitgliedern auch genutzt worden. Nun fordert der HTV, dass Tennisplätze früh wieder öffnen dürfen – egal ob in der Halle oder im Freien. „Der entscheidende Faktor, sich anzustecken, liegt in der Größe, der Aufenthaltsdauer und der Belüftung der Räume. Hier dürfte die Nutzung einer Tennishalle als vergleichsweise unkritisch anzusehen sein“, heißt es in dem HTV-Schreiben.

Wichtig sei eine einheitliche Regelung mit den Nachbarländern. Sie würde „auch die weiten Wege ersparen, die viele Hamburger jetzt fahren, um in Niedersachsen und bald auch wieder in Schleswig-Holstein zu trainieren.“

Niedersachsen: Inzidenz-Wert steigt weiter an

14.36 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Mittwoch um 1057 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Am Vortag waren es 959. Am Mittwoch vor einer Woche war der Wert mit 1160 noch leicht höher, die Sieben-Tages-Inzidenz steigt jedoch weiter an.

Die Zahl, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, liegt im Landesdurchschnitt bei 69,7. Vor einer Woche betrug die Inzidenz noch 66,4; am vergangenen Sonntag gar nur 63,6.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 155.425. Binnen eines Tages wurden zudem 65 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3954 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Corona-Zahlen in Hamburg: Höchster Wert an Neuinfektionen seit 14 Tagen

12.16 Uhr: Hamburg meldet heute 237 neu bestätigte Corona-Infektionen. Zum Vergleich: Gestern wurden 151 neue Fälle gemeldet, am Mittwoch vor einer Woche 219. Bei den 237 Neuinfektionen handelt es sich um den höchsten Wert an Neuinfektionen seit 14 Tagen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 68,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Vortag 67,1). Am Mittwoch vor einer Woche lag der Wert bei 68,4.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es seit gestern fünf weitere Todesfälle in Hamburg (Stand: 17. Februar). Insgesamt sind 1202 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 16. Februar 330 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 83 Corona-Patienten, 70 davon sind Hamburger.

Corona-Mutation in Hamburger Kita nachgewiesen

11.20 Uhr: In der Hamburger Elbkinder-Kita „Zeiseweg“ ist die britische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf Katrin Geyer, Sprecherin der Elbkinder-Vereinigung. Von sieben erkrankten Mitarbeitern sollen vier die Mutation haben, von elf erkrankten Kindern hätten sie zwei. Eigentlich habe die Kita am 18. Februar wieder öffnen wollen. Da einige Mitarbeiter aber bis zum 19. Februar in Quarantäne bleiben müssten, sei nun der 22. Februar anvisiert.

Friseurmeister: Für Kunden könnte es teurer werden

9.30 Uhr: Wer nach dem Ende des „Friseur-Lockdowns“ am 1. März oder danach einen der begehrten Haarschneide-Termine ergattert, der muss an der Kasse möglicherweise etwas tiefer in die Tasche greifen. „Mit dem Re-Start am 1. März müssen die Kunden mit Preisanpassungen rechnen“, sagte der Obermeister der Friseur-Innung Leer-Wittmund, Heiner Heijen, der „Ostfriesen-Zeitung“ (Mittwoch). Grund seien die erneut verschärften Hygienevorschriften der Berufsgenossenschaft – zum Beispiel für medizinische Schutzmasken und Einweghandschuhe. Diesen Aufwand müssten die Friseure an die Kunden weiterreichen. Konkret bedeutet dies laut „Ostfriesen-Zeitung“: Waschen, Schneiden, Föhnen für Männer kostet bei Art Frisör Heijen in Weener ab 1. März 1,50 Euro mehr. Weitere, aufwendigere Dienstleistungen dürften sich entsprechend stärker verteuern.

Beiersdorf verliert wegen Corona deutlich Umsatz – Tesa erholt sich

17.02., 07.00 Uhr: Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr deutlich weniger Geschäfte gemacht als erhofft. Der Umsatz lag mit 7,025 Milliarden Euro um 8,2 Prozent unter Vorjahresniveau, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. „Organisch“, das heißt aus eigener Kraft, gibt das Unternehmen ein Umsatzminus von lediglich 5,7 Prozent an. Weltweite coronabedingte Restriktionen in wichtigen Märkten und Reisebeschränkungen hätten die Geschäftsentwicklung erheblich beeinträchtigt – vor allem im zweiten Quartal. Der Konzerngewinn schrumpfte um 19,3 Prozent auf 636 Millionen Euro.

Vorstandschef Stefan De Loecker blickt trotz einiger Unsicherheiten optimistisch auf das Geschäftsjahr 2021. Er sei zuversichtlich, „dass wir mit dem Anlauf der Impfungen in vielen Ländern bis Ende des Jahres deutliche Verbesserungen sehen werden“. Zudem kündigte er an, die Investitionen zu erhöhen. „Unsere Marken haben an Attraktivität gewonnen. Und das wollen wir weiter ausbauen, mit zusätzlichen Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren.“

Der Umsatz im Unternehmensbereich Consumer sank im Geschäftsjahr 2020 organisch um 6,6 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro – wobei es den Angaben zufolge ohne die sich gut entwickelnden Marken Eucerin und Aquaphor noch weiter runtergegangen wäre. Bei ihnen verzeichnete Beiersdorf ein Umsatzwachstum von 8,3 Prozent. Ebenfalls Rückgänge um 6,0 Prozent musste Beiersdorf bei seiner Kernmarke Nivea hinnehmen, konnte den Angaben zufolge jedoch in mehr als der Hälfte der Länder auch Marktanteile gewinnen. Im Bereich Healthcare – das ist im Wesentlichen das Pflastergeschäft rund um die Marke Hansaplast – lag der Umsatz 5,9 Prozent unter Vorjahresniveau und wurde insbesondere durch Corona-Einschränkungen in Spanien und Italien beeinträchtigt.

Das Geschäft der Beidersdorf-Tochter Tesa hat sich den Angaben zufolge dagegen von der Krise erholt. Nach einem schwierigen ersten Halbjahr und einem deutlich besseren zweiten Halbjahr habe Tesa im Geschäftsjahr 2020 rund 1,325 Milliarden Euro umgesetzt. Die Beiersdorf-Tochter sei damit bis auf 1,5 Prozent an das Vorjahresniveau von 1,379 Milliarden Euro herangekommen.

Das waren die News am 16. Februar: 

Nach Krankmeldungen: Impfungen mit AstraZeneca-Stoff teils gestoppt

22.03 Uhr: Nach Klagen von Klinik-Angestellten über Nebenwirkungen sind in Niedersachsen Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca an zwei Orten vorübergehend gestoppt worden. Das Herzogin-Elisabeth-Hospital in Braunschweig teilte am Dienstag auf Anfrage mit, geplante Impfungen mit diesem Präparat zu verschieben. Zunächst hatte die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet. Im Landkreis Leer galt zwischenzeitlich ebenfalls ein Stopp für Impfungen mit dem AstraZeneca-Mittel. Am Dienstagabend gab der Kreis dafür aber wieder grünes Licht.

In der Braunschweiger Klinik traten von 88 Beschäftigten, die am Donnerstag geimpft wurden, 37 wegen „Impfreaktionen“ vorübergehend nicht zur Arbeit an. Die weiteren Impfungen würden nun ausgesetzt – auch, um den Betrieb nicht zu gefährden, sagte eine Sprecherin. Auch am Klinikum Emden meldeten sich Beschäftigte nach Impfungen krank. Daraufhin kündigte der benachbarte Landkreis Leer zunächst ebenfalls an, das Mittel nicht mehr zu spritzen. „Denn unsere Impfdosen stammen vermutlich aus der gleichen Charge wie in Emden“, hieß es.

Nach Rücksprache mit dem Land wurde dies wieder aufgehoben.Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) können Reaktionen sowohl bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna als auch beim Vektor-basierten AstraZeneca-Präparat auftreten. Der Leiter des Krisenstabs des Landes Niedersachsen, Heiger Scholz, zeigte sich am Dienstag aber überrascht angesichts des vermehrten Auftretens von Nebenwirkungen. Ein Chargenproblem sei nicht auszuschließen. Niemand habe aber mit Komplikationen in eine Klinik gemusst, sagte Scholz. Letztlich seien die erwartbaren Nebenwirkungen ein positives Zeichen – man sehe, dass der Impfstoff wirke.

Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut wurde informiert. Eine Einschätzung zu den konkreten Fällen sei derzeit noch nicht möglich, sagte eine Sprecherin des Instituts der „Braunschweiger Zeitung“. Aktuell werde untersucht, ob die Reaktionen über das hinausgingen, was in den klinischen Prüfungen beobachtet wurde. Der Hersteller sieht keinen Grund zu Sorge. „Derzeit sind die gemeldeten Reaktionen so, wie wir sie aufgrund der Erkenntnisse aus unserem klinischen Studienprogramm erwarten würden“, teilte AstraZeneca am Montag auf

251 Neuinfektionen und 21 Tote in Schleswig-Holstein

21.36 Uhr: Mehr als 40.000 Menschen haben sich seit Ausbruch der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Corona infiziert. Am Dienstag stieg die Zahl um 251 neue Fälle auf 40.032, wie aus Daten hervorgeht, die das Gesundheitsministerium in Kiel veröffentlichte. Genau eine Woche zuvor waren es 307.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 21 auf 1178. 391 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt. 74 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 48 mit Beatmung.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ging weiter zurück. Es gab 55,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen - am Montag waren es 57,5. Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

AstraZeneca-Impfstoff bei Transport unterkühlt – Nutzung ausgesetzt

21.05 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern hat die Nutzung einer Lieferung des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca vorsorglich ausgesetzt. Als Grund nannte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Schwerin mögliche Unterschreitungen der Lagertemperatur beim Transport. Bei der Anlieferung des Impfstoffes seien in Impfzentren des Landes Abweichungen vom vorgeschriebenen Temperaturbereich registriert worden. Die Spanne von 2 bis 8 Grad Celsius sei möglicherweise in einigen Fällen unterschritten worden, hieß es. An der Aufklärung der Ursache werde „mit Hochdruck“ gearbeitet, versicherte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Abend.

Die Aussetzung der Impfungen mit dem betroffenen Impfstoff sei eine Vorsorgemaßnahme. Krankenhäuser und Impfzentren seien informiert. Nach Angaben Glawes wird nun mit dem Hersteller und der zuständigen Stelle für Arzneimittelüberwachung geklärt, ob die 7200 am Montag angelieferten Dosen weiter verwendet werden können. Bislang erhielt Mecklenburg-Vorpommern laut Ministerium insgesamt 14.400 Impfdosen des britisch-schwedischen Pharma-Unternehmens AstraZeneca.

Die Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna, die bei deutlich tieferen Temperaturen gelagert werden müssen, würden uneingeschränkt weiter verteilt und eingesetzt. Von Biontech kamen den Angaben zufolge bislang rund 114 000 Impfdosen im Nordosten an, von Moderna 6000.

Junge Altersgruppen am stärksten betroffen – Infektionen auch aus USA eingeschleppt

20.29 Uhr: In der vergangenen Woche sind insgesamt 1285 Corona-Fälle von den Gesundheitsämtern erfasst worden. Die meisten lassen sich auf die jüngeren Altersgruppen zurückführen, wie die Sozialbehörde am Dienstag mitteilte. So gehen 251 Fälle auf die Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen zurück, 215 auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen und 207 auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. 91 Fälle dieser Woche beziehen sich auf über 70-jährige Personen.

Für 465 der Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handelt es sich um 94 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Aussagen zu den Infektionsumfeldern können nur für einen Teil dieser Ausbrüche gemacht werden; in fast zwei Dritteln der Ausbruchssituationen (66 Ausbrüche mit 178 Fällen) handelt es sich um das private Umfeld beziehungsweise den Haushalt, fünf Ausbrüche mit 13 Fällen gehen auf den Arbeitsplatz zurück.

Der Infektionsort liegt überwiegend in Hamburg; in 12 Fällen ist ein Infektionsort im Ausland angegeben, darunter je zweimal USA, Rumänien und Polen.

Schleswig-Flensburg will Kitas und Grundschulen noch nicht öffnen

19.22 Uhr: Der Kreis Schleswig-Flensburg möchte seine Kitas und Grundschulen angesichts der Corona-Infektionslage noch nicht am nächsten Montag öffnen. Landrat Wolfgang Buschmann rief am Dienstag das Land auf, die Schließung bis zum 1. März zu verlängern. Im Kreis stiegen derzeit die Infektionszahlen und das Ausbruchsgeschehen sei diffus, hieß es dazu in einer Mitteilung. Zudem grenze der Kreis direkt an die Stadt Flensburg, die landesweit die höchsten Zahlen hat. Dort gab es zuletzt mit Stand Montagabend 166,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, im Kreis Schleswig-Flensburg 80,5.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass die Grundschulen und Kitas im Land ab 22. Februar wieder in den regulären Präsenzbetrieb gehen sollen. Am Montag teilte die Regierung mit, in Flensburg und Lübeck sowie in den Kreisen Pinneberg und Herzogtum Lauenburg bleibe es wegen der dort zu hohen Infektionszahlen vorerst bei der Notbetreuung.

„Eine Öffnung der Kitas und Schulen zum jetzigen Zeitpunkt kann ich nicht befürworten“, erläuterte Schleswig-Flensburgs Landrat Buschmann. „Viele Flensburger*innen besuchen im Kreisgebiet Schulen und Kindergärten.“ Epidemiologisch spielten die Kreis- und Stadtgrenzen keine Rolle. „Wir als Kreis müssen und wollen daher gleiche Regelungen wie in Flensburg schaffen.“ Zudem stiegen auch im Kreisgebiet die Erkrankungen an der ansteckenderen Virus-Variante B1.1.1.7.

Corona-Mutationen: Weitere Fälle in Hamburg festgestellt

18.37 Uhr: Nach Angaben der Sozialbehörde sind in Hamburg bislang neun Fälle mit der britischen Variante B.1.1.7 (plus zwei im Vergleich zur Vorwoche) und zwei Fälle der südafrikanischen Variante B.1.135 (plus eins) nachgewiesen worden. In zwei Fällen sei eine dritte Variante mit der Bezeichnung B.1.258 festgestellt worden, die nicht als ‚Variant of Concern‘ (VOC) geführt wird.

Die brasilianische Variante B.1.1.28 wurde in Hamburg bislang nicht nachgewiesen. In gut 30 Fällen ist eine Klärung anhängig. Insgesamt spiele das Auftreten von Mutationsformen des Coronavirus damit nach den derzeit vorliegenden Erkenntnissen bislang keine nennenswerte Rolle, so die Behörde.

233 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

18.19 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag 233 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Abend mitteilte, waren das 28 mehr als am Dienstag der Vorwoche und der höchste Wert seit dem 4. Februar. Den größten Zuwachs verzeichnete erneut der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 64 registrierten Neuinfektionen.

Dort ist auch die Sieben-Tage-Inzidenz weiter am höchsten. Sie stieg auf 176,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Auch landesweit ging der Wert wieder leicht nach oben, auf nunmehr 63,9. Am niedrigsten waren die Werte nach Angaben des Landesamtes in der Stadt Rostock mit 20,1.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie an oder mit Covid-19 gestorben sind, stieg um 12 auf 657. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Land liegt nun bei 22.625. Von den Betroffenen gelten 19.612 als genesen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten blieb mit 321 im Vergleich zum Montag gleich. Auf Intensivstationen wurden noch 64 Patienten versorgt.

Bremer Grundschulen: Präsenzbetrieb in voller Klassenstärke

17.52 Uhr: Die Grundschulen im Bundesland Bremen kehren angesichts der grundsätzlich sinkenden Zahl von Corona- Neuinfektionen zum Präsenzbetrieb in voller Klassenstärke zurück. In der Stadtgemeinde Bremen ist das vom 1. März an der Fall, in Bremerhaven vom 15. März an. Entsprechende Beschlüsse zum Schul- und Kitabereich fasste der Senat am Dienstag. Für alle Schüler ab Jahrgangsstufe 5 werde der Unterricht im Wechselmodell fortgesetzt. Für die Kindertagesbetreuung gelte spätestens vom 1. März an der eingeschränkte Regelbetrieb.

„Die höhere Präsenz in Kitas und Schulen ab dem 1. März wird von Schutzmaßnahmen, umfassende Testungen und mehr Verpflichtungen zum Masketragen flankiert”, betonte die Senatorin für Kinder und Bildung, Claudia Bogedan (SPD). Es sei richtig, Kindern möglichst viel Präsenzunterricht zu bieten. „Dies gilt insbesondere für Grundschülerinnen und Grundschüler.”

Ziel sei es, für alle möglichst viel Verlässlichkeit und Planbarkeit bis zu den Osterferien zu schaffen.Die Maßnahmen regeln für die Stadtgemeinde Bremen, dass die Beschäftigten in Schulen und Kitas zwei Mal in der Woche die Chance haben, selbst einen Corona-Schnelltest zu machen. Die Tests sollen zentral beschafft werden. Wer positiv getestet wurde, muss in Quarantäne und dann auch einen PCR-Test machen.

Niedersachsen: 335 Neuinfektionen und 48 Tote

17.07 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Dienstag um 335 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 556, am Mittwoch vor einer Woche 229.Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 154.368. Binnen eines Tages wurden zudem 48 weitere Todesfälle erfasst.

Insgesamt sind bislang 3889 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 67,0. Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 68,5 gelegen.

Nach Impf-Stopp in Schweden: Das sagt Hamburg zu Nebenwirkungen bei Astrazeneca

15.46 Uhr: Nach einer Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca haben südwestlich von Stockholm mehr Menschen als erwartet Fieber bekommen. Ende vergangenen Woche hatte die Region Impfungen mit diesem Impfstoff ausgesetzt. Wie denkt Hamburg über diesen Vorfall? „Wir beziehen uns hier auf die Einschätzungen der Wissenschaftler: Jede Impfung hilft. Das Risiko einer schweren Erkrankung ist deutlich niedriger, wenn man sich impfen lässt als wenn man sich nicht impfen lässt“, so Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Jeder Mensch reagiere anders auf eine Impfung, aber der Impfstoff von Astrazeneca gelte weiter als sicher.

Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge können Impfreaktionen sowohl bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna als auch beim Vektor-basierten Astrazeneca-Vakzin auftreten. Sie beginnen demnach in der Regel kurz nach der Impfung. Beim Astrazeneca-Impfstoff zählen Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Krankheitsgefühle zu den häufigsten Nebenwirkungen.

Kostenlose Corona-Schnelltests: Hamburg antwortet mit Seitenhieb gegen Berlin

13.11 Uhr: „Was Herr Spahn heute gesagt hat, haben wir mit Interesse zur Kenntnis genommen“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Einige Schnelltests würden gerade das Zulassungsverfahren durchlaufen. Im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz sei gestern aber noch einmal deutlich gesagt worden, man müsse damit rechnen, dass „die Verfügbarkeit dieser Tests am Anfang begrenzt ist.“ Hamburg habe schon den Einkauf solcher Tests für Kitas und Schulen geprüft, aber das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte habe dringend davon abgeraten.

„Erstens ist noch nicht klar, welche Produkte zugelassen werden. Zum anderen wollen sie die Liste nicht freigeben, damit vorher niemand den Markt leerkauft“, so Schweitzer. Man müsse aber mit einem „Run auf die Produkte“ rechnen. „Wir kündigen nichts an, was wir nicht auch einhalten können.“

Hamburg meldet 151 Neuinfektionen

12.10 Uhr: Hamburg meldet heute 151 neu bestätigte Corona-Infektionen. Zum Vergleich: Gestern wurden 187 neue Fälle gemeldet, am Dienstag vor einer Woche 162.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 67,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Vortag 67,7). Am Dienstag vor einer Woche lag der Wert geringfügig höher bei 67,6.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es seit gestern einen weiteren Todesfall in Hamburg (Stand: 15. Februar). Insgesamt sind 1197 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 15. Februar 327 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 81 Corona-Patienten, 68 davon sind Hamburger.

Zoll Hamburg verhindert Einfuhr von 7,5 Millionen nicht-konformen Masken

Der Zoll in Hamburg hat in den vergangenen zwei Monaten die Einfuhr von mehr als 7,5 Millionen Schutzmasken aus China verhindert, die nicht den Normen entsprechen. Dies teilte das Hauptzollamt am Dienstag mit. „Häufige Mängel waren unter anderem fehlende Hinweise zur Produktkategorie und deren Schutzwirkung oder auch eine fehlende CE-Kennzeichnung“, sagte Pressesprecherin Sandra Preising.

Sobald Zweifel an der Konformität der Waren bestünden, werde die Hamburger Verbraucherschutz-Behörde informiert. Diese entscheidet abschließend über die Einfuhrfähigkeit der Ware und den weiteren Werdegang. In den meisten Fällen gebe es die Möglichkeit zur Nachbesserung. Die Ware wird den Angaben zufolge danach nochmals auf Konformität geprüft. Möglich seien aber beispielsweise auch die Wiederausfuhr oder eine Vernichtung der Waren.

Centogene: Bedarf nach Corona-Abstrichtests bleibt bestehen

07.30 Uhr: Auch nach einer weitgehenden Impfung der Bevölkerung gegen das Coronavirus geht der Chef der Corona-Testsparte beim Rostocker Biotechnologieunternehmen Centogene, Volkmar Weckesser, von anhaltendem Testbedarf aus. Dafür sorge unter anderem die internationale Reisetätigkeit, die wieder Fahrt aufnehmen werde, sagte Weckesser. Dabei gehe es um die Testung auf Flughäfen, wenn beispielsweise das Einreiseland einen negativen Test verlangt. Bis über die Wiederkehr zur Normalität im Arbeitsleben oder in Schulen hinaus werde die Testung ein wichtiges Element der Gesundheitsvorsorge sein.

Die ungeklärte Frage, ob jemand nach der Impfung noch infektiös ist oder nach einer Erkrankung wieder angesteckt werden kann, werde die Tests weiter notwendig machen. Auch die Skepsis vieler Menschen beim Thema Impfen werde die angestrebte Herdenimmunität in der Bevölkerung zu einem schwierigen Unterfangen machen und Tests erforderlich machen.

Im Bereich der Corona-Testung werden bei Centogene knapp 200 eigene Mitarbeiter beschäftigt. Diese seien in den Abstrichzentren an den Flughäfen Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Berlin und Köln tätig. Dazu kämen weitere Abstrichzentren in Frankfurt, Wiesbaden, Berlin und Cham sowie mehrere mobile Abstricheinheiten in Bayern, am Stammsitz Rostock werde das Abstrichzentrum professionalisiert. Darüber hinaus gebe es eine Kooperation mit einer Usedomer Hotelkette.

Die Abstriche werden durch geschultes Personal vorgenommen, betonte Weckesser. Die frühere Praxis, dass die Probanden ein Teststäbchen erhalten und den Abstrich selbst vornehmen, werde weiter für Testungen in Schulen und Betrieben eingesetzt. Die Kosten für einen PCR-Test betragen 69 Euro, die für einen Antigentest 59 Euro.

Das waren die News vom 15. Februar: 

128 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – Inzidenz bei 57,5

21.35 Uhr: In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Montag weiter leicht zurückgegangen. Es gab 57,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen – am Sonntag waren es 57,8. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel veröffentlichte. Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Am Montag wurden innerhalb von 24 Stunden 128 neue Corona-Infektionen gemeldet. Genau eine Woche zuvor waren es 151. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 34 auf 1157. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie nun 39 781 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. 435 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt – das ist keine Veränderung zu den beiden Vortagen. 87 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 54 mit Beatmung.

Im Norden starten Kitas und Grundschulen – aber nicht überall 

20.16 Uhr: Abgesehen von den Städten Flensburg und Lübeck sowie den Kreisen Pinneberg und Herzogtum Lauenburg öffnen am kommenden Montag überall in Schleswig-Holstein wieder Kitas und Grundschulen – allerdings unter besonderen Corona-Bedingungen. Demnach starten die Kitas im Corona-Regelbetrieb, wie Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) und Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Montag mitteilten. Für die Grundschulen gelte, dass die Schüler der Klassen 1 bis 4 in den Präsenzunterricht unter Coronabedingungen zurückkehren, und der Ganztag unter Beachtung der Hygienevorschriften angeboten werden könne. Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 gebe es eine Notbetreuung. Bei den weiterführenden Schulen bleibe es dagegen für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 bis zum 7. März beim Distanzunterricht.

Wegen höherer Inzidenzwerte gelten für die Städte Flensburg und Lübeck sowie die Kreise Pinneberg und Herzogtum Lauenburg strengere Regeln. So gebe es in Flensburg in den Kitas und Grundschulen bis auf Weiteres nur eine Notbetreuung, und es bleibe beim Distanzunterricht. „Für alle Jahrgangsstufen außer den Abschlussklassen gilt, dass es bis auf weiteres nicht möglich ist, Klassenarbeiten in Präsenz zu schreiben“, teilten die Ministerien mit.

Für Lübeck und die Kreise Pinneberg (ohne die Insel Helgoland) sowie Herzogtum Lauenburg gebe es in den Kitas und in den Schulklassen eins bis sechs bis zum 28. Februar Notbetreuung und Distanzunterricht. Vom 1. März an soll es in Lübeck und im Kreis Pinneberg dann einen eingeschränkten Kita-Regelbetrieb geben, und Grundschüler sollen in den Wechselunterricht gehen. Im Kreis Herzogtum Lauenburg soll am 22. Februar entschieden werden, wie es dort im März weitergeht.

Für das Kita- und Schulpersonal soll derweil ein Plan entwickelt werden, „damit die für Betreuung und Beschulung der Kinder so wichtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich regelmäßig, anlassunabhängig und für sie kostenfrei testen lassen können“, erklärten Garg und Prien.

56 Corona-Neuinfektionen in Meck-Pomm gemeldet

18.17 Uhr: Am Montag sind in Mecklenburg-Vorpommern 56 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren acht weniger als am Montag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte.

Elf weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19, womit diese Zahl auf insgesamt 645 stieg. Die Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gingen im Vergleich zum Vortag leicht um 1,9 auf nun 63,4 zurück. Vor einer Woche lag dieser Wert demnach noch bei landesweit 81,8. Mit 179,9 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Vorpommern-Greifswald weiterhin am höchsten, gefolgt von der Landeshauptstadt Schwerin mit 85,7. Am niedrigsten ist der Wert laut Lagus in der Hansestadt Rostock mit 20,1.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei nunmehr 22.394; 19.392 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten liegt demnach derzeit bei 321, die Zahl derjenigen auf Intensivstationen bei 71.

Wegen Corona: Kieler Werft baut massiv Stellen ab

17.09 Uhr: Die Kieler Werft German Naval Yards will sich von gut einem Viertel ihres Personals trennen. 134 der rund 500 Mitarbeiter sollen in eine Transfergesellschaft wechseln, wie die Werft am Montag mitteilte. Alle Betroffenen erhielten eine Abfindung. Mehr als 40 von ihnen sollen zudem ein Angebot für den Übergang zur Rente erhalten. Geschäftsführung, Betriebsrat und Gewerkschaft hätten sich auf einen Sozialtarifvertrag verständigt. Teil der Vereinbarung seien ein verbindlicher dreijähriger Investitionsplan und ein Weiterbildungspaket.

Als Grund für den Personalabbau gab das Unternehmen die wirtschaftliche Situation der deutschen Werften insgesamt an, die sich durch die Corona-Pandemie deutlich verschlechtert habe. Diese Entwicklung sei auch an der Kieler Werft nicht spurlos vorübergegangen. „Diese Pandemie hat uns aufgezeigt, wo wir Schwächen haben – aber auch, wo unsere Chancen für einen erfolgreichen Weg nach dem Ende dieser schwierigen Zeit liegen“, sagte Geschäftsführer Jörg Herwig. „Wir müssen uns auf unsere Schlüsselfähigkeiten konzentrieren, Partnerschaften schmieden, Kompetenzen bündeln und bestimmte Aufgaben auf externe Anbieter auslagern.“

Nach Angaben der Werft sollen Mitarbeiter, die in die Transfergesellschaft wechseln, ein Rückkehrrecht für den Fall eines Großauftrags während dieser Zeit erhalten. Die Betroffenen sollen acht bis zwölf Monate in der Transfergesellschaft bleiben.

Polizei stoppt Kohlfahrt – Verstoß gegen Corona-Auflagen 

15.21 Uhr: Für elf Kohlgängerinnen und Kohlgänger ist ein gemeinsamer Ausflug in Oldenburg coronabedingt vorzeitig zu Ende gegangen. Die teilweise alkoholisierten Männer und Frauen im Alter zwischen 23 und 80 Jahren stammten aus sieben unterschiedlichen Haushalten und hätten weder die Mindestabstände eingehalten noch die erforderlichen Mund-Nasen-Bedeckungen getragen, teilte die Polizei am Montag mit.

Auf das Einschreiten der Beamten hätten die Kohlfahrtteilnehmer am Samstag mit Unverständnis reagiert. Schließlich diene die Veranstaltung einem sozialen Zweck, so das Argument. Einige der Anwesenden hätten dann auch nur widerwillig ihre Personalien angegeben. Die Polizei löste die Kohlfahrt letztlich auf. Gegen alle wurden Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet.

Günther will Osterurlaub trotz Corona nicht abschreiben

13.37 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hält Osterurlaub trotz der Corona-Pandemie für realistisch. „Bei uns in Deutschland sehe ich sehr wohl die Möglichkeit, dass wir Inlandstourismus bis zu diesem Zeitpunkt möglich machen”, sagte Günther am Montag in Kiel. „Und das Wichtigste aus meiner Sicht ist: Ostern ist noch sieben Wochen hin, und heute ist es mit Sicherheit grundfalsch, unabhängig von der Inzidenz schon Urlaube abzusagen.”

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht dagegen keine Chance für Urlaubsreisen zu Ostern. „Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen: Osterurlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben”, hatte Kretschmer gesagt. Zu große Mobilität bereits im April sei Gift.

Günther bewertet die aktuelle Entwicklung deutlich optimistischer. Bund und Länder hätten sich darauf verständigt, bei den nächsten Öffnungsschritten Gastronomie und Hotels mit in den Blick zu nehmen. „Und ich sehe zum heutigen Zeitpunkt überhaupt nichts, was dagegen spricht, weiterhin an diesem Ziel zu arbeiten.” Natürlich müsse dabei auch über Testungen und über den Umgang mit Gebieten geredet werden, in denen es relativ viele Corona-Fälle gebe. „Aber definitiv sehe ich für den Tourismus eine Perspektive ab Ostern.”

In fast allen Bundesländern liege die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mittlerweile unter 100, sagte Günther. „Wir haben kaum noch Hotspots.” Er werde Hotelbesitzern nicht davon abraten, Buchungen für die Ostertage anzunehmen. „Aber ich kann auch keine Garantie dafür geben, dass sich die Zahlen weiter so positiv entwickeln.”

„Harry Potter“-Premiere in Hamburg wird erneut verlegt

13.07 Uhr: Die wegen der Corona-Pandemie bereits mehrmals verschobene Premiere des Theaterstücks „Harry Potter und das verwunschene Kind“ am Mehr!-Theater am Großmarkt in Hamburg ist nun für den 5. Dezember geplant. „Die Entwicklung der Corona-Pandemie zwingt uns erneut dazu, die Premiere zu verschieben. Eine Wiederaufnahme vor Ende November 2021 erscheint aus unserer Sicht nicht möglich“, sagte Produzent Maik Klokow am Montag. Die Voraufführungen sollen den Angaben zufolge am 23. November starten.

Zuletzt war die Premiere der deutschsprachigen Aufführung auf April 2021 verschoben worden. Ursprünglich sollte das Stück im März 2020 seine Deutschlandpremiere feiern. Wegen der Corona-Pandemie musste sie dann allerdings abgesagt werden. Bis dahin waren bereits mehr als 300.000 Tickets für die Vorstellungen verkauft worden. Alle Tickets sollen ihre Gültigkeit behalten und können von Donnerstag an für die ab Ende November geplanten Vorstellungen eingetauscht werden.

Das Mehr!-Theater am Großmarkt war eigens für das Stück umgebaut worden. Produktion und Umbau des Theaters mit seinen 1673 Plätzen hatten rund 42 Millionen Euro gekostet. Karten für zwei Vorstellungen - das Stück ist in zwei Vorstellungen unterteilt - kosten zwischen 100 und 300 Euro.

Neue Zahlen für Hamburg: Kaum Veränderung im Vergleich zur Vorwoche

11.56 Uhr: Hamburg meldet heute 187 neu bestätigte Corona-Infektionen. Zum Vergleich: Gestern wurden 118 neue Fälle gemeldet, am Montag vor einer Woche 186.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 67,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Damit gab es hier keine Veränderung im Vergleich zum Vortag. Am Montag vor einer Woche lag der Wert geringfügig höher bei 70,0.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es seit gestern weitere Todesfälle in Hamburg (Stand: 14. Februar). Insgesamt sind 1196 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 12. Februar 328 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 74 Corona-Patienten, 59 davon sind Hamburger.

556 Neuinfektionen in Niedersachsen

10.37 Uhr: Niedersachsen meldet heute 556 neue Corona-Fälle – drei weniger als gestern. Fünf weitere Menschen sind an oder mit dem Virus verstorben. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 65,9 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Corona-Party mit 14 Personen aufgelöst

10.06 Uhr: Auch das Verstecken im Wintergarten nutzte nichts - in Delmenhorst hat die Polizei eine Geburtstagsfeier aufgelöst, bei der massiv gegen Corona-Regeln verstoßen worden war. Nach Mitteilung vom Montag waren in einer Wohnung 14 Personen aus 11 Haushalten versammelt. Eine Nachbarin rief am Sonntagabend die Polizei.

Einige Gäste versuchten noch, sich vor den Beamten zu verstecken. Die Polizei leitete Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein. Vergangene Woche hatte die Polizei in der Stadt zwischen Bremen und Oldenburg ein illegales Grünkohlessen mit acht Personen in einem Hotel aufgelöst.

Günther: Neues Inzidenz-Ziel von 35 irritiert Menschen

8.34 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat deutliche Kritik an den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern geübt. So habe es seitens des Bundes zu wenig Vorschläge für eine Öffnungsstrategie gegeben, sagte Günther gegenüber der „Welt“. Zudem sei es nicht hilfreich gewesen, mit der Zahl von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen ein neues Ziel zu setzen. „Wenn wir ständig neue Dinge beschließen und erklären müssen, wie jetzt die Zahl 35 als neues Inzidenz-Ziel, dann irritiert das die Menschen mehr, als dass dies Perspektive schafft.“

Kritik übte er auch am Ausbleiben der Hilfszahlungen für vom Corona-Lockdown betroffene Unternehmen. Dies führe dazu, dass die Akzeptanz der Corona-Politik gerade in der Wirtschaft sinke. Darüber hinaus sprach sich Günther gegen Grenzkontrollen im Norden aus, wie es sie nach Tschechien und Österreich gibt. An der Grenze zu Dänemark sei dies nicht nötig – dort gebe es auf beiden Seiten strenge Regeln und einen ständigen Austausch mit den dänischen Behörden.

Das waren die News am 14. Februar:

Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein weiter unter 60

21.06 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Wochenende unter die Marke von 60 gefallen. Am Samstag gab es 57,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, am Sonntag dann mit 57,8 etwas mehr. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel veröffentlichte (aktueller Datenstand: 14. Februar, 20.08 Uhr). Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Am Sonntag wurden innerhalb von 24 Stunden 122 neue Corona-Infektionen gemeldet. Genau eine Woche zuvor waren es 92. Bei den Zahlen am Wochenende ist generell zu beachten, dass weniger getestet wird als unter der Woche.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 5 auf 1133. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie nun 39.653 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert.

435 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt – das ist keine Veränderung zum Vortag. 84 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 54 mit Beatmung.

64 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

19.02 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonntag um 64 gestiegen. Das sind 17 Fälle weniger als am Sonntag vor einer Woche, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales mit. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 66,4 auf 65,3. Die Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Menschen erhöhte sich um sechs auf 634.

Polizei verwehrt Tagestouristen Anreise auf Usedom

17.46 Uhr: Wegen zu großen Andrangs hat die Polizei am Wochenende zahlreiche Besucher der Insel Usedom in ihren Autos wieder zurück aufs Festland geschickt. Beamte kontrollierten Autos auf der Insel sowie in Wolgast und an der Zecheriner Brücke, so ein Polizeisprecher zum NDR. Angeblich wurden bis Sonntagnachmittag über 160 Autos wieder zurückgeschickt. Die Einreise in den Landkreis Vorpommern-Greifswald ist derzeit wegen der hohen Zahl an Corona-Infektionen für Tagestouristen nicht erlaubt. Bereits am Samstag waren Tausende Menschen von außerhalb auf der Insel unterwegs und hielten sich beispielsweise bei Spaziergängen auf Seebrücken nicht an die vorgegebenen Sicherheitsabstände.

89-jährige Person kollabiert auf Rückweg von Impfzentrum

14.08 Uhr: Eine 89 Jahre alte Person ist auf dem Heimweg nach einer Impfung gegen das Coronavirus in Göttingen kollabiert und kurz darauf gestorben. Das teilte die Stadt am Sonntag mit. Sowohl bei der Impfung am Samstag als auch bei der Nachbeobachtung habe es keinerlei Anzeichen auf eine Impfreaktion gegeben. Die Begleitperson habe sofort nach dem Zusammenbruch die Person zurück ins Impfzentrum gefahren, wo sie trotz sofort eingeleiteter Hilfsmaßnahmen starb. Bei der Obduktion wurde dann eine bislang unbemerkte Vorerkrankung diagnostiziert. „Es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen der erfolgten Impfung und dem kurz danach eingetretenen Ableben des Mannes“, teilte die Polizei mit.

Der Todesfall wurde nach Angaben der Stadt dennoch vorschriftsmäßig dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldet. Dort erfolgt die Impfüberwachung für ganz Deutschland. Bis Ende Januar hatte das PEI 69 Fälle untersucht, bei denen Menschen eine Stunde bis 18 Tage nach einer Corona-Impfung starben. Ein Zusammenhang der Todesfälle mit den Impfungen wurde aber nicht festgestellt.

Hamburg: Eltern-Protest auf dem Rathausmarkt

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Die Protestinstallation auf dem Hamburger Rathausmarkt.

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13.35 Uhr: Leere Kinderwagen und Kuscheltiere mit Pappschildern: Die Elterninitiative „Initiative Familien“ hat am Samstag unter dem Motto „Kinderrechte im Winterschlaf?“ eine Protestinstallation auf dem Hamburger Rathausmarkt aufgestellt. Die Initiative will damit die Aufmerksamkeit auf die angespannte Situation von Kindern und Familien im Lockdown richten, heißt es in einer Pressemitteilung. In Zukunft wollen sie sich regelmäßig auf dem Rathausmarkt versammeln.

„Es ist ein Schlag ins Gesicht der Eltern schulpflichtiger Kinder, wenn der zuständige Senator meint, dass sich eine Öffnung vor den Frühjahrsferien gar nicht lohnen würde“, so Anna-Maria Kuricová von der Hamburger Landesgruppe. „Wir erwarten von der Politik, dass die Bedürfnisse der Kinder und ihr Recht auf Bildung und Teilhabe endlich ernst genommen werden. Andere Bundesländer machen vor, wie es geht. Hamburg bildet das traurige Schlusslicht!“ Die bundesweit agierende „Initiative Familie“ ist ein Zusammenschluss der Initiativen „Familien in der Krise“ und „Kinder brauchen Kinder“.

118 neue Corona-Infektionen in Hamburg

11.59 Uhr: Hamburg meldet heute 118 Corona-Neuinfektionen und damit weniger als gestern (178 neue Fälle). Zum Vergleich: Am vergangenen Sonntag wurden 116 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 67,7 Infektionen pro 100.000 Einwohner und ist damit im Vergleich zum Vortag relativ unverändert (67,6). Vor einer Woche lag die Inzidenz bei 68,4.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1196 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 13. Februar). Das sind acht Todesfälle mehr als am Vortag.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 12. Februar 328 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 74 Corona-Patienten, 59 davon sind Hamburger.

13 weitere Todesfälle in Niedersachsen

10.15 Uhr: Niedersachsen meldet heute 559 neue Corona-Infektionen und damit deutlich weniger als gestern (912 neue Fälle). Landesweit sind 13 weitere Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg damit auf 3836.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Niedersachsen derzeit bei 62,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Nach Beginn der Corona-Pandemie viel weniger Kinder im Krankenhaus

9.48 Uhr: Die Corona-Pandemie hat in Schleswig-Holstein die Gesundheitsversorgung von Minderjährigen erheblich beeinflusst. Während des ersten Lockdowns im März und April 2020 gab es laut Krankenkasse DAK 40 Prozent weniger Krankenhausbehandlungen und 42 Prozent weniger Operationen bei Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahren. Bis Ende Juni seien die Zahlen zwar auf Normalniveau gestiegen, aber der Rückstand sei nicht wettgemacht worden.

Die Universität Bielefeld hatte im DAK-Auftrag die Daten von mehr als 40.000 Kindern und Jugendlichen ausgewertet. Die "Corona-Delle" sei ein deutliches Warnsignal, sagte der Leiter der DAK-Landesvertretung, Cord-Eric Lubinski. "Es darf nicht sein, dass notwendige Behandlungen aus Angst vor Ansteckungen verschoben werden."

Besonders auffällig sei der Rückgang bei psychischen Erkrankungen um 16 Prozent, hieß es. "Dies sind meist keine geplanten Behandlungen, die einfach so verschoben werden", sagte Lubinski. Eine gute Nachricht sei, dass es bei schweren Erkrankungen wie Krebs keine Verschiebungen der Klinikaufenthalte gegeben habe. Logische Konsequenz der Kontaktbeschränkungen sei ein Minus bei Behandlungen wegen des allgemeinen Infektionsgeschehens und wegen Sturzunfällen.

"Sehr auffällig und beunruhigend ist ein dramatischer Rückgang bei der stationären Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit depressiven Episoden", sagte der Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Ralf van Heek. Hier sei die Hospitalisierungsrate um etwa 40 Prozent gesunken. Studien zeigten zudem, dass die psychischen, sozialen und emotionalen Beeinträchtigungen im jetzigen Lockdown noch erheblich gestiegen seien. "Innerfamiliäre Konflikte bis hin zur häuslichen Gewalt scheinen zuzunehmen", sagte van Heek. Dies decke sich mit den aktuellen Erfahrungen der Kinder- und Jugendärzte in ihren Praxen.

Nach Corona-Ausbruch: Fünf Tote in Seniorenzentrum

8.21 Uhr: In einem Seniorenzentrum in Emstek (Landkreis Cloppenburg) sind fünf Bewohner im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Sie hatten die Erst- und Zweitimpfung gegen das Virus erhalten, wie am Samstag ein Sprecher des Landkreises sagte. Die zweite Impfung habe es am 18. und 19. Januar gegeben. Der Sprecher wies darauf hin, dass sich der vollständige Schutz gegen Covid-19 erst zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis entwickele. Eine Infektion mit dem Virus sei trotz Impfung weiterhin möglich.

Durch die Impfung solle in diesem Fall die Vermehrung der Viren reduziert und ein Ausbruch verhindert werden. „Das Immunsystem der Bewohner ist oftmals durch das Alter und eventuelle Vorerkrankungen geschwächt“, sagte der Sprecher weiter. In einem Teil des Seniorenzentrums waren am 2. Februar 15 Bewohner und drei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zuerst hatte der „NDR“ berichtet. Von der Senioreneinrichtung gab es zunächst keine Stellungnahme.

Das waren die News am 13. Februar:

189 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

20.34 Uhr: In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 189 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Genau eine Woche zuvor waren es 268 neu gemeldete Infektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht weiter und lag am Samstag bei 57,2 (Freitag: 60,0), wie aus Daten hervorgeht, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Samstagabend veröffentlichte. Als Zielmarke gelten weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Es kamen keine weiteren Toten hinzu.

435 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt. 85 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 56 mit Beatmung. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz haben Flensburg (150,8) und der Kreis Nordfriesland (95,2). Am niedrigsten sind die Werte in Dithmarschen (18,0) und Plön (19,4).

