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Corona Newsticker: Hamburg meldet höchste Zahl der Neuinfektionen seit Wochen

Das Coronavirus hat nach wie vor großen Einfluss auf das Leben in Hamburg und Norddeutschland. Wir halten Sie in unserem Liveticker über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

10.51 Uhr: Starker Anstieg der Fallzahlen in Hamburg. Am Donnerstag gab die Stadt bekannt, dass die Fallzahlen binnen eines Tages auf 44 gestiegen sind. Das ist der höchste Wert seit Monaten. Am 30. April meldete Hamburg 77 Fälle, seither gab es vergleichsweise wenige Ausreißer in der Dimension. Am 15. Mai verzeichnete Hamburg 36 Fälle.

Auf eine Woche gerechnet sind es nun 144 nachgewiesene Infektionen (insgesamt 5529 Fälle) in Hamburg. Damit liegt der Wert bei 8,0 von möglichen 50 Neuinfektionen. Dann muss der Senat über neue Beschränkungen beraten. Die gute Nachricht. Es wurde kein neuer Todesfall bekannt.

Schleswig-Holstein meldet 18 neue Fälle

8.17 Uhr: Schleswig-Holstein meldet weiterhin eine relativ hohe Zahl neuer Infektionsfälle. Im Vergleich zum Vortag sind 18 nachgewiesene Corona-Infektionen hinzugekommen. Die Fälle verteilen sich auf folgende Kreise: Dithmarschen (+1), Lauenburg (+3), Kiel (+5), Pinneberg (+2), Rendsburg (+2), Stormarn (+5). Damit stieg die Gesamtzahl auf 3535. 

Hamburg startet unter Corona-Bedingungen ins neue Schuljahr

Nach fast dreieinhalbmonatiger Corona-Zwangspause und sechs Wochen Sommerferien starten Hamburgs Schüler heute unter verschärften Bedingungen ins neue Schuljahr. Wegen der Pandemie bestehen an allen 471 staatlichen und privaten Schulen der Hansestadt strenge Hygieneregeln und eine Maskenpflicht. Ausnahmen beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gelten nur am Arbeitsplatz im Klassen- und Lehrerzimmer sowie für Grundschüler bis zehn Jahren.

Insgesamt erwartet die Schulbehörde so viele Schüler wie seit Jahrzehnten nicht. Den Angaben zufolge besuchen in diesem Schuljahr in Hamburg 256.890 Jungen und Mädchen eine Schule. Das seien 5400 mehr als im vergangenen Schuljahr.

Nach Mecklenburg-Vorpommern, wo bereits am Montag die Schule wieder begonnen hat, ist Hamburg das zweite Bundesland, in dem die Ferien enden. Kommende Woche folgen dann Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg.

Das waren die Nachrichten am Mittwoch, 5. August

Coronafall in MV-Bildungsministerium - Vier Mitarbeiter in Quarantäne

19.03 Uhr: Das Coronavirus hat das Bildungsministerium von Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Nach dem Nachweis einer Infektion im Ministerium sind aktuell vier Mitarbeiter in Quarantäne, wie Sprecher Henning Lipski am Mittwoch sagte. Nach einem Bericht von NDR 1 Radio MV soll dazu die Spitze der Schulabteilung gehören, darunter Landesschulrätin Birgit Mett und der Leiter der Schulabteilung, Thomas Jackl. Lipski wollte diese beiden Personalien weder bestätigen noch dementieren. Er betonte aber, dass die als Kontaktpersonen der Infizierten in Quarantäne geschickten Kollegen im Homeoffice voll einsatzfähig seien. Lipski widersprach einer Darstellung des NDR, wonach die Infizierte bei der Baby-Begrüßungsparty in der Nähe von Hagenow gewesen sei und sich dort angesteckt habe. Er sagte, die Person habe sich bei einem Party-Teilnehmer angesteckt, ohne selbst dort gewesen zu sein.

Eine größere Testaktion wie nach einer Trauerfeier in Parchim, an der möglicherweise ein Infizierter teilgenommen hatte, gab es nach dem Corona-Fall im Bildungsministerium nach Worten des Sprechers bislang nicht. Nach der Trauerfeier waren am Dienstag in Parchim vorsorglich mehr als 100 Teilnehmer und Kontaktpersonen getestet worden. Die Ergebnisse wurden für Mittwoch erwartet. Dabei war unklar, ob die infizierte Person überhaupt teilgenommen hatte oder nicht. Darüber gebe es unterschiedliche Aussagen, hatte ein Sprecher des Landkreises gesagt.

„Senat geht hohes Risiko ein“: CDU erhebt heftige Kritik an Schulöffnung

17.54 Uhr: Die Hamburger CDU-Faktion hat kurz vor dem Schulbeginn in Hamburg klare Kritik an die Pläne des Senats geäußert. „Die Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht nach den Sommerferien ohne umfassende Vorbereitung, Hygienekonzepte und Alternativpläne durch die Schulbehörde, hat bei vielen Experten und Eltern für Kritik gesorgt und die Angst vor einer zweiten Corona-Welle in Hamburg geschürt“, heißt es in einer Mitteilung.

Dazu erklärte CDU-Vorsitzender Dennis Thering: „Der rot-grüne Senat geht mit der vollständigen Öffnung der Hamburger Schulen ein hohes Risiko ein. Das liegt vor allem daran, dass überzeugende Konzepte für den Umgang mit Corona im Schulalltag fehlen und auch die Alternativen wie Homeschooling und E-Learning nicht ausgebaut wurden.“ Eine Maske mache noch kein Konzept. „Neben einer Ausweitung der Corona-Tests für Schülerinnen und Schüler gibt es viele weitere Baustellen an Hamburgs Schulen. Wir bitten daher Eltern und Schüler um Ihre Hinweise und Beobachtungen“, sagte er weiter.

Deswegen schaltet die Partei eine Corona-Schulhotline unter der Nummer 040 / 428 31 1354 (Alternativ per E-Mail unter schulstart@cduhh.de).

18 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

17.20 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch 18 neue Corona-Fälle registriert worden - doppelt so viele wie am Tag zuvor. Damit ist die Zahl der bisher landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 907 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand 16 Uhr). Fünf Neuinfektionen wurden in Rostock verzeichnet, vier im Landkreis Vorpommern-Greifswald, jeweils drei in Schwerin und im Landkreis Ludwigslust-Parchim, zwei in Vorpommern-Rügen und eine im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. Als genesen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 795 der Infizierten. Das ist einer mehr als am Vortag. 125 Menschen wurden den Angaben zufolge bislang wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, das ist ebenfalls einer mehr als am Vortag. Die Zahl der Behandelten auf Intensivstationen blieb bei 21.

22 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

16.05 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um 22 Fälle auf 3516 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Dienstagabend berichtete, stieg die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen um 1 auf 157. Den Angaben zufolge verteilten sich die 22 neuen Infektionsfälle auf 10 der 15 Kreise und kreisfreien Städte im Land. Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 19 Erkrankte behandelt. Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die Gesamtzahl der Landesregierung mit ein.

Gegen Ostsee-Ansturm: Timmendorfer Strand reagiert mit Strandampel

15.01 Uhr: Auch in Timmendorfer Strand gilt von Freitag an der sogenannte Strandticker. Die Internetseite zeigt an, wenn Strandabschnitte überfüllt sind. Er begrüße es, dass es jetzt ein einheitliches System für fast die gesamte innere Lübecker Bucht gebe, sagte der Tourismusdirektor von Timmendorfer Strand, Joachim Nitz, am Mittwoch. Bislang gilt der „Strandticker“ nur für die Orte Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf und Neustadt mit den Ortsteilen Pelzehaken und Rettin.

Am bevorstehenden Wochenende werde die Gemeinde Timmendorfer Strand außerdem an den Zufahrtsstraßen Bauzäune mit Hinweisbannern aufstellen, die bei Bedarf ausgerollt würden, sagte Nitz. Darauf und auf der Internetseite der Gemeinde sollen Tagesgäste aufgefordert werden, den Ort nicht mehr anzusteuern, wenn Strand und Parkplätze ihre Kapazitätsgrenze erreicht haben. Die genauen Standorte der Banner würden noch geprüft, sagte Nitz. Zuvor hatten regionale Medien darüber berichtet.

Ostsee und Nordsee: Eindringlicher Appell: Nicht nur Tourismus-Hotspots besuchen

14.15 Uhr: Angesichts des erwarteten hochsommerlichen Wetters an diesem Wochenende hat Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) dazu aufgerufen, nicht nur die beliebtesten Badeorte an Nord- und Ostsee zu besuchen. „Nicht nur die Hotspots sind schön“, sagte Günther am Mittwoch in Kiel. „Strömen Sie bitte nicht nur immer an die gleichen Orte.“ Auch das Binnenland im Norden sei schön.

„Wir haben auf über 1000 Kilometern schöne Strände und Platz für alle.“ Auch abseits der bekannten Badeorte an Nord- und Ostsee gebe es schöne Orte, um den Sommer im Land zu genießen, sagte Günther. Er richtete seinen Appell sowohl an die Schleswig-Holsteiner als auch an Besucher aus anderen Ländern. 

Mehrere Stunden täglich: Nordsee-Insel führt Maskenpflicht ein

13.39 Uhr: Gäste und Bewohner der Hochsee-Insel Helgoland müssen seit Mittwochvormittag an bestimmten Orten einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Diese Pflicht gilt von 11.00 Uhr bis 16.30 Uhr in den öffentlich zugänglichen Bereichen auf den Wegen von den Schiffen bis zum Ortsinneren, in der Hafenstraße sowie in den Straßen Am Südstrand, Nordseeplatz und Lung Wai. Betroffen sind dort auch die Gaststätten.

Die für Helgoland zuständige Verwaltung des Kreises Pinneberg hatte die Maskenpflicht mit der „dynamischen Entwicklung“ der Sars-CoV-2-Infektionen begründet. Laut Bürgermeister Jörg Singer (parteilos) handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme mit dem Ziel, die Wirtschaft der Insel zu schützen. Auf Helgoland selbst gab es nach Angaben des Kreises bisher keine Corona-Infektion. Die Maskenpflicht dort gilt zunächst bis einschließlich 17. August.

Hamburg: 25 neu nachgewiesene Corona-Infektionen

11.48 Uhr: In Hamburg gibt es seit gestern 25 neu nachgewiesene Corona-Infektionen. Das gab der Senat am Mittwoch auf seiner Homepage bekannt. Am Dienstag gab es 17 neue Fälle, am Montag wurden acht Neuinfektionen gemeldet.

Damit wurden seit Beginn der Pandemie 5485 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Etwa 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Peter Tschentscher: Stadionbesuche hängen von der Infektionslage ab

11.37 Uhr: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist optimistisch, dass zum Auftakt der Saison in der 2. Fußball-Bundesliga auch in den Hamburger Stadien wieder Zuschauer sein können. In der NDR-Sendung „DAS!“ warnte Tschentscher am Dienstagabend aber auch: „Vieles hängt davon ab, wie insgesamt die Infektionslage in Deutschland bleibt. Wenn das alles wieder schlimmer wird, dann wird man auch solche Lockerungen nicht machen.“

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte am Dienstag ein Konzept vorgestellt, wie in den deutschen Topligen wieder vor Publikum gespielt werden könnte. Zentrale Maßnahmen sind der Verzicht auf Gästefans, Alkohol im Stadion und Stehplätze. Dazu sollen personalisierte Tickets eine eventuell nötige Nachverfolgung von Corona-Fällen erleichtern. Tschentscher fügte an, dass auch die Zuwegungen zu den Stadien im Mittelpunkt stehen müssten.

Konkrete Zahlen, wie viele Zuschauer in die Stadien könnten, gab es weder von der DFL noch von Tschentscher. Mit Blick auf das Volksparkstadion sagte der Bürgermeister lediglich: „Ich kann mir vorstellen, wenn wir uns ein Stadion mit Platz für 50 000 Menschen vorstellen, dass man durchaus eine gewisse Anzahl an Zuschauern dann auch unterbringt.“

Corona: So ist die Lage in Hamburgs Bezirken

10.37 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen steigt in Hamburg wieder an, entsprechend gibt es auch wieder mehr Infizierte in den einzelnen Bezirken. Die meisten gemeldeten Corona-Fälle gibt’s weiterhin in Wandsbek, wie der Senat bekanntgab. Dabei bezieht er sich auf Zahlen vom 3. August. Exakt 1368 Menschen in Wandsbek haben sich demnach bislang mit dem Virus infiziert. Auf den weiteren Plätzen folgen Hamburg-Mitte (951 Fälle), Nord (858), Altona (844), Eimsbüttel (747), Harburg (454) und Bergedorf (221).

Hochgerechnet auf die Zahlen pro 100.000 Einwohner ergibt sich eine geänderte Reihenfolge. Die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner gibt’s demnach in Hamburg-Mitte (315), gefolgt von Wandsbek (310), Altona (306), Eimsbüttel (279), Nord (273), Harburg (268) und Bergedorf (170).

Auch interessant: In den vergangenen 14 Tagen gab’s die meisten neuen Corona-Fälle in Wandsbek (63), gefolgt von Hamburg-Mitte (41), Harburg (28), Nord (26), Bergedorf (17), Altona (14) und Eimsbüttel (12).

Das waren die News am 4. August:

Dithmarschen jetzt weit vom Corona-Grenzwert entfernt

21.05 Uhr: Die Corona-Infektionslage im Kreis Dithmarschen hat sich entspannt. Wie die Kreisverwaltung am Dienstag mitteilte, kamen von Montag auf Dienstag keine weiteren Fälle dazu. In den vergangenen sieben Tagen seien es 19 Neuinfektionen gewesen. Der Grenzwert für die Einleitung schärferer Maßnahmen – 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - beträgt für Dithmarschen rechnerisch 66,5. Zwischenzeitlich waren es mehr als 40 Fälle innerhalb des genannten Zeitraums. Nach einem deutlichen Anstieg in der vergangenen Woche gelten in der Kreisstadt Heide seit Freitag strengere Schutzmaßnahmen. Sie laufen nach bisherigem Stand an diesem Freitag aus.

Weitere 49 Corona-Fälle bei Blohm+Voss in Hamburg

19.45 Uhr: Auf der Hamburger Werft Blohm+Voss sind bei einem Massentest 49 weitere Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Einige Testergebnisse stünden noch aus, teilte die Bremer Lürssen Werft als Muttergesellschaft am Dienstagabend mit. Bei Blohm+Voss waren am Montag rund 500 Mitarbeiter eines gut abgrenzbaren Bereichs auf freiwilliger Basis getestet worden, nachdem Ende vergangener Woche dort bei sechs ihrer Kollegen das Virus festgestellt worden war.

„Im Rahmen unserer Fürsorgepflicht haben wir uns auf Basis der aktuellen Test-Ergebnisse dazu entschieden, die vorsorgliche Maßnahme der Massentestung auf die gesamte Werft auszuweiten“, teilte Lürssen mit. Noch am Dienstag sollte damit begonnen werden.

Bis zum Vorliegen des Testergebnisses seien die Mitarbeiter bei Bezahlung von der Arbeit freigestellt. Eine Woche später sei ein zweiter Kontrolltest für alle negativ Getesteten geplant. Bei allen Maßnahmen stehe man mit den Hamburger Behörden in engem Austausch, hieß es.

Neun neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

18.22 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag neun weitere Corona-Fälle registriert worden. Damit ist die Zahl der bisher landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 889 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Vier Neuinfektionen wurden im Landkreis Vorpommern-Greifswald verzeichnet, drei im Landkreis Ludwigslust-Parchim und jeweils einer im Landkreis Vorpommern-Rügen und in Schwerin. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

Als genesen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 794 der Infizierten. Das ist einer mehr als am Vortag. 124 Menschen wurden den Angaben zufolge bislang wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, zwei mehr als am Vortag. Die Zahl der Behandelten auf Intensivstationen blieb bei 21.

Zwei neue Corona-Fälle betreffen das Geschehen nach einer Baby-Begrüßungsparty in der Nähe von Hagenow südwestlich von Schwerin vor zwei Wochen, wie es vom Landkreis hieß. Damit steigt die Zahl der Betroffenen in dem Geschehen auf 19 - 18 im Landkreis und einer in Schwerin.

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim haben sich in den zurückliegenden sieben Tagen 10,5 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. In der Darstellung des Landesamtes im Internet sprang die „Corona-Ampel“ für den Landkreis von Grün auf Gelb. Bei 50 Infizierten je 100.000 Einwohner in sieben Tagen drohen heftige Einschränkungen im Alltag.

Mecklenburg: Keine Tagestouristen aus anderen Bundesländern

17.01 Uhr: Individuelle Tagestouristen aus anderen Bundesländern dürfen auch weiterhin nicht nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Damit soll das Corona-Infektionsrisiko angesichts wieder steigender Zahlen in Deutschland niedrig gehalten werden. Das Wichtigste sei, dass jetzt der Schul- und Kitabetrieb nach den Sommerferien geordnet unter Corona-Bedingungen anlaufe, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Weitere Risiken sollten daneben nicht eingegangen werden.

Auch Volksfeste bleiben Schwesig zufolge vorerst weiter verboten, Diskotheken und Clubs geschlossen. Für Herbst- und Weihnachtsmärkte könnten die Kommunen aber Konzepte vorbereiten. Nach den Worten von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) soll über diesen Bereich am 18. und 25. August gesprochen werden.

Maskenpflicht in der Bahn wird jetzt noch strenger kontrolliert 

15.13 Uhr: Seit dem 27. April gilt in Hamburg im ÖPNV die Maskenpflicht. Die Maskendisziplin liegt im Schnitt bei rund 95 Prozent, wie eine Erhebung der Hochbahn zeigt. Es kommt aber immer wieder vor, dass der Mund-Nasen-Schutz falsch oder gar nicht angelegt wird – vor allem an Wochenenden und am Abend.

Da nun mit dem Ferienende und dem Schulbeginn mit volleren Bussen und Bahnen zu rechnen sei, will die Stadt nach eigenen Angaben die Einhaltung der Corona-Regeln noch strenger kontrollieren. „Nach jetzigem Kenntnisstand besteht im ÖPNV kein höheres Ansteckungsrisiko als in anderen öffentlichen Räumen. Dazu hat neben den zahlreichen Hygienemaßnahmen auch die Maskenpflicht beigetragen“, sagte Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende.

 „Damit das so bleibt, ist es wichtig, dass die Fahrgäste sich auch in Zukunft an die Maskenpflicht halten. Das werden die Verkehrsunternehmen verstärkt tun und diese Einhaltung auch stärker kontrollieren.“ Heißt: Mitarbeiter der Prüf- und Sicherheitsdienste von Hochbahn, S-Bahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) werden auch als Zivilstreifen in den kommenden Wochen ihre Kontrollen abermals verstärken.

Videos im Fahrgastfernsehen sollen zudem auf das korrekte Tragen der Maske hinweisen. Zusätzlich seien täglich mobile Hygieneteams unterwegs und ab Mitte August sollen nahezu 95 Prozent aller Busse mit der Trennscheibe ausgerüstet sein.

Bürgermeister rechtfertigt Schulstart ohne Abstand

12.53 Uhr: Bürgermeister Peter Tschentscher hat sich überraschend in die Diskussion um die Schulöffnung eingeschaltet. „Es ist vertretbar, an den Schulen wieder in den Regelbetrieb zu starten“, sagt er. Kinder seien nicht besonders infektiös. Man müsse aber die Maskenpflicht außerhalb des Unterrichts beachten. Tschentscher: „Bildung hat einen hohen Stellenwert.“ Einige hätten sogar den Vorwurf erhoben, dass in der Corona-Krise dieses Gut zu gering geschätzt wurde.

Tschentscher betonte, dass Hamburg sich in einer wichtigen Phase befinde. Es gebe die Reise-Rückkehrer, es dürfe nicht zu einer neuen Corona-Welle kommen. Aber Hamburg sei gut aufgestellt, durch die Quarantäne-Pflicht und die Testzentren am Flughafen. „Weiterhin gilt in Bahnen Mundschutz, es gibt keine großen Feiern und Alkoholverbote.“ Tschentscher appelliert an die Hamburger, sich weiterhin an die Masken- und Abstandsgebote zu halten. Damit sei Hamburg dann gut aufgestellt und könne auch in den Regelbetrieb an den Schulen starten.

Jetzt live: Peter Tschentscher äußert sich zu Corona

12.39 Uhr: Wie ist die aktuelle Corona-Lage in Hamburg? Dazu äußert sich Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) heute am Anfang der Landespressekonferenz. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) informiert darüber hinaus über Neuerungen zum Beginn des Schuljahres 2020/21 an diesem Donnerstag.

Unter anderem soll es allgemein um Daten und Fakten rund um den Schulalltag gehen. Dazu gehörten etwa die Zahl der Schüler oder die Zahl der neuen oder sanierten Schulen. Nicht im Zentrum der Ausführungen von Senator Rabe auf der Landespressekonferenz stehe die Corona-Pandemie, sagte ein Sprecher. Er werde aber natürlich entsprechende Fragen beantworten. Die Pressekonferenz gibt's hier im Livestream:

17 neue Corona-Fälle in Hamburg

12.04 Uhr: In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen wieder etwas stärker gestiegen. 17 neue Fälle kamen hinzu, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Am Montag hatte die Stadt acht neue Infektionen gemeldet. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 5460 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Etwa 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen lag am Montag bei 124. Das entspricht 6,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - 0,3 mehr als am Vortag. Das Infektionsgeschehen in der Stadt liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In den Krankenhäusern der Stadt wurden aktuell 19 Menschen mit dem Coronavirus behandelt, sechs von ihnen auf Intensivstationen. Das ist jeweils eine Person weniger als zuletzt gemeldet.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher unverändert 231 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261. 

Zwölf Corona-Testzentren in Niedersachsen öffnen wieder

10.34 Uhr: Einige der erst kürzlich geschlossenen regionalen Corona-Testzentren in Niedersachsen nehmen ihren Betrieb wieder auf. Zwölf Zentren sollen diese Woche reaktiviert werden, wie ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) am Dienstag sagte. Grund für die Wiederaufnahme sei die Möglichkeit für Reiserückkehrer, sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Als erstes Abstrichzentrum ging demnach Empelde in der Region Hannover am Montag an den Start. Die Teststationen sollen die Hausärzte entlasten, so der Sprecher.

Weitere Stationen sollen dem KVN-Sprecher zufolge in Stade, Lüneburg, Braunschweig, Göttingen, Osnabrück, Georgsheil bei Aurich, Oldenburg, Wilhelmshaven, Zeven, Rotenburg (Wümme) und Hildesheim öffnen. Reiserückkehrer, die sich freiwillig testen lassen wollen, müssten sich innerhalb von 72 Stunden beim Hausarzt melden. Dieser könne den Test selbst vornehmen oder den Rückkehrer in einem der Testzentren anmelden.  

27 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

8.31 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Coronavirus-Infektionen innerhalb eines Tages um 27 Fälle auf 3494 erhöht – deutlich mehr Neuinfektionen als in den vergangenen Tagen. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Montagabend berichtet, lag die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen weiterhin bei 156.

In Dithmarschen kamen von Montag auf Dienstag zwei Neuinfektionen hinzu. Am Tag zuvor waren ebenfalls zwei neue Fälle gemeldet worden. Der Kreis drohte in der vergangenen Woche den Grenzwert für verschärfte Schutzmaßnahmen zu erreichen und hatte schon vorsorglich speziell in Heide zusätzliche Vorkehrungen getroffen. Im Kreis Stormarn wurden zwölf Neuinfektionen gemeldet.

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 20 Erkrankte behandelt.

Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die Gesamtzahl der Landesregierung mit ein.

Das waren die News am 3. August:

Drei neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

20.45 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag drei weitere Corona-Fälle registriert worden. Damit ist die Zahl der bisher landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 880 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Zwei Neuinfektionen wurden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verzeichnet und einer in Nordwestmecklenburg. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

Als genesen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 793 der Infizierten. Das ist einer mehr als am Vortag. 122 Menschen wurden den Angaben zufolge landesweit in Krankenhäusern behandelt, 21 davon auf Intensivstationen.

Alkoholverkaufs-Verbot in Hamburg wird verlängert

18.17 Uhr: Hamburg verlängert das Alkoholverkaufs-Verbot um ein Wochenende. Wie bereits vergangenes Wochenende wird nun ab Freitag, den 7. Und Sonnabend, den 8. August der Verkauf und die Abgabe von Alkohol in ausgewählten Bereichen in Altona, Hamburg-Mitte und Eimsbüttel untersagt. Das Verbot gilt jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr des Folgetags. Damit soll eine Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.
Laut Polizeiangaben waren am vergangenen Sonnabend allein auf dem Kiez 20.000 Menschen unterwegs. Weil die Behörden, Polizei und Bezirke die ergriffene Alkoholverkaufs-Verbot-Maßnahme als wirkungsvoll erachten, einigte man sich nun auf die Verlängerung.

Auch am Hauptbahnhof: Hamburg bekommt weitere Corona-Testzentren für Reiserückkehrer

17.50 Uhr: Die Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) öffnet drei Coronavirus-Teststellen für Reiserückkehrer, die keine Symptome zeigen. Zwei Notfallpraxen der KVH in Altona und Farmsen werden ab Montagabend täglich von 10 bis 18 Uhr Tests anbieten. Ein weiteres soll demnächst nahe des Hauptbahnhofs und ZOB Corona-Tests durchführen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Damit sollen die niedergelassenen Ärzte, die Patienten auf Corona testen, Unterstützung bekommen.

Testen lassen können sich alle Personen, deren Rückkehr nach Deutschland nicht länger als 72 Stunden zurückliegt und die keine Erkältungssymptome aufweisen– kostenlos. Das gilt sowohl für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, als auch für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten im Ausland.

Quarantäne in Flüchtlingsheim aufgehoben

16.26 Uhr: Zuletzt war eine Flüchtlingsunterkunft im Bezirk Wandsbek wegen Corona-Fällen unter Quarantäne gestellt worden. Am Montag teilte der Senat mit, dass sie wieder aufgehoben wurde. In der Unterkunft mit rund 300 Plätzen wurden 23 Bewohner positiv auf Covid-19 getestet, sie wurden isoliert untergebracht.

Nach mehreren Testungen wurden keine weiteren Infektionen festgestellt.

Erste Corona-Bilanz: So viele Rückkehrer haben sich am Flughafen testen lassen

14.22 Uhr: Mehr als 2000 Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten haben sich seit der Einrichtung des Testzentrums am Hamburger Flughafen bereits freiwillig testen lassen, so Martin Helfrich, Sprecher der Sozialbehörde.

Das Testzentrum steht allen Reiserückkehrern aus Risikogebieten zur Verfügung, die direkt über den Flughafen wieder ins Land einreisen. Wer aus einem Risikoland kommt, der muss verpflichtend 14 Tage in Quarantäne. Durch das Angebot am Flughafen können die Reisenden Klarheit über eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus bekommen.
Um direkt nach der Ankunft einen Test durchführen zu lassen, müssen sich die Fluggäste nach dem Verlassen des Sicherheitsbereiches in den fußläufig erreichbaren „Terminal Tango“ begeben. Dieser ist zwischen sechs und 23 Uhr mit knapp 20 Mitarbeitern besetzt. Das Ergebnis erhalten die getesteten Personen selbst, gegebenenfalls auch das zuständige Gesundheitsamt. Wie viele positiv getestete Reisende es bisher gab, wisse die Sozialbehörde nicht, so Helfrich.

Die Reisenden sollten sich auf mögliche Wartezeiten einstellen, so der Sprecher. Gerade wenn mehrere Flugzeuge gleichzeitig landen, könnten sich Schlangen bilden. Wichtig: Die Durchführung eines Tests ersetzt nicht die Quarantäne. Alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich unverzüglich nach Ende der Reise in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben.

Diese kann nur aufgehoben werden, wenn das Ergebnis des Tests negativ ausfällt. Die Sozialbehörde rät allerdings dringend dazu, mindestens eine Woche Quarantäne einzuhalten, da zum Zeitpunkt des Tests möglicherweise noch keine Infektion bestanden haben könnte. Sollten trotz negativem Test Symptome auftreten, müssen sich die Betroffenen erneut telefonisch an die zuständige Behörde wenden.

Hamburger Kitas kehren zum Regelbetrieb zurück

13.26 Uhr: Seit Mitte März gab es für die rund 90.000 Hamburger Kita-Kinder nur eine Notbetreuung mit zeitlichen Einschränkungen. Am 8. Mai hatte Hamburg einen 4-Stufen-Plan für die Wiederaufnahme des Kita-Betriebs vorgelegt – nun folgt die letzte Stufe und somit eine Vollzeitbetreuung der Kinder. Diese ist möglich, da über Monate hinweg im bislang eingeschränkten Betrieb gute Erfahrungen mit Hygienemaßnahmen und der schrittweisen Ausweitung gemacht wurden. Weiterhin gibt es jedoch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz von Kindern, Eltern und Beschäftigten, über die die Stadt die Eltern in einem Schreiben informiert hat.

Zahl der Neu-Infektionen in Hamburg sinkt auf 8

10.41 Uhr: Erstmals seit einer Woche sind die Zahlen der Neu-Infektionen in Hamburg wieder einstellig. Laut Senat wurden acht neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen beträgt damit 118. Das entspricht einem Wert von 6,6 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner. Seit Pandemie-Beginn wurden 5443 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet.

Schleswig-Holstein meldet vier Neu-Infektionen

9.35 Uhr: Die Zahl der Neu-Infektionen in Schleswig-Holstein ist in den vergangenen 24 Stunden um vier gestiegen. Darunter sind keine neuen Corona-Fälle aus Dithmarschen. In dem Landkreis hatte es zuletzt einen größeren Ausbruch gegeben, die Kontaktregeln im Alltag wurden daraufhin verschärft.

Jetzt doch! Hamburg plant Maskenpflicht in Schulen

8.59 Uhr: Am Donnerstag startet in Hamburg wieder die Schule – und das mit Maskenpflicht. Wie Schulsenator Ties Rabe (SPD) im ARD-„Morgenmagazin“ bestätigte, sollen Schüler außerhalb des Unterrichts einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Im Vorfeld gab es eine große Debatte darum, wie der Regelbetrieb in Hamburgs Schulen aussehen soll. Zunächst hieß es, dass eine Gesichtsbedeckung empfohlen werde, jedoch nicht verpflichtend sei. Die CDU und die Elternkammer kritisierten daraufhin, dass dies als Schutzmaßnahme angesichts steigender Infektionszahlen nicht ausreichend sei. 

Schulstart und Corona: Norden macht den Anfang

6.59 Uhr: Als erstes Bundesland startet Mecklenburg-Vorpommern heute ins neue Schuljahr. Für die 152 .700 Schülerinnen und Schüler soll es erstmals seit den coronabedingten Schulschließungen Mitte März wieder täglichen Unterricht geben. Weil rund 400 der 13.000 Lehrer aufgrund ihres hohen Corona-Risikos weiter im Homeoffice arbeiten, soll der Präsenzunterricht teilweise durch Fernunterricht ergänzt werden. Garantiert sind jedem Grundschüler laut Bildungsministerium täglich vier Stunden Unterricht in der Schule. An den weiterführenden Schulen sind es mindestens fünf Stunden.
Auch auf einigen Inseln in Schleswig-Holstein beginnt am Montag wieder die Schule. Hamburg folgt am Donnerstag. In der Woche darauf geht es in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und im übrigen Schleswig-Holstein los.

Das waren die Nachrichten am Sonntag, 2. August

Hamburgs Hausärzte wollen Reiserückkehrer ohne Symptome nicht testen

22.01 Uhr: Hamburgs Hausärzte wollen Reiserückkehrer ohne Symptome nicht in den Praxen testen. „Der Hausärzteverband Hamburg unterstützt alle Maßnahmen, die eine zweite Welle der Corona-Pandemie verhindern können. Reiserückkehrer ohne Symptome abzustreichen ist jedoch keine ärztliche Aufgabe“, heißt es in einer Mitteilung vom Sonntagabend. Dafür hätten die Ärzte „weder zeitliche Ressourcen noch wollen sie die Versorgung ihrer Patienten einschränken.“

Der Chef des Hausärzteverbandes, Dr. Frank Stüven, erklärte: „Zudem ist die per Rechtsverordnung erzwungene Vergütung von 15 Euro für Terminierung, Abstrich in Schutzausrüstung, Probenversand, Übermittlung der Ergebnisse und Ausstellung eines Attestes eine Unverschämtheit.“

Diese Vergütung sei ein Schlag ins Gesicht der Gruppe, die daran beteiligt war, die „finanziell gut ausgestatteten Krankenhäuser“ vor Überlastung zu schützen.

Niedersachsen kehrt zu Regelbetrieb in Kindergärten zurück

19.11 Uhr: Niedersachsen nimmt am Montag den Regelbetrieb in Kindergärten wieder auf. So wird die Pflicht zu festen Gruppen aufgehoben, so dass wieder Früh- und Spätgruppen sowie eine Sprachförderung mit Kindern aus unterschiedlichen Gruppen angeboten werden können. Laut Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) wird es aber einige coronabedingte Einschränkungen weiterhin geben, wie den Rat an die Eltern, die Kita möglichst nicht zu betreten. Auch die Neuaufnahme von Kindern soll wieder möglich sein.

Zwei neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

17.47 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag zwei weitere Corona-Fälle registriert worden. Damit ist die Zahl der bisher landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 877 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die beiden Neuinfektionen wurden in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Rügen verzeichnet. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. Als genesen gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – 792 der Infizierten. Das ist einer mehr als am Vortag. 122 Menschen wurden den Angaben zufolge landesweit in Krankenhäusern behandelt, 21 davon auf Intensivstationen.

Zu viele Besucher: Zwei Badeseen in Niedersachsen abgesperrt

16.32 Uhr: Wegen des zu großen Besucherandrangs musste die Polizei und die Feuerwehr in Gifhorn die Zufahrten zu zwei Badeseen vorübergehend sperren. Der Betreiber des Tankumsees habe sich gemeldet, weil er mit den vielen Besuchern am Samstag überfordert gewesen sei, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Sicherheit der Badegäste, sowie der Mindestabstand zwischen den Besuchern habe nicht mehr gewährleistet werden können. Die Feuerwehr sperrte in Zusammenarbeit mit der Polizei dann die Zufahrten, sodass keine neuen Gäste mehr kommen konnten.

Kurze Zeit später wurde es dann auch am nur wenige Kilometer entfernten Bernsteinsee zu voll. Auch hier mussten die Zufahrten am Samstag abgesperrt werden. Autofahrer wurden gebeten, auf andere Orte auszuweichen. Unterdessen ging bei der Polizei in Winsen (Luhe) in der Nacht zum Sonntag kurz vor Mitternacht ein Hinweis auf ein Treffen einer größeren Personengruppe an einem Baggersee im Ortsteil Scharmbeck ein. Vor Ort trafen die Beamten auf rund 80 bis 100 junge Leute, die die Flucht ergriffen. Von einzelnen wurden die Personalien festgestellt. Aufgrund der Corona-Epidemie seien solche Treffen zur Zeit nicht zulässig, erklärte die Polizei.

Polizei sprengt Swinger- und Fetischpartys

14.05 Uhr: Was war denn da in Bergedorf los? Dort musste die Polizei in der Nacht auf Sonntag eine Swinger-Party auflösen: Knapp 100 Menschen hatten massiv gegen Corona-Regeln verstoßen. Auch auf dem Kiez ging es rund: Hier hatten im Keller einer Sexboutique auf der Reeperbahn etwa 65 teils in Lack und Leder gekleidete Menschen ordentlich gefeiert. Auch hier musste die Polizei einschreiten. Zur ausführlichen Meldung geht es hier.

Neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein und Niedersachsen

11.30 Uhr: In Schleswig-Holstein gibt es zwölf weitere Infektionen mit dem Coronavirus. Fünf im Kreis Pinneberg, drei im Kreis Dithmarschen. In Niedersachsen kamen zuletzt 52 neue Fälle hinzu.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hamburg bleibt zweistellig 

11.22 Uhr: In Hamburg steigt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter zweistellig. 15 neue Fälle wurden seit Sonnabend registriert, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5435 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen lag am Sonnabend bei 118. Das entspricht 6,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner – 0,4 mehr als am Freitag. Das Infektionsgeschehen in der Stadt liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In den Krankenhäusern der Stadt wurden den Angaben zufolge mit Stand Freitag 20 Menschen (minus 6) mit dem Coronavirus behandelt, sieben von ihnen auf Intensivstationen. Diese Zahlen werden an den Wochenenden nicht aktualisiert.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261. Die letzten Corona-Toten in Hamburg gab es am 27. Juni.

Herber Rückschlag: Aida Cruises sagt Kreuzfahrten ab

11.08 Uhr: Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat ihren Neustart nach der Corona-Zwangspause kurzfristig verschoben. Die geplanten Mini-Kreuzfahrten auf der Ostsee für die erste Augusthälfte wurden am Sonntag abgesagt. Entgegen den Erwartungen des Unternehmens stehe eine letzte formale Freigabe für den Start der Kurzreisen ab 5. August durch den Flaggenstaat Italien noch aus, teilte Aida an seinem Sitz in Rostock mit. Zur ausführlichen Meldung geht es hier.  

Verkaufsverbot von Alkohol in Hamburg: So lief's in der Nacht auf Sonntag

9.15 Uhr: Die am Donnerstag von den Bezirken Altona, Eimsbüttel und Hamburg-Mitte verabschiedete Allgemeinverfügung zum Verkaufsverbot scheint Wirkung zu zeigen. Trotz des guten Wetters war an diesem Wochenende weitaus weniger Partyvolk in der Schanze, auf dem Kiez und in Ottensen unterwegs. Durch das Verkaufsverbot von Alkohol an Kiosken und in Supermärkten zwischen 20 und 6 Uhr verlagerte sich das Geschehen zur Freude der Gastwirte vermehrt in Kneipen und Lokale, allerdings offenbar unter Einhaltung der Abstandsregeln. „Die Menschen waren friedlich und einsichtig", schilderte ein Polizeisprecher der MOPO die Lage. Lediglich in Altona musste das Café Vero wegen Überfüllung geschlossen werden. Zudem sollen zahlreiche Mitarbeiter keinen Mundschutz getragen haben. 

Das waren die News vom 1. August 2020

Helgoland führt Maskenpflicht ein

19.22 Uhr: Die Insel Helgoland führt ab Montag die Maskenpflicht wieder ein. Damit möchte der Bürgermeister Jörg Singer „die Wirtschaft der Insel schützen“. „Wenn wir jetzt in einen zweiten Lockdown reinkommen würden, hieße das, es fährt statt sieben Schiffen nur eines. Das wäre für viele hier das komplette Aus. Das wollen wir alle nicht“, sagte er dem NDR.

Die Maskenpflicht soll auf der Einkaufsstraße Lung Wai und auf der Promenade vom Hafen bis zum Dorfkern gelten. Vorerst für zwei Wochen.

Sieben neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

16.58 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind bis Samstag sieben weitere Corona-Fälle registriert worden. Damit ist die Zahl der bisher landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 875 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

Als genesen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 791 der Infizierten: Das sind zwei mehr als am Vortag. Unverändert wurden 121 Menschen den Angaben zufolge landesweit in Krankenhäusern behandelt, 21 davon auf Intensivstationen.

Die meisten Neu-Infektionen im Bezirk Wandsbek

13.06 Uhr: In welchen Bezirken werden wie viele Fälle nachgewiesen? Hamburg veröffentlicht dazu auf der eigenen Homepage eine Statistik, die wöchentlich aktualisiert einen 14-Tage-Trend abbildet. Spitzenreiter bei bestätigten Neu-Infektionen ist demnach der Bezirk Wandsbek mit 41 Fällen – die mit Abstand meisten. Danach folgen Mitte (19), Harburg (14), Nord (12), Altona (6), Bergedorf (5) und Eimsbüttel (4). Die Statistik ist vom 27. Juli.

Erneuter Anstieg der Neu-Infektionen in Hamburg

11.21 Uhr: Die Zahlen der Neu-Infektionen in Hamburg bleibt weiterhin relativ deutlich im zweistelligen Bereich. Am Samstag meldete die Stadt 19 weitere bestätigte Fälle binnen eines Tages. Nimmt man die vergangenen sieben Tage zur Grundlage, sind es 118 Fälle, das entspricht einem Wert von 6,6 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohnern. Ab 50 muss der Senat über Beschränkungen beraten. Davon in Hamburg – derzeit – also noch ein gutes Stück entfernt.

Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Hamburg auf 5420. 

Heide und Büsum vor Wochenende mit Corona-Restriktionen

9.21 Uhr: In Heide und Büsum müssen Bürger und Gäste dieses Wochenende mit verschärften Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus verbringen. Hintergrund ist die Zunahme von Neuinfektionen in Dithmarschen seit dem vergangenen Wochenende. Davon war vor allem die Kreisstadt Heide betroffen. Dort müssen Besucher des Wochenmarktes am Samstag einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zudem dürfen sich im öffentlichen Raum vorerst maximal zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen. In Büsum gilt in der Fußgängerzone eine Maskenpflicht. Die Einschränkungen gelten zunächst bis einschließlich 7. August. Am Samstag wurden im Kreis Dithmarschen vier neue Fälle gemeldet.

Das waren die Nachrichten vom Freitag, 31. Juli 2020

Hohe Infektionszahlen: Kommt jetzt die Maskenpflicht für Hamburgs Schüler?

21.23 Uhr: Kurz vor dem Start ins neue Schuljahr und der fast vollständigen Öffnung aller Hamburger Schulen steigt die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Hamburg wieder deutlich an. Weil der Schulbeginn mit vielen Reiserückkehrern das Risiko einer Ansteckung und Ausbreitung weiter erhöhen könnte, fordert Hamburgs CDU jetzt eine Maskenpflicht in den Schulen. „Was für andere öffentliche Gebäude gilt, sollte auch in Schulen und auf dem Schulgelände gelten“, sagt Birgit Stöver (CDU).

Schüler hätten sich an das Maskentragen gewöhnt und würden damit in der Regel genauso pflichtbewusst umgehen, wie die meisten Erwachsenen. „Außerdem sollte der rot-grüne Senat deutlich mehr Testkapazitäten für Hamburger Schulen bereitstellen und allen Schülern regelmäßige Tests anbieten“, sagt sie. Gerade jetzt, nachdem viele Reiserückkehrer aus dem Sommerurlaub in den Schulen aufeinandertreffen, sollte breit getestet werden. Ein Infektionsherd Hamburger Schulen müsse verhindert werden.

Alkoholverbot: So läuft die Kontroll-Offensive von Bezirk und Polizei

19.11 Uhr: Am Wochenende wird in drei Bezirken Hamburgs der Verkauf von alkoholischen Getränken durch Kioske, Bars sowie Tankstellen und Gaststättenbetriebe verboten – jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages. Grund sind die an den vergangenen Wochenenden regelmäßig zu beobachtenden großen Massen an Menschen, die in der Schanze, auf dem Kiez und in Ottensen trotz Corona-Regeln ohne Einhaltung der Abstandsregeln ausgelassen feierten. „Es geht nicht darum, Sherrif zu spielen“, sagt Falko Droßmann, Leiter des Bezirksamts Mitte, zur MOPO mit Blick auf sein Zuständigkeitsbereich auf St. Pauli. „Wir wollen um Verständnis werben.“ Daher seien neben Gewerbekontrolleure auch diverse Mitarbeiter des Gesundheitsamts und ein Arzt pro Abend bei den Kontrollen unterwegs. „Um ins Gespräch zu kommen und über die Gefahren und Maßnahme aufzuklären. Wir setzen auf das Verständnis der Leute.“ (Hier geht's zum vollständigen Artikel)

Corona-Regeln: Behörde kontrolliert Hamburger Bars und Restaurants

17.30 Uhr: Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz hat am Donnerstagabend mehr als 100 Bars, Restaurants und Schnellimbisse an der Reeperbahn, in der Sternschanze, in St. Georg, im Portugiesenviertel und im Grindel auf die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert.

Überprüft wurde das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bei den Beschäftigten, die je nach örtlicher Gegebenheit verpflichtend ist. Das ist dann der Fall, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann und auch sonst keine Schutzmaßnahmen, wie Plexiglasscheiben, umgesetzt werden können.

Das Ergebnis: In 31 Betrieben wurden keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen oder Visiere verwendet. Im Ergebnis erhielten diese Betriebe eine Anordnung sofortiger Vollziehung. Insgesamt wurde aber festgestellt, dass die überprüften Betriebe gute und vielfältige technische und organisatorische Schutzmaßnahmen umgesetzt haben – zum Beispiel Plexiglasscheiben an der Theke oder Einbahnstraßensysteme im Restaurant.

Seit April hat das Amt für Arbeitsschutz in mehr als 1.000 Betrieben in Hamburg (Einzelhandel, Friseure, Gastronomie, Betriebskantinen, Fleischbetriebe) die Einhaltung der Schutzmaßnahmen kontrolliert. Gravierende Mängel wurden bisher nicht festgestellt.

Vier neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

16.32 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag vier weitere Corona-Fälle registriert worden. Damit ist die Zahl der bisher landesweit gemeldeten Infektionsfälle auf 868 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Drei der Neuinfektionen wurden im Landkreis Ludwigslust-Parchim verzeichnet, eine im Landkreis Nordwestmecklenburg. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. Als genesen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 789 der Infizierten. 121 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen - diese beiden Zahlen veränderten sich im Vergleich zum Vortag nicht.

Die drei Fälle im Landkreis Ludwigslust-Parchim gehören zu dem Corona-Geschehen nach einer Familienfeier in der Nähe der Kleinstadt Hagenow. Damit sind im Zusammenhang mit der Party vom vergangenen Wochenende 14 Infizierte bekannt geworden, wie eine Landkreis-Sprecherin mitteilte. Derzeit befänden sich rund 160 Kontaktpersonen in Quarantäne. Die drei Fälle waren vom Labor am Donnerstagabend bestätigt worden. Weitere am Freitag ausgewertete Tests seien negativ gewesen, so die Landkreis-Sprecherin.

57 Neuinfektionen in Niedersachsen gemeldet

16.05 Uhr: Insgesamt 14.440 Corona-Fälle sind bis Donnerstag in Niedersachsen bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 57 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt 652 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet. Genesen sind nach einschlägiger Hochrechnung 13.213 der bislang gemeldeten Fälle. Das entspricht 91,5 Prozent. 153 Patienten werden zurzeit in Kliniken behandelt. 126 Erkrankte liegen auf Normalstationen, 27 werden intensivmedizinisch betreut.

Kontaktbeschränkungen in Heide gelten bereits ab heute

15.30 Uhr: Wegen der stark gestiegenen Corona-Neuinfektionen gelten in der Dithmarscher Kreisstadt Heide bereits seit Freitag strengere Schutzmaßnahmen. Im öffentlichen Raum gilt die Kontaktbeschränkung, dass sich maximal zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen dürfen, wie Landrat Stefan Mohrdieck am Donnerstagabend mitteilte. Diese Einschränkung gilt auch für öffentliche und private Veranstaltungen. Der Heider Wochenmarkt am Samstag darf nur mit einem Mund-Nasen-Schutz besucht werden. Und die Kundenzuläufe zu den Geschäften würden etwas abgebremst. Ursprünglich sollten die Einschränkungen erst ab Samstag gelten.

Kreis Stormarn: Mehrere Reiserückkehrer infiziert

14.59 Uhr: Zehn neue Corona-Infektionen hat der Kreis Stormarn seit Montag registriert. Alleine acht Infizierte stammen laut „Lübecker Nachrichten“ aus einer Großfamilie. Es handelt sich dabei um Reiserückkehrer. Die Familie soll auf dem Westbalkan Urlaub gemacht haben. Ob sich alle Familienmitglieder dort angesteckt haben oder erst in den vergangenen Tagen zu Hause, ist allerdings unklar. Bei den anderen beiden neu Infizierten konnte bislang nicht ermittelt werden, wo sie sich angesteckt haben. Alle Infizierten befinden sich in häuslicher Quarantäne.

16 neue Corona-Fälle in Hamburg

12.45 Uhr: In Hamburg geht die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter nach oben - allerdings nicht so stark wie am Vortag. 16 neue Fälle wurden seit Donnerstag registriert, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5401 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In den zurückliegenden sieben Tagen gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 112 Neuinfektionen. Das sind wie schon am Vortag 6,2 pro 100 000 Einwohner. Das Infektionsgeschehen in der Stadt liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In den Krankenhäusern der Stadt wurden den Angaben zufolge mit Stand Donnerstag 26 Menschen (plus 4) mit dem Coronavirus behandelt, sieben von ihnen auf Intensivstationen.
Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19 - einer mehr als am Mittwoch gemeldet. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kam unverändert auf 261.

26 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

9.29 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages um 26 Fälle auf 3427 erhöht. Wie die Landesregierung mit Stand Donnerstagabend mitteilte, lag die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen weiter bei 156. Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 17 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Grünen-Chefin droht mit generellem Trinkverbot

8.54 Uhr: Ab heute 20 Uhr gilt in Hamburg in Teilen der Bezirke Altona, Hamburg-Mitte und Eimsbüttel ein Alkoholverkaufsverbot (Freitag bis Sonntag von 20 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages). Mit den Alkohol-Verkaufsverboten sollen die Straßen-Partys ein Ende haben. Sollte sich das Corona-Cornern dadurch nicht verbessern, drohen noch massivere Einschränkungen. Altonas Bezirksamtschefin Stefanie von Berg (Grüne) droht mit Betretungsverboten oder einem generellen Trinkverbot von Alkoholika auf den Straßen.

8,6 Millionen Euro Bonus für Beschäftigte in Altenpflege ausgezahlt

8.20 Uhr: Beschäftigte in der Altenpflege erhalten in der Corona-Zeit eine Prämie. Dafür hat Mecklenburg-Vorpommern bislang etwa 8,6 Millionen Euro ausgezahlt. Die sogenannte Corona-Prämie wird über die Pflegekassen an den Arbeitgeber weitergeleitet, der ihn dann wiederum an die Beschäftigten auszahlt, wie das Sozialministerium mitteilte. Bislang gingen die Mittel demnach landesweit an 893 Pflegeeinrichtungen. Der Bundestag hatte Mitte Mai die gestaffelte Prämie von bis zu 1000 Euro für Angestellte der Altenpflege beschlossen. Daraufhin kündigte die Landesregierung an, diesen Bonus auf bis zu 1500 Euro aufzustocken.

Vollzeitbeschäftigte in der direkten Pflege und Versorgung der Menschen erhalten die volle Prämie von 1500 Euro. Weitere Beschäftigte etwa in der Verwaltung, Küche, am Empfang oder der Haustechnik bekommen 1000 Euro, wovon 667 Euro vom Bund kommen und die übrigen 333 Euro vom Land. Für Teilzeitbeschäftigte wird der Bonus anteilig zur Arbeitszeit berechnet. Auszubildende sollen 900 Euro erhalten, dort erhöhe das Land den Bundesanteil um 300 Euro.

Ab heute: Corona-Tests am Hamburger Flughafen

6.57 Uhr: Wie bereits vergangene Woche beschlossen, soll am heutigen Freitag das Corona-Testzentrum am Hamburger Flughafen den Betrieb aufnehmen. Reisende, die zuvor in einem Risikogebiet waren, sollen fortan auf Corona getestet werden.

Wer aus dem Urlaub oder von Reisen in Risikoländer zurückkehrt, muss sich 14 Tage in Quarantäne begeben oder bis zum Vorliegen eines negativen Tests in Quarantäne bleiben.

Das sind die Nachrichten von Donnerstag, 30. Juli

„Berufsverbot“: Linke kritisiert Sexarbeits-Verbot scharf

20.24 Uhr: Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das coronabedingte Prostitutionsverbot sind in Hamburg bisher 20 Bußgeldbescheide über eine Gesamtsumme von mehr als 43.000 Euro ergangen. Das ergab jetzt eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Sie wirft der Stadt Unverhältnismäßigkeit vor. So habe der rot-grüne Senat nicht darlegen können, warum ausgerechnet Sexarbeiterinnen noch immer „mit einem totalen Verbot ihrer Dienstleistungen belegt werden“, erklärte die Fraktionsvorsitzende Cansu Özdemir am Donnerstag. „Ich halte das Festhalten an dem faktischen Berufsverbot für diskriminierend“, so die Politikerin. Es zerstöre ohne ernstzunehmende Grundlage Existenzen und zwinge Sexarbeiterinnen auch in Gefahrensituationen. „Sexarbeit lässt sich nicht verbieten und findet nun unter riskanten Bedingungen im Verborgenen statt.“

In der Schweiz sei Sexarbeit wieder erlaubt „und es ist bislang nichts über eine Infektion auf dem Weg bekannt geworden“, sagte die queerpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Carola Ensslen. „Fast sechs Monate Berufsverbot mit ungewisser Perspektive sind unverhältnismäßig.“

Laut dem Leiter des Bezirksamts Mitte, Falko Droßmann (SPD), fasst der Senat eine Wiederzulassung der Prostitution in sogenannten Prostitutionsstätten im Schulterschluss mit Schleswig-Holstein und Niedersachsen ab dem 1. September ins Auge. Voraussetzung sei allerdings ein bis dahin weiter beherrschbares Infektionsgeschehen.

69 neue Corona-Fälle in Niedersachsen

19.06 Uhr: Insgesamt 14.382 Corona-Fälle sind bis Donnerstag in Niedersachsen bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 69 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt 651 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet. Genesen sind nach einschlägiger Hochrechnung 13.182 der bislang gemeldeten Fälle. Das entspricht 91,7 Prozent. 177 Patienten werden zurzeit in Kliniken behandelt, darunter auch ein Kind. 142 Erkrankte liegen auf Normalstationen, 34 werden intensivmedizinisch betreut.

Drei neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

17.44 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag drei weitere Corona-Fälle registriert worden. Damit ist die Zahl der bisher landesweit registrierten Infektionsfälle auf 864 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Zwei der Neuinfektionen wurden im Landkreis Rostock registriert, eine im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. Als genesen gelten 787 der Infizierten. Das ist den Angaben zufolge einer mehr als noch am Vortag.

31 neue Corona-Fälle in Hamburg

11.20 Uhr: Hamburg hat die höchsten Fallzahl seit Wochen vermeldet. 31 neue Infektionsfälle sind binnen 24 Stunden registriert worden. Damit haben sich seit Pandemie-Beginn 5385 Menschen in Hamburg nachweislich mit dem Virus infiziert. Ein Fall aus dem April wurde aus der Statistik entfernt, wie die Stadt auf ihrer Homepage vermeldete. Erstmals seit Wochen wurde auch wieder ein Todesfall registriert.

22 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

10.11 Uhr: Das Infektionsgeschehen in Schleswig-Holstein bleibt weiter im zweistelligen Bereich. Innerhalb eines Tages wurden 22 neue Fälle gemeldet, wie das Land mitteilte. Damit hat sich die Zahl der Gesamtfälle auf 3401 erhöht.

Neuer Stress um die Gästelisten-Daten

9.31 Uhr: Neuer Ärger um die Verwendung von Gästelisten-Daten durch die Polizei. Nach mehreren Fällen – darunter auch in Hamburg – hat der Gaststättenverband Dehoga Forderungen an die Landesregierung formuliert, wie die „Rheinische Post“ berichtet. Der Verband möchte eine klare Ansage an die Gastronomen, ob und wann die Behörden Zugriff auf die Gästelisten für eine mögliche Strafverfolgung haben dürfen. Die Daten, die verpflichtend gesammelt werden müssen, seien „hochsensibel“, so Dehoga-Chefin Ingrid Hartges. Es müsse dringend Klarheit her.

Dithmarschen weitet Tests aus

8.12 Uhr: Dithmarschen wird (noch) nicht zum Corona-Risikogebiet. Derzeit überschreitet der Landkreis nicht den Grenzwert von 50 Infektionsfälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am Mittwochabend sagte Landrat Stefan Mohrdieck (parteilos) dem NDR, dass 13 neue Infektionen gemeldet wurden – zusätzlich zu den 33 aus den vergangenen Tagen.Zur Überschreitung des Grenzwertes müsste es in Dithmarschen mit 133.000 Einwohnern 66,5 Fälle geben. Von den Erkrankten befinden sich vier im Krankenhaus, zwei davon auf der Intensivstation.

Der Kreis wird jetzt Maßnahmen zu Bekämpfung des Virus ergreifen, so Mohrdieck. Das betreffe vor allem die Kreisstadt Heide, da es hier die meisten Infektionen gibt. Geplant ist eine Maskenpflicht auf den Wochenmärkten, die Anzahl der Kunden in den Läden werde eingeschränkt, Aufsteller sollen aus der Innenstadt verschwinden, damit mehr Platz zum Ausweichen ist.

Ab Freitag soll großflächig getestet werden, vor allem in Wohnquartieren. Hintergrund: Die 33 bekannten Fälle stammen aus zwei in Heide lebenden Familien. Die Behörden gehen davon aus, dass Reiserückkehrer die Infektionskette ausgelöst haben.

Das sind die Nachrichten vom Mittwoch, 29. Juli

Wegen Corona: Büsum will Maskenpflicht in Fußgängerzone einführen

21.09 Uhr: Für Passanten im Nordseebad Büsum im Kreis Dithmarschen gilt künftig in der Fußgängerzone eine Maskenpflicht. Das neue Hygienekonzept tritt vermutlich zum Wochenende in Kraft, wie Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje (FWB) am Mittwoch dem NDR Schleswig-Holstein sagte. Hintergrund ist, dass der nach den Corona-Regeln gebotene Mindestabstand in der Fußgängerzone zum Teil nicht eingehalten werden könne. 

MeckPomm: Zwölf neue Corona-Fälle

17.13 Uhr: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat am Dienstag zwölf neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Damit ist die Zahl der bisher landesweit registrierten Infektionsfälle auf 861 gestiegen. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. Als genesen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 786 der Infizierten. 121 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, einer mehr als noch am Vortag.

Neun der weiteren Fälle kommen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim. Diese stehen, wie ein Schweriner Infizierter, im Zusammenhang mit einem am Dienstag registrierten Corona-Fall in dem Landkreis. Einer der Infizierten müsse in einem Krankenhaus behandelt werden. Bislang seien mehr als 100 Kontaktpersonen ermittelt worden.

Einige der positiv getesteten Menschen haben den Angaben zufolge mehrere Feiern besucht. Das Gesundheitsamt vor Ort arbeite mit Hochdruck an der Ermittlung und Information aller Kontaktpersonen, hieß es weiter.

Die anderen beiden Neuinfektionen am Mittwoch wurden den Angaben zufolge im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte registriert.  

59 Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen bestätigt

14.42 Uhr: In Niedersachsen sind am Mittwoch 59 Neuinfektionen registriert worden, wie das Land auf seinem Portal bekannt gab. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie 14.313 Fälle bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden.

649 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet. Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung 13.148 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 91,9 Prozent.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 175 mit dem Virus infizierte Patienten behandelt: Davon liegen 144 Erwachsene auf Normalstationen, 28 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 14 Erwachsene beatmet werden, zwei Patienten per ECMO. Drei Kinder werden im Krankenhaus auf einer Normalstation behandelt.

Alarmierende Studie: Kinder zocken ohne Ende

12.31 Uhr: Kinder und Jugendliche haben während des Corona-Lockdowns einer Studie zufolge 75 Prozent mehr Zeit mit digitalen Spielen verbracht. Das zeigt eine Untersuchung der Krankenkasse DAK-Gesundheit zusammen mit Forschern des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am UKE, die an diesem Mittwoch in Berlin vorgestellt werden soll. Demnach stieg bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren, die mindestens einmal pro Woche spielen, die Nutzungsdauer von digitalen Spielen auf Tablets, Smartphones, Spielkonsolen oder am PC deutlich an: Während im September vergangenen Jahres die durchschnittliche Spieldauer werktags noch bei 79 Minuten lag, kletterte sie im April – also rund vier Wochen nach Beginn des Corona-Lockdowns - auf 139 Minuten.

„Unsere Studie zeigt, dass wir dringend ein verlässliches und umfassendes Frühwarnsystem gegen Mediensucht brauchen“, sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm der Deutschen Presse-Agentur. Es dürfe nicht länger Zufall sein, Betroffene zu erkennen und ihnen Hilfsangebote zu machen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), sprach angesichts der Zahlen von einem „heftigen Anstieg“, der so nicht weitergehen dürfe. Neben Kindern wurden in der repräsentativen Untersuchung auch Erziehungsberechtigte in den rund 1200 Familien befragt.

Aktuelle Zahlen: 18 neue Corona-Fälle in Hamburg gemeldet

10.47 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Hamburg ist seit Dienstag um 18 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5355 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.
In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge 21 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 230 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261.

38 neue Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

9.37 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus innerhalb eines Tages um 38 Fälle auf 3379 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Dienstagabend berichtet, lag die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen weiter bei 156. Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt zwölf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Den stärksten Anstieg gab es erneut im Kreis Dithmarschen. Dort wurden mit Stand Dienstagabend zwölf neue Fälle gemeldet. Zuvor hatten die Behörden dort von vergangenem Mittwoch bis Montag bereits 33 Neuinfektionen verzeichnet. Dabei soll es sich vor allem um Reiserückkehrer vom West-Balkan und aus Skandinavien handeln, aber auch im Kontext dieser Rückkehrer erfolgte Ansteckungen im familiären Bereich, sagte der Kreissprecher am Dienstag. Der überwiegende Teil der Neuinfektionen sei auf mehrere in Dithmarschen lebende Familien entfallen, die einen engen Verbund miteinander pflegten.

Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die Gesamtzahl der Landesregierung mit ein.

Corona-Bußgelder: Hamburg hat über 800.000 Euro kassiert – muss Andy Grote nun zahlen?

8.32 Uhr: Seit mehr als vier Monaten gelten bundesweit die Hygiene- und Abstandsregeln. Dennoch verstoßen immer wieder Menschen dagegen. Bis zum 24. Juli seien in Hamburg 10.224 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden, sagte Matthias Krumm, Sprecher des Einwohnerzentralamts. Daraus seien bislang 9635 Bußgelder hervorgegangen.

Wie hoch die Summe der bisher verhängten Bußgelder ist, konnte Krumm nicht sagen. Wie viel Geld auf diese Art bereits eingenommen wurde, dagegen schon: „Bisher wurden Einnahmen in Höhe von 804.956,83 Euro erzielt.“ Doch nicht alle Betroffenen haben anstandslos bezahlt. In 1676 Verfahren wurde gegen den Bescheid Einspruch erhoben. Der bei weitem größte Teil der Bußgelder sei wegen Verstößen gegen das Abstandsgebot ergangen, bei denen jeweils 150 Euro fällig werden.

Ob demnächst auch Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) wegen seiner Feier in der HafenCity zur Kasse gebeten wird, stand indes noch nicht fest. „Der Sachverhalt wird weiterhin von der Bußgeldstelle geprüft. Herr Grote hat im Rahmen des Verfahrens von seinem Recht auf Anhörung Gebrauch gemacht und eine schriftliche Stellungnahme abgegeben.“

Mehrere hundert Menschen demonstrieren auf dem Kiez

6.45 Uhr: Auf dem Kiez haben sich am Dienstagabend zahlreiche Sexarbeiterinnen versammelt, um für die Wiedereröffnung der Bordelle zu demonstrieren. Unter dem Motto „Sexy Aufstand Reeperbahn“ forderten sie die sofortige Legalisierung der Wiederaufnahme ihrer Arbeit sowie die Öffnung ihrer Arbeitsplätze. 

Hurendemo

Zahlreiche Sexarbeiterinnen haben sich am Dienstagabend auf dem Kiez versammelt, um für die Wiedereröffnung der Bordelle zu demonstrieren.

Mehrere hundert Menschen versammelten sich auf der Reeperbahn und demonstrierten friedlich. Falko Drossmann  (SPD), Bezirksamtsleiter in Hamburg-Mitte, sagte in einer von viel Beifall begleiteten Rede: „Wenn wir es schaffen, die Fallzahlen niedrig zu halten, beabsichtigen die Gesundheitsbehörden in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zum 1.9. , Sexarbeit wieder zu erlauben.“ 

Das waren die News vom 28. Juli

Für Hamburgs Urlauber gibt's jetzt kostenlose Corona-Tests

21.10 Uhr: Hamburgs Schulferien gehen kommende Woche zu Ende, viele Urlauber sind schon in die Hansestadt zurückgekehrt – und haben möglicherweise Corona mit im Gepäck. Um eine Virus-Ausbreitung in unserer Stadt zu verhindern, setzt der Senat jetzt auf neue Testzentren. Hier geht's zu vollständigen Meldung.

33 Neuinfektionen in einer Woche im Landkreis Dithmarschen

19.40 Uhr: Nach Angaben des Landkreises Dithmarschen ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche zuletzt um 33 neue Covid-19-Infektionen angestiegen – so viele wie sonst nirgends in Schleswig-Holstein. Dabei handele es sich vor allem um Reiserückkehrer aus dem Balkan und Skandinavien. Der überwiegende Teil der Neuinfektionen sei auf mehrere in Heide lebende Familien entfallen, die einen engen Kontakt miteinander pflegten. Es könne laut Landkreis nicht ausgeschlossen werden, dass die Zahlen weiter ansteigen werden. Auch der Grenzwert für Risikogebiete könnte erreicht beziehungsweise überschritten werden, dieser beträgt 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche – in Dithmarschen leben 133.000 Menschen. Träte dieser Fall ein, würde der Landkreis als Risikogebiet gelten und neue Auflagen könnten beschlossen werden.

Mecklenburg-Vorpommern meldet neue Corona-Fälle

16.47 Uhr: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat am Dienstag vier neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Sie traten in Schwerin, im Landkreis Ludwigslust-Parchim und zwei im Landkreis Vorpommern-Greifswald auf, wie das Amt in Rostock (16.00 Uhr) mitteilte. Sie stünden in keinem Zusammenhang mit in den vergangenen Tagen aufgetretenen Fällen.

Damit ist die Zahl der bisher landesweit registrierten Infektionsfälle auf 849 gestiegen. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. Als genesen gelten 786 der Infizierten. 120 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden. 

Land Schleswig-Holstein mit dringender Empfehlung an alle Reiserückkehrer

16.01 Uhr: Im Kampf gegen eine erneute Corona-Welle empfiehlt Schleswig-Holstein allen Reiserückkehrern aus dem Ausland, sich beim örtlichen Gesundheitsamt zu melden. Es sollte abgeklärt werden, ob weitere Maßnahmen erforderlich seien, heißt er zur Begründung in einem in zehn Sprachen erschienenen Informationsblatt. Die Kreise sollen diese Informationen auch auf ihren Homepages im Internet veröffentlichen. Derzeit werde die Umsetzung erweiterter Testmöglichkeiten für Reiserückkehrer mit den Beteiligten in Schleswig-Holstein wie den Gesundheitsämtern und Kreisen vorbereitet, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Dienstag in Kiel.

Rückkehrer aus Risikogebieten aus dem Ausland und dem Inland sind ohnehin verpflichtet, sich beim örtlichen Gesundheitsamte zu melden und 14 Tage in häusliche Quarantäne zu gehen – sofern sie keinen aktuellen negativen Coronatest gemacht haben. Wer sich nicht bei der Behörde meldet, muss mit bis zu 2000 Euro Bußgeld rechnen. Verstöße gegen die 14-tägige Quarantänepflicht können sogar mit bis zu 10.000 Euro Bußgeld geahndet werden.  

Infektpraxen für Kinder: Diese Standorte sind für Hamburg geplant

15.07 Uhr: Hamburger Kinderärzte wollen sich auf eine zunehmende Zahl von corona-erkrankten Kindern vorbereiten und sogenannte Infektpraxen einrichten. „Im Moment sind das Pläne für den Fall, dass eine zweite Welle kommt“, sagte Stefan Renz vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der NDR über die Pläne berichtet.

Bereits im April hatten einige Hamburger Arztpraxen ihren Normalbetrieb auf ein Minimum heruntergefahren, um schwerpunktmäßig Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion zu behandeln. Das Angebot richtete sich vor allem an Menschen, die keinen Hausarzt hatten oder deren Hausarzt die Behandlung infektiöser Patienten ablehnte.

Nach Angaben von Stefan Renz könnte es vier Infektpraxen im Norden, Osten, Süden und Westen der Stadt geben. Die Praxen könnten in der Nähe oder auf dem Gelände von Kinderkliniken sein. „Aus einer Kinderklinik kam schon die Anregung, einen Container auf das Gelände zu stellen“, sagte Renz.

Er geht davon aus, dass mit der bevorstehenden Öffnung von Kitas und Schulen die Virusinfektionen wieder zunehmen werden. In den Praxen fehle bei Fallzahlen von bis zu 100 Kindern am Tag die Möglichkeit zur Isolierung. „Der fahrende Notdienst kann das auch nicht leisten, also müssen wir die Kräfte bündeln“, sagte Renz. Mögliche neue Hotspots müssten in enger Zusammenarbeit mit der Gesundheitsbehörde und den Gesundheitsämtern frühzeitig entdeckt und konsequent verfolgt werden. 

So wird der Corona-Alltag an den Schulen nach den Ferien aussehen

14.53 Uhr: Endlich wieder ein Stück mehr Normalität an den Schulen. Das wird es ab August geben. Schüler können dann wieder im Klassenverband lernen – ohne Abstand zu halten und ohne Mundschutz. Es ist auch möglich, mit Jungen und Mädchen aus anderen Klassen in gemeinsamen Kursen zu lernen. Wie der Schultag ansonsten aussehen wird, lesen Sie hier.

Zwölf neue Corona-Fälle in Hamburg – drei in Pflegeheimen

13.13 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Hamburg ist seit Montag um 12 gestiegen. Unter den Fällen in den vergangenen Tagen seien auch drei einzelne Fälle aus drei Pflegeheimen gewesen, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag während der Landespressekonferenz in Hamburg. Es seien in diesem Bereich aber keine großen Ausbrüche zu verzeichnen.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5337 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.
In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge zehn Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Vier von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 230 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261.