Mittlerweile mehr als 100 Corona-Fälle auf Husumer Schlachthof

19.30 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch bleibt ein Schlachthof in Husum (Schleswig-Holstein) geschlossen. Die Zahl der positiv getesteten Mitarbeiter sei auf 103 gestiegen, teilte der Kreis Nordfriesland am Samstag mit. Bei 190 weiteren Beschäftigten sei der Test negativ ausgefallen. Die ursprünglich bis zum 14. Februar angeordnete Schließung des Schlachthofes sei bis zum 24. Februar verlängert worden, hieß es. Es gebe in dem Fall nach wie vor keine Hinweise auf Mutationen. Derzeit befindet sich den Angaben zufolge nahezu die gesamte Belegschaft aufgrund eines positiven Testergebnisses oder der Einordnung als Kontaktperson 1 in häuslicher Quarantäne.

Schnelltests und neues Konzept für Hamburger Schulen gefordert

18.46 Uhr: In einem gemeinsamen Bürgerschaftsantrag fordern SPD und Grüne den Senat auf, eine „Gesamtstrategie zum Einsatz von Schnelltests an Schulen zu entwickeln“. Schulbeschäftigte sollen die Möglichkeit erhalten, sich zwischen den Frühjahrs- und Sommerferien noch bis zu dreimal kostenlos mit einem PCR-Test testen zu lassen. Weiterhin sollen „kostenlos ausreichend medizinische Masken sowie Masken nach FFP2-Standard bis zu den Sommerferien zur Verfügung“ gestellt werden.

Für das weitere Gesamtkonzept enthält der Antrag ebenfalls Vorgaben: Allen Schulbeschäftigten sollen in Zukunft Schnelltests kostenlos in regelmäßigen Abständen zur Verfügung stehen. Zudem fordert Rot-Grün ein Konzept für den Einsatz von Schnelltests an Schulen beim Auftreten von Infektionsfällen. SPD und Grüne wollen ihren Antrag in der nächsten Bürgerschaftssitzung am 24. Februar einbringen.

Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern steigt leicht

17.51 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern hat am Samstag 169 neue Corona-Fälle gemeldet. Das sind zwar elf weniger als am Vortag, die Sieben-Tages-Inzidenz stieg jedoch leicht auf nun 66,4. Der Wert, der die Zahl der Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner angibt, lag am Freitag noch bei 64,7. Am Samstag vor einer Woche lag die Inzidenz bei 84,4. 

Am stärksten betroffen sind der Landkreis Vorpommern-Greifswald (Sieben-Tages-Inzidenz: 188,0) und die Landeshauptstadt Schwerin (88,9). Insgesamt haben sich in Mecklenburg-Vorpommern bisher 22.274 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.  

Niedersachsen: Kunden strömen in Blumenläden und Gartencenter

16.25 Uhr: Noch vor den Friseuren dürfen in Niedersachsen wieder die Blumenhändler und Gartencenter öffnen. „Es ist gut, dass wir wieder öffnen können“, sagte am Samstag Michael Löschau, Geschäftsführer der Firma „Oldenburger Wohngarten“, die zwei Gartencenter und einen Blumenladen betreibt.

Vor allem der Blumenladen sei am Samstagmorgen gut frequentiert gewesen. „Der Valentinstag ist ein starkes Schnittblumengeschäft“, sagte er. Den Umsatzausfall wegen der wochenlangen coronabedingten Zwangsschließung schätzte er auf rund eine halbe Million Euro.

Nach der Öffnung in Niedersachsen ist auch im Norden die Lage uneinheitlich: Schleswig-Holstein will zum 1. März öffnen; in Hamburg hatte es seitens des Landes zuletzt Kritik an der Öffnung in Niedersachsen gegeben. Die Branche sei über die Entscheidung der niedersächsischen Landesregierung froh, sagte Frank Schoppa vom Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland.

Für das Agrarland Niedersachsen mit seinen vielen Gartenbaubetrieben sei das eine wichtige Nachricht. „Wir werden alles daran setzen, dass auch in Hamburg wieder ab dem 1. März geöffnet wird.“ Derzeit müssten Millionen von Frischblumen auf den Kompost geworfen werden. „Da blutet jedem Gärtner das Herz.“

912 neue Corona-Fälle in Niedersachsen – Inzidenz bei 66,1

15.49 Uhr: Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Samstag um 912 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 1038, am Samstag vor einer Woche 956. 

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 152.918. Binnen eines Tages wurden zudem 36 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3823 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 66,1. Am Freitag hatte die Inzidenz noch bei 65,4 gelegen, vor einer Woche bei 71,0. Die höchsten Inzidenz-Werte der vergangenen sieben Tage verzeichnen die Landkreise Wesermarsch (231,4), Vechta (191,9) und Uelzen (134,2).

178 Corona-Neuinfektionen in Hamburg – zehn Tote

11.55 Uhr: 178 bestätigte Corona-Neuinfektionen sind am Freitag für Hamburg gemeldet worden. Am gestrigen Freitag waren es 228, am Samstag die Woche zuvor 170. Laut Gesundheitsbehörde steigt damit die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen minimal auf nun 67,6 (Vortag: 67,1) – vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 69,4 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1188 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 12. Februar). Das sind zehn Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 48.873 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 43.100 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 12. Februar 328 Corona-Patienten behandelt (Vortag: 322). Auf Intensivstationen lagen 74 (+2) Corona-Patienten, 59 (+6) davon sind Hamburger.

Gärtner fordern Öffnung in Hamburg

9.05 Uhr:  Bei den niedersächsischen Gartenbaubetrieben herrscht Erleichterung: Kurz vor dem Valentinstag an diesem Sonntag ist der Kauf von Blumen beim Floristen oder im Gartencenter wieder möglich. Über diese Entscheidung der niedersächsischen Landesregierung sei die Branche froh, sagte Frank Schoppa vom Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland. Für das Agrarland Niedersachsen mit seinen vielen Gartenbaubetrieben sei das eine wichtige Nachricht.

Enttäuschung herrsche allerdings darüber, dass der Hamburg derzeit noch keine entsprechende Regelung auf den Weg gebracht habe. Ganz im Gegensatz zu Schleswig-Holstein, das zum 1. März den Verkauf von Blumen und Pflanzen im gärtnerischen Einzelhandel wieder ermöglichen wolle.

„Wir werden alles daran setzen, dass auch in Hamburg wieder am dem 1.3. geöffnet wird”, sagte Schoppa. Derzeit müssten Millionen von Frischblumen auf den Kompost geworfen werden. „Da blutet jedem Gärtner das Herz.”

Gärtnereibetriebe und Gartencenter seien nie Hotspots gewesen und hätten schon früh Hygienekonzepte entwickelt. „Wir haben großflächige Verkaufsflächen, Lüftungen, Gewächshäuser. Outdoorflächen”, erklärte Schoppa. Die Politik müsse keine Sorge haben, es später zu bereuen, die Gartencenter aufgemacht zu haben.

Das waren die Corona-News am 12. Februar:

211 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – Inzidenz bei 60

21.29 Uhr: In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 211 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Genau eine Woche zuvor waren es 272 neu gemeldete Infektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht weiter und lag am Freitag bei 60,0, wie aus Daten hervorgeht, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Freitagabend veröffentlichte. Als Zielmarke gelten weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 20 auf 1121. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie nun 39.342 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. 444 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt. 84 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 57 mit Beatmung.

Corona-Verordnung für den Norden verlängert

19.52 Uhr: Schleswig-Holsteins Landesregierung hat die Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie fortgeschrieben. Damit gelten die aktuellen Lockdown-Bestimmungen unverändert bis zum 21. Februar fort, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Die bisherige Verordnung läuft am Sonntag aus.

In der kommenden Woche werde die Landesregierung verschiedene Änderungen umsetzen. So sollen vom 22. Februar an die Grundschulen und Kitas in den regulären Präsenzbetrieb übergehen. Zugleich können Fahrschulen wieder praktische Stunden für bestimmte Berufsgruppen geben.

Der nächste Lockerungsschritt soll dann am 1. März folgen, mit der Öffnung von Zoos, Wildparks, Blumenläden, Gartencentern, Friseursalons und Nagelstudios. Zudem wird bestimmter Individualsport dann auch in der Halle möglich. Generell hatte die Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch beschlossen, den aktuellen Lockdown bis zum 7. März zu verlängern. Die Länder können aber entsprechend der Infektionslage auch eigene Regelungen treffen.

Mutation auf Nordseeinsel Norderney angelangt – Ausgangssperren

18.01 Uhr: Wegen steigender Corona-Zahlen ist eine nächtliche Ausgangsbeschränkung auf der Nordsee-Insel Norderney verhängt worden. Zwischen 21 und 5 Uhr dürfe die eigene Wohnung nur noch aus einem triftigen Grund verlassen werden, beispielsweise bei medizinischen Notfällen, teilte der Landkreis Aurich mit. Zudem dürfen sich die Inselbewohner in der Öffentlichkeit wie im privaten Raum nur noch allein oder mit Angehörigen ihres eigenen Hausstandes aufhalten. Den Schulen wurde der Präsenzunterricht verboten.

Seit einigen Tagen explodieren die Fallzahlen auf der ostfriesischen Insel mit rund 6000 Einwohnern. Der Landkreis meldete am Donnerstag 48 Corona-Fälle auf Norderney. Wie der NDR berichtet, befinden sich 119 Personen derzeit in Quarantäne. Die Inzidenz lag auf der Insel laut Kreisverwaltung bei 416. Zum Vergleich: Für den gesamten Landkreis Aurich war am Donnerstag eine Inzidenz von 31,6 gemeldet worden.

Am Dienstag war auf Norderney erstmals auch die britische Virusvariante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Mehrere Infektionen wurden zuletzt in einem Seniorenwohnheim gemeldet.

180 Corona-Neuinfektionen in Meck-Pomm gemeldet

17.21 Uhr: Am Freitag sind in Mecklenburg-Vorpommern 180 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 25 weniger als am Freitag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Am Vortag waren es demnach noch sieben Corona-Fälle weniger.

Zwölf weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19, womit diese Zahl auf insgesamt 626 stieg. Die Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gingen im Vergleich zum Vortag weiter um 1,6 auf nun 64,7 zurück. Vor einer Woche lag dieser Wert demnach noch bei landesweit 84. 

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei nunmehr 22.105; 18.889 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten sank im Vergleich zum Vortag um sieben auf 352, die Zahl derjenigen auf Intensivstationen verringerte sich im gleichen Zeitraum um 4 auf 70.

Corona-Fälle in Pflegeheimen halbiert – Behörde: Impfungen wirken

15.33 Uhr: Die Sozialbehörde sieht in der sinkenden Zahl von Corona-Fällen in den Hamburger Pflegeheimen erste Auswirkungen der Impfkampagne. So hätten sich die Zahlen der Infizierten und der betroffenen Einrichtungen binnen eines Monats halbiert, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sehen hier einen merklichen und stabilen Abwärtstrend.“ Dies sei insbesondere erfreulich, „weil die Zahl der Betroffenen in den Einrichtungen sehr hoch war und es viele Todesfälle gab“.

Zwar gehe das Infektionsgeschehen in der Stadt insgesamt zurück. Den deutlichen Rückgang in den Pflegeeinrichtungen führe man aber auf die strengen Maßnahmen und Tests, „aber auch schon auf die Impfkampagne zurück“, erklärte Helfrich.

Seien vor einem Monat noch rund 660 Bewohner und mehr als 330 Mitarbeiter von 65 Pflegeeinrichtungen betroffen gewesen, gebe es derzeit nur noch bei 228 Bewohnern und 119 Beschäftigten in 38 Einrichtungen Corona-Fälle. In zwei Wochen, am 26. Februar, werden den Angaben zufolge die letzten Bewohner eines Pflegeheims ihre zweite Impfdosis erhalten. Damit wäre dann die Impfung der Gruppe der Menschen mit der höchsten Priorität abgeschlossen.

Hamburger Kitas sollen schon vor Ferienende wieder öffnen

14.30 Uhr: Die Hamburger Kindertagesstätten sollen bereits vor Ende der Frühjahrsferien aus dem Notbetrieb herausgehen. Derzeit sei man mit den Trägern im Gespräch, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir hoffen, schon Anfang des Monats die ersten Schritte in Richtung regulärer Kitabetrieb gehen zu können.“ Die Frühjahrsferien beginnen in Hamburg am 1. März. Vor einer Öffnung müssten aber das Infektionsgeschehen und mögliche Auswirkungen der Virusmutanten auf Kinder genau beurteilt werden.

Die Kitas befinden sich derzeit wegen der Corona-Pandemie im sogenannten erweiterten Notbetrieb, etwa ein Drittel der Kinder wird dort aber weiterhin betreut. Für die Schulen ist mit Lockerungen erst nach den zweiwöchigen Ferien zu rechnen. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte es abgelehnt, die Schulen noch vor dem frühen Ferienbeginn in der Stadt für wenigen Tage zu öffnen.

228 Neuinfektionen in Hamburg, weitere elf Tote

11.54 Uhr: 228 bestätigte Corona-Neuinfektionen sind am Freitag für Hamburg gemeldet worden. Im Vergleich zum Donnerstag sind das (34) mehr, vergangenen Freitag wurden 221 Neuinfektionen gemeldet. Laut Gesundheitsbehörde steigt damit die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder leicht auf nun 67,1 (Vortag: 66,8) – vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 73,6 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1178 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 11. Februar). Das sind elf Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 48.695 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 42.900 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 11. Februar 322 Corona-Patienten behandelt (Vortag: 334). Auf Intensivstationen lagen 72 Corona-Patienten, 53 davon sind Hamburger.

Hamburger Impfzentrum erweitert Kapazitäten

12. Februar, 09.45 Uhr: Anfang kommender Woche wird die zusätzliche Halle („Halle A2“) im Hamburger Impfzentrum eröffnet. Dort stehen – neben den fünf Impf-Modulen
in Halle A3 – drei weitere Impf-Module zur Verfügung.

Das waren die News am 11. Februar:

366 Neuinfektionen und 18 Tote in Schleswig-Holstein

22.04 Uhr: In Schleswig-Holstein sind innerhalb eines Tages 366 neue Corona-Infektionen verzeichnet worden. Insgesamt haben sich im Land damit seit Beginn der Pandemie 39.131 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie aus Daten hervorgeht, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Donnerstagabend veröffentlichte. Am Donnerstag kamen 18 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 dazu, insgesamt lag die Zahl der Toten bei 1101.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 61,5. 465 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt, 83 von ihnen intensivmedizinisch, 42 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 33.200 geschätzt.

59 Mitarbeiter in Husumer Schlachthof positiv auf Corona getestet

20.49 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof in Husum (Schleswig-Holstein) hat nun der Kreis Nordfriesland mitgeteilt, dass bereits 59 der insgesamt 332 Mitarbeiter positiv getestet wurden. Betroffen seien neben der Stammbelegschaft mit rund 207 Beschäftigten auch ein externes Unternehmen mit insgesamt 105 Angestellten sowie 20 Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramtes. 30 Prozent der Test-Ergebnisse stehen demnach noch aus.

Bereits am Dienstag, nach Bekanntwerden des Corona-Ausbruchs in dem Betrieb, ordnete das Gesundheitsamt für alle Mitarbeiter Quarantäne an. Der Kreis prüfe nun, ob die Schließung des Betriebs bis zum 14. Februar angeordnet werden müsse, hieß es weiter.

Lockdown-Verlängerung: Diese Regeln gelten ab morgen in Hamburg

20.08 Uhr: Ungeachtet einiger Öffnungsschritte in den benachbarten Bundesländern wie Niedersachsen verlängert Hamburg den Corona-Lockdown bis zum 7. März praktisch unverändert – aber mit Ausnahmen. Alle Informationen zur neuen Eindämmungsverordnung, die am Freitag in Kraft tritt, im Überblick:

Maskenpflicht

In Bussen und Bahnen, beim Einkaufen, bei Gottesdiensten, bei Amtsgängen zu Behörden und bei Gesundheitsbehandlungen müssen weiterhin medizinische Masken (OP-Masken, KN95 oder FFP2) getragen werden. Mit der Verlängerung der Verordnung ist nun auch das Tragen einer medizinischen Maske beim Betreten von noch geöffneten kulturellen Einrichtungen wie Bücherhallen und Gedenkstätten erforderlich.

In Senioren- und Pflegeeinrichtungen bleibt es bei verpflichtenden Schnelltests für Personal und Besucher. Beschäftigte müssen beim Kontakt mit Bewohnern FFP2-Masken tragen. Personen, die vom Tragen einer Maske aus gesundheitlichen Gründen befreit sind, müssen das künftig mit einem ärztlichen Attest (Original) oder einem Schwerbehindertenausweis nachweisen können.

Kontaktbeschränkung

Alle nicht zwingend notwendigen Kontakte sollen unterbleiben. Private Zusammenkünfte müssen sich weiterhin auf eine weitere nicht im eigenen Haushalt lebende Person beschränken.

Friseure

Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene und dem körperlichen Allgemeinzustand wird eine Öffnung von Friseurbetrieben ab dem 1. März erlaubt, wenn ein Schutzkonzept vorliegt. Anwesende Personen müssen eine medizinische Maske tragen, die abgelegt werden darf, solange dies zur Durchführung der Dienstleistung erforderlich ist. Ein Besuch ist ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung erlaubt.

Schule

An den Hamburger Schulen wird bis zu den Hamburger Märzferien (26. Februar) weiterhin Distanzunterricht erteilt. Es wird ausdrücklich an alle Eltern appelliert, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken. Nur Eltern, für deren Kinder es keine andere Betreuungsform gibt, haben die Möglichkeit, ihre Kinder weiterhin zur Schule zu schicken. Die Schulen laden Schüler der Abschlussklassen zur individuellen Prüfungsvorbereitung in kleinen Gruppen in die Schule ein.

Kita

In den Kindertageseinrichtungen wird die erweiterte Notbetreuung zunächst bis Anfang März fortgesetzt. Die Betreuungssituation wird vor dem Hintergrund der pandemischen Lage gemeinsam mit Anbietern fortlaufend ausgewertet und gegebenenfalls angepasst.

Religionsgemeinschaften

Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit mehr als zehn Personen müssen zukünftig nicht mehr gesondert den Behörden angezeigt werden, wenn die Schutzkonzepte der Religionsgemeinschaften oder Weltanschauungsgemeinschaften den Regelungen des von der Senatskanzlei zur Verfügung gestellten Muster-Schutzkonzeptes entsprechen.

Corona-Ausbruch in Lübecker Klinik offiziell beendet

18.52 Uhr: Mehr als drei Wochen nach dem Corona-Ausbruch an den Sana Kliniken Lübeck ist das Krankenhaus wieder zum Regelbetrieb zurückgekehrt. Nach Rücksprache mit der Hansestadt Lübeck sei der Ausbruch für beendet erklärt worden, sagte eine Kliniksprecherin am Donnerstag. Aktuell sei die Zahl der an Corona erkrankten Mitarbeiter von 83 Ende Januar auf 26 gesunken, sagte die Sprecherin. 33 Mitarbeiter befinden sich demnach noch in Quarantäne.

Außerdem lagen den Angaben zufolge am Donnerstag noch 23 positiv getestete Patienten auf Covid-Stationen und weitere vier auf der Intensivstation. Ende Januar hatte die Zahl infizierter Patienten bei rund 70 gelegen. Der Ärztliche Leiter der Klinik, Jörg Metzner, sagte, trotz der positiven Entwicklung werde man wachsam bleiben.

174 neue Infektionen in Meck-Pomm – Inzidenz weiter gesunken

17.27 Uhr: Die Corona-Infektionslage entspannt sich in Mecklenburg-Vorpommern weiter. Am Donnerstag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock 174 Neuinfektionen. Das sind 82 weniger als vor einer Woche. Elf weitere Menschen starben, so dass die Zahl der an oder mit dem Virus Gestorbenen im Nordosten seit Beginn der Pandemie jetzt 614 beträgt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 70,7 am Dienstag auf nunmehr 66,4.

Auch in dem am stärksten betroffenen Landkreis Vorpommern-Greifswald gingen die Zahlen zurück. Dort sank die Inzidenz von 210,9 am Mittwoch unter die Marke von 200 auf 196,1. Drei Landkreise und die Stadt Rostock unterschreiten den Warnwert von 50: Am niedrigsten ist die Corona-Belastung in Rostock mit 18,2, gefolgt vom Landkreis Vorpommern-Rügen (27,6), dem Landkreis Rostock (36,1) und dem Landkreis Nordwestmecklenburg (45,8).

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Land beträgt nun 21.926; als genesen gelten 18 674 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten sank im Vergleich zum Dienstag um 1 auf 359. Auf Intensivstationen wurden 74 Patienten versorgt, 2 mehr als am Dienstag. Inzwischen haben – Stand Mittwoch – 4 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten.

Tschentscher zum Inzidenz-Ziel 35: „Keine wissenschaftlicher Herleitung“

17.03 Uhr: Wenn Hamburg noch vor Anfang März auf eine Inzidenz von unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen kommt, „können wir uns alle gegenseitig gratulieren“, so Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Dennoch glaube er nicht, dass dieses Ziel in so kurzer Zeit möglich sei. Er betonte zudem: „Es gibt keine wissenschaftliche Herleitung einer bestimmten Inzidenz, ab der alles gut ist und man sich um nichts mehr Sorgen machen muss“. Hier geht's zum vollständigen Artikel

Hamburg kritisiert Lockerungen im Norden – Kieler Staatskanzlei reagiert

16.30 Uhr: Schleswig-Holsteins Landesregierung hat Kritik aus Hamburg an der Öffnung von Zoos, Gartenbaucentern und Blumenläden zum 1. März zurückgewiesen. „Wir haben in der Koalition gestern Abend einen Abgleich zwischen den Regelungsunterschieden der norddeutschen Länder vorgenommen und dabei entschieden, die in Teilen lockereren Regelungen in Hamburg auch in Schleswig-Holstein umzusetzen, beispielsweise bei den Fahrschulen“, erklärte Staatskanzleichef Dirk Schrödter am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

„In diesem Zusammenhang haben wir auch beschlossen, die Blumenläden und Gartencenter zum 1. März zu öffnen.“ Dies sei am Donnerstagmorgen zwischen den Chefs der Staatskanzleien aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erörtert worden. „Hamburg kannte die Entscheidung aus Schleswig-Holstein“, sagte Schrödter.

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) hatte die von Schleswig-Holstein und auch Niedersachsen angekündigten Lockerungen scharf kritisiert. „Ich bin schon einigermaßen erstaunt über das Agieren einiger Landesregierungen in unserer Nachbarschaft“, sagte sie am Donnerstag. Alle Länder täten gut daran, die Beschlüsse der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin von Mittwochabend ernstzunehmen. Fegebank warnte vor einem unterschiedlichen Vorgehen: „Dann kommen wir wieder in so eine Art Lockerungskakophonie.“

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bekräftigte, Hamburg werde die Beschlüsse konsequent und ohne Änderungen umsetzen. Wegen der Unsicherheit über die Virusvarianten sei jetzt nicht der Zeitpunkt, über Öffnungskonzepte in Deutschland zu beraten.

Zoos, Gartenbaucenter und Blumenläden öffnen im Norden

15.31 Uhr: In Schleswig-Holstein sollen Zoos, Wildparks, Gartenbaucenter und Blumenläden zum 1. März öffnen. Das kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag im Landtag an. Gleiches gelte für bestimmte Sportmöglichkeiten auch innen sowie neben Friseursalons auch für Nagelstudios.

In Niedersachsen dürfen Blumenläden und Gartencenter von Samstag an wieder öffnen, wie die Staatskanzlei vor der Veröffentlichung der neuen Corona-Verordnung bestätigte. Für die Floristen kommt die Lockerung damit gerade noch rechtzeitig vor dem für die Branche wichtigen Valentinstag am 14. Februar. Ein Entwurf der überarbeiteten Verordnung sah neben der Öffnung der Blumenläden auch eine Lockerung der Kontaktregel für Kinder vor. Außerdem sollten Autohändler wieder öffnen dürfen, allerdings nur für Probefahrten.

Nachbarländer wollen Blumenhandel öffnen: Hamburg kritisiert

14.49 Uhr: Die Nachbarländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben angekündigt, auch den Blumenhandel wie in Gartencentern wieder zuzulassen. „Auch Herr Günther und Herr Weil haben sich gestern zu den gemeinsamen Beschlussfassungen bekannt“, sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) dazu. „Weitere Lockerungsschritte sind jetzt nicht das Gebot der Stunde.“ Das Thema Gartencenter werde die Händler in der Hamburger Innenstadt nicht vorrangig umtreiben, ergänzte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Hamburg Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) zeigte sich „erstaunt über das Agieren einiger Landesregierungen in der Nachbarschaft.“

Tschentscher: „Nicht der Zeitpunkt für Öffnungskonzepte“

14.35 Uhr: „Vor dem Hintergrund der Frage, was die Perspektive ist, war gestern nicht der Zeitpunkt, um Öffnungskonzepte zu beraten“, sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Hinblick auf die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz. Ein „Unsicherheitsfaktor“ durch die ansteckenderen Virusmutationen sei vorhanden, sodass erst ab einer Inzidenz ab 35 über weitere Lockerungen nachgedacht werden kann. Tschentscher mahnte nochmals zu Vorsicht und bat darum, private Reisen zu vermeiden.

Sonder-Landespressekonferenz: Tschentscher äußert sich

14 Uhr: Nach der gestrigen Sitzung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ist heute der Senat zusammengekommen, um über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Hamburg zu beraten. Über das Ergebnis berichten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und weitere Senatsmitglieder in einer Sonder-Landespressekonferenz:

Neue Zahlen für Hamburg: Inzidenz sinkt leicht

11.51 Uhr: Am Donnerstag sind für Hamburg 194 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind (25) weniger als am Mittwoch. Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, sinkt die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder leicht auf nun 66,8 (Vortag: 68,4). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 74,2 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1167 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 10. Februar), neun Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 48.467 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 42.600 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 10. Februar 334 Corona-Patienten behandelt (Vortag: 338). Auf Intensivstationen lagen 71 Corona-Patienten, 54 davon sind Hamburger. 

So erklärt Bürgermeister Tschentscher seinen 35er-Kurs

9.29 Uhr: In Hamburg soll ein neues Inzidenz-Ziel gelten: Statt einem Sieben-Tage-Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner soll erst ab einer Inzidenz von 35 über mögliche Lockerungen gesprochen werden.

„Wir müssen die Werte weiter absenken. Dafür ist das Ziel von unter 35 gesetzt“, erklärte Bürgermeister Peter Tschentscher im Anschluss an das Gipfel-Treffen am Mittwoch. Erst beim Erreichen dieses Ziels werde über Öffnungspläne für den Einzelhandel und Museen sowie andere Bereiche geredet. Aufgrund der Unsicherheit der Lage durch die Virusmutationen sei etwas anderes aktuell nicht zu verantworten. Tschentscher wisse um die Hoffnung auf genaue Termine, könne diese aber nicht bieten.

Deshalb könne er auch nicht sagen, wie lange beispielsweise der Einzelhandel noch geschlossen bleibe. Da man aber trotzdem eine Zahl nennen wolle, um eine Perspektive zu geben, habe man sich auf den Inzidenzwert von 35 geeinigt. „Vielleicht erreichen wir diesen Wert auch schneller, als wir jetzt denken“, hofft Tschentscher.

Die neusten Beschlüsse waren auch am Mittwochabend Thema beim ZDF-Talk „Markus Lanz“. Dort verteidigte Hamburgs Bürgermeister als einer der Gäste die Entscheidung, über Lockerungen erst ab einem Inzidenzwert von unter 35 zu sprechen. Auf das Unverständnis der geladenen Philosophin Dr. Svenja Flaßpöhler, die mit zu wenigen vorliegenden Daten argumentierte, reagierte Tschentscher so: „Wir fahren im Nebel und dann muss man vom Gas gehen, eher auf die Bremse treten.“ Die Regierung könne nicht eine erneute Überlastung des Gesundheitssystems riskieren.

In Schleswig-Holstein öffnen die Schulen wieder

6.59 Uhr: Während die Schulen und Kitas in Hamburg bis zu den Frühjahrsferien (Beginn 1. März) geschlossen bleiben, öffnen sie in Schleswig-Holstein schon am 22. Februar wieder. Das erklärte am späten Mittwoch-Abend Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach dem Bund-Ländergipfel. Der hatte die Entscheidung über die Fortsetzung der Corona-Maßnahmen im Bildungsbereich den Ländern überlassen. „Das ist die gute Botschaft für die Familien in Schleswig-Holstein“, so Günther.

Die Entscheidung gelte aber nicht für die Städte Flensburg und Lübeck sowie die Kreise Pinneberg und Herzogtum Lauenburg - hier soll es am Donnerstag eine Entscheidung geben.

Das waren die News am 10. Februar:

Hamburger Kitas und Schulen bleiben bis zu dem Frühjahrsferien geschlossen

20.33 Uhr: „Keine weiteren Öffnungen bis zu den Frühjahrsferien“, das kündigte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Mittwoch nach dem Bund-Länder-Gipfel an. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten sich darauf geeinigt, dass die Länder jeweils selbst über die schrittweisen Öffnungen von Schulen und Kitas entscheiden dürfen. Die Hamburger Frühjahrsferien gehen in diesem Jahr vom 1. bis 12. März.

Neue Corona-Zahlen für Mecklenburg-Vorpommern: 207 Neuinfektionen – Inzidenzwert sinkt

18.30 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiter gesunken. Am Mittwoch lag der Wert laut Landesamt für Gesundheit und Soziales bei 70,7 (Vortag: 76,6). In dem Norddeutschen Bundesland gab es 207 Neuinfektionen im Vergleich zum Dienstag. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit 21.762 Personen in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Corona-Virus infiziert. 18.525 Personen gelten bereits als genesen. Am Mittwoch kamen sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus hinzu, insgesamt gibt es 607 Verstorbene.

Beim Blick auf die Landkreise hat Rostock weiter die Nase vorn. Die Inzidenz lag in der Stadt am Mittwoch bei 23,9. Doch auch in Vorpommern-Rügen (28,9), dem Landkreis Rostock (37,5) und Nordwestmecklenburg (40) blieb der Inzidenzwert der letzten sieben Tage unter der 50er-Marke. Ganz anders sieht es allerdings im Landkreis Vorpommern-Greifswald aus – dort liegt der Wert bei 210,9.
In den Krankenhäusern werden momentan 360 Corona-Patienten behandelt, 17 Personen mehr als noch am Vortag. 72 Menschen werden derzeit auf Intensivstationen behandelt.

Trotz Corona: Marathon-Event für Olympia-Qualifikation in Hamburg

17.15 Uhr Hamburg soll am 11. April Austragungsort für ein besonderes Marathon-Event werden: Für 100 Läuferinnen und Läufer gibt es die wohl letzte Chance, sich noch für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. 

Unter dem Motto „Der schnellste Weg nach Tokio” soll etwa 100 internationalen Läuferinnen und Läufern die Möglichkeit geboten werden, die Norm für die Olympischen Spiele im Juli in der japanischen Millionen-Metropole zu erfüllen. Wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten, soll der Lauf auf einem 10,5 Kilometer langen Rundkurs unter strengsten Hygienevorschriften stattfinden.
Außer den internationalen Athleten werden mit Anke Esser, Fabienne Königstein, den Schwestern Debbie und Rabea Schöneborn, Katharina Steinruck, Arne Gabius, Tom Gröschel, Philipp Pflieger, Hendrik Pfeifer sowie Richard Ringer auch zehn deutsche Laufprofis am Start erwartet.

Studie: Vermutlich höhere Dunkelziffer bei Kindesmisshandlungen

13.10 Uhr: Während des Lockdowns im März und April 2020 sanken neben den Corona-Zahlen auch die Fälle von Kindeswohlgefährdungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – zumindest auf dem Papier. Das ergab eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), an der 159 Kinderschutzambulanzen und -schutzgruppen teilnahmen.

Die Mitarbeiter des Forschungsnetzwerks Medizinischer Kinderschutz vermuten jedoch eine höhere Dunkelziffer von Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern. „Kinder haben in Zeiten der sozialen Isolation weniger Möglichkeiten, Hilfssignale zu senden. Aus anderen Studien wissen wir, dass insbesondere Kinder, die bereits vor der Pandemie von Gewalt betroffen waren, im ersten Lockdown mit höherer Wahrscheinlichkeit erneut betroffen waren”, erklärt Jo Ewert, Kinderschutzkoordinator in der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE.

Grund für eine höhere Dunkelziffer könne außerdem die pandemiebedingte fehlende soziale Kontrolle sein, sagt Silke Pawils, Leiterin Forschungsgruppe Prävention im Kindes- und Jugendalter des Instituts für Medizinische Psychologie. „Zeitweise haben auch die Jugendämter und freie Träger der Jugendhilfe wegen des Lockdowns ihre aufsuchende Arbeit deutlich eingeschränkt.”

Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung gilt jedoch weiterhin „Hinschauen statt Wegschauen”, erinnert Ewert. Unter der Tel. 116 111 können Betroffene die Nummer gegen Kummer erreichen und sich beraten lassen.

219 Neuinfektionen und zehn Tote in Hamburg – Inzidenz steigt

11.52 Uhr: In Hamburg sind am Mittwoch 219 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 57 mehr als am Dienstag und 16 mehr als am Mittwoch vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder leicht auf nun 68,4 (Vortag: 67,6). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 75,3 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1158 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 9. Februar), zehn Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 48.273 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 42.200 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 9. Februar 338 Corona-Patienten behandelt (Vortag: 353). Auf Intensivstationen lagen 75 Corona-Patienten, 58 davon sind Hamburger.

Corona-Belastung: Fast jedes dritte Kind leidet unter psychischen Auffälligkeiten

11.23 Uhr: Seit Monaten hält der erneute Corona-Lockdown nun an. Das hat seine Folgen: Die Lebensqualität und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland seit Beginn der Krise stark verschlechtert. Aus der „COPSY”-Studie des UKE geht hervor, dass fast jedes dritte Kind inzwischen unter psychischen Auffälligkeiten leidet. Vier von fünf in der Studie befragten Kindern fühlen sich außerdem durch die Pandemie belastet, sieben von zehn Kindern geben eine geminderte Lebensqualität an.

Zu den Auswirkungen auf die Kinder gehören Sorgen und Ängste, depressive Symptome und auch psychosomatische Beschwerden. Vor allem finanziell benachteiligte, sowie Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund seien demnach von den Auswirkungen betroffen. „Unsere Ergebnisse zeigen erneut: Wer vor der Pandemie gut dastand, Strukturen erlernt hat und sich in seiner Familie wohl und gut aufgehoben fühlt, wird auch gut durch die Pandemie kommen”, so Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer, Leiterin der COPSY-Studie und Forschungsdirektorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik des UKE.

Man benötige jetzt verlässlichere Konzepte, „um insbesondere Kinder aus Risikofamilien zu unterstützen und ihre seelische Gesundheit zu stärken”. Insgesamt müssten seelische Belastungen und Bedürfnisse von Familien und Kindern während der Pandemie mehr berücksichtigt werden, so die Expertin.

Niedersachsen: 938 Neuinfektionen und 46 Tote

10.27 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Mittwoch um 938 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 229, am Mittwoch vor einer Woche 1086.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 149.889. Binnen eines Tages wurden zudem 46 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3696 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 65,7. Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 76,6 gelegen.

Virologin: Corona-Impfung auch bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft

9.33 Uhr: Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch müssen der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek zufolge keine Angst vor einer Corona-Impfung haben. Der „Mythos“, dass die Impfung unfruchtbar mache, mache vielen Frauen Angst, sagte Ciesek im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“. Solche „Fehlinformationskampagnen“ würden das Vertrauen in die Impfstoffe untergraben. Es handle sich um „ein Gerücht“.

„Es macht biologisch keinen Sinn und es gibt medinzisch keine Hinweise, dass dieses Gerücht wirklich stimmt und dass die Fruchtbarkeit beeinträchtigt wird durch die Impfung und die Antikörper, die gegen das Spike-Protein gebildet werden“, sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Seit Beginn der Pandemie habe es weltweit Millionen Infektionen gegeben. „Es gibt keinerlei Hinweise oder Berichte, dass das zu einer Unfruchtbarkeit bei Frauen geführt hätte – da werden ja auch Antikörper gebildet.“

Auch Schwangere könnten sich impfen lassen. Zwar würden Impfstoffe in frühen Studienphasen nicht an Schwangeren getestet. „Das heißt aber nicht, dass das Unternehmen hier eine spezielle Gefahr sehen würde“, sagte Ciesek. Es sei vielmehr „das normale Vorgehen“, dass man neue Präparate nicht an sensiblen Gruppen wie Kleinkindern oder Schwangeren teste. „Die Erkrankung ist prinzipiell gefährlicher für Schwangere als die Impfung.“

Lockerungsentscheidungen für Schulen und Kitas im Norden stehen bevor

6.41 Uhr: Für Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein zeichnen sich in der Corona-Pandemie erste Lockerungsschritte ab. Die Landesregierung will Entscheidungen dazu nach der Ministerpräsidentenkonferenz bekanntgeben, die am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät. Am Donnerstag wird sich dann der Landtag in einer Sondersitzung mit der Situation befassen.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte am Dienstag unter Hinweis auf den Rückgang der Infektionszahlen erklärt, er halte vorsichtige Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen noch im Februar für möglich und wünschenswert. Er bekräftigte, dass sich die ersten, kurzfristigen Öffnungsschritte auf Schulen und Kitas beziehen sollen. Dies sei keine Frage des Ob, sondern des genauen Zeitpunkts. Dies solle auch mit Tests von Lehrern und Erziehern verbunden werden.

Ausdrücklich setzte sich Günther für grundsätzlich bundesweit einheitliche Regelungen ein. Er äußerte auch die Erwartung, dass sich Bund und Länder auf einen Perspektivplan einigen werden. Er verspüre Signale von Bund und Ländern, dies erreichen zu wollen.

Die Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP will am Mittwochabend über das weitere Vorgehen entscheiden. Der aktuelle Lockdown mit weitgehend geschlossenen Schulen, Kitas, Geschäften, Gaststätten und Freizeiteinrichtungen gilt bis Sonntag. Mit Spannung wird erwartet, was Bund und Länder jetzt für die Zeit danach beschließen werden. Für den weitaus größten Teil wird eine Verlängerung bis März erwartet.

Schleswig-Holsteins Landesregierung hat für mögliche Lockerungen einen Perspektivplan erarbeitet, der sich an der jeweiligen Infektionslage orientiert. Dabei sollen aber nicht allein die Sieben-Tage-Inzidenzen entscheiden. Die Auslastung der Intensivkapazitäten in Kliniken, das Verbreitungspotenzial des Virus (Reproduktionszahl), das Aufkommen von Mutationen und die Impfquote sollen ebenfalls eine Rolle spielen. Günther sagte, er habe in den jüngsten Besprechungen viel Zuspruch für den Kieler Plan wahrgenommen.

Grünen-Fraktionschefin Eka von Kalben unterstützte die Forderungen des Regierungschefs.

Corona-Pandemie bestimmt erneut Bürgerschaftssitzung

6.15 Uhr: Die Corona-Krise bestimmt heute (ab 13.30 Uhr) erneut die Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft. Zunächst wird es in der Aktuellen Stunde um die Situation des Mittelstands gehen. Die AfD, die die Debatte beantragt hat, fordert für ihn ein Ende des Lockdowns. Die CDU wiederum hat ihren Antrag für die Aktuelle Stunde unter den Titel „Zusammenhalt statt Wahlkampf: Corona besiegen wir nur gemeinsam“ gestellt. Die rot-grüne Koalition möchte sich auf Antrag der SPD mit dem Kohleausstieg und auf Antrag der Grünen mit der Verkehrswende befassen. Daneben wollen die Abgeordneten in Kurzdebatten unter anderem über Anträge zu Zwangsräumungen, Schulöffnungen während der Corona-Pandemie und zur Obdachlosigkeit diskutieren.

Das waren die News am 9. Februar:

Viele neue Corona-Infektionen im Norden

21.44 Uhr: In Schleswig-Holstein gab es am Dienstag 307 neu gemeldete Corona-Fälle – deutlich mehr als am Montag (151 neue Fälle). 447 Menschen mit Covid 19-Erkrankung werden in Krankenhäusern behandelt (Montag: 445 Krankenhauspatienten), 86 davon auf einer Intensivstation (Montag: 85 Intensivpatienten). 52 davon müssen beatmet werden (Montag: 52).

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 60,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und damit leicht unter der vom Montag (62,2). Am höchsten ist die Inzidenz in flensburg (113,1), Lübeck (111,8) und im Kreis Herzogtum Lauenburg (100,5). Im Kreis Pinneberg liegt die Inzidenz wieder unter 100 (94,9). Die niedrigste Inzidenz gibt es im Kreis Dithmarschen (15,8).

Weniger britische Corona-Mutationen in Hamburg als gedacht

19.51 Uhr: Die Zahl der von der britischen Corona-Mutation nachweislich betroffenen Hamburger ist geringer als angenommen. Sei man bislang von zwölf Fällen ausgegangen, seien es nun nur noch sieben, sagte ein Sprecher der Sozialbehörde. Bei einer Gesamtgenomsequenzierung habe sich herausgestellt, dass nur die bei Airbus festgestellten sieben von 21 Corona-Fällen tatsächlich der britischen Variante B.1.1.7 zuzuordnen seien. Die übrigen fünf ursprünglich der britischen Variante zugerechneten Corona-Fälle von Reiserückkehrern hätten sich dagegen nicht bestätigt.

Somit gibt es den Angaben zufolge bislang neben den sieben Fällen mit der britischen Corona-Variante einen Fall mit der südafrikanischen Mutation B.1.135 sowie eine weitere Variante mit der Bezeichnung B.1.258. Die brasilianische Variante B.1.1.28 sei bislang in Hamburg nicht nachgewiesen worden. In gut zwanzig Fällen sei noch eine Klärung anhängig. "Insgesamt spielt das Auftreten von Mutationsformen des Corona-Virus damit nach den derzeit vorliegenden Erkenntnissen bislang keine nennenswerte Rolle", sagte der Sprecher.

MeckPomm: 206 neue Corona-Infektionen – rückläufiger Trend hält an

18.39 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern hat sich der seit dem Jahreswechsel anhaltende Abwärtstrend bei den Corona-Infektionen fortgesetzt. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales meldete am Dienstag 206 bestätigte Neuinfektionen. Das waren 58 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche. Im Vergleich zum Montag gab es den wegen der niedrigeren Test-Zahlen am Wochenende üblichen Anstieg der Fallzahlen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank erneut und liegt nun bei 76,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Am stärksten betroffenen ist unverändert der Landkreis Vorpommern-Greifswald, in dem die Inzidenz gegen den Trend auf 208,4 anstieg. Am niedrigsten waren die Werte in der Stadt Rostock mit 28,7. Unter dem für die Nachverfolgung von Infektionswegen wichtigen Schwellenwert von 50 lagen zudem Vorpommern-Rügen (31,2), Nordwestmecklenburg (43,9) und der Landkreis Rostock (45,9).

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie in Mecklenburg-Vorpommern an oder mit Covid-19 gestorben sind, stieg um 17 auf nunmehr 597. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten sank im Vergleich zum Montag um 64 auf 343. Auf Intensivstationen wurden noch 68 Patienten versorgt.

Wegen Mutation: Hamburg verschärft Quarantäneregeln

18.17 Uhr: Aufgrund der britischen und südafrikanischen Corona-Mutationen wird Hamburg künftig die Standards der Kontaktnachverfolgung vorsichtiger auslegen. Dies bedeutet konkret, dass ab sofort Menschen, die an Corona erkrankt sind oder ansteckend sein könnten (Kontaktpersonen von Infizierten) auf Anordnung des Gesundheitsamtes in 14-tägige Quarantäne müssen.

Es gibt keine Möglichkeit, die Quarantäne durch einen Negativ-Test früher zu beenden. Nicht betroffen von der Neuregelung ist die Quarantäne-Regel für Ein-und Rückreisende aus Risikogebieten. Weiterhin gilt die 10-tägige Quarantäne-Regel.