Corona-Cornern: Auch Trinkverbote sind denkbar

13.03 Uhr: Hamburgs Ausgehviertel bekommen an diesem Wochenende ein Alkoholverkaufsverbot. Am Freitag, Sonnabend und Sonntag – jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr – dürfen Kioske, Supermärkte und Gastronomen keinen Alkohol Außer-Haus verkaufen. Sollte es dennoch zum Corona-Cornern kommen, weil Feierwütige sich Alkohol mitbringen, könnten in einem weiteren Schritt Betretungsverbote, Begrenzungen von Personenzahlen oder sogar Trinkverbote im öffentlichen Raum folgen, sagte Stefanie von Berg (Grüne), Bezirksamtsleiterin in Altona, im Rahmen der Landespressekonferenz. 

Hamburger Senat äußert sich zu neuen Corona-Regeln

12.30 Uhr: Corona-Cornern ist in Hamburg ein Problem. Und das will der Senat jetzt anpacken. Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) und Bezirkssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) stellen gleich im Rahmen der Landespressekonferenz rechtliche Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus in ausgewählten Quartieren vor. Auch die Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) und Stefanie von Berg (Grüne) nehmen teil und äußern sich zum Verbot des Außerhausverkaufs von alkoholischen Getränken. Die Konferenz wird hier live übertragen:

Weitere Bundesländer schränken Urlauber aus Bayern ein

11.35 Uhr: Urlauber aus dem bayerischen Landkreis Dingolfing-Landau dürfen nur noch mit Einschränkungen an weite Teile der deutschen Küste und nach Rheinland-Pfalz. Nach Schleswig-Holstein gelten auch in Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz Einschränkungen für Menschen aus dem Landkreis. Einreisende nach Mecklenburg-Vorpommern brauchen seit Dienstag einen negativen Coronatest. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein, wie eine Sprecherin des zuständigen Landesamtes sagte.

Eine entsprechende Verordnung in Rheinland-Pfalz schreibt unter anderem vor, dass Einreisende aus Risikogebieten im Inland verpflichtet sind, sich nach der Einreise auf direktem Wege in eine geeignete Unterkunft zu begeben und dort 14 Tage zu bleiben. Das Land selbst weise keine Risikogebiete aus, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Die Regierung von Schleswig-Holstein stufte den Dingolfing-Landau am Montag explizit als Risikogebiet ein. Urlauber aus dem Landkreis müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben und sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden, wenn sie ins Bundesland einreisen wollen. Ausgenommen davon sind Menschen mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in Dingolfing-Landau bei 191. Sie ist damit fast viermal so hoch wie der Grenzwert 50.

Niedersachsen: Mehr als 150 Millionen Euro für Corona-Schutz

10.49 Uhr: Seit Mitte März hat das Land Niedersachsen 68 Aufträge zur Beschaffung von Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung vergeben. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet, wurden für das Vorhaben mehr als 150 Millionen Euro investiert. Der Großteil der Lieferungen für Mundschutz-Masken und Desinfektionsmittel sei bereits erfolgt, wie ein Sprecher des Ministeriums mitteilte. Die Lage für Medizinprodukte habe sich laut Ministerium mittlerweile wieder beruhigt – nur Schutzkittel seien derzeit noch schwer zu bekommen.

19 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

9.43 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um 19 Fälle auf 3341 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Montagabend berichtet, stieg auch die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen um einen Fall auf 156. Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt acht an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Den stärksten Anstieg gab es zuletzt innerhalb eines Tages im Kreis Dithmarschen. Dort wurden acht neue Fälle gemeldet. Nach Angaben des Kreises vom Montag war dort die Zahl seit Mitte vergangener Woche um 28 neue Covid-19-Infektionen angestiegen. Dabei handele es sich vor allem um Reiserückkehrer sowie Ansteckungen im familiären Bereich. Der überwiegende Teil der Neuinfektionen sei auf mehrere in Dithmarschen lebende Familien entfallen, die einen engen Verbund miteinander pflegten.

Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die Gesamtzahl der Landesregierung mit ein.

Huren und Bordellbetreiber demonstrieren heute Abend auf St. Pauli

9.17 Uhr: Sexarbeiterinnen und Bordellbetreiber wollen am Dienstagabend (22 Uhr) auf St. Pauli erneut für eine Wiederzulassung der Prostitution unter strikten Hygieneregeln demonstrieren. Die Gruppe „Sexy Aufstand Reeperbahn“ hatte in den vergangenen Wochen bereits mit einer Demo und einem Tag der offenen Tür in der Herbertstraße auf das Los vieler Sexarbeiterinnen hingewiesen, die seit Beginn der Pandemie vielfach ohne Einkünfte seien, während andere körpernahe Dienstleistungen inzwischen wieder erlaubt sind. In einem eigenen Hygienekonzept hatten sie dargelegt, wie auch das Sexgeschäft ihrer Ansicht nach ohne größeres Infektionsrisiko stattfinden könne.

Hamburger Gastronomen warnen vor Pleitewelle in Streetfoodszene

7.14 Uhr: Hamburger Gastronomen warnen vor einer Pleitewelle in der Streetfoodszene. „Die Lage ist angespannt“, sagte Jochen Manske, Marketing- und Vertriebsleiter vom Hamburger Spielbudenplatz. Seit mehreren Jahren werden auf dem Platz in der Nähe der Reeperbahn die „Street Food Session“ und das „Food Truck Festival“ veranstaltet. Wegen Corona wurden die Veranstaltungen abgesagt. Manche Foodtruckbetreiber hätten wegen fehlender Einnahmen Arbeitslosengeld beantragen oder sich notgedrungen einen neuen Job suchen müssen. Wenn sich nicht bald etwas ändere, drohe eine Pleitewelle, warnte er.

Das Geschäftsmodell „Foodtruck“ beruhe auf Großveranstaltungen, Caterings und dem Geschäft zur Mittagszeit. „Durch Corona sind diese wichtigen Säulen stark beziehungsweise komplett weggebrochen“, so Manske. Durch die Corona-Lockerungen gebe es zwar schon wieder einige Aufträge - jedoch auf einem sehr niedrigen Niveau. „Das hätte im letzten Jahr niemand gemacht, das sind jetzt die kleinen Hoffnungsschimmer“, sagte er.

Manske hofft nun, dass einzelne Großveranstaltungen unter Auflagen wieder stattfinden können - und, dass die Menschen dann auch tatsächlich kommen.

Das waren die News am Montag, 27. Juli:

Schleswig-Holstein: Garg fordert zwei Coronatests

21.27 Uhr: Nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag ankündigte, dass Urlaubsrückkehrer aus Corona-Risikogebieten einen verpflichtenden und kostenlosen Coronatest machen sollen, gibt es nun Forderungen, nach denen die betroffenen Touristen den Test aus eigener Tasche bezahlen sollten. Das meint beispielsweise Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Gag (FDP). Wie das gehen soll? "Das kann man beispielsweise machen, indem die Kosten auf den Ticketpreis umgelegt werden. Oder wenn man pauschal verreist, dass man das über den Reisepreis auch mitabgeltet. Aber ich finde es schwierig, wenn diese Testkosten dauerhaft von der Allgemeinheit übernommen werden", sagte Garg am Montag.

Zudem sollen Reiserückkehrer künftig zwei Coronatests vorlegen: Einen bei Wiederankunft in Deutschland, dieser negativ ausgefallene Test dürfe nicht älter als 48 Stunden alt sein. Nach fünf Tagen prophylaktischer Quarantäne in Deutschland solle dann ein zweiter Test erfolgen.

Zwei neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

16.39 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 845 (Stand 15.29 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.
786 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 119 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Schleswig-Holstein Gourmet Festival soll trotz Corona stattfinden

16.23 Uhr: Mit leicht geändertem Programm wegen der Corona-Pandemie startet das Schleswig-Holstein Gourmet Festival in seine 34. Saison. Zwischen September 2020 und März 2021 werden wieder auf 35 Veranstaltungen 18 Trends setzende Gastköche und Gastköchinnen ihr Handwerk präsentieren. Darunter seien auch die Top-Köchinnen Sonja Frühsammer und Cornelia Poletto, teilten die Veranstalter von der Kooperation Gastliches Wikingland am Montag mit. Zum Auftakt am 27. September laden Sternekoch Lutz Niemann und mehrere Gastköche zur Auftaktgala ins Maritim Seehotel Timmendorfer Strand ein. Um nicht durch eine mögliche zweite Corona-Welle ab Mitte November gestoppt zu werden, wurden viele Termine in das neue Jahr 2021 verlegt.

Prideweek: CSD-Fahrrad-Demo in Hamburg kann mit 3000 Teilnehmern stattfinden

14.28 Uhr: Hamburg Pride e.V. hat am heutigen Montag die Genehmigung für die Fahrrad-Demo mit bis zu 3000 Teilnehmenden erhalten. Der Demonstrationszug soll sich rund um die Binnenalster in Blöcken mit 100 Personen aufstellen und am Samstag um 12 Uhr auf eine rund acht Kilometer lange Strecke durch St. Pauli und Altona starten, bevor er sich am Dammtorbahnhof wieder auflöst.

„Ich bin sehr froh, dass wir gemeinsam mit der Versammlungsbehörde und in Absprache mit der Gesundheitsbehörde einen Weg gefunden haben, Versammlungsfreiheit und Infektionsschutz in angemessener Weise in Einklang zu bringen“, erklärt Vereinsvorsitzender Stefan Mielchen.

Ein Hygienekonzept würde dafür sorgen, den Anforderungen unter Corona-Bedingungen gerecht zu werden.
Dazu gehören klare Abstands- und Hygieneregelungen, die vor Ort und online einsehbar sein sollen. Für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt eine dringende Empfehlung. Personen mit Atemwegserkrankungen oder Covid-19-Symptomen dürfen nicht an der Demo teilnehmen. Außerdem herrsche ein striktes Alkoholverbot.

„Corona stellt uns als CSD-Verein vor große Herausforderungen. Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir unter diesen besonderen Bedingungen tragen. Aber eine Demonstration ist kein Selbstzweck. Der CSD gehört auf die Straße, denn die politischen Ziele, für die wir weiterhin kämpfen müssen, sind mit Corona nicht verschwunden. Sie lassen sich nur erreichen, wenn wir weithin sichtbar sind und uns auch in Krisenzeiten für sie einsetzen“, sagt Stefan Mielchen. Weitere Details zum genauen Ablauf will Hamburg Pride e.V. im Laufe der Woche bekanntgeben.

Eine Aufnahme von einer Fahrrad-Demo von Fridays for Future.

Eine Aufnahme von einer Fahrrad-Demo von Fridays for Future.

Foto:

imago images / Jonas Walzberg

Hamburg: Zehn weitere Corona-Nachweise in Flüchtlingsunterkunft

14.07 Uhr: Die Zahl der mit Corona infizierten Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Wandsbek ist am Wochenende um 10 Personen gestiegen. Damit wurde bisher bei 17 der 277 Bewohner das Virus nachgewiesen. Die gesamte Einrichtung steht bereits seit Mitte vergangenen Woche unter Quarantäne. Insgesamt gab es nach Anhaben der Sozialbehörde in Hamburg in den zurückliegenden sieben Tagen insgesamt 86 Neuinfektionen. Das sind 4,8 pro 100 000 Einwohner. Ab einem Wert von 50 muss der Senat über erneute Einschränkungen beraten.

Weitere Corona-Fälle in Hamburg – auch Partygäste infiziert

11.29 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Hamburg ist am Montag um vier gestiegen. Damit blieb der Anstieg nach vier Tagen im zweistelligen Bereich wieder einstellig, wie der Senat mitteilte. Über das gesamte Wochenende gesehen kamen 36 neue Fälle hinzu.

Bei vieren davon handele es sich um die Besucher einer privaten Party, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich. Weitere Testergebnisse stünden noch aus. Auch die Testung aller Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Wandsbek, in der in der vergangenen Woche bereits sieben Menschen positiv getestet worden waren, habe weitere zehn positive Ergebnisse erbracht.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5325 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In den zurückliegenden sieben Tagen gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 86 Neuinfektionen. Das sind 4,8 pro 100.000 Einwohner. Das Infektionsgeschehen in Hamburg liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge mit Stand Freitag 25 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 230 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261.

Vier neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

9.58 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um vier Fälle auf 3322 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Sonntagabend berichtet, lag die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 155.

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt acht an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Schleswig-Holstein: Branche rechnet mit Aus jeder dritten Gaststätte

7.33 Uhr: Im Zuge der Corona-Krise droht nach Einschätzung des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) einem großen Teil der Restaurants und Gasthöfe in Schleswig-Holstein das Aus. „Wir befürchten, dass 30 Prozent aller Läden aufgeben“, sagte Verbandspräsident Axel Strehl. Insgesamt gebe es im Land zwischen 3500 und 4000 Gasthöfe und Restaurants.

Wegen des Ausbruchs der Pandemie waren die Betriebe im nördlichsten Bundesland zwischen Mitte März und Mitte Mai komplett geschlossen. Bei der Bewirtung ihrer Gäste müssen die Betreiber seit Wiederöffnung für die Einhaltung der Abstandsregeln sorgen und die Kontaktdaten der Besucher erfassen.

Die Läden an den Tourismus-Hotspots an Nord- und Ostsee liefen trotz der Corona-Einschränkungen gut, sagte Strehl. „Die Gäste sind eben da.“ Alle Betriebe, die mit Geschäfts-Hotellerie, Tagungen und Seminaren zu tun hätten, lägen dagegen am Boden. „Da ist fast nix.“

Ähnlich große Probleme gebe es im Binnenland für die klassischen Landgasthöfe, sagte Strehl. „Die Familienfeiern finden nicht statt, weil die Leute teilweise Angst haben.“ Andere wollten feiern, fürchteten aber das Fernbleiben ihrer Gäste. Feiern mit Tanz seien noch nicht möglich.

Das waren die News am 26. Juli:

Polizei trennt Sex-Arbeiterinnen und Freier

20.41 Uhr: In Hannovers Steintorviertel musste die Polizei am Wochenende 53 Platzverweise aussprechen. Außerdem wurden elf Verfahren wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Diese richteten sich auch gegen Sex-Arbeiterinnen, die dabei beobachtet worden waren, wie sie zu Kunden ins Auto stiegen. Die Polizei musste einschreiten und das Zustandekommen der Geschäfte zwischen den Freiern und den Sex-Arbeiterinnen verhindern. In Niedersachsen ist Prostitution wegen der Corona-Krise ebenso verboten wie in anderen Bundesländern

Keine neuen Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern – zwei Feiern aufgelöst

18.02 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Wochenende keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Die Gesamtzahl der festgestellten Infektionen blieb damit unverändert bei 843, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Sonntag in Rostock mitteilte. Davon gelten 786 Personen als zwischenzeitlich genesen. 20 Menschen sind im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Im Nordosten liegt die wichtige Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner, die sogenannte Inzidenz, nunmehr bei 52.

Unterdessen wurden am Sonnabend gleich zwei Feiern im Landkreis Ludwigslust-Parchim wegen Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen aufgelöst werden. Wie die Polizei mitteilte, hatten zwei 23-Jährige im Ort Krenzliner Hütte eine Geburtstagsfeier mit bis zu 200 Teilnehmern organisiert. Die zweite Party war in einer Diskothek in Spornitz ebenfalls als Geburtstag deklariert worden. 60 meist Minderjährige versammelten sich trotz vorab erteilten Verbot der Polizei.

Spezielle Infektpraxen: Hamburgs Kinderärzte bereiten sich auf Ansturm vor

16.31 Uhr: Wenn die Corona-Infektionszahlen wieder deutlich steigen, sollen sich in Hamburg spezielle Infektpraxen um erkrankte Kinder kümmern. Das berichtet NDR 90,3.

„Wir haben versucht, ein Konzept zu erarbeiten, was uns im Moment tragfähig erscheint“, erklärte Stefan Renz vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte gegenüber dem Sender. So wolle man versuchen, Verwaltungsaufwand und Fallzahlen so gering wie möglich zu halten.

Kinderärzte rechnen bundesweit laut NDR 90,3 in der zweiten Jahreshälfte mit einer Belastungsprobe: Eltern könnten schon bei einem Schnupfen abklären wollen, ob das Kind mit dem Coronavirus infiziert sei – auch vor dem Hintergrund, dass Kitas und Schulen wieder zum Normalbetrieb übergehen.

Sieben neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

15.03 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um sieben Fälle auf 3318 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage berichtet, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 155. Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt sieben an Covid-19 Erkrankte behandelt. 

Hamburg: Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter im zweistelligen Bereich

11.22 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen bleibt in Hamburg auch den vierten Tag in Folge im zweistelligen Bereich. Seit Sonnabend kamen 19 neue Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 5321 Hamburgerinnen und Hamburger positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In den zurückliegenden sieben Tagen gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 65 Neuinfektionen. Das sind 4,6 pro 100.000 Einwohner. Das Infektionsgeschehen in Hamburg liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge mit Stand Freitag 25 Menschen mit dem Coronavirus behandelt - zwei mehr als am Vortag -, sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen - das ist einer mehr als am Donnerstag.
Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 230 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261.

Hamburgs „härteste Kneipe“ hat jetzt wieder geöffnet

11.10 Uhr: Hamburgs „härteste Kneipe“, der Elbschlosskeller auf St. Pauli, hat nach gut viermonatiger Corona-Zwangspause wieder geöffnet. „Es ist soweit! Wir haben geöffnet...“, schrieb Wirt Daniel Schmidt auf Facebook. Die Kiez-Kneipe am Hamburger Berg war vor der Pandemie nie geschlossen, stand seinen Gästen 70 Jahre rund um die Uhr zur Verfügung. Wirt Schmidt musste deshalb Mitte März erst einmal ein neues Schloss einbauen lassen, da der Schlüssel für das alte, nie genutzte Schloss nicht mehr aufzufinden war.

„Der „Keller“ ist mein zweites Zuhause. Ich bin so froh, wieder hier sein zu können!“, sagte Türsteherin Bine der „Bild“-Zeitung (Samstag). Sie kümmere sich jetzt darum, dass entsprechend der Corona-Auflagen nicht mehr als 40 Gäste gleichzeitig in der Kneipe seien. Auch herrsche ein Tanzverbot, Plastik-Trennwände sollen eine Corona-Infektion der Gäste möglichst verhindern.

Auch „Spinne“, dem Bericht zufolge seit 25 Jahren Stammgast, freute sich über die Wiedereröffnung. Bis dahin habe er seine Zeit „gegenüber im „Goldenen Handschuh““ verbracht - eine ähnlich bekannte Kneipe wie der „Elbschlosskeller“. In dem vom Hamburger Filmemacher Fatih Akin verfilmten Buch „Der goldene Handschuh“ beschreibt Autor Heinz Strunk das Leben des Serienmörders Honka, der in den 70er Jahren in Hamburg vier Frauen tötete - und im „Goldenen Handschuh“ Stammgast war.

Während des Lockdowns hatte sich „Elbschlosskeller“-Wirt Schmidt stark für Obdachlose eingesetzt. Unter dem Motto „Wer, wenn nicht wir“ hatte er die Kultkneipe kurzerhand in eine Suppenküche und Kleiderkammer für Obdachlose verwandelt. „Die Schwächsten in unserer Gesellschaft bekommen derzeit nicht die Hilfe, die sie brauchen“, begründete er damals sein Engagement.

Hamburgs Hochschulen planen Wintersemester im „Hybridbetrieb“

08.47 Uhr: Im kommenden Wintersemester sollen an den Hamburger Hochschulen wieder Vorlesungen und Seminare stattfinden - sofern es die Corona-Hygieneregeln erlauben. „Die Universität Hamburg wird den Betrieb als sogenanntes Hybridsemester aufnehmen“, erklärte die Sprecherin des Hochschulpräsidenten, Claudia Sewig. Wegen der Abstandsgebote seien die räumlichen Kapazitäten erheblich eingeschränkt. Im Audimax, dem größten Hörsaal der Universität, könnten statt 1654 Studierende nur weniger als 200 Platz finden. Der offizielle Semesterbeginn wurde von den Kultusministern um zwei Wochen auf Anfang November verschoben.

Die Technische Universität in Harburg (TUHH) will alle Lehrveranstaltungen mit mehr als 25 Teilnehmern weiterhin digital anbieten. Ausgenommen seien Praktika und Labor-Veranstaltungen, teilte die Pressestelle der TUHH mit. Nicht-technische Angebote wie Sprachkurse sollen ausschließlich im virtuellen Raum stattfinden. Im Präsenzbetrieb will die Hochschule ihre Erstsemester bevorzugen, um sie beim Einstieg in das Studium besser zu begleiten.

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) hat ebenfalls besonders die Erstsemester im Blick - und die Zweitsemester. Denn letztere hätten bislang nur eine Woche Normalbetrieb erlebt, und zwar vor dem Lockdown im März, sagte HAW-Vizepräsidentin Prof. Monika Bessenrodt-Weberpals. „Wir wissen, wie wichtig der Einstieg ins Erstsemester ist.“ Den Studienanfängern müsse vermittelt werden, wie sie selbst lernen könnten. Sie müssten digital fit gemacht werden. Aber auch in den Bibliotheken müssten sie sich auskennen. Die Hochschule plant „Hybridveranstaltungen“, bei denen sich die realen und virtuellen Teilnehmer abwechseln.

Weit entfernt von einem normalen Betrieb ist die Hochschule für Musik und Theater an der Außenalster. Szenische Darstellungen und Musikproben können nur unter strengen Auflagen standfinden. Wer mit einem Instrument üben müsse, könne dies nur zwei Stunden pro Tag tun, sagte ein Mitarbeiter des Hochschulpräsidenten. Der Raum muss vorgebucht und nach dem Üben eine halbe Stunde lang gelüftet und gereinigt werden. Klaviertasten sind zu desinfizieren. Besonders schmerzlich ist das Publikumsverbot. „Das Problem ist: Unsere Hochschule lebt von Veranstaltungen“, sagte der Mitarbeiter. Normalerweise gebe es im Jahr mehr als 300 Konzerte, Aufführungen und Symposien. „Wir haben keine Idee, wann das wieder möglich sein wird.“

Die Ungewissheit macht auch den anderen Hochschulen zu schaffen. Es bestehe natürlich der Wunsch, zum normalen Campusleben zurückzukehren, hieß es. Doch das hängt von der Entwicklung der Pandemie ab. „Sollte sich hier die Situation in 2021 nicht ändern, wird sich die Universität unter Umständen neu erfinden müssen“, sagte Sewig.

Das waren die News am 25. Juli:

Keine neue Corona-Infektion in Mecklenburg-Vorpommern

18.24 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonnabend kein neuer Corona-Fall registriert worden. Damit blieb die Gesamtzahl der festgestellten Infektionen mit dem Coronavirus bei 843, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Davon gelten 786 Personen als zwischenzeitlich genesen. 20 Menschen sind im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. In Meck-Pomm liegt die wichtige Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner, die sogenannte Inzidenz, nun bei 52.

Ohne Masken und Abstand: Dichtes Gedränge an den Landungsbrücken

15.31 Uhr: An den Landungsbrücken herrschte am Samstagmittag dichtes Gedränge (siehe Artikelbild). Hunderte Menschen scharten sich an der Anlegestelle der Hamburger Fährlinien, viele davon hielten sich weder an die vorgeschriebenen Abstandsregeln, noch trugen sie eine Maske. Entsprechend voll waren dann auch die Fähren, die Richtung Finkenwerder starteten. Immerhin: Einmal an Bord, hielten sich die Menschen dann überwiegend an die vom HVV vorgegebene Maskenpflicht.

Wegen Maskenpflicht: Drei Personen auf Rügen rasten aus

12.05 Uhr: Auf einem Erlebnis-Bauernhof auf Rügen sind am Donnerstag wohl drei Personen ausgerastet, nachdem ihnen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nahegelegt wurde. Diverse Mitarbeiter wurden beleidigt, bespuckt und getreten. Mehr Infos lesen Sie hier.

So wirken die Party-Hotspots Beschränkungen in Lübeck

11.45 Uhr: Nachdem auch an Lübecker Party-Hotspots der Corona-Mindestabstand, nicht eingehalten wurden, hatte die Stadt Zugangsbeschränkungen für den Drehbrückenplatz sowie die Clemensstraße verhängt. Ab Freitagabend um 22 Uhr bis Samstagmorgen um 6 Uhr ließ die Polizei Lübeck am Drehbrückenplatz nur 100 Menschen, in der Clemensstraße nur 55 Feiernde zu. Wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten, sei die zugelassene Höchstanzahl von Personen nicht überschritten worden. Bis auf einige kleine Auseinandersetzungen unter den Feiernden sei alles ruhig geblieben.

Hamburg meldet 13 Corona-Neuinfektionen

11.08 Uhr: Nachdem Hamburg am Freitag 16 Neuinfektionen mit dem Coronavirus vermeldet hatte, ging die Zahl am Samstag leicht runter: Die Gesundheitsbehörde meldete 13 Neuinfektionen. Am Donnerstag waren 24 neue Infektionen bekanntgegeben worden. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Hamburg 5303 Menschen in der Hansestadt mit dem Virus angesteckt, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In der zurückliegenden Woche gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 65 Neuinfektionen. Das sind 3,6 pro 100.000 Einwohner. In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge am Freitag 25 Menschen mit dem Coronavirus behandelt - zwei mehr als am Vortag -, sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen - das ist einer mehr als am Donnerstag.

Bei der Zahl der Todesopfer gab es keine Veränderungen: Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 230 Menschen an Covid-19, die letzten beiden Todesfälle in Hamburg gab es am 27. Juni. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt unverändert auf 261.

13 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

10.45 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um 13 Fälle auf 3311 erhöht. Wie die Landesregierung mit Stand Freitagabend berichtet, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 155. Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt sieben an Covid-19 Erkrankte behandelt. Auch in Hamburg hatte es an den beiden vergangenen Tagen mit 24 und 16 Neuinfektionen deutlich mehr neue Fälle gegeben als in den vergangenen Wochen.

Sozialsenatorin warnt: „Sorglosigkeit ist nicht gut“

10.33 Uhr: Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat erneut vor einer Missachtung der Corona-Auflagen in den Szene- und Feiervierteln der Stadt gewarnt. Mit Blick auf die teils dicht gedrängten Menschen in der Schanze oder auf dem Kiez sagte sie in einem Interview des „Hamburger Abendblatts“ (Samstag): „Diese Sorglosigkeit ist nicht gut. Die Menschen nehmen in Kauf, nicht nur sich, sondern auch andere zu gefährden.“ Das sei unsolidarisch. „Es gibt Menschen, die wegen der Auflagen vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, und es gibt andere Menschen, die diese Auflagen nicht ernst nehmen.“

Nachdem bislang nur zeitlich eng begrenzt einzelnen Kiosken und Gaststätten ein Alkoholverkauf untersagt wurde, um zu große Menschenansammlungen zu verhindern, drohen inzwischen härtere Maßnahmen. „Das heißt zum Beispiel, Alkoholverkaufsverbote durchzusetzen – entweder im Einzelfall oder per Allgemeinverfügung für ganze Straßenzüge“, sagte die Senatorin.

Schleswig-Holstein: Bildungsministerin setzt auf Loyalität der Lehrer

9.02 Uhr: Bildungsministerin Karin Prien (CDU) erwartet zum Schulstart in Schleswig-Holstein am 10. August keine Welle von Lehrer-Krankschreibungen. „Ich vertraue auf die Loyalität der Lehrkräfte und gehe davon aus, dass sie ihre Pflicht erfüllen“, sagte Prien der Deutschen Presse-Agentur. Die Gewerkschaft GEW hatte kritisiert, dass nur 32 von 780 Lehrern, die ärztliche Atteste als zu Corona-Risikogruppen zugehörig vorgelegt hatten, vom Präsenzunterricht befreit werden. Die meisten Atteste sind laut GEW von der Arbeitsmedizinerin des Ministeriums als hinreichender Grund nicht akzeptiert worden.

Mit dem Schulstart soll es wieder regulären Unterricht geben – aber unter Corona-Bedingungen. An den Grundschulen soll im Klassenverband unterrichtet werden, an den weiterführenden Schulen ist soviel Unterricht wie möglich in kleinen Gruppen vorgesehen.

Das waren die News vom 24. Juli

Hamburger Virologe warnt: Neuinfektions-Rate ist „kritisches Signal“

21.12 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen wieder. Deutschlandweit meldete das Robert-Koch-Institut am Donnerstag mit 815 Fällen den höchsten Wert seit Mitte Mai. Doch eins fehlt – ein zentraler Ausbruchsherd. Die steigende Zahl der Positivtests und die Verbreitung der Neuinfektionen sei ein kritisches Signal, erklärt der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin gegenüber „Spiegel Online“. Der zentrale Herd fehle, es gebe eher einen allgemeinen Anstieg in der Fläche. „Die Infektionsketten sind damit schwieriger nachvollziehbar und nicht so leicht zu unterbrechen.“ Doch der Virologe beruhigt: „Wir sind noch längst nicht in einem Bereich, wo die Gesundheitsämter die Nachverfolgung nicht mehr hinbekommen würden.“ Die Ursache der erneuten Ausbreitung ist noch nicht klar, tatsächlich wurde das Coronavirus in manchen Bundesländern vermehrt bei Reiserückkehrern entdeckt.

Falls der Effekt tatsächlich an den Reiserückkehrern liegen sollte spricht sich Schmidt-Chanasit für gezielte Gegenmaßnahmen aus, wie etwa Kontrollen an Flughäfen. Die Gesundheitsminister aus Bund und Ländern hatten sich darauf verständigt, dass Reisende aus Risikogebieten künftig unmittelbar getestet werden. Auch am Hamburg Airport soll eine Corona-Teststation entstehen.

Sechs Corona-Infektionen im LKA Mecklenburg-Vorpommern

18.03 Uhr: Beim Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern sind sechs Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Bekanntwerden des ersten Falls am Dienstag seien die Kontaktpersonen des Betroffenen im LKA ermittelt und die Hygienepläne im Haus verschärft worden, teilte das Landeskriminalamt am Freitag an seinem Sitz in Rampe bei Schwerin mit. Bei weiteren Tests im näheren beruflichen Umfeld des Mannes seien dann fünf weitere Kolleginnen und Kollegen positiv getestet worden. Am Freitag seien weitere Tests vorgenommen worden, deren Ergebnisse noch ausstehen.

17 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

17.21 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag 17 neue Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Infektionen auf 843, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Davon gelten 786 Personen als zwischenzeitlich genesen. 20 Menschen sind im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Zehn der neuen Fälle betreffen Crew-Mitglieder der „Aida“-Kreuzfahrtflotte. Sie waren am Mittwoch mit Charter-Flugzeugen aus Asien in Laage eingetroffen.

Sieben neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

15.32 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem Coronavirus um sieben Fälle auf 3299 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Donnerstagabend berichtet, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 155. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt sieben an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Kostenlose Corona-Tests für alle Lehrer

14.17 Uhr Nach Schulbeginn können sich alle Hamburger Lehrkräfte und die weiteren Beschäftigten der Schulen außerhalb ihrer Dienstzeit kostenlos auf Corona testen lassen. Schulbehörde und Kassenärztliche Vereinigung (KV) haben jetzt einen entsprechenden Vertrag unterschrieben.

Darin heißt es, dass die Lehrkräfte und alle weiteren Beschäftigten der Schulen die Möglichkeit haben, sich „auch mehrfach auf das Coronavirus testen zu lassen, ohne dass ein konkreter Verdacht vorliegt beziehungsweise die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts erfüllt sind.“ Das Angebot ist für alle freiwillig und kann bei einem niedergelassenen Arzt durchgeführt werden.

16 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

13.13 Uhr: In Hamburg sind seit Donnerstag 16 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 5290 Menschen in der Hansestadt mit dem Virus angesteckt, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden. Am Donnerstag waren 24 neue Fälle für Hamburg gemeldet worden. 

Zehn Crew-Mitglieder von „Aida“ positiv auf Corona getestet

13.00 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Mecklenburg-Vorpommern hat am Freitag stark zugenommen. Davon ist auch das Kreuzfahrt-Unternehmen „Aida“ betroffen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte, sind zehn der insgesamt 750 Besatzungsmitglieder, die am Mittwoch aus Asien in Laage angekommen waren, positiv auf das Virus getestet worden.

„Aida“ hatte vor der geplanten Betriebswiederaufnahme der „AIDAmar“ und „AIDAblu“ Crew-Mitglieder präventiv testen lassen. Der Passagierverkehr hat noch nicht begonnen. Die betroffenen Mitarbeiter befinden sich in strenger Einzelisolation an Bord, hieß es.

Experte fordert: Mehrwertsteuer dauerhaft auf 16 Prozent senken!

12.30 Uhr Der Landesvorsitzende der CDU Hamburg, .Roland Heintze, fordert, die bis Jahresende geltende Mehrwertsteuersenkung beim regulären Steuersatz von 19 auf 16 Prozent dauerhaft beizubehalten. Damit soll die Konjunktur nachhaltig gestärkt und die von Experten erwartete Insolvenzwelle verhindert werden, wenn ab Ende September die Insolvenzmeldepflicht wieder gilt.

Beschäftigte im Gesundheitswesen besonders oft von Corona-Krankschreibungen betroffen

11.50 Uhr Beschäftigte in Gesundheitsberufen waren in Hamburg in der Lockdown-Phase von März bis Mai 2020 stark von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Das hat eine aktuelle Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK-Versicherten in Hamburg ergeben. Demnach fehlten in diesem Zeitraum vor allem Beschäftigte in der Alten- und Krankenpflege sehr häufig im Zusammenhang mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz.

In der gesamten Betrachtung waren Frauen (0,57 Prozent) stärker betroffen als Männer (0,43 Prozent).  Unter den jüngeren Beschäftigten von 20 bis 29 Jahren ist der prozentuale Anteil der Betroffenen mit Bezug zu Covid-19 am niedrigsten (0,41 Prozent), bei den Erwerbstätigen in der Altersgruppe „60 plus“ mit 0,75 Prozent am höchsten.

Hamburger Lehrern drohen hohe Bußgelder nach Urlaub in Corona-Risikogebieten

8.49 Uhr In einem Rundschreiben des Hamburger Personalamts, über das das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, heißt es, dass sich alle Beschäftigten der Stadt Hamburg nach einem Urlaub in einem Risikogebiet in eine 14-tägige Quarantäne begeben müssen. Vor allem für Lehrer könnte das schwere Folgen haben: Sie müssen „mit arbeits- und dienstrechtlichen Konsequenzen rechnen“, sollten sie auf Grund einer Quarantäne nicht rechtzeitig ihren Dienst antreten können. Zudem würden hohe Bußgelder bis zu 10.000 Euro fällig, sollten sie nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet wieder direkt anfangen zu arbeiten. Wenn sie Besuch in ihrer Heimisolation empfangen würden, müssten sie laut Rundschreiben 5.000 Euro Strafe zahlen.

Das waren die News vom 23. Juli

Tönnies-Skandal: Forscher finden möglichen Corona-Superspreader

21.24 Uhr: Ein Mitarbeiter in der Rinderzerlegung bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Nordrhein-Westfalen) soll das Coronavirus in der Firma verteilt haben. Dies haben Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI), der Uniklinik Hamburg-Eppendorf und des Leibniz-Instituts für Experimentelle Virologie (HPI) herausgefunden. Dabei wurde das Virus nach dem Forschungsergebnis auf mehrere Menschen im Umkreis von mehr als acht Metern übertragen, wie das HZI am Donnerstag mitteilte. Dazu wurden die Standorte der Arbeiter bei der Arbeit und die Infektionsketten anhand von Virussequenzen analysiert.

Neue Studie: Hunde erschnüffeln Corona-Infektionen

19.34 Uhr: Hunde können Corona-Infektionen erschnüffeln. Das sagt zumindest eine neue Studie der Tierärztlichen Hochschule in Hannover. „Die Hunde mussten lediglich eine Woche trainiert werden, um zwischen Proben von Sars-CoV-2-infizierten Patienten und nicht infizierten Kontrollen zu unterscheiden“, teilte die Stiftung am Donnerstag mit. „Die Methode könnte in öffentlichen Bereichen wie Flughäfen, bei Sportveranstaltungen, an Grenzen oder anderen Massenveranstaltungen als Ergänzung zu Laboruntersuchungen eingesetzt werden, um eine weitere Verbreitung des Virus oder Ausbrüche zu verhindern“, hieß es weiter.

Das Team um Holger Andreas Volk von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, zu dem unter anderem Mitarbeiter der Medizinischen Hochschule Hannover und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zählten, testete acht spezialisierte Spürhunde der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr in Ulmen in Rheinland-Pfalz.

Mecklenburg-Vorpommern: Corona-Infektion steigen deutlich

17.47 Uhr: Auch in Mecklenburg-Vorpommern steigen die Corona-Zahlen wieder verhältnismäßig stark. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen betrug am Donnerstag elf. Einen so starken Anstieg hatte es zuletzt Ende April gegeben. Damit sind laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) seit Beginn der Pandemie Anfang März in Mecklenburg-Vorpommern 826 Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden. 20 Menschen sind bislang im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Hamburg erfasst Urlauber-Daten: Hohe Bußgelder bei Corona-Verstößen

16.11 Uhr: Das Hamburger Gesundheitsamt erfasst Daten von Reiserückkehrern aus Corona-Risikogebieten. „Menschen, die mit dem Flugzeug aus einem Risiko-Gebiet hier ankommen, müssen auch damit rechnen, dass dem Gesundheitsamt alle Reisedaten übermittelt werden“, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Sozialbehörde der Nachrichtenagentur dpa. „Man muss also auch damit rechnen, Besuch vom Gesundheitsamt zu bekommen.“

Alle Hamburgerinnen und Hamburger, die aus einem vom Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet eingestuften Land zurückkehren und keinen negativen Corona-Test vorweisen können, müssen sich sofort beim zuständigen Gesundheitsamt melden und in eine zweiwöchige Isolation begeben. Wer sich nicht daran hält, kann mit hohen Bußgeldern rechnen. Zwischen 500 und 10.000 Euro würden fällig, wenn die Quarantäne nicht eingehalten werde, so Helfrich.

Auf der RKI-Liste der Risikogebiete befinden sich auch beliebte Urlaubsländer wie die Türkei, Ägypten oder die USA. Wer dorthin reise, müsse auch die Quarantänezeit in seine Planungen einbeziehen. Entsprechende Hinweise des Personalamts seien auch an die Beschäftigten der Stadt gegangen, sagte Helfrich. „Für eine zweiwöchige Reise in ein Risikogebiet sollten also vier Wochen Urlaub genommen werden.“

Hamburg: Corona-Fälle in Flüchtlingsunterkunft: 277 Personen in Quarantäne

14.56 Uhr: In einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft in der Walddörferstraße müssen sich 277 Personen in Quarantäne begeben. Zuvor wurden sieben Bewohner positiv auf Corona getestet. Um die Ausbreitung zu vermeiden, verhängte das Gesundheitsamt für alle Bewohner eine zweiwöchige Quarantäne.

Die Flüchtlingsunterkunft in der Walddörferstraße steht unter Quarantäne.

Die Flüchtlingsunterkunft in der Walddörferstraße steht unter Quarantäne. 

Derzeit werde geprüft, wie viele Personen über die bestätigten Fälle hinaus betroffen sind, teilte die Stadt mit. Sobald die Testergebnisse der weiteren Bewohner vorliegen, werde das weitere Verfahren entschieden, hieß es.

Wenn nötig, verfügt die Stadt über weitere Kapazitäten zur Unterbringung positiv getesteter Personen

Deutlich mehr Corona-Neuinfektionen in Hamburg

11.35 Uhr: In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen so deutlich wie lange nicht mehr gestiegen. Seit Mittwoch seien 24 weitere bestätigte Fälle hinzugekommen, teilte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mit. Dies sei vor allem auf Reiserückkehrer zurückzuführen, teilte die Gesundheitsbehörde auf eine Nachfrage bei Twitter mit.

Damit liegt die Zahl der insgesamt seit Ausbruch der Pandemie in der Stadt positiv getesteten Menschen bei 5274. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In der zurückliegenden Woche gab es demnach insgesamt 46 Neuinfektionen. Das sind 2,6 pro 100.000 Einwohner – mehr als doppelt so viel wie am Vortag. Dennoch liegt das Infektionsgeschehen in Hamburg auch weiterhin weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge 21 Menschen mit dem Coronavirus behandelt - drei mehr als noch am Vortag -, sieben von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Bei der Zahl der Todesopfer gab es keine Veränderungen: Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 230 Menschen an Covid-19 - einer weniger als bisher vom Institut genannt. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt unverändert auf 261. 

Zuletzt gab es am 15. Mai 36 Neu-Infektionen. Danach wurden nie mehr als 11 Neuinfektionen (20. Mai) gemeldet. Am 4. und am 27. Juni wurden jeweils zehn Neuinfektionen gemeldet.

Pinneberger Pflegekraft in Türkei zwei Mal auf Corona getestet

11.05 Uhr: Eine türkischstämmige Pflegekraft aus dem Kreis Pinneberg ist bei einem Familienbesuch in der Türkei zwei Mal auf Corona getestet worden. Der erste Test sei positiv gewesen, der zweite negativ, sagte ein Sprecher des Kreises Pinneberg am Donnerstag.

Die Frau werde nach ihrer Rückkehr vorsorglich ein drittes Mal auf Corona getestet, bevor sie wieder als Pflegekraft arbeiten könne. Seit dem 1. Juli haben sich dem Sprecher zufolge beim Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg 234 Reiserückkehrer aus Risikogebieten gemeldet.

In Pinneberg wurde am Mittwoch zudem die Corona-Infektion eines Ehepaares bekannt. Hierbei handelt es sich nicht um Reiserückkehrer. Die Gesamtzahl aller bisher nachgewiesenen Infizierten im Kreis stieg damit auf 624. In den vergangenen sieben Tagen sind somit 15 neue Infektionen aufgetreten, die kritische Grenze für den Kreis Pinneberg für mögliche neue Corona-Beschränkungen liegt bei 157 Erkrankungen.

Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland sollen künftig unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Auf diese Linie verständigten sich die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern nach Angaben des Vorsitzlandes Berlin am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz, ohne zunächst einen formalen Beschluss zu fällen.
Am Freitag wollen sich die Minister erneut zusammenschalten, um weitere Details zum Umgang mit Reiserückkehrern zu besprechen und ein Gesamtpaket dann auch zu beschließen. Eine Rolle dabei dürften Finanzierungsfragen spielen. Die Tests sollen verpflichtend sein.

14 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

10.23 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem  Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um 14 Fälle auf 3292 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Mittwochabend berichtet, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 155. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt. 

Tausende Hamburger Studenten stellen Antrag auf Corona-Hilfe

8.58 Uhr: Die Corona-Pandemie stellt auch Hamburgs Studierende vor große Probleme. Unter anderem wegen weggebrochener Studentenjobs haben sie inzwischen mehr als 4500 Anträge auf Nothilfe gestellt.

Hamburgs Studierende haben nach Angaben des Studierendenwerks wegen der Corona-Pandemie seit Mitte Juni mehr als 4500 Anträge auf Überbrückungshilfe gestellt. Davon sind bis zum 20. Juli insgesamt 1273 Anträge bewilligt und 730 abgelehnt worden, wie das Studierendenwerk Hamburg mitteilte. Mehr als die Hälfte der Anträge waren demnach noch in Bearbeitung, in 128 Fällen forderten die Sachbearbeiter weitere Informationen an.

Studenten, die wegen der Corona-Krise finanzielle Probleme haben, können die Nothilfe online beantragen. Betroffene, denen in der Krise beispielsweise der Studentenjob weggebrochen ist, können bis zu 500 Euro pro Monat bekommen. Gezahlt wird die Hilfe für maximal drei Monate (Juni, Juli, August). Der Antrag muss jeden Monat neu gestellt werden. Die Gelder müssen nicht zurückgezahlt werden.

Grund für die Ablehnung eines Antrags könne zum Beispiel sein, dass die Notlage des Studenten nicht pandemiebedingt, sondern eine dauerhafte Unterfinanzierung sei, hieß es. Abgelehnt werden kann der Antrag auch dann, wenn das Girokonto zwar fast leer ist, sich aber noch Geld auf dem Sparkonto befindet. „Die Gründe sind vielfältig und individuell zu betrachten“, erklärte das Studierendenwerk.

Der Geschäftsführer des Hamburger Studierendenwerks, Jürgen Allemeyer, befürchtet bereits, dass das vorhandene Budget zu knapp bemessen ist. „Wenn die jetzigen Antragsteller alle berechtigt sind, den Zuschuss zu erhalten, und weiterhin Anträge bei uns eingehen, ist zu befürchten, dass das vom Bundesministerium zur Verfügung gestellte Budget möglicherweise nicht ausreichen wird“, sagte er. Allemeyer erwarte deshalb vom Bund, dass dieser das Budget bei Bedarf aufstockt.

Das waren die News am 22. Juli:

Bremen: Corona-Ausbruch in Klinik

19.15 Uhr: Im Bremer Rotes Kreuz Krankenhaus sind 12 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie das Regionalmagazin „buten un binnen“ unter Berufung auf die örtliche Gesundheitsbehörde berichtet, soll es sich um acht Patienten und vier Mitarbeiter handeln. Die Mitarbeiter befänden sich in häuslicher Quarantäne, die Patienten auf einer eigens eingerichteten Quarantäne-Station. Die Chirurgie und die Innere Medizin des Krankenhauses sollen bis Ende Juli keine weiteren Patienten aufnehmen, so das Magazin weiter. Alle 700 Mitarbeiter der Klinik sollen nun auf Corona getestet werden.

Urlauberin kommt infiziert aus der Türkei zurück – Quarantäne

18.12 Uhr: Eine Frau aus dem Kreis Pinneberg ist von einer Türkeireise coronainfiziert zurückgekehrt. Ob es sich um eine Urlauberin oder einen Familienbesuch gehandelt habe, konnte ein Sprecher des Kreises Pinneberg am Mittwoch nicht sagen. Die Frau befinde sich in Quarantäne, wie dies für Rückkehrer aus Risikogebieten ohnehin vorgeschrieben sei, wenn sie keinen negativen Corona-Test gemacht haben. Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich zudem beim örtlichen Gesundheitsamt melden. Seit dem 1. Juli haben sich dem Sprecher zufolge beim Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg 234 Reiserückkehrer aus Risikogebieten gemeldet.

In Pinneberg wurde am Mittwoch zudem die Corona-Infektion eines Ehepaares bekannt. Hierbei handelt es sich nicht um Reiserückkehrer. Die Gesamtzahl aller bisher nachgewiesenen Infizierten im Kreis stieg damit auf 624. In den vergangenen sieben Tagen sind somit 15 neue Infektionen aufgetreten, die kritische Grenze für den Kreis Pinneberg für mögliche neue Corona-Beschränkungen liegt bei 157 Erkrankungen.

Vier neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

16.39 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch vier neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Infektionen auf 815, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Davon gelten 785 Personen als zwischenzeitlich genesen. 20 Menschen sind im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die am Mittwoch bekannt gewordenen Fälle stammen aus Schwerin und dem Kreis Ludwigslust-Parchim.

Corona-Ausbruch in Kieler Bahnhofs-Imbiss: 400 Gäste kontaktiert

13.04 Uhr: Nach den sechs Corona-Fällen in der Belegschaft eines Kieler Imbisses (siehe Eintrag von gestern, 21.23 Uhr) sind auch die übrigen der 15 Beschäftigten auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Ergebnisse werden voraussichtlich am Donnerstag vorliegen, wie eine Sprecherin der Stadt Kiel am Mittwoch sagte. Das gesamte Personal befindet sich weiter in Quarantäne.

Das Gesundheitsamt nimmt unterdessen Kontakt zu den mehr als 400 Kunden auf, die in der Woche vor Schließung des Ladens am Montag in dem Imbiss gegessen haben. Die Mitarbeiter erkundigen sich über den Gesundheitszustand der Betroffenen, sagte die Sprecherin. Sie hätten aber keinen näheren Kontakt zu den Mitarbeitern gehabt. Kunden würden in dem Laden im Hauptbahnhof nicht bedient, sondern holten sich das Essen am Tresen ab.

Nach Angaben der Stadt leben zwei der Infizierten in Kiel und zwei im Kreis Plön. Weitere Beschäftigte kommen aus Hamburg und dem Kreis Pinneberg.

Acht neue Corona-Infektionen in Hamburg

11.29 Uhr: In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit Dienstag vergleichsweise deutlich um acht Fälle gestiegen. Dennoch liegt die Zahl der insgesamt seit Ausbruch der Pandemie in der Stadt positiv getesteten Menschen nur bei 5250, da drei im März gemeldete Fälle nachträglich korrigiert wurden, wie die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mitteilte. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In der zurückliegenden Woche gab es demnach insgesamt 22 Neuinfektionen – das sind 1,2 pro 100 000 Einwohner. Damit liegt das Infektionsgeschehen in Hamburg auch weiterhin weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Auch bei der Zahl der Todesopfer gab es eine Korrektur: Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 230 Menschen an Covid-19 – einer weniger als bisher vom Institut genannt. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt unverändert auf 261. Das letzte Todesopfer durch Corona gab es am 26. Juni.

In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge 18 Menschen mit dem Coronavirus behandelt – zwei mehr als noch am Vortag –, sieben von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Millionenschwerer Auftrag für Tochtergesellschaft von Hamburger Biotech-Unternehmen

10.15 Uhr: Das Hamburger Biotech-Unternehmen Evotec hat über seine amerikanische Tochtergesellschaft Just Evotec Biologics einen Auftrag des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums zur Entwicklung und Produktion von Antikörpern erhalten, die zur Behandlung und Prävention von COVID-19 eingesetzt werden sollen. Der Auftrag ist bis zu 18,2 Millionen Dollar schwer, teilte der M-Dax-Konzern mit. Ziel des Programms sei es, dem Verteidigungsministerium schnell und effizient monoklonale Antikörper bereitzustellen.

Hamburg erfasst Urlauber-Daten: Hohe Bußgelder bei Corona-Verstößen

9.25 Uhr: Das Hamburger Gesundheitsamt erfasst Daten von Reiserückkehrern aus Corona-Risikogebieten. „Menschen, die mit dem Flugzeug aus einem Risiko-Gebiet hier ankommen, müssen auch damit rechnen, dass dem Gesundheitsamt alle Reisedaten übermittelt werden“, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Sozialbehörde. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sieben neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

9.01 Uhr: In Schleswig-Holstein gibt es derzeit 3278 bestätigte Corona-Fälle, das sind sieben mehr als am Vortag. Das vermeldet die Landesmeldestelle Schleswig-Holstein, das Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel.

Lehrern und Schülern drohen bei Corona-Verstößen drastische Konsequenzen

6.54 Uhr: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat Lehrer und Schüler auf mögliche Konsequenzen nach Reisen in Corona-Risikogebiete hingewiesen. Bei Lehrern, die nach der Rückkehr aus solchen schon vor Reiseantritt als Risikogebiete klassifizierten Regionen in eine vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne müssten und deswegen beim Schuljahresstart am 10. August fehlten, werde dies als unentschuldigtes Fernbleiben betrachtet, sagte Prien. „In der Folge werden die Dienstbezüge einbehalten beziehungsweise das Entgelt wird nicht fortgezahlt.“ Weiterhin könne dies disziplinarrechtlich geahndet werden. Für tariflich Beschäftigte könne eine Abmahnung die Folge sein.

Versetzten Schüler „sich vorsätzlich oder fahrlässig in eine Lage, in der sie ihrer Schulpflicht nicht nachkommen können, begehen sie hiermit unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann“, sagte Prien. Handle es sich um einen mit den Sorgeberechtigten verbrachten Urlaub, werde vermutlich eher auf die Eltern ein Ordnungswidrigkeitsverfahren zukommen. Schülern werde dann unentschuldigtes Fehlen im Unterricht angelastet.

Das waren die News vom 21. Juli

Imbiss-Mitarbeiter in Kiel positiv auf Coronavirus getestet

21.23 Uhr: Mehrere Mitarbeiter eines Kieler Imbiss sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gesamte Personal befinde sich in Quarantäne und der Imbiss sei vom Betreiber sofort geschlossen worden, teilte die Stadt Kiel am Dienstag mit. Das Gesundheitsamt suche derzeit mögliche Kontaktpersonen und überprüfe die Gästelisten. Brisant: Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten, liegt der betroffene Imbiss am Hauptbahnhof, der täglich von Tausenden Reisenden genutzt wird.

Nach Angaben der Stadt leben zwei der Infizierten in Kiel und zwei in Plön. Weitere Beschäftigte kommen aus Hamburg und Pinneberg. Die Gesamtzahl der Infizierten konnte eine Stadtsprecherin nicht nennen, da die Betroffenen nicht zentral in Kiel, sondern von den Gesundheitsämtern ihrer Heimatorte betreut würden.

Bewohner positiv getestet: Hamburger Pflegeheim in Quarantäne

19.13 Uhr: Ein Bewohner eines Hamburger Pflegeheims ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die Gesundheitsbehörde gegenüber „NDR 90,3“ bestätigte, handelt es sich um einen Bewohner einer Einrichtung im Hamburger Stadtteil Bramfeld. Diese stehe ab sofort unter Quarantäne. Die anderen Bewohner seien bereits informiert worden. Auf sie wartet jetzt ebenfalls ein Corona-Test. Wie sich der Bewohner angesteckt hat, ist noch unklar.

Zwei neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

17.51 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind zwei neue Corona-Infektionen registriert worden. Seit Montag stieg die Zahl der festgestellten Fälle damit auf 811, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag in Rostock mitteilte. Davon gelten 784 Personen als genesen. 20 Menschen sind im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Tourismus in Schleswig-Holstein eingebrochen

11.55 Uhr: Der Tourismus in Schleswig-Holstein ist im Corona-Monat Mai deutlich eingebrochen. Die Übernachtungszahlen gingen gegenüber dem Vorjahresmonat um 54,2 Prozent auf 1,52 Millionen Nächte zurück, wie das Statistik-Amt Nord am Dienstag in Hamburg mitteilte. Die Zahl der Gäste brach um 54,7 Prozent auf 404 000 Touristen ein, die im Norden übernachteten.

In den ersten fünf Monaten des Jahres kamen 50,4 Prozent weniger Touristen nach Schleswig-Holstein. Die Zahl der Übernachtungen sank in diesem Zeitraum um 49,5 Prozent. Wegen der Corona-Krise war der Tourismus im nördlichsten Bundesland Mitte März praktisch auf Null runtergefahren worden. Mitte Mai durften die Hotels wieder öffnen.

Noch krasser sind die Zahlen für Hamburg. Dort brachen die Zahlen um weit über 80 Prozent ein.

Wieder neue Corona-Infektionen in Hamburg

11.01 Uhr: In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit Montag um drei gestiegen. Damit wurden seit Ausbruch der Pandemie in der Stadt insgesamt 5243 Menschen positiv auf das neuartige Virus getestet, wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag mitteilte. Rund 4900 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Unverändert blieb die Zahl der Toten: Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19, der letzte Todesfall datiert vom 26. Juni. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261.

Mit 0,9 Neuinfektionen pro 100 000 Menschen binnen sieben Tagen liegt das Infektionsgeschehen in Hamburg weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.
In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge 16 Menschen mit dem Coronavirus behandelt, sieben von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Zehn neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

9.55 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um zehn Fälle auf 3271 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Montagabend berichtete, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 155. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt drei an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Brosda: „Ich hoffe, dass wir als Gesellschaft den Schuss hören“

7.02 Uhr: Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) hofft auf einen positiven gesellschaftlichen Wandel durch die Corona-Pandemie. „Ich hoffe, dass wir als Gesellschaft den Schuss hören, den das bedeutet“, sagte Brosda der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Die Menschen seien schon verdammt hochmütig in den vergangenen Jahren durch die Gegend gerannt. „Es fängt an bei diesem Gefühl, quasi unverwundbar als Krone der Schöpfung durch die Welt zu stapfen und alle Natur und alles untertan zu machen und jetzt feststellen zu müssen: Ups, da taucht auf einem Markt in China ein neues Virus auf und auf einmal kippt die ganze Welt ins Chaos, wenn man es mal etwas überspitzt ausdrückt“, meinte der Senator.

Das waren die News vom 20. Juli

Drei Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

20.16 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen gering, obwohl es jetzt den höchsten Anstieg der landesweit registrierten Fälle seit drei Wochen gegeben hat. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag in Rostock mitteilte, kamen drei weitere Infektionsfälle hinzu. Damit erhöhte sich in Mecklenburg-Vorpommern die Zahl auf nunmehr insgesamt 809. Die große Mehrzahl der Patienten allerdings gilt inzwischen als genesen. 20 Menschen waren im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Seit Ende Juni war in Mecklenburg-Vorpommern täglich maximal eine Neuinfektion registriert worden, häufig aber auch gar keine mehr. Mit bislang etwa 50 Infizierten je 100.000 Einwohner weist der Nordosten die niedrigste Infektionsquote aller Bundesländer auf.

Lübecks Bürgermeister kündigt Maskenpflicht an einigen öffentlichen Orten an

17.07 Uhr: Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) will für einige Orte in Lübeck Zugangsbeschränkungen und eine Maskenpflicht anordnen. Das betreffe den Drehbrückenplatz und die Clemensstraße in der Innenstadt sowie den Carlebachpark im Hochschulstadtteil, sagte eine Stadtsprecherin.

Kontrollen am Wochenende hätten gezeigt, dass sich dort trotz aller Appelle vor allem abends viele Menschen versammelten und die coronabedingten Abstandsregeln nicht eingehalten würden. Die Situation in der Lübecker Fußgängerzone sowie in Travemünde habe sich dagegen am Wochenende als unproblematisch erwiesen, sagte die Sprecherin.

Lindenau hatte am Sonnabend auf der Internetseite der Stadt die Menschen ermahnt, den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von 1,50 Metern einzuhalten, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Das Virus sei nicht besiegt und jeder Einzelne trage die Verantwortung dafür, dass es nicht zu einem erneuten Lockdown komme, sagte Lindenau.

In Lübeck gibt es derzeit nach Angaben der Stadtsprecherin zwei Corona-Infektionen.

Trotz Corona: Keine Sonntagsöffnung des Hamburger Einzelhandels im Advent geplant

13.49 Uhr: In Hamburg werden die Geschäfte des Einzelhandels an den Sonntagen im Advent nicht öffnen. Das teilte die Wirtschaftsbehörde am Montag mit und wies damit einen entsprechenden Vorstoß der Handelskammer zurück. „Das Hamburgische Ladenöffnungsgesetz lässt Sonntagsöffnungen aus Anlass von besonderen Ereignissen zu, jedoch nicht an den Adventssonntagen“, teilte ein Sprecher der Behörde mit. „Zu Abweichungen oder Änderungen der Rechtslage gibt es keine Planungen.“

Die Handelskammer hatte vorgeschlagen, einen coronabedingt ausgefallenen verkaufsoffenen Sonntag am 6. Dezember nachzuholen. Die nächsten verkaufsoffenen Sonntage sind bislang für den 27. September und den 8. November dieses Jahres geplant. Ob sie stattfinden werden, hängt auch davon ab, welche Corona-Regeln dann gelten.

Hamburg meldet eine neue Infektion

11.47 Uhr Das Ansteckungsgeschehen in der Stadt bleibt gering: Am Montag meldet Hamburg nur eine neue Corona-Infektion. Die Zahl der Verstorbenen liegt weiterhin bei 231, der bislang letzte Covid-19-Tote war am 23. Juni zu beklagen. Insgesamt wurden seit Beginn der Zählung 5240 Infektionen in Hamburg bestätigt, davon gelten 4.900 Patienten als geheilt. Am Montag werden sechs Covid-19-Patienten auf Hamburger Intensivstationen behandelt, neun weitere auf regulären Stationen.

Das waren die News vom 19. Juli

Landkreis im Norden: 13 neue Corona-Fälle

22.03 Uhr: Im Landkreis Uelzen ist es zu einem Corona-Ausbruch mit 13 Fällen in mehreren Familien gekommen. Die Familien lebten „in enger räumlicher Nähe zueinander“ in Uelzen, teilte der Landkreis am Sonntag mit. Betroffen seien auch schulpflichtige Kinder. Alle Infizierten seien in häuslicher Quarantäne. „Wir hoffen, dass das Infektionsgeschehen auf die betroffenen Familien eingegrenzt werden kann“, sagte Landrat Heiko Blume. Derzeit liefen die Untersuchungen zu möglichen Kontaktpersonen. Am Freitag war im Landkreis ein erster neuer bestätigter Corona-Fall aufgetreten.

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen und weitere Infektionen ausschließen zu können, sollten am Montag in zwei Schulen Mitschüler sowie weitere mögliche Kontaktpersonen auf das Virus getestet werden, kündigte der Landkreis an. Die Apollonia Oberschule Uelzen und die Grundschule Holdenstedt seien vom Gesundheitsamt informiert worden.

Hähnchen-Schlachthof soll nach Corona-Ausbruch nicht geschlossen werden

16.03 Uhr: Nach einem größeren Corona-Ausbruch von Mitarbeitern einer Hähnchenschlachterei in Lohne sieht der Landkreis keine Veranlassung für eine Schließung des Betriebs. Es handele sich um eine Ermessensfrage, sagte der Landrat des Landkreises Vechta, Herbert Winkel (CDU), am Sonntag. „Wir konnten keinen bestimmten Infektionsherd feststellen“, sagte Winkel. Es gebe zwar ein größeres Ausbruchsgeschehen, das sich auf ein Kartonage-Lager zurückführen lasse, wo sich einige Mitarbeiter in den Pausen getroffen hatten. Das Hygienekonzept des Betriebs sei aber gut. Die Mehrheit der Betroffenen habe sich wohl in der Freizeit infiziert.

Bei einem Reihentest unter Mitarbeitern der Hähnchen-Schlachterei der Wiesenhof-Gruppe wurden von 1046 Mitarbeitern 66 positiv auf Covid-19 getestet. Alle Infizierten wurden unter Quarantäne gestellt. Auch 70 direkte Angehörige seien bereits unter Quarantäne, sagte Winkel. Weitere Kontaktpersonen sollen ab Montag ermittelt werden.

Meyer Werft macht sechs Wochen dicht

13.02 Uhr: Als Reaktion auf die coronabedingte Auftragsflaute schließt die für ihre Kreuzfahrtschiffe bekannte Meyer Werft von diesem Montag an für sechs Wochen ihre Tore. Das Unternehmen gehe bis zum 30. August in eine Art verlängerte Betriebsferien, sagte ein Unternehmenssprecher. Auch auf ihr Urlaubsgeld müssen die mehr als 3000 Beschäftigten noch warten - für die Werft ist das ein Batzen von 14 Millionen Euro, der erst später ausgezahlt werden soll.

Schleswig-Holstein meldet neue Zahlen

11.55 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus innerhalb eines Tages um 2 erhöht. Damit liegt die Zahl der bislang registrierten Corona-Infektionen bei 3253, wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Samstagabend berichtete. Am Tag zuvor hatte die Landesregierung 13 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen blieb bei 154. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt. Das sind zwei mehr als am Vortag.

Keine neuen Corona-Fälle in Hamburg

11.13 Uhr: In Hamburg ist seit Samstag keine weitere Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Am Samstag hatte die Hamburger Gesundheitsbehörde drei neue Fälle gemeldet. Die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie in der Stadt positiv getesteten Menschen liegt damit bei 5239, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte. Rund 4900 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden.

Unverändert blieb die Zahl der Toten: Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19, die beiden letzten Todesopfer gab es am 26. Juni. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle bekannten mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 260.

Mit 0,7 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen binnen sieben Tagen liegt das Infektionsgeschehen in Hamburg weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.
In Hamburger Krankenhäusern wurden zuletzt (Stand Freitag, 14.00 Uhr) 15 Menschen mit dem Coronavirus behandelt, sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Lübeck erwägt Maskenpflicht im öffentlichen Raum

9.21 Uhr: In Lübeck sorgen sich Bürgermeister Jan Lindenau und Innensenator Ludger Hinsen um die Einhaltung des Mindestabstandsgebots in der Öffentlichkeit. Wie die Stadt  in einer Mitteilung erklärt, behalte man sich vor,in naher Zukunft eine Maskenpflicht für bestimmte Straßen und Plätze der Stadt einzuführen, wenn die Einhaltung des Mindestabstands nicht mehr gewährleistet ist. Mehr Infos lesen Sie hier.

Hamburger Kreditprogramm ist ein Rohrkrepierer

8.38 Uhr: Das in der Corona-Krise gestartete Kreditprogramm „Hamburg Kredit Liquidität“ (HKL) funktioniert nach Ansicht der CDU-Fraktion bislang nicht. Bei dem Ende Mai begonnenen Programm sollen zinsgünstige Darlehen der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) Kleinunternehmen helfen, Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Nur 0,5 Millionen Euro HKL-Kreditvolumen seien im ersten Monat – bei einem Gesamtzeitraum von insgesamt sieben Monaten – bewilligt worden, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Götz Wiese, zu einer Antwort des Senats auf seine Kleine Anfrage zu dem Thema. Nur 17 Kreditanträge mit einem Gesamtvolumen von 1,3 Millionen Euro seien bis Ende Juni bei der IFB Hamburg eingegangen.

„Angesichts der überraschend niedrigen Zahl von nur 17 Anträgen ist es höchste Zeit nachzuforschen, weswegen das HKL-Programm so schlecht ankommt und wie man die veranschlagten Gelder in die Unternehmen bringt, die der Hilfe bedürfen“, forderte Wiese. Es sei zu vermuten, dass die bürokratischen Hürden zu hoch seien. „Zudem handelt es sich um Kredite, nicht um Zuschüsse.“
Das Programm HKL richtet sich nach früheren Angaben der Finanzbehörde an Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern, Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, Existenzgründer sowie gemeinnützige oder Non-Profit-Organisationen und Vereine, die über einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb verfügen. Interessenten können den Kredit über ihre jeweilige Hausbank beantragen.

Der Zinssatz liegt bei einem Prozent mit einer maximalen Laufzeit von zehn Jahren und ist mit 90 bis 100 Prozent durch die Stadt besichert. Im Hamburger Haushalt ist ein Garantierahmen von 300 Millionen Euro vorgesehen. Die Darlehenshöhe liegt den Angaben zufolge bei mindestens 20.000 Euro und maximal 250.000 Euro. Das Kreditprogramm sollte sich nahtlos an die ausgelaufene Hamburger Corona Soforthilfe anschließen.

Das waren die News vom 18. Juli

Ampel schlug Alarm: Strand-Abschnitte in Lübecker Bucht gesperrt

19.38 Uhr Am Sonnabend sind bei schönstem Sonnenschein wieder viele Menschen an die Ostseestrände von Schleswig-Holstein gepilgert. Die Folge: Einige Orte wie Scharbeutz und Haffkrug in der Lübecker Bucht mussten gegen Mittag wegen Überfüllung erste Parkplätze und Strandabschnitte sperren.
Auf der Internetseite www.strandticker.de wurde Anfang Juli eine sogenannte virtuelle Ampel gegen überfüllte Strände in Betrieb genommen. So können sich Tagesgäste rechtzeitig über den Andrang an den Ostsee-Stränden zwischen Scharbeutz und Rettin informieren. Die Strandampel gibt Informationen über acht verschiedene Strände. Für drei von ihnen stand die Ampel noch am Nachmittag auf gelb. Das heißt, die Plätze waren knapp. Die Infos über den Andrang kommen zunächst von Strandkorbvermietern und den Angestellten, die die Kurtaxe kassieren. Mit der Strandampel sollen die Gäste an weniger ausgelastete Strandabschnitte geleitet werden.

Mecklenburg-Vorpommern: Keine Tagesgäste bis August

16.50 Uhr: Tagesausflüge nach Mecklenburg-Vorpommern bleiben bis mindestens Anfang August weiterhin verboten, sagte ein Regierungssprecher am Samstag in Schwerin der Nachrichtenagentur dpa. Bislang sind Tagesausflüge in das Bundesland allein im Rahmen von Busreisen wieder gestattet. „Am 4. August wird entschieden, wie es mit dem Tagestourismus weiter geht“, so der Sprecher. Bis dahin soll eine Arbeitsgruppe Vorschläge erarbeiten, mit denen der Tagestourismus möglichst sicher weiter geöffnet werden kann. 

Hamburg: Kein verkaufsoffener Sonntag im Advent

15.19 Uhr: Einen verkaufsoffener Sonntag in Hamburg während der Adventszeit wird es offenbar nicht geben. Die Stadt habe nicht vor, das Ladenöffnungsgesetz zu ändern, berichtet NDR 90,3. Aufgrund der Corona-Krise war der verkaufsoffene Sonntag im April dieses Jahres ausgefallen. 

Die Handelskammer hatte daraufhin vorgeschlagen, den 6. Dezember als Ersatztermin zu nehmen. Laut des Hamburgischen Ladenöffnungsgesetzes sind Sonntagsöffnungen an Feiertagen und in der Adventszeit jedoch nicht erlaubt. Die Nordkirche und die Gewerkschaft ver.di hätten sich zuvor gegen eine Änderung geäußert.

13 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

12.54 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Corona-Infektionen zuletzt innerhalb eines Tages um 13 erhöht. Damit liegt die Zahl der bislang registrierten Corona-Infektionen bei 3251, wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Freitagabend berichtet.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen blieb bei 154. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt drei an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Neue Corona-Zahlen für Hamburg

11.26 Uhr: In Hamburg sind seit Freitag drei weitere Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie in der Stadt positiv getesteten Menschen stieg damit auf 5239, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte. Rund 4900 davon können nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden.

Unverändert blieb die Zahl der Toten: Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 260.