Landrat von Peine bittet nach Corona-Impfung um Entschuldigung

15.29 Uhr: Der Landrat des Landkreises Peine hat sich frühzeitig gegen Covid-19 impfen lassen. Angesichts des knappen Impfstoffs und langer Wartelisten für die Impftermine bat der SPD-Politiker Franz Einhaus dafür nun in einer gemeinsamen Mitteilung mit seinem Stellvertreter Henning Heiß, der ebenfalls geimpft wurde, um Entschuldigung.

Ein Sprecher des Kreises erklärte am Dienstag, die Impfung sei im Anschluss an eine Impfaktion für den Rettungsdienst vorgenommen worden, bei der unvorhergesehen Impfstoff übrig geblieben sei. Der Katastrophenschutz habe daraufhin empfohlen, mit den restlichen Impfdosen das führende Personal der Kriseninfrastruktur zu versorgen. Mehrere Medien hatten über den Vorfall berichtet.

Niedersachsen will Gartencenter wieder öffnen

14.18 Uhr: Niedersachsens Landesregierung hat noch vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen einige kleinere Lockerungen der Corona-Regeln auf den Weg gebracht. Ein Entwurf der neuen Corona-Verordnung, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sieht vor, dass zum Haushalt gehörende Kinder bis sechs Jahre nicht mehr von der Kontaktbeschränkung erfasst sind. Bisher gilt diese Ausnahme nur für Kinder bis drei Jahre. Außerdem sollen Gartencenter und Autohändler wieder öffnen dürfen, letztere aber nur für Probefahrten.

Die neue Verordnung soll dem Entwurf zufolge am 13. Februar in Kraft treten und bis zum 28. Februar gelten. Beschlossen ist sie allerdings noch nicht - Änderungen sind also noch möglich.
Das Kultusministerium erwägt dem Papier zufolge darüber hinaus, dass Vorschulkinder zwingend in die Notbetreuung aufgenommen werden müssen, auch wenn die Gruppen dann mehr als die Hälfte der üblichen Größe erreichen. Das Sozialministerium zieht zudem in Betracht, die Vorgaben zu Tests bei ambulanten Pflegediensten zu ändern. Ausformuliert sind diese beiden Punkte jedoch bisher nicht.
In einem Begleitschreiben der Staatskanzlei an den Landtag heißt es, dass von der Bund-Länder-Runde am Mittwoch keine gravierenden Änderungen zu erwarten seien. Es spreche einiges dafür, dass es "zu einer Verlängerung des Status Quo, also weder zu einer grundsätzlichen Verschärfung noch zu einer grundsätzlichen Lockerung" kommen werde, heißt es in dem Brief vom Dienstag wörtlich.

Schulöffnungen? Das plant Hamburg

13.52 Uhr: Hamburg hat als einziges Bundesland schon ab dem 1. März Schulferien. Die aktuellen Corona-Regeln gelten noch bis zum 15. Februar. Wie geht es also bis zu den Ferien weiter? Hamburgs Schulsentaor Ties Rabe (SPD) sagte am Dienstag: „Wir müssen abwarten, wie die Ministerpräsidentenkonferenz entscheiden wird.“ Rabe gehe davon aus, dass „wir im jetzigen Modus bis zu den Märzferien bleiben werden.“ Eine Woche vor den Ferien das gesamte Schulsystem nochmal umzukrempeln sei eher Anlass für Schwierigkeiten. Rabe gehe davon aus, dass eine ernsthafte Öffnung der Schulen erst nach dem Märzferien ins Auge genommen werde.

Hamburger Senat: Inzidenz sinkt viel zu langsam!

12.54 Uhr: Hamburg geht mit einer klaren Haltung in den Corona-Gipfel am Mittwoch. „Die Inzidenz sinkt viel zu langsam, der R-Wert ist zu hoch“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Das Risiko einer stärkeren Ausbreitung des Virus sei auch im Hinblick auf die Virus-Mutanten zu hoch. Lockerungen schließe der Senat deshalb kategorisch aus, dies könne sich aber durch die „Dynamik der Ministerpräsidentenkonferenz“ ändern. Der Senat vertrete eine klare Haltung, sei allerdings für ein bundesweit einheitliches Vorgehen.

Viele Todesfälle in Niedersachsen

12.41 Uhr: 229 neue Corona-Fälle in Niedersachsen. Damit steigt die Zahl der insgesamt nachgewiesenen Erkrankungen in Hamburgs Nachbar-Bundesland auf 148.951. 3650 Menschen sind mit oder an Covid-19 verstorben. Das sind 56 Personen mehr als noch am Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 68,5 pro 100.000-Einwohner.

162 neue Corona-Fälle in Hamburg – Inzidenz sinkt

12.32 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist am Dienstag in Hamburg um 162 gestiegen. Das sind 24 weniger als am Montag und 47 weniger als am Dienstag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 11.50 Uhr). Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, sinkt damit auf 67,6. Vor einer Woche hatte dieser Wert bei 86,3 gelegen.

Die Gesamtzahl der bislang bestätigten Infektionen in Hamburg beträgt 48.054. Etwa 41.900 Menschen gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Virus Gestorbenen erhöhte sich laut RKI um drei auf 1148.

In den Krankenhäusern der Hansestadt wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Montag 353 Covid-Patienten behandelt. Auf den Intensivstationen lagen am Dienstag 75 Corona-Kranke, wie aus dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervorging. Das sei einer mehr als am Montag. Sie nahmen gut 13 Prozent aller Intensivbetten in Hamburg in Anspruch.

Rostocks Bürgermeister fordert neue Impfstrategie

8.57 Uhr: Rostock ist bislang recht gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Kurz vor der Konferenz der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch schlägt Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) eine Änderung der Impfstrategie vor.

Bislang gelte die Regel, dass die Hälfte der Dosen für die Zweitimpfung eingelagert wird. „Ich bin der Auffassung, dass alles freigegeben wird, um möglichst vielen Menschen die Erstimpfung zu ermöglichen“, sagte Madsen. Mit der Erstimpfung werde ein Schutz von rund 70 Prozent erreicht. „Das muss so lange gehen, bis die wirklich gefährdeten Gruppen ihre Erstimpfung haben.“ Dann könne wieder ein anderer Weg gewählt werden. „Der momentane Weg ist hochgradig gefährlich.“

Der Rostocker Infektiologe Emil Reisinger hält ein solches Vorgehen für einen gangbaren Weg, das müsse aber sehr sorgfältig geprüft werden. Die Erfahrungen mit anderen Impfstoffen zeigten zwar, dass nach der Erstimpfung ein Schutz von bis zu 70 Prozent vorliege. Allerdings steige die Abwehrkraft der gebildeten Antikörper gegenüber den Viren nach der zweiten Impfung. Der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung könne durchaus länger als drei Wochen sein.
Madsen appellierte an die Teilnehmer der Konferenz am Mittwoch, den Kommunen eine Strategie im weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie vorzulegen. Die Bürgermeister erwarteten, dass von Bund und Land ein klarer Kurs aufgezeichnet wird. „Wir müssen einen Weg mit dem Coronavirus finden, das Virus verschwindet nicht“, betonte er. „Wir müssen dabei mit Öffnungen Erfahrungen sammeln.“

Tschentscher will Lockdown verlängern

6.51 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich für eine Verlängerung des Lockdowns ausgesprochen und zu einem einheitlichen Vorgehen aufgerufen. „Öffnungsschritte darf es erst geben, wenn der Einfluss der Mutationen auf das Infektionsgeschehen beurteilt werden kann. Das ist derzeit noch nicht der Fall“, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einen Tag vor der nächsten Corona-Schalte von Bund und Ländern am Mittwoch.

Tschentscher appellierte an seine Amtskollegen, -kolleginnen und die Kanzlerin, bei der Schalte am Mittwoch an einem Strang zu ziehen. Der Rückhalt für die Corona-Einschränkungen sei weiterhin hoch. Aber viele Bürgerinnen und Bürger erwarteten ein zwischen Bund und Ländern abgestimmtes und konsequentes Vorgehen, „um nach dem aktuellen Rückgang der Infektionszahlen einen erneuten Rückfall im Sinne einer dritten Welle zu verhindern“, so Tschentscher.
Der Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist bislang bis zum 14. Februar befristet. Am Mittwoch wollen der Bund und die Bundesländer bei einer Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, wie es dann weitergeht.

Das waren die Nachrichten am Montag, 8. Februar

151 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

22.02 Uhr: In Schleswig-Holstein gab es am Montag 151 neu gemeldete Corona-Fälle (Sonntag: 92 neue Fälle). 445 Menschen mit Covid 19-Erkrankung werden in Krankenhäusern behandelt (Sonntag: 449 Krankenhauspatienten), 85 davon auf einer Intensivstation (Sonntag: 83 Intensivpatienten). 52 davon müssen beatmet werden (Sonntag: 47).

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 62,2 Neuinfektionen pro 100.00 Einwohner (Sonntag: 61,4). Die höchste Inzidenz gibt es in Flensburg (133,1), Lübeck (108,5) sowie in den Kreisen Pinnebuerg (100,9) und Herzogtum Lauenburg (99,0). Die niedrigste Inzidenz gibt es in den Kreisen Dithmarschen (15,8) und Plön (18,7).

Bei Hamburg: Ausweis-Panne! Flucht von Corona-Party geht daneben

21.46 Uhr: Sechs junge Leute sind in Lindhorst im Kreis Harburg an der Flucht von einer illegalen Corona-Party gescheitert. Als die Polizei am Sonntag klingelte, stoben die Gäste teils auf Socken aus der Hintertür in den schneebedeckten Garten, wie es in einer Mitteilung am Montag hieß. Die Taschen - mit ihren Ausweispapieren darin - ließen sie in der Wohnung. Der 29 Jahre alte Gastgeber und seine sechs Freunde erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Sie hatten nach Polizeiangaben die ganze Nacht zusammen gefeiert.

Niedersachsen: Corona-Impfstoff verspätet sich wegen Schneewetters

19.51 Uhr: Das anhaltende Winterwetter in Niedersachsen erschwert auch die Corona-Impfkampagne. Das Gesundheitsministerium in Hannover sagte in Abstimmung mit der Polizei am Montag die Impfstofflieferungen für zwölf Impfzentren ab. Frühestens am Dienstag solle je nach Wetterlage damit begonnen werden, die Lieferungen nachzuholen, sagte ein Ministeriumssprecher.

Wer bereits einen Impftermin hat, derzeit aber wetterbedingt nicht zum Impfzentrum kommen kann, soll "so schnell und unkompliziert wie möglich" einen Nachholtermin bekommen. Eine erneute Anmeldung über die Hotline oder das Internetportal ist dafür nicht nötig, die Abstimmung läuft über die Kommunen als Betreiber der Impfzentren.

Dass wegen ausgefallener Termine viele Dosen des knappen Impfstoffs verfallen, erwartet das Gesundheitsministerium nicht. Die Impfzentren seien grundsätzlich dazu angehalten, keinen angebrochenen Impfstoff ungenutzt zu lassen. Bleiben Reste übrig, sollen diese gemäß der Reihenfolge der Impfberechtigten anderen Menschen angeboten werden.

Trauriger Tageshöchstwert in MeckPomm: 27 Tote mit Corona

18.07 Uhr: Am Montag sind in Mecklenburg-Vorpommern 27 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden – so viele wie an keinem anderen Tag seit Beginn der Pandemie. Erst am vergangenen Mittwoch war mit 26 Toten ein Höchstwert vermeldet worden. Insgesamt wurden im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Land bisher 580 Tote registriert.

MeckPomm meldete am Montag 64 neue Corona-Infektionen. Das sind laut Lagebericht 20 weniger als noch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank landesweit auf 81,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die Hansestadt Rostock (30,6) und Vorpommern-Rügen (37,8) verzeichnen die niedrigsten Inzidenzen. In Vorpommern-Greifswald sank die Inzidenz leicht, lag mit 207,1 aber weiterhin deutlich höher als im Rest des Landes. Den zweithöchsten Wert verzeichnete die Landeshauptstadt Schwerin mit 110,8.

407 Covid-Patienten und -Patientinnen werden dem Lagebericht zufolge in einem Krankenhaus behandelt, davon 72 auf einer Intensivstation.

Diffuses Infektionsgeschehen in norddeutschem Corona-Hotspot

15.47 Uhr: Neben punktuellen Corona-Ausbrüchen etwa in Pflegeheimen tragen nach Angaben des Landkreises Vorpommern-Greifswald dort auch viele verteilte Infektionen zu den hohen Infektionszahlen bei. Man habe ein "diffuses Geschehen", sagte Kreissprecher Achim Froitzheim am Montag. Dabei komme es zu Wechselwirkungen zwischen beruflichen und privaten Bereichen.

Viele Betriebe und Familien hielten sich "mustergültig" an die Corona-Regeln, manche Menschen allerdings an gar nichts. Froitzheim mahnte nochmals, sich bei Erhalt eines positiven Corona-Tests sofort zu isolieren - auch ohne Anruf vom Gesundheitsamt. Außerdem sollten Betroffene eine Liste mit Kontaktpersonen anfertigen und diese Menschen selbstständig informieren.

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in Rostock vom Sonntag war die Sieben-Tage-Inzidenz in Vorpommern-Greifswald zuletzt von 205,8 auf 211,4 gestiegen. Damit lag der Landkreis laut Robert Koch-Institut deutschlandweit auf Platz neun der Landkreise mit den höchsten Infektionszahlen je 100.000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage.

Virologe über Infektionen mit Corona-Mutation nicht beunruhigt

14.37 Uhr: Das Auftreten der Coronavirus-Variante B.1.1.7 nach zwei erfolgten Impfungen bei Heimbewohnern in Belm (Kreis Osnabrück) ist aus Sicht des Virologen Andreas Dotzauer kein Anlass zur Beunruhigung. Nach der ersten Impfung vergingen etwa zehn Tage, bis schützende Antikörper nachgewiesen würden und nach der zweiten Impfung brauche es noch mal Zeit, bis sich die besonders starken Antikörper gebildet hätten, sagte der Leiter des Laboratoriums für Virusforschung der Universität Bremen am Montag auf Anfrage.

Neben der Vermeidung von Infektionen sei es auch ein Ziel, die Symptomatik und Schwere des Krankheitsverlaufes drastisch zu reduzieren. Das sei in Belm nach bisherigem Stand offenbar der Fall, und das selbst bei der Virusvariante. In der Einrichtung wurde bei 14 Senioren das Virus B.1.1.7 nachgewiesen. Alle Bewohner erhielten am 25. Januar die zweite Impfung.

Bislang wurden nur asymptomatische oder leichte Verläufe der Erkrankung bei den Bewohnern festgestellt. Das Heim, alle Mitarbeiter und deren Familien wurden vom vergangenen Samstag an gerechnet unter eine 14-tägige Quarantäne gestellt. Es gebe in diesem Fall keine Möglichkeit, sich frei testen zu lassen, sagte der Sprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff.

186 Neuinfektionen und zwei Tote in Hamburg – Inzidenz steigt wieder leicht

11.52 Uhr: In Hamburg sind am Montag 186 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 70 mehr als am Sonntag und 31 mehr als am Montag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Inzidenz, die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen, erstmals seit Tagen wieder leicht auf nun 70,0 (Vortag: 68,4). Vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 86,1 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1145 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 7. Februar), zwei Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 47.892 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 41.600 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 5. Februar 370 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 73 Corona-Patienten, 55 davon sind Hamburger.

Niedersachsen: 320 Neuinfektionen und 16 Tote

11.07 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Montag um 320 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 899, am Freitag vor einer Woche 308.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 148.722. Binnen eines Tages wurden zudem 16 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3594 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 71,0. Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 78,0 gelegen.

Tschentscher gegen automatische Lockerungen bei Inzidenzwerten unter 50

9.45 Uhr: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich gegen automatische Lockerungen der Corona-Beschränkungen bei einem Inzidenzwert unter 50 ausgesprochen. „Es darf keinen Automatismus geben“, sagte Tschentscher der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Montag. „Wir brauchen eine Einschätzung der Gesamtlage und müssen sehr vorsichtig bleiben.“ Ansonsten könnte der Inzidenzwert schnell wieder bis weit über 50 steigen.

„Wir müssen die Infektionsdynamik beachten und das Risiko durch die Mutationen einbeziehen – und dann geht es natürlich weiterhin auch um die Auslastung von Krankenhäusern und Intensivstationen“, sagte der Regierungschef. Am Mittwoch wollen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten auf einem weiteren Gipfel über die Entwicklung der Coronalage und die Gegenmaßnahmen beraten.

12 Menschen auf 15 Quadratmeter: Polizei sprengt Corona-Party im Norden

9.23 Uhr: Die Polizei in Meldorf (Kreis Dithmarschen) hat am Wochenende eine private Party beendet, an der zwölf Personen aus unterschiedlichen Haushalten teilgenommen haben.

Nach einem Hinweis begab sich eine Streife kurz vor Mitternacht in die Straße Meldorfer Moor. Dort sollte eine größere Feier stattfinden. Tatsächlich trafen die Einsatzkräfte auf insgesamt ein Dutzend junger Leute, die ausgelassen bei Musik feierten und Alkohol in einem etwa 15 Quadratmeter großen Raum konsumierten.

Nach Feststellung der Personalien verließen die 18 bis 29 Jahre alten Partygäste die Örtlichkeit, sie stammten aus den Kreisen Dithmarschen und Rendsburg-Eckernförde. Die jungen Leute erwartet nun jeweils ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro.

Partei im Norden sieht Ungerechtigkeiten im Corona-Stufenplan

8.29 Uhr: Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) hält erste Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen ab Mitte dieses Monats für möglich. „Ich glaube das schon, jedenfalls dann, wenn die Inzidenzwerte entsprechend sinken“, sagte der Vorsitzende der Landtagsgruppe, Lars Harms, der Deutschen Presse-Agentur. Am Stufenplan des Landes für Lockerungen sollte es aus seiner Sicht einige Korrekturen geben. „Gleiches muss auch gleich behandelt werden“, sagte Harms. So sei es nicht richtig, bei weiter gesunkenen Infektionszahlen Kneipen und Bars später zu öffnen als die Speisegastronomie. „Abstände kann man auch in anderen Gastronomiebereichen einhalten.“

Es sei auch gut, Friseursalons relativ frühzeitig öffnen zu wollen, sagte Harms. Dies sollte dann aber auch für Nagelstudios gelten. „Dort tragen Dienstleister und Kunde eine Maske und dazwischen ist sogar noch eine Plastikscheibe und man reicht nur die Hände durch zum Fingernagellackieren.“ Diese Studios sollten wie Sonnenstudios auch die Chance einer frühen Öffnung bekommen, sagte Harms.

Änderungsbedarf sieht Harms auch beim Sport. Aus seiner Sicht sollten Mannschaftssportler die Möglichkeit bekommen, kontaktarme Übungen zu machen, zum Beispiel Lauftraining oder das Üben von Flanken und Elfmeterschießen im Fußball. „Das sieht der Landessportverband genauso.“

Von der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch erwarte er eine Verständigung auf ein Modell für kleine Öffnungen entsprechend der jeweiligen Infektionslage, sagte Harms. „Das ist ganz wichtig für die Perspektive der Menschen. Wo man sich viel Mühe gibt und Erfolg hat, soll man auch wieder Dinge öffnen können.“

Das waren die News am 7. Februar:

Starker Rückgang: 92 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

21.20 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Sonntag 92 neue Corona-Infektionen gemeldet (Samstag: 282 neue Fälle). 449 Menschen mit Covid19-Erkrankung müssen derzeit in Kliniken behandelt werden. 83 Erkrankte liegen auf einer Intensivstation, 47 davon müssen beatmet werden.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 61,4 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die höchsten Inzidenzwerte gibt es in Flensburg (142), Lübeck (108,5), im Kreis Herzogtum Lauenburg (95,4) sowie im Kreis Pinneberg (94,9). Die niedrigste Inzidenz hat der Landkreis Dithmarschen (15).

Corona-Mutation in Hamburger Kita nachgewiesen

19.43 Uhr: Die britische Corona-Mutation B.1.1.7 ist in Hamburg und dem Norden auf dem Vormarsch. Jetzt wurde diese Variante des Virus' in einer Kita in Altona nachgewiesen. Mehr dazu lesen Sie hier.

MeckPomm: 82 neue Corona-Infektionen

19.08 Uhr: Der Abwärtstrend beim Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus hat sich am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern fortgesetzt. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales meldete 82 Neuinfektionen nach 91 am Sonntag vergangener Woche. Am Samstag waren 155 neue Fälle gemeldet worden. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie in MeckPomm an oder mit dem Virus gestorben sind, stieg um neun auf nunmehr 553.

Die Sieben-Tage-Inzidenz nahm leicht von 84,0 am Samstag auf 83,9 am Sonntag ab. Vor einer Woche lag sie bei 90,4. An Sonntagen und Montagen gehen die Infektionszahlen in der Regel im Vergleich zu den Vortagen zurück, weil am Wochenende generell weniger getestet wird.

Im am stärksten betroffenen Landkreis Vorpommern-Greifswald stieg der Inzidenzwert seit Samstag von 205,8 am Samstag auf 211,4. Auf Platz zwei liegt die Stadt Schwerin mit 110,8 Infektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Samstag: 109,8).

Am niedrigsten ist der Wert in der Stadt Rostock mit 32,0 (Samstag: 35,9) sowie in den Landkreisen Vorpommern-Rügen mit gleichbleibenden 40,5 und Nordwestmecklenburg mit 42,6 (Samstag: 43,9). Die anderen Landkreise liegen über dem Warnwert von 50, aber unter 90.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten stieg im Vergleich zum Samstag um 24 auf 406. Die Zahl derjenigen auf Intensivstationen sank um drei auf 75.

Illegale Corona-Party: Gäste verstecken sich vor Polizei unter Bettdecken

16.33 Uhr: Die Polizei hat in der Nacht zu Sonntag eine Party in Volgershall (Landkreis Lüneburg) aufgelöst. Dort hatte mindestens 13 Personen in mehreren Appartements eine lautstarke Party veranstaltet – und dadurch gegen die Corona-Verordnung verstoßen. Als die Beamten eintrafen, versteckten sich die Partygäste unter Bettdecken oder kletterten über die Balkone, um in benachbarte Wohnungen zu gelangen. Gegen alle wurde ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen die Eindämmungsverordnung angefertigt.

Kreis Pinneberg entschärft Corona-Regeln wieder – Inzidenz bei 112

13.27 Uhr: Nachdem der Kreis Pinneberg wegen einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Fällen pro 100.000 Einwohnern seine Corona-Regeln verschärft hatte, stehen nun wieder Lockerungen an. „Es zeigt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger zu einem sehr großen Teil solidarisch verhalten und sich an die Regeln gehalten haben. Wir müssen die verschärften Regeln im Kreis daher nicht verlängern“, sagte Landrätin Elfi Heesch laut Mitteilung vom Wochenende. Damit ist das Einkaufen von Montag an nicht mehr auf nur eine Person pro Haushalt beschränkt, Essen und Getränke können bei Gastro-Betrieben wieder jederzeit abgeholt werden und die Naherholungsgebiete Himmelmoor, Holmer Sandberge und Hetlinger Schanze dürfen wieder aus touristischen Gründen betreten werden.

Lediglich die verschärften Regeln für die Alten- und Pflegeeinrichtungen würden aufrechterhalten, „weil das Infektionsgeschehen dort noch sehr hoch ist“. Die ausgewiesenen Gebiete mit Maskenpflicht sollen ebenfalls erhalten bleiben. Sollten die Zahlen wieder steigen, seien erneute Einschränkungen möglich, hieß es weiter.

In Schleswig-Holstein sind laut Robert Koch-Institut (RKI) zuletzt binnen einer Woche 64,4 Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet worden. Der Kreis Pinneberg lag dem RKI zufolge am Sonntag bei 112,3. Dem Landkreis zufolge liegt der Anteil der Infektionen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen bei um die 30 Prozent der Gesamtinfektionen. „70 Prozent sind weiterhin diffus und auf das gesamte Kreisgebiet im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen passend verteilt.

Besondere Schwerpunkte eines Infektionsgeschehens sind derzeit nicht erkennbar.“ Bei positiv getesteten Menschen aus dem Landkreis sei in drei Fällen die britische Mutationsvariante des Coronavirus B.1.1.7-501Y.N1 nachgewiesen worden. Sechs weitere Verdachtsfälle würden derzeit im Labor untersucht.

Aktuelle Zahlen: 116 Neuinfektionen und drei Tote in Hamburg

11.52 Uhr: In Hamburg sind am Sonntag 116 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 54 weniger als am Samstag und 19 weniger als am Sonntag vor einer Woche. Am Wochenende sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil weniger getestet wird.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen weiter auf nun 68,4 (Vortag: 69,4). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 88,6 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1143 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 6. Februar), drei Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 47.706 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 41.300 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 5. Februar 370 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 73 Corona-Patienten, 55 davon sind Hamburger.

Niedersachsen: 899 Neuinfektionen und 14 Tote

11.25 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Sonntag um 899 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 956, am Freitag vor einer Woche 985.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 148.402. Binnen eines Tages wurden zudem 14 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3578 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 70,3. Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 79,7 gelegen.

Hamburger Impfzentrum-Leiter: „Sind mit Erstimpfung in Pflegeheimen durch“

10.11 Uhr: Die Impfungen in Hamburger Pflegeheimen kommen gut voran, sehr gut sogar. Wie der Leiter des zentralen Impfzentrums in den Hamburger Messehallen, Dirk Heinrich, am Sonntagmorgen mitteilte, haben nun alle Bewohner und Mitarbeiter in den Einrichtungen die erste Impfung bekommen. „Heute ist ein großer Tag: #hhimpft und #Impfzentrum Hamburg hat es geschafft. Wir sind jetzt mit unseren mobilen Teams in allen Alten- und Pflegeheimen mit der #Erstimpfung durch“, schrieb er auf Twitter. Nun soll mit den Zweitimpfungen weitergehen, die bereits seit dem 17. Januar laufen.

Pathologe: Großteil der Corona-Toten an statt mit Covid gestorben

8.48 Uhr: Der Großteil der von Kieler Pathologen obduzierten Menschen, die sich vor ihrem Tod mit Corona infiziert hatten, ist tatsächlich an Covid-19 gestorben. „Bei 85 Prozent der Fälle konnten wir wirklich bestätigen, dass sie an Covid-19 verstorben sind“, sagte der Direktor des Instituts für Pathologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Christoph Röcken. In Kiel wurden bislang mehr als 50 Menschen im Alter von 53 bis über 90 Jahre obduziert, die sich vor ihrem Tod mit Sars-CoV-2 angesteckt hatten. Nur ein kleiner Teil sei mit statt an Covid-19 gestorben, sagte Röcken.

Röcken und sein Team obduzieren aktuell zusätzlich zu ihren anderen Aufgaben täglich zwei Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind. Ihr Ziel: Wissen sammeln über einen Erreger und eine Krankheit, die derzeit überall auf der Welt wüten. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer bundesweiten Initiative von 34 Unikliniken systematisch zusammengetragen. In einem Obduktionsregister werden die Daten aus ganz Deutschland gesammelt und ausgewertet sowie Gewebeproben von an Covid-19 Verstorbenen aufbewahrt.

Bislang liegen bundesweite Daten aus dem Obduktionsregister noch nicht vor. Aber er höre von anderen Pathologen bundesweit, dass diese zu ähnlichen Ergebnissen kämen, sagte Röcken.

Das Robert Koch-Institut verzeichnete bislang mehr als 60.000 Corona-Todesfälle. In die Statistik gehen dabei sowohl Menschen ein, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind, also auch solche mit Vorerkrankungen, bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war.

Das waren die Corona-News am 6. Februar:

282 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

21.07 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Samstag 282 neue Corona-Erkrankungen registriert. Gestern waren es 272 gewesen. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt weiterhin, von 66,3 am Freitag auf nun 64,4. Weitere sechs Personen sind an den Folgen des Coronavirus‘ gestorben.

In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein werden den Angaben der Gesundheitsbehörden zufolge derzeit 442 Corona-Patienten behandelt, 90 von ihnen intensivmedizinisch, 52 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 31.600 geschätzt.

155 Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

20.28 Uhr: Der Abwärtstrend beim Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus hat sich am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern fortgesetzt. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete 155 Neuinfektionen nach 167 am Samstag vergangener Woche. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie in MV an oder mit dem Virus gestorben sind, stieg um zwei auf nunmehr 542.

Die Sieben-Tage-Inzidenz nahm zwar leicht von 84,0 am Freitag auf 84,4 am Samstag zu. Vor einer Woche lag sie aber noch bei 93,2. Noch eine Woche davor betrug der Inzidenzwert 106,3.

Im am stärksten betroffenen Landkreis Vorpommern-Greifswald stieg der Inzidenzwert seit Freitag von 194 auf 205,8 am Samstag. Auf Platz zwei liegt die Stadt Schwerin mit 109,8 Infektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am niedrigsten ist der Wert laut Lagus in der Stadt Rostock mit 35,9 sowie in den Landkreisen Vorpommern-Rügen mit 40,5 und Nordwestmecklenburg mit 43,9. Die anderen Landkreise liegen über dem Warnwert von 50, aber unter 90.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in MV liegt bei nunmehr 21 206; 17 758 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten sank im Vergleich zum Freitag um 40 auf 382. Die Zahl derjenigen auf Intensivstationen stieg um zwei auf 78.

„Initiative Familien“ fordert Wiedereröffnung von Schulen und Kitas zum 15. Februar

18.7 Uhr: In einem offenen Brief an Bürgermeister Peter Tschentscher, den Senat sowie die Hamburgische Bürgerschaft hat die Landesgruppe Hamburg des Vereins „Initiative Familien“ die Wiederöffnung von Bildungseinrichtungen zum 15. Februar gefordert. „Psychosoziale, emotionale und auch physische Erkrankungen nehmen von Woche zu Woche zu“, heißt es dort. Während im Arbeitsumfeld Abstand und Masken ausreichten, könne in Schulen nicht einmal in Wechselbetrieb stattfinden — das sei nicht nachvollziehbar.
Empfehlungen für kindgerechte Infektionsschutzmaßnahmen für einen pandemiesicheren Kita- und Schulbetrieb seien von der Stadt immer noch nicht umgesetzt worden. Dazu gehöre unter anderem der regelmäßige Einsatz von Schnelltests, um Infektionen vor Symptombeginn zu erkennen.

Bürgermeister Tschentscher wütet gegen CDU-Kritik

15.08 Uhr: Dass der Koalitionspartner der SPD im Bund, die CDU, die Fehler bei der Bereitstellung der Corona-Impfstoffe auf die Regierungen der Bundesländer schieben will und die Corona-Politik der Ministerpräsidenten kritisiert, regt Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) offenbar mächtig auf. So sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) Ende Januar bei „Anne Will”: „Ich hätte mir gewünscht, dass wir früher einen energischeren Lockdown machen. Hätten wir die Maßnahmen, die wir jetzt gemacht haben, Ende Oktober gemacht, hätten wir viele Todesfälle vermeiden können“.

Worte, die Tschentscher so nicht stehen lassen will. Immerhin wirft Braun den Ministerpräsidenten damit vor, das Pandemiegeschehen zu unterschätzen – und somit mehr Todesfälle zu riskieren. „Das untergräbt das Vertrauen der Bevölkerung in unsere Entscheidungen“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister im aktuellen „Spiegel“. Die Kritik aus dem Kanzleramt könne sogar für „Verzweiflung und Protest“ bei den Menschen sorgen, fürchtet Tschentscher. 

Auch beim Thema Impfen ist er nicht zufrieden mit dem Agieren des Bundes. Dort hätten die Ministerpräsidenten ihre Arbeit erledigt, sagt der Sozialdemokrat. Alleine für Hamburg habe er im Herbst mit mindestens 7000 Impfungen täglich gerechnet. Manuela Schwesig (ebenfalls SPD) schließt sich der Kritik an. „Wir hatten eine klare Aufgabenteilung. Die Länder kümmern sich um die Impfzentren und die mobilen Teams und der Bund um den Impfstoff. An Letzterem mangelt es“, sagte Tschentschers Amtskollegin aus Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls im „Spiegel“.

Hamburg: Inzidenz sinkt weiter, aber: 20 Tote

12.45 Uhr In Hamburg sind am Samstag 170 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das sind 51 weniger Fälle als am Freitag (221). Zum Vergleich: Am Samstag vor einer Woche wurden 249 Fälle gemeldet. 

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen weiter auf 69,4 (Vortag: 73,6). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 95,4 gelegen.

Bislang sind nach den Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 1140 Personen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in Hamburg gestorben (Stand: 5. Februar). Das sind 20 Fälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich laut der Behörde bis jetzt 47.590 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Davon gelten nach aktuellen Schätzungen 41.100 als geheilt.

In den Krankenhäusern in Hamburg befinden sich derzeit 370 Personen auf Grund einer Covid-19-Erkrankung in Behandlung (Stand: 5. Februar). Davon liegen 73 Personen auf Intensivstationen. 55 davon sind Hamburger.

Aktuelle Zahlen: 956 Neuinfektionen in Niedersachsen und 48 Tote 

11.56 Uhr Das Land Niedersachsen meldet am Samstag 956 Corona-Neuinfektionen. Zum Vergleich: Am Tag zuvor waren es 942. Am Samstag vor einer Woche 1065.  

Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Fälle steigt auf 147.503 an. Innerhalb eines Tages wurden zudem 48 neue Todesfälle erfasst. Das sind sieben Fälle weniger als am Freitag (55). Insgesamt sind  bislang 3564 Menschen in Niedersachsen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. 

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, sinkt weiter leicht auf einen Wert von 71. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 77,7.

Terminvergabe: Senatorin Leonhard zofft sich mit Kassenärztlicher Vereinigung

8.38 Uhr Im Streit um offenkundige Unzulänglichkeiten im Terminvergabesystem der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) haben die betroffenen Bundesländer den Druck erhöht. Bei einem „durchaus konfrontativ geführten Gespräch“ mit KBV-Vertretern und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hätten Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) und ihre Ressortkollegen aus vier weiteren Bundesländern am Freitag klargemacht, dass in Aussicht gestellte Verbesserungen umgehend und im Rahmen der bestehenden Verträge zu erfolgen hätten, sagte Leonhards Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Neben Hamburg nutzen Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg die KBV-Plattform impfterminservice.de. „Senatorin Leonhard erwartet, dass binnen wenigen Tagen das Warenkorbsystem funktioniert.“ Dabei geht es darum, dass ein ausgewählter Termin für einen Interessenten während des Buchungsvorgangs reserviert wird und nicht noch anderweitig vergeben werden kann. Außerdem müsse es auch unter der KBV-Plattform impfterminservice.de möglich sein, Termine für Erst- und Zweitimpfung „in einem Zug“ abzuwickeln, sagte der Sprecher.

Hamburg bekommt deutlich mehr Corona-Impfstoff

Deutlich mehr Impfstoff für Hamburg: Für das Wochenende werden von der Gesundheitsbehörde 7000 neue Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca erwartet, wie Martin Helfrich, Sprecher der Sozialbehörde, auf MOPO-nachfrage bestätigte. Demnach seien weitere 9600 Dosen für kommende Woche in Aussicht und 21.600 in der Woche darauf. Eine Lieferung, die Anfang März erwartet wird, beläuft sich auf rund 30.000 Dosen.

Wie mit den Liefermengen im März umzugehen sei, soll bei einer Schaltkonferenz der Gesundheitsminister am 22. Februar entschieden werden. „Die Terminvergabe für die Zweitimpfung nach neun bis zwölf Wochen soll selbstverständlich und vorsorglich bereits jetzt erfolgen”, schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Die Impfkommission hatte das Vakzin von Astrazeneca nur für unter 65-Jährige empfohlen, so dass es derzeit im Wesentlichen nur Pflegekräften und medizinischem Krankenhauspersonal sowie den Mitarbeitern in den Impfzentren verabreicht werden kann.

Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt leicht

20.37 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Freitag 272 neue Corona-Erkrankungen registriert. Gestern waren es 295 gewesen. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt somit weiterhin, von 66,3 am Donnerstag auf nun 63,7. Weitere 21 Personen sind an den Folgen des Coronavirus‘ gestorben. Insgesamt gab es 1006 Todesfälle in Zusammenhang mit der Pandemie.

In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein werden den Angaben der Gesundheitsbehörden zufolge derzeit 456 Corona-Patienten behandelt, 95 von ihnen intensivmedizinisch, 53 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 31.300 geschätzt.

22 weitere Todesfälle im Nordosten

20.05 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet seit Donnerstag 205 Corona-Neuinfektionen. Damit stieg in dem Bundesland im Nordosten die Gesamtzahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen seit März auf 21.051 Fälle. 17.544 gelten mittlerweile als genesen.

Die Zahl der Todesfälle stieg seit dem Vortag um 22 auf insgesamt 542. Verabreicht wurden in Mecklenburg-Vorpommern bislang 80.542 Impfdosen. 60.083 Personen haben die erste Impfung erhalten, 20.459 bereits die zweite.

Corona-Schutz am Arbeitsplatz: Amt überprüft Hamburger Firmen

19.16 Uhr: Das Amt für Arbeitsschutz hat in 271 Hamburger Betrieben die Einhaltung der neuen Corona-Regeln überprüft. Besichtigt wurden die Betriebe, die überwiegend Bürotätigkeiten ausführen. Ziel der Schwerpunktaktion war es, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei Bürotätigkeiten zu überprüfen.

Über 70 Prozent der besichtigten Betriebe im gesamten Stadtgebiet von Hamburg hätten dem Amt zufolge den Arbeitsschutz für ihre Beschäftigten gut geregelt und praktikable Lösungen gefunden. Neu ist unter anderem, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber Homeoffice anbieten müssen, wo immer es möglich ist. Diese Maßnahme sei  dem Amt für Arbeitsschutz zufolge weitgehend umgesetzt worden.

Nur etwa sechs Prozent der besichtigten Betriebe müssten hier weitergehende Maßnahmen treffen. Und knapp 30 Prozent der Betriebe müssten andere Corona-Schutzmaßnahmen verbessern.

Impfskandal: Klinik-Direktoren bedienen sich selbst

15.37 Uhr: In der Geriatrie Langenhagen in Niedersachsen ereignete sich ein Impfskandal. Laut dem NDR haben Mitglieder des Direktoriums der Klinik hausinterne Impftermine wahrgenommen, um sich das Vakzin zu verabreichen. Dabei haben die Mitglieder gar keinen Kontakt zu den Corona-Patienten. Ein Anwohner äußert sich empört, so sei es „absolut verwerflich, dass Leute, die Vorbilder sein sollen, so etwas tun.“

Der für die die Impfungen zuständige Arzt soll die Vorgaben bei mindestens zwei Direktoriumsmitgliedern falsch ausgelegt haben. Das bleibt nicht ohne Folgen: Die Geriatrie prüft mögliche personalrechtliche Konsequenzen.

Laut einem Sprecher der Klinik bedaure man es „außerordentlich, dass es trotz aller klaren Regelungen und Anweisungen zu diesem Vorfall gekommen ist“.

Aktuelle Zahlen: 221 Neuinfektionen und 23 Tote in Hamburg

11.52 Uhr: In Hamburg sind am Freitag 221 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind vier weniger als am Donnerstag und 13 weniger als am Freitag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen weiter auf nun 73,6 (Vortag: 74,2). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 93 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1120 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 4. Februar), 23 Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 47.420 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 40.900 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 4. Februar 397 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 80 Corona-Patienten, 61 davon sind Hamburger.

Handelskammer fordert einheitliche Öffnungsperspektive für Betriebe

10.32 Uhr: Die Handelskammer Hamburg hat einen norddeutschen Stufenplan mit einer einheitlichen Öffnungsperspektive für die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Betriebe gefordert. „Die Stimmung in der Wirtschaft kippt. Die Wirtschaft braucht jetzt eine Öffnungsperspektive mit nachvollziehbaren Stufen-Kriterien“, erklärte Handelskammer-Präses Norbert Aust am Freitag bei der Präsentation einer Corona-Resolution für die nächste Beratungsrunde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Mittwoch.

Diese Perspektive müsse natürlich epidemiologisch vernünftig gestaltet sein. „Niemand möchte zwischen Öffnungen und Schließungen pendeln.“ Aust betonte, sollte keine bundesweite Linie durchsetzbar sein, „ist aus Sicht der Wirtschaft ein einheitliches Vorgehen in Norddeutschland mit gleichen Inzidenzen und Stufen notwendig“. Auf diesen Kurs habe man sich in der IHK Nord – dem Zusammenschluss aus zwölf Industrie- und Handelskammern – verabredet und man werde nun auf die jeweiligen Landesregierungen zugehen, kündigte Aust an.

Niedersachsen: 942 Neuinfektionen und 55 Tote

10.01 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Freitag um 942 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 1215, am Freitag vor einer Woche 990.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 146.547. Binnen eines Tages wurden zudem 55 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3516 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, sank leicht und lag im Landesdurchschnitt bei 72,9. Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 79,7 gelegen.

Im Corona-Winter deutlich weniger Grippefälle im Norden

8.08 Uhr: Die Krankschreibungen wegen Grippe haben sich in der Corona-Pandemie nach Angaben der Krankasse Barmer mehr als halbiert. Demnach sank die Zahl der an Influenza erkrankten Schleswig-Holsteiner zwischen November und Weihnachten 2020 gegenüber dem gleichen Zeitraum der beiden Vorjahre im Mittel um 61 Prozent, wie die Barmer berichtete. „Die Grippe spielt zu Beginn dieses Jahres bisher eine sehr geringe Rolle”, kommentierte der Landesgeschäftsführer Bernd Hillebrandt. „Die Abstand- und Hygieneregeln zum Schutz vor Corona senken offensichtlich auch das Influenzarisiko.” Dennoch bleibe die Grippe-Impfung ein sehr wichtiger Schutz gegen die Influenza. Da sich deren Saison bis in den April oder Mai ziehen könne, sei eine Immunisierung auch jetzt noch sinnvoll, sagte Hillebrandt.

Studien enthüllen: Besserer Sex dank Corona

6.46 Uhr: Die Corona-Krise ist nach Ansicht von Beziehungsexperten keine schlechte Zeit für Sex in der Partnerschaft – ganz im Gegenteil. Das geht aus zwei noch unveröffentlichten Studien des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) und der Hochschule Merseburg hervor, deren erste Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

In der Umfrage aus Merseburg gaben nach Angaben von Studienleiter Heinz-Jürgen Voß, Professur für Sexualwissenschaft und Sexuelle Bildung, 72 Prozent der befragten Männer in einer Partnerschaft an, ihre partnerschaftliche Situation habe sich durch Corona nicht verschlechtert, für 16 Prozent war sie sogar besser geworden. Nur zwölf Prozent hielten die Situation für schlechter als vor dem Lockdown. Von den Frauen in einer Partnerschaft nahmen sogar 30 Prozent eine Verbesserung wahr, für 58 Prozent war die partnerschaftliche Situation unverändert, für zwölf Prozent schlechter.

Die Befragung im Auftrag des Ministeriums für Inneres und Sport Sachsen-Anhalt könne im statistischen Sinne zwar nicht als repräsentativ für die gesamte Bevölkerung Deutschlands gelten. „Aber wichtige Anhaltspunkte kann sie geben“, betonte Voß.

Zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt auch die internationale Studie des Instituts für Sexualforschung am UKE. „Die Hälfte der Befragten erlebte keine Veränderung in der partnerschaftlichen Sexualität, von der Hälfte, bei der es Veränderungen gab, nannten etwas mehr Befragte positive Veränderungen“, sagte die Leiterin des deutschen Teils der Studie, Johanna Schröder, der dpa. Neben Deutschland haben noch Institute in der Türkei, in Kroatien, Portugal, Schweden, den Niederlanden, Frankreich und Tschechien teilgenommen.

Das waren die Corona-News am 4. Februar:

Schleswig-Holstein meldet 295 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz sinkt leicht

20.50 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Donnerstag 295 neue Corona-Erkrankungen registriert. Gestern waren es 484 gewesen. Der Inzidenzwert sinkt somit wieder leicht, von 69,4 am Mittwoch auf nun 66,3. Weitere 18 Personen sind an den Folgen des Coronavirus‘ gestorben, so die Mitteilung vom Donnerstag. Insgesamt sind es 965.
In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein werden den Angaben der Gesundheitsbehörden zufolge derzeit 473 Corona-Patienten behandelt, 98 von ihnen intensivmedizinisch, 52 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 30.800 geschätzt.