Mit 0,7 Neuinfektionen pro 100 000 Menschen binnen sieben Tagen liegt das Infektionsgeschehen in Hamburg weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In Hamburger Krankenhäusern wurden zuletzt (Stand Freitag, 14.00 Uhr) 15 Menschen mit dem Coronavirus behandelt, sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Corona-Tests in Verden: Ergebnisse noch am Wochenende

10.20 Uhr: Nach der Verhängung einer Quarantäne für rund 100 Bewohner eines Häuserkomplexes im niedersächsischen Verden läuft die Auswertung der Coronavirus-Tests im Labor. „Wir rechnen am Wochenende mit Ergebnissen“, sagte ein Landkreissprecher am Samstag. Möglicherweise liege das Ergebnis schon am Samstagabend vor, vielleicht aber auch erst am Sonntag. „Wir müssen schauen, ob das Virus weiter gestreut hat und dann gegebenenfalls weitere Menschen unter Quarantäne stellen.“

Die Menschen in dem Häuserkomplex mit rund 300 Bewohnern seien kooperativ. „Die Lage ist ruhig“, sagte der Sprecher. Die Polizei helfe mit, die Hauseingänge zu beobachten.

Nach acht Corona-Infektionen in dem aus drei Häusern bestehenden Gebäudekomplex wurden am Freitag rund 100 weitere Menschen auf das Virus getestet. Sie müssen zunächst bis zur Vorlage des Testergebnisses in Quarantäne. Einer der acht Infizierten musste im Krankenhaus behandelt werden.

100 Menschen in Verden in Quarantäne

9.40 Uhr: Nach acht Corona-Infektionen in einem Gebäudekomplex in der Stadt Verden in Niedersachsen werden rund 100 weitere Menschen auf das Virus getestet. Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner stehen bis zur Vorlage der Testergebnisse unter Quarantäne, wie der Sprecher des Landkreises am Freitag mitteilte. Demnach gibt es Anhaltspunkte, dass sich das Coronavirus im direkten Wohnumfeld der positiv getesteten Personen ausgebreitet hat. Die acht Infizierten wohnen demnach in einem Gebäudekomplex aus drei Häusern. Einer von ihnen musste im Krankenhaus behandelt werden. 

Hamburger Corona-Soforthilfe läuft aus

8.16 Uhr: Die sogenannte „Corona Soforthilfe“, die Finanzspritze für Solo-Selbstständige und Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten sind, geht in die letzte Runde: Wie der Senat am Freitag mitteilte, befänden sich derzeit noch etwa 4000 Anträge in der Klärung. Danach ist Schluss.

Seit Programmstart habe die die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) rund 65.000 Anträge erhalten. „Die Zahlen sprechen für sich: Mit der Corona-Soforthilfe haben wir viele tausend Hamburger Selbständige, Unternehmen und Institutionen schnell und unbürokratisch unterstützen können. Dieses Instrument hat sich voll und ganz bewährt“, erklärte dazu Finanzsenator Dr. Andreas Dressel. So sieht es auch Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der IFB Hamburg: „Die Hamburger Corona Soforthilfe ist ein Erfolgsmodell. Bisher konnten der hamburgischen Wirtschaft über 520 Mio. Euro an Zuschüssen zur Verfügung gestellt werden. Nun möchten wir die letzten Fördergelder auszahlen, um das Programm beenden zu können. Dazu bitten wir die angeschriebenen Antragstellenden um kurzfristige Klärung der offenen Fragen.“

Bei den etwa 4.000 übriggebliebenen Anträgen habe die IFB Hamburg fehlerhafte oder unvollständige Angaben festgestellt. Dadurch war die finale Bewilligung der beantragten Fördersumme bisher nicht möglich. „Ich hoffe, dass sich auf den letzten Metern auch noch möglichst viele Fälle zugunsten der Betroffenen klären lassen – dazu ist aber die Mitwirkung der Antragsteller unverzichtbar“, so Dressel. In der abschließenden Phase des Programms widmet sich die IFB Hamburg nun noch einmal gezielt der Aufarbeitung dieser Fälle im sogenannten Anhörungsverfahren. Die angeschriebenen Antragstellenden haben bis zum 29.07.2020 Zeit, ihre Angaben zu ergänzen oder zu korrigieren. Die Rückmeldung ist Voraussetzung für eine erneute Antragsprüfung und damit die letzte Chance auf eine Bewilligung im Rahmen des Programms.

Das waren die Corona-News vom 17. Juli

St. Peter-Ording startet „digitale Besucherlenkung“ per Smartphone-Tracking

20.55 Uhr: St. Peter-Ording hat ein Projekt zur digitalen Besucherlenkung gestartet. Dabei geht es im Wesentlichen darum, über anonymisiertes WLAN-Tracking die Menschenmengen an Hotspots zu messen, wie die Tourismuszentrale am Freitag mitteilte. Dafür soll die Anzahl der vorhandenen Smartphones in einem begrenzten Umkreis gezählt werden ohne persönliche Daten abzufragen. Die Ergebnisse können dann als sichtbares Ampelsystem in die bestehende St-Peter-Ording-App mit Veranstaltungs-Übersichten, Restaurants und Sehenswürdigkeiten integriert werden.

„Dazu werden in Kürze an unterschiedlichen Standorten in St. Peter-Ording kleine Minicomputer installiert. Diese erfassen über Antennen in Echtzeit die Anzahl der Signale, die Smartphones im WLAN-Modus aussenden“, sagte Tourismusdirektorin Constanze Höfinghoff.

„Im Laufe der letzten Juliwoche wollen wir ins erste Testing gehen, in der ersten Augustwoche hoffen wir dann auf den Start im Echtbetrieb“, so Höfinghoff. „Wir benötigen die Technik sowie die Daten schnell, um den Herausforderungen der Corona-Zeit noch deutlich besser begegnen zu können als bisher.“

„Uns ist bisher keine Destination bekannt, wo diese Technologien zur Besucherlenkung bisher zum Einsatz gekommen sind. Bei Festivals und in Stadien ist dies bereits durchaus üblich“, sagte Projektpartner Sebastian Blumenthal, Geschäftsfeldleiter bei der Lufthansa Industry Solutions. „Mit Scharbeutz an der Ostsee als zweitem Pilot-Standort und weiterem Projekt zeigt Schleswig-Holstein hier eine starke Innovationskraft.“

Gastgewerbe-Umsätze in Meck-Pomm wegen Corona eingebrochen

18.55 Uhr: Die Lockerungen der Corona-Schutzvorkehrungen im Mai haben dem Gastgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern wieder etwas Aufwind gegeben, trotzdem blieben die Umsätze sehr niedrig, wie aus den am Freitag vom Statistischen Amt in Schwerin veröffentlichten Monatsdaten hervorgeht. Die Umsätze der Branche lagen im Mai fast 56 Prozent unter Vorjahresniveau. Für die ersten fünf Monate beträgt der Rückstand 41,5 Prozent. Absolute Zahlen enthält die Statistik nicht.

Besonders gebeutelt waren erneut Hotel- und Pensionsbetreiber. Diese durften ihre Häuser nach der im März coronabedingt verfügten Zwangsschließung ab Mitte Mai zwar wieder für Gäste aus dem eigenen Bundesland öffnen, konnten damit aber längst nicht an die Vorjahresgeschäfte anknüpfen. Die Umsätze blieben um 70 Prozent unter Vorjahresniveau. Die Gaststätten im Land kamen etwas schneller ins Geschäft. Nach einem Umsatzminus von 76 Prozent im April betrug der Rückstand zum Vorjahr im Mai noch knapp 37 Prozent.

Eine Neuinfektion in Meck-Pomm: Hortkind positiv auf Corona getestet

17.18 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es einen neuen Corona-Fall: Ein Kind ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Freitag mitteilte, stammt das Kind aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald und besuchte einen Hort. Das Gesundheitsamt des Landkreises ermittele nun die Kontaktpersonen und veranlasse Umgebungsuntersuchungen, hieß es.

Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle stieg damit am Freitag um einen auf 806. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb mit 20 konstant. 784 der Infizierten gelten als genesen.

Keine Maskenpflicht mehr in Fußgängerzone von Norderney

15.27 Uhr: Auf der Nordsee-Insel Norderney ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der stark frequentierten Fußgängerzone ab Montag keine Pflicht mehr. Die Zahl von Corona-Neuinfektionen im Kreis Aurich sei auf einem stabilen niedrigen Niveau, auf Norderney selbst gebe es keinen einzigen Fall, teilte der Landkreis am Freitag mit. Außerdem sei die Zahl der Tagesgäste auf der Insel in den vergangenen Wochen deutlich hinter den Erwartungen geblieben. Deswegen ende die Maskenpflicht mit Ablauf des Sonntags. Seit Ende Juni mussten Menschen in der Fußgängerzone auf der Insel wegen des starken Urlauberandrangs auch draußen eine Maske tragen. Für die Strandstraße werde dies weiterhin empfohlen, hieß es.

Neuinfektionen in Hamburg: Sechs neue Fälle

12.31 Uhr:  In Hamburg sind seit Donnerstag sechs weitere Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie in der Stadt positiv getesteten Menschen stieg damit auf 5236, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. Rund 4900 davon können nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden. Unverändert blieb die Zahl der Corona-Toten: Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 260.

Mit 0,6 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen binnen sieben Tagen liegt das Infektionsgeschehen in Hamburg weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Drei Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

9.41 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um 3 auf 3238 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Donnerstagabend berichtete, kamen vier neue Fälle hinzu, während einer aus der Liste gestrichen wurde. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen blieb bei 154. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt zwei an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Rock-Festival Zappanale in Mecklenburg-Vorpommern findet online statt

7.19 Uhr: Das Rock-Festival Zappanale geht online. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Konzerte auf dem Festival-Gelände bei der Doberaner Rennbahn nicht möglich. Die 30-jährige Tradition soll aber auch in diesem Jahr nicht unterbrochen werden, also wird das Spektakel am heimischen Bildschirm verfolgt.

Weil es kein richtiges Festival wird, hat Veranstalter Wolfhard Kutz die diesjährige Ausgabe kurz „Zappanale #30,5“ genannt. Auf der „virtuellen Rennbahn“ können dann drei Tage lang bis spät in die Nacht viele neue Beiträge und Mitschnitte von Konzerten aus vorangegangenen Zappanalen gehört und betrachtet werden.
Selbst die früher auf dem Festivalgelände vertretenen Händler und die traditionelle Ausstellung, die sonst über Joe's Garage in Bad Doberan aufgebaut ist, sind online vertreten. Das dreitägige Event galt in den vergangenen Jahren als weltweit größtes Festival zu Ehren des Rockmusikers Zappa (1940-1993).

Kutz machte aber deutlich, dass selbst ein bereits fest eingeplanter Campingaufenthalt in Ostseenähe nicht möglich ist. „Wir haben in diesem Jahr keine Genehmigung zum Campen auf dem Gelände erhalten.“ Auf dem Suncamp sei zur Zeit ein Autokino.

Das waren die Corona-News vom 16. Juli: 

Mitten in der City: Hamburg richtet kostenlose Freiluftbühne ein

20.11 Uhr: In Planten un Blomen soll in diesem Sommer ordentlich Musik gemacht werden. Der Bezirk Hamburg-Mitte bietet eine kostenlose Open-Air-Bühne an. „Planten un Blomen und Musik gehören einfach zusammen! Wir wollen die Musikerinnen und Musiker unterstützen und haben uns daher diesen Sommer dazu entschlossen, unseren Musikpavillon im Park kostenfrei zur Verfügung zu stellen“, sagte Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD).

Das Interesse sei bereits groß. „Unsere Eventmanagerin im Park hat bereits verschiedene Anfragen erhalten. Jetzt werden wir gemeinsam mit Interessierten über das Programm in den kommenden Monaten sprechen“, so Droßmann.

Voraussetzung für die Nutzung der Bühne ist natürlich eine Rücksprache mit der Parkleitung von Planten un Blomen und die Vorlage eines Sicherheits- und Hygienekonzepts.

Keine weitere Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

18.22 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Donnerstag keine weitere Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb damit bei 805, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb mit 20 konstant. 784 der Infizierten gelten als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen.

„Wichtige Arbeit“: Hamburg zahlt Pflegekräften Corona-Bonus

16.59 Uhr: Die ohnehin schon anstrengende Arbeit der vielen Pflegekräfte wurde durch die Corona-Pandemie noch einmal deutlich erschwert. Das will die Stadt nun finanziell würdigen – und zahlt allen rund 25.300 Beschäftigten ambulanter und stationärer Pflegedienste einen steuerfreien Bonus.

„Im Pflegebereich wird jeden Tag eine wichtige Arbeit geleistet – unter Corona-Bedingungen gilt das erst recht“, heißt es von Seiten der Sozialbehörde. Beschäftigte mit einer Beschäftigungszeit von mindestens 35 Stunden in der Woche, die in Pflegeheimen, in Tagespflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten in der Pflege beschäftigt sind, erhalten dafür jetzt einen Bonus von 1.500 Euro. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit mindestens 25 Prozent Arbeitszeit in der Pflege beträgt der Bonus 1.000 Euro, für Auszubildende 900 Euro und für sonstige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Pflegeeinrichtung 500 Euro. Teilzeitbeschäftigte erhalten die Corona-Prämie anteilig. Zwei Drittel der Summe zahlt die Pflegeversicherung, die Stadt Hamburg übernimmt ein Drittel. Insgesamt gibt Hamburg dafür fast 9 Millionen Euro aus.

Der städtische Anteil wurde bereits an die Pflegekassen übermittelt, so die Sozialbehörde. Diese übernehmen die Ausschüttung des vollen Betrags an die Arbeitgeber, die bis Ende Juni einen Antrag gestellt hatten. Berechtigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten den Bonus auf dem für die Gehaltszahlung üblichen Weg direkt vom Arbeitgeber.

Corona-Pilotprojekt: Hochbahn führt Pfeilsystem ein

14.57 Uhr: Die Hamburger Hochbahn startet wegen der Corona-Krise ein Pilotprojekt, um Fahrgastströme auf dem Weg zum Bahnsteig zu entzerren. Die Wegeleitung ist nun an der U1-Haltestelle Wandsbek Markt und an der U2-Haltestelle Hagenbecks Tierpark zu finden, wie die Hochbahn am Donnerstag mitteilte. Das Ziel sei, die Fahrgäste zum Rechtsgehen zu bewegen, damit sie sich nicht in die Quere kommen.

Mit gestrichelter Mittellinie und Pfeilen auf den Treppenstufen und Flächen der Schalterhallen soll das neue System die Fahrgäste ohne Gegenverkehr von der Oberfläche zu den Bahnsteigen und zurück leiten, hieß es. In einigen Wochen werde entschieden, ob das Projekt auf weitere U-Bahn-Haltstellen ausgerollt wird.

Wegen Corona: Hamburgs Wirtschaft leidet weiter

13.23 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie ist die konjunkturelle Lage der Hamburger Wirtschaft einer Umfrage der Handelskammer zufolge weiter schlecht. „Die Lage der Hamburger Wirtschaft ist trotz einiger Lockerungen und staatlicher Konjunkturmaßnahmen weiterhin sehr ernst“, sagte Handelskammer-Präses Norbert Aust. „Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise werden uns noch lange begleiten. Wir müssen die Unternehmen jetzt wieder in die Lage versetzen, selbst Umsätze zu generieren.“
Fast die Hälfte der Unternehmen (47,7 Prozent) bewerte die aktuelle Geschäftslage als schlecht, hieß es. 42 Prozent rechnen erst im Verlauf des Jahres 2021 mit einer Rückkehr zur Normalität. In Hamburg nahmen nach Angaben der Handelskammer 685 Unternehmen an der Befragung teil.
Den Angaben zufolge gibt es bei den Unternehmen kaum Spielraum für Investitionen. Fast die Hälfte der Antwortenden (48,7 Prozent) plane geringere Investitionen, jedes dritte Unternehmen (33,9 Prozent) habe vor, seine Beschäftigtenzahl in den nächsten zwölf Monaten zu verringern.
Erste Lichtblicke gebe es bei den Hamburger Exporten in der zweiten Jahreshälfte. Die Unternehmen würden die Aussichten weniger ungünstig als noch vor drei Monaten bewerten. Dieses Ergebnis sei allerdings sehr unsicher, weil derzeit keine Prognosen über den weiteren Verlauf der Pandemie in einzelnen Regionen möglich seien.

Keine neue Corona-Infektion in Hamburg

11.27 Uhr: In Hamburg sind seit Mittwoch keine weiteren Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie in der Stadt positiv getesteten Menschen verringerte sich nach einer Fehlerbereinigung um einen auf 5231, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte. Rund 4900 davon können nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden.

Insgesamt werden derzeit 15 Menschen stationär behandelt werden, sechs von ihnen intensivmedizinisch. 

Unverändert blieb die Zahl der Corona-Toten: Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19.

Mit 0,3 Neuinfektionen pro 100 000 Menschen binnen sieben Tagen liegt das Infektionsgeschehen in Hamburg weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. 

Besuchsverbot in Eutiner Klinik aufgehoben

11.19 Uhr: Nach der Infektion einer Ärztin mit dem Coronavirus kehrt die Eutiner Sana-Klinik wieder zum Regelbetrieb zurück. Etwa 200 Kontaktpersonen seien getestet worden, sagte ein Kliniksprecher am Donnerstag. „Der Großteil der Tests ist ausgewertet, und wir haben bislang nur negative Ergebnisse.“

Nach Bekanntwerden des Falls am Mittwoch hatte die Klinik zur Sicherheit ein Besuchsverbot verhängt und zunächst keine neuen Patienten mehr aufgenommen, sondern zwischenzeitlich nur noch Notfälle behandelt. Das Besuchsverbot ist mittlerweile auch aufgehoben worden.

Am Mittwoch hatte der Kreis Ostholstein bestätigt, dass eine Ärztin positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Nach Angaben der Klinik war bei der Frau am Dienstag ein Abstrich vorgenommen worden, weil sie im Laufe des Tages erkältungsähnliche Symptome entwickelt hatte. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt habe sich die Ärztin nach Vorliegen des Ergebnisses unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben. Alle direkten und indirekten Kontaktpersonen im Klinikumfeld wurden den Angaben zufolge identifiziert und getestet. Sie befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne.

Schleswig-Holstein: Zahl der Infizierten steigt

8.46 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem Coronavirus um 6 auf 3235 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Mittwochabend weiter berichtete, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen bei 154. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt vier an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Weniger Corona-Ansteckungen im Einzelhandel als befürchtet

6.51 Uhr: Die Corona-Ansteckungsrate bei Beschäftigten im Einzelhandel ist nach Recherchen der „Zeit“ geringer als zu Beginn der Pandemie befürchtet. Eine Umfrage bei großen Drogerie- und Supermarktketten habe ergeben, dass unter den Beschäftigten kein höheres Infektionsgeschehen zu verzeichnen sei als im Bundesdurchschnitt, berichtet die Wochenzeitung in ihrer aktuellen Ausgabe (Donnerstag). So habe die Drogeriemarktkette dm angegeben, dass von den 41.000 Mitarbeitern nur 0,1 Prozent positiv getestet worden seien, was etwa 40 Personen entspreche. Bei Konkurrent Rossmann seien es 36 Mitarbeiter von 33.400 gewesen.

Auch die Supermarktketten Rewe und Kaufland hätten für ihre Mitarbeiter eine Ansteckungsrate deutlich unter dem Bevölkerungsdurchschnitt gemeldet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) liegt diese derzeit bei 0,24 Prozent. Supermärkte und Drogerien hatten in Deutschland auch zum Höhepunkt der Pandemie geöffnet. Deshalb war eine erhöhte Infektionsrate unter den Beschäftigten befürchtet worden.

Das waren die Meldungen von Mittwoch, den 15. Juli:

Klinik-Ärztin aus Schleswig-Holstein mit Coronavirus infiziert

20.23 Uhr: Eine Ärztin eines Krankenhauses in Eutin ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das bestätigte der Kreis Ostholstein am Mittwoch auf Anfrage. Bei der Frau sei am Dienstag ein Abstrich vorgenommen worden, weil sie im Laufe des Tages erkältungsähnliche Symptome entwickelt habe, teilte die Sana-Klinik schriftlich mit. Zuvor hatte der NDR über den Fall berichtet.

Da der Befund positiv ausgefallen sei, habe sich die Mitarbeiterin nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben, hieß es in der Mitteilung weiter. Alle direkten und indirekten Kontaktpersonen im Klinikumfeld wurden den Angaben zufolge identifiziert und getestet. Sie befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne.
Zur Sicherheit hat die Klinik ein Besuchsverbot verhängt und nimmt vorerst keine neuen Patienten mehr auf. Notfälle würden aber weiterhin behandelt. Planbare Eingriffe würden dagegen verschoben.

Weitere Lockerungen in Schleswig-Holstein beschlossen

17.20 Uhr: An Veranstaltungen mit sitzendem Publikum dürfen in Schleswig-Holstein vom nächsten Montag an im Freien bis zu 500 Besucher teilnehmen und damit doppelt so viele wie bisher. Dies hat die Landesregierung angesichts anhaltend niedriger Zahlen von Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus beschlossen. Dabei geht es zum Beispiel um Konzerte. Darüber hinaus treten laut Mitteilung vom Mittwoch weitere Lockerungen für Veranstaltungen und Schwimmbäder in Kraft.

So sind sogenannte Veranstaltungen mit Gruppenaktivitäten ohne dauerhafte Sitzplätze künftig mit bis zu 150 Personen im Freien möglich. Innerhalb geschlossener Räume bleibt es bei 50 Teilnehmern. Veranstaltungen mit Marktcharakter sind künftig mit bis zu 500 Personen außerhalb und 250 Personen innerhalb geschlossener Räume unter erhöhten Sicherheitsanforderungen zulässig. Bei Veranstaltungen in privaten Räumen dürfen weiterhin auch mehr als zehn Teilnehmer dabei sein, sofern die gleichen Voraussetzungen erfüllt werden, wie sie für Veranstaltungen im öffentlichen Raum mit Gruppenaktivitäten ohne dauerhafte Sitzplätze gelten. Drinnen dürfen maximal 50 Personen teilnehmen und draußen ab 20. Juli bis zu 150.

Einige Veränderungen gibt es auch bei Regeln für Schwimmbäder, mit besonderer Bedeutung für Spaßbäder. Dort dürfen künftig alle Bereiche und Becken genutzt werden, sofern ein Hygienekonzept vorliegt. Hier gelten besonderen Anforderungen an die Hygiene. Sofern es das Konzept ermöglicht, dass mehr als 250 Gäste gleichzeitig im Bad anwesend sein können, muss der Betreiber das Hygienekonzept vor Betriebsaufnahme dem örtlichen Gesundheitsamt melden. 

Erster Infizierter in Meck-Pomm seit elf Tagen

16.42 Uhr: Nach elf Tagen ist in Mecklenburg-Vorpommern wieder eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle stieg damit auf 805 (Stand 15.47 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb mit 20 konstant.

784 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

In einer Kaserne in Vorpommern ist ein Bundeswehrsoldat aus Schleswig-Holstein positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden (siehe 11.55 Uhr). Von seinen 13 Kameraden aus dem Bereich, die in der Folge sicherheitshalber in Quarantäne geschickt worden waren, seien alle Coronatests dagegen negativ gewesen, sagte ein Sprecher der Panzergrenadierbrigade 41 am Mittwoch. Alle sollen nun am kommenden Montag nochmals getestet werden. Der Mann zählt nicht mit in die Statistik Mecklenburg-Vorpommerns, da er nicht im Bundesland wohnt.  

Schulen und Kitas in Meck-Pomm sollen bald wieder vollumfänglich öffnen

15.33 Uhr: Die AfD sieht sich durch die Einschätzung des Rostocker Mediziners Andreas Podbielski in ihrer Forderung bestätigt, punktuell Schulen und Kitas im Land schneller wieder vollumfänglich zu öffnen. „War es anfangs noch richtig, mit Vorsicht zu taktieren, wurde schnell klar, dass uns das geringe Infektionsgeschehen in Mecklenburg-Vorpommern größere Handlungsspielräume ermöglicht“, erklärte am Mittwoch in Schwerin der AfD-Landtagsabgeordnete Jörg Kröger.
Einrichtungen etwa, in deren Einzugsbereichen keine Corona-Infektionen nachgewiesen worden seien, hätten bei sehr geringem Infektionsrisiko für Lehrer, Erzieher und Kinder schon länger wieder ohne Einschränkungen betrieben werden können, meinte Kröger.

Angesichts der anhaltend geringen Infektionszahlen im Nordosten hatte der Hygiene-Professor Podbielski die Landesregierung zu mutigeren Schritten bei der Öffnungen von Kitas und Schulen geraten. Er schlug vor, in ausgewählten Einrichtungen für wenige Wochen testweise einen Regelbetrieb unter Vor-Corona-Bedingungen laufen zu lassen. Bei positivem Verlauf könne dies dann nach und nach auf andere Einrichtungen ausgedehnt werden, schlug Podbielski vor. Unterstützung für diesen Vorstoß bekam er auch von der Linksfraktion im Landtag. 

Hunderte deutsche Touristen auf dem Weg nach Norwegen

14.45 Uhr: Nach viermonatiger Pause sind am Mittwoch erstmals wieder rund 500 deutsche Norwegen-Touristen mit der Fähre von Kiel nach Oslo gefahren. Das skandinavische Land hatte in der vorigen Woche seine Reisebeschränkungen für Menschen aus zahlreichen europäischen Staaten mit zufriedenstellenden Corona-Zahlen zum 15. Juli aufgehoben. Die Quarantäneanforderungen bei der Einreise wurden außer Kraft gesetzt.

„Wir freuen uns sehr, dass es wieder losgeht“, sagte der Geschäftsführer der deutschen Color Line GmbH, Dirk Hundertmark, vor Abfahrt der gut 224 Meter langen „Color Magic“. Das Schiff war mit 1500 Passagieren ausgebucht, darf aber wegen der Corona-Restriktionen nur mit halber Kapazität fahren.

Die Fahrgäste mussten beim Einchecken noch Mund-Nasen-Schutz tragen - auf dem Schiff durften sie ihn abnehmen: „Wir haben keine Maskenpflicht an Bord, weil wir ausreichend Abstand gewährleisten können“, sagte Hundertmark. Auch die beliebten Buffets seien wieder erlaubt; Plexiglas-Abtrennungen sorgten für Schutz. Einschließlich der Wellnessbereiche - mit Hygienevorgaben - seien bis auf den Nachtclub alle Einrichtungen geöffnet. Auch das Showprogramm kann stattfinden, nur jeweils mit weniger Zuschauern. Dafür gibt es am Tag drei statt zwei Veranstaltungen. 

Zwei neue Corona-Infektionen in Hamburg

13.00 Uhr: Nachdem es in den vergangenen Tagen keine neuen Corona-Fälle gab, meldet Hamburg am Mittwoch wieder Neuinfektionen mit dem Coronavirus: Im Vergleich zum Vortag wurden in der Hansestadt zwei neue Fälle bestätigt, wie die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mitteilte. Das sind 0,4 Fälle pro 100.000 Menschen in Hamburg. Damit bleibt die Zahl der Neuinfektionen in Hamburg weiter auf einem niedrigen Niveau.

Die Zahl der Infizierten mit dem Sars-CoV-2-Virus erhöhte sich damit in Hamburg auf 5232 Menschen. Rund 4900 sind nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) wieder genesen. Unverändert 231 Menschen starben an Covid-19, wie das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf ermittelte. Das RKI zählte abweichend davon 261 Todesfälle. Zurzeit werden 16 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, 7 davon auf der Intensivstation.

Bundeswehrsoldat mit Corona infiziert – Kameraden in Quarantäne

11.55 Uhr: In einer Kaserne in Vorpommern ist ein Bundeswehrsoldat aus Schleswig-Holstein positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie ein Sprecher der Panzergrenadierbrigade 41 am Mittwoch sagte, handelt es sich um einen Angehörigen des Panzergrenadierbataillons 411 in Viereck (Vorpommern-Greifswald). Nach Angaben des Bundeswehrsprechers hatte der Soldat am Wochenende Symptome gezeigt und war am Montag getestet worden. Das Ergebnis sei am Dienstag bekannt geworden. Der Mann sei vor allem in der Verwaltung einer Sanitätseinheit tätig. Es seien 14 Kameraden aus dem Bereich sicherheitshalber in Quarantäne geschickt worden. Da in den Kasernen wegen der Corona-Krise auch das Personal reduziert wurde und Urlaubszeit sei, seien die Auswirkungen insgesamt sehr gering. „Die Kasernen sind derzeit wie leergefegt“, sagte der Sprecher.

Acht weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

9.22 Uhr: Schleswig-Holstein meldet am Mittwoch acht Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen innerhalb eines Tages 3229 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Dienstagabend weiter berichtete, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen bei 154. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt vier an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Meck-Pomm: Restaurants leiden unter geplatzten Reservierungen

8.03 Uhr: Die Gastronomie im Norden ächzt weiter unter den Corona-Auflagen. Beim Nachbarn Mecklenburg-Vorpommern leiden die Gastronomen besonders unter geplatzten Reservierungen. Daher appelliert der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband: „Wer einen Tisch reserviert, sollte die Reservierung unbedingt einhalten oder so früh wie möglich absagen.“ Das gebiete die Fairness, sagte der Präsident des Dehoga MV, Lars Schwarz, der dpa.

Dies sei gerade in diesen Corona-Zeiten, in denen durch die Abstandsregelungen die vorhandene Kapazität teilweise nur zu 50 Prozent genutzt werden kann, besonders schlimm für die Wirte. Manche Wirte würden inzwischen sogar schon bei einer Reservierung Geld als Anzahlung verlangen, um die Verbindlichkeit der Buchung zu erhöhen.

Das Problem mit den geplatzten Reservierungen gibt es in Hamburg so nicht. Denn anders als in Mecklenburg-Vorpommern müssen Restaurant-Gäste nicht vorher reservieren, sondern können einfach beim Restaurant vorbeikommen und gucken, ob Platz ist. Beim nördlichen Nachbarn ist es sogar so scharf formuliert, dass bei geplatzten Reservierungen Tische nicht an andere vergeben werden dürfen. Weil „Direktannahme“ von Gästen nach deren Corona-Vorschriften nicht erlaubt ist. Eine Direktannahme von Gästen ohne Voranmeldung ist nur zulässig, wenn Warteschlangen offensichtlich vermieden werden.

Das waren die News vom 14. Juli:

Trotz Corona: Beliebtes Gartentheater gestartet

21.10 Uhr: Trotz Corona ist das beliebte „Kleine Fest im Großen Garten“ in die Saison gestartet - allerdings in abgespeckter Form. Das mehr als 300 Jahre alte Gartentheater in Hannovers Herrenhäuser Gärten wird bis zum 3. August zur Bühne für Kabarettisten, Bauchredner, Entertainer und Clowns. Zum Auftakt am Dienstag präsentierte unter anderem Comedian Sascha Korf sein Improvisationstalent. Pro Abend treten vier bis fünf Künstler auf. Es gibt sieben verschiedene Programme. Die insgesamt rund 8400 Karten für die Reihe „Best of Kleines Fest im Gartentheater“ waren den Organisatoren zufolge sofort ausverkauft.

Für das traditionsreiche „Kleine Fest im Großen Garten“ wurden bisher jeden Sommer mehr als 30 Bühnen zwischen den Hecken und Beeten des Barockgartens aufgebaut. Die Zuschauer flanieren sonst mit Picknickdecken, Klappstühlen und Getränken von Bühne zu Bühne. Diesmal müssen sie auf ihren Plätzen sitzenbleiben. Das kürzlich restaurierte Gartentheater ist nach Angaben der Stadt Hannover das älteste seiner Art in Deutschland. Auch die Staatsoper Hannover nutzt die Open-Air-Bühne derzeit. Im August sind dort zudem wieder „Sommernächte“ geplant, allerdings nur mit 250 statt wie in anderen Jahren 450 Sitzplätzen.

Keine Corona-Infektionen mehr in Meck-Pomm

16.28 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach den Daten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales aktuell keine akute Corona-Infektion mehr. Wie das Amt am Dienstag mitteilte, gelten einer Schätzung zufolge 784 von bislang 804 registrierten Infizierten als genesen. 20 Patienten waren im Nordosten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Seit dem 3. Juli ist laut Landesamt bei Einwohnern Mecklenburg-Vorpommerns kein neuer Fall einer Corona-Infektion mehr bekannt geworden. Drei Menschen, die nicht im Nordosten beheimatet waren und bei denen seit dem 1. Juli das Virus festgestellt wurde, haben das Land einer Sprecherin zufolge verlassen. 

Etwa 266.000 Corona-Tests im Norden

16.03 Uhr: Labore in Schleswig-Holstein haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie gut 266.000 Tests auf das neuartige Virus vorgenommen. Dies geht aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden allein in der vergangenen Woche 21.300 Tests erledigt, nach etwa 19.600 in der Woche zuvor. In der ersten „Corona-Woche“ Anfang März waren es nur gut 4100 Tests, in der zweiten Mai-Woche wurde mit 21.600 ein vorläufiger Höchstwert erreicht.

Danach ging die Kurve tendenziell nach unten. Zuletzt wurde aber wieder ein Anstieg verzeichnet. Dabei handelt es sich laut Ministerium allein um die sogenannten PCR-Tests auf akute Infektionen. Die Untersuchungen auf Antikörper würden zusätzlich vorgenommen, aber nicht gesondert erfasst.

Zurzeit sind nach Ministeriumsangaben rechnerisch täglich rund 9000 Tests möglich. In der vergangenen Woche gab es im Schnitt 3000. Corona-Tests übernehmen nicht nur große Krankenhäuser wie das Universitätsklinikum oder das Städtische Krankenhaus in Kiel, sondern auch private Labore.

Hamburger Unternehmen klagt: Fast 70 Millionen Euro weniger Umsatz

15.35 Uhr: Die Coronakrise hat das Modeschmuck-Unternehmen Bijou Brigitte schwer getroffen. Wie das Hamburger Unternehmen am Dienstag mitteilte, verzeichnete der Bijou-Brigitte-Konzern im ersten Halbjahr dieses Jahres nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz in Höhe von 82,9 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 149,3 Millionen Euro gewesen. Das entspricht einem Rückgang von 44,5 Prozent.

„Aufgrund der getroffenen Maßnahmen der Regierungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus erleidet Bijou Brigitte seit Mitte März starke Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum“, hieß es. Das Filialnetz habe sich im Vergleich zum Jahresende 2019 um 14 Filialen verkleinert. Der Konzern werde die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020 im September veröffentlichen.

Erneut keine Neuinfektionen in Hamburg

11.17 Uhr:  In Hamburg ist erneut keine Neuinfektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet worden. Damit ist seit Sonntag kein neuer Fall in der Hansestadt bestätigt worden.

Wie die Sozialbehörde am Dienstag im Internet mitteilte, infizierten sich in den vergangenen sieben Tagen 12 Menschen. Das sind 0,7 Fälle pro 100.000 Menschen in Hamburg. Damit liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

Seit Ende Februar infizierten sich in Hamburg 5230 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus. Rund 4900 sind nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) wieder genesen. Unverändert 231 Menschen starben an Covid-19, wie das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf ermittelte. Das RKI zählte abweichend davon 261 Todesfälle.

Damit werden derzeit 17 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, 7 davon auf der Intensivstation. Damit sind diese Zahlen seit Freitag leicht gestiegen. Zu dem Zeitpunkt lagen 15 Infizierte in den Krankenhäusern und 4 von ihnen mussten intensivmedizinisch behandelt werden.

Ministerin aus Schleswig-Holstein: Corona kann mehr als zwei Milliarden Euro kosten

9.57 Uhr: Zur Bewältigung der Corona-Folgen wird Schleswig-Holstein nach Einschätzung von Finanzministerin Monika Heinold wahrscheinlich mehr als zwei Milliarden Euro aufbringen müssen. Bisher hatte das Land für coronabedingte Mehrausgaben Schulden in Höhe von einer Milliarde Euro gemacht. „Ich gehe schon davon aus, dass aus der Milliarde zwei oder vielleicht auch zweieinhalb Milliarden werden“, sagte die Grünen-Politikerin dem NDR. Das habe vor allem mit den erwarteten Steuerausfällen zu tun.

Im Ländervergleich liegt das Land bei den Corona-Schulden bisher im Mittelfeld. Laut Mai-Steuerschätzung fehlen allein 2020 rund 1,2 Milliarden Euro Einnahmen. Heinold hatte bereits vor Wochen angekündigt, dass über die beschlossene eine Milliarde Euro weitere neue Schulden von mehreren hundert Millionen Euro zur Bewältigung der Krise nötig sein werden.

Allein 170 Millionen Euro will das Land einsetzen, um den Kommunen Ausfälle bei der Gewerbesteuer zu erstatten. Darüber hinaus rechnet es mit weiteren Einnahmeausfällen. Weitere Aufschlüsse über die Ausmaße einer weiteren Neuverschuldung werden von einer Sonder-Steuerschätzung im September erwartet. Im Herbst will die Regierung im Landtag eine weitere Kreditaufnahme als Folge einer außergewöhnlichen Notsituation beantragen. Dafür braucht sie eine Zweidrittel-Mehrheit, also auch Zustimmung aus der Opposition.

Schleswig-Holstein: 14 neue Corona-Infektionen

9.50 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um 14 auf 3221 erhöht. 7 Fälle davon wurden allein aus einer Familie im Kreis Segeberg gemeldet (siehe gestrigen Eintrag von 19.48 Uhr). Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Montagabend weiter berichtete, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen bei 154. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt zwei an Covid-19 Erkrankte behandelt.

In Hamburg haben die Lernferien begonnen

7.14 Uhr: Mit Beginn der sogenannten Lernferien haben am Montag in 144 Hamburger Schulen und Einrichtungen 381 Lerngruppen begonnen, coronabedingte Defizite bei Schülern und Schülerinnen auszugleichen. Hinzu kämen 31 Angebote an den 13 Regionalen Bildungs- und Beratungszentren sowie weitere 20 speziell für Migrantinnen und Migranten, teilte die Schulbehörde mit. Mit allein 330 Lerngruppen findet das Gros der Kurse demnach an Schulen in sozial benachteiligten Stadtteilen statt. Dort werden die Lerngruppen zentral von der Volkshochschule organisiert.

In den sozial benachteiligten Stadtteilen hätten Schülern häufig Zugänge zum digitalen Lernen oder die Unterstützung durch erwachsene Bezugspersonen gefehlt, so dass dort die Nachteile durch den Fernunterricht zu Corona-Zeiten besonders groß seien. Den Kindern und Jugendlichen in diesen Stadtteilen werden in den letzten drei Wochen der Sommerferien jetzt Kurse im Umfang von drei Unterrichtsstunden pro Tag angeboten. Alle anderen Schulen gestalten ihre Lernferienangebote selbst.

Bisher haben sich laut Behörde insgesamt knapp 3200 Schüler angemeldet, das sei mehr als jeder dritte der zuvor Angesprochenen. Allerdings lägen bislang lediglich Zahlen zu den von der Volkshochschule organisierten Kursen vor, so dass die tatsächliche Teilnehmerzahl höher liegen dürfte. 

Das waren die Corona-News vom 13. Juli: 

Corona-Neuinfektionen im Kreis Segeberg – Familie in Quarantäne

19.48 Uhr: Sieben Mitglieder einer Familie aus dem Kreis Segeberg haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Als enge Kontaktpersonen einer weiteren infizierten Person seien sie bereits seit dem 7. Juli alle in Quarantäne gewesen, teilte der Kreis am Montag mit. Alle Betroffenen hätten sich im häuslichen Umfeld angesteckt. Es handele sich um eine Familie, aber zwei Hausstände. Kreisweit waren dies alle sieben Neuinfektionen, die seit Freitag gemeldet wurden. Im Kreis Segeberg haben sich insgesamt 345 Personen infiziert. Davon gelten 331 aber bereits wieder als genesen. In Quarantäne befinden sich derzeit 16 Personen.

So enorm belastet Corona den Hamburger Ausbildungsmarkt

18.08 Uhr: Die Corona-Pandemie belastet Hamburgs Ausbildungsmarkt erheblich. Die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse ist im Juni um 24,4 Prozent niedriger als im Vorjahr, so die Handelskammer. Insgesamt 4.406 neue Verträge wurden geschlossen, vor einem Jahr waren es noch 5.828.

„Die Folgen der Corona-Pandemie gehen auch am Ausbildungsmarkt nicht spurlos vorbei“, sagt Handelskammer-Vizepräses Astrid Nissen-Schmidt. „Die Krise erschwert den Bewerbungs- und Auswahlprozess erheblich. Viele Betriebe konnten ihre freien Ausbildungsplätze noch nicht besetzen oder die Verträge erst mit einer gewissen Verzögerung abschließen.“

Eine außergewöhnliche Kündigungswelle von bereits begonnenen oder für den Sommer abgeschlossenen Ausbildungsverträgen gebe es allerdings bisher nicht. „Viele Betriebe halten auch in der Krise an der dualen Berufsausbildung fest. Das ist ein großartiges Signal“, so Nissen-Schmidt. In der Online-Lehrstellenbörse der Handelskammer gibt es aktuell noch mehr als 900 freie Ausbildungsplätze. Insbesondere Kaufleute für Büromanagement, Fachinformatiker, Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung werden noch gesucht.

„Schlag ins Gesicht“ – Aufregung um Sexarbeits-Verbot

14.12 Uhr: Das ausdrückliche Verbot von Prostitution durch die geänderte Corona-Verordnung in Mecklenburg-Vorpommern sorgt für Kritik. „Für die Sexarbeiterinnen ist das ein Schlag ins Gesicht“, sagte Sandra Kamitz von der Rostocker Beratungsstelle für Menschen in der Sexarbeit, SeLA, am Montag.
Vor allem für Frauen aus dem europäischen Ausland, die in der Corona-Krise nun nicht auf staatliche Grundsicherung zurückgreifen könnten, verschärfe sich damit die finanzielle Notlage weiter. „Sie sind gezwungen, sich irgendwie Geld zu beschaffen“, erklärte Kamitz. Hilfen aus einem Spendenfonds von jeweils 500 bis 1200 Euro hätten nur die größte Not lindern können.

Kamitz sieht in der seit Freitag gültigen neuen Regelung eine direkte Reaktion der Landesregierung auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts in Schwerin. Nach dessen Auffassung durften nach der alten Verordnung Prostituierte auch in Corona-Zeiten ihrer Tätigkeit nachgehen, wenn sie ihre Kunden zuhause aufsuchen oder in Hotels treffen.
Nach Angaben von Kamitz haben im Land etwa 300 Prostituierte ihre Tätigkeit angemeldet. Doch sei von einer weit höheren Zahl auszugehen.

Eine neue Infektion in Niedersachsen

12.03 Uhr: Die Zahl der von den Behörden in Niedersachsen registrierten Corona-Infektionen ist am Montag auf 13.768 gestiegen – damit gab es seit Sonntag eine neue Infektion. Am Wochenende waren 13 neue Fälle bestätigt worden. 644 Menschen sind in Niedersachsen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Etwa 12.700 Patienten gelten laut Schätzungen des Berliner Robert Koch-Instituts bereits wieder als gesund.

Jeder Zweite durch Corona psychisch belastet

11.10 Uhr: Jeder Zweite fühlt sich einer Forsa-Umfrage zufolge durch die Corona-Krise psychisch belastet. 50 Prozent der Befragten gaben an, sich wegen der Pandemie häufig oder manchmal gestresst zu fühlen, wie die Techniker Krankenkasse am Montag mitteilte. Von ihnen belastet demnach 80 Prozent besonders der fehlende Kontakt zu Familie und Freunden. Am zweithäufigsten wurde mit 57 Prozent die Angst vor einer Corona-Erkrankung der Angehörigen als belastend genannt. Fast genau so viele nannten die Angst vor Schließungen von Kitas und Schulen als Belastungsfaktor.

Zudem äußerte sich jeder Zweite besorgt über einen möglichen Zusammenbruch der Wirtschaft. Fast vier von zehn Befragten gaben außerdem an, dass ihre Arbeit stressiger sei als vor der Pandemie. Mehr als jeder Fünfte leidet nach eigenen Angaben an Einsamkeit und Langeweile. Aus der Umfrage ging zudem hervor, dass Menschen unter 60 Jahren mehr unter der Krise leiden als die Senioren: 38 Prozent der 18- bis 39-Jährigen und 40 Prozent der 40- bis 59-Jährigen gaben an, starke Probleme mit der aktuellen Situation zu haben; unter den über 60-Jährigen waren es demnach nur 27 Prozent.

Einen deutlichen Unterschied gab es auch zwischen Eltern und Kinderlosen: Von den Eltern gaben mehr als zwei Drittel an, im Homeoffice gestresst zu sein – dasselbe gab nur knapp die Hälfte der Erwerbstätigen ohne Kinder an. Für die Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstituts Forsa vom 13. bis zum 26. Mai 1000 repräsentativ ausgewählte Erwachsene in Deutschland zur Corona-Zeit. 

Keine neuen Corona-Fälle in Hamburg

10.40 Uhr: Hamburg scheint das Coronavirus derzeit gut im Griff zu haben: Nachdem am Samstag und Sonntag je ein neuer Corona-Fall gemeldet wurde, kam nun binnen eines Tages kein weiterer dazu. Das meldete die Gesundheitsbehörde am Montag. Die Gesamtzahl der Infizierten bleibt damit bei 5.230, von denen nach Schätzungen etwa 4.900 als wieder gesund gelten.

Ab heute: Weitere Corona-Lockerungen in Niedersachsen

8.25 Uhr: Angesichts der sinkenden Infektionszahlen werden in Niedersachsen von Montag an die Corona-Regeln weiter gelockert. Kurz vor Beginn der Sommerferien sind nun Jugendreisen und -veranstaltungen wieder bis zu einer Gruppengröße von 50 Teilnehmern erlaubt. Außerdem dürfen Heimbewohner und Krankenhauspatienten künftig wieder von mehr als einer Person gleichzeitig Besuch erhalten, wenn es die örtlichen Hygienemaßnahmen zulassen.

Im Mannschaftssport dürfen wieder Teams zu Wettkämpfen gegeneinander antreten, Sport ist in einer Gruppe von bis zu 30 Personen erlaubt. Wenn es für jeden einen Sitzplatz gibt, sind bei Sportveranstaltungen bis zu 500 Zuschauer zulässig.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage lag am Sonntag in Niedersachsen landesweit nur noch bei 1,2. Im Vergleich aller Landkreise hatte Delmenhorst mit 11,2 den höchsten Wert. Ab dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen muss über Einschränkungen im öffentlichen Leben für einen Kreis nachgedacht werden.

5000 Masken in MV-Gefängnissen genäht

7.16 Uhr: Nach rund drei Monaten sind in den Justizvollzugsanstalten Mecklenburg-Vorpommerns rund 5000 Mund-Nasen-Bedeckungen von Häftlingen genäht worden. Am Mittwoch sollen 200 Masken an ein Pflegeheim in Bützow (Landkreis Rostock) übergeben werden, teilte das Justizministerium auf Anfrage mit. Zuvor habe bereits das Landesamt für ambulante Straffälligenarbeit welche erhalten – Justizmitarbeiter und Gefangene wurden ebenfalls ausgestattet.

Die Masken werden laut Ministerium weiterhin in den vier Justizvollzugsanstalten des Landes produziert. Die Mund-Nasen-Bedeckungen sind den Angaben zufolge auch für Besucher in den Gefängnissen vorgesehen, diese werden ausgewaschen und wiederverwendet. 

Das waren die News vom 12. Juli

Hamburger Studie: Bereitschaft zu Corona-Impfung sinkt

16.16 Uhr: Die Bereitschaft zu einer Corona-Impfung ist einer Studie zufolge in Deutschland zuletzt gesunken. So sei der Anteil der Befürworter in den vergangenen drei Monaten von 70 auf 61 Prozent zurückgegangen, berichtete die «Süddeutsche Zeitung» am Sonntag unter Berufung auf eine Umfrage. Die Universität Hamburg hatte in Kooperation mit Hochschulen anderer EU-Staaten Tausende Menschen in mehreren Ländern gefragt, wie sie zu einer Impfung gegen das Coronavirus stehen. Bislang gibt es eine solche Impfung nicht.

Besonders gering ist die Impfbereitschaft in Deutschland den Angaben zufolge mit 52 Prozent in Bayern, in Norddeutschland sei sie hingegen mit 67 Prozent deutlich höher. Ein Ost-West-Gefälle gebe es nicht.

Jonas Schreyögg, Leiter des Hamburg Center for Health Economics an der Uni Hamburg, sagte laut „Süddeutscher Zeitung“, dass es jedoch nur wenige Menschen gebe, die einen Impfstoff generell ablehnen. „Positiv gesprochen heißt das, wenn es uns gelingt, durch Transparenz bei der Prüfung und Zulassung der Impfstoffe sowie mit öffentlichen Aufklärungskampagnen diesen Personen mehr Sicherheit zu geben und sie zu überzeugen, könnte die Impfbereitschaft deutlich erhöht werden“, sagt er. Ein großer Anteil derjenigen, die sich derzeit nicht impfen lassen wollen oder unsicher sind, würden dies mit Angst vor Nebenwirkungen oder Unklarheit zur Sicherheit des Impfstoffes begründen.

Schreyögg sprach davon, dass bereits jetzt Aufklärungskampagnen sinnvoll seien. Besonders wichtig erscheint es ihm, Frauen zu überzeugen. Sie seien „über alle Altersgruppen hinweg unsicherer bezüglich der Impfentscheidung“.

Neue Corona-Zahlen für Hamburg

12.56 Uhr: Am Wochenende sind in Hamburg zwei weitere bestätigte Coronavirus-Neuinfektionen registriert worden. Damit liegt die Zahl der seit dem Ausbruch der Pandemie infizierten Hamburgerinnen und Hamburger bei 5230, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag auf ihrer Homepage mitteilte.

Etwa 4900 von ihnen werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg blieb laut RKI bei 261. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das lediglich Fälle berücksichtigt, bei denen die Corona-Infektion laut Obduktion auch todesursächlich war, geht unverändert von 231 Toten aus.

Mit 0,9 Neuinfizierten pro 100 000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

15 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland werden stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, vier davon auf der Intensivstation.

Keine Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

11.50 Uhr: In Schleswig-Holstein liegt die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus weiterhin bei 3206. Das meldete die Landesregierung auf ihrer Homepage unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand vom Samstagabend - damit kam im Vergleich zum Vortag kein weiterer Fall hinzu.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen blieb bei 154. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - gelten inzwischen als genesen.

In Krankenhäusern wurden zuletzt drei an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Kreuzfahrten: Grünen mahnen Neustart mit Augenmaß

10.54 Uhr: Die Corona-Pandemie hat der jahrelang wachsenden Kreuzschifffahrt unvermittelt ein Stoppzeichen gesetzt. Doch schon bald sollen wieder die ersten Schiffe wieder von Hamburg aus ablegen. Die Grünen mahnen mit Blick auf Umwelt- und soziale Folgen einen Neustart „mit Augenmaß und Weitblick“ an.

Die Partei dringt beim bevorstehenden Neustart des Kreuzfahrt-Tourismus auf einen grundlegenden Kurswechsel der Branche. „Weniger und sauberer – das muss die Devise werden“, heißt es in einem Positionspapier, das Fachpolitiker der Grünen-Bundestagsfraktion jetzt veröffentlicht haben.

Darin prangern Claudia Müller, Markus Tressel und Stefan Schmidt als Sprecher für maritime Wirtschaft, Tourismus und Kommunalfinanzen das über Jahre hinweg ungebremste Wachstum mit immer größeren Schiffen, hohen Umweltbelastungen, schlechter Entlohnung des Personals und Steuerflucht in sogenannte Offshore-Paradiese an.

Die Corona-Pandemie hatte die weltweit boomenden Kreuzschifffahrt im Frühjahr zum erliegen gebracht. Nachdem auch auf Schiffen Infektionen aufgetreten waren, sperrten einige Länder ihre Häfen. Wenig später wurden die Reisen gänzlich eingestellt.

In Deutschland wollen die Reedereien nun das Geschäft wieder aufnehmen, zunächst mit Seereisen ohne Landgänge. So wird Tui Cruises am 24. Juli von Hamburg aus zur ersten Kurzkreuzfahrt in Richtung Norwegen starten. Hapag-Lloyd Cruises legt am 31. Juli von Hamburg in Richtung Dänische Südsee ab. Das in Rostock ansässige Kreuzfahrtunternehmen Aida wird am 5. August von Hamburg aus in der Nordsee unterwegs sein.

Das waren die News vom 11. Juli:

Keine Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern – seit acht Tagen

22.01 Uhr: Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist schon am achten Tag in Folge keine neue Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb damit bei 804 (Stand 14.50 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte.

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb mit 20 konstant.

781 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. Das sind zwei mehr als noch am Vortag. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Mecklenburg-Vorpommern: Jugendherbergen kämpfen um ihre Existenz

21.41 Uhr: Jugend- und Gruppenreisen sind wegen der Kontaktbeschränkungen bislang verboten. Damit ist auch das Kerngeschäft des Deutschen Jugendherbergswerks weggebrochen.

Die wirtschaftliche Lage der Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern gestaltet sich weiterhin äußerst schwierig. Nach der ersten Öffnung an Pfingsten seien inzwischen sieben der 14 Herbergen geöffnet, sagte der Vorstand des DJH-Landesverbands Kai-Michael Stybel der Deutschen Presse-Agentur. Die Auslastung reiche nicht aus, um alle Häuser zu öffnen.

„Deshalb gehen wir mit begrenzter Kapazität an den Markt.“ Es sei allerdings gelungen, zwei Drittel der Buchungen von den noch geschlossenen in die geöffneten Herbergen umzuleiten. Schon vor den Sommerferien seien viele Buchungen gecancelt worden.

Ein Grund für die Nicht-Öffnung sei auch, dass in manchen Häusern die strengen Pandemie-Auflagen für Gruppenunterkünfte nicht oder nur schwer eingehalten werden können.

Diese betreffen insbesondere die Sanitär- und Verpflegungsbereiche. „Das sind natürlich haftungsrelevante Auflagen“, betonte Stybel. Gleichzeitig herrsche auf dem Markt der Jugendgruppereise weiter große Verunsicherung. „Es gibt bis heute keine Buchung aus einem Bundesland, damit im neuen Schuljahr die von uns so benötigten Klassenfahrten kommen können“, bedauerte Stybel.
Dabei sei üblicherweise jetzt die Zeit, in der die Schulen die letzten Reisevorbereitungen für das kommende Jahr treffen. „So bestehe nun die Gefahr, das wir 2021 ins nächste Krisenjahr reinschlittern.“

Jeder dritte Hamburger bleibt wegen Corona zu Hause – Frauen besonders vorsichtig

17.39 Uhr: Jeder dritte Hamburger bleibt wegen der Corona-Pandemie außerplanmäßig zu Hause. Zehn Prozent haben das ursprüngliche Ziel verworfen und verbringen ihren Urlaub jetzt woanders.

Immerhin 32 Prozent der Hamburger werden ihre Reise wie geplant antreten. Zum Vergleich: Von den Befragten aus Berlin machen nur 24 Prozent planmäßig Urlaub. Insgesamt bleibt es in Hamburg jedenfalls in diesem Sommer voller. Denn 60 Prozent aller Hamburger bleiben zu Hause.
Im eigenen Land wollen demnach 17 Prozent der Hamburger Urlaub machen. Bei den Befragten aus Thüringen verreisen dagegen vergleichsweise viele Menschen innerhalb Deutschlands (42 Prozent).

Aber nicht alle Hamburger schreckt die Reise in ferne Länder: Sechs Prozent aller Befragten fährt zu Reisezielen außerhalb Europas. Vor allem Jüngere sind dazu bereit.

Die ältere Generation ab 45 Jahre geht dagegen kein Risiko ein und bleibt lieber zu Hause. Bei den über 55-Jährigen geben das 56 Prozent der Deutschen an. Auch Frauen sind vorsichtiger und bleiben in Deutschland (22 Prozent) oder ganz zu Hause (56 Prozent). Bei den Männern sind es nur 45 Prozent, die den Sommer zu Hause verbringen.
Bei der YouGov-Studie im Auftrag der DEVK Versicherungen wurden 2.000 Menschen in ganz Deutschland befragt.

Vier Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

14.52 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus um vier auf 3206 erhöht. Das meldete die Landesregierung auf ihrer Homepage unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand vom Freitagabend. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen blieb bei 154. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt drei an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Eine Neuinfektion für Hamburg gemeldet

11.50 Uhr:  In Hamburg hat es eine weitere bestätigte Coronavirus-Neuinfektionen gegeben. Damit liegt die Zahl der seit dem Ausbruch der Pandemie infizierten Hamburgerinnen und Hamburger bei 5229, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag auf ihrer Homepage mitteilte.

4900 von ihnen – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg blieb laut RKI bei 261. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das lediglich Fälle berücksichtigt, bei denen die Corona-Infektion laut Obduktion auch todesursächlich war, geht unverändert von 231 Toten aus.

Mit 0,9 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.
15 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland werden stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, vier davon auf der Intensivstation.

Hamburger Fundbüro will vermehrt online versteigern

8.55 Uhr: In der Corona-Krise musste auch das Hamburger Fundbüro erfinderisch werden. Weil von einem Tag auf den anderen Auktionen in den Räumen des Fundbüros nicht mehr möglich waren, stapelten sich vor allem Fahrräder in den Lagerhallen. „Die Polizei liefert monatlich rund 150 Räder an. Etwa 130 davon werden normalerweise in den monatlichen Auktionen wieder ersteigert. In der Corona-Zeit sind wir auf einmal die Lager-Kapazitätsgrenzen gekommen“, sagte Abteilungsleiter Peter Jander der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Seit Ende Mai wird deshalb online versteigert – und zwar mit wachsendem Erfolg.

„Seit dem 28. Mai haben wir bereits 235 Fahrräder versteigern können. Das sind mehr als sonst mit den normalen monatlichen Auktionen“, zieht Jander eine erste Bilanz. Zudem habe sich seit dem Schritt ins Internet auch die Kundschaft geändert. „Wir erreichen nun sogar Käufer aus dem europäischen Ausland.“ Teurer sind die Räder deshalb übrigens nicht geworden. Durchschnittlich geht ein Fahrrad für 148 Euro an den Höchstbietenden. „Es sind aber auch Räder dabei, die für zehn Euro versteigert werden. Da ist für jeden was dabei“, so der Fundbüro-Chef weiter. Zu den bisherigen Highlights bei den Online-Versteigerungen gehört ein Lastenrad, das für 815 Euro verkauft werden konnte.

Die zu versteigernden Objekte werden über die Internetseite des Zolls online gestellt. Auf dieser Plattform versteigern nur Behörden von Stadt, Land und Bund.

Das Hamburger Fundbüro will seine Aktivitäten dort – trotz des Mehraufwands für die 16 Mitarbeiter – nun noch ausbauen. Erste Freizeitsportgeräte wie ein Kajak (110 Euro) und ein Stand-Up-Paddle-Board (455 Euro) konnten bereits erfolgreich an den Mann oder die Frau gebracht werden. „Wir werden jetzt auch anfangen, Boote in die Versteigerung zu geben. Auch Schmuck, Handys, Werkzeuge und Kleidung sind geplant. Alle News geben wir auf dem Twitter-Account des Fundbüros bekannt.“

Auktionen in den Räumen des Fundbüros in der Bahrenfelder Straße (Ottensen) wird es bis auf Weiteres weiterhin nicht geben, weil der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Nach der Corona-Zeit, sagte Jander weiter, werde es voraussichtlich eine Mischung aus Online- und Präsenz-Auktionen geben.

Das waren die Corona-News vom 10. Juli: 

Corona-Sperre aufgehoben: Norwegen-Fähren nehmen wieder Deutsche mit

21.28 Uhr: Nach rund viermonatiger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie will die norwegische Reederei „Color Line“ ab Mittwoch auch wieder deutsche Passagiere für ihre Fahrten zwischen Oslo und Kiel an Bord nehmen - passend zur Aufhebung der Reisebeschränkungen für Menschen aus zahlreichen europäischen Staaten. Reisende aus Ländern, die zufriedenstellende Corona-Zahlen haben, dürfen ab Mittwoch wieder in Norwegen Urlaub machen, darunter auch Touristen aus Deutschland.

Bereits seit Mitte Juni fahren die beiden Schiffe „Color Fantasy“ und „Color Magic“ wieder im täglichen Wechsel auf der Strecke Oslo-Kiel. Sie nehmen bislang aber nur norwegische Passagiere mit. Mitte März hatte die Reederei die Line wegen der Corona-Pandemie zwischenzeitlich eingestellt.

16 Corona-Testzentren in Schleswig-Holstein sollen geschlossen werden

19.08 Uhr: Wegen der sinkenden Infektionszahlen will die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) ihre 16 Corona-Testzentren Ende Juli schließen. „Wir können die diagnostischen Zentren, sollte dies notwendig werden, sehr kurzfristig wieder ins Leben rufen“, sagte die KVSH-Vorstandsvorsitzende Monika Schliffke am Freitag. Corona-Tests werden künftig von den niedergelassenen Ärzten im Rahmen ihrer Infektsprechstunden geleistet.

Nach Angaben der KVSH hat die Mehrheit der Arztpraxen mittlerweile eine Infektsprechstunde eingerichtet, in der die Patienten räumlich oder zeitlich entsprechend ihrer Symptome getrennt werden. Landesweit beteiligten mehr als 70 Prozent der Praxen. Bei einem Ausbruchsgeschehen stehen zudem weiter zwei Busse auf Anforderung der Gesundheitsämter bereit.

Zwei neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

17.01 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der infizierten Corona-Patienten um zwei auf 3202 erhöht. Wie die Landesregierung mitteilte, ist zudem eine weitere Person im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Damit werden nun 151 Todesfälle gezählt. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie Infizierten sind mittlerweile wieder gesund. Drei Personen müssen derzeit im Krankenhaus behandelt werden.

Corona-Fall auf Sylt – Urlauber müssen Insel verlassen

15.32 Uhr: Wegen eines Corona-Falls in ihrer Mitte musste eine Familie am Freitag ihren Urlaub auf Sylt abbrechen und die Insel verlassen. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, war dem Gesundheitsamt am Vortag das positive Testergebnis gemeldet worden. Die infizierte Person erhielt eine Quarantäneanweisung, am frühen Freitagmorgen sei die Familie mit ihrem Auto abgereist. Zuvor wurden alle Familienangehörigen auf das Coronavirus getestet. „Die Insel ist momentan voller Touristen – dementsprechend war Eile geboten“, so die Leiterin des amtsärztlichen Dienstes des Kreis-Gesundheitsamtes, Heike Dorothea Hill.

Das Gesundheitsamt gehe davon aus, dass sich die Person bereits vor ihrer Anreise außerhalb von Nordfriesland angesteckt hat. Die betroffene Familie war erst kurz dort. Das Kreis-Gesundheitsamt hat bereits eine Kontaktperson ermittelt, die umgehend in Quarantäne geschickt wurde. Weitere enge Kontaktpersonen gebe es nicht.

Zwei weitere Corona-Fälle in Hamburg

12.01 Uhr: In Hamburg hat es zwei weitere Coronavirus-Neuinfektionen gegeben. Damit steigt die Zahl der Infizierten seit dem Ausbruch der Pandemie auf 5228. Die Zahl sank im Vergleich zum Vortag um zwei Fälle, weil vier Fälle mit Meldedatum März nachgemeldet wurden. Gleichzeitig wurden acht Fälle für die Monate März und April gelöscht.

Dies teilte die Gesundheitsbehörde am Freitag mit. 4900 Menschen werden mittlerweile als genesen angesehen. Laut dem UKE bleibt die Zahl der Todesfälle bei weiterhin 231.

Mit 1,0 Neuinfizierten pro 100 000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

14 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland werden stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 4 auf der Intensivstation.

Wegen Corona: Hamburgs Huren gehen auf die Straße

11.15 Uhr: Hamburgs Huren gehen auf die Straße: Am Sonnabend wollen zahlreiche Sexarbeiterinnen aus der Hansestadt mit Unterstützung von Kolleginnen aus ganz Deutschland gegen die angesichts der Corona-Krise weiter fortbestehende Bordell-Schließung demonstrieren. Um 22 Uhr beginnt die Demo an der Herbertstraße, Eingang Davidstraße auf St. Pauli. Das Motto: „Öffnet die Bordelle!" In einer Pressemitteilung des Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen heißt es: „Menschen in der Sexarbeit fühlen sich von der Politik vergessen – während Geschäfte, Hotels, Restaurants, Imbisse, Kinos, Theater und Museen, sowie körpernahe Dienstleistungen wie Frisöre, Kosmetik, Tattoo-Studios und Massage-Salons wieder geöffnet wurden, wird die Öffnung der Prostitutionsbetriebe in Deutschland aus unklaren Motiven in die Länge gezogen." Alle Hygiene-Konzepte der Branche seien von den Behörden abgelehnt worden. Die Betroffenen wüssten nicht mehr, wovon sie ihren Lebensunterhalt bezahlen sollen. Mit der Aktion auf St. Pauli wolle man sich Gehör verschaffen.

Fielmann will trotz Corona expandieren

9.29 Uhr: Trotz Corona-Krise: Deutschlands größte Optiker-Kette Fielmann will europaweit 80 neue Filialen eröffnen. Und das, obwohl das Unternehmen durch die coronabedingten Maßnahmen scharfe Einbußen erlitten hat. So verbuchte Fielmann laut einer aktuellen Ad-hoc-Meldung im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatzrückgang von 611 Millionen Euro (Vorjahr 758,2). Das Vorsteuerergebnis schrumpfte auf 35 Millionen Euro. 2019 waren es im gleichen Zeitraum 127,6 Millionen Euro. Der schwärzeste Monat mit Umsatzverlusten von 70 Prozent war der April. Seit Mai läuft das Geschäft aber wieder an und lag im Juni sogar über Vorjahresniveau! Für das laufende Jahr rechnet Fielmann mit einem Umsatz von 1,3 Milliarden, was einem Rückgang von 14 Prozent entspricht. Dank eines strengen Sparkurses ist die Eigenkapitaldecke jedoch groß genug für neue Investitionen. Zusätzlich zur Neueröffnung von 80 Filialen in ganz Europa soll es auch zu Modernisierungen bestehender Geschäfte kommen. Außerdem soll noch in diesem Jahr eine Fielmann-App starten, die den Online-Kauf von Brillen ermöglicht.

Drei Phasen bei Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebes

18.27 Uhr: Die Kreuzfahrtindustrie hat gemeinsam mit den deutschen Behörden und Hafenverwaltungen ein Hygienekonzept erarbeitet, mit dem ein Neustart des Kreuzfahrtbetriebes in absehbarer Zeit möglich sein wird. Die Wiederaufnahme der Kreuzfahrten soll demzufolge in drei Phasen eingeteilt werden, die die Cruise Lines International Association (Clia), der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie, am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte.

In der ersten Phase sollen die ersten Schiffe von Hamburg, Rostock, Kiel oder Bremerhaven aus mit Gästen aus dem deutschsprachigen Raum an Bord starten können. Ohne einen anderen Hafen anlaufen zu dürfen, sollen die Schiffe bereits nach maximal sieben Tagen wieder im Starthafen ankommen. Zudem werden deutlich weniger Passagiere mitfahren dürfen als üblich. Verbunden sind diese ersten Reisen mit umfangreichen Abstands- und Hygieneregeln an Bord. Außerdem sollen die Schiffe unter anderem mit Covid-19-Schnelltests ausgestattet sein.

In der zweiten Phase dürfen schließlich auch ausländische Häfen angefahren werden und in der dritten sollen die Reedereien zu ihrer gewohnten Routengestaltung zurückkehren können. Einen konkreten Zeitplan gab Clia zunächst nicht bekannt.

Das Kreuzfahrtunternehmen Aida meldete unterdessen, dass es am 5. August von Hamburg aus das erste Mal wieder in See stechen wird. Weitere Touren starten am 12. August von Rostock-Warnemünde aus und am 16. August von Kiel aus. Das Unternehmen plant unter anderem digitale Gesundheitsfragebogen vor der Reise, Temperaturmessungen vor dem Check-in, Wegeleitsystem an Bord und beschränkte Kapazitäten für Restaurant, Bars und Theater an Bord.

Neue Corona-Verordnung gibt mehr Freiheiten

16.33 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern können sich die Menschen von Freitag an wieder ohne strenge Kontaktbeschränkungen treffen. Die coronabedingte Höchstgrenze für den öffentlichen Raum von zehn Personen gilt von Freitag an nicht mehr. Doch sind alle weiterhin aufgefordert, möglichst die gebotenen Abstände einzuhalten und Mundschutz zu tragen. Die nun geltende neue Corona-Schutzverordnung des Landes lässt auch wieder mehr Besucher bei Veranstaltungen zu.

In Räumen dürfen 200 statt wie bisher 100 Personen zusammenkommen, im Freien wird die Obergrenze von 300 auf 500 Personen angehoben. In Ausnahmefällen kann auch jeweils die doppelte Anzahl genehmigt werden. Gaststätten dürfen bis 2.00 Uhr öffnen. Und mit Busreisegruppen dürfen erstmals seit März auch wieder Tagestouristen ins Land, individuelle Tagesbesuche hingegen bleiben untersagt. Mit den Lockerungen reagierte die Landesregierung auf die anhaltend geringe Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Nordosten. 

Corona-Regeln: So viele Verstöße hat die Polizei im Norden registriert

14.03 Uhr: Schleswig-Holsteins Polizei hat in der Zeit von März bis Mitte Juni insgesamt 1313 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt. In den meisten Fällen sei der Mindestabstand nicht eingehalten worden, sagte ein Sprecher des Landespolizeiamts. „In wenigen Fällen wurde im gewerblichen Bereich gegen die Auflagen verstoßen oder eine angeordnete Quarantäne nicht eingehalten.“

Im April registrierten die Beamten mit 706 Verstößen die größte Zahl. Sie erfassten in dem Monat 593 Ordnungswidrigkeiten und 113 Straftaten. Im Mai gab es 225 Verstöße (203 Ordnungswidrigkeiten und 22 Straftaten) und bis zum 17. Juni 57 Fälle (54 Ordnungswidrigkeiten und 3 Straftaten).