Mecklenburg-Vorpommern: Deutlich mehr Corona-Patienten in Kliniken

20.06 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag 258 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales mit. 14 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19, somit stieg diese Zahl auf insgesamt 520.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt bei nunmehr 20.848. Als Genesen gelten 17.409 Menschen. Die Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche stiegen im Vergleich zum Vortag leicht um 1,1 auf 86,8 an. Landesweit ist der Wert mit 181,2 in Vorpommern-Greifswald weiterhin am höchsten. Am niedrigsten ist er in Vorpommern-Rügen mit 42,3.
Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten stieg im Vergleich zum Vortag deutlich um 60 auf 445. Die Zahl derjenigen auf Intensivstationen stieg im selben Zeitraum um vier auf 79.

Schnee und Kälte am Wochenende: Obdachlosen-Unterkünfte bleiben ganztägig geöffnet

18.15 Uhr: Für das Wochenende sind in Hamburg durchgängige Minusgrade sowie Schneefall angekündigt. Deshalb hat die Sozialbehörde beschlossen, die Übernachtungsstandorte des Winternotprogramms für Obdachlose von Freitag bis Montag ganztägig zu öffnen.
Auch die Übernachtungsstätte Pik As bleibt am Wochenende ganztägig geöffnet. Im Winternotprogramm der Stadt stehen insgesamt 1020 Betten bereit. Zusätzlich wurden 35 Einzelzimmer in der Eiffestraße eingerichtet. In der Hamburger Bürgerschaft wurden zuvor Anträge von Linkspartei und CDU, die eine Unterbringung von Obdachlosen in leerstehenden Hotels gefordert hatten, abgelehnt.

Wegen Corona: Drastischer Rückgang bei Blutspenden in Hamburg

16.14 Uhr: Die Corona-Pandemie und das Winterwetter haben in Hamburg zu einem drastischen Rückgang von Blutspenden geführt. Das teilte der Blutspendedienst Hamburg am Donnerstag mit. Die Blutkonserven werden demnach knapp, es werden deshalb Spender zwischen 18 und 68 Jahren gesucht. Die Blutspende werden den Angaben zufolge dringend für Krebspatienten und Notfälle benötigt.

„Wir verzeichnen aktuell einen Rückgang von 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, an manchen Tagen sind es sogar 50 Prozent”, sagte Melanie Braun von der ärztlichen Leitung des Blutspendedienstes Hamburg. „Wenn das in den kommenden Wochen so weitergeht, dann bekommen wir ein ernstes Versorgungsproblem in den Kliniken.” Es würden etwa 6000 Blutkonserven im Monat gebraucht.

Braun betonte, die Einrichtungen seien sicher und hygienisch einwandfrei. „Schon zu Beginn der Pandemie haben wir die Abstände zwischen Stühlen und Liegen erweitert, Trennwände und Plexiglasscheiben aufgebaut”, sagte sie.

Tschentscher hält Diskussion um Privilegien für Geimpfte für verfrüht

13.49 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hält eine Diskussion um Privilegien für Corona-Geimpfte für verfrüht. „Noch haben wir keine Lage, in der wir über solche Szenarien nachdenken können“, sagte er am Donnerstag dem Sender Radio Hamburg. „Wir wissen im Moment nur, dass die Impfstoffe vor der Erkrankung schützen, aber noch nicht, ob man als Geimpfter das Virus weitergibt oder nicht.“ Auch vor dem Hintergrund des nach wie vor knappen Impfstoffs könne und solle man keine Diskussion über eventuelle Privilegien führen.

Auch der Deutsche Ethikrat hält es für falsch, die wegen der Corona-Pandemie beschlossenen staatlichen Freiheitsbeschränkungen für Geimpfte früher zu beenden. Zunächst müsse die Ansteckungsgefahr geklärt werden, sagte die Ethikratvorsitzende Alena Buyx am Donnerstag in Berlin. „Eine vorherige individuelle Rücknahme nur für Geimpfte“ wäre daher nicht richtig.

225 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz sinkt im Wochenvergleich deutlich

11.52 Uhr: In Hamburg sind am Donnerstag 225 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind zwar 22 mehr als am Mittwoch, aber 21 weniger als am Donnerstag vor einer Woche.

Die Zahl der an oder im Zusammenhang mit Covid-19 gestorbenen Hamburger gab die Behörde unverändert mit 1097 an.

Doch es gibt eine gute Nachricht: Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen, sinkt im Wochenvergleich deutlich. Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank dieser Wert weiter auf nun 74,2 (Vortag: 75,3). Vor einer Woche hatte die Inzidenz sogar noch bei 98,1 gelegen – also rund 24 mehr!

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 47.199 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 40.600 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 3. Februar 405 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 79 Corona-Patienten, 59 davon sind Hamburger.

Niedersachsen: 1215 Neuinfektionen und 63 Tote

10.27 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Donnerstag um 1215 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 1086, am Donnerstag vor einer Woche 1388.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 145.605. Binnen eines Tages wurden zudem 63weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3461 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, sank leicht und lag im Landesdurchschnitt bei 73,2. Vor einer Woche hatte dieser Wert bei 82,5 gelegen.

Hamburgs Bürgermeister geht nicht von schnellen Lockerungen aus

9.01 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) geht nicht davon aus, dass es in naher Zukunft zu schnellen Lockdown-Lockerungen kommen wird. „Ich glaube nicht, dass wir jetzt am 14. Februar schon Lockerungen beschließen können. Das sieht derzeit nicht danach aus“, sagte der Politiker am Mittwochabend dem „Hamburg Journal“. Man dürfe nicht zu schnell wieder unvorsichtig sein, weil sich sonst die Lage wieder verschlechtern könne. Er hoffe aber, dass sie bald stabiler und sicherer werde.

Bis zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz in knapp einer Woche sollte Tschentscher zufolge deshalb unbedingt geklärt werden, wie problematisch die Mutationen Experten zufolge für Deutschland sein können. „Das ist ja die große Gefahr oder das Problem, das wir vor uns haben: Wir gehen sehr gut zurück mit den Infektionszahlen. Wir gehören als Stadt Hamburg mit zu den Ländern, bei denen die Infektionszahlen mit am weitesten zurückgegangen sind.“ Dennoch müsse man auch mit Blick auf die Mutationen Sicherheit haben, bevor Lockerungen beschlossen werden.

Hamburg und Schleswig-Holstein wollen notfalls Impfstoffausgleich

6.55 Uhr: Hamburger und Schleswig-Holsteiner können sich unter bestimmten Voraussetzungen auch im jeweils anderen Bundesland gegen Covid-19 impfen lassen. Beschäftigte von Hamburger Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, die in Schleswig-Holstein leben, können sich am Arbeitsplatz impfen lassen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Kiel. Zugleich können sich impfberechtigte Hamburger, die in Schleswig-Holstein arbeiten, künftig im geplanten Impfzentrum in Norderstedt impfen lassen.

„Ein möglicher Austausch von Impfdosen, falls es hier erhebliche Unterschiede geben sollte, ist vorgesehen – mögliche Differenzen sind aber bislang nicht ermittelt“, sagte der Ministeriumssprecher. In der Hamburger Gesundheitsbehörde hieß es, derzeit sei keine Aufrechnung der Impfdosen geplant.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte die der Stadt zugeteilte Menge an Impfstoff Anfang Januar als zu gering kritisiert. Es werde außer Acht gelassen, dass das Hamburger Gesundheitswesen die gesamte Metropolregion mit rund fünf Millionen Menschen versorge. In den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen seien auch viele Pendler aus den Nachbarländern beschäftigt, die nun in Hamburg geimpft würden. Bei der Zuteilung des Impfstoffes werde die Hansestadt aber nur anhand ihrer Einwohnerzahl berücksichtigt, hatte der Regierungschef moniert.

Das waren die Corona-News am 3. Februar:

Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt leicht an

21.22 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Mittwoch 484 neue Corona-Erkrankungen registriert. Gestern waren es nur 248 gewesen. Der Inzidenzwert stieg somit wieder leicht an, von 68,7 am Dienstag auf nun 69,4. Weitere 23 Personen sind an den Folgen des Coronavirus‘ gestorben, so die Mitteilung vom Mittwoch. Insgesamt sind es 967.

In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein werden den Angaben der Gesundheitsbehörden zufolge derzeit 471 Corona-Patienten behandelt, 95 von ihnen intensivmedizinisch, 60 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 30.400 geschätzt.  

Hohe Zahl an Cotona-Toten in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch 310 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mit. 26 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion – insgesamt sind es nun 506 im Nordosten.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt bei nunmehr 20.592. Als genesen gelten 17.014 Betroffene. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) stieg seit dem Vortag um 4,9 auf 85,7.
Den höchsten Inzidenz-Wert mit 163,4 verzeichnet weiterhin der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Den geringsten Wert hat die Stadt Rostock mit 47,3.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten stieg im Vergleich zum Vortag auf 385 (+11), die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen sank im selben Zeitraum um sechs auf 75.

So viele Impfdosen bleiben in Hamburg über

15.35 Uhr: Wie viel Impfstoff wird in Hamburg weggeschmissen und wie viel bleibt immer mal wieder übrig? Antworten auf die Fragen bekam nun der Bürgerschaftsabgeordnete Dennis Gladiator (CDU), der eine Schriftliche Kleine Anfrage an den Senat gestellt hatte. Vorweg: Impfdosen sollen bislang noch überhaupt nicht entsorgt worden sein.

Allerdings kommt es immer wieder vor, dass Impfdosen übrig bleiben. Insgesamt rund 800 Dosen seien laut Senat bislang übrig geblieben. Die wurden hin und wieder an Personen verimpft, die eigentlich noch ziemlich weit unten auf der Prioritätenliste standen – Stichwort Chefetage DRK-Harburg, Staatsrätin Petra Lotzkat oder Menschen aus der Feuerwehrführung. Doch in den meisten Fällen gingen die nicht aufgebrauchten Impfdosen an „Mitarbeitende der mobilen Impfteams, die zu den engen Kontakten zu vulnerablen Gruppen und somit zur höchsten Priorität gehören“, heißt es in der Antwort des Senats.

Wieder deutlich mehr Neuinfektionen in Niedersachsen

13.49 Uhr: Niedersachsen meldet heute 1086 neue Corona-Infektionen – eine deutliche Zunahme im Vergleich zum Vortag (377 neue Fälle).

51 weitere Menschen sind an oder mit dem Coronavirus verstorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf landesweit 3398.

Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 76,6 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Neue Zahlen aus Hamburg: Inzidenz sinkt deutlich

12.10 Uhr: In Hamburg gab es seit gestern 203 Corona-Neuinfektionen – sechs weniger als am Dienstag (209). Zum Vergleich: Am vergangenen Mittwoch wurden 411 Neuinfektionen gemeldet.

Seit gestern sind 23 weitere Menschen an oder mit Corona gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt damit bei 1097.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt deutlich und liegt jetzt bei 75,3 Neuinkfetionen pro 100.000 Einwohner. Gestern lag sie bei 86,3.

In Hamburgs Krankenhäusern werden derzeit 413 mit Covid19-Erkrankung behandelt, 85 davon auf einer Intensivstation. 66 der Intensivpatienten sind Hamburger.

Endlich! Hamburg zahlt Corona-Dezemberhilfen aus

11.08 Uhr: Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) hat mit der Auszahlung der Corona-Dezemberhilfen begonnen. Bisher liegen in der Hansestadt mehr als 8500 Anträge mit einem Fördervolumen von über 150 Millionen Euro vor, wie die Finanzbehörde am Mittwoch mitteilte. Als Abschlagszahlungen seien vom Bund bereits rund 55 Millionen Euro geleistet worden. Anträge zur November- und Dezemberhilfe können bis Ende April gestellt werden.

In den vergangenen beiden Wochen seien zwei Drittel der Anträge auf Novemberhilfe bewilligt und ausbezahlt worden, sagte Hamburgs IFB-Chef Ralf Sommer. „Nun werden wir zeitgleich die Anträge zur Dezemberhilfe bewilligen, um den Unternehmenden schnellstmöglich weitere Liquidität zur Verfügung zu stellen.”

Die November- und Dezemberhilfe des Bundes richten sich an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die wegen der Corona-Auflagen den Geschäftsbetrieb vorübergehend einstellen mussten. Grundsätzlich erhalten sie tagesgenau bis zu 75 Prozent des November- beziehungsweise Dezemberumsatzes von 2019. Die Auszahlung der November- und Dezemberhilfe hatte sich aber verzögert.

Bei Veranstaltungen: Spürhunde sollen Corona-Infizierte identifizieren

9.11 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will sich am Mittwoch an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover über Einsatzmöglichkeiten von Corona-Spürhunden informieren. Im Sommer 2020 veröffentlichte ein Forscherteam unter Leitung der Hochschule eine Studie, für die Spürhunde der Bundeswehr auf Sars-CoV-2 trainiert worden waren. Bereits nach einem einwöchigen Training konnten die Hunde demnach von 1012 Speichel- oder Atemwegssekret-Proben 94 Prozent korrekt identifizieren.
Etwa in Helsinki und Dubai kamen Corona-Spürhunde schon am Flughafen zum Einsatz. An der hannoverschen Klinik für Kleintiere soll es am Mittwoch um den Einsatz bei Veranstaltungen gehen.

Erstmals seit November: Stadt im Norden bei Corona-Inzidenz wieder unter 50

7.21 Uhr: Als erste der vier kreisfreien Städte Schleswig-Holsteins verzeichnet Kiel seit längerem wieder weniger als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Das Robert Koch-Institut gab die Inzidenz mit 48,2 an. Der Wert sei in der Stadt erstmals seit dem 10. November unter 50 gesunken, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Das zeige, dass die Kieler mitzögen und Maßnahmen griffen. „Doch das Virus ist unberechenbar und Selbstzufriedenheit fehl am Platz, zumal noch immer fast täglich ein Mensch in Kiel an dem Virus stirbt.”

Das waren die News am 2. Februar:

248 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

21.47 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Dienstag 248 neue Corona-Erkrankungen registriert. Gestern waren es nur 109 gewesen. Der Inzidenzwert liegt nun bei 68,7 – nach 78,5 am Montag und 80,1 am Sonntag. 

501 Corona-Patienten werden den Angaben der Gesundheitsbehörden zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt, 96 von ihnen intensivmedizinisch, 58 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 30.000 geschätzt. 

„Es kommt in dieser Stadt nicht auf schöne Frisuren an“

20.53 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt es nach Ansicht des Hamburger Senats nicht auf schöne Frisuren an. Auf die Frage, ob die Diskrepanz zwischen gut und nicht so gut frisierten Menschen eine Gefahr für Regeltreue der Bürger darstelle, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag: „Ich glaube, jeder weiß, dass man sich (...) nicht schämen muss, wenn man nicht frisch frisiert auf die Straße geht, schon gar nicht in Hamburg.“

Alle Friseurläden seien geschlossen – ob es Ausnahmen gebe, könne er nicht sagen. Er glaube aber nicht, dass die Diskrepanz bei den Frisuren große Auswirkungen auf den Kampf gegen Corona habe, betonte Schweitzer. „Es kommt darauf an, dass wir Kontakte grundsätzlich beschränken und nicht darauf, ob wir schöne Frisuren haben in dieser Stadt. Ich glaube, das ist auch wirklich den aller-, allermeisten bewusst.“

Seine „etwas flapsige Antwort“ ergänzte der Sprecher dann mit den Worten: „Der Senat weiß sehr wohl, dass die Einschränkungen für das Friseurhandwerk einschneidend sind.“ Die Friseure mussten ihre Geschäfte vor sieben Wochen am 16. Dezember schließen. An den beiden Tagen zuvor, als die Verschärfung des Lockdowns bereits bekannt war, hatten die Läden noch einen Kundenansturm bewältigen müssen.

Niedersachsen fasst Öffnung der Schulen vor den Osterferien ins Auge

19.32 Uhr: Niedersachsen fasst eine Öffnung der Schulen für alle Klassen nach einem Ende des aktuellen Lockdowns noch vor Beginn der Osterferien Ende März ins Auge. In dieser Zeit sollten die Schülerinnen und Schüler in geteilten Klassen unterrichtet werden, kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag in Hannover an. Für eine Übergangsphase nach dem Lockdown sei das genau das richtige Modell bis Ostern, um einen sicheren und schülergerechten Übergang zu gewährleisten. Voraussetzung sei eine verbesserte Infektionslage. Derzeit werden in Niedersachsen lediglich Abschlussklassen in geteilten Gruppen unterrichtet sowie Grundschüler, deren Eltern für ihre Kinder einen Unterricht in der Schule der Möglichkeit des Homeschooling vorzieht.

12,8 Millionen Corona-Soforthilfe für Hamburger Hochschulen

17.36 Uhr: Als Ausgleich für coronabedingte Mehrausgaben im Wintersemester erhalten die staatlichen Hamburger Hochschulen und die Staats- und Universitätsbibliothek 12,8 Millionen Euro. Diese Soforthilfe beschloss der Senat am Dienstag, wie Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) mitteilte.

Die Hochschulen hatten das Wintersemester ursprünglich in hybrider Form geplant. Dafür seien im vergangenen Jahr unter anderem umfangreiche Schutz- und Hygienemaßnahmen auf den Weg gebracht, der Ausbau der digitalen Infrastruktur vorangetrieben und zusätzliches Personal eingestellt worden. Wegen des erneuten Anstiegs der Infektionszahlen findet das Semester nun aber rein digital statt.

Mit der nun beschlossenen Sorforthilfe seien jetzt bereits fast 100 Millionen Euro aus Corona-Mitteln für Wissenschaft und Forschung zusätzlich bereitgestellt worden, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). „Hinzu kommt unser Konjunkturpaket für den Hochschulbau mit rund 60 Millionen Euro.”

Maskenstreit führt zu brutaler Tat in Supermarkt

17.18 Uhr: Bereits am vergangenen Freitag kam es in Oststeinbek (Kreis Stormarn) zu einem brutalen Zwischenfall in einem Real-Supermarkt: Gegen 19 Uhr hatte dort ein 67-Jähriger einen jüngeren Mann darauf hingewiesen, dass dieser seinen Mund-Nasen-Schutz nicht korrekt trage. Nach kurzer Diskussion soll der junge Mann dann wutentbrannt mehrfach auf den Kopf des Seniors eingeschlagen haben. Der Aggressor löste sich erst von seinem Opfer, nachdem andere Supermarktkunden einschritten. Das Opfer, das in Glinde wohnt, fuhr trotz seiner Verletzungen zunächst nach Hause, begab sich dann aber in ärztliche Behandlung. Im Verlauf des Abends musste der Mann schließlich in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er derzeit noch immer behandelt wird.

Der Täter konnte von dem Geschädigten wie folgt beschrieben werden:

- ungefähr 25 Jahre alt
- dunkle Haare
- dunkle Augen
- schwarz gekleidet
Es werden Zeugen gesucht. Wer hat den Vorfall beobachtet? Wer kann nähere Angaben zum Täter machen? Hinweise nimmt die Polizeistation Glinde unter der Telefonnummer: 040/ 710903-0 entgegen.

Niedersachsen legt Stufenplan für Corona-Lockerungen vor

16.02 Uhr: Noch vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Kurs in der Corona-Krise hat Niedersachsen einen Entwurf zu einem Stufenplan zum Ausstieg aus den Beschränkungen vorgelegt. „Das ist ein Diskussionsentwurf, es wird auch eine politische Diskussion geben”, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag. Der Plan beinhalte ebenso weitere Beschränkungen, falls sich die Lage verschlimmert. Bei einer möglichen weiteren Infektionswelle müsse härter als bislang durchgegriffen werden. „Wir sollten in Zukunft früher und energischer eingreifen, wenn die Infektionszahlen zunehmen.”

Lockerungen wie eine Öffnung des Einzelhandels und der Gastronomie sind ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 vorgesehen. Das heißt, dass sich in der zurückliegenden Woche landesweit weniger als 50 Menschen auf 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert haben. Außerdem muss für erste Lockerungen der Reproduktionswert unter 0,8 liegen, das heißt, dass ein Infizierter im Durchschnitt weniger als 0,8 weitere Menschen ansteckt. Weil sagte, Niedersachsen wolle den Entwurf in die Bund-Länder-Beratungen einbringen und strebe nach Möglichkeit eine einheitliche Vorgehensweise an. Der Plan sei ein „qualifizierter Vorschlag”.

Impftermin-Chaos: Diese Verbesserung will Hamburg einführen

13.23 Uhr: Nach dem erneuten Chaos bei der Vergabe von Impfterminen, will Hamburg nun zumindest in einigen Punkten nachbessern. „Es wird überlegt, drei Verbesserungen einzuführen. 1. Wenn es keine Termine gibt, wird es eine Ansage auf Band geben. 2. Bei Online-Buchungen werden die Termine während des Buchungsprozesses reserviert. 3. Termine werden künftig stets am Donnerstag freigegeben“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag auf der Landespressekonferenz.

Hamburg habe sich auf die Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums einer Plattform und einem Vergabeverfahren angeschlossen, das bundesweit vorgenommen werde. Die Gesundheitsbehörde habe nun gegenüber dem Bund sehr deutlich gemacht, dass „diese Zustände unverzüglich abzustellen sind“.

Hamburg meldet 209 Neuinfektionen

12.02 Uhr: In Hamburg sind am Dienstag 209 neue nachgewiesene Corona-Infektionen gezählt worden. Das sind 54 mehr als am Montag und drei mehr als am Dienstag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 11.59 Uhr). Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg leicht von 86,1 auf 86,3. Vor einer Woche hatte dieser Wert bei 94,6 gelegen.

Das RKI gab die Inzidenz für Hamburg am Dienstag auf anderer Berechnungsgrundlage mit 76 an – ebenso wie in Niedersachsen der zweitbeste Wert aller Bundesländer nach Baden-Württemberg (75).

Die Zahl der an oder im Zusammenhang mit Covid-19 gestorbenen Hamburgerinnen und Hamburger stieg laut Robert Koch-Institut (RKI) um einen auf 1074. Laut Gesundheitsbehörde haben sich seit Ausbruch der Pandemie in der Hansestadt 46.771 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 39.900 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden laut Gesundheitsbehörde mit Stand Montag 417 Corona-Patienten stationär behandelt, davon 85 auf Intensivstationen.

Hamburger Kulturbehörde fördert Freie Szene mit 1,8 Millionen Euro

10.55 Uhr: Die Hamburger Kulturbehörde fördert die freien darstellenden Künste mit rund 1,8 Millionen Euro für die Spielzeit 2021/22. Um die Freie Szene in der schwierigen, durch die Corona-Pandemie geprägten Lage besonders zu unterstützen, hat die Behörde die Fördersumme einmalig um 200.000 Euro aus dem Corona-Hilfspaket Kultur erhöht, teilte die Behörde am Dienstag mit. So können 78 Projekte gefördert werden – das sind 18 mehr als im Vorjahr. Zusätzlich werde der Dachverband freie darstellende Künste mit 150.000 Euro dabei unterstützt, pandemiebedingte Wiederaufnahmeförderung an die Künstler der Freien Szene zu vergeben.

62 weitere Corona-Tote in Niedersachsen

9.57 Uhr: Niedersachsen meldet heute 377 Corona-Neuinfektionen und damit knapp 70 Fälle mehr als gestern (308 neue Fälle). 62 weitere Menschen sind seit dem Vortag an oder mit Corona gestorben. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 77,7 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Schwesig kritisiert fehlende Planungssicherheit bei Corona-Impfungen

7.17 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat erneut fehlende Planungssicherheit bei den Corona-Impfungen bemängelt. "Zur Zeit haben wir nur Planungsdaten bis zum 20. Februar - und das reicht nicht, um den Menschen längerfristige Angebote zu machen", sagte Schwesig.

Die Ministerpräsidentin sprach nach den stundenlangen Beratungen, an denen auch Spitzenvertreter von Pharma-Unternehmen teilgenommen hatten, von einem durchwachsenen Ergebnis. "Die EU-Kommissare konnten für mich nicht überzeugend darstellen, warum nicht mehr bestellt wurde, wie es in anderen Ländern der Fall ist", kritisierte sie. Schwesig zeigte sich hingegen zuversichtlich, dass ab April mehr Impfstoff zu bekommen sei.

Das waren die News am 1. Februar 2021:

Tschentscher widerspricht Gesundheitsminister Spahn

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hält es für keinesfalls gesichert, dass alle Impfwilligen in Deutschland bis Ende des Sommer eine Corona-Schutzimpfung erhalten können. „Damit wir bis Ende September dieses Versprechen der Bundesregierung einlösen können, müssen wir alle Hebel in Bewegung setzen", sagte der SPD-Politiker am Montag nach Beratungen der Regierungschefs von Bund und Ländern mit Vertretern der EU und der Impfstoffhersteller. Deshalb sei es wichtig gewesen, dass alle Beteiligten bei dem Gespräch ihre Möglichkeiten und Erwartungen ausgetauscht hätten. Klar sei aber auch: „Es wird die nächsten Wochen noch sehr, sehr eng werden“, sagte Tschentscher mit Blick auf den Impfstoff.

„Die gute Nachricht: Die Hersteller planen eine deutliche Erhöhung der Impfstoffproduktion. Die schlechte Nachricht: In den kommenden Wochen - also jetzt im Februar, März - wird sich das noch nicht auswirken“, sagte Tschentscher. Dabei seien auch die schon angekündigten Lieferungen „keineswegs sicher“. „Die Zusage der Bundesregierung (...) beruht, wenn ich das einmal zurückhaltend sagen darf, also auf sehr unsicheren Annahmen.“ Das Ziel, alle Impfwilligen bis Ende des Sommers zu impfen, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgegeben.

Auch in Schleswig-Holstein viele Tote nach Corona-Erkrankung

In Schleswig-Holstein wurden am Montag 109 neue Corona-Erkrankungen registriert. Eine Woche zuvor waren es 111. Der Inzidenzwert liegt nun bei 78,5 - nach 80,1 am Sonntag und 79,3 am Samstag. 

Zugleich gab es binnen eines Tages 29 weitere gemeldete Corona-Todesfälle - der Höchstwert im Verlauf der vergangenen sieben Tage. Das geht aus den Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Montagabend veröffentlichte. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Bundesland mit oder an Corona gestorben sind, stieg auf 917.

513 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt, 97 von ihnen intensivmedizinisch, 56 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 29.600 geschätzt. Seit Beginn der Pandemie hat es in dem Bundesland 36.299 nachgewiesene Corona-Infektionen gegeben.

Viele Corona-Todesfälle in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag 84 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Sonntag waren es 91, am Montag vor einer Woche wurden 105 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 23 auf nunmehr 474.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten sank im Vergleich zum Vortag um zwei auf 360. Auf Intensivstationen liegt ein Patient mehr, also 82 Patienten. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen liegt bei nun 20.018 Als genesen gelten 16.460 Betroffene.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ging sowohl im Vergleich zum Vortag als auch zur Vorwoche zurück. Sie erreichte 89,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. An Sonntagen und Montagen gehen die Infektionszahlen in der Regel im Vergleich zu den Vortagen zurück, weil am Wochenende generell weniger getestet wird. Den höchsten Inzidenz-Wert im Land verzeichnet demnach weiterhin der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 163. Den geringsten Wert hat der Landkreis Rostock mit 43,1.

Impftermine: Erneut großer Andrang bei Hotline

Bei der Vergabe neuer Impftermine in Hamburg hat es auch am Montag wieder einen Ansturm Impfwilliger gegeben. „Es gibt einen erwartbar hohen Andrang“, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich. Allein am Vormittag seien rund 15.000 Termine vergeben worden. Insgesamt sollten im Laufe des Tages 33.500 Termine für Erst- und Zweitimpfungen im zentralen Impfzentrum in den Messehallen freigeschaltet werden. Zum Impfen aufgerufen sind Menschen über 80 sowie Mitarbeiter der mobilen und stationären Pflegedienste.

Da die Termine kontingentweise freigegeben würden, lohne es sich, es auch am Nachmittag unter der bundeseinheitlichen Nummer 116 117 oder online unter impfterminservice.de zu versuchen, erklärte Helfrich. Es sei von Vorteil, von einer Hamburger Festnetznummer anzurufen. „Dann landen sie auch in einem Hamburger Call-Center.“ Andere Rufnummern würden hingegen von einem bundesweit operierenden Call-Center bearbeitet.

155 Neuinfektionen und zwei Tote in Hamburg

12.21 Uhr: In Hamburg sind am Montag 155 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 20 mehr als am Sonntag aber 46 weniger als am Montag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen weiter auf nun 86,1 (Vortag: 88,6). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 97,0 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1073 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 31. Januar), zwei Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 46.562 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 39.500 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 29. Januar 416 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 84 Corona-Patienten, 67 davon sind Hamburger.

Vor großem Impf-Gipfel: Tschentscher verlangt „Transparenz und Zuverlässigkeit“

11.24 Uhr: Der Erste Bürgermeister Hamburgs, Peter Tschentscher (SPD), hat die Verzögerungen bei der Lieferung von zugesagten Corona-Impfdosen heftig kritisiert. „Es ist nicht verstehbar, welche Verträge mit wem geschlossen sind und warum es nicht möglich ist, bei einem Hersteller, der schon eine Lieferverpflichtung übernommen hat, der schon angekündigt hat, dass er Impfstoff liefert, dass solche Zusagen zurückgezogen und Termine nicht eingehalten werden“, sagt Tschentscher dem Fernsehsender phoenix am Montag.

Der SPD-Politiker verlangte „Transparenz und Zuverlässigkeit“ bei der Auslieferung der Impfdosen. Dabei sieht er die Bundesregierung in der Pflicht. „Der Bund hat zugesagt, dass er sich um die Impfstoffversorgung kümmert“, so Tschentscher. „Die Länder sind seit Mitte Dezember bereit, große Mengen Impfstoff einzusetzen, so wie es im Oktober angekündigt wurde.“ Doch Woche für Woche gebe es neue Probleme, die dies unmöglich machten.

Mit Blick auf den heutigen Impfgipfel appellierte Tschentscher: „Es muss möglich sein, hier eine Verlässlichkeit herzustellen“, um die Impfung der älteren Menschen in kürzester Zeit zu gewährleisten. Dazu benötige man „zuverlässige Angaben der Hersteller, wann mit welchem Impfstoff zu rechnen ist“. Auch ein nationaler Impfplan müsse nun auf dem Impfgipfel vorgelegt werden. „Wenn Hersteller, Bundesregierung und Länder jetzt gemeinsam diesen Plan angehen, bin ich zuversichtlich, dass wir auch vorankommen“, so Hamburgs Erster Bürgermeister.

Bei dem heutigen Impfgipfel wollen Bund und Länder zusammen mit Vertretern der Imfpstoffhersteller und der EU-Kommission in einer Videokonferenz über den Fortgang beim Impfen beraten.

Niedersachsen: 308 Neuinfektionen und drei Tote

10.35 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Montag um 308 neue Fälle gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es noch 985.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 142.927. Binnen eines Tages wurden zudem drei weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3285 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, sank leicht und lag im Landesdurchschnitt bei 78,0 (Vortag: 78,7).

Trotz Corona: Niedersachsen nimmt durch Blitzer erneut Millionen ein

9.53 Uhr: Auch im vergangenen Jahr sind durch Blitzer die Stadtkassen in Niedersachsen ordentlich gefüllt worden – daran ändert auch die Corona-Pandemie nichts. In Hannover waren es beispielsweise rund 4,1 Millionen Euro, die sich aus Bußgeldern von rund 84.000 Geschwindigkeits- und 4600 Rotlichtverstößen zusammensetzen. „Einen wie auch immer gearteten „Corona-Effekt” können wir nicht feststellen”, sagte Sprecher Udo Möller.

In Braunschweig sind die Geschwindigkeitsübertretungen mit 20.375 etwas geringer gewesen als im Jahr zuvor (22.299). „Als sehr grobe Schätzung ist davon auszugehen, dass im vergangenen Jahr in den sechs Monaten, in denen Einschränkungen galten, etwa 20 bis 30 Prozent weniger auf den Straßen waren”, erklärte Sprecher Adrian Foitzik.

In Wolfsburg wurden im Corona-Jahr knapp 93.000 Verstöße festgestellt. Im Vorjahr mit 77.000 deutlich weniger. Dort hatte Corona offenbar keinen Einfluss auf die Anzahl der Strafen genommen. Die Geschwindigkeitsmessungen führten zu Verwarnungs- und Bußgeldeinnahmen in Höhe von knapp 2,5 Millionen Euro. 2019 waren es 2,1 Millionen, 2018 1,8 Millionen. Dort hatte Corona offenbar keinen Einfluss auf die Anzahl der Strafen genommen.

In Osnabrück wurden mehr als 65.000 Verstöße im fließenden Verkehr geahndet. Daraus resultierten Einnahmen in Höhe von knapp 1,5 Millionen Euro. Weil 2019 die stationäre Überwachung mehrere Monate stillgestanden hatte, sind die Zahlen nicht vergleichbar.

Virologe Streeck spricht über Corona und Lockdown-Schäden

7.01 Uhr: Der Virologe Hendrik Streeck plädiert dafür, die gesellschaftlichen Schäden durch den Kampf gegen Corona nicht zu vernachlässigen und systematisch zu erfassen. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte der Mediziner: „Wir haben harte Fakten zum Virus. Aber wir haben sehr wenige Fakten zu Kollateralschäden und Nebenwirkungen. Das sollte im gleichen Maße überprüft und erfasst werden, damit auch diese Daten in die Entscheidungen der Politik mit einfließen.“

„Die Politik muss abwägen und darf sich nicht nur von Virologen, Epidemiologen und Physikern leiten lassen. Kinderärzte, Psychologen und Soziologen warnen vor den Kollateralschäden, die Wirtschaft und Künstler leiden: All dies gilt es zu bedenken“, sagte Streeck, der das Institut für Virologie der Universitätsklinik Bonn leitet. Bis heute sei außerdem nicht überprüft, welche Einschränkungen der bisherigen Lockdowns tatsächlich welche Wirkung gehabt hätten.

Das Ziel, das Virus Richtung null zurückzudrängen, hält der Professor für unrealistisch. „No Covid, Zero Covid: Wenn man die Konzepte liest, sind die Unterschiede letztlich nicht sehr groß.“ Dass Corona nicht ausgemerzt werden könne, sei aber eine Realität, mit der es klarzukommen gelte.

Streeck sprach Modellrechnungen eine wichtige, aber begrenzte Bedeutung zu. „Sie sind ein wichtiges Instrument, aber wir können uns nicht alleine auf sie verlassen.“ Angaben aus dem vergangenen Frühjahr, dass jede Form der Lockerung zu dramatischen Zahlen führen würden, seien etwa unzutreffend gewesen. „Die Argumentation derer, die sie immer wieder anführen, ist häufig auch sehr emotional getrieben und blendet auch unsere Lebenserfahrungen mit Coronaviren aus.“ So rechne er auch in diesem Frühjahr mit einer stark dämpfenden Wirkung der Jahreszeit.

Außerdem lobte der Virologe die Stufenpläne aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen. „Wir sollten Korridore entwickeln, die festlegen, ab welchen Inzidenzwerten was zugelassen werden kann, oder ab wann doch noch mal nachgeschärft werden müsste.“ Dies eröffne den Bürgern eine klare Perspektive und motiviere sie, die Regeln einzuhalten.

Das waren die Corona-News am 31. Januar:

183 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

23.09 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Sonntag 183 neue Corona-Infektionen gemeldet, deutlich weniger als am Vortag (304 neue Fälle).

Landesweit werden aktuell 506 Menschen mit Covid19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt. 100 Erkrankte liegen auf einer Intensivstation, 60 davon müssen beatmet werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Schleswig-Holstein bei 80,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Am höchsten ist die Inzidenz im Landkreis Pinneberg (157,2), in Lübeck (144,6) sowie in Flensburg (119,8). Die niedrigste Inzidenz weisen die Kreise Dithmarschen (27), Plön (30,3), Rendsburg-Eckernförde (38,3) und Steinburg (42,7) auf.

MeckPomm: 91 neue Corona-Neuinfektionen gemeldet

17.27 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag 91 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Samstag waren es 167, am Sonntag vor einer Woche wurden 113 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um drei auf nunmehr 451.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten sank im Vergleich zum Vortag um acht auf 362. Auf Intensivstationen lagen nach wie vor 81 Patienten. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen liegt bei nun 19 935. Als genesen gelten 16.235 Betroffene.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ging sowohl im Vergleich zum Vortag als auch zur Vorwoche zurück. Sie erreichte 90,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Vor einer Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 106,5, am Samstag lag sie bei 93,2. An Sonntagen und Montagen gehen die Infektionszahlen in der Regel im Vergleich zu den Vortagen zurück, weil am Wochenende generell weniger getestet wird.

Den höchsten Inzidenz-Wert im Land verzeichnet demnach weiterhin der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 164,7. Den geringsten Wert hat die Stadt Rostock mit 43,0.

Hamburg vergibt ab Montag neue Impftermine

16.21 Uhr: Ab Montag geht es in Hamburg weiter: 33.500 neue Impftermine gibt es nun für die Hamburgerinnen und Hamburger. Berechtigte können ab dem 1. Februar versuchen, einen der Termine zu bekommen. Wer die Corona-Impfung in den Messehallen machen möchte, kann sich ab Montag unter der Nummer 116 117 oder online  anmelden. Wie die Sozialbehörde mitteilte, geht es bei den Terminen um den Zeitraum von Anfang Februar bis März.

Drei Wochen später sollen außerdem Termine für Zweitimpfungen vergeben werden. Nach wie vor sind in dem Impfzentrum in den Hamburger Messehallen nur Angehörige der höchsten Prioritätsstufe – also über 80-Jährige sowie Pflegebeschäftigte – Impf-berechtigt. Vor ungefähr zwei Wochen war die Terminvergabe aufgrund von Lieferengpässen des Impfstoffes vorübergehend eingestellt worden. Laut Behörde ist nach wie vor eine „zurückhaltende Planung” erforderlich, je nach Verfügbarkeit würden dann mehrfach pro Woche nach und nach mehr Kontingente freigegeben.

Hamburgs Spitzenköchin Cornelia Poletto strickt gegen Corona-Langeweile

14.49 Uhr: Die Hamburger Spitzenköchin Cornelia Poletto hat in der Corona-Krise ein neues Hobby für sich entdeckt – das Stricken. „Mir ist abends ehrlich gesagt langweilig. Ich muss einfach etwas Produktives tun”, sagte die 49-Jährige dem „Hamburger Abendblatt”. Üblicherweise steht die ehemalige Sterneköchin am Abend in der Küche ihres Restaurants. Nun aber habe sie – nachdem die Familie bekocht ist – einfach frei. Mit den Stricknadeln ist sie dabei bislang durchaus erfolgreich: „Ein Rainbow-Schal ist fertig. Ein erster Pullover auch”. Derzeit kämpfe sie mit einem weiteren, deutlich komplizierteren Modell und habe sich dafür sogar telefonisch Tipps vom Wollhändler ihres Vertrauens geholt. Die Norddeutsche kocht seit mehr als zehn Jahren auch im Fernsehen – sowohl in eigenen Sendungen („Polettos Kochschule”, „Küchenschlacht”) als auch als Gastköchin („Lanz kocht”) und Jurorin („The Taste”). Zudem ist sie Gastgeberin der Palazzo-Show in Hamburg. Dass Poletto im Moment „wieder viel mehr und mit großer Freude für die Familie” kochen kann, genieße sie durchaus. Dennoch kann sie den Restaurant-Neustart kaum erwarten: „Mir und meinem Team fehlt die Arbeit schon sehr.”

Schleswig-Holsteins Justizminister lehnt Einschränkungen ab

11.25 Uhr: Schleswig-Holsteins Justizminister Claus Christian Claussen hat vor zu pauschalen Eingriffen in Grundrechte zur Eindämmung der Corona-Pandemie gewarnt. Nächtliche Ausgangssperren oder Beschränkungen des Bewegungsradius hält der CDU-Politiker für nicht geeignet: „Meines Erachtens ist so eine pauschale Ausgangssperre wie ein Schrotschuss irgendwo ins Dickicht – in der Hoffnung, dass man irgendwo irgendwas damit bewirkt”, sagte Claussen. Für alle Eingriffe in Freiheitsrechte müsse selbst bei mehr als 200 Infektionen binnen Wochenfrist die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben.

In Schleswig-Holstein überschritten der Kreis Pinneberg und Flensburg die Grenze der Inzidenz von 200, ab der Kreise und Kommunen die Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern um den Wohnort einschränken können.

Ein 15 Kilometer kleiner Bewegungsradius wirke sich in Stadt und Land völlig unterschiedlich aus, sagte Claussen. „Zieht man in der Mitte von Hamburg einen 15 Kilometer Radius um die konkrete Wohnadresse, haben Sie potenziell Kontakt zu einer halben Million Menschen. Wenn Sie das auf Pellworm machen – um mal ein Extrembeispiel zu nehmen – dann können sich Betroffene mit 1500 Insulanern treffen.“

„Wir müssen uns bei allen Regeln immer überlegen: Ist es verhältnismäßig, in Freiheitsrechte der Bürger einzugreifen?“, sagte der Jurist.

In der Debatte um mögliche Verschärfungen der Corona-Regeln aus Sorge vor der Ausbreitung von Virusmutationen sei stets die Frage zu stellen, „können wir eingreifen” in die Rechte der Menschen. „Und wenn wir dabei zu dem Schluss kommen, dass das eben nicht verhältnismäßig, nicht geeignet und nicht erforderlich ist, dann dürfen solche Freiheitseinschränkungen auch nicht erfolgen.”

135 Neuinfektionen und fünf Tote in Hamburg

11.52 Uhr: In Hamburg sind am Sonntag 135 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 114 weniger als am Samstag und 130 weniger als am Sonntag vor einer Woche. Am Wochenende sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil weniger getestet wird.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen weiter auf nun 88,6 (Vortag: 95,4). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 97 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1071 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 30. Januar), fünf Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 46.407 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 39.000 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 29. Januar 416 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 84 Corona-Patienten, 67 davon sind Hamburger.

Mehr als 260 Klagen gegen Corona-Einschränkungen im Norden

11.07 Uhr: Gegen die Corona-Regeln gehen an Schleswig-Holsteins Verwaltungsgerichten weiter Klagen ein. Am Verwaltungsgericht gab es seit Beginn der Pandemie mit Stand 25. Januar 170 Eilverfahren mit Corona-Bezug, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. 2020 lehnte das Gericht 103 von 165 Anträgen ab.

Zwölf Anträge waren im vergangenen Jahr erfolgreich. Im Mai entschied das Verwaltungsgericht, dass einem Tattoo-Studio das Tätowieren außerhalb des Gesichtsbereichs nicht untersagt werden darf. Die anderen Verfahren erledigten sich anderweitig, wurden zuständigkeitshalber verwiesen oder 2020 nicht mehr abgeschlossen. Soweit Klagen in den Hauptsacheverfahren nicht zurückgenommen oder verwiesen wurden, ist darüber laut Gericht noch nicht entschieden.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) entschied im Zusammenhang mit der Pandemie über 92 erstinstanzliche Normenkontroll-Eilverfahren. Dort waren zwei Anträge erfolgreich: Das OVG entschied im April, dass das Outlet-Center in Neumünster wieder öffnen durfte. Im Oktober kippten die Richter das sogenannte Beherbergungsverbot von Touristen aus Corona-Hotspots.

Niedersachsen: 985 Neuinfektionen und 15 Tote

10.41 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter. Am Sonntag meldete das Landesgesundheitsamt 985 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 142.619. Binnen eines Tages wurden zudem 15 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3282 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, stieg wieder leicht und lag im Landesdurchschnitt bei 78,7 (Vortag: 77,7).

Vor Corona-Gipfel: Schlagabtausch zwischen Tschentscher und Bund auf Twitter

8.36 Uhr: Politiker und Verbandsvertreter fordern vom Corona-Impfgipfel am Montag mehr Klarheit über Zeitpläne, Prioritäten für Bevölkerungsgruppen und verfügbare Impfstoffe. Darunter auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), der am Samstag via Twitter moniert hatte (siehe Meldung vom 30. Januar, 15.24 Uhr): „Gerade teilt das Bundeskanzleramt mit, dass jetzt auch die zugesagten Lieferungen der Moderna-Impfstoffe reduziert werden. Wie soll man da Impfungen planen?“

Nach einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums, die Tschentscher auch öffentlich machte, fügte Hamburgs Bürgermeister hinzu: „Was bedeutet `Engpässe´ bei Moderna? Bleibt es bei den zugesagten 670.000 Impfdosen in der 8. Kalenderwoche?“

Weiter twitterte er: „Man kann die Impfstoffe der verschiedenen Hersteller zwischen 1. und 2. Impfung nicht wechseln. Auf dem Impfgipfel am kommenden Montag brauchen wir verlässliche Aussagen der Hersteller zu Liefermengen und Terminen“. Sicher ist: So genervt hat man Tschentscher selten erlebt.

Nach Corona-Fällen: Kliniken in Husum und Niebüll öffnen wieder schrittweise

8.20 Uhr: Die von einem Corona-Ausbruch betroffenen Kliniken in Husum und Niebüll kehren stufenweise zum Normalbetrieb zurück. Die Klinik Niebüll stehe bereits seit heute um 6 Uhr wieder vollständig zur Verfügung, teilte der Kreis Nordfriesland mit. Das Krankenhaus in Husum öffne am Montag um 6 Uhr für Notfälle und die Geburtshilfe. Auch die Medizinischen Versorgungszentren mit den Facharztpraxen an beiden Standorten nehmen den Angaben nach ihren Betrieb wieder auf. Zuvor hatte es einen zweiwöchigen Belegungsstopp gegeben.

Bei insgesamt 200 Patienten und Mitarbeitern war das Coronavirus nachgewiesen worden. Die Ursache des Ausbruchs sei bislang „trotz intensiver Suche und umfangreicher Nachverfolgungen” unklar, hieß es. Patienten, deren geplante Behandlungen in der letzten Zeit verschoben worden sind, werden angerufen, um neue Termine zu vereinbaren. Bei der dritten Reihentestung aller Mitarbeitenden am Donnerstag und Freitag sei in Niebüll niemand positiv auf das Coronavirus getestet worden, hieß es. In Husum habe es zwar drei neue positive Befunde gegeben, es werde aber von einer Ansteckung außerhalb des Klinikums ausgegangen.

Das waren die News am 30. Januar:

304 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

23.04 Uhr: In Schleswig-Holstein sind innerhalb eines Tages 304 neue Corona-Fälle registriert worden. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Samstagabend veröffentlichte. Eine Woche zuvor hatte es 477 Neuinfektionen gegeben.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sank weiter - auf 79,3 (Freitag: 84,0). Als Zielmarke gelten weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 24 auf 877. 488 Corona-Patienten werden den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt. 89 werden intensivmedizinisch betreut, 58 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 29.000 geschätzt. Seit Beginn der Pandemie hat es in dem Bundesland 36.007 nachgewiesene Corona-Infektionen gegeben.

Corona-Ausbruch: Hygiene-Verstöße bei Airbus festgestellt

21.02 Uhr: Schon vor dem jüngsten Corona-Ausbruch bei Airbus hatte das Amt für Arbeitsschutz im Hamburger Werk laut „Abendblatt” Verstöße gegen die Hygienevorschriften angemahnt. Bei einer Begehung der betroffenen Bereiche nach dem Ausbruch, bei dem bisher sieben Angestellte positiv auf die britische Virusmutation getestet wurden, sind demnach nun erneut Mängel offenbart worden – und zwar beim Schutz der Mitarbeiter vor Infektionen. Laut der Zeitung soll dabei gegen Regelungen zu Abständen, Masken, zum Lüften oder der Verfügbarkeit von Desinfektionsmitteln verstoßen worden sein. Auch Absprachen mit Fremdfirmen zum Thema Infektionsschutz sollen nicht immer ausreichend gewesen sein.

Krematorien noch nicht an Belastungsgrenze

18.25 Uhr: Die Zahl der Corona-Toten steigt – auch im Norden haben die Krematorien viel zu tun. „Doch wir haben unsere Kapazitätsgrenzen noch lange nicht erreicht”, sagen die Betreiber. Trotz den steigenden Zahlen seien Anstalten in Hamburg und Schleswig-Holstein noch lange nicht an der Belastungsgrenze.

In den Krematorien auf dem Ohlsdorfer und dem Öjendorfer Friedhof seien bislang keine signifikanten Steigerungen der Kremationszahlen im Vergleich zu den Vorjahren zu verzeichnen, sagte Lutz Rehkopf, Sprecher der Hamburger Friedhöfe. Ähnlich äußerte sich der Geschäftsführer der Feuerbestattungen Schleswig-Holstein, Ralf Paulsen. Bilder gestapelter Särge wie etwa im sächsischen Meißen gäbe es im Norden nicht, sagte er. 

Auch in den beiden Hamburger Krematorien Ohlsdorf und Öjendorf gibt es nach Angabe von Sprecher Rehkopf genügen Kapazitäten. Auch Simon Albertsen, Betriebsleiter des von der Stadt betriebenen Flensburger Krematoriums, sieht bislang keine Schwierigkeiten. „Sollte sich die Situation ändern, könnten wir auch im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten”, sagte er. Im Jahr 2020 gab es nach Angaben Albertsens in Flensburg rund 4100 Kremierungen, theoretisch wären rund 4400 Einäscherungen im Jahr möglich.

Wieder Impfstoff-Lieferung reduziert: Tschentscher reagiert angefressen

15.24 Uhr: Die Impfstoff-Lieferprobleme nehmen kein Ende: Das Bundeskanzerlamt hat am Samstag mitgeteilt, dass nun auch die zugesagten Impfstoff-Lieferungen der Firma „Moderna” für Hamburg reduziert werden. Darüber war Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher nicht gerade erfreut. In einem Twitter-Post machte er seinem Ärger Luft und bemängelte die durch die Lieferengpässe erschwerte Planung bei den Impfungen.

Über 1000 Neuinfektionen in Niedersachsen

14.51 Uhr: Nach 990 gemeldeten Fällen am Freitag wurden am Samstag in Niedersachsen 1065 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Das sind 142 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 77,7. An oder mit dem Virus gestorben sind seit gestern 40 weitere Menschen.

249 Neuinfektionen in Hamburg - Inzidenz-Wert steigt wieder

12.08 Uhr: Am Samstag wurden für Hamburg 249 neue Corona-Infektionen vermeldet. Das sind 15 mehr als am Freitag. Vergangenen Samstag wurden 204 Neuinfektionen gemeldet. Der Inzidenz-Wert in der Hansestadt steigt so wieder leicht an. Pro 100.000 Einwohner steckten sich in den vergangenen sieben Tagen 95,4 Menschen an (Vortag: 93).

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Hamburg insgesamt 46.272 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 38.800 davon gelten inzwischen wieder als genesen. In Hamburger Krankenhäusern werden derzeit 416 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus stationär behandelt, auf den Intensivstationen befinden sich 84 Patientinnen und Patienten.

Im Norden: Mehr als 260 Klagen gegen Corona-Regeln

9.10 Uhr: In Schleswig-Holstein hagelt es weiterhin Klagen: Gegen die Corona-Regeln gab es in dem Bundesland seit Beginn der Pandemie 170 Eilverfahren (Stand 25. Januar). So eine Gerichtssprecherin des Verwaltungsgerichts. 2020 lehnte das Gericht 103 von 165 Anträgen ab. Zwölf Anträge waren im vergangenen Jahr jedoch erfolgreich. Im Mai entschied das Verwaltungsgericht, dass einem Tattoo-Studio das Tätowieren außerhalb des Gesichtsbereichs nicht untersagt werden darf.
Die anderen Verfahren erledigten sich anderweitig, wurden zuständigkeitshalber verwiesen oder 2020 nicht mehr abgeschlossen. Soweit Klagen in den Hauptsacheverfahren nicht zurückgenommen oder verwiesen wurden, ist darüber laut Gericht noch nicht entschieden.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) entschied im Zusammenhang mit der Pandemie über 92 erstinstanzliche Normenkontroll-Eilverfahren. Dort waren zwei Anträge erfolgreich: Das OVG entschied im April, dass das Outlet-Center in Neumünster wieder öffnen durfte. Im Oktober kippten die Richter das sogenannte Beherbergungsverbot von Touristen aus Corona-Hotspots.

Das waren die Corona-News vom 29. Januar

Schwesig: „Eher Verschärfungen“ von Corona-Auflagen

21.35 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Hoffnungen auf rasche Lockerungen von Corona-Auflagen eine Absage erteilt. Sie sehe die Mutationen des Coronavirus mit ganz großer Sorge, sagte die SPD-Politikerin am Freitagabend in einem ARD-„Extra“. „Dann, glaube ich, reden wir weniger über Lockerungen, sondern eher über Verschärfungen“, betonte Schwesig.

Verärgert zeigte sich Schwesig über die schleppenden Lieferungen von Corona-Impfstoffen. Es stehe fast alles still, weil Impfstoff fehle. Die Europäische Union habe zu spät und zu wenig bestellt. „Das ist wirklich bitter“, sagte die SPD-Politikerin. Vor dem Impfgipfel am Montag forderte sie von der Bundesregierung mehr Klarheit und Verbindlichkeit. Man müsse vor Ort wissen, wann welche Lieferung komme.

291 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

21 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Freitag 291 neue Corona-Fälle gemeldet (Vortag: 388 neue Fälle). In Kliniken behandelt werden derzeit 485 Menschen mit Covid19-Erkrankungen, davon 84 auf einer Intensivstation. 52 Menschen müssen beatmet werden. Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg wie am Vortag um 19 – auf nun 853. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 84,0 Fällen pro 100.000 Einwohner (gestern 89,7). Im Kreis Pinneberg liegt die Inzidenz bei 167,4, in Flensburg bei 128,7, in Lübeck bei 128,4. Mehr Infos finden Sie hier. 

Flensburg meldet 39 Fälle des mutierten Coronavirus

18.58 Uhr: In Flensburg sind inzwischen 39 Fälle der in Großbritannien verbreiteten Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Das teilte die Stadt am Freitagabend mit. Es gebe 92 Verdachtsfälle. Sie werde nun täglich über die Zahl der Mutations-Fälle berichten.

„Während wir über Monate ein moderates Fallgeschehen hatten, registrieren wir nun einen deutlichen Anstieg“, sagte Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD). „Ob der rasche Anstieg der Fallzahlen im Zusammenhang mit dem Vorhandensein der Mutation steht, können wir nur mutmaßen.“ Auch wenn es nur wenige wissenschaftliche Erkenntnisse über die Mutation gebe, so werde immer wieder darauf hingewiesen, dass sie mit einer höheren Infektiosität einhergehe, betonte Lange. Der Inzidenzwert – also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen – wird laut Stadt am Samstag bei 130,9 stehen.

Schüler erhalten Zeugnisse auf dem Parkplatz

18.05 Uhr: Trotz Corona-Pandemie gab es Halbjahreszeugnisse für gut 350.000 Schüler in Schleswig-Holstein. Die Lehrer der Beruflichen Schule des Kreises Pinneberg etwa hätten die Zeugnisse am Freitag auf verschiedene Weise ausgehändigt, sagte Schulleiter Ulrich Krause. „Wir geben unter anderem durch die Fenster im Erdgeschoss unsere Zeugnisse aus. Wir empfangen Schüler, die mit einem Auto kommen, auch auf dem Parkplatz.“ Dabei hätten die Lehrer die Zeugnisse aus Gründen der Distanz in den Kofferraum der Wagen gelegt. In Einzelfällen seien Schüler auch ins Schulgebäude gelassen worden.

Laut dem Ministerium konnten Schüler ihr Zeugnis mit Termin in der Schule abholen. Als weitere Möglichkeiten hatte Prien den Schulen Telefon/Videokonferenz genannt, wobei das schriftliche Zeugnis bei Beginn des Präsenzunterrichts übergeben werden soll. Auf Wunsch der Eltern konnten die Schulen eine Kopie des Zeugnisses per E-Mail verschicken. Nur in Ausnahmefällen sollte das Original per Post versandt werden.

Zeugnisse Schleswig-Holstein

Isabel Ahrens, Klassenlehrerin, übergibt auf dem Parkplatz der Beruflichen Schule des Kreises Pinneberg ein Zeugnis an eine Schülerin. Die Zeugnisausgabe für die Abschlussklassen fand an der BS-Pinneberg aus Infektionsschutzgründen unter anderem auf dem Parkplatz statt. 

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Vergabe einiger Impftermine in Niedersachsen läuft zäh

15.41 Uhr: Die Terminvergabe für Corona-Schutzimpfungen für über 80-Jährige in Niedersachsen, die zum Start am Donnerstag vollkommen überlastet war, wird auch in den kommenden Wochen zäh bleiben. Wie die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Freitag sagte, werden zunächst wegen des knappen Impfstoffs pro Woche nur etliche tausend Impftermine zu vergeben sein. So erwarte das Land in der kommenden Woche die Lieferung von rund 29.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer, die teils aber für die noch laufende Impfung von Heimbewohnern eingesetzt würden.

Zum Start der Terminvergabe am Donnerstag wurden rund 13.000 Impftermine vergeben; 2700 weitere Termine waren am Freitagmorgen noch verfügbar; gut 6000 Menschen kamen auf eine Warteliste. Am ersten Tag der Terminvergabe habe es mehr als acht Millionen Anrufversuche bei der Hotline und stündlich im Durchschnitt 1,4 Millionen Zugriffe auf das Online-Portal gegeben, berichtete Schröder. 

990 neue Corona-Fälle in Niedersachsen

15.10 Uhr: Niedersachsen meldet heute 990 neue Corona-Fälle. Gestern waren 1388 Neuinfektionen registriert worden, am Freitag vor einer Woche 1248. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank auf den Wert 79,7. Es wurden außerdem 56 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Insgesamt starben in Niedersachsen seit Beginn der Pandemie bislang 3227 Menschen.

234 Corona-Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz sinkt weiter

11.52 Uhr: In Hamburg sind am Freitag 234 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind zwölf weniger als am Donnerstag und 96 weniger als am Freitag vor einer Woche.
Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder auf nun 93 (Vortag: 98,1). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 100,1 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1037 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 28. Januar), acht Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 46.023 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 38.500 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 28. Januar 419 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 85 Corona-Patienten, 70 davon sind Hamburger.

Lockdown in Dänemark verlängert – was das für Schleswig-Holsteiner bedeutet

6.50 Uhr: Dänemark wird auch den gesamten Februar im Lockdown ausharren müssen. Die strikten Corona-Maßnahmen wurden am Donnerstag um weitere drei Wochen bis zum 28. Februar verlängert, wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen bekannt gab. Damit bleiben Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants, Fitnessstudios und viele weitere Einrichtungen aufgrund der Sorgen vor einer weiteren Ausbreitung von mutierten Coronavirus-Varianten geschlossen.
Auch die Schulen im nördlichsten deutschen Nachbarland bleiben zu. Es bestehe aber Hoffnung, dass die jüngeren Schüler bis zur vierten Klassen bereits vor dem 28. Februar in ihre Klassenräume zurückkehren könnten, kündigte Frederiksen an. Dazu werde man voraussichtlich Anfang nächster Woche mehr sagen können.

Zugleich bleiben auch die dänischen Grenzen für die meisten Ausländer weitgehend dicht. Ins Land kommt in der Regel nur, wer einen triftigen Einreisegrund sowie einen negativen Corona-Test vorweisen kann, der höchstens 24 Stunden alt ist. Für Menschen aus Schleswig-Holstein reicht neben einem Einreisegrund wie einem Arbeitsplatz in Dänemark oder engen familiären Kontakten ein Bescheid, der höchstens eine Woche alt ist. Ohne triftigen Grund müssen auch sie einen neueren negativen Test vorlegen.

Die Neuinfektionszahlen in Dänemark sind in den vergangenen Wochen zurückgegangen. Dennoch ist man dort derzeit sehr vorsichtig: Besonders die zunächst in England aufgetauchte und in Dänemark mittlerweile hundertfach nachgewiesene Virus-Variante hat zu Besorgnis geführt. „Die Mutationen haben die Spielregeln verändert”, sagte Frederiksen. Man könne die Entwicklung mit den Varianten nicht stoppen, sondern nur so viel wie möglich tun, um sie zu verlangsamen.

Bei den jüngsten Vergleichswerten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC steht Dänemark mittlerweile wieder etwas besser da als Deutschland. Der Start der Impfkampagne ist zudem zügiger angelaufen als in anderen EU-Ländern.

Tschentscher: Erfolgte Impfstofflieferungen sind „herbe Enttäuschung“

22.13 Uhr: Vor dem geplanten Impfgipfel von Bund und Ländern hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) das Bundesgesundheitsministerium für die Impfstoffknappheit verantwortlich gemacht. „Bund und Länder hatten eine klare Vereinbarung, dass die Länder die Durchführung der Impfungen organisieren und der Bund die Beschaffung des Impfstoffs übernimmt”, sagte Tschentscher am Donnerstag. Die Ankündigung von mehreren Millionen Impfdosen für Deutschland und der Aufbau des Hamburger Impfzentrums hätten große Erwartungen und Hoffnungen geweckt. „Die tatsächlichen Impfstofflieferungen sind vor diesem Hintergrund eine herbe Enttäuschung”, konstatierte der Bürgermeister.

Auf dem Impfgipfel am Montag müssten alle Handlungsoptionen geprüft und die erforderlichen Entscheidungen getroffen werden. „Die Zeit drängt. Jeder Tag der Virusverbreitung und des Lockdowns ist ein großer Schaden für die Bildung, die Wirtschaft, die Kultur und unsere Gesundheit”, sagte Tschentscher. An der Videokonferenz sollen neben Mitgliedern der Bundesregierung und den Regierungschefs der Länder auch Vertreter der Impfstoffhersteller sowie der betreffenden Verbände teilnehmen, wie ein Regierungssprecher in Berlin mitteilte. Zunächst hatte das Wirtschaftsmagazin „Business Insider” über den geplanten Gipfel berichtet.

Britische Virus-Variante bei weiteren Airbus-Mitarbeitern nachgewiesen

22.06 Uhr: Nach Angaben der Gesundheitsbehörde ist bei fünf weiteren coronapositiven Mitarbeitern des Airbus-Werks in Hamburg die britische Virusvariante nachgewiesen worden. Somit sind in Hamburg seit Dezember insgesamt zwölf Infektionen mit der infektiöseren Virusmutation festgestellt worden, darunter bei sieben Airbus-Mitarbeitern und fünf Reiserückkehrern. (Hier geht's zum vollständigen Artikel)

388 Neuinfektionen und 19 Tote in Schleswig-Holstein

20.40 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Donnerstag 388 neue Corona-Fälle gemeldet (Vortag: 509 neue Fälle). Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 19 auf 834. In Kliniken behandelt werden derzeit 505 Menschen mit Covid19-Erkrankungen, davon 87 auf einer Intensivstation. 57 Menschen müssen beatmet werden. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 89,7 Fällen pro 100.000 Einwohner. Im Kreis Pinneberg liegt die Inzidenz bei 168,3, in Flensburg bei 148,6, in Lübeck bei 141,8. Die einzigen Landkreise mit einer Inzidenz unter dem Wert von 50 sind Plön (33,4), Dithmarschen (42,0) und Steinburg (47,3).

Corona-Ausbruch in Altonaer Kita – Infizierte auf Mutation getestet

18.28 Uhr: Große Sorge um den Corona-Ausbruch in der Kita Elbpiraten an der Gasstraße in Altona: Laut aktuellem Stand des Gesundheitsamtes haben sich mittlerweile 13 der insgesamt 14 Erzieher und Erzieherinnen mit dem Coronavirus infiziert. Zudem sind nunmehr 18 der insgesamt 35 Kinder positiv auf das Virus getestet worden. Auch zahlreiche Familienmitglieder sind betroffen.

Ob es sich bei den Fällen um eine Corona-Mutation handelt, wird nun untersucht: „Das Infektionsgeschehen in der Kita Elbpiraten hat das Gesundheitsamt Altona dazu veranlasst, eine Sequenzierung durchführen zu lassen“, erklärt Pressesprecher Mike Schlink vom Bezirksamt Altona auf MOPO-Nachfrage. „Das heißt, dass die Proben noch einmal gezielt auf eine Mutation hin untersucht werden.“

Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, um alle Eventualitäten abzudecken, so Schlink weiter. „Das Testergebnis der Sequenzierung steht noch aus und wird in den kommenden Tagen erwartet.“

242 Corona-Neuinfektionen in Meck-Pomm – Inzidenz unter 100

17.55 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag 242 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mit. Am Vortag waren es 247 Ansteckungen, am Donnerstag vor einer Woche 274. 14 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus – insgesamt sind es nun 423 im Nordosten.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt bei nunmehr 19 431; als genesen gelten 15.595 Betroffene. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) sank seit dem Vortag um 1,9 auf 98,3. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge noch bei 107,9.

Die höchste Inzidenz mit 201,6 verzeichnet demnach weiterhin der Landkreis Vorpommern-Greifswald, gefolgt von der Mecklenburgischen Seenplatte mit 136,8 und Ludwigslust-Parchim mit 125,1.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten sank im Vergleich zum Vortag um 13 auf 361, die Zahl solcher auf Intensivstationen ging im selben Zeitraum um einen auf 77 zurück. Nach Lagus-Angaben wurden bislang 66.337 Impfdosen im Nordosten verabreicht. 12.718 Menschen haben demnach bereits zwei Impfdosen erhalten, 53.619 eine.

Lauterbach kritisiert Corona-Lockerungsplan von Schleswig-Holstein

15.12 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat auf den von Schleswig-Holstein angeregten Stufenplan für einen Abbau der Corona-Einschränkungen mit einem Gegenvorschlag reagiert. „Ich halte eine viel simplere Regelung für zielführend“, sagte Lauterbach der „Saarbrücker Zeitung“ (Freitag-Ausgabe).

„Wir müssen es schaffen, den R-Wert unter 0,7 zu halten und die Neu-Inzidenz unter 25. Erst dann kann man sicher sein, dass sich die neuen Mutationen in Deutschland nicht ausbreiten“, so Lauterbach. Beide Werte wären auch besser haltbar, weil die Gesundheitsämter dann wieder sämtliche neue Fälle nachverfolgen könnten, erläuterte der SPD-Politiker. Wenn diese beiden Ziele erreicht seien, könnten die Lockerungen beginnen. „Aber wirklich erst dann. Ansonsten werden wir im Sommer erneut große Probleme bekommen“, meinte Lauterbach.

Zugleich begrüßte er die Pläne der Bundesregierung für einen Impfgipfel. Ein solches Treffen könne „für Klarheit sorgen, welche Impfungen wann realistisch erwartbar sind“. Das bedeute auch Transparenz bei den Impfmengen, sodass die Länder planen könnten. „Idealerweise müssen natürlich auch die Pharmaunternehmen teilnehmen“, sagte Lauterbach.

Hamburg: Impfungen in Pflegeheimen im Plan

14.38 Uhr: Die Corona-Schutzimpfungen in Pflegeeinrichtungen kommen trotz knappen Impfstoffes offenbar gut voran. In der kommenden Woche sollen alle Impfwilligen eine Erstimpfung erhalten haben, wie Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) bei einem Besuch der mobilen Impfteams sagte. „Das bedeutet auch, dass planmäßig bis Anfang März die beiden nötigen Schutzimpfungen flächendeckend in allen Pflegeeinrichtungen durchgeführt werden können.“

Inzwischen verabreichten täglich in sechs bis acht Pflegeheimen mobile Teams Impfungen. „Für die ältesten Hamburgerinnen und Hamburger ist das ein wichtiger Schutz, der durch eine sehr gute Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglicht wurde“, sagte Leonhard. Die mobilen Impfteams werden in Hamburg vom Deutschen Roten Kreuz organisiert.

Dass man den ambitionierten Zeitplan einhalten könne, liege auch daran, dass in den vergangenen Wochen massiv Impfstoff in die Pflegeeinrichtungen geleitet worden sei, hieß es in der Gesundheitsbehörde. Neben den rund 16.000 Bewohnern soll sich auch das Pflegepersonal impfen lassen – insgesamt geht es um etwa 30.000 Personen. Die Impfbereitschaft sei nach anfänglicher Zurückhaltung inzwischen großem Interesse gewichen, so dass die erwartete Impfquote von etwa 70 Prozent noch überschritten werden dürfte.

Bei drei in der täglich auch von der Gesundheitsbehörde verbreiteten RKI-Impf-Statistik ausgewiesenen Null-Tagen, an denen demnach in Hamburg gar keine Impfungen stattfanden, handele es sich offenkundig um Übermittlungsfehler, sagte Behördensprecher Martin Helfrich. „Es gab im Januar in Hamburg keine Tage ohne Impfungen.“ Vielmehr nähmen die mobilen Teams durchschnittlich 800 Impfungen täglich vor. Hinzu kämen die Impfungen im Impfenzentrum in den Messehallen, wo die Kapazität mit Beginn der Zweitimpfungen erst am Dienstag von bis dato 500 auf 1000 Impfungen täglich verdoppelt worden war.

Wann neue Impftermine für das Impfzentrum vergeben werden können, stand auch am Donnerstag noch nicht fest. Wegen Lieferengpässen bei den Impfstoff-Herstellern war die Vergabe in der vorvergangenen Woche eingestellt worden. Nach dpa-Informationen dürfte es erst in der kommenden Woche weitere Terminvergaberunden geben.

246 Neuinfektionen und 26 Tote in Hamburg

12.07 Uhr: In Hamburg sind am Donnerstag 246 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 154 weniger als am Mittwoch und 60 weniger als am Donnerstag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder auf nun 98,1 (Vortag: 101,3). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 97,4 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1029 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 27. Januar), 26 Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 45.789 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 38.300 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 27. Januar 437 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 90 Corona-Patienten, 74 davon sind Hamburger.

Niedersachsen: 1388 Neuinfektionen und 46 Tote

09.32 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen lag am Donnerstag bei 1388 Fällen. Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 139.579. Binnen eines Tages wurden zudem 46 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3171 Menschen mit dem Virus in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 82,5.

Das waren die Corona-News am 27. Januar:

Wieder viele Neuinfektionen im Norden

21.09 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Mittwoch 509 neue Corona-Fälle gemeldet (Vortag: 558 neue Fälle). Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 21 auf 815. In Kliniken behandelt werden derzeit 494 Menschen mit Covid19-Erkrankungen, davon 89 auf einer Intensivstation. 52 Menschen müssen beatmet werden. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 93,6 Fällen pro 100.000 Einwohner. Im Kreis Pinneberg liegt die Inzidenz bei 191,1, in Lübeck bei 152,4, in Flensburg bei 138,6 und im Kreis Segeberg bei 108,6. Die einzigen Landkreise mit einer Inzidenz unter dem Wert von 50 sind Plön (37,3), Steinburg (47,3) und Rendsburg-Eckernförde (48,5).

Schleswig-Holstein: Landtag gegen Gratis-FFP2-Masken für alle Bürger

20.29 Uhr: Die SPD ist mit der Forderung gescheitert, den Schleswig-Holsteinern kostenlos FFP2-Masken gegen das Coronavirus zum Tragen in Bus und Bahn sowie beim Einkauf zur Verfügung stellen. Der Landtag lehnte den Antrag am Mittwoch ab. Zur Begründung ihrer Initiative verwies die SPD auf die von Bund und Ländern beschlossene Pflicht zum Tragen medizinischer Masken, die besser vor Ansteckung schützen. Besonders Geringverdiener und arme Menschen sollten entlastet werden.

FFP2-Masken seien sicherer als andere, die auch als medizinisch tituliert werden, sagte die SPD-Sozialpolitikerin Birte Pauls. Der Gesundheitsschutz dürfe nicht vom Geldbeutel abhängen.

Die Koalition wies das zurück. Eine Ausgrenzung aus finanziellen Gründen sei nicht vorstellbar, sagte CDU-Fraktionsvize Katja Rathje-Hoffmann. Aber falsch angelegte FFP2-Masken könnten den Träger auch in falscher Sicherheit wiegen. Es sei richtig, dass die Maskenpflicht ausdrücklich auch die leichteren OP-Masken umfasst.

Nach einem vom Parlament beschlossenen Alternativantrag der Koalitionsfraktionen CDU, Grüne und FDP sollen Menschen mit geringem Einkommen beim Maskenkauf unterstützt werden. Hierzu hat das Land eine Bundesratsinitiative gestartet. „Wir erwarten, dass sich Bund und Länder diesem Vorschlag schnell anschließen“, heißt es in dem Antrag. 

Mecklenburg-Vorpommern: 248 neue Infektionen und 10 weitere Tote

18.56 Uhr: Bei der Entwicklung der Corona-Infektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern kein eindeutiger Trend zu erkennen. Nach einem Anstieg am Dienstag sank die Zahl der gemeldeten Ansteckungen am Mittwoch wieder. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales meldete 248 neue Fälle. Das waren 42 weniger als am Mittwoch voriger Woche. Am Dienstag hatte die Zahl der Infektionen um 18 höher als eine Woche zuvor gelegen.

Die Zahl neuer Ansteckungen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner sank von Dienstag auf Mittwoch leicht von 103 auf 100,3. Mit oder an dem Virus starben 10 Menschen. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 409. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit März stieg landesweit auf 19.193. Als genesen gelten mittlerweile 15.370 Betroffene. Den höchsten Inzidenzwert weist weiterhin der Landkreis Vorpommern-Greifswald auf: Dort wurden 199,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ermittelt.

Laut Robert Koch-Insitut sind inzwischen 3,3 Prozent der Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern zumindest einmal gegen Covid-19 geimpft. Das ist der Spitzenwert innerhalb Deutschlands zusammen mit Rheinland-Pfalz.

Hamburgs Bürgermeister Tschentscher für Verlängerung des Lockdowns

17.39 Uhr: „Es ist jetzt nicht die Zeit für Lockerungen. Ich gehe davon aus, dass der Lockdown über den 14. Februar hinaus fortgeführt werden muss“, sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Mittwoch. Die Infektionszahlen seien bisher nicht ausreichend zurückgegangen. Einen Automatismus für die Aufhebung von Einschränkungen solle es nicht geben.

„Zunächst müssen wir einen Überblick über das Auftreten neuer Virusmutationen und eine fundierte Einschätzung zu ihren Auswirkungen auf die Infektionsdynamik haben“, so Tschentscher weiter. Erst auf dieser Grundlage könne ein Öffnungskonzept beschlossen werden.

Bei der Entscheidung über den Zeitpunkt und die Schrittfolge von Lockerungen müssten neben der 7-Tage-Inzidenz weitere Indikatoren der Pandemielage einbezogen werden, zum Beispiel der R-Wert, die Zahl der stationären Covid-19-Patienten, die Auslastung der Intensivstationen und der Fortschritt der Impfungen. 

Nach Ansichten von Experten aus der Forschung könnte die Mutation auch in Deutschland zur dominanten Virusvariante werden. Es ist das erste Mal, dass auch ein Spitzenpolitiker fordert, die Mutation als Grundlage für Lockerungen zu betrachten.

Bürgerschaft befürwortet Lockdown – Kritik am Krisenmanagement

17.08 Uhr: Mit Ausnahme der AfD halten alle Fraktionen der Hamburgischen Bürgerschaft die Verlängerung und Verschärfung des Corona-Lockdowns für verhältnismäßig. CDU und Linke äußerten am Mittwoch bei der Debatte über die inzwischen 30. Corona-Verordnung des Senats dennoch Kritik am rot-grünen Krisenmanagement. Während CDU-Fraktionschef Dennis Thering Schulsenator Ties Rabe (SPD) erneut Versagen vorwarf, bemängelte Linksfraktionschef David Stoop, dass armen Menschen, die besonders unter der Pandemie litten, nicht ausreichend geholfen werde. Die FDP-Abgeordnete Anna von Treuenfels-Frowein warf dem Senat vor, für die zweite Welle der Pandemie nicht ausreichend vorgesorgt zu haben.

Der AfD-Abgeordnete Krzysztof Walczak relativierte erneut die Corona-Gefahren, die von einer „konzentrierten Macht von Regierungen, Parteien und Medien“ nur dazu genutzt würden, die Politik mit grundrechtseinschränkenden Maßnahmen in „eine üble autoritäre Richtung“ zu lenken.

Die Sozialexpertin der SPD begrüßte die neue Homeoffice-Regelung. Sie sei „ein wichtiges Zeichen in die Stadt hinein, nicht nur auf den Privatbereich zu schauen.“ Dennoch sei Homeoffice „kein Allheilmittel“, sagte ihre Grünen-Kollegin Lena Zagst. Für Eltern entstehe eine Doppelbelastung durch Homeschooling, die vor allem Frauen treffe. "Die Belastungen in der Krise treffen uns alle, aber nicht alle gleich", sagte sie.

Erstmals hatten alle, die zur Bürgerschaftssitzung ins Rathaus gekommen waren, Gelegenheit, sich einem Corona-Schnelltest zu unterziehen. Nach Angaben der Bürgerschaftskanzlei machten insgesamt 121 Personen – darunter Abgeordnete, Bürgerschafts- und Senatsmitarbeiter sowie Journalisten davon Gebrauch. Angaben zu den Ergebnissen wurden nicht gemacht.

Wegen Corona: G20-Prozess abgebrochen

15.20 Uhr: Wegen des verschärften Corona-Lockdowns hat das Landgericht Hamburg einen Prozess um einen gewaltsamen Aufmarsch von G20-Gegnern abgebrochen. Es sei erst zweimal am 3. und 9. Dezember gegen die fünf Angeklagten verhandelt worden, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Weitere Termine seien zunächst auf Anfang Januar, dann Anfang Februar verschoben worden. Die Kammer gehe jetzt aber davon aus, dass es wegen der Corona-Maßnahmen und der neuen Virus-Varianten offen sei, ob ab Mitte Februar wieder Sitzungen stattfinden könnten.

Die Angeklagten sollen sich am 7. Juli 2017 an einem Aufmarsch von 150 bis 200 Gegnern des G20-Gipfels in Hamburg-Bahrenfeld beteiligt haben. Aus der Menge der einheitlich schwarz Gekleideten heraus seien Polizisten aus Schleswig-Holstein mit Steinen beworfen worden. Die Bundespolizei habe den Aufmarsch in der Straße Rondenbarg gestoppt. Die Anklagepunkte lauten: gemeinschaftlicher schwerer Landfriedensbruch in Tateinheit mit tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte und versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie Bildung bewaffneter Gruppen und Sachbeschädigung (Az.: 627 KLs 28/19 jug.). Weil die heute 19 bis 21 Jahre alten Angeklagten zur Tatzeit Jugendliche waren, fand der Prozess vor einer Jugendstrafkammer unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Kammer habe den Beschluss am Mittwoch auch mit Rücksicht auf den Anfahrtsweg der Beschuldigten gefasst, erklärte der Gerichtssprecher. Sie müssten zu jedem Prozesstermin mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Stuttgart, Mannheim, Halle und Bonn anreisen. Die Verringerung der Mobilität sei aber gerade ein Anliegen der Corona-Maßnahmen. Der Prozess muss nun zu einem späteren Zeitpunkt neu beginnen.

Niedersachsen: 1170 Neuinfektionen und 81 Tote

13.06 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter. Am Mittwoch meldete das Landesgesundheitsamt 1170 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 138.191. Binnen eines Tages wurden zudem 81 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3125 Menschen mit dem Virus in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, sank leicht und lag im Landesdurchschnitt bei 82,3 (Vortag: 85,5).

Hamburg vermeldet 411 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz wieder über 100

11.50 Uhr: In Hamburg sind am Mittwoch 411 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Ein Anstieg im Vergleich zur Vorwoche, als 285 Neuinfektionen gemeldet wurden.
Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen auf nun 101,3 (Vortag: 94,6). Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 98,4 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1003 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 25. Januar), 13 Todesfälle mehr als am Vortag. Damit übersteigt Hamburg die traurige Grenze von 1000 Todesfällen seit Beginn der Pandemie. Als erstes Corona-Todesopfer in Hamburg war Mitte März vergangenen Jahres ein 1944 geborener Bewohner einer Seniorenresidenz im Stadtteil Klein Borstel von den Behörden gemeldet worden. Als erstes deutsches Corona-Opfer gilt ein Hamburger Feuerwehrmann, der bereits eine Woche zuvor während eines Urlaubs in Ägypten starb. Der 60-Jährige wohnte aber im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 45.543 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 38.000 als genesen.
In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 26. Januar 447 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 95 Corona-Patienten, 77 davon sind Hamburger. 

In der Corona-Pandemie: Hamburgs Schüler erhalten Zeugnisse

6.44 Uhr: Hamburgs Schüler erhalten am Donnerstag erstmals in der Corona-Pandemie Zwischenzeugnisse. Die Schulbehörde empfiehlt den Schulen, die Zeugnisse entweder per Post oder digital zuzusenden. Manche Schulen lassen die Jungen und Mädchen aber auch persönlich zur Übergabe antreten. Verpflichtend sind Zwischenzeugnisse nur in den vierten Klassen der Grundschulen sowie in den Jahrgangsstufen 6 sowie 10 bis 12 an den Gymnasien sowie 9 bis 13 an den Stadtteilschulen. Grundsätzlich keine Zwischenzeugnisse gibt es in den Klassen eins bis drei der Grundschulen. Für alle anderen Klassenstufen entscheidet die jeweilige Lehrerkonferenz, ob es Zwischenzeugnisse gibt. In Hamburg besuchen insgesamt rund 255 600 Jungen und Mädchen eine staatliche oder private Schule.

Das waren die Corona-News am 26. Januar:

Wieder deutlich mehr Neuinfektionen im Norden

22.51 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Dienstag 558 neue Corona-Fälle gemeldet – deutlich mehr als am Vortag (111 neue Fälle). 499 Menschen mit Covid19-Erkrankungen werden derzeit in Kliniken behandelt, davon 81 auf einer Intensivstation. 45 Menschen müssen beatmet werden.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 92,5 Fällen pro 100.000 Einwohner. Im Kreis Pinneberg liegt die Inzidenz bei 194,2, in Flensburg bei 170,8, in Lübek bei 130,2 und im Kreis Nordfriesland bei 107,3. Die beiden einzigen Landkreise mit einer Inzidenz unter dem Wert von 50 sind Plön (38,1) und Steinburg (46,6).

MeckPomm: 381 neue Corona-Infektionen nachgewiesen – 15 weitere Tote

20.13 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag 381 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das waren 18 weniger als vor einer Woche. Die Zahl der Ansteckungen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner stiegt leicht von 102,4 am Montag auf nunmehr 103,0. Mit oder an dem Virus starben 15 Menschen. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 399.

Den höchsten Inzidenz-Wert weist weiterhin der Landkreis Vorpommern-Greifswald auf: Dort wurden 194 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ermittelt. In Rostock, der Region mit dem niedrigsten Wert landesweit, sank die Sieben-Tage-Inzidenz indes auf 41,6.

Landesweit haben am Montag 3320 Menschen eine Impfung gegen Covid-19 erhalten. 1253 Menschen erhielten ihre erste und 2067 ihre zweite Impfung. Insgesamt stieg die Zahl der Erstgeimpften in MeckPomm demnach auf knapp 51.200 und die der Zweitgeimpften auf gut 5800. Das entspricht einer Quote von 3,18 beziehungsweise 0,36 Prozent. Bei der Quote der Erstgeimpften liegt das Bundesland weiter auf dem ersten Platz knapp vor Rheinland-Pfalz (3,17).

Coronavirus-Mutation auch in Bremen nachgewiesen

18.59 Uhr: Die Coronavirus-Variante B.1.1.7 aus Großbritannien ist erstmals auch in Bremen nachgewiesen worden. Wie das Bremer Gesundheitsressort erklärte, seien am Montag je ein Fall in Bremen und in Bremerhaven gemeldet worden. Zwischen den beiden Fällen bestehe kein Zusammenhang, teilte ein Sprecher der Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) mit.

Den Angaben zufolge ist in Bremen die Beschäftigte einer Kindertagesstätte infiziert. Die Frau und ihre Kontaktpersonen befinden sich nun in Quarantäne. Die Kita, in der die Frau arbeitet, sowie zwei weitere Einrichtungen, in denen auch Kontaktpersonen eingesetzt sind, wurden vorsorglich geschlossen. Bei der infizierten Person in Bremerhaven handelt es sich laut Gesundheitsressort um die Kontaktperson einer Reiserückkehrerin aus Großbritannien.

Die britische Virus-Variante ist im Krankheitsverlauf nicht gefährlicher, wohl aber deutlich ansteckender. Je nach Studie soll die Ansteckungsgefahr um 50 bis 70 Prozent höher liegen.

Polizei im Norden verstärkt Corona-Kontrollen

18.11 Uhr: Schleswig-Holsteins Polizei wird die Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln verstärken. Das gelte besonders für Gebiete mit hohen Infektionszahlen, kündigten Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) und Landespolizeidirektor Michael Wilksen an. Derzeit haben vor allem Flensburg und der Kreis Pinneberg hohe Corona-Werte.

Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung verhalte sich immer noch vorbildlich, sagte die Ministerin. Deshalb werde die Polizei auch weiterhin auf die persönliche Ansprache setzen und die Notwendigkeit der Maßnahmen erklären. Wo freundliche Hinweise der Ordnungshüter nicht helfen, werde die Polizei aber die Zügel jetzt ein Stück weit anziehen. "Für beide Fälle hilft zusätzliche Präsenz auf der Straße", sagte Sütterlin-Waack.

Im gesamten Land und besonders in Flensburg und im Kreis Pinneberg soll der Streifendienst entsprechend der Lage verstärkt werden. Darüber hinaus biete die Polizei den vorrangig für die Kontrollen zuständigen kommunalen Behörden gemeinsame Kontrollen in Bereichen an, die für Verstöße besonders anfällig sind, erläuterte Wilksen. Das könnten Gebiete mit aktuell bekannten Corona-Clustern sein, aber auch Plätze, die bereits häufiger als Treffpunkte aufgefallen sind. Derzeit dürfen sich im Land die Angehörigen eines Haushalts nur noch mit einer weiteren Person treffen.

Schulbehörde: Auslastung der Grundschulen sinkt

16.41 Uhr: Erstmals seit drei Wochen verzeichnen die Hamburger Grundschulen eine rückläufige Auslastung. In dieser Woche seien nur 22,5 Prozent der Schüler von ihren Eltern für den Präsenzunterricht angemeldet worden, teilte die Schulbehörde mit.

Das seien rund zehn Prozent weniger als in der letzten Woche, in der an elf Schulen sogar über 40 Prozent der Kinder für den Präsenzunterricht angemeldet waren. In dieser Woche sei dies nur noch bei vier Schulen der Fall. Insgesamt hätten nur noch 41 der 204 Hamburger Grundschulen sehr hohe Betreuungsquoten von 30 Prozent und mehr.

"Schritt für Schritt" werde im Dialog mit den Eltern die richtige Balance zwischen Präsenz- und Distanzunterricht gefunden, sagte Schulsenator Ties Rabe. Mit der Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns hatte der Senat erneut an die Eltern appelliert, ihre Kinder nur in die Schulen zu geben, wenn dies unumgänglich sei.

"Ich weiß, dass die Corona-Pandemie gerade den Eltern von Grundschulkindern sehr viel zumutet", sagte Rabe. "Aber insbesondere aufgrund der unkalkulierbaren Gefahren durch die Virus-Mutation aus England ist es wichtig, dass so viele Kinder wie nur irgendwie möglich zu Hause lernen und nicht in die Schule gehen."

Von Vorschlägen, nur Kinder von Eltern aus sogenannten systemrelevanten Berufen aufzunehmen, halte er aber wenig. "Es geht auch darum, die Nöte vieler Familien, insbesondere Alleinerziehender, ernst zu nehmen." Deshalb werde man in Hamburg weiter darauf setzen, "dass die Beteiligten vor Ort gute Lösungen für jedes einzelne Kind finden."