Der Schwerpunkt der Verstöße sei bei polizeilichen Kontrollen sowie Streifenfahrten festgestellt worden, sagte der Polizeisprecher. „Es gab zwar auch regelmäßig Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern - hier waren allerdings auch eine Vielzahl von Meldungen dabei, die sich nach Überprüfung vor Ort nicht als Verstöße darstellten.“

Aktueller Stand: Hamburg gibt neue Corona-Zahlen bekannt

11.38 Uhr: In Hamburg hat es zwei weitere bestätigte Coronavirus-Neuinfektionen gegeben. Damit stieg die Zahl der seit dem Ausbruch der Pandemie infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern auf 5230, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag auf ihrer Homepage mitteilte. 4900 von ihnen werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg blieb laut RKI bei 261. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das lediglich Fälle berücksichtigt, bei denen die Corona-Infektion laut Obduktion auch todesursächlich war, geht unverändert von 231 Toten aus.

Mit 1,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. In Hamburg liegt die Zahl derzeit bei 21 registrierten Neuinfektionen.

12 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland werden stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 3 auf der Intensivstation (Stand Mittwochnachmittag). 

Gericht schmettert Corona-Klage von Gastwirt ab

10.59 Uhr: Das Landgericht Hannover hat die Klage eines Gastwirts auf Entschädigung wegen der coronabedingten Schließung seines Restaurants abgewiesen. Für die Klage gegen das Land Niedersachsen und einen Entschädigungsanspruch gebe es keine Rechtsgrundlage im Bundesinfektionsschutzgesetz, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag zu dem Zivilverfahren (Az.: 8 O 2/20).

Nach Ansicht des Richters habe der Gesetzgeber keine Entschädigung für Gastronomen in dem Gesetz vorgesehen. Hätte der Bundestag dies gewollt, dann hätte er es Ende März noch tun können, als Verdienstausfallregelungen für Eltern beschlossen wurden, die wegen der Schul- und Kitaschließungen ihre Kinder zu Hause betreuen mussten.

Kläger Gerrit Schweer betreibt ein Lokal im Ausflugsort Steinhude am Steinhuder Meer in der Region Hannover. Sein von einem Steuerberater attestierter Schaden beläuft sich auf rund 52.000 Euro. Der Gastronom verlangte 10.000 Euro Entschädigung vom Land.

Auch aus dem Landespolizeigesetz mit seinen Entschädigungsregelungen ergeben sich keine Ansprüche, wie der Sprecher erklärte. Bundesrecht gehe vor Landesrecht, ein Rückgriff auf ein Landesgesetz sei daher nicht möglich. Auch aus dem allgemeinen Staatshaftungsrecht ergeben sich demnach keine Ansprüche. Der Richter argumentierte zudem, er würde Richterrecht schaffen und einen Entschädigungsanspruch konstruieren, wenn er der Klage stattgeben würde - und der Gesetzgeber müsste zahlen. Das wiederum hätte drastische Folgen für die öffentlichen Haushalte.

Sechs neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

9.14 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuen Coronavirus um 6 auf 3200 erhöht. Das meldete die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Mittwochabend. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen blieb bei 153. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt vier an Covid-19 Erkrankte behandelt. 

Das waren die News am 8. Juli:

Gütersloh fordert vom Norden Ende der Reise-Beschränkungen

19.57 Uhr: Mit einer E-Mail an die Ministerpräsidenten der Küstenländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen hat sich Güterslohs Landrat Sven-Georg Adenauer für die Aufhebung der Reisebeschränkungen für Menschen aus seiner Heimat eingesetzt. Die Menschen aus dem Kreis Gütersloh hätten „die Ausgrenzung und Stigmatisierung satt“, schrieb der CDU-Politiker laut Mitteilung an Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) sowie dessen schleswig-holsteinischen Amtskollegen Daniel Günther (CDU). Beide Bundesländer reagierten am Mittwoch.

Auch wenn der Kreis Gütersloh offiziell nicht mehr als Corona-Risikogebiet gilt, können Reisende von dort vorerst nicht ohne weiteres nach Schleswig-Holstein kommen. Wer sich in dem Kreis in der Zeit aufhielt, in der dieser als Risikogebiet eingestuft war, dürfe weiterhin nur mit negativem Testergebnis einreisen oder müsse unverzüglich in Quarantäne. Zudem müsse sich derjenige beim Gesundheitsamt melden. Erst wenn der letztmalige Aufenthalt in einem Risikogebiet länger als 14 Tage zurückliegt, hat das dem Kieler Gesundheitsministerium zufolge keine Auswirkung mehr auf die Einreise. „Die Landesregierung überprüft zur Zeit, ob und wie eine Änderung der Quarantäne-Verordnung zu Samstag möglich ist“, kündigte der stellvertretende Regierungssprecher Eugen Witte am Mittwoch an.

Niedersachsen hebt die Einschränkungen für Übernachtungsgäste aus dem Kreis Gütersloh am Samstag auf. Das sagte eine Regierungssprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Bis dahin müssen sie einen negativen Coronatest vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. In anderen Bundesländern dagegen waren die Beschränkungen für den Kreis aufgehoben worden, nachdem die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage unter den Grenzwert von 50 gesunken war.

MeckPomm: Keine weitere Corona-Neuinfektionen

16.46 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist auch am Mittwoch keine neue Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb damit bei 804 (Stand 15.09 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb mit 20 konstant. 777 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen.

Damit liege im Nordosten die wichtige Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner, die sogenannte Inzidenz, weiter bei 50. Mecklenburg-Vorpommern hat im Vergleich der Bundesländer die mit Abstand niedrigste Inzidenz. Bayern, das am stärksten von Covid-19 betroffene Bundesland, weist einen Wert von 374 auf, der Schnitt aller Bundesländer liegt bei 237.

Schutzmasken-Spende aus China für Schleswig-Holstein

13.51 Uhr: Schleswig-Holstein hat von seiner chinesischen Partnerregion Zhejiang eine Spende von 10 000 FFP-2-Schutzmasken bekommen. Die Staatskanzlei sprach am Mittwoch angesichts der Corona-Pandemie von einem „Zeichen der Solidarität und Freundschaft in einer schwierigen Zeit“. Staatskanzleichef Dirk Schrödter nahm die Masken symbolisch in Empfang. „Mit der Region Zhejiang pflegen wir bereits seit 34 Jahren eine stabile und erfolgreiche Partnerschaft“, sagte er. Wie gut solche Partnerschaften funktionieren, zeige sich vor allem in Krisenzeiten. Schrödter ist Co-Vorsitzender der gemeinsamen Förderkommission. Eine für April vorgesehene Reise in die Partnerregion musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. 

Sechs neue Corona-Infektionen in Hamburg

11.58 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen bleibt in Hamburg weiter auf niedrigem Niveau. Der Senat hat am Mittwoch lediglich sechs weitere Corona-Fälle vermeldet – damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen auf 5228.

Von diesen Personen gelten laut Senat 4900 bereits als geheilt. Eine weitere positive Nachricht: Im Vergleich zum Vortag hat es keinen neuen Todesfall gegeben. Insgesamt sind 231 Personen in unserer Stadt an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Derweil bleibt auch die Lage in den Krankenhäusern entspannt. Lediglich 14 Personen werden aktuell aufgrund einer Covid-19-Erkrankung in Hamburg stationär behandelt – darunter befinden sich vier Personen auf der Intensivstation.

Hamburgs Bürgermeister Tschentscher verteidigt die Maskenpflicht

11.29 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat sich für eine Beibehaltung der Maskenpflicht zumindest bis zum Ende der Reisezeit ausgesprochen und vor dem sogenannten „Cornern“ gewarnt. Es gehe darum, das in der Corona-Krise erreichte niedrige Infektionsgeschehen nicht zu gefährden, sagt der SPD-Politiker am Mittwoch im Sommerinterview des Senders NDR 90,3. „Abstand halten, die Maske tragen da, wo es mit den Abständen nicht geht: Das sind die beiden wichtigsten Maßnahmen, die wir jetzt noch aufrechterhalten.“

Zunächst müssten die Auswirkungen der jüngsten Lockerungen und die Rückkehr der Sommerurlauber abgewartet werden. „Viele fahren ja dann doch irgendwohin, wo wir nicht ganz sicher sind, wie die Virusverbreitung dort ist“, sagte Tschentscher. „Ich kann mir vorstellen, dass wir einen weiteren Lockerungsschritt machen, aber nicht vor Ende August.“ Zunächst gelte daher, „die Nerven zu behalten, auch wenn es lästig ist, die Maske zu tragen in Bus und Bahn und beim Einkaufen.“

Tschentscher warnte auch vor massenhaften Ansammlungen vorwiegend junger Leute an warmen Sommerabenden auf öffentlichen Plätze in den Szenevierteln. „Das ist – wie wir in anderen Bundesländern sehen – eine Gefahr. Es kann sehr schnell zu einer Virusverbreitung dabei kommen.“ Alkoholverbote seien hier ein sehr wirksames Mittel. „Die jungen Leute wollen dann da Bier trinken im öffentlichen Raum. Und wenn sie das nicht gekühlt irgendwo bekommen, dann funktioniert eben dieses Cornern nicht so wie sie sich das vorstellen.“ 

Fünf neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein – ein Toter

9.55 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuen Coronavirus um 5 auf 3194 erhöht. Das meldete die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Dienstagabend. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg nach einem Todesfall im Kreis Herzogtum Lauenburg auf 153. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

44.000 Corona-Tests – und nur ein positives Ergebnis

6.54 Uhr: Wie viele Erkrankte gibt es in Alten- und Pflegeheimen in Mecklenburg-Vorpommern? Das wollte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) wissen. Im Rahmen der landesweiten Untersuchungen auf das Coronavirus bei Bewohnern und Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen sind bislang knapp 44.400 Abstrichtests erfolgt. Wie das Gesundheitsministerium berichtete, war davon nur ein Test positiv. Dabei handelt es sich nach dpa-Informationen um eine Mitarbeiterin in der Küche eines Pflegeheims im Kreis Ludwigslust-Parchim. Das Ergebnis zeige, dass die Hygienemaßnahmen in den Einrichtungen wirksam seien, teilte das Ministerium mit.

Die 3,5 Millionen Euro teure Testreihe soll noch bis Ende Juli fortgesetzt werden. Schon Anfang Mai hatte es Kritik gegeben, da die Abstrichtests immer nur eine Momentaufnahme darstellten. Selbst ein zu 100 Prozent negatives Ergebnis würde zu keiner Aufhebung der Kontaktbeschränkungen in den Heimen führen, hieß es damals.

Das waren die News vom 7. Juli:

Mecklenburg-Vorpommern: Keine weitere Corona-Neuinfektion

17.14 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Dienstag keine neue Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb bei 804 (Stand 15.38 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Dienstag mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 775 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag ebenfalls nicht.

Treffen ohne Vorgabe: Regierung beschließt neue Corona-Verordnung

13.47 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern können sich die Menschen von Freitag an wieder ohne strenge Kontaktbeschränkungen treffen. Für Veranstaltungen gelten höhere Teilnehmerzahlen und mit Busreisegruppen dürfen erstmals seit März auch wieder Tagestouristen ins Land. Die Landesregierung habe die in der Vorwoche beschlossenen Lockerungen in einer neuen Verordnung verankert, die nun zum 10. Juli wirksam werde, teilte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Schwerin mit. Jeder könne nun entscheiden, mit wem er sich im öffentlichen Raum treffen wolle, sei zugleich aber gehalten, die coronabedingten Hygieneregeln zu beachten. „Wir setzen auf die Vernunft aller, egal ob Einheimischer oder Urlauber“, sagte der Vize-Regierungschef, der die Beratung wegen des Urlaubs von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) geleitet hatte.

Bislang galt für Treffen eine Obergrenze von zehn Personen. Ungeachtet der bundesweiten Kritik am Vorstoß von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) zu einer möglichst baldigen Aufhebung der Maskenpflicht im Handel verfolge die Regierung weiter das Ziel, zumindest für Teilbereiche Lockerungen zu erreichen. Als Beispiele nannte Caffier Tankstellen und Geschäfte mit geringem Publikumsverkehr. Eine seit Montag bestehende Arbeitsgruppe werde dafür Vorschläge erarbeiten, die dann bei der Kabinettssitzung voraussichtlich am 4. August beraten würden. Bis dahin gelte aber die uneingeschränkte Maskenpflicht in Geschäften und auch im Nahverkehr. Das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sei eine der wichtigsten Maßnahmen, um Infektionen mit dem Coronavirus einzudämmen, betonte Caffier.

Zwei neue Corona-Fälle in Hamburg

11.39 Uhr: In Hamburg hat es zwei weitere bestätigte Coronavirus-Neuinfektionen gegeben. Trotzdem blieb die Zahl der seit dem Ausbruch der Pandemie infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern bei 5222, wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag auf ihrer Homepage mitteilte. Grund dafür sei, dass drei Altfälle aus den Monaten April bis Juni gelöscht wurden, da sie nicht die Kriterien der Referenzdefinition des RKI erfüllten. Zunächst hatte die Gesundheitsbehörde gemeldet, dass es keine neuen Corona-Fälle in Hamburg gegeben habe.

Gleichzeitig wurde ein Fall aus April nachgemeldet. Daher ist die Anzahl der Fälle bei 5222 geblieben. 4900 von ihnen werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen.
Die Zahl der Todesfälle in Hamburg blieb laut RKI bei 261. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das lediglich Fälle berücksichtigt, bei denen die Corona-Infektion laut Obduktion auch todesursächlich war, geht unverändert von 231 Toten aus.

Mit 1,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. In Hamburg sind in dieser Zeit 21 neue Fälle gezählt worden.
14 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden nach Angaben vom Dienstag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon unverändert 6 auf der Intensivstation. 

Zwei neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

9.14 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuen Coronavirus um 2 auf 3189 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, wurden mit Stand Montagabend zuletzt innerhalb eines Tages vier neue Fälle gemeldet und zwei aus der Statistik gestrichen. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt. 

Corona: Tschentscher baut auf Vernunft verreisender Hamburger

7.25 Uhr: Bürgermeister Peter Tschentscher baut in Corona-Zeiten auf die Vernunft der in den Urlaub fahrenden Hamburger. Anders als noch in den Frühjahrsferien im März wüssten nun alle, „dass es jetzt darauf ankommt, dass niedrige Infektionsrisiko zu halten“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Nach der Devise „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ sind wir jetzt in einer besseren Lage. Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger – da bin ich sicher – wird sich so verhalten, dass sie die Risiken meiden.“

Er selbst plane, in den Sommerferien für drei Wochen zu verreisen. „Aber unser Reiseziel steht noch nicht fest. Wir machen es abhängig von den aktuellen Empfehlungen und Bedingungen“, sagte Tschentscher. „Vielleicht bleiben wir zum ersten Mal in Deutschland. Es gibt bei uns ja auch wunderschöne Gegenden, zum Beispiel an der Mosel.“ Sonst sei er immer Richtung Österreich unterwegs gewesen.

Die Corona-Pandemie müsse bei Reiseplanungen immer mitbedacht werden. „Das heißt, man sollte jetzt nicht in Länder reisen, in denen es ein höheres Infektionsrisiko gibt. Und wenn man es tut, sollte man besonders auf das Verhalten achten und die Quarantänezeit gleich mit einkalkulieren“, sagte der Bürgermeister.

Zugleich warnte er vor einer zweiten Corona-Welle. „Eine zweite Welle wäre ein großes Unglück, nicht nur wegen der psychologischen und der sozialen Folgen, sondern auch weil wir die wirtschaftlichen Folgen kaum verkraften würden.“ Sie wäre um ein Vielfaches schlimmer, „denn viele Branchen, viele Unternehmen wurden von der ersten Welle schwer getroffen“, sagte Tschentscher. „Ein zweiter Treffer würde sie in dieser geschwächten Position noch stärker schädigen.“

Das waren die Corona-News vom 6. Juli: 

Prävalenztest im Kreis Segeberg: Lehrerin mit Corona infiziert

20.14 Uhr: Bei einer Lehrerin in Bad Segeberg ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Wie der Kreis Segeberg am Montag mitteilte, wurde die Infektion im Rahmen einer Prävalenztestung von Schulbeschäftigten ohne Krankheitssymptome festgestellt.

Die Gesundheitsaufsicht habe mit der Frau unverzüglich Kontakt aufgenommen und die Kontaktpersonen ermittelt, sagte eine Kreissprecherin. Folgefälle seien der Gesundheitsaufsicht in den vergangenen zwei Wochen nicht bekannt geworden. Insgesamt hatten mehr als 500 Schulbeschäftigte im Kreis an dem Test teilgenommen.

Die Lehrerin war nach Angaben der Sprecherin bereits von Beginn der Sommerferien getestet worden und hatte erst einige Zeit nach ihrem Abstrich einen leichten Schnupfen entwickelt. Seit Montag werden im Kreis Segeberg auch mehr als 100 Personen ohne Krankheitssymptome aus Kindertagesstätten auf freiwilliger Basis auf das Coronavirus getestet. An den Prävalenztestungen im Auftrag des Landes beteiligen sich verschiedene Kreise und kreisfreie Städte. Dabei geht es um einen Erkenntnisgewinn über unbemerkte Covid-19-Fälle in Bildungseinrichtungen.

MeckPomm: Keine weitere Corona-Neuinfektion nachgewiesen

18.03 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Montag keine neue Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb bei 804, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Montag mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

775 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag ebenfalls nicht. 

Infizierte Touristin an der Ostsee: Vier Personen in Quarantäne

16.03 Uhr: Im Schleswig-Holstein gab es am Wochenende den ersten Fall einer Corona-infizierten Touristin – die Frau aus NRW hatte das Virus offenbar unwissentlich mit nach Timmendorfer Strand gebracht. Ihre Kontaktpersonen – vorwiegend Hotelangestellte sowie ihr Mann – wurden jetzt negativ getestet, erklärte Kreissprecherin Annika Sommerfeld gegenüber dem „Abendblatt“. Für vier Kontaktpersonen sei eine Quarantäne angeordnet worden. Der Betrieb in dem Hotel, in dem die Frau untergebracht war, laufe uneingeschränkt entsprechend dem dortigen Hygienekonzepts weiter, es seien keine zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Die Frau aus Düsseldorf – eine über 90-Jährige – war am Wochenende wegen einer anderen Krankheit von einem Rettungsdienst behandelt und im Uniklinikum Lübeck untersucht worden. Dabei wurde zufällig die Corona-Infektion festgestellt.

Gericht: Corona-Landesverordnung lässt Escort-Service zu

12.53 Uhr: Prostituierte dürfen nach Ansicht des Verwaltungsgerichts in Schwerin auch in Corona-Zeiten ihrer Tätigkeit als Escort-Damen nachgehen, wenn sie ihre Kunden zuhause aufsuchen oder in Hotels treffen. Die von der Landesregierung erlassene Verordnung zum Schutz gegen Corona-Infektionen in der Fassung vom 23. Juni untersage diese Art der Berufstätigkeit nicht, urteilte die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts (Az. 7 B 1100/20 SN). Wie das Gericht am Montag weiter mitteilte, entsprach es mit dem Beschluss vom 26. Juni dem Eilantrag einer Prostituierten.

Diese wollte die seit März 2020 wegen der Corona-Pandemie ruhenden „Erbringung entgeltlicher sexueller Dienstleistungen“ nun als Solo-Escort-Dame wieder aufnehmen. Doch anstatt in einer „festen Prostitutionsstätte“, wie etwa einem Bordell, sollten die Leistungen „unter Beachtung der geltenden Abstands- und Hygieneregelungen“ in Hotels oder den Wohnungen der Kunden erbracht werden, heißt es in der Mitteilung.

Das zuständige Gesundheitsministerium habe allerdings Beschwerde eingelegt, so dass der Beschluss des Verwaltungsgerichts noch nicht rechtskräftig sei und sich nun das Oberverwaltungsgericht in Greifswald mit dem Fall befasse.

Rostocker Mediziner: Maskenpflicht muss beibehalten werden

11.48 Uhr: In der Diskussion um ein Ende der coronabedingten Maskenpflicht im Handel hat sich der Rostocker Infektiologe Emil Reisinger für eine Beibehaltung der bisher geltenden Regelung ausgesprochen. „Die Gefahr einer zweiten Welle ist noch nicht gebannt. Ich hoffe, dass wir da herumkommen, aber wir müssen vorsichtig sein“, sagte Reisinger am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Maskenpflicht sei ein Ausdruck dieser Vorsichtsmaßnahmen. Das bestehende Abstandsgebot und die Maskenpflicht seien die besten Möglichkeiten zur weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie.

Reisinger verwies auf aktuelle Entwicklungen beispielsweise in Oberösterreich, wo nach einer Zeit der Lockerungen wieder Schulen geschlossen und weitere strenge Regelungen wieder eingeführt wurden. Hintergrund sei die starke Zunahme von Neuinfektionen mit Sars-CoV-2.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte sich am Wochenende für ein baldiges Ende der Maskenpflicht in seinem Bundesland ausgesprochen. Andere Länder hatten verhalten darauf reagiert.

Aktuelle Zahlen: Drei weitere Infizierte in Hamburg

10.08 Uhr: In Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu Sonntag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 3 und liegt nun bei 5222, teilte die Gesundheitsbehörde am Montag auf ihrer Homepage mit. 4900 von ihnen werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI bei 261. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das lediglich Fälle berücksichtigt, bei denen die Corona-Infektion laut Obduktion auch todesursächlich war, geht unverändert von 231 Toten aus.

Mit 1,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

17 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Sonntag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon unverändert 7 auf der Intensivstation.

Sechs weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

9.14 Uhr: In Schleswig-Holstein sind zuletzt innerhalb eines Tages sechs weitere Infektionen mit dem neuen Coronavirus gemeldet worden. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, wurden alle neuen Fälle im Kreis Steinburg festgestellt. Damit stieg die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Sonntagabend auf 3187. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal durch Corona eingebrochen

6.35 Uhr: Auf dem Nord-Ostsee-Kanal sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie deutlich weniger Schiffe unterwegs. Am größten war der Einbruch im Vorjahresvergleich nach Angaben der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt im Mai mit minus 30,3 Prozent (1730 Schiffe). Aber auch im Juni waren zwischen Kiel und Brunsbüttel ein Viertel Schiffe weniger unterwegs als im Juni 2019 (1706 Schiffe, minus 26,6 Prozent). Im April war die Zahl der Schiffe um 25 Prozent auf 1749 gesunken. Von Januar bis Juni brach der Schiffsverkehr auf der künstlichen Wasserstraße im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,8 Prozent ein. 12.341 Schiffe befuhren den Kanal in dieser Zeit. Im ersten Halbjahr 2019 waren es noch 14.662 Schiffe. Von Januar bis März hatte es im Vorjahresvergleich bereits einen Rückgang um 4,65 Prozent auf 7156 Schiffe gegeben.

Geringfügig niedriger fiel der Einbruch in den ersten sechs Monaten des Jahres mit minus 14,6 Prozent bei der transportierten Ladung aus. Die Schiffe im Kanal hatten insgesamt knapp 36,5 Millionen Tonnen geladen, im ersten Halbjahr 2019 waren es gut 42,7 Millionen Tonnen gewesen. Von Januar bis März hatte es zwar auch einen Rückgang der Ladungsmengen gegeben. Dieser war mit minus 3,58 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber deutlich geringer ausgefallen.

Der Bund hat bereits reagiert. Er will den Kanal durch Aussetzen der Befahrungsabgaben bis Jahresende stützen. Zur Kompensation der Einnahmeausfälle der Lotsen sollen acht Millionen Euro fließen.

Das waren die News am Sonntag, 5. Juli:

Diskussion um Maskenpflicht: Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister ist gegen Abschaffung

16.23 Uhr: Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg steht einer Abschaffung der Maskenpflicht im Handel ablehnend gegenüber. "Ich halte das inmitten der Lockerungen für grundfalsch", sagte der FDP-Politiker. "Wir befinden uns mitten in der Pandemie. Es gibt auch bei dem derzeit niedrigen Infektionsgeschehen keinen Grund, sämtliche Schutzmaßnahmen einfach über Bord zu werfen. Das Erreichte darf nicht durch Sorglosigkeit verspielt werden."

Auch Hamburg bleibt vorsichtig im Umgang mit dem Coronavirus und will in der Diskussion um die Abschaffung der Maskenpflicht erst Ende August die Infektionszahlen aus den Sommerferien abwarten – siehe unser Tickereintrag von 14.35 Uhr.

Mehrere Bundesländer hingegen eine Abschaffung der Maskenpflicht im Handel, darunter neben Sachsen auch MeckPomm (Tickereintrag von 9.49 Uhr).

Ende der Maskenpflicht? So reagiert Hamburg

14.35 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern will die Maskenpflicht abschaffen und hofft darauf, dass auch andere Nord-Bundesländer mitziehen. In Hamburg ist die Politik allerdings skeptisch, ob der Vorstoß des nord-östlichen Nachbarn eine wirklich gute Idee ist. Klare Ansage aus der Hansestadt: Wir warten ab – zumindest bis Ende August. Unklar sei, ob sich die Sommerferien bzw. die Urlaube auf die Infektionszahlen auswirken. Senatssprecher Marcel Schweitzer: „Im Verlauf der Pandemie hat sich die Expertenmeinung gefestigt, dass die Mund-Nasen-Bedeckung eine sehr wirksame Maßnahme ist gegen die Ausbreitung des Coronavirus.“

Entscheidungen über weitere Lockerungen werde Hamburg auch künftig vorsichtig treffen, so Schweitzer, und stets erst beurteilen, wie sich vorherige Regellockerungen auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt habe.

Aufatmen nach Corona-Infektion in Kieler Kita

14.12 Uhr: Der Corona-Fall in einer Kita im Kieler Stadtteil Mettendorf hat offenbar keine weiteren Folgen. Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten, sind alle 70 anschließenden Tests negativ ausgefallen. Heißt: Aktuell wurde keine Person angesteckt. Die Kita wurde nach Bekanntwerden der Infektion geschlossen, alle Kontaktpersonen mussten in Quarantäne.

Keine neuen Corona-Fälle in Hamburg

13.34 Uhr: In Hamburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Samstag nicht weiter angestiegen. Damit liegt die Zahl der seit dem Ausbruch der Pandemie infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern unverändert bei 5219, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag auf ihrer Homepage mitteilte. 4900 von ihnen werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen. Über das Wochenende sind somit in Hamburg drei Neuinfektionen gemeldet worden.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI nach wie vor bei 260. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das lediglich Fälle berücksichtigt, bei denen die Corona-Infektion laut Obduktion auch todesursächlich war, geht unverändert von 231 Toten aus.

Mit 1,4 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. In Hamburg sind in dieser Zeit 26 neue Fälle gezählt worden.

17 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Sonntag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon unverändert 7 auf der Intensivstation.

Eröffnungsfeier im Norden: Landkreis meldet weiteren Toten

12.13 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch infolge der Wiedereröffnungsfeier des Lokals "Alte Scheune" in Leer (Niedersachsen) gibt es ein weiteres Todesopfer. Wie die "Bild" berichtet, starb nach Angaben des Landkreises ein 74-Jähriger an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist. Bereits vor zwei Wochen war ein 73-Jähriger gestorben. Nach der Feier Mitte Mai hatte es zahlreiche Corona-Infektionen gegeben.

Land im Norden prüft Abschaffung der Maskenpflicht im Handel

9.49 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat eine Abschaffung der Mund-Nase-Bedeckung im Handel ins Gespräch gebracht. "Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten", sagte Glawe der "Welt am Sonntag". Er gehe davon aus, dass das Kabinett in Schwerin in seiner Sitzung am 4. August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen werde. "Ich kann die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen". Die Abstandsregel werde aber grundsätzlich bleiben. Mecklenburg-Vorpommern hat die niedrigsten Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus bundesweit.

Glawe kündigte auch Gespräche mit seinen Kollegen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. "Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen. Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel", sagte er.

Am Dienstag hatte das Kabinett in Schwerin beschlossen, dass sich die Menschen im Nordosten in Kürze wieder in unbegrenzter Zahl mit anderen im öffentlichen Raum treffen können. Die Obergrenze von zehn Personen laufe am 10. Juli aus und werde nicht verlängert, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Allerdings bleibe das Abstandsgebot zu Personen bestehen, die nicht zur eigenen Familie oder zum eigenen Hausstand gehören. Ebenso bleibe die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen oder beim Arztbesuch.

Das waren die News am 4. Juli:

Keine neuen Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

17.39 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus seit Freitag nicht erhöht. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb damit bei 804 (Stand 15.11 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Samstag mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

772 der Infizierten gelten, ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer, als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 von ihnen auf Intensivstationen.

Drei neue Corona-Fälle in Hamburg

12.54 Uhr: In Hamburg sind am Samstag drei neue Corona-Fälle von der Stadt vermeldet worden.  Damit steigt die Zahl der Infizierten auf insgesamt 5219. Neue Todesfälle aufgrund von Covid-19 sind laut Senat in den vergangenen 24 Stunden nicht hinzugekommen.

Touristin in Timmendorfer Strand mit Corona infiziert

10.10 Uhr: In Schleswig-Holstein gibt es den ersten Fall einer Touristin, die mit Corona infiziert ist und das Virus offenbar aus Nordrhein-Westfalen unwissentlich mitgebracht hat. Wie die Lübecker Nachrichten berichten, soll die Frau aus Düsseldorf, die über 90 Jahre alt sein soll, wegen einer anderen Krankheit untersucht worden sein. Dabei wurde auch ein Corona-Test gemacht, der zeigte, dass sie positiv sei. Die Kontaktpersonen der Frau, so heißt es in dem Bericht, wurden unter Quarantäne gestellt. Es handele sich hauptsächlich um Mitarbeiter des Hotels in dem die Frau mit ihrem Mann Urlaub ihren Urlaub am Timmendorfer Strand verbringen wollten.

Das waren die Nachrichten am Freitag, 3. Juli

Fassbier-Anstich im Livestream als Ersatz für Schützenfest

21.51 Uhr: Das weltgrößte Schützenfest fällt diesmal in Hannover aus – aber einen kleinen Ersatz gab es am Freitag: Einen Fassbier-Anstich vor dem Neuen Rathaus. Für den Veranstaltungsort Hannover sei es ein „schwerer Schlag“, dass auch das weltgrößte Schützenfest der Corona-Pandemie zum Opfer falle, sagte Oberbürgermeister Belit Onay. Jedes Jahr besuchten knapp 900. 000 Gäste das beliebte Volksfest. Am Freitag hätte die 491. Ausgabe begonnen. Die Einschränkungen seien aber richtig und wichtig zur Eindämmung der Pandemie, betonte der Grünen-Politiker. Er freue sich schon auf das Schützenfest 2021.

„Ich bin heute glücklich und traurig zugleich“, sagte Hannovers Schützenpräsident Paul-Eric Stolle. „Es tut uns allen weh, dass das Schützenfest 2020 ausfallen musste. Aber ich bin sehr froh, dass wir in diesem Jahr nicht komplett auf das Schützenfest-Gefühl verzichten müssen.“

Neben dem im Livestream übertragenen Fassbier-Anstich mit wenigen Gästen wird auch ein Höhepunkt des Festes – nämlich der Schützenausmarsch – ins Internet verlegt. Alle Fans des Volksfestes sind dazu aufgerufen, ein Video zu drehen und darin von links nach rechts durchs Bild zu laufen. Dieses soll auf Instagram gepostet und mit @schuetzenfest_hannover verlinkt werden, hieß es. Auf diese Weise könne jeder beim virtuellen Schützenausmarsch an diesem Sonntag dabei sein.

Infizierte nach Familienfeier in Kiel: Keine neuen Fälle

14.56 Uhr: Nach der Infektion von sieben Menschen mit dem neuartigen Coronavirus bei einer Familienfeier in Kiel hat sich die Zahl der Infizierten bis Freitag nicht weiter erhöht. „Die Zahl der aktuell Infizierten liegt in Kiel weiter bei 13“, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag. Die anderen Fälle haben aber nichts mit der Feier zu tun. Auf der im Rahmen der geltenden Corona-Regeln erlaubten Feier im Freien am vergangenen Wochenende hatten sich mindestens sechs Erwachsene und ein Kind angesteckt.

Nach Angaben der Stadt arbeiten drei Infizierte der Familienfeier in Einrichtungen der Altenhilfe. Diese sind nicht geschlossen worden. Ein sechs Jahre altes Kind besucht eine Kita im Stadtteil Mettenhof, die am Mittwoch geschlossen wurde. Dort seien am Freitag Corona-Tests bei Kindern sowie Eltern und Erziehern erfolgt, sagte der Sprecher. Ergebnisse würden voraussichtlich am Samstag vorliegen.

Die Kita war wegen der Ferien nach Angaben der Stadt nicht voll besetzt. Die etwa 50 betreuten Kinder, Eltern und Erzieher wurden in Quarantäne geschickt worden. Mit Stand Freitagnachmittag waren insgesamt 187 Kieler in der Quarantäne.

Hamburger Virologe: Es wird keinen „Superimpfstoff“ gegen Corona geben

12.29 Uhr: Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit erwartet kein schnelles Ende der Corona-Pandemie durch einen Impfstoff. Man müsse sich von der Vorstellung verabschieden, „dass wir nächstes Jahr einen Superimpfstoff haben, der allen in kürzester Zeit gegeben werden kann und ein Leben lang schützt“, sagte Schmidt-Chanasit der „Frühstart“-Redaktion von RTL/ntv. „Diesen Impfstoff wird es nicht geben und schon gar nicht nächstes Jahr.“

Wahrscheinlicher sei es, dass es mehrere Impfstoffe geben werde, die „mehr oder weniger gut“ funktionierten. Diese würden zwar dabei helfen, unser Leben besser zu machen, aber nicht das Virus aus unserem Alltag verbannen. „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben“, sagte der Virologe, der am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg forscht.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden zurzeit eine Reihe von Impfstoffen am Menschen getestet. Viele dieser Kandidaten werden sich nicht durchsetzen, schätzt Schmidt-Chanasit mit Blick auf die geringe Prozentzahl der Impfstoffe in Testverfahren, die im Schnitt Marktreife erlangen. Unter Idealbedingungen könne es frühestens im nächsten Jahr einen Impfstoff geben.

Corona-Krise lässt Erwartungen der maritimen Wirtschaft abstürzen

11.45 Uhr: Die Corona-Krise hat die Konjunkturerwartungen der maritime Wirtschaft abstürzen lassen. Sowohl Schiffbau, Hafenwirtschaft als auch Schifffahrt in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein verzeichneten enorme Einbrüche beim Geschäftsklimaindex, wie aus der am Freitag veröffentlichten Frühjahrsumfrage der IHK Nord hervorgeht.

Das Konjunkturbarometer in der Werftindustrie stürzte demnach von 123,7 auf 38,9 Punkte ab, das der Hafenwirtschaft um über 50 auf nunmehr 24,4 Punkte und in der Schifffahrt verlor der Index knapp 80 Punkte und steht nun bei 8,8 Punkten. Bei den Werften sei vor allem der Kreuzfahrtschiffbau betroffen, erklärte die Vorsitzende der IHK Nord, Janina Marahrens-Hashagen. „Hier ist im Augenblick kaum abzusehen, wie sich die Lage weiter entwickelt.“

Neun von zehn der befragten Betriebe sähen große Probleme mit Blick auf die Auslandsnachfrage. Die Häfen hätten große Ladungsrückgänge zu verbuchen. Viele Unternehmen hätten deshalb bereits Kurzarbeit angemeldet.