Handelskammer: Lockdown bremst Hamburgs Wirtschaft weiter aus

15.03 Uhr: 30 Prozent der Hamburger Unternehmen befinden sich nach eigenen Angaben in einer schlechten wirtschaftlichen Lage. Das ist das Ergebnis einer Konjunkturumfrage der Hamburger Handelskammer, an der zwischen dem 17. Dezember und dem 14. Januar 714 Unternehmen aus der Hansestadt teilgenommen haben.

"Die Entscheidung von Bund und Ländern, die Corona-Maßnahmen zu verlängern und zu verschärfen, wird enorme Folgen für die Hamburger Wirtschaft in den kommenden Monaten haben und setzt die beispiellos schlechte Konjunkturentwicklung fort", sagte Handelskammer-Präses Norbert Aust: "Eine nachhaltige Erholung der Konjunktur ist nicht in Sicht."

Im Ausblick auf das Jahr 2021 gaben 60 Prozent der teilnehmenden Unternehmen an, den aktuellen Personalbestand beibehalten zu wollen, 28 Prozent wollen ihn verringern. "Die Unternehmen brauchen dringend eine Perspektive", fordert Aust. "Für uns gilt seit Beginn der Pandemie: Kein vorher gesundes Unternehmen darf wegen Corona in die Insolvenz gehen. Dafür sind verständliche und zielgenau geschnürte Hilfspakete ebenso wie ein Plan mit einer stufenweisen Öffnungsperspektive nötig."

Hamburg: Erstimpfung in allen Pflegeheimen bis Mitte Februar

13.33 Uhr: Spätestens Mitte Februar rechnet der Hamburger Senat damit, dass alle Menschen in den Pflegeheimen eine Erstimpfung erhalten haben werden. Dies teilte Senatssprecherin Julia Offen am Dienstag in der Landespressekonferenz mit. Zusätzlich werde die Gesundheitsbehörde Ende dieser oder Anfang nächster Woche darüber informieren, wann wieder Impftermine im Impfzentrum frei sind. In dieser Woche hatten aufgrund von Lieferschwierigkeiten keine neuen Termine vergeben werden können.

Hamburger Senat: „Keine Lockerungsdebatte in Hamburg“

13.04 Uhr: „Die Corona-Lage in Hamburg ist weiterhin angespannt“, so Senatssprecherin Julia Offen in der Landespressekonferenz am Dienstag. Die meisten Infizierten würden sich derzeit im privaten Umfeld, in Pflegeheimen und Krankenhäusern anstecken. „Wir führen in Hamburg keine Lockerungsdebatte“, so Offen. Vor dem Hintergrund der Mutationen könne man diese Diskusion noch nicht führen. Der Hamburger Weg sei schon immer ein vorsichtiger gewesen und hierbei wolle man auch bleiben.

Aktuelle Zahlen: 206 Neuinfektionen und zwei Tote in Hamburg

12.07 Uhr: In Hamburg sind am Dienstag 206 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind fünf mehr als am Montag aber 45 weniger als am Dienstag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen auf nun 94,6 (Vortag: 97,0). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 104,2 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 990 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 25. Januar), zwei Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 45.132 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 37.500 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 25. Januar 459 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 100 Corona-Patienten, 82 davon sind Hamburger.

Hamburger Impfzentrum verabreicht zweite Impfdosen

11.28 Uhr: Drei Wochen nach der Inbetriebnahme des zentralen Hamburger Impfzentrums in den Messehallen sind dort am Dienstag die ersten Zweitimpfungen verabreicht worden. Zunächst seien dafür 500 Termine pro Tag vorgesehen, so dass man inklusive der 500 Erstimpfungen nun auf täglich 1000 Impfungen kommen wolle, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, die das Zentrum für die Stadt betreibt. Ausgelegt ist das Zentrum für bis zu 7000 Impfungen pro Tag. Wegen des knappen Impfstoffs ist derzeit nur ein Teil in Betrieb.

Seit dem 5. Januar sind Menschen über 80 und Mitarbeiter der Pflegedienste aufgerufen, sich in dem Zentrum impfen zu lassen. Bis Montag wurden dort laut Kassenärztlicher Vereinigung etwa 11 000 Erstdosen verabreicht. Termine für Erst- und Zweitimpfungen sind bereits bis Mitte Februar ausgebucht. Wegen eines Lieferengpasses bei den Impfstoffherstellern werden derzeit keine neuen vergeben.

Die Zweitdosen werden in Hamburg jeweils mit Verabreichung der ersten Impfung zurückbehalten, so dass sichergestellt ist, dass Erstgeimpfte nach drei Wochen auch eine zweite Injektion erhalten können. In Hamburger Pflegeeinrichtungen werden Zweitimpfungen bereits seit mehr als einer Woche durchgeführt. Experten gehen davon aus, dass eine erste Impfung nur einen etwa 50-prozentigen Schutz bringt. Erst mit der Verabreichung der zweiten Dosis wird laut Hersteller der angegebene Wirkungsgrad von über 90 Prozent erreicht.

Pop-up-Corona-Testzentrum in der Hamburgischen Bürgerschaft

10.53 Uhr: Erstmals seit Beginn der Pandemie wird in der Hamburgischen Bürgerschaft ein Corona-Testzentrum eingerichtet. Bereits bei der Sitzung an diesem Mittwoch und bis auf Weiteres haben alle Teilnehmer an Plenartagen die Möglichkeit, einen Antigen-Schnelltest zu machen, wie Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit mitteilte.

„Ich bitte Sie sehr, dass Sie das Angebot wahrnehmen, um dadurch das Infektionsrisiko für alle an der Sitzung Beteiligten zu minimieren und so dazu beizutragen, dass die Bürgerschaft arbeitsfähig bleibt“, schrieb sie an alle Abgeordneten, Mitarbeiter und Journalisten. „Die Testung erfolgt freiwillig und auf Kosten der Bürgerschaft.“

Wegen der Pandemie kommt die Bürgerschaft bereits seit dem vergangenen Jahr mit reduzierter Abgeordnetenzahl statt im Plenarsaal im Großen Festsaal des Rathauses zusammen, wo größere Abstände gewahrt werden können und Trennscheiben zwischen den Sitzen der Abgeordneten das Infektionsrisiko minimieren sollen.

Niedersachsen: 486 Neuinfektionen und 58 Tote

10.17 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter. Am Dienstag meldete das Landesgesundheitsamt 486 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 137.021. Binnen eines Tages wurden zudem 58 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 3044 Menschen mit dem Virus in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, sank leicht und lag im Landesdurchschnitt bei 85,5 (Vortag: 88,6).

8.49 Uhr: Eine Frau aus der Region Hannover ist innerhalb weniger Wochen zweimal positiv auf Corona getestet worden. Die Betroffene habe sich mit dem mutierten Virus „B1.1.7“ angesteckt. Die Bestätigung liege nun vor, teilte die Regionsverwaltung am Montag mit. Diese Form des Coronavirus gelte als deutlich infektiöser als die bisher in Deutschland verbreitete Form. Deshalb ergreife das Gesundheitsamt strengere Maßnahmen. Die Quarantäne von Kontaktpersonen, für die nach 14 Tagen kein negatives Testergebnis vorliege, werde um eine weitere Woche verlängert.

„Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, da wir nicht einschätzen können, ob bei dieser Virusmutation die Infektionsgefahr auch bei einer geringen Viruslast noch gegeben ist“, sagte Gesundheitsdezernentin Cora Hermenau zur Begründung. Bei der Frau bestehen über mehrere Schritte Verbindungen zu mehreren Kitas und einer Grundschule in Hannover, wie das Gesundheitsamt am Freitag mitgeteilt hatte. Es ordnete für mindestens 120 Kontaktpersonen Quarantäne an.

Die infizierte Frau war am 27. November zum ersten Mal positiv getestet worden, die zweite Corona-Infektion wurde am 11. Januar festgestellt. Bei der Patientin sei kein Kontakt nach England bekannt. Die Frage, bei wem sich die Frau angesteckt habe, bleibe offen. Nach Einschätzung des Gesundheitsamts ist die Infektionskette inzwischen nahezu gestoppt. „Das Ergebnis der Nachtests stimmt uns zuversichtlich“, sagt Marlene Graf, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Öffentliches Gesundheitswesen.

Im Norden setzt man bei Impfterminen auf Konzertticket-System

7.43 Uhr: Anders als in Hamburg und vielen anderen Bundesländern werden Termine für Corona-Schutzimpfungen in Schleswig-Holstein nicht zentral über die Kassenärztliche Vereinigung, sondern den Ticketing- und Konzertexperten Eventim vergeben. Grund für die Entscheidung sei die Erfahrung des Unternehmens aus Bremen gewesen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Nach Ansicht des Ministeriums ist das Unternehmen in der Lage, „ein begrenztes Gut“, also Impftermine, auch unter hoher Auslastung von Anfragen zu vermitteln. Die Erfahrungen seien bislang positiv.

In Hamburg war nach dem Ansturm auf die ersten 20.000 für das Impfzentrum in den Messehallen zu vergebenden Termine Ende vorletzter Woche Kritik am System der Kassenärztlichen Vereinigung lautgeworden.

„Wichtig ist uns, so schnell wie möglich den vorhandenen Impfstoff zu den Menschen zu bekommen – und das ist uns bisher in Schleswig-Holstein gelungen“, sagte Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP).

Sein Sprecher nannte ein Beispiel: „Innerhalb von einer Minute waren mehr als 4000 Termine in Warenkörben reserviert. In der Spitze des Anmeldeverfahrens gab es laut Eventim bis zu 3225 Klicks pro Sekunde auf Impfen-SH.de.“ Das sei mit dem Ticketverkaufsstart der Tournee eines internationalen Popstars vergleichbar.

Die Terminvergabe sei von der Abwicklung her tatsächlich „nicht so sehr viel anders als Großevents“, sagte Alexander Ruoff, Eventims Chief Operating Officer, der dpa. „Das heißt, limitierte Kapazitäten, idealerweise viele Interessenten.“ Das sei man gewohnt. „In Schleswig-Holstein läuft das System sehr stabil, sehr effizient. Aber natürlich ist die Knappheit der Impfdosen nicht durch uns zu lösen.“

Inzwischen gebe es erste Aufträge auch aus Österreich und aus Brasilien. Zu den Kosten des Impfterminservice wollte sich Ruoff nicht äußern. Auch im Kieler Ministerium wurden keine Zahlen genannt. „Die sind abhängig von der Inanspruchnahme, also dem Anrufaufkommen sowie der Anzahl der online-Buchungen", hieß es dort lediglich.

Das waren die Corona-News am 25. Januar:

111 neue Fälle in Schleswig-Holstein

21.40 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Montag 111 neue Corona-Fälle gemeldet und damit etwas weniger als am Sonntag (139 neue Fälle). 499 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden derzeit in Krankenhäusern behandelt. 81 Patienten liegen auf einer Intensivstation, 45 davon werden beatmet.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 89,7 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die höchsten Inzidenzwerte gibt es im Kreis Pinneberg (183,2), in Flensburg (165,3), im Kreis Nordfriesland (109,7), in Lübeck (107,1) sowie in Neumünster (104,7). Am niedrigsten ist die Inzidenz im Kreis Plön (35,7) – in allen anderen Landkreisen und Städten in Schleswig-Holstein liegt die Inzidenz über der Marke von 50.

Größerer Corona-Ausbruch in Hamburger Kita – jetzt gibt es Massentests

21.31 Uhr: In einer Kita in Hamburg Altona hat es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Wie das Bezirksamt Altona gegenüber der MOPO bestätigte, wurden in der Einrichtung zehn Mitarbeiter und ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet.

Für Dienstag sind nun Massentests in der Kita geplant. Ob bei den Tests auch eine Sequenzierung (also die Untersuchung, ob es sich um die neuartige Mutation handelt) durchgeführt werden wird, steht noch nicht fest. Hierzu führe das Gesundheitsamt zunächst eine Risikoanamnese durch, um zu prüfen, ob es beispielsweise Reisen in einschlägige Gebiete im Kitaumfeld gegeben hat.

Für die Kitakinder, die als Kontaktperson der Kategorie 1 zählen, und ihre Eltern gilt nun eine 14-tägige Quarantäne. Die Zusammenarbeit mit der Kita habe ausgezeichnet geklappt, sodass die Kontakte zeitnah ermittelt werden konnten, erklärte ein Sprecher des Bezirksamts.

MeckPomm: 107 Corona-Neuinfektionen – 15 weitere Tote

19.39 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag 107 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mit. Am Montag vor einer Woche waren es demnach noch 154 Neuinfektionen. 15 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion - insgesamt sind es nun 384 im Nordosten.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) sank seit dem Vortag etwas auf 102,4. Vor einer Woche lag dieser Wert laut Lagus noch bei 118,7.

Die höchste Inzidenz mit 191 verzeichnet weiterhin der Landkreis Vorpommern-Greifswald, gefolgt von der Mecklenburgischen Seenplatte mit 150 und Ludwigslust-Parchim mit 139,3. Den geringsten Wert hat die Stadt Rostock mit 42,1.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten stieg im Vergleich zum Vortag um fünf auf 368, die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen stieg im selben Zeitraum um zwei auf 77.

Achtung: Behörde warnt vor gefälschten Corona-Schreiben

17.43 Uhr: Das Gesundheitsministerium in Schleswig-Holstein hat vor Schreiben mit Falschinformationen über das Coronavirus und das Vorgehen der Landesregierung gewarnt. Diese würden derzeit mit dem Briefkopf des Landes Schleswig-Holstein beziehungsweise des Gesundheitsministeriums in Briefkästen landen, teilte die Behörde mit Sitz in Kiel mit.

Die Schreiben enthielten Falschinformationen zum Umgang mit Masken- und Quarantäneverweigerern. Die Schreiben seien weder von der Landesregierung noch vom Gesundheitsministerium erstellt oder verschickt worden. Die Polizei ermittle in dem Fall.

Fast 40.000 Impfungen in Hamburg - Über 3700 Zweitimpfungen

16.16 Uhr: In Hamburg haben bislang fast 40.000 Menschen eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Wie aus am Montag vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Zahlen hervorgeht, wurden in der Stadt bis einschließlich Sonntag insgesamt 39.932 Impfdosen verabreicht, davon 36.186 als Erst- und 3746 als Zweitimpfungen.

Die Impfquote stieg damit auf 2,0 Prozent. Damit liegt Hamburg knapp über dem Bundesdurchschnitt (1,9 Prozent) und im Ländervergleich zusammen mit Berlin auf Platz sechs. Angeführt wird das Ranking von Mecklenburg-Vorpommern (3,1 Prozent), Schlusslichter sind Baden-Württemberg und Hessen (1,5 Prozent).

Mit 39.622 stammten die meisten in Hamburg verabreichten Impfdosen von den Herstellern Biontech/Pfizer. Von dem zweiten hierzulande zugelassenen Vakzin des US-Herstellers Moderna wurden erst 310 Dosen geimpft.

Mitarbeiter der Pflegeheime und medizinisches Klinikpersonal erhielten mit 19.387 bisher die meisten Dosen für Erst- und Zweitimpfungen. An über 80-Jährige gingen 15 040 Dosen, an Pflegeheimbewohner 11.254 und an Menschen mit medizinischer Indikation 1832 Impfdosen.

UKE-Virologin Addo: Antikörper-Medikament nicht der Heilsbringer

13.50 Uhr: Die Hamburger Virologin Marylyn Addo hat in Bezug auf neue Antikörper-Therapien vor allzu großen Hoffnungen bei der Corona-Behandlung gewarnt. Zwar seien die Daten aus den USA vielversprechend, sagte sie am Sonntagabend in den ARD-„Tagesthemen“. Aber: „In der Experten-Gemeinschaft geht keiner davon aus, dass das das Medikament ist, das in der Pandemie jetzt den Schalter umlegt, also dass es der Heilsbringer oder das heilsbringende Medikament ist.“

Addo ist Leiterin der Infektiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), das die beiden vom Bund gekauften Antikörper-Medikamente laut NDR als eine der ersten Kliniken in Deutschland bei der Behandlung von Covid-19-Patienten einsetzen wird. In den USA war auch Ex-Präsident Donald Trump mit einem solchen Medikament behandelt worden.

„Es ist angekündigt, dass die Medikamente in den nächsten Wochen im UKE ankommen werden. Wie viele Dosen und wann genau, ist bislang noch unklar“, sagte Addo dem Sender. Verabreicht werden solle es Patienten mit milden oder moderaten Symptomen, die Risikofaktoren für einen schweren Verlauf haben. Für bereits beatmete Intensivpatienten ist das Medikament Addo zufolge nicht geeignet.

201 Neuinfektionen und ein Toter in Hamburg gemeldet

11.57 Uhr: In Hamburg sind am Montag 201 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 64 weniger als am Sonntag und vier weniger als am Montag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen leicht auf nun 97,0 (Vortag: 97,2). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 111,5 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 988 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 24. Januar), ein Fall mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 44.926 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 37.100 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 22. Januar 455 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 101 Corona-Patienten, 79 davon sind Hamburger.

Hamburg zahlt Maskenzuschuss für Bedürftige

11.01 Uhr: In Hamburg erhalten Bedürftige einen Zuschuss für die Anschaffung medizinischer Masken. Hintergrund ist laut Sozialbehörde die seit Freitag geltende Regel, wonach in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen selbstgenähte Stoffmasken als Corona-Schutz nicht mehr ausreichen. „Die zusätzlichen Kosten sollen Leistungsempfänger nicht zusätzlich belasten“, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Montag. Leistungsempfänger ab 18 Jahren würden daher für die Monate Februar und März einen Zuschuss von jeweils zehn Euro erhalten, „damit sie sich selbstbestimmt die Masken beschaffen können“. Der Zuschuss werde im Februar als 20-Euro-Einmalzahlung geleistet werden.

Niedersachsen: 457 Neuinfektionen und 15 Tote

10.32 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter. Am Montag meldete das Landesgesundheitsamt 457 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 136.535. Binnen eines Tages wurden zudem 15 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 2986 Menschen mit dem Virus in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 88,6.

Hohe Corona-Zahlen: Neue Regeln in Flensburg und Pinneberg

9.45 Uhr: Ab heute werden in Flensburg und im Kreis Pinneberg die Corona-Maßnahmen verschärft. Grund dafür ist in beiden Fällen die Überschreitung des Inzidenzwertes von 200 am Wochenende (Flensburg: 203; Kreis Pinneberg (202,1). In Flensburg wird nach einer Beratung mit dem Gesundheitsministerium in Kiel zunächst nur die Maskenpflicht im Stadtgebiet ausgeweitet. Sie gilt in Bereichen, in denen mit einem erhöhten Personenaufkommen zu rechnen ist.

In Pinneberg hingegen werden neben einer Erweiterung der Maskenpflicht auch weitere Einschränkungen erlassen. Demnach gibt es dort nun unter anderem eine Begrenzung des Tagestourismus mit einem Betretungsverbot der Naherholungsgebiete Himmelmoor, Holmer Sandberge, Hetlinger Schanze, wie der NDR berichtet.

Ferner darf nur noch eine Person einkaufen. Eine Ausnahme gilt für Kinder unter 14 Jahren. In Restaurants dürfen bestellte Speisen und Getränke nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung abgeholt werden. An den Schulen gilt ein Betretungsverbot außerhalb des Schulbetriebs.

Ein allgemeines Betretungsverbot gilt auch in Pflegeheimen. Weiterhin gestattet sind unter anderem eine registrierte Besuchsperson pro Einwohner und der Besuch von Schwerstkranken und Sterbenden.

Damit orientiert sich der Kreis an den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums.

Ab heute gilt ein erweiterter Notbetrieb in Hamburger Kitas

8.38 Uhr: Von Montag an schränkt Hamburg den Betrieb seiner Kitas weiter ein. Aus dem derzeit eingeschränkten Regelbetrieb wird eine erweiterte Notbetreuung. Wann immer möglich, sollten die Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen, hatte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) betont. Die Notbetreuung sei auf dringende Fälle begrenzt. Dazu zählen Berufstätigkeiten der Eltern in wichtigen Bereichen oder individuelle Notfälle. Einen Katalog von Berufen, die die Eltern für die Inanspruchnahme ausüben müssen, gibt es jedoch nicht.

Trotz der geltenden Kontaktbeschränkung auf eine Person außerhalb des eigenen Haushalts sei auch eine privat organisierte Kinderbetreuung in kleinen Gruppen weiterhin zulässig. Bislang waren die Hamburger Kitas auch im sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder geöffnet. An die Eltern wurde lediglich appelliert, wann immer möglich, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Nach Angaben der Sozialbehörde wurde noch rund die Hälfte der Kinder in die Kitas gebracht.

Die Vertretung der Hamburger Eltern hält die Einschränkung des Kita-Betriebs im Kampf gegen Corona für nicht gerechtfertigt. „Wir haben weiterhin den Eindruck, dass nicht die Kinderrechte im Vordergrund der Entscheidungsfindung stehen“, erklärte der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung. Es gebe derzeit keine wissenschaftliche Grundlage, die ein solches Vorgehen rechtfertige.

Niedersachsen und Schleswig-Holstein: Verschärfte Maskenpflicht tritt in Kraft

6.31 Uhr: In Niedersachsen und Schleswig-Holstein gelten seit heute die von Bund und Ländern vereinbarten neuen Corona-Regeln. Dazu gehört eine verschärfte Maskenpflicht. In geschlossenen Räumen von Betrieben und Geschäften sowie im Nahverkehr sind statt Alltagsmasken nur noch medizinische Masken zulässig. Die Vorgabe gilt ausdrücklich auch für dazugehörige Parkplätze. Kinder bis einschließlich 14 Jahren dürfen allerdings weiterhin Alltagsmasken tragen. Kinder bis einschließlich fünf Jahren sind weiterhin gänzlich von der Maskenpflicht ausgenommen.

Die seit 10. Januar geltenden Kontaktbeschränkungen wurden bis zum 14. Februar verlängert. Danach dürfen sich die Mitglieder eines Hausstands nur mit einer weiteren Person treffen – auch im Privaten. Ausnahmen gelten für Kinder bis drei Jahre sowie für Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung. Insbesondere die Grünen hatten dies als unzureichend kritisiert und weitere Lockerungen für Kinder gefordert.

Eine wichtige Änderung betrifft den deutsch-dänischen Grenzverkehr. Pendler müssen ab sofort - analog zu den Regelungen in Dänemark – einen negativen Corona-Test vorzulegen. Dieser darf höchstens sieben Tage alt sein. Außerdem müssen Rückkehrer aus Risikogebieten seit Montag 14 statt bislang 10 Tage lang in Quarantäne. Sogenannte Freitestungen und eine Arbeitsquarantäne sind nicht mehr möglich. Dies begründete die Landesregierung mit der Virusmutationen.

Eine Bundesverordnung soll zudem dazu führen, dass mehr Menschen als bislang ihre Arbeit vom Büro ins Homeoffice verlagern. Diese Verordnung soll Mitte der Woche in Kraft treten und bis zum 15. März gelten. Sie sieht vor, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern das Homeoffice ermöglichen müssen, „wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“. Arbeitgebervertreter hatten die Regelung überwiegend kritisch kommentiert.

Leerer werden sollen auch die Schulen. Nach den Weihnachtsferien war Niedersachsen noch einen Sonderweg gegangen und hatte für Grundschüler und Abschlussklassen das Wechselmodell mit halben Klassen, die abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet werde, vorgegeben. Daran hält die Regierung auch weiterhin fest, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Die Präsenzpflicht ist aufgehoben worden. Jetzt können also die Eltern entscheiden, ob sie die Schüler dieser Klassen in die Schule schicken oder nicht.

Verschärfte Regeln könnten auch in den neuen Corona-Hotspots Flensburg und Kreis Pinneberg gelten. Dort war die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Samstag auf 202,1 (Pinneberg) und 203,0 (Flensburg) gestiegen. So dürften Bürger nur noch alleine einkaufen, der Zugang zu Spielplätzen muss geregelt werden, Schulen und Pflegeheime sollen die Lage individuell bewerten. Auch die Bewegungsfreiheit könnte auf 15 Kilometer um den Wohnort eingeschränkt werden.

Das waren die Corona-News am 24. Januar: 

Hamburger Klinik ist eine der ersten, die neues Corona-Medikament einsetzen

21.16 Uhr: Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wird die zwei von Bund gekauften neuen Corona-Antikörper-Medikamente einsetzten. Das sagte die Leiterin der Infektiologie, Professor Marylyn Addo, gegenüber dem NDR. Das UKE ist damit laut eigenen Angaben eine der ersten Kliniken in Deutschland, die die Medikamente bei der Behandlung von Covid-19-Patientinnen und Patienten verabreichen wird. Es handelt sich dabei laut NDR um Antikörper-Medikamente der Hersteller Eli Lilly und Regeneron. Die Verabreichung werde das UKE wissenschaftlich begleiten.

„Es ist angekündigt, dass die Medikamente in den kommenden Wochen im UKE ankommen werden. Wie viele Dosen und wann genau ist bislang noch unklar", sagte Professor Addo gegenüber dem NDR. Es sollen stationäre und teil-stationäre Patienten damit behandelt werden, die milde oder moderate Symptome haben und Risikofaktoren für einen schweren Verlauf zeigen. Für Intensivpatienten, die bereits beatmet werden, sei das Medikament nicht geeignet.

Addo warnte vor zu hohen Erwartungen. "Die Daten sind vielversprechend, aber momentan geht keiner in der Expertengemeinschaft davon aus, dass das nun das Medikament ist, das den Schalter in der Pandemie umlegt." Das Arzneimittel könne ein weiterer Baustein sein in der Bekämpfung der Pandemie und vielleicht für bestimmte Patienten geeignet, aber das müsse nun noch genauer erarbeitet werden.

Deutschland hat 200.000 Dosen des neuen Corona-Medikaments gekauft. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Sonntag angekündigt, dass die monoklonalen Antikörper ab kommender Woche in Deutschland eingesetzt werden sollen, zunächst in Uni-Kliniken.

Schleswig-Holstein: 139 Neuinfektionen

20.53 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Sonntag 139 neue Corona-Fälle gemeldet (Vortag: 477 neue Fälle). 485 Menschen mit Covid19-Erkrankungen werden derzeit in Kliniken behandelt, davon 81 auf einer Intensivstation. 49 Menschen müssen beatmet werden.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 94,1 Fällen pro 100.000 Einwohner. Im Kreis Pinneberg liegt die Inzidenz bei 199, in Flensburg bei 190,8, im Kreis Nordfriesland bei 121,7 und in Lübeck bei 112,2. Der einzige Landkreis mit einer Inzidenz unter 50 ist der Kreis Plön (38,1).

MeckPomm: 113 Corona-Neuinfektionen - sechs weitere Tote

17.41 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag 113 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Am Sonntag vor einer Woche waren es noch 121 Neuinfektionen. Sechs weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion - insgesamt sind es nun 369 im Nordosten.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) stieg seit dem Vortag leicht auf 106,5. Den höchsten Inzidenz-Wert verzeichnet weiterhin der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Er liegt nun bei 201,2 und gilt als Corona-Hotspot. Den geringsten Wert hat die Stadt Rostock mit 33,9.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten stieg im Vergleich zum Vortag um 6 auf 363, auf Intensivstationen liegen 75 Patienten.

Corona-Ausbruch bei Airbus in Hamburg

16.29 Uhr: Beim Flugzeughersteller Airbus hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Insgesamt Hamburger 21 Mitarbeiter sind positiv auf das Coronavirus getestet worden, für rund 500 Mitarbeiter wurde Quarantäne angeordnet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Niedersachsen meldet am Sonntag 938 Neuinfektionen

15.20 Uhr In Niedersachsen wurden am Sonntag 938 Neuinfektionen gemeldet (Samstag: 1207). Vor einer Woche, am 17. Januar, wurden 526 Fälle gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 89,7 (gesterrn: 91,8). Dabei variieren die Werte in den Landkreisen teilweise stark: Im Landkreis Aurich liegt der Inzidenzwert der letzten sieben Tage auf 100.000 Einwohner gerechnet nur bei 30, in Nienburg (Weser) hingegen bei 208,4.

Im Vergleich zu Freitag starben in Niedersachsen weitere 27 Personen an oder mit dem Corona-Virus, insgesamt sind bereits 2971 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Inzidenz 97: Hamburg meldet am Sonntag 265 Neuinfektionen

12.43 Uhr Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Neuinfektionen hat sich am Sonntag um 265 erhöht (Vorwoche: 146). Das sind 61 mehr als am Samstag, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 11.50 Uhr). Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, stieg von 90,9 auf 97. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 111,5.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) meldeten die Hamburger Gesundheitsämter am Sonntag 11weitere Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf 987. Insgesamt haben sich laut Hamburger Gesundheitsbehörde seit Ausbruch der Pandemie in der Hansestadt 44 725 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 36 600 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde (die letzten Zahlen stammen von Freitag) 455 Corona-Patienten stationär behandelt. 101 von ihnen lagen auf Intensivstationen.

Pinneberg und Flensburg: Inzidenz steigt auf über 200

11.24 Uhr Trotz des Lockdowns wird die Corona-Lage im Kreis Pinneberg und in der Stadt Flensburg immer angespannter. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche stieg am Samstag im Kreis Pinneberg auf 202,1 und in Flensburg auf 203,0. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Samstagabend veröffentlicht hat (Datenstand: 23.01.2021, 20.26 Uhr).

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200 können Kreise und Kommunen die Bewegungsfreiheit auf 15 Kilometer um den Wohnort einschränken. «Es gibt für diese Maßnahme aber keinen Automatismus», hatte Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am 11. Januar gesagt. Man werde im Einzelfall schauen, ob es ein isoliertes Ausbruchsgeschehen gebe oder das Virus breit in der Bevölkerung zirkuliere.

Das waren die News am Samstag, 23. Januar 2020:

Schleswig-Holstein meldet 477 Corona-Neuinfektionen

22.03 Uhr: In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 477 neue Corona-Fälle registriert worden. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche stieg am Samstag auf 96,2 (Freitag: 92,1). Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Freitagabend veröffentlichte. Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 3 auf 744. 461 Corona-Patienten sind den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern. 77 werden intensivmedizinisch betreut – 48 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 26.500 geschätzt. Bislang gibt es in dem Bundesland 33.707 nachgewiesene Corona-Infektionen.

Corona in Niedersachsen: 1207 Neuinfektionen gemeldet

20.45 Uhr: In Niedersachsen wurden am Samstag 1207 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche, am 16. Januar, wurden 1094 Fälle gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 91,8. Dabei variieren die Werte in den Landkreisen teilweise stark: Im Landkreis Aurich liegt der Inzidenzwert der letzten sieben Tage auf 100.000 Einwohner gerechnet nur bei 29, in der Wesermarsch hingegen bei 171,6.

Im Vergleich zu Freitag starben in Niedersachsen weitere 40 Personen an oder mit dem Corona-Virus, insgesamt sind bereits 2944 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Corona in Mecklenburg-Vorpommern: 243 Neuinfektionen am Samstag

19.34 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern wurden am Samstag 243 Neuinfektionen gemeldet, etwas weniger als noch am Freitag (286). Das meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock am Nachmittag. Am vergangenen Samstag, 16. Januar, waren es noch 254 Neuinfektionen. Weitere acht Personen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion – insgesamt sind in dem norddeutschen Bundesland seit Pandemiebeginn 363 Personen in Verbindung mit dem Virus verstorben.
Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun in Mecklenburg-Vorpommern bei 106,3 – am stärksten betroffen ist weiterhin die Region Vorpommern-Greifswald, dort liegt die Inzidenz bei 196,9. In Rostock liegt der Wert hingegen nur bei 37,3.

In den Krankenhäusern werden momentan 357 Corona-Patienten behandelt, 57 davon auf den Intensivstationen. Das sind im Vergleich zum Vortag 26 Personen weniger, die stationär behandelt werden müssen. Als genesen gelten inzwischen 14.346 Personen.

Corona-Ausbruch in Lübecker Klinik: Fast 80 Mitarbeiter infiziert

17.32 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in der Sana-Klinik in Lübeck haben sich nach Angaben des Krankenhauses 79 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Ursache für den Ausbruch war anscheinend ein symptomfreier Patient, der bei Aufnahme auf die Station negativ getestet wurde, sich später allerdings als Corona-positiv herausstellte. Zunächst war man von nur neun Ansteckungen beim Personal der chirurgischen Stationen der Klinik ausgegangen, alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 wurden unverzüglich in Quarantäne geschickt. Nun stellte sich heraus, dass 79 der getesteten Kontaktpersonen Covid-positiv sind. Außerhalb dieser Kontaktgruppe hätten die Reihentests bisher aber keine weiteren Infektionen ergeben, teilten die Sana-Kliniken mit.

Wegen des Ausbruchs musste der Krankenhausbetrieb zurückgefahren werden, vier Normal-Stationen mussten vorübergehend geschlossen werden. Alle verschiebbaren geplanten Eingriffe wurden abgesagt. In der Lübecker Klinik werden aktuell 43 Corona-Patienten behandelt, zwei davon intensivmedizinisch.

Corona-Massentests an Hamburger Schulen geplant

15.48 Uhr: Die Hamburger Schulbehörde will Massentests bei Corona-Verdachtsfällen an Schulen durchführen. Dies berichtet der NDR. So sollen Corona-Ausbrüche an den Schulen zukünftig verhindert werden. Diesbezüglich liefen bereits Gespräche mit Partner-Organisationen. Genauere Planungen könne es demnach aber erst geben, wenn klar ist, wann die Schulen wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren. Wegen der weiterhin hohen Infektionszahlen wird in Hamburg noch bis zum 14. Februar weiter Distanzunterricht erteilt, die Schülerinnen und Schüler lernen also im Regelfall von zuhause aus. Im Herbst hatte es an mehreren Schulen in Hamburg Corona-Ausbrüche gegeben. 

Hamburg: Inzidenz sinkt unter 100

12.24 Uhr Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Neuinfektionen hat sich am Samstag um 204 erhöht. Das sind 126 weniger als am Freitag und 149 weniger als am Samstag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 11.50 Uhr). Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 100,1 auf 90,9. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 118,5.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag meldeten die Hamburger Gesundheitsämter 14 weitere Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf 976. Insgesamt haben sich laut Hamburger Gesundheitsbehörde seit Ausbruch der Pandemie in der Hansestadt 44 460 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 36 300 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 455 Corona-Patienten stationär behandelt, 28 weniger als am Vortag. 101 von ihnen lagen auf Intensivstationen und damit 2 weniger als am Donnerstag.

Schleswig-Holstein verzeichnet 425 neue Corona-Fälle

21.02 Uhr: In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 425 neue Corona-Fälle registriert worden. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche stieg am Freitag leicht auf 92,1 (Mittwoch: 91,8). Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Freitagabend veröffentlichte. Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 16 auf 741. 447 Corona-Patienten sind den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern. 72 werden intensivmedizinisch betreut - 42 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 26.200 geschätzt. Bislang gibt es in dem Bundesland 33.230 nachgewiesene Corona-Infektionen.

Meck-Pomm meldet 286 Corona-Neuinfektionen

18.20 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag 286 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mit. Am Freitag vor einer Woche waren es demnach noch 376 Neuinfektionen. Elf weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion – insgesamt sind es nun 355 im Nordosten.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt bei nunmehr 18 109. Als genesen gelten 14 135 Betroffene. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) sank seit dem Vortag weiter auf 105,8. Vor einer Woche lag dieser Wert laut Lagus noch bei 116.

Den höchsten Inzidenz-Wert mit 200,7 verzeichnet demnach weiterhin der Landkreis Vorpommern-Greifswald und gilt als Corona-Hotspot. Den geringsten Wert hat die Stadt Rostock mit 41,6.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten blieb im Vergleich zum Vortag bei 383, die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen sank im selben Zeitraum um fünf auf 83.

Wegen Corona: Infektionskrankheiten gehen in Hamburg deutlich zurück

15.36 Uhr: Im Corona-Jahr 2020 ist in der Hansestadt durch die Hygienemaßnahmen ein deutlicher Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten festzustellen. In der Summe waren 42,1 Prozent weniger Nachweise gemeldet worden. Laut einer Analyse der DAK-Gesundheit von Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) gingen Norovirus-Infektionen um 66 Prozent zurück.

Diese sich gerade in Gemeinschaftseinrichtungen rasch verbreitende Erkrankung wurde im vergangenen Jahr 613 mal gemeldet, im Jahr zuvor waren es noch 1818 Fälle. Aber auch sogenannte Kinderkrankheiten kamen weniger oft vor. Windpocken gingen um etwas mehr als ein Drittel zurück, Erkrankungen durch Rota-Viren sogar um 87 Prozent.

Die Gründe für den Rückgang sieht die Krankenkasse vor allem bei den Corona-Maßnahmen der Regierung, die auch einen Einfluss auf die Übertragung von anderen Krankheiten gehabt haben.

Inzidenz in Hamburg steigt wieder über 100

11.51 Uhr: In Hamburg sind am Freitag 330 bestätigte Corona-Neuinfektionen vermeldet worden. Das sind 24 mehr als am Donnerstag - und sogar 51 mehr als am Freitag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen auf nun 100,1 (Vortag: 97,4). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 115,2 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 962 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 21. Januar), 12 mehr als am Vortag.
Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 44.256 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 36.100 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Montag 483 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 103 Corona-Patienten, 83 davon sind Hamburger.

Neue Maskenpflicht - das gilt ab heute in Hamburg

Ab Freitag müssen in Hamburger Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen sogenannte medizinische Masken getragen werden. Als medizinische Masken gelten die sogenannten OP-Masken, FFP2-Masken und KN95-Masken. Mit dem Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung des Senats sind Alltagsmasken wie aus Stoff genähte Mund-Nase-Bedeckungen oder Schals und Halstücher nicht mehr erlaubt. Die Alltagsmasken aus Stoff, können die Hamburger künftig nur noch auf der Straße oder in privaten Räumen tragen. Verstöße gegen die neue Maskenpflicht sollen nach einer Übergangsphase ab dem 1. Februar mit Bußgeldern geahndet werden.

1284 Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen

Wurden für Mittwoch noch 1444 Neuinfektionen in Niedersachsen gemeldet, waren es gestern nur 1284 – vor einer Woche waren es noch 1473. Mit oder am Coronavirus starben den Angaben zufolge 51 weitere Menschen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 94,7, gestern 97,4.

Kindertagesstätten in Hamburg ab Montag geschlossen

 Ab kommenden Montag werden Kindertagesstätten in Hamburg geschlossen. Das teilte die Sozialbehörde am Donnerstag mit. Eine Notbetreuung wird grundsätzlich für Kinder mit dringlichem sozialpädagogischen Förderungsbedarf angeboten, ebenso für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Für Kinder, die aus familiären Gründen oder aufgrund individueller Notfälle auf eine Betreuung angewiesen, sowie für Kinder, deren Eltern alleinerziehend sind, wird ebenfalls eine Notbetreuung – gegebenenfalls in einem geringeren Stundenumfang –angeboten.

Weiterhin verzichtet die Stadt während der Notbetreuung auf die Erhebung der Elternbeiträge. Kindertagespflegestellen sollen für Kinder mit dringendem Betreuungsbedarf geöffnet bleiben. Laut Senatorin Dr. Melanie Leonhard müssen Kontakte in jedem Lebensbereich reduziert werden. „Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht”, so Leonhard. „Wir wissen, welchen Belastungen insbesondere Familien mit Kindern seit Beginn der Pandemie ausgesetzt sind. Mit dieser Regelung wollen wir eine Balance zwischen den Bedürfnissen der Kinder und Familien und dem Infektionsschutz herzustellen.“

Corona-Mutationen in Dithmarschen nachgewiesen

21.50 Uhr: Vier Verdachtsfälle von mutierten Coronaviren im Kreis Dithmarschen haben sich bestätigt. Das nationale Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin habe bestätigt, dass es um eine Virusmutation mit den Merkmalen der britischen Variante handelt, wie der Kreis am Donnerstag mitteilte. Alle vier Betroffenen stammen aus einem Haushalt und befinden sich seit Bekanntwerden der ersten Corona-Infektion in der vergangenen Woche gemeinsam in Quarantäne.

Nach Angaben des Kreises ist die mögliche Ursache für die Infektion nicht bekannt. Aktuell gebe es keine Anzeichen für einen Infektionsanstieg im Umfeld des betroffenen Haushalts.

Am Samstag hatte der Kreis Rendsburg-Eckernförde mitgeteilt, dass eine Coronavirus-Probe nach Angaben aus Berlin mit hoher Wahrscheinlichkeit Teil einer Viruslinie sei, die zuerst in Großbritannien entdeckt worden war. In Flensburg waren in den vergangenen Tagen fast 30 Verdachtsfälle von mutierten Coronaviren bekannt geworden. Die Laborergebnisse wurden an die Charité geschickt zwecks Bestätigung und Feststellung, um welche Mutationen es sich genau handelt. Ein Ergebnis lagen am Donnerstag noch nicht vor.

523 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

21.38 Uhr: In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 523 neue Corona-Fälle registriert worden. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche stieg am Donnerstag leicht auf 91,8 (Mittwoch: 88,3). Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Donnerstagabend veröffentlichte. Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 18 auf 725. 438 Corona-Patienten sind den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern. 71 werden intensivmedizinisch betreut - 46 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 25.900 geschätzt. Bislang gibt es in dem Bundesland 32.805 nachgewiesene Corona-Infektionen.

Krisenstab besorgt über schwere Corona-Verläufe bei Kindern

20.50 Uhr: Unter den Covid-19-Patienten, die in Niedersachsen beatmet werden müssen, sind nach Angaben des Corona-Krisenstabs derzeit auch zwei Kinder. „Was sich unschön entwickelt, muss man wirklich sagen, ist die Situation bei den Kindern”, sagte der Leiter des Krisenstabs, Heiger Scholz, am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtages.

Insgesamt seien acht Kinder mit Covid-19 im Krankenhaus. Seit vergangenem Freitag zählten dazu zwei Kinder, die beatmet werden. Der Krisenstab geht davon aus, dass es sich die ganze Zeit um dieselben Kinder handelt. „So viele beatmete Kinder hatten wir, glaube ich, noch nie”, sagte Scholz. Auch 1387 erwachsene Corona-Patienten werden derzeit in niedersächsischen Krankenhäusern behandelt, davon werden 181 beatmet.

Neue Maskenpflicht gilt ab Freitag in Hamburg

19.25 Uhr: In Hamburg müssen bereits von diesem Freitag an in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen sogenannte medizinische Masken getragen werden. Alltagsmasken wie aus Stoff genähte Mund-Nase-Bedeckungen oder Schals und Halstücher sind dann nicht mehr erlaubt. Die neue Verordnung, mit der der Senat die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie umgesetzt hat, werde noch am Donnerstag veröffentlicht und trete damit am Freitag in Kraft, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Nachmittag.

Im Gegensatz zu Bayern sind in Hamburg aber nicht nur die vergleichsweise teuren FFP2-Masken vorgeschrieben. Auch die deutlich günstigeren und bereits weit verbreiteten sogenannten OP-Masken können verwendet werden. Verstöße gegen die neue Maskenpflicht sollen mit Bußgeldern geahndet werden. Zunächst gelte dafür aber eine Übergangsfrist bis zum 1. Februar, hatte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nach dem Senatsbeschluss am Mittwoch angekündigt.

274 neue Corona-Infektionen in MV nachgewiesen – vier weitere Tote

18.25 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag 274 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das waren 26 weniger als vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte (Stand: 16.30 Uhr). Die Zahl der Ansteckungen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner sank von 113,6 am Mittwoch auf nunmehr 107,9. Mit oder an dem Virus starben 4 Menschen. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 344.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit März stieg landesweit auf 17.824. Als genesen gelten mittlerweile 13.925 Betroffene. Den höchsten Inzidenz-Wert weist weiterhin der Landkreis Vorpommern-Greifswald auf. Dort wurden 195,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ermittelt. In Rostock, der Region mit dem niedrigsten Wert landesweit, sank die Sieben-Tage-Inzidenz auf 45,4.

Nach Angaben des Lagus haben am Mittwoch landesweit weitere 1316 Menschen ihre zweite Impfung gegen Covid-19 erhalten. Damit stieg die Zahl der Zweitgeimpften im Land auf 3017. Ihre erste Impfung erhielten demnach 2243 Menschen, so dass insgesamt 44.449 Menschen in MV bereits eine erste Dosis verabreicht bekommen haben. Die Quote der Menschen mit einer ersten Impfung lag laut Lagus bei 2,76 Prozent. Damit verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern weiterhin bundesweit die höchste Quote.

Gericht lehnt Eilanträge von Friseursalon und Golfplatzbetreiberin ab

18.16 Uhr: Ein Friseursalon und eine Golfplatzbetreiberin aus Schleswig-Holstein sind mit Eilanträgen gegen Verbote im Rahmen des Corona-Lockdowns vor dem Oberverwaltungsgericht gescheitert. Der zuständige 3. Senat wies am Donnerstag ihre Anträge gegen das Verbot von Dienstleistungen mit Körperkontakt beziehungsweise das Verbot zum Betrieb von Sportanlagen ab, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Nach Ansicht der Richter spricht vieles dafür, dass die Regelungen der Corona-Verordnung einer rechtlichen Überprüfung im Hauptsacheverfahren standhalten würden.

Die Richter halten die Eingriffe in die Grundrechte der Kläger angesichts der aktuellen landesweiten Inzidenzwerte für Neuinfektionen und der vom Robert Koch-Institut als sehr hoch eingeschätzten Gesundheitsgefahr für gerechtfertigt. Laut Oberverwaltungsgericht sind die Beschlüsse unanfechtbar (Az.: 3 MR 1/21 und 3 MR 2/21).

Die Landesregierung will die bislang bis Ende Januar befristeten Corona-Regeln bis Mitte Februar verlängern. In dieser Zeit müssen unter anderem Friseure geschlossen bleiben. Auch Golfplätze dürfen nicht öffnen.

Mehr als 30.000 Menschen in Hamburg gegen Corona geimpft

17.25 Uhr: Trotz weiterhin knappen Impfstoffs gehen die Corona-Schutzimpfungen in Hamburg weiter. Bis einschließlich Mittwoch wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts in der Stadt 32.210 Impfdosen verabreicht – verteilt auf 30.549 Erst- und 1661 Zweitimpfungen. Das war in der Gesamtzahl im Vergleich zum Vortag ein Plus von 1607 Impfdosen, wie das RKI am Donnerstag mitteilte. Der ganz überwiegende Teil stammte demnach von den Herstellern Biontech/Pfizer, lediglich 210 Dosen vom US-Unternehmen Moderna.

Die meisten Erst-Impfungen erhielten mit 14.497 Dosen Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen und medizinisches Klinikpersonal. 11.220 Erstdosen gingen an über 80-Jährige, 7963 an Pflegeheimbewohner. 1824 Menschen in Hamburg erhielten die Impfung aufgrund einer medizinischen Indikation.
Im Vergleich zu den Impfleistungen der anderen Bundesländer liegt Hamburg derzeit auf Platz 9 und mit einer Impfquote von 1,7 Prozent knapp über dem Bundesdurchschnitt (1,6). Zum Vergleich: Mecklenburg-Vorpommern liegt mit 2,8 Prozent an der Spitze; Schlusslicht ist Baden-Württemberg mit 1,2 Prozent.

Wegen Corona: Mecklenburg-Vorpommern verschiebt Abiturprüfungen

16.40 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern verschiebt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr die schriftlichen Abiturprüfungen. So soll zusätzliche Zeit zur Vorbereitung gewonnen werden, wie das Bildungsministerium in Schwerin am Donnerstag mitteilte. Die Prüfungen starten demnach statt am 13. April erst am 23. April mit dem schriftlichen Biologie-Abitur, das nach bisherigen Planungen an diesem Tag in mehreren Bundesländern gemeinsam geschrieben werden soll.

Die Prüfungen zur Mittleren Reife müssten nicht verschoben werden, da sie ohnehin erst Ende April begännen, sagte ein Ministeriumssprecher. Mecklenburg-Vorpommern war als erstes Bundesland in das Schuljahr gestartet und hat nun entsprechend frühe Prüfungstermine.

Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) erklärte, zwar seien die Schulen in MV bis kurz vor Weihnachten geöffnet gewesen und für die Abschlussklasen könne auch jetzt Präsenzunterricht erteilt werden. Daran nehmen nach Ministeriumsangaben rund 70 Prozent der Schüler teil. Dennoch sei klar, dass die vergangenen zehn Monate keine normale Schulzeit gewesen seien.

„Wir werden deshalb alles dafür tun, dass die Schülerinnen und Schüler faire Rahmenbedingungen für ihre Prüfungen erhalten“, versprach Martin. Schließlich gehe es um die Lebenskarrieren der Jugendlichen. „Dafür werden wir auch weitere Anpassungen bei der Durchführung und Vorbereitung der Prüfungen vornehmen, ohne dabei die Qualität des Abschlusses zu reduzieren.“

Mit Blick auf die pandemiebedingten Einschränkungen seit dem Frühjahr hatte das Ministerium den Schulen bereits Vorabhinweise für die Prüfungen gegeben und damit die Inhalte für den Unterricht reduziert. Damit sollte es den Lehrern ermöglicht werden, die Schüler gezielter auf die Prüfungen vorzubereiten.

IG Bau fordert kostenlose Corona-Masken für Reinigungspersonal

13.10 Uhr: Die IG BAU hat die Arbeitgeber in der Hamburger Gebäudereinigungsbranche aufgefordert, die mehr als 28.000 Beschäftigten umgehend mit Corona-Schutzmasken auszustatten. Bislang habe ein Großteil der Beschäftigten nicht genügend kostenlose Masken bekommen, teilte die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt am Donnerstag mit. Immer wieder komme es vor, dass Beschäftigte den Mund-Nasen-Schutz aus eigener Tasche bezahlen müssten.

„Es kann nicht sein, dass ausgerechnet die Menschen, bei denen das Einkommen kaum für Miete und Lebensunterhalt reicht, auf den Kosten der beruflich genutzten Masken sitzen bleiben”, sagte der IG-BAU-Bezirksvorsitzende Matthias Maurer. Besonders schwer sei es für Teilzeitkräfte und Minijobber.

Dabei sei das Tragen einer Maske Pflicht und „erst recht notwendig, wenn Beschäftigte sich am Arbeitsplatz einer erhöhten Infektionsgefahr aussetzen”. Die Gewerkschaft forderte die Arbeitgeber auf, die besten Masken zur Verfügung zu stellen, Schulungen zum richtigen Tragen anzubieten und zudem einen Erschwerniszuschlag zu zahlen. „Wer stundenlang unter einer Maske körperlich schwer arbeitet, hat den Lohnaufschlag verdient”, sagte Maurer.

306 Corona-Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz sinkt weiter

11.54 Uhr:  Hamburg meldet am Donnerstag 306 Corona-Neuinfektionen. Am Donnerstag in der vergangenen Woche waren es 324 (gestern 285) Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 98,4 auf 97,4. Vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 130,8 gelegen.

Den RKI-Angaben zufolge stieg die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Dienstag um 15 auf 950. Insgesamt haben sich laut Hamburger Gesundheitsbehörde seit Ausbruch der Pandemie in der Hansestadt 43.926 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 35.900 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern werden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Mittwoch 489 Corona-Patienten stationär behandelt. 101 von liegen auf Intensivstationen, sechs mehr als am Dienstag.

1444 Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen

11.10 Uhr: Nach 1319 gemeldeten Neuinfektionen gestern ist die Zahl der registrierten Corona-Fälle in Niedersachsen am Donnerstag auf 1444 angestiegen. Am Mittwoch vor einer Donnerstag wurden 1705 gemeldet. Mit oder am Coronavirus starben den Angaben zufolge 43 weitere Menschen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 97,4 (gestern) 99,9.

Das waren die Corona-News am 20. Januar: 

456 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

21.17 Uhr: In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 456 neue Corona-Fälle registriert worden. Eine Woche zuvor hatte es 484 Neuinfektionen gegeben. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sank am Mittwoch leicht auf 88,3 (Dienstag: 89,3). Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Mittwochabend veröffentlichte. Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 16 auf 707. 457 Corona-Patienten sind den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern. 83 werden intensivmedizinisch betreut - 47 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 25 500 geschätzt. Bislang gibt es in dem Bundesland 32.282 nachgewiesene Corona-Infektionen.

Neue Verordnung in Hamburg: Das sind die Beschlüsse

19.25 Uhr: Im Hinblick auf das Risiko durch neue Virusmutationen haben Bund und Länder beschlossen, den Lockdown bis mindestens 14. Februar zu verlängern und die Maßnahmen zu schärfen. Der Hamburger Senat hat heute vereinbart, die Beschlüsse vollständig umzusetzen. Sobald die Abstimmung zwischen den Behörden und die Rechtsprüfung abgeschlossen sind, wird die neue Verordnung veröffentlicht. Sie wird folgende Regelungen enthalten:

Maskenpflicht:

In Bussen und Bahnen, beim Einkaufen, bei Gottesdiensten, bei Amtsgängen zu Behörden und bei Gesundheitsbehandlungen müssen medizinische Masken getragen werden. Darunter fallen OP-Masken und Masken mit dem Standard KN95 oder FFP2. Einfache Alltags- bzw. Stoffmasken sind nicht mehr gestattet. In Senioren- und Pflegeeinrichtungen bleibt es bei verpflichtenden Schnelltests für Personal und Besucher. Die Beschäftigten müssen beim Kontakt mit Bewohnern FFP2-Masken tragen.

Kontaktbeschränkung:

Alle nicht zwingend notwendigen Kontakte sollen unterbleiben. Private Zusammenkünfte müssen sich weiterhin auf eine weitere nicht im eigenen Haushalt lebende Person beschränken. 

Homeoffice:

Arbeitgeber sind verpflichtet, Mitarbeitern die Möglichkeit für Homeoffice anzubieten, wenn keine zwingenden betrieblichen Gründe entgegenstehen. In den Betrieben gelten zudem strengere Arbeitsschutzregelungen hinsichtlich der Abstände zwischen Beschäftigten sowie der Bildung von festen Arbeitsgruppen und zum Tragen von medizinischen Masken. Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern medizinische Masken zur Verfügung stellen, wenn Präsenzarbeit erfolgt.

Kitas:

Ab dem 25. Januar wird in Hamburg statt der eingeschränkten Regelbetreuung die erweiterte Notbetreuung angeboten. Das heißt, grundsätzlich sind Kindertagesstätten in der Freien und Hansestadt Hamburg außer für Kinder mit einem dringlichen sozialpädagogischen Förderbedarf geschlossen. Danach wird eine Betreuung sichergestellt für Kinder

Schule:

An den Hamburger Schulen wird bis zum 14. Februar weiterhin Distanzunterricht erteilt. Es wird ausdrücklich an alle Eltern appelliert, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken. Nur Eltern, für deren Kinder es keine andere Betreuungsform gibt, haben die Möglichkeit, ihre Kinder weiterhin zur Schule zu schicken.

Versammlungen:

Bei allen Versammlungen gilt grundsätzlich eine Maskenpflicht. Versammlungen unter freiem Himmel sind generell nur noch möglich mit bis zu 100 Personen, „Aufzüge“ sind grundsätzlich nicht gestattet. Die Erlaubnis für Versammlungen mit mehr Personen wird im Einzelfall von den zuständigen Behörden erteilt.

Stadt vergibt gratis FFP2-Masken an Grundschüler

18.20 Uhr: Für alle Grundschüler hat die Stadt Celle (Niedersachsen) FFP2-Masken bestellt. Pro Kind seien drei Masken geordert worden, teilte die Stadt am Mittwoch mit. „Momentan schwingt immer und überall die Furcht vor Infektionen mit”, sagte Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU). Kinder bekämen natürlich mit, wenn Schulen als Übertragungsorte ausgemacht werden. „Da entstehen Ängste”, sagte der Politiker. Das Lehrpersonal in Celle habe bereits FFP2-Masken erhalten. Nachdem sich Bund und Länder in der Corona-Krise auf einen restriktiven Kurs geeinigt hatten, stellt Niedersachsen den Schulbesuch für Grundschüler bis Mitte Februar frei. 

Das Unterrichtsangebot im Wechselmodell mit halben Klassen bleibe jedoch grundsätzlich bestehen, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch. Die Erwartung sei aber, dass sich die Klassen erheblich leeren. Erst am Montag war der Unterricht an den Grundschulen in geteilten Klassen wieder angelaufen.

294 neue Corona-Infektionen in MV nachgewiesen – 13 weitere Tote 

17.39 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch 294 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das waren 78 weniger als vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Die Zahl der Ansteckungen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner sank von 117,8 am Dienstag auf nunmehr 113,6. Mit oder an dem Virus starben 13 Menschen. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 340.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit März stieg landesweit auf 17.553. Als genesen gelten mittlerweile 13.650 Betroffene. Nach Lagus-Angaben erhielten am Dienstag 3204 Menschen ihre erste Impfung; damit steigt die Zahl derjenigen mit einer Erstimpfung auf mehr als 42.200. Die Impfquote liegt bei 2,6 Prozent, das ist bundesweit die höchste. Zweitimpfungen wurden am Dienstag nicht registriert; deren Zahl blieb bei 379.

Sonder-LPK: Hamburger Schulbehörde will mit Bitte auf Eltern zugehen

16.07 Uhr: „Hamburg hat von Anfang an einen vorsichtigen Weg eingeschlagen“, so Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD). Als die Präsenzpflicht aufgehoben wurde, habe es zu Beginn eine geringe Beteiligungsquote an den Schulen gegeben. Fünf Wochen nach der Aufhebung der Präsenzpflicht habe sich diese Quote deutlich erhöht. Die Schulbehörde wolle jetzt gemeinsam mit den Schulen auf die Eltern zugehen, um eine Betreuung zu Hause erneut zu empfehlen. Trotzdem sollen Eltern weiterhin selbst entscheiden dürfen, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. „Wir werden nicht laut oder leise darüber nachdenken, die Grundschulen oder die Schüler der Abschlussklassen wieder in den Präsenzunterricht zu holen“, so Rabe.

Sonder-LPK: Hamburgs Zweite Bürgermeisterin: „Rückläufige Zahlen können trügerisch sein“

15.58 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) appellierte in der Sonder-Landespressekonferenz erneut an die Hamburger. Es gebe aufgrund der Corona-Mutationen eine unklare Lage und „Vorsicht“ sei das oberste Gebot. „Wir brauchen diese sehr strengen Vorgaben, falls die Befürchtungen zu der Virusmutation in Deutschland sich bewahrheiten.“ Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) ergänzte: „Jeder Tote ist einer zu viel.“ Wir seien jetzt vielleicht in einer kritischsten Phase der Pandemie. Die rückläufigen Zahlen könnten aufgrund der Unklarheiten in Bezug auf die Mutation trügerisch sein.

Sonder-LPK in Hamburg: Tschentscher verkündet „erweiterte Notbetreuung“ in Kitas

15.44 Uhr: „Die Regelungen für Schulen und Kitas werden fortgeführt“, so Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) in einer Sonder-Landespressekonferenz. „Wir müssen darauf hinwirken, dass noch mehr Kinder zu Hause betreut werden.“ Aus dem eingeschränkten Regelbetrieb in den Kitas wird eine „erweiterte Notbetreuung“. Dies gelte ab Montag der kommenden Woche. Es bedeutet, dass die Kitas nur noch Kinder von Eltern aus bestimmten Gruppen betreuen, zum Beispiel aus systemrelevanten Berufen wie dem Gesundheitswesen oder der Polizei.

Live: Neue Corona-Maßnahmen in Hamburg – Tschentscher äußert sich

15.25 Uhr: Nach der gestrigen Sitzung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist heute der Hamburger Senat zusammengekommen, um über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Hamburg zu beraten. Über das Ergebnis berichten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und weitere Senatsmitglieder in einer Sonder-Landespressekonferenz ab 15.30 Uhr:

Schleswig-Holstein: Prien will kommende Woche neues Schulkonzept vorlegen

14.19 Uhr: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) will mit Verbänden und Elternvertretern über die Schulen während des Corona-Lockdowns beraten. „Was die Schulen angeht, sprechen wir morgen erst mit den Lehrerverbänden und Elternvertretungen, werden unser Konzept am Freitag in der Jamaika-Runde vorstellen und dann in der kommenden Woche auch die Öffentlichkeit informieren“, sagte Prien am Mittwoch zum Zeitplan der Landesregierung.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag auf eine Verlängerung des bislang bis Ende Januar befristeten Lockdowns bis zum 14. Februar verständigt. Im Norden sollen Schüler in dieser Zeit nicht in den Schulen unterrichtet werden. Stattdessen soll es weiterhin Fernunterricht geben. In den Kitas gibt es nur eine Notbetreuung.

„Auch wie es für die Hochschulen und Religionsgemeinschaften im Land weitergeht, werden wir entsprechend beraten“, kündigte Prien an. Noch am Mittwoch waren demnach Gespräche mit den Studierendenvertretungen und Präsidien der Hochschulen geplant. Auch mit Kirchen und Verbänden soll kurzfristig gesprochen werden. „Die aktuellen Verordnungen gelten noch bis zum Monatsende und nachdem wir die Gespräche geführt haben, werden wir auch die Verordnungen entsprechend überarbeiten“, sagte Prien.

Die Zahlen aus den Hamburger Bezirken

13.16 Uhr: Wie haben sich die Inzidenz-Werte in den Hamburger Bezirken in der vergangenen Woche entwickelt? Dieser Artikel gibt einen Überblick.

1319 Neuinfektionen in Niedersachsen

13.05 Uhr: Nach 598 gemeldeten Neuinfektionen gestern ist die Zahl der registrierten Corona-Fälle in Niedersachsen am Mittwoch auf 1319 angestiegen. Am Mittwoch vor einer Woche wurden 1562 gemeldet. Mit oder am Coronavirus starben den Angaben zufolge 83 weitere Menschen, sodass nun landesweit seit Beginn der Pandemie insgesamt 2810 Todesfälle zu beklagen sind. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 99,9.

Inzidenzwert in Hamburg sinkt unter 100 – aber 18 weitere Todesopfer

11.56 Uhr: Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Neuinfektionen ist im Wochenvergleich weiter rückläufig: Der Inzidenzwert sank erstmals seit Anfang Dezember wieder unter 100. Am Mittwoch wurden 285 neue Fälle gemeldet. Das sind zwar 34 mehr als am Dienstag, aber 111 weniger als am Mittwoch vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 11.55 Uhr). Die Inzidenz sank von 104,2 auf 98,4. Vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 136,5 gelegen.

Den RKI-Angaben zufolge stieg die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Dienstag um 18 auf 935. Insgesamt haben sich laut Hamburger Gesundheitsbehörde seit Ausbruch der Pandemie in der Hansestadt 43.620 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 35.600 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Dienstag 506 Corona-Patienten stationär behandelt, 8 weniger als am Montag); 95 von ihnen lagen auf Intensivstationen, genau so viele wie am Dienstag.

Günther kündigt neue entschärfte Kontaktregel für Kleinstkinder an

10.55 Uhr: Schleswig-Holstein will bei den Kontaktvorschriften in der Corona-Pandemie eine Sonderregelung für Kleinstkinder einführen. Kinder unter drei Jahren würden künftig aus den Zählungen herausgenommen, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in einer Sondersitzung des Landtags. Diese Kinder sollen demnach als Einheit mit einem Elternteil betrachtet werden. Generell dürfen sich die Angehörigen eines Haushalts derzeit nur mit einer weiteren Person treffen. Ausnahmen gelten für die Betreuung von Kindern unter 14 Jahren und von Pflegebedürftigen.

Das waren die Corona-News vom 19. Januar

Nach Corona-Gipfel: Das sagt Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher

22.29 Uhr: „Wir sind übereinstimmend zu der Einigung gekommen, der Lockdown muss mindestens bis Mitte Februar verlängert werden“, so Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) in einem Statement nach der Ministerpräsidentenkonferenz (alle neuen Corona-Regeln haben wir hier für Sie zusammengefasst). Auch wenn die Zusammenkunft mit einer Person aus einem weiteren Haushalt noch gestattet ist, soll „die Zahl der Haushalte insgesamt soll möglichst klein gehalten werden.“

Im Hinblick auf das Streitthema Kitas und Schulen sagte Tschentscher, man werde am Mittwoch über die Umsetzung der Beschlüsse im Kabinett beraten. „Wir müssen darauf hinwirken, dass noch mehr Kinder zu Hause betreut werden. Das bedeutet, die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt und wann immer möglich sollen die Kinder zu Hause betreut werden.“

Der wichtigste Punkt sei aus seiner Sicht die Regelung zum Homeoffice. „Ich habe mich besonders hierfür eingesetzt, weil wir in Hamburg den öffentlichen Nahverkehr in den Hauptverkehrszeiten entlasten müssen.“ Im privaten Bereich habe man alle überflüssigen Wege und Kontakte beschränkt, nun müsse man auch die durch die Wirtschaft bedingen Kontakte verringern.

„Wir können nicht sagen: Wird schon nicht so schlimm werden“, so Tschentscher. Man wisse nicht, wie schnell sich die Mutationen verbreiten und wo sie auftauchen. Sonst sei man in drei Wochen womöglich in einer schlimmeren Lage als jetzt. Je niedriger die Infektionsraten seien, desto gewappneter sei man auch gegenüber den neuen Virusvarianten.

Die Lage jetzt sei „ein Ausdruck besonders großer Vorsicht“, um nicht in eine ähnliche Lage wie Großbritannien zu kommen. Bis Ende des Sommers wolle man möglichst allen Menschen in Deutschland ein Impfangebot machen. Doch es komme auch darauf an, ob es bis dahin Impfstoffe gebe, die einfacher zu verimpfen seien als die bisherigen.

Starker Anstieg der Fallzahlen in Schleswig-Holstein

20.54 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Dienstag 451 neue Corona-Fälle gemeldet – deutlich mehr als am Montag (219 neue Fälle).

Aktuell werden 457 Menschen in Schleswig-Holsteins Krankenhäusern behandelt. 83 Menschen liegen auf einer Intensivstation, 47 davon müssen beatmet werden.
Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 89,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

MeckPomm: 365 neue Corona-Infektionen – 18 Tote

19.21 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag 18 weitere Tote im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl auf 327, wie aus dem Lagebericht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock hervorgeht. Es registrierte 365 neue Corona-Infektionen, das waren 68 weniger als vor einer Woche.

Die Zahl der Ansteckungen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner sank leicht auf 117,8. Das höchste Infektionsgeschehen wies der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit einer Inzidenz von 199 auf. Bei über 100 lag dieser Wert auch an der Mecklenburgischen Seenplatte (191), Ludwigslust-Parchim (159,1) und in der Stadt Schwerin (112,9). Weniger als 50 Infizierte je 100.000 Einwohner hatte lediglich die Hansestadt Rostock mit 44,5.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten wurde am Dienstag mit 375 (plus 25 zum Vortag) angegeben, diejenige der Corona-Patienten auf Intensivstationen stieg im selben Zeitraum um 9 auf 96.

Corona-Ausbruch in Gefängnis in Itzehoe – 23 Menschen betroffen

17.44 Uhr: In einem Gefängnis in Itzehoe hat es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Dort sind 16 Gefangene und 7 Justizmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie das Justizministerium am Dienstag mitteilte. Alle Gefangenen seien in Einzelzellen isoliert worden. Bei notwendigen Bewegungen würden sogenannte FFP2-Masken getragen. Die betroffenen Mitarbeiter befänden sich in häuslicher Quarantäne.

Der Betrieb der Justizvollzugsanstalt soll vorerst im Zwei-Schicht-Betrieb weitergehen. Laut Gesundheitsamt besteht der Verdacht, dass es sich aufgrund des hohen Infektionsgeschehens um ein mutiertes Virus handeln könnte.

Ende vergangener Woche war ein weiterer Gefangener in ein Gefängnis nach Kiel gebracht worden. Dort wurde er positiv getestet und umgehend in die Krankenstation in Neumünster verlegt. Schnelltests bei weiteren Gefangenen seiner Abteilung fielen negativ aus. 31 Gefangene wurden aber vorsorglich auf Quarantäne-Stationen in den Gefängnissen in Lübeck und Neumünster sowie Schleswig verlegt.

Senatssprecher: Hamburger Infektionszahlen weiterhin zu hoch

16.09 Uhr: Die im Wochenvergleich gesunkenen Corona-Infektionszahlen erlauben nach Einschätzung des Hamburger Senats noch keine Lockerung des Lockdowns. „Die Lage stabilisiert sich“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer mit Blick auf die am Dienstag gemeldeten 251 Neuinfektionen und die Sieben-Tage-Inzidenz von 104,2. Der Sprecher fügte aber hinzu: „Diese Zahlen reichen leider noch nicht aus.“ Hamburg erwarte von der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel „vernünftige Entscheidungen“. Diese müssten den Bürgern gut erklärt und im gesamten Bundesgebiet kontrolliert werden.

Auf die Frage nach neuen Erkenntnissen zu den Virus-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika berichtete Schweitzer von der Beratung der Regierungschefs mit Wissenschaftlern am Montagabend: „Wirklich etwas Neues ist dort nicht vorgetragen worden.“ Es gebe eine Bandbreite an Informationen, wonach sich die britische Virusvariante schneller ausbreite. Zur Gefährlichkeit dieses Virustyps sei aber nicht viel gesagt worden.

Schweitzer bekräftigte, dass Hamburg die Unternehmen zu mehr Arbeit im Homeoffice drängen wollen. Rechtlich sei diese Frage jedoch höchst komplex. Im öffentlichen Nahverkehr plädiere Hamburg für das Tragen von Gesichtsmasken statt etwa Schals oder Halstüchern, aber nicht notwendigerweise FFP2-Masken. Der Senat werde vermutlich am Mittwoch über die Verlängerung des Lockdowns beraten und die Ergebnisse am Nachmittag auf einer Pressekonferenz bekannt geben.

Homeoffice-Pflicht in Hamburg: Senat nicht abgeneigt

12.53 Uhr: Senatssprecher Marcel Schweitzer äußerte sich am Dienstagmittag zu möglichen Corona-Maßnahmen, die durch Bund und Länder beschlossen werden könnten. Demnach sei man in Hamburg beim Thema Homeoffice einer Verschärfung nicht abgeneigt. „Wir können uns vorstellen, juristisch eine Beweislastumkehr zu machen. Ein Arbeitgeber, der darauf Wert legt, dass seine Mitarbeiter vor Ort sind, muss das begründen. Das scheint uns ein richtiger Weg zu sein.“

Aktuelle Zahlen: 251 Neuinfektionen und 11 Tote in Hamburg

12.01 Uhr: In Hamburg sind am Dienstag 251 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 46 mehr als am Montag aber 139 weniger als am Dienstag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen auf nun 104,2 (Vortag: 111,5). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 146,2 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 917 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 18. Januar), 11 mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 43.335 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 35.100 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Montag 514 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 95 Corona-Patienten, 81 davon sind Hamburger.

Niedersachsen: 598 Neuinfektionen und 83 Tote

11.15 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter. Am Dienstag meldete das Landesgesundheitsamt 598 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 129.922. Binnen eines Tages wurden zudem 83 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 2727 Menschen mit dem Virus in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 102,3 – am Vortag lag der Wert noch bei 103,8.

„Unbegreiflich, egoistisch, ignorant“: Innensenator wütend über Corona-Partys

10.18 Uhr: Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) platzt bei den jüngsten Party-Meldungen der Kragen. „Die Hamburgerinnen und Hamburger nehmen die harten Einschränkungen auf sich in dem Bewusstsein, dass das Leben und die Gesundheit jedes einzelnen kostbar ist. Umso unbegreiflicher ist es, dass es in dieser kritischen Phase der Pandemie noch Menschen gibt, die sich derart dreist über alle Regeln hinwegsetzen. Ein solches Verhalten zeugt von einem Höchstmaß an egoistischer Ignoranz“, sagte er der MOPO.

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Wenige Tage nach Impfaktion: Corona-Ausbruch in Pflegeheim

8.40 Uhr: Wenige Tage nach Corona-Impfungen in einem Alten- und Pflegeheim im schleswig-holsteinischen Itzstedt ist dort inzwischen bei 33 Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden. Es hätten sich 25 Bewohner und acht Mitarbeiter des „Hauses Itzstedt” infiziert, teilte eine Sprecherin des Kreises Segeberg mit. Wie der Erreger ins Heim kam, sei unklar. Die Impfaktion habe am 9. Januar stattgefunden.

Die ersten Corona-Fälle seien am 13./14. Januar festgestellt worden. Ein Impfschutz entstehe in so wenigen Tagen noch nicht, erläuterte auf Nachfrage der Kieler Infektionsmediziner Helmut Fickenscher. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten” berichtet. Am vergangenen Freitag waren in dem Heim insgesamt 109 Personen – 59 Bewohner und 50 Mitarbeiter – auf Corona getestet worden. Eine Bewohnerin werde derzeit in einem Krankenhaus behandelt, sagte die Kreissprecherin. Das komplette Haus stehe unter Quarantäne. Im Dezember und Januar waren bereits mehrere Pflegeeinrichtungen im Kreis Segeberg von Corona betroffen.

Mehr als 20 Verdachtsfälle von Corona-Mutationen in Flensburg

7.05 Uhr: In Flensburg sind mehr als 20 Verdachtsfälle von mutierten Coronaviren festgestellt worden. Es handle sich um Laborergebnisse, die jetzt an das nationale Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin gingen zwecks Bestätigung und Feststellung, um welche Mutation es sich genau handele, sagte Flensburgs Stadtsprecher Clemens Teschendorf der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das „Flensburger Tageblatt“ online berichtet.

Die Ergebnisse aus Berlin werden laut Teschendorf Mitte der Woche erwartet. Erst dann werde es Klarheit geben, ob es sich tatsächlich um die Variante handelt, die zuerst in Großbritannien entdeckt worden war. Sie steht im Verdacht, besonders ansteckend zu sein. Das Gesundheitsministerium von Schleswig-Holstein hatte bereits bekannt gegeben, dass die in Großbritannien verbreitete und auch in Dänemark nachgewiesene Mutation des Coronavirus mit hoher Wahrscheinlichkeit Schleswig-Holstein erreicht habe.

Heute drohen weitere Verschärfungen

6.37 Uhr: Seit Tagen zeichnet sie sich bereits ab, heute wird beim Bund-Länder-Gipfel nun die Entscheidung fallen: Über die Verlängerung des Lockdowns bis mindestens Mitte Februar. Die SPD-Regierungschefs verständigten sich in einer Vorbesprechung auf eine Lockdown-Verlängerung bis 14. Februar. Offen war am Montag, ob es weitere Verschärfungen in einzelnen Bereichen des öffentlichen Lebens geben werde. Die bislang geltenden Maßnahmen sind bis Ende Januar befristet. Zwar zeichnete sich zuletzt ein leichter Rückgang der Infektionszahlen ab – Gesundheitsminister Spahn sprach in der ARD von einem „ersten Erfolg”. Doch waren sich Bund und Länder bereits vor der Spitzenrunde am Dienstag einig, dass für Lockerungen kein Anlass besteht.

Als Schwerpunktthema für die Bund-Länder-Beratungen nannte Regierungssprecher Steffen Seibert die weitere Verringerung von Kontakten, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Seibert verwies auf die Themenbereiche Homeoffice, Einsatz medizinischer Masken sowie Regelungen für öffentliche Verkehrsmittel.

Das waren die Corona-News am 18. Januar:

Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswg-Holstein sinkt

21.04 Uhr: Nach 215 Corona-Fällen am Sonntag meldet Schleswig-Holstein am Montag insgesamt 219 registrierte Neuinfektionen. 454 Menschen befinden sich derzeit in Krankenhäusern, 77 davon auf Intensivstationen. 48 Personen werden beatmet. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel von 88,6 auf 87,3. Die höchsten Inzidenzwerte haben die Kreise Pinneberg (164,8) und Nordfriesland (161,5). Die niedrigsten Werte haben Schleswig-Flensburg (39,8) und Rendsburg-Eckernförde (35,8).

Niedersachsen: Lockdown-Verlängerung ja, aber ...

19.39 Uhr: Vor dem Bund-Länder-Treffen zum Kurs in der Corona-Krise hat sich die niedersächsische Landesregierung für eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar ausgesprochen. Von einem weiter verschärften kompletten Lockdown halte das Bundesland indes mit Blick auf die wirtschaftlichen Schäden gar nichts, sagte Staatssekretär Jörg Mielke am Montag in Hannover in einer Sondersitzung des Sozialausschusses. „Wir werden keine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen vorschlagen“, erklärte Mielke. Auch eine nächtliche Ausgangssperre finde keine Unterstützung aus Niedersachsen.

Außerdem forderte Mielke eine „verbindliche Regelung zum Homeoffice“. Bei der geltenden Maskenpflicht künftig wie bereits in Bayern das Tragen von FFP2-Masken vorzuschreiben, lehne die niedersächsische Landesregierung ab, sagte Mielke. Allerdings könne man sich verstellen, etwa im öffentlichen Nahverkehr oder beim Besuch von Heimen das Tragen einfacher OP-Masken vorzuschreiben und selbstgenähte Stoffmasken, die einen geringeren Schutz bieten, dort nicht mehr zuzulassen.

155 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

18.16 Uhr: Nach den 122 neuen Corona-Fällen in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag sind heute 155 neue Infektionen registriert worden. Das waren 31 gemeldete Neuinfektionen mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 118,7. Zwei weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. 

Tschentscher geht von weiteren Verschärfungen aus

17.03 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) geht von einer Verlängerung und Verschärfung des geltenden Corona-Lockdowns aus. Die bisherigen Maßnahmen hätten noch nicht dazu geführt, dass die Zahl der Neuinfektionen ausreichend gesunken sei, sagte er am Montag. Hinzu komme das Risiko neuer Virusvarianten, deren Auswirkungen für Deutschland noch unklar seien. „Ich gehe deshalb davon aus, dass wir den Lockdown verlängern und an einigen Punkten schärfen müssen.“

Insbesondere sei die berufsbedingte Mobilität noch zu hoch. „Wir erkennen dies an der starken Auslastung von Bussen und Bahnen in den Hauptverkehrszeiten. Homeoffice und mobiles Arbeiten müssen deshalb ausgeweitet werden“, sagte der Bürgermeister am Rande einer Bundesratssitzung in Berlin. Bei zwingend erforderlicher Präsenz sollten die Unternehmen gestaffelte Arbeitszeiten umsetzen, um den öffentlichen Nahverkehr zu entlasten.

Für Reisende aus Virusmutationsgebieten empfehle er dem Bund dringend, einen negativen PCR-Test vorzuschreiben. „Schnelltests sind dafür nicht zuverlässig genug“, warnte der ehemalige Laborarzt.

Es sei wichtig, dass die Regierungschefs den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse vor der Schalte mit der Kanzlerin am Montagabend erneut mit Experten erörtern, sagte Tschentscher. Dabei solle das Robert Koch-Institut unter anderem auch eine fachliche Einschätzung geben, „wie im ÖPNV der Infektionsschutz durch geeignete Masken verbessert werden kann“. In Bayern ist seit Montag das Tragen einer sogenannten FFP2-Maske in Bussen und Bahnen Pflicht.

Auch Tschentscher will offenbar weg von der bisherigen Regelung, die im ÖPNV auch Schals oder Halstücher zur Bedeckung von Mund und Nase zulässt. Eine Festlegung ausschließlich auf FFP2-Masken wie in Bayern geht ihm aber zu weit, wie zu hören war.

Polizei löst illegalen Gottesdienst auf

16.40 Uhr: 48 Menschen haben in Bad Münder am Deister (Landkreis Hameln-Pyrmont) einen illegalen Gottesdienst gefeiert. Ein Anwohner habe die Polizei gerufen, wie ein Sprecher heute sagte. Die Beamten trafen in einem ehemaligen Lebensmittelladen in Flegessen 15 Erwachsene und 33 Kinder an. Die Teilnehmer trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und hielten den Mindestabstand nicht ein. Die Polizei löste die Veranstaltung am Sonntag auf und leitete Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Erwachsenen ein. Gottesdienste sind in Niedersachsen nur unter Auflagen in vorgesehenen Räumen erlaubt. Teilnehmer müssen etwa durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten, Gesang ist verboten.

Ansturm auf Verbraucherzentrale wegen Corona-Pandemie

14.23 Uhr: Die Corona-Pandemie hat der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein eine Flut von Anfragen beschert. So seien im vergangenen Jahr 31.000 Anrufe angenommen worden, 9200 mehr als 2019, berichtete Vorstand Stefan Bock am Montag. „Das waren überwiegend verzweifelte, verunsicherte und auch wütende Verbraucher.“ Das Hauptthema seien Reisen gewesen. Daneben sei es aber auch um Fitnessverträge und Veranstaltungen gegangen. Der Bedarf der Menschen an Informationen werde beim Blick ins Internet noch deutlicher. Nach 147.000 Besuchen auf dem Portal der Verbraucherzentrale 2019 seien es im vergangenen Jahr 492.000 gewesen, sagte Bock.

205 Neuinfektionen und zwei Tote in Hamburg – Inzidenz sinkt weiter

11.52 Uhr: In Hamburg sind am Montag 205 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 59 mehr als am Sonntag aber 68 weniger als am Montag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen auf nun 111,5 (Vortag: 115,1). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 162,3 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 906 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 17. Januar), zwei mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 43.084 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 34.600 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 523 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 92 Corona-Patienten, 77 davon sind Hamburger.

Niedersachsen: 662 Neuinfektionen und 15 Tote – Inzidenz wieder über 100

11.05 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter. Am Montag meldete das Landesgesundheitsamt 662 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 129.324. Binnen eines Tages wurden zudem 15 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 2644 Menschen mit dem Virus in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 103,8 – am Vortag lag der Wert noch bei 99,8.

Wegen Maskenmuffeln: Hamburger Schulbehörde ergänzt Corona-Verordnung

10.36 Uhr: Die Hamburger Schulbehörde kündigt via Twitter an, die Coronaverordnung zu ergänzen, um auch in Zukunft Schüler und Schülerinnen vom Unterricht ausschließen zu können, wenn die sich weigern, eine Maske zu tragen. Das Oberverwaltungsgericht hatte vor wenigen Tagen dem Eilantrag eines Schülers stattgegeben, mit der er sich gegen den Unterrichtsausschluss an seiner Stadtteilschule gewehrt hatte. Die Richter hatten die Maskenpflicht an Hamburgs Schule ausdrücklich als rechtskonform bestätigt, allerdings decke die Verordnung in ihrer bisherigen Version einen Unterrichtsausschluss von Verweigerern nicht.

Trotz Lockdown: Grundschüler in Niedersachsen kehren in Klassen zurück

9.11 Uhr: Trotz einer weiter angespannten Corona-Lage kehren die Grundschüler in Niedersachsen am Montag in geteilten Gruppen in die Klassen zurück. Bis zum Halbjahresende erhalten sie Unterricht nach dem Szenario B – das bedeutet, dass jeweils eine Hälfte der Schüler zu Hause und die andere in der Klasse arbeitet. In der ersten Woche nach den Ferien waren alle Grundschüler im Homeschooling zu Hause unterrichtet worden.

An der teilweisen Öffnung der Schulen in Niedersachsen trotz des verschärften Lockdowns hatte es Kritik unter anderem aus Berlin gegeben. Die Schulöffnung sei gegen den Geist der Beschlüsse von Bund und Ländern, sagte der Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt. Dagegen verteidigte die Landesregierung zuletzt am Freitag die Teilöffnung auch der Grundschulen: Man wolle daran festhalten, hieß es. Insbesondere kleine Kinder schienen die Krankheit weniger stark zu verbreiten als andere Menschen.

Virologin Addo erwartet deutliche Entspannung „vom Frühjahr an“

7.01 Uhr: Die Hamburger Virologin Marylyn Addo erwartet in der Corona-Pandemie „vom Frühjahr an und im Sommer eine deutliche Entspannung“. „Schon wegen des wärmeren Wetters und der höheren Impfquote“, sagte die Leiterin der Sektion Infektiologie vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

„Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass wir so bald in großen Menschenmassen wie auf dem Oktoberfest darauf anstoßen können. Es dürfte auch in der zweiten Jahreshälfte wieder einen Anstieg geben, es ist halt ein Erkältungsvirus. Aber ich bleibe zuversichtlich.“

Zur Diskussion über einen zu langsamen Impfstart in Deutschland sagte sie: „Ich würde mir wünschen, dass man nicht das große Bild aus den Augen verliert. Wenn man mir im letzten Februar gesagt hätte, dass wir uns im Dezember darüber streiten, wer die ersten Impfstoffe bekommt, hätte ich das für verrückt gehalten - so schnell würde es doch nie einen Impfstoff geben. Aber es kam anders, und wir sollten auch mal `feiern´, was erreicht wurde.“

Das waren die Corona-News am 17. Januar:

215 Neuinfektionen im Norden

20.43 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Sonntag 215 neue Corona-Fälle gemeldet (Samstag: 375 neue Fälle). Aktuell werden in den Krankenhäusern des Landes 473 Menschen mit Corona-Infektion behandelt. 80 Menschen liegen auf einer Intensivstation, 48 davon müssen beatmet werden.

Die landesweite Sieben-Tages-Inzidenz liegt aktuell bei 88,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Am höchsten ist der Inzidenzwert in den Kreisen Pinneberg (162,3), Nordfriesland (161,5), in Flensburg (132), in Neumünster (118,5), im Kreis Stormarn (105,7) sowie in Lübeck (102,5). Am niedrigsten ist der Wert in den Kriesen Rengsburg-Eckernförde (36,5), Schleswig-Flensburg (38,3) und Plön (43,5).

MeckPomm: 122 neue Corona-Infektionen nachgewiesen

17.31 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag 122 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das waren 33 gemeldete Neuinfektionen mehr als vor einer Woche, wie aus dem Lagebericht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock hervorgeht.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 118,7 am Samstag auf 121,4. Zehn weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 308.

Den höchsten Inzidenz-Wert weist mit 200,3 der Landkreis Vorpommern-Greifswald auf. Werte über 100 haben die Mecklenburgische Seenplatte (194,1) Ludwigslust-Parchim (162,9) und die Stadt Schwerin (118,1). Weniger als 50 Infizierte je 100.000 Einwohner in sieben Tagen hat lediglich die Hansestadt Rostock mit 46,8.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten wurde am Sonntag mit 332 (minus 22 zum Vortag) angeben, die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen sank um 4 auf 88.

Fast 1400 Krankenhaus-Mitarbeiter nach Corona-Ausbruch getestet

14.11 Uhr: Wegen eines Corona-Ausbruchs in den Krankenhäusern in Husum und Niebüll sind am Wochenende fast 1400 Klinikmitarbeiter getestet worden. Erste Ergebnisse lagen zunächst noch keine vor, wie ein Sprecher des Kreises Nordfriesland der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagmittag sagte. Insbesondere Mitarbeiter hatten sich den Angaben zufolge mit dem Virus infiziert. Betroffen seien lediglich diese beiden Standorte des Klinikums Nordfriesland, betonte ein Sprecher.

Es gibt einen Aufnahmestopp für neue Patienten – zunächst bis zum 21. Januar. Behandlungen wurden nach Möglichkeit verschoben. Am Freitag hatte der Kreis mitgeteilt, dass sich 54 positiv getestete Mitarbeiter in häuslicher Isolierung befinden; 52 positiv getestete Patienten werden im Husumer Klinikum versorgt.

Das Gesundheitsamt des Kreises Nordfriesland ordnete Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter an, die in der Zeit vom 4. Januar bis zum 13. Januar in den Kliniken in Niebüll oder Husum arbeiteten. Es wurden den Angaben zufolge Quarantäne-ersetzende Maßnahmen verhängt. Solange die Mitarbeiter keine Symptome zeigten, könnten sie mit entsprechenden Schutzmaßnahmen ihrer Arbeit weiterhin nachgehen. Jeder positiv Getestete müsse aber sofort zu Hause bleiben. Im privaten Bereich gibt es laut Kreis für sie ebenfalls strenge Auflagen.

146 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz sinkt weiter

12.07 Uhr: In Hamburg sind am Sonntag 146 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 232 weniger als am Samstag und 65 weniger als am Sonntag vor einer Woche. Am Sonntag sind die Zahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen auf nun 115,1 (Vortag: 118,5). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 154,9 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 904 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 16. Januar), neun mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 42.879 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 34.000 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 523 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 92 Corona-Patienten, 77 davon sind Hamburger.

Niedersachsen: 1250 Neuinfektionen und 11 Tote – Inzidenz unter 100

10.49 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter. Am Sonntag meldete das Landesgesundheitsamt 1250 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 128.662. Binnen eines Tages wurden zudem 11 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 2629 Menschen mit dem Virus in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 99,8.

Neun weitere Corona-Tote in Hamburg

9.45 Uhr: In Hamburg ist die Zahl der an oder im Zusammenhang mit Covid-19 gestorbenen Menschen erneut gestiegen. Am Sonntagmorgen meldete das Robert Koch-Institut neun neue Todesfälle. Insgesamt stieg die Zahl der Corona-Toten den Angaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie auf 904. Bundesweit sind bisher 46.419 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind 445 mehr als am Vortag. Der bisherige Höchststand von 1244 gemeldeten Todesfällen pro Tag war am Donnerstag erreicht worden. Die Todeszahlen sind am Wochenende oft sehr niedrig.

GEW: Bei Corona-Zuspitzung Abitur auch ohne Prüfung

8.36 Uhr: Abi ohne Prüfung? Die Bildungsgewerkschaft GEW hält bei einer weiteren Zuspitzung der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein die Zuerkennung des Abiturs oder des mittleren Schulabschlusses auch ohne Prüfung für möglich. „Das wäre kein Beinbruch“, sagte GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer. „Dafür könnten die bisher erbrachten Leistungen gewertet werden. Diese Abschlüsse müssten dann in der Gesellschaft die gleiche Wertschätzung erfahren wie mit Prüfung“, sagte der Gewerkschafter und fügte hinzu: „Schließlich können die Schülerinnen und Schüler nichts für die Pandemie.“

Für keine gute Idee hält die GEW die Option, wegen der Pandemie das Schuljahr auszusetzen und die Monate hinten ranzuhängen. Das ginge eindeutig zu Lasten der Schüler, sagte Schauer. „Was sollen die Schülerinnen und Schüler denn während der Schulpause machen? Netflix schauen und die Wand anstarren? Bei allen Problemen wegen der verschlafenen Digitalisierung und abstürzenden Videokonferenzen halten wir Unterricht in geteilten Gruppen in Kombination mit Distanzunterricht für viel besser.“

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) geht „zurzeit noch davon aus, dass die Prüfungen unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen wie im vergangenen Jahr stattfinden können“. Im Moment würden die Abschluss-Klassen beschult, sowohl in Präsenz als auch in Distanz, sagte Prien. Die Änderung des Schulgesetzes schaffe den rechtlichen Rahmen, „damit alle Optionen offenbleiben. Dazu würden im Extremfall auch Teil- oder Vollanerkennungslösungen gehören“. Die Kultusministerkonferenz wolle noch im Januar über das weitere Vorgehen einen Beschluss fassen.

Das waren die Corona-News am 16. Januar:

Schleswig-Holstein meldet 375 Neuinfektionen

21.22 Uhr In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 375 neue Corona-Fälle registriert worden. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche sank weiter auf nun 86,1 (Freitag: 87,2.) Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Samstagabend veröffentlichte (Datenstand: 16.1.2021, 20.11 Uhr). Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 3 auf 651.

426 Corona-Patienten sind den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern (Freitag: 398). 70 werden intensivmedizinisch betreut (Freitag: 71) - 46 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 23 900 geschätzt. Bislang gibt es in dem Bundesland 30 941 nachgewiesene Corona-Infektionen.

Meck-Pomm meldet 254 neue Infektionen

18.24 Uhr In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag 254 neue Corona-Infektionen registriert worden, elf mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 118,7 und damit etwas höher als am Vortag. Zwei weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 298.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit März stieg landesweit auf 16 625. Als genesen gelten mittlerweile 12 510 Betroffene.

Den höchsten Inzidenz-Wert hat weiterhin die Mecklenburgische Seenplatte mit 203,0. Werte über 100 haben demnach die Landkreise Ludwigslust-Parchim (161,5), Vorpommern-Greifswald (175,3) und die Stadt Schwerin (121,3). Weniger als 50 Infizierte je 100 000 Einwohner in sieben Tagen hat lediglich die Hansestadt Rostock mit 41,6.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten liegt bei 354 (minus 1 zum Vortag), die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen sank um 1 auf 92.

Hamburg impft erstmals zweite Dosis

17.50 Uhr Erstmals werden am Sonntag in Hamburg Menschen mit der zweiten Dosis des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer geimpft. Genau drei Wochen nach dem Start der Corona-Schutzimpfungen in der Hansestadt sind erneut die rund 445 Bewohner der Pflegeeinrichtung Hospital zum Heiligen Geist in Poppenbüttel die ersten, die an der Reihe sind, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Am Montag würden dann Bewohner der Einrichtung Pflegen und Wohnen Finkenau im Stadtteil Uhlenhorst ihre zweite Dosis erhalten. Weitere Einrichtungen sollen folgen.

Experten gingen davon aus, dass eine erste Impfung nur einen etwa 50-prozentigen Schutz bringe, sagte ein Behördensprecher. Erst mit der Verabreichung der zweiten Dosis werde laut Hersteller der angegebene Wirkungsgrad von über 90 Prozent erreicht.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass bei zwei bereits geimpften Bewohnern des Hospitals zum Heiligen Geist eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde. Allerdings erfolgte der Nachweis wohl nur wenige Stunden nach der Impfung, so dass die Infektionen zuvor erfolgt sein dürften.

Kliniken in Husum und Niebüll: 1.500 Menschen in Quarantäne

15.03 Uhr: Bis zum 21. Januar werden in den Krankenhäusern Husum und Niebüll keine weiteren Patienten aufgenommen - in dem Klinikum kam es, wie der NDR berichtet, zu einem großen Corona-Ausbruch. 54 Mitarbeiter wurden positiv getestet und befinden sich in häuslicher Isolation. Mitarbeiter, Patienten und Besucher, 1.500 Menschen insgesamt, müssten jetzt auf Anordnung des Gesundheitsamts Nordfriesland in Quarantäne. Die Mitarbeiter dürften unter Vollschutz weiterarbeiten, aber keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen oder Fahrgemeinschaften bilden. 1.000 Mitarbeiter sollen noch am Wochenende getestet werden. In Husum werden laut NDR in der betroffenen Klinik aktuell noch 52 Covid-Patienten versorgt, weitere Patienten wurden in andere Kliniken verlegt. 

Polizei beendet illegale Party zweimal - Flaschenwürfe gegen Beamte

13.48 Uhr: Corona-Partygäste attackierten Polizisten: Bei einem Einsatz gegen eine illegale Geburtstagsfeier in Delmenhorst bei Bremen ist es zu Widerstand und Flaschenwürfen gegen die Einsatzkräfte gekommen. Erst der Einsatz von Pfefferspray habe die Angriffe in der Nacht zum Samstag abgewehrt, teilten die Beamten mit. Ein 24-jähriger Besucher aus Berlin wurde in Gewahrsam genommen.

Die Polizei war kurz vor Mitternacht über eine Ruhestörung durch eine Party mit mindestens zwölf Personen informiert worden. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte flohen einige Gäste. Die Party konnte zunächst mit mehreren Anzeigen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen die Corona-Auflagen beendet werden. Am Morgen rückte die Polizei aber erneut aus, da einige Feierende meinten, die Party fortsetzen zu können. Sie werden für diese Nacht zweimal Bußgeld zahlen müssen.

378 Neuinfektionen in Hamburg – 13 weitere Tote 

12.21 Uhr: In Hamburg gab es seit gestern 378 Corona-Neuinfektionen – 25 mehr als am vergangenen Samstag (353). Die Zahl der Menschen, die in Hamburg an oder mit Corona verstorben sind, liegt bei 895, 13 mehr als am Vortag (Stand: Freitag).

523 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden in Hamburg in Krankenhäusern behandelt (Stand: Freitag). Davon liegen 92 Erkrankte auf einer Intensivstation. 77 der Intensivpatienten sind Hamburger.

Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Hamburg liegt bei 42.733. Davon gelten 33.800 Infizierte als geheilt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder leicht von 117,2 (Freitag) auf 118,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, nachdem sie vorher vier Tage in Folge gesunken war.

Niedersachsen: 1177 Neuinfektionen und 46 Tote

10.49 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter. Am Samstag meldete das Landesgesundheitsamt 1177 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 127.412. Binnen eines Tages wurden zudem 46 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 2618 Menschen mit dem Virus in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 102,7.

Tschentscher fordert mehr Homeoffice und flexible Arbeitszeiten

10.30 Uhr: Aufgrund weiterhin hoher Corona-Zahlen und der Sorge vor Virus-Varianten hat sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher für weitere Einschränkungen auch am Arbeitsplatz ausgesprochen. „Die immer noch hohen Infektionszahlen und alarmierenden Berichte über neue Virusmutationen erfordern es, die Lage in der Pandemie zeitnah neu zu bewerten“, sagte der SPD-Politiker mit Blick auf die nächste Bund-Länder-Runde mit der Kanzlerin am kommenden Dienstag. Ursprünglich sollten die Beratungen erst in der übernächsten Woche stattfinden

„Wir müssen die Mobilität über die privaten Kontaktbeschränkungen hinaus weiter verringern, indem die Unternehmen Homeoffice und mobiles Arbeiten noch konsequenter umsetzen“, sagte der Bürgermeister. „Wenn Präsenz am Arbeitsplatz erforderlich ist, sollte der Arbeitgeber flexible Arbeitszeiten ermöglichen, um die Auslastung des öffentlichen Nahverkehrs in den üblichen Hauptverkehrszeiten zu verringern.“

Linke und FDP kritisieren Ausstattung der Gesundheitsämter

9.39 Uhr: Linke und FDP in der Hamburgischen Bürgerschaft bemängeln die personelle und technische Ausstattung der Gesundheitsämter in den Bezirken. So sei es zwar „ein richtiger Schritt“, dass das Personal für die Corona-Kontaktnachverfolgung aufgestockt worden sei, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Deniz Celik, der Deutschen Presse-Agentur. Jedoch werde dazu laut Senatsantwort auf seine Kleine Anfrage „ein großer Teil aus anderen Bereichen des öffentlichen Gesundheitsdienstes herangezogen”. In der Konsequenz würden dann andere Angebote wie Schuleingangsuntersuchungen stark eingeschränkt oder ausfallen. Die FDP-Abgeordnete Anna von Treuenfels-Frowein, die die digitale Ausstattung der Ämter abgefragt hatte, sprach von „fatalen” Unterschieden in den Bezirken.

Das waren die Corona-News vom 15. Januar 2021

398 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

20.51 Uhr: In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 398 neue Corona-Fälle registriert worden. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sank weiter auf nun 87,2 (Donnerstag: 90,4). Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Donnerstagabend veröffentlichte (Datenstand: 15.1.2021, 20.14 Uhr). Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 24 auf 648.

398 Corona-Patienten sind den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern (Donnerstag: 382). 71 werden intensivmedizinisch betreut (Donnerstag: 67) – 45 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 23.500 geschätzt. Bislang gibt es in dem Bundesland 30.566 nachgewiesene Corona-Infektionen.

379 Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

20.32 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag 379 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das waren 79 mehr als am Vortag und 21 weniger als vor einer Woche, wie aus dem Lagebericht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock hervorgeht. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Corona-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100 000 Einwohner, liegt nunmehr bei 116 und damit etwas niedriger als am Vortag. Wie schon am Donnerstag starben weitere 14 Menschen an oder mit dem Virus, womit die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 296 stieg.
Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit März stieg landesweit auf 16 373. Als genesen gelten mittlerweile 12 370 Betroffene.

Den höchsten Inzidenz-Wert weist weiterhin die Mecklenburgische Seenplatte mit 201,9 auf. Werte von über 100 haben demnach die Landkreise Ludwigslust-Parchim (164,3), Vorpommern-Greifswald (153,2) und die Stadt Schwerin (118,1). Weniger als 50 Infizierte je 100 000 Einwohner in sieben Tagen hat lediglich die Hansestadt Rostock mit 39,2.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten lag am Freitag bei 355 (minus 4 zum Vortag), die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen stieg um 1 auf 93. Gegen Covid geimpft sind laut Robert Koch-Institut (RKI) in MV bislang 2,2 Prozent der Bevölkerung - das ist der höchste Anteil bundesweit. Der Bundesdurchschnitt liegt laut RKI bei knapp 1,2 Prozent.

Hamburg: Erst einmal keine neuen Impftermine

18.36 Uhr: Die Hamburger Impfkampagne gegen das Coronavirus kommt langsamer voran als geplant. Es könnten vorerst keine weiteren Impftermine vergeben werden, teilte die Gesundheitsbehörde am Freitag mit. „Nach Ankündigungen der Impfstoff-Lieferanten, dass mit Lieferverzögerungen zu rechnen sei, besteht dafür kein Spielraum”, sagte Behördensprecher Martin Helfrich. Die Belieferungssituation sei weiter angespannt und die Verlässlichkeit zugesagter Impfstofflieferungen bleibe problematisch. Zu Wochenbeginn soll ein Update zu Terminkapazitäten gegeben werden. Zuvor hatte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) vor Verzögerungen gewarnt (siehe voriger Eintrag).

Corona-Impfungen in Hamburg könnten sich verzögern

17.26 Uhr: Die Impfungen gegen das Coronavirus drohen sich in Hamburg zu verzögern. Ursache sind nach den Worten von Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard die weiter knappen Lagerbestände an Impfstoff. „Um die Versprechen, die gegeben worden sind, einzuhalten, sind wir darauf angewiesen, dass schnell in großen Quantitäten geliefert wird”, sagte die SPD-Politikerin. Sonst könnte es bis März oder gar bis Ostern dauern, bis die Berechtigten der ersten Priorität - Pflegeheimbewohner, über 80-Jährige sowie Klinik- und Pflegepersonal - vollständig geimpft sind.

Bund und Länder hatten beschlossen, dieser Gruppe, zu der in Hamburg fast 190 000 Menschen gehören, bis Mitte Februar ein Impfangebot zu machen. „Es steht uns mindestens bis Ende Februar noch eine Zeit bevor, in der wir noch Geruckel haben werden - mal abgesehen von technischen Schwierigkeiten mit irgendwelchen Internetplattformen oder denen mit der Bundes-Telefonnummer 116 117”, sagte Leonhard.
Nach einem Aufruf an die Älteren, Impftermine zu vereinbaren, waren diese nach Medienberichten am Donnerstag schnell vergriffen gewesen. Wann weitere Impftermine angeboten werden, konnte die Gesundheitsbehörde am Freitag noch nicht sagen.

Am Donnerstag nahm die Hotline 116 117 in Hamburg laut Angaben der Gesundheitsbehörde 11.000 Anrufe entgegen – 68 Prozent aller Anrufer seien durchgekommen.

Weniger Neuinfektionen in Niedersachsen – dafür mehr Tote

13.25 Uhr: Nach 1705 Neuinfektionen am Donnerstag meldet Niedersachsen heute einen Zuwachs von 1473 neuen Coronafällen. Am Freitag vor einer Woche waren es 1762 Fälle gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Land liegt nach Angaben des Landesgesundheitsamtes bei 105,7. Sämtliche Städte und Landkreise liegen zudem unterhalb des kritischen Werts von 200. Den 44 gemeldeten Todesfällen von gestern stehen heute leider 62 gegenüber.

279 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz sinkt weiter

12.27 Uhr: In Hamburg gab es seit gestern 279 Corona-Neuinfektionen – 258 weniger als am vergangenen Freitag (537). Die Zahl der Menschen, die in Hamburg an oder mit Corona verstorben sind, liegt bei 882 (Stand: Donnerstag).

539 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden in Hamburg in Krankenhäusern behandelt (Stand: Donnerstag). Davon liegen 93 Erkrankte auf einer Intensivstation. 79 der Intensivpatienten sind Hamburger.

Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Hamburg liegt bei 42.355. Davon gelten 33.400 Infizierte als geheilt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt den vierten Tag in Folge von 130,8 auf 117,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Hamburgs Gesundheitssenatorin befürchtet Verzögerungen bei Impfung der Hochrisikogruppe

7.15 Uhr:  Ab gestern sollen in Hamburg alle über 80-Jährigen mit der Post benachrichtigt werden, dass sie impfberechtigt sind und einen Impf-Termin vereinbaren können. Das Problem: Bis Mitte Februar sind bereits alle Termine vergeben, wie der „NDR“ berichtet. Ab wann wieder Termine vergeben werden, sei noch offen.

Angesichts weiter knapper Lagerbestände an Impfstoff befürchtet Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard aber, dass sich der Abschluss der Impfungen in der Gruppe der Menschen mit höchster Priorität verzögert. „Um die Versprechen, die gegeben worden sind, (...) einzuhalten, sind wir darauf angewiesen, dass schnell in großen Quantitäten geliefert wird“, sagte die SPD-Politikerin. „Sonst wird es bis März, vielleicht bis Ostern dauern, bis die erste Priorität vollständig befriedigt ist.“ Es reiche schon der Ausfall einer einzigen Lieferung, um alle Planungen obsolet zu machen.

Bund und Länder hatten beschlossen, Bewohnern und Beschäftigten der Pflegeeinrichtungen, dem medizinischen Personal der Kliniken und den über 80-Jährigen bis Mitte Februar ein Impfangebot zu machen. „Es steht uns mindestens bis Ende Februar noch eine Zeit bevor, in der wir noch Geruckel haben werden - mal abgesehen von technischen Schwierigkeiten mit irgendwelchen Internetplattformen oder der mit der Bundes-Telefonnummer 116 117“, so Leonhard weiter.

Verständnis zeigte sie für die Verärgerung von zu Hause lebenden Hochbetagten, die vergeblich versuchten, über den bundesweit einheitlichen Arztruf 116 117 einen Termin im Impfzentrum zu vereinbaren. Leonhard forderte Nachbesserungen vom Bund. „Als Länder haben wir uns darauf verlassen, damit Bürgerinnen und Bürger mit der 116 117 eine einheitliche Rufnummer nutzen und sich kein Hotline-Wirrwarr erschließen müssen.“ Der Bund müsse die Kapazitäten weiter erhöhen. „Nötigenfalls müssen wir Alternativen entwickeln. Das wäre ärgerlich.“

Doch auch bei genügend Telefonleitungen könne nicht jeder in Hamburg sofort einen Termin bekommen. „Bei über 114 000 Menschen über 80 Jahren und etwa 30 000 verfügbaren Impfdosen wird es dennoch noch etwas Zeit in Anspruch nehmen“, sagte Leonhard und bat um Geduld: “Es kommt jeder zu seiner Impfung – aber am Anfang geht es Schritt für Schritt.“ Eine Entspannung sei erst zu erwarten, wenn auch der zweite zugelassene Impfstoff des US-Hersteller Moderna in nennenswerter Menge geliefert werde. Die sei aber erst Ende Februar zu erwarten. 

Das waren die Corona-News für den Norden am 14. Januar

Kündigung nach Kritik an Corona-Arbeitsbedingungen: Pfleger starten Dauer-Protest

21.44 Uhr: Nachdem eine Krankenpflegerin der Asklepios Klinik St. Georg öffentlich von schlechten Zuständen in dem Krankenhaus unter Corona-Bedingungen gesprochen hatte und ihr daraufhin gekündigt worden war, spitzt sich der Konflikt zwischen der Hamburger Krankenhausbewegung und dem Klinikkonzern weiter zu.

Die Krankenhausbewegung (ein selbst organisierter Zusammenschluss von Beschäftigten in Hamburger Krankenhäusern) ruft nun zum Dauerprotest des Klinikpersonals auf und fordert „sofortige entlastende Maßnahmen und eine öffentliche Aussprache mit den in Hamburg politisch Verantwortlichen“, heißt es in einer Mitteilung.

Die Kundgebung soll an diesem Freitag (13 Uhr) vor dem Haupteingang der Klinik an der Lange Reihe beginnen und täglich „bis auf Weiteres“ stattfinden. „Schluss mit der Einschüchterung! Beschäftigte dürfen nicht länger mit der Kündigung bedroht werden, wenn sie auf Notsituationen in der Gesundheitsversorgung aufmerksam machen“, heißt es weiter. Außerdem solle die Kündigung gegen die Krankenpflegerin Romana Knezevic sofort zurückgenommen werden.

425 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

20.34 Uhr: In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 425 neue Corona-Fälle registriert worden. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sank weiter auf nun 90,4 (Mittwoch: 92,3). Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Donnerstagabend veröffentlichte (Datenstand: 14.1.2021, 19.58 Uhr). Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 15 auf 624.

382 Corona-Patienten sind den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern (Mittwoch: 373). 67 werden intensivmedizinisch betreut (Mittwoch: 68) – 45 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 23 200 geschätzt. Bislang gibt es in dem Bundesland 30.144 nachgewiesene Corona-Infektionen.

Mecklenburg-Vorpommern: 304 Neuinfektionen – 14 weitere Infizierte gestorben

18.37 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag 304 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das waren knapp 30 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche. Wie aus dem Lagebericht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock weiter hervorgeht, wuchs die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Land erneut an. Sie lag bei 118,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen und damit um 1,6 höher als am Mittwoch.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen stieg landesweit auf 15.998. Die Zahl der an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen wuchs am Donnerstag um 14. Damit sind seit Beginn der Pandemie vor knapp einem Jahr im Nordosten 282 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Als genesen gelten mittlerweile 12.118 Betroffene.

Den höchsten Inzidenz-Wert weist weiterhin die Mecklenburgische Seenplatte auf. Nach 91 Neuinfektionen dort wurden für den Landkreis am Donnerstag 223,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ermittelt. In Rostock, die Region mit dem niedrigsten Wert landesweit, sank die Sieben-Tage-Inzidenz auf 35,4. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten lag bei nunmehr 359, die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen stieg um 10 auf 92.

Trotz Corona-Verordnung: In Hamburger Hotel fand offenbar Sexarbeit statt

17.36 Uhr: Im Hotel „Bee Fang“ an der Kirchenallee in Hamburg-St. Georg sollen am Mittwochabend einige Frauen aus dem Prostituierten-Milieu ihrem Gewerbe nachgegangen sein. Einem Hinweis folgend, trafen die Beamten vor Ort auf zwölf Personen, von denen sich nur acht legal im Hotel aufhalten durften. Dies bestätigte die Polizei auf Nachfrage der MOPO.

Vier Frauen, die aus dem „Milieu der Prostitution“ stammen sollen, mussten das Gebäude sofort verlassen. Sie haben gegen die Corona-Verordnung verstoßen und müssen mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen. Auch der Betreiber des Hotels erhält voraussichtlich ein Bußgeld. Da in dem Hotel Langzeitmieter wohnhaft seien, wurde es nicht von der Polizei geschlossen.

Für Alte im Norden bald leichterer Zugang zu Corona-Impfterminen

17.10 Uhr: Schleswig-Holstein erleichtert Senioren den Zugang zu Terminen für Impfungen alter Menschen gegen das Coronavirus. Demnach sollen sich über 220.000 Impfberechtigte ab 80 Jahren künftig ohne Zeitdruck telefonisch registrieren und für ihren persönlichen Termin in einem Impfzentrum registrieren lassen können. Diese Ergänzung zum bestehenden Anmeldesystem stellte Gesundheitsminister Heiner Garg am Donnerstag im Sozialausschuss des Landtags vor. Die Senioren sollen dazu vom 28. Januar an ein Informationsschreiben mit einem persönlichen Zugangscode und einer Telefonnummer erhalten.

Erster so buchbarer Termin soll der 8. Februar sein. Das Ministerium reagiert damit auf heftigen Unmut und massive Kritik am bisherigen Anmeldesystem. Zuletzt waren die über das Internet (impfen-sh.de) und telefonisch (116 117 und 0800 455 6550) zu erhaltenen Termine nach wenigen Minuten ausgebucht. Dies löste Enttäuschung und Frust bei älteren Impfberechtigten aus. Dies könne er gut verstehen, sagte Garg. Es sei notwendig, den Senioren eine komfortablere Terminvereinbarung zu ermöglichen. Sie müssten sich künftig nicht mehr dem wöchentlichen Stress der Terminvergabe unterwerfen.

Mehr Corona-Tests und fast 48.000 Impfungen im Norden

15.54 Uhr: Die Zahl der Corona-Tests hat in Schleswig-Holstein mit Jahresbeginn wieder deutlich zugenommen. In der ersten Januarwoche wurden nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KVSH) 31.400 sogenannte PCR-Tests auf das Virus vorgenommen, nach nur 16 700 in der letzten Dezemberwoche. Der Anteil der Test mit positivem Ergebnis sank von 15,7 auf 13,4 Prozent. Die Schnelltests sind in diesen Zahlen nicht enthalten.

Geimpft wurden in Schleswig-Holstein nach Angaben des Gesundheitsministeriums 47 598 Menschen (Stand Mittwoch). Das sind 19.348 mehr als am vergangenen Sonnabend. Gesicherte Nachweise der neuen Virusvariante gibt es in Schleswig-Holstein bisher nicht, wie Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Donnerstag im Sozialausschuss des Landtags sagte. Die Mutation gilt als stärker ansteckend.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie im März wurden im Norden gut 1,1 Millionen Tests auf das Coronavirus gemacht. In ganz Deutschland waren es 32,3 Millionen. Die Statistik erfasst der KVSH zufolge nur die Tests weniger Labore nicht, zum Beispiel die des Universitätsklinikums.

Niedersachsen: 1705 Neuinfektionen und 44 Tote

14.49 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter. Am Donnerstag meldete das Landesgesundheitsamt 1705 neue Fälle im Vergleich zum Vortag, mehr als am Mittwoch (1562). Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 124.762. Binnen eines Tages wurden zudem 44 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 2510 Menschen mit dem Virus in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 108,6. Die Landkreise Gifhorn und Cloppenburg lagen seit mehreren Tagen über dem Grenzwert von 200: Das Land wies zuletzt einen Wert von 225,5 bzw. 202,1 aus.

324 Corona-Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz sinkt

11.59 Uhr: In Hamburg gab es seit gestern 324 Corona-Neuinfektionen – 109 weniger als am vergangenen Donnerstag. Die Zahl der Menschen, die in Hamburg an oder mit Corona verstorben sind, liegt bei 865 (Stand: Mittwoch). Ein Anstieg um 15 im Vergleich zu Dienstag.

549 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden in Hamburg in Krankenhäusern behandelt (Stand: Mittwoch). Davon liegen 100 Erkrankte auf einer Intensivstation. 84 der Intensivpatienten sind Hamburger.
Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Hamburg bei 42.076. Davon gelten 32.800 Infizierte als geheilt.
Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt von 136,5 auf 130,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Südafrikanische Corona-Mutation in Hamburg festgestellt

11.22 Uhr: In Hamburg wurde zum ersten Mal die südafrikanische SARS-CoV-2-Mutante nachgewiesen! Das Virus sei bei einer Person festgestellt worden, die am 17. Dezember aus Südafrika in die Hansestadt zurückgekehrt sei, so Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde. Die Person sei damals in Quarantäne geschickt worden und hätte drei Tage später Symptome gezeigt. „Vor Anordnung der Quarantäne bestanden offenbar keine engen Kontakte“, sagte Helfrich.

„Die südafrikanische Mutante wurde im Rahmen einer Genomsequenzanalyse im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf nachgewiesen, deren Ergebnis nun vorliegt.“
Hamburg will künftig bei rund fünf Prozent aller positiven Corona-Tests eine Sequenzierung durchführen, um Varianten des Virus festzustellen. Auch das in Großbritannien grassierende Virus wurde in Hamburg bereits nachgewiesen. »Wir gehen bisher von Einzelfällen aus«, sagte Helfrich.

Die südafrikanische Corona-Variante sorgt der Forschung nach nicht für einen schwereren Verlauf der Infektion, die Ansteckungsrate ist aber offenbar deutlich höher. Dies gilt auch für die Mutation, die mutmaßlich aus Großbritannien kommt und ebenfalls schon in Hamburg festgestellt wurde.

Impfeinladung – warum es Schwierigkeiten gibt und der Norden kein Problem hat

8.02 Uhr: In Hamburg sollen ab heute alle über 80-Jährigen mit der Post benachrichtigt werden, dass sie impfberechtigt sind und einen Termin vereinbaren können. Um die Adressen der Berechtigten zu ermitteln darf in Hamburg auf das Melderegister zurückgegriffen werden – das sieht in anderen Bundesländern jedoch anders aus. Aufgrund von datenschutzrechtlichen Beschränkungen darf zum Beispiel in Baden-Württemberg, Hessen, Saarland, Brandenburg und NRW von Landesseite nicht auf das Melderegister zugegriffen werden. Dies berichtet die Bild.

Um trotzdem die Menschen erreichen zu können, wird vielerorts auf die Post zurückgegriffen. In Niedersachsen wird die Vermieterdatenbank der Deutschen Post Direkt GmbH genutzt, um die Impfberechtigten zu ermitteln. Um die „Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, die richtigen Empfänger zu erreichen“, werde deren Alter der Vornamen geschätzt, sagte ein Sprecher der Bild.

Im Norden gibt es das Datenschutzproblem nicht wirklich. Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein haben vollen Zugriff auf die Daten des Melderegisters.

Ab heute sollen die über 80-Jährigen in Hamburg geimpft werden

6.42 Uhr: Knapp drei Wochen nach dem Start der Corona-Schutzimpfungen in Hamburger Pflegeheimen und Kliniken sind nun die über 80-Jährigen dran. In einem Schreiben des Senats, das von Donnerstag an bei den Betroffenen eingehe, würden die rund 115 000 über 80-Jährigen der Stadt ermutigt, online oder telefonisch einen Termin beim Impfzentrum in den Messehallen zu vereinbaren. Gleichzeitig würden darin die Rahmenbedingungen zur Terminvereinbarung erläutert, teilte die Gesundheitsbehörde mit.

Wegen der hohen Zahl an Impfberechtigten der „höchsten Priorität” in Hamburg - insgesamt rund 190 000 - und gleichzeitig noch relativ geringer Impfstoffmengen bat Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) bei der Terminvereinbarung um Geduld. Sie sicherte aber zu: „Es kommt jeder zu seiner Impfung – aber am Anfang geht es Schritt für Schritt.” Aktuell liege der verfügbare Lagerbestand von Impfstoffdosen bei unter 30 000 – unter anderem, weil Hamburg stets die Hälfte des gelieferten Impfstoffs zurücklege, um allen Erstgeimpften auch die zweite notwendige Impfung zu garantieren.

Das waren die Corona-News am 13. Januar: 

484 Corona-Neuinfektionen und 15 Tote in Schleswig-Holstein

20.57 Uhr: In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 484 neue Corona-Fälle registriert worden. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sank weiter auf nun 92,3 (Dienstag: 94,1). Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Mittwochabend veröffentlichte (Datenstand: 13.1.2021, 20.09 Uhr).

Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 15 auf 609. 373 Corona-Patienten sind den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern (Dienstag: 362). 68 werden intensivmedizinisch betreut (Dienstag: 74) – 47 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 22.800 geschätzt. Bislang gibt es in dem Bundesland nachgewiesene 29.719 Corona-Infektionen.

Hamburg: AWO hilft Älteren beim Impftermin

20.17 Uhr: Im Rahmen ihrer Hilfsaktion „Miteinander in Zeiten von Corona“ bietet die Arbeiterwohlfahrt Hamburg (AWO) älteren Menschen jetzt kostenlose Unterstützung bei der Organisation eines Impftermins an. Denn besonders für Menschen über 80 Jahre, die in keiner Pflegeeinrichtung leben, stellen die Online-Terminbuchung oder das Anfordern eines Vermittlungscodes per E-Mail häufig große Hürden dar.

Wer Hilfe benötigt, kann sich ab sofort an die kostenlose Hotline der „Aktion Augen auf!“ bei der AWOStiftung wenden: 0800 - 28 436 28. (ggf. erfolgt ein Rückruf innerhalb von 24 Stunden)

Arne Eppers, Landesvorstand der AWO Hamburg, dazu: „Mit dem neuen Angebot will die AWO Hamburg einen Beitrag dazu leisten, dass insbesondere die älteren Menschen das Impfangebot sobald wie möglich nutzen können und keine technischen Hürden die Organisation eines persönlichen Corona-Impftermins verhindern.“

Ärztekammerpräsident: Debatte über Corona-Impfpflicht überflüssig

19.52 Uhr: Hamburgs Ärztekammerpräsident Pedram Emami hat die Debatte über eine Corona-Impfpflicht in medizinischen Einrichtungen als überflüssig kritisiert. „Noch wissen wir nicht sicher, ob Geimpfte das Virus nicht trotzdem weitergeben“, sagte er am Mittwoch in der Hansestadt. Erste Daten hierzu würden in den kommenden Wochen erwartet. „Bis dahin handelt es sich um eine virtuelle Diskussion, die nur noch mehr Unruhe in eine ohnehin aufgeheizte Stimmungslage bringt.“ Emami forderte, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Menschen rasch in der vorgesehenen Reihenfolge zu impfen.

Sollte sich später jedoch herausstellen, dass Geimpfte das Virus nicht weitergeben können, könne man durchaus über eine Impfpflicht für Beschäftigte in Risikobereichen diskutieren. Schließlich gehe es nicht nur um das eigene, sondern vor allem um das Wohl anderer, betonte Emami. So viel Verantwortungsbewusstsein müsse vom medizinischen Personal zu erwarten sein.

372 Corona-Neuinfektionen in Meck-Pomm – 7 weitere Tote

18.36 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch 372 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Am Mittwoch vergangener Woche waren es 480. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen auf 15.695. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen stieg am Mittwoch um 7 auf 268 seit Beginn der Pandemie. Als genesen gelten 11.914 Betroffene.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) sank auf 116,5. Am Mittwoch vor einer Woche lag dieser Wert bei 103,3. Den höchsten Inzidenz-Wert hat weiter der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 206,5. Am niedrigsten ist der Wert in der Hansestadt Rostock mit 38,7. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten liegt nunmehr bei 336, die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen sank um 4 auf 82.

Corona-Testzentrum am Hauptbahnhof schließt Mitte des Monats

18.17 Uhr: Das Corona-Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung am Hamburger Hauptbahnhof stellt zum 16. Januar seinen Betrieb ein. „Durch die jüngsten Bestimmungen des Gesetzgebers zur Testung symptomloser Menschen ist die Anzahl der Personen, die Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Test haben, in den letzten Monaten stark zurückgegangen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KV Hamburg, Walter Plassmann, am Mittwoch.

Derzeit würden täglich nur noch 90 Tests gemacht. „Aus diesem Grund ist der weitere Betrieb eines Zentrums, das für Kapazitäten von bis zu 2000 Testungen täglich ausgelegt ist, weder zweckmäßig noch wirtschaftlich.“ Personen mit Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Test können diesen den Angaben zufolge künftig mit Anmeldung bei einem niedergelassenen Arzt oder ohne Anmeldung in einer der Notfallpraxen der KV Hamburg in Altona und Farmsen machen lassen.

Bürgerschaft hält Lockdown für nötig – nur AfD nicht

17.23 Uhr: Mit Ausnahme der AfD haben alle Fraktionen der Bürgerschaft den verlängerten und verschärften Lockdown als notwendig im Kampf gegen die Corona-Pandemie bezeichnet. Vertreter der Regierungsfraktionen sprachen am Mittwoch von verantwortungsvollem Handeln des Senats und appellierten wie CDU und Linke an die Bürger, sich an die Beschränkungen zu halten und Kontakte zu vermeiden.

Die AfD wies die Grundrechtseinschränkungen als „unverhältnismäßige Knechtung einer ganzen Gesellschaft“ zurück.

Die Debatte über die Eindämmungsverordnungen des Senats standen am Anfang der Bürgerschaftssitzung, bei der auch der Haushaltsplanentwurf des rot-grünen Senats für die Jahre 2021/22 debattiert wurde.

Hamburger Linke: Zweite Impfdosis nicht zurückhalten

16.43 Uhr: „Wie kann es sein, dass ein dünnbesiedeltes Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern schneller impft?“, fragt Deniz Celik, innenpolitischer Sprecher der Linke-Fraktion in der Bürgerschaftssitzung am Mittwoch. Angesichts der Todesfälle sei es unverantwortlich, Impfdosen in Kühlschränken zu horten.

„Die zweite Impfdosis nicht bereit zu halten ist rein fahrlässig. Bitte informieren Sie sich nochmal, was passiert, wenn man die zweite Impfung nicht zeitgerecht impft“, entgegnet SPD-Abgeordnete und Krankenschwester Claudia Loss. Vor Kurzem hatte der Impfausschuss in Großbritannien empfohlen, zunächst möglichst schnell jedem Einwohner des Landes die erste Dosis zu verimpfen. Die zweite Dosis könne auch zwölf Wochen später erfolgen.

Diese Strategie ist jedoch umstritten, da Langzeitfolgen nicht absehbar sind. In Studien zu den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna wurde die zweite Impfdosis nie länger als drei Wochen nach der ersten verabreicht.

Hamburgs Sozialsenatorin Leonhard verteidigt Impf-Strategie

15.57 Uhr: Denjenigen, die die Strategie in Hamburg als falsch oder zu langsam kritisieren, will Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) in der Bürgerschaftssitzung am Mittwoch Zahlen entgegensetzen. Hamburg habe bisher 45.000 Impfdosen erhalten, 15.000 davon erst vor drei Tagen. Bereits jetzt seien über 15.000 Hamburger geimpft worden. „Wenn wir also nur die zweite Dosis zurückstellen, können wir schone Ende der Woche nicht weiterimpfen“, so Leonhard.

Man wolle gründlich impfen und jede Frage beantworten, „aber wir werden noch einige Monate brauchen“, so Leonhard. „Wir tun unser Möglichstes, um so schnell wie möglich zu sein.“ Es werde auch Situationen geben, „wo wir retrospektiv sagen, mit der Erfahrung von heute, das hätten wir anders gelöst“. Mit dem Wissen von heute tue man aber das Beste, um den Impfstoff so schnell wie möglich zu denjenigen zu bringen, die ihn am dringendsten brauchen.

CDU und FDP: Erneut harte Kritik an Hamburgs Schulsenator

15.15 Uhr: „Leider ist die Situation auch bei uns in Hamburg weiterhin extrem angespannt“, so CDU-Fraktionschef Dennis Thering (CDU). „Die harten Einschnitte sind für jeden einzelnen von uns eine außerordentliche Belastung.“ Den verlängerten Lockdown bezeichnete Thering als eine erforderliche Maßnahme. Kritik übte er vor allem an Schulsenator Ties Rabe (SPD). Die Behauptung des Schulsenators, dass Schüler sich nur selten in Schulen anstecken, sei längst widerlegt worden.

Weiterhin kritisierte er die digitalen Probleme mit dem Fernunterricht in den letzten Tagen. „Warum schauen sie tatenlos zu und machen das Thema nicht zur Chefsache?“, so Thering in Richtung von Hamburg Bürgermeister Peter Tschenstcher (SPD).

Die Schwierigkeiten der Digitalisierung in den Schulen nannte Anna Elisabeth von Treuenfels-Frowein (FDP) ein „Versagen mit Ansage“. Seit zehn Jahren sei dies vom selben Schulsenator in dieser Stadt verpennt worden. „Das rächt sich jetzt“, so von Treuenfels-Frowein.

Hamburgs Grünen-Fraktionschef: „Schwerste Zeit der Pandemie noch vor uns“

14.44 Uhr: „Ein neuer Lockdown, härter als je zuvor. Ich persönlich sehe das auch als Niederlage“, sagte Hamburgs Grünen-Fraktionschef Dominik Lorenzen (Grüne) in der Bürgerschaftssitzung am Mittwoch. Man sei an dem Punkt festzustellen, dass die Einschätzungen im Herbst falsch waren. „Ich glaube es ist mehr als deutlich, dass wir alle unser bestes Geben diese Pandemie zu bewältigen, wir sollten aber auch selbstkritisch sein.“

„Vermutlich steht die schwerste Zeit der Pandemie vor uns“, so Lorenzen. Zu den Gründen hierfür zählte er unter anderem die Mutation des Virus. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es zu einer Beschleunigung des Infektionsgeschehens kommt.“ Deshalb soll nun auch in Hamburg viel mehr darauf geschaut werden, welche Mutationen genau im Umlauf sind.

Niedersachsen: 1562 Neuinfektionen und 48 Tote

14.01 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter. Am Mittwoch meldete das Landesgesundheitsamt 1562 neue Fälle im Vergleich zum Vortag, deutlich mehr als am Dienstag  (673). Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 123.057. Binnen eines Tages wurden zudem 48 weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt sind bislang 2466 Menschen mit dem Virus in Niedersachsen gestorben.

Die Zahlen sind nur bedingt vergleichbar mit den Angaben der Vergangenheit. Über die Feiertage und zur Jahreswende wurde möglicherweise weniger getestet und nicht alle Gesundheitsämter haben das Infektionsgeschehen vollständig gemeldet.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, lag im Landesdurchschnitt bei 115,3. Der Landkreis Gifhorn lag seit mehreren Tagen über dem Grenzwert von 200: Das Land wies zuletzt einen Wert von 257,8 aus. Über der 200er-Marke lag auch am Mittwoch der Landkreis Cloppenburg mit 205,4.

Neue Zahlen aus Hamburg: Knapp 400 Neuinfektionen – starker Anstieg der Todesfälle

12.22 Uhr: In Hamburg gab es seit gestern 396 Corona-Neuinfektionen – sechs mehr als am Dienstag. Die Zahl der Menschen, die in Hamburg an oder mit Corona verstorben sind, liegt bei 851 (Stand: Dienstag). Ein starker Anstieg im Vergleich zu Montag, als 820 Todesfälle gemeldet wurde.

570 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden in Hamburg in Krankenhäusern behandelt (Stand: Dienstag). Davon liegen 103 Erkrankte auf einer Intensivstation. 84 der Intensivpatienten sind Hamburger.

Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Hamburg bei 41.752. Davon gelten 32.300 Infizierte als geheilt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 136,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Pflegeberufe-Kammer hält Corona-Impfpflicht für „nicht notwendig“

10.42 Uhr: Nach Einschätzung der Pflegeberufe-Kammer Schleswig-Holstein ist die Impfbereitschaft im Land bereits sehr hoch, sodass eine Pflicht nicht erforderlich sei. „Viele große Einrichtungen melden eine Bereitschaft von 90 Prozent des medizinischen und pflegerischen Personals“, erklärt Kammer-Präsidentin Patricia Drube. Es scheine aber auch einzelne Einrichtungen zu geben, die eine geringe Quote haben. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegepersonal in Heimen angestoßen – und auf breiter Front Kritik geerntet.

Die Freude über die hohe Impfbereitschaft sei groß, sagte Drube weiter. Wenn jetzt einige Pflegefachpersonen noch nicht bereit seien, dann sei das nicht als generelle Ablehnung zu interpretieren. Wichtig seien jetzt Informationen und Gespräche – dafür biete die Kammer zum Beispiel Informationen auf der Homepage und eine Video-Sprechstunde mit Fachärzten an. Die Impfungen in den Kliniken laufen nach Angaben Drubes „gut, da hier durch die eigenen Ärzte geimpft werden kann“. In den Einrichtungen der Altenpflege hätten jetzt auch Mitarbeiter die Möglichkeit, sich durch die mobilen Impfteams impfen zu lassen.

Kritisch sieht die Kammer die Situation in der ambulanten Pflege: „Hier haben bis jetzt weder Bewohner noch Pflegefachpersonen die Möglichkeit sich in den Einrichtungen impfen zu lassen.“ Für pflegebedürftige Menschen, die ambulante Pflege nutzen, sei das Aufsuchen eines Impfzentrums ohne Unterstützung nicht möglich. Drube fordert eine klare Aussage, ab wann mobile Impfteams auch diese Einrichtungen bedienen werden. Dann könnten die Mitarbeiter entscheiden, ob sie sich schon vorher um einen Termin in einem Impfzentrum bemühen oder auf ein Impfteam warten.

Alle Ticker-Einträge, die vor dem 13. Januar erschienen sind, finden Sie hier.

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