Die norddeutschen Industrie- und Handelskammern forderten deshalb, die Anlaufkosten von Schiffen zu den deutschen Seehäfen nicht weiter zu verteuern. „Wir brauchen jetzt vor allem Maßnahmen, die schnell wirken und damit ein deutliches Bekenntnis zum maritimen Standort Norddeutschland“, betonte Marahrens-Hashagen.

Aktuelle Zahlen: Fünf weitere Infizierte in Hamburg

10.05 Uhr: In Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu Donnerstag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 5 und liegt nun bei 5216, teilte die Gesundheitsbehörde am Freitag auf ihrer Homepage mit. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI bei 260. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 2,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

18 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Donnerstag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 7 auf der Intensivstation.

13 weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet 

9.21 Uhr: In Schleswig-Holstein sind zuletzt innerhalb eines Tages 13 weitere offiziell erfasste Infektionen mit dem neuen Coronavirus gemeldet worden. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Donnerstagabend auf 3176. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt vier an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Corona-Verstöße: Hamburg verhängt Bußgelder in Höhe von über 600.000 Euro

6.56 Uhr: Wegen Verstößen gegen die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind von der Bußgeldstelle Hamburg bereits knapp 9240 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden. Mit Stand Ende Juni seien daraus 9153 Bußgeldbescheide ergangen, sagte Matthias Krumm, Sprecher des zuständigen Einwohnerzentralamts, der Deutschen Presse-Agentur.

Die in diesen Bescheiden verhängten Bußgelder belaufen sich demnach insgesamt auf 613.027 Euro. Der mit Abstand größte Teil sei wegen Verstößen gegen das geltende Abstandsgebot ergangen, die jeweils mit 150 Euro geahndet würden, sagte Krumm.

Das waren die Corona-News am Donnerstag, 2.Juli:

Hamburger Gewerbe kann Mieten nicht mehr stemmen

18.22 Uhr: Wegen der Corona-Krise können in Hamburg immer häufiger Gewerbemieten nicht mehr gezahlt werden. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der wohnungswirtschaftlichen Verbände im Hamburger Bündnis für das Wohnen weisen von 10 000 erfassten Gewerbemietverträgen 1751 Zahlungsausfälle auf. Mehr als 2600 Monatsmieten stehen demnach aus. Das ergebe einen zwischenzeitlich aufgelaufenen durchschnittlichen Zahlungsrückstand von 2961 Euro je betroffenem Gewerbemietverhältnis. Besonders stark betroffen seien die Gastronomie und der Einzelhandel.

An der Online-Umfrage des BFW Landesverbands Nord, des Grundeigentümer-Verbands Hamburg, des IVD Nord sowie des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) beteiligten sich den Angaben zufolge Ende Juli 891 Hamburger Unternehmen sowie private Vermieter.

„Auf dem Gewerbeimmobilienmarkt ist die Lage dramatisch“, erklärten die wohnungswirtschaftlichen Verbände. Im Gegensatz zu Wohnungsmietern könnten Gewerbetreibende in finanzieller Not kein Wohngeld beantragen. Sie forderten deshalb gezieltere staatliche Unterstützung für Gewerbetreibende.
Bei den Wohnungsmieten ergab die Umfrage der Verbände ein völlig anderes Bild. Bei weniger als einem Prozent der mehr als 300 000 erfassten Wohnungsmietverhältnisse habe es coronabedingte Zahlungsschwierigkeiten gegeben, hieß es.

Keine Neuinfektionen in Meck-Pomm

16.46 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Donnerstag keine neue Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb bei 803, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

769 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. Das sind zwei mehr als noch am Mittwoch. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Mindestens sieben Corona-Infektionen bei Familienfeier in Kiel

15.04 Uhr: Bei einer Familienfeier in Kiel haben sich mindestens sieben Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Dies sei am vergangenen Wochenende geschehen, sagte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ berichtet. Den Angaben zufolge arbeiten drei Infizierte in Einrichtungen der Altenhilfe. Ein infiziertes Kind besuche eine Kita, die laut „Kieler Nachrichten“ am Mittwoch geschlossen wurde. Die Feier fand der Stadt Kiel zufolge im Freien statt. Sie sei im Rahmen der geltenden Corona-Regeln erlaubt gewesen. 

Strand-Ampel für Lübecker Bucht freigeschaltet

13.40 Uhr: Eine virtuelle Ampel gegen überfüllte Strände: Für Teile der Lübecker Bucht ist am Donnerstag die sogenannte Strand-Ampel freigeschaltet worden. Auf der Internetseite strandticker.de können sich Tagesgäste über den Andrang an den Ostsee-Stränden zwischen Scharbeutz und Rettin informieren.

Am Donnerstagmittag zeigte die Ampel für alle Strandabschnitte grün – sicher auch bedingt durch das nicht optimale Wetter. An vielen Abschnitten blieben die Strandkörbe bei grauem Himmel leer. Grün bedeutet, dass es an dem betreffenden Strandabschnitt noch genügend freie Plätze gibt. Bei gelb wird es langsam eng, und rot bedeutet, dass der Strandabschnitt wegen zu vieler Besucher geschlossen ist.

Die Infos kommen vorerst von Strandkorbvermietern und den Angestellten, die die Kurtaxe kassieren. Ziel sei es, die Gäste an weniger ausgelastete Strandabschnitte zu leiten, sagte der Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (Talb), André Rosinski. Voraussichtlich in der nächsten Woche sollen an den Strandzugängen Sensoren installiert werden, die die Badegäste zählen und automatisch signalisieren, wenn die Kapazitätsgrenze des Strandabschnitts erreicht ist. „Probeweise werden wir an zwei oder drei Strandzugängen auch Bildschirme aufstellen, die die Auslastung des jeweiligen Abschnitts anzeigen“, sagte Rosinski.

Die Ostseebäder Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin haben das Lenkungssystem entwickelt, damit die coronabedingten Abstandsregeln an den Stränden eingehalten werden können. Wegen des Ansturms von Tagestouristen hatte die Bürgermeisterin von Scharbeutz an zwei zurückliegenden Wochenenden den Zugang zum Ort sperren lassen.

Countdown für Hamburgs ersten virtuellen Schlagermove

13.11 Uhr: Bald ist es soweit: Am Samstag steigt der erste virtuelle Schlagermove. Wie die Veranstalter mitteilten, legt DJ Vossi ab 15 Uhr Pop- und Partyschlager auf und präsentiert die 52 teilnehmenden Musiktrucks. Eine Rekordbeteiligung, da beim realen Schlagermove maximal 46 rollende Musikbühnen durch St. Pauli ziehen. Das erste Lied der Online-Schlagerparty steht bereits fest: „Ein Festival der Liebe“ von Jürgen Marcus.

Der Livestream wird in einem Studio vor einer LED-Wand produziert. Auf der LED-Wand sollen Videos und Fotos der vergangenen Jahre gezeigt werden. Der Player ist im Internet unter carl-group.de/virtual-schlagermove bereits online. Der Link zum Livestream wird auch über schlagermove.de und die offizielle Facebook-Partyseite des Schlagermove erreichbar sein. Schlagerfans können auch über die kostenfreie Vimeo App live dabei sein.

Im Rahmen des virtuellen Schlagermove gibt es eine Crowdfunding Spendenaktion auf betterplace.me zum Erhalt des Schlagermove in Hamburg und der Erhaltung der Sauberkeit rund um die reale Veranstaltung in St. Pauli.

Aktuelle Zahlen: Fünf weitere Neuinfektionen in Hamburg

10.48 Uhr: In Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu Mittwoch stieg die Zahl der Neuinfektionen um 5 und liegt nun bei 5211, teilte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag auf ihrer Homepage mit. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI bei 260. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 1,9 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. 21 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Donnerstag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 9 auf der Intensivstation.

Fünf weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

9.02 Uhr: In Schleswig-Holstein sind zuletzt innerhalb eines Tages fünf weitere offiziell erfasste Infektionen mit dem neuen Coronavirus gemeldet worden. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, wurde ein zuvor mitgezählter Fall gestrichen. Damit stieg die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Mittwochabend auf 3163. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Erste Hamburger Bühne feiert heute Wiedereröffnung

8.07 Uhr: Nach mehr als drei Monaten Corona-Pause feiert das Schmidts Tivoli auf der Reeperbahn am Donnerstag (20 Uhr) als erste Hamburger Bühne seine Wiedereröffnung. Für die Show „Paradiso“ wurde das Theater in eine tropische Oase verwandelt. Die Zuschauer sollen in kleinen Inseln zusammensitzen, statt der sonst üblichen 620 können dann 255 Besucher in dem Theater Platz finden. Um Wartezeiten zu verkürzen, beginnt das Programm schon draußen vor der Tür.

Um alle Auflagen zur Corona-Prävention zu erfüllen, gibt es einen neuen Saalplan, drei verschiedene Eingänge und zwei Einlasszeiten. Die Show dauere nur 75 Minuten und werde ohne Pause gespielt. Zur Premiere werden auch Prominente wie Udo Lindenberg und der ehemalige „Tagesschau“-Sprecher Jo Brauner erwartet.

In Hamburg kein Corona-Gnadenerlass wie in Berlin

7.11 Uhr: Anders als in Berlin wird es in Hamburg keinen Corona-Gnadenerlass für Menschen geben, die eigentlich eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen müssten. Es werde lediglich unter bestimmten Kriterien bei den unterbrochenen Ersatzfreiheitsstrafen im Einzelfall eine Gnadenentscheidung geprüft, sagte ein Sprecher der Justizbehörde am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hatte am Vortag gesagt, „über den dicken Daumen gerechnet“ könnten in der Hauptstadt etwa 1000 Verurteilte davon profitieren. Ausgenommen seien Verurteilte wegen Sexual- und Gewaltstraftaten sowie Hassverbrecher.

Bereits Mitte März war in Berlin wegen der Corona-Ansteckungsgefahr der Haftantritt für Täter ausgesetzt worden, die wegen nicht gezahlter Geldstrafen hinter Gitter müssten. Zunächst sollte der Aufschub für vier Monate bis Mitte Juli gelten, nun wird die Strafe erlassen. Dies gilt etwa für Betroffene mit Geldstrafen bis zu 40 Tagessätzen oder für Verurteilte, die älter als 60 Jahre alt sind sowie Menschen, die von 90 Tagessätzen bereits die Hälfte abgegolten haben. Sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen werden vom Gericht verhängt, wenn zum Beispiel notorische Schwarzfahrer oder Ladendiebe zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, diese aber nicht zahlen wollen oder können.

Das waren die News am Mittwoch, 1. Juli:

Corona-Zahlen: So ist der Stand im Norden

20.19 Uhr: Die Corona-Neuinfektionen im Norden bleiben weiterhin auf einem niedrigen Niveau. So gab es in Schleswig-Holstein zuletzt innerhalb eines Tages fünf weitere Infektionen. . Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Dienstagabend damit auf 3159. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es gar keine Neuinfektionen. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb bei 803. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.767 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag ebenfalls nicht.

Auch in Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau (MOPO berichtete). Im Vergleich zu Dienstag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 3 und liegt nun bei 5206, teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch auf ihrer Homepage mit. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Hamburger Fischmarkt darf wieder öffnen

17.24 Uhr: Seit Mitte März in der Corona-Zwangspause, kann der Hamburger Fischmarkt nun wieder öffnen. Mit den am Mittwoch in Kraft getretenen Lockerungen seien Messen und Flohmärkte in der Hansestadt wieder möglich, sagte eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde. Das gelte auch für den Fischmarkt. Voraussetzung sei allerdings ein Hygienekonzept der Veranstalter. Außerdem gelte das Abstandsgebot und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung.

Laut NDR arbeitet der zuständige Bezirk Altona an einem Konzept für den Fischmarkt. Eine entsprechende Regelung werde aber noch etwas dauern, hieß es. 

Corona-Ausbruch in Sülfelder Altenheim gilt als beendet

16.14 Uhr: Der Corona-Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim in Sülfeld (Kreis Segeberg) im Mai gilt offiziell als beendet. „Es liegen nur noch negative Testergebnisse vor, die amtliche Überwachung wird daher mit dem heutigen Tag beendet“, sagte eine Sprecherin des Kreises Segeberg am Mittwoch. Im Mai hatten sich dort 30 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert – 17 Bewohner und 13 Mitarbeiter. Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion starben drei Bewohner. Von den Infizierten blieben 17 symptomlos und 8 zeigten einen milden Verlauf. Sechs Bewohner mussten vorübergehend in einer Klinik behandelt werden.

Aktuelle Zahlen: Drei neue Corona-Fälle in Hamburg

13.41 Uhr: In Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu Dienstag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 3 und liegt nun bei 5206, teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch auf ihrer Homepage mit. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 2,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. 20 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Mittwoch stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon acht auf der Intensivstation.

Rettungsschwimmer in Sorge: Mehr Badeunfälle wegen Corona?

7.15 Uhr: Seit Mitte März hat es durch die coronabedingte Schließung der Schwimmbäder keinen Schwimmunterricht mehr gegeben. Rettungsschwimmer befürchten nun, dass die Gefahr von Badeunfällen zunimmt, dies berichte der „NDR". Ein Grund hierfür sei auch die verstärkte Nutzung von heimischen Badeseen und Flüssen, weil viele Menschen dieses Jahr nicht in den Urlaub fahren.

Hamburger Programmkinos starten wieder

7 Uhr: Filmfans in Hamburg können endlich wieder in zahlreichen Programmkinos das echte Leinwandgefühl im Kinosessel genießen. „Das Gros der Programmkinos fängt am Donnerstag wieder an“, sagte Claudia Hartmann, Sprecherin der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein der Deutschen Presse-Agentur. Einige größere wie das Zeise-Kino oder das Abaton sind schon einige Tage früher gestartet; sie haben unter anderem die Premieren des neuen Films „Undine“ von Christian Petzold in Anwesenheit des Regisseurs gefeiert. Im Metropolis geht schon am Mittwoch wieder der Vorhang auf.

Auch, wenn sich die Kinobetreiber darüber freuen, dass die mehrwöchige Zwangspause nun vorbei ist, geht der Start bei ihnen auch mit Bauchschmerzen einher. „Wir müssen in den Kinos einen Abstand von 1,50 Meter abhalten. Damit können wir in einem Kino mit 370 Plätzen 80 Leute sitzen lassen. Das ist natürlich wirtschaftlich grausam“, sagte Zeise-Geschäftsführer Matthias Elwardt der dpa. Er wünscht sich, dass die Politik einlenkt und den Abstand von einem Meter in Kinos zulässt.

In Hamburg gibt es mehr als ein Dutzend Programmkinos. Sie alle mussten Mitte März schließen.

Das waren die Corona-News vom 30. Juni:

Hamburg Marathon: Anmeldung für Teilnehmer gestoppt

22 Uhr: Die Organisatoren des Hamburg Marathons haben die Anmeldung für den am 13. September geplanten Lauf vorerst ausgesetzt. „Die Stadt Hamburg hat im Hinblick auf die Genehmigung oder das Verbot von Sport-Großveranstaltungen keine verbindlichen Aussagen getroffen bzw. Regelungen beschlossen“, hieß es am Dienstag auf der Webseite der Veranstaltung.

Zwar hatte Marathon-Chef Frank Thaleiser vergangene Woche ein umfangreiches Hygienekonzept vorgestellt. Dieses gilt aber vor allem für den Start- und Zielbereich auf dem Messegelände und die Vorgaben für die maximal 10.000 Teilnehmer auf der 42,195-Kilometer-Distanz und 4000 Teilnehmer auf der Halbmarathon-Strecke.

Mit Blick auf den Stadtrundkurs teilten die Organisatoren nun mit: „Insbesondere vor dem Hintergrund der Frage, wie Zuschauerströme im öffentlichen Raum kontrolliert bzw. limitiert werden können, um die Wahrung von Abstands- und Hygienerichtlinien auch neben der Strecke zu gewährleisten, bleibt unklar, ob und in welchem Maße wir als Veranstalter hierzu in die Verantwortung genommen werden.“ Solange keine Klarheit in dieser Frage bestehe, habe man daher die Anmeldung bis auf weiteres ausgesetzt, hieß es weiter.

Hamburg verhängt Urlaubsverbot für Touristen aus Infektions-Gebieten

19.41 Uhr: Peter Tschentscher (SPD) warnt vor einem Infektionsgeschehen nach den Sommerferien. Hamburgs Bürgermeister erinnerte nämlich daran, dass das Coronavirus in der Hansestadt erst nach den Skiferien im März so richtig angekommen war. „Deshalb ist die Reisezeit durchaus ein zusätzliches Risiko“, sagt er. Rückkehrer aus der Türkei und anderen offiziellen Risikoländern wie Schweden und der USA müssten sich zunächst in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Alternativ sei es aber möglich, einen negativen Corona-Test eines anerkannten Labors vorzuweisen.

Eine Verschärfung gibt es derweil auch für Touristen aus den deutschen Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh. Für sie gilt ab Mittwoch ein Beherbergungsverbot in unserer Stadt. Betroffen sind Reisende aus Kommunen, in denen die von Bund und Ländern vereinbarte Höchstgrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten ist, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Ausnahmen gelten für Personen mit negativem Corona-Test, der aber nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Massen-Tests auch in Hamburg? Tschentscher mit deutlichen Worten

17.11 Uhr: Die bayerische Landesregierung hat Corona-Tests für alle beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht sein Land in einer Vorreiterrolle. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hält von dem Alleingang jedoch nichts. „Ein Screening ohne Anlass und ungezielt ist nicht das, was wir als Testmaßnahme für ganz Deutschland vereinbart hätten“, so Tschentscher. Er betont, dass die Testressourcen sinnvoll eingesetzt werden müssten. Erst wenn es in Hamburg einen Infektionsherd geben würde, würde die Stadt breit testen. Unabhängig davon läge Hamburg mit seinen Testzahlen bereits über dem Bundesdurchschnitt.

Keine Maske? HVV-Fahrgästen droht Rauswurf!

14.27 Uhr: Wer keine Maske trägt, fliegt raus! Diese Regel gilt ab Mittwoch beim HVV, das hat Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag im Rahmen der Landespressekonferenz deutlich gemacht.

In den vergangenen Wochen konnte man immer wieder Fahrgäste beobachten, die ohne Maske in Bussen und Bahnen unterwegs waren und diese nicht ordnungsgemäß getragen haben. Auf die Frage, ob das jetzt verstärkt kontrolliert wird, verwies Tschentscher auf die Corona-Verordnung, in der unter anderem der Mund-Nasen-Schutz an bestimmten Orten weiter höchste Priorität hat. „Die Beförderung kann verweigert werden, wenn die Regelung nicht eingehalten wird“, so Tschentscher.

Klar sei, dass die Regelungen wie Gesichtsmasken, Abstandsgebote oder Kontaktbeschränkungen weiter hochgehalten werden sollen. „Wenn wir das aufgeben, haben wir nichts mehr, was uns schützt“, sagt er. Je mehr Hamburg zur Normalität zurückkehre, desto mehr würde auch der öffentliche Nahverkehr wieder belastet werden.

Hamburg lässt wieder größere Veranstaltungen zu

13.10 Uhr: In Hamburg sind ab Mittwoch unter Auflagen wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern im Freien und 650 Teilnehmern in geschlossenen Räumen zulässig. Das sieht eine am Dienstag vom Senat beschlossene neue Corona-Eindämmungsverordnung vor. Voraussetzung seien entsprechende Schutzkonzepte etwa für das Rein- und Rauskommen, feste Sitzplätze und die Möglichkeit der Kontaktverfolgung. Ohne feste Platzvergabe sind im Freien maximal 200 und in Räumen 100 Personen zulässig. Wird Alkohol ausgeschenkt, muss die Teilnehmerzahl jeweils halbiert werden. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bleiben demnach weiter untersagt.

Private Feiern in Hamburg wieder mit 25 Menschen erlaubt

12.46 Uhr: In Hamburg sind ab Mittwoch wieder Feiern in privaten Wohnungen mit bis zu 25 Menschen aus beliebig vielen Haushalten möglich. Auch in der Öffentlichkeit dürfen sich Gruppen von 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten treffen, wie eine am Dienstag vom Senat beschlossene neue Corona-Rechtsverordnung vorsieht.

Live: Bürgermeister Tschentscher spricht über neue Corona-Lockerungen

12.20 Uhr: Hamburg macht den nächsten großen Schritt in Richtung Normalität. Der Senat wird am Dienstag im Rahmen der Landespressekonferenz weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen verkünden. Dazu werden Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sowie die Staatsräte Melanie Schlotzhauer und Jan Pörksen die neue Corona-Rechtsverordnung präsentieren. Die Konferenz wird ab 12.30 Uhr hier live übertragen:

Neue Corona-Fälle in Hamburg – UKE sieht bei 8 Toten andere Ursache

11.03 Uhr: Bei Tests auf das Coronavirus sind in Hamburg seit Montag drei neue Fälle festgestellt worden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 5203 Menschen nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Dienstag im Internet mitteilte. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Bei acht Toten, bei denen das Coronavirus ebenfalls festgestellt worden war, habe das Institut für Rechtsmedizin eine völlig andere Todesursache festgestellt, wie eine Sprecherin des Universitätsklinikums Eppendorf sagte. Die Hamburger Rechtsmediziner hätten alle dem Institut von der Gesundheitsbehörde zugewiesenen Verdachtsfälle untersucht. Wie das RKI zu der höheren Zahl von 259 Todesfällen in Hamburg kommt, konnte sie nicht erklären.

Mit 2,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. In Hamburg sind in den vergangenen sieben Tagen 39 Neuinfektionen registriert worden.

23 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Montag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon acht auf der Intensivstation.

Sieben weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

8.57 Uhr: In Schleswig-Holstein sind zuletzt innerhalb eines Tages sieben weitere offiziell erfasste Infektionen mit dem neuen Coronavirus hinzugekommen. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Montagabend damit auf 3154.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Das waren die News am 29. Juni:

Niedersachsen will nicht weiter lockern

21.27 Uhr: Trotz der immer geringeren Infektionszahlen plant die rot-schwarzen Regierung in Niedersachsen keine weiteren Corona-Lockerungen. Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen, viele Konzerte und Feste müssen ausfallen. Auch Freizeitsportarten wie Fußball, Handball oder Basketball bleiben verboten. Andere Bundesländer erlauben dagegen Kontaktsport ohne Abstand für bis zu zehn Personen.

Das geht aus dem Entwurf zur neuen Corona-Verordnung hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und am 6. Juli in Kraft treten soll. Bei dem 34-seitigen Papier handelt es sich um eine Fassung, die unter anderem noch mit den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt werden soll. Laut Entwurf bleiben viele Vorgaben bestehen, insbesondere der Appell, physische Kontakte auf das Notwendigste zu beschränken, das Abstandsgebot sowie die Maskenpflicht beim Einkaufen und im Nahverkehr.

Derweil sind in Hamburg künftig wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern möglich. Das sehe die Corona-Eindämmungsverordnung vor, die der Senat am Dienstag beschließen wolle, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde.

Rund 1340 Verstöße in MV gegen Corona-Einschränkungen

19.46 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind seit Mitte März bereits rund 1340 Verstöße gegen die Corona-Einschränkungen registriert worden. Darunter waren bis Ende vergangener Woche 183 Strafanzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz und 1156 Ordnungswidrigkeiten nach der gültigen Landesverordnung, wie das Innenministerium in Schwerin auf Anfrage mitteilte.

UKE droht durch Corona Fehlbetrag in zweistelliger Millionenhöhe

17.55 Uhr: Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2019 rechnet das Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf in diesem Jahr mit einem wirtschaftlichen Einbruch. Aufgrund fehlender Ausgleichsmechanismen in der Corona-Krise drohe ein Fehlbetrag in zweistelliger Millionenhöhe, teilte das Klinikum am Montag mit. Das Krankenhausentlastungsgesetz sehe zwar einen Ausgleich von 560 Euro pro Tag und freigehaltenem Bett vor. Dieser Betrag reiche aber nicht, um die Ausfälle auf den besonders kostenträchtigen Intensivstationen und Einnahmeverluste anderer Art zu kompensieren, erläuterte eine Sprecherin.

Im vergangenen Jahr habe das UKE seinen Überschuss um 1,5 Millionen Euro auf 3,6 Millionen gesteigert. Es sei das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr seit 2014 gewesen. „Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden!“, erklärte die Kaufmännische Direktorin Marya Verdel. Vor zwei Jahren hatte der Hamburger Senat erklärt, er werde das Klinikum von 2019 bis 2023 mit zusätzlichen Mitteln von jährlich 56 Millionen Euro unterstützen. Die Leitung des UKE hatte damals von einem Befreiungsschlag gesprochen.

Die sogenannten Drittmittel für Forschungsprojekte stiegen im vergangenen Jahr um 12,8 Prozent, und zwar von 98,2 Millionen auf 110,8 Millionen Euro. Die Auslastung des UKE erhöhte sich von 84,7 Prozent im Jahr 2018 auf 85,2 Prozent in 2019. Es wurden 511.440 Patienten (2018: 506.697) behandelt, 106.433 von ihnen stationär. Mit mehr als 1730 Betten ist das UKE der größte Klinikstandort in Hamburg.

Hamburgs Sportsenator Grote: Für Sportevents sieht es nicht gut aus

17.09 Uhr: Hamburgs Sportsenator Andy Grote (SPD) zweifelt daran, dass in diesem Jahr noch große Sportevents in der Hansestadt stattfinden können. „Es sieht im Moment nicht gut aus. Wir werden natürlich alles tun, was wir können, um das zu unterstützen. Wir können aber kein Veranstaltungsformat planen, von dem wir schon wissen, dass das nicht zu managen sein wird“, sagte der Senator am Montag bei NDR 90,3.

Davon betroffen wären der Triathlon (5. September), der Ironman (6. September), der Marathon (13. September) und das Radrennen Cyclassics (3. Oktober). Dabei gehe es weniger um die Teilnehmer, die alle namentlich bekannt seien, sondern vielmehr um die Zuschauer, bei denen eventuelle Infektionen mit dem Coronavirus nur sehr schwer nachverfolgt werden könnten. Die Veranstalter des Hamburg Marathons hatten in der vergangenen Woche bereits ein Hygiene-Konzept für die Teilnehmer der Veranstaltung vorgelegt.

MeckPomm: Eine neue Corona-Infektion – ausländischer Gast infiziert

16.34 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Montag eine weitere Corona-Infektion nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 802, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Montag auf seiner Internetseite mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 765 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, ein Patient mehr als am Vortag. Mit 49 nachgewiesenen Infektionen je 100.000 Einwohner ist Mecklenburg-Vorpommern weiter das am wenigsten vom neuen Coronavirus betroffene Bundesland. Im Bundesdurchschnitt beträgt dieser Wert 233.

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales wurde in der vergangenen Woche außerdem bei einem ausländischen Gast das Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen. Woher die Person kommt und weshalb sie sich in Mecklenburg-Vorpommern aufhält, wurde nicht mitgeteilt. Aus der Meldung geht nur hervor, dass der Betreffende seinen Wohnsitz nicht in MV hat, sondern ein internationaler Gast ist.

Hamburg will Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen wieder erlauben

14.29 Uhr: Wie das „Abendblatt“ berichtet, plant der Senat ab Mittwoch (1. Juli) wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen zu erlauben. Dabei wird jedoch in Veranstaltungen unterteilt, die draußen beziehungsweise drinnen sowie mit oder ohne feste Sitzplätzen stattfinden.

Demnach dürfen Veranstaltungen, die im Freien und mit festen Sitzplätzen stattfinden bis zu 1000 Teilnehmer haben. In geschlossenen Räumen sind maximal 650 Teilnehmer erlaubt.
Gibt es keine festen Sitzplätze, dürfen Veranstaltungen an der frischen Luft 200 Teilnehmer fassen – bei geschlossenen Räumen 100. Bei Ausschank von Alkohol darf jeweils nur die Hälfte teilnehmen. Hinzukommt, dass in geschlossenen Räumen nur eine Person je zehn Quadratmeter Veranstaltungsfläche anwesend sein darf.

Großveranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern bleiben weiterhin verboten.

In den eigenen vier Wänden sollen ab Mittwoch 25 Personen erlaubt sein – egal aus wie vielen Haushalten.

Der Plan soll vom Senat am Dienstag beschlossen werden.

Sieben neue Corona-Fälle in Hamburg

11.35 Uhr: Bei Tests auf das Coronavirus sind in Hamburg seit Sonntag sieben neue Fälle festgestellt worden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 5200 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Montag mitteilte. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.
Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 2,3 Neuinfizierten pro 100 000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. In Hamburg sind in den vergangenen sieben Tagen 41 Neuinfektionen registriert worden.

21 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am vergangenen Freitag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon acht auf der Intensivstation.

Corona: Keine Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

10.43 Uhr: In Schleswig-Holstein ist zuletzt innerhalb eines Tages keine weitere offiziell erfasste Infektion mit dem Coronavirus hinzugekommen. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, blieb die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Sonntagabend damit bei 3147. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 6 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Corona-Krise: So viele Hamburger waren in Kurzarbeit

08.31 Uhr: In Hamburg war im März und im April für 29,4 Prozent aller dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt worden, wie jetzt eine Analyse für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung zeigt.

In Schleswig-Holstein sind die Zahlen teilweise noch höher: In den Kreisen Schleswig-Flensburg (38,0 Prozent), Nordfriesland (35,1 Prozent) und Flensburg (34,8 Prozent) waren im März und im April mehr als ein Drittel aller dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit. In der Stadt Neumünster meldeten die Arbeitgeber dagegen nur für 20,1 Prozent der Beschäftigten Kurzarbeit an.

Der Untersuchung zufolge betraf Kurzarbeit durch die Corona-Krise vor allem Regionen mit einem hohen Anteil von Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie sowie Urlaubsgebiete.

Das waren die News vom 28. Juni:

Corona-Ausbruch in NRW lässt Laschet-Besuch im Norden platzen

22.01 Uhr: Der massenhafte Ausbruch des Coronavirus im Kreis Gütersloh hat einen Besuch des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet in Schleswig-Holstein verhindert. Sein Kieler Kollege Daniel Günther (beide CDU) hatte Laschet nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur für diesen Montag in den Norden eingeladen. Da Laschet aber als Krisenmanager in Nordrhein-Westfalen intensiv gefordert ist, sagte er ab.

Vorgesehen waren Stationen in Heide (Kreis Dithmarschen), Eckernförde und Kiel. In Heide sollte es bei einem Besuch der Raffinerie um dem Forschungsstand bei der Gewinnung und Nutzung von Wasserstoff gehen. Zudem war ein nichtöffentlicher Besuch des Marinestützpunktes Eckernförde geplant. Als dritte Station stand für Kiel das Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung mit einer Fahrt auf dem Forschungsschiff "Alkor" im Programmplan.

Corona-Tests für alle Hamburger? So äußert sich der Senat

19.21 Uhr: Hamburg will nicht wie Bayern Corona-Tests für alle einführen. Das sei nicht geplant, denn das Robert Koch-Institut halte ungezielten Testungen nicht für sinnvoll, teilte am Sonntag ein Senatssprecher mit. Bayern ist das erste Bundesland, das Tests für alle vorsieht. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte eine „Corona-Testoffensive“ an. Die Kosten will der Freistaat übernehmen, soweit sie nicht etwa die Krankenkasse übernimmt.

Weitere Covid-19-Infektionen in Wiesenhof-Schlachtbetrieb in Lohne

14.56 Uhr: In dem auf das Coronavirus untersuchten Schlachtbetrieb in Lohne gibt es weitere nachgewiesene Infektionen mit dem Covid-19-Erreger. Wie der Landkreis Vechta am Sonntag berichtete, entfallen zwei von vier in der Kommune ermittelten Neuansteckungen auf eine „erneute Reihentestung in der Firma Oldenburger Geflügelspezialitäten“. Schon Anfang Juni war eine Beschäftigte dort im Zuge landesweiter Überprüfungen von Mitarbeitern der Fleischindustrie positiv getestet worden. Der Betrieb gehört zur Marke Wiesenhof - ebenso wie ein Schlachthof im nahe gelegenen Wildeshausen, in dem es zu etlichen Infektionen kam.

Sechs neue Corona-Infektionsfälle in Hamburg

14.12 Uhr: Die Stadt Hamburg hat am Sonntag sechs neue Corona-Fälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl auf 5193. Weitere Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 stehen, gibt es nicht.

Eine neue Corona-Infektion in Schleswig-Holstein

10.11 Uhr: Hamburgs nördlicher Nachbar meldet eine neue Corona-Infektion binnen der vergangenen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl der Fälle in Schleswig-Holstein auf 3147.

Norderney verordnet Maskenpflicht für Urlauber und Bewohner

8.47 Uhr: Auf der Nordsee-Insel Norderney gilt künftig in vier belebten Straßen eine Maskenpflicht. Da in vielen Bereichen der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, wurde nun eine Allgemeinverfügung erlassen, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet. Bis zum 19. Juli müssen die Menschen, die durch die Strandstraße, Poststraße, Friedrichstraße sowie die Heinrich-von-Bismarckstraße laufen, einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Das waren die News vom 27. Juni

Zehn neue Corona-Fälle in Hamburg

15.20 Uhr: Die Stadt Hamburg meldet am Sonnabend zehn neue Corona-Fälle, wie der Senat im Internet mitteilte. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 5187 Menschen mit Sars. CoV-2 in der Hansestadt infiziert. Davon gelten 4800 bereits wieder als genesen.

Aktuell werden 21 Corona-Patienten stationär behandelt, elf davon auf Intensivstationen. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt die Zahl der Todesfälle in Hamburg bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Betroffenen an der Corona-Infektion starben. Das sind zwei mehr als noch am Tag zuvor.

Das waren die News vom 26. Juni:

Fünf neue Corona-Fälle in Hamburg

Bei Tests auf das neuartige Coronavirus sind in Hamburg seit Donnerstag fünf neue Fälle festgestellt worden. Damit haben sich seit Beginn der Epidemie 5177 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Freitag im Internet mitteilte. Rund 4800 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Am Donnerstag war noch von 4900 Genesenen die Rede gewesen, das RKI hat seine Angaben korrigiert. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 1,6 Neuinfizierten pro 100 000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

Göttingen: Quarantäne im Hochhaus aufgehoben

10.10 Uhr: Die Corona-Quarantäne für ein Hochhaus in Göttingen ist um Mitternacht ausgelaufen. Ziel der Quarantäne war es, einen Infektionsausbruch vor etwa anderthalb Wochen mit rund 120 nachgewiesenen Ansteckungen zu begrenzen. Insgesamt leben rund 700 Menschen in dem Wohnkomplex.

Während der einwöchigen Quarantäne habe man die Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt. Insgesamt 200 Bewohner, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, müssten nach Angaben des „NDR“ noch in Quarantäne bleiben. Sie dürfen das Gelände nicht verlassen und sollen von der Stadt mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs versorgt werden. Zudem erhalten sie noch bis Dienstag täglich zwei kostenlose Mahlzeiten.


Die Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt, sagte die Leiterin des Göttinger Krisenstabs, Petra Broistedt, am Donnerstag. Insgesamt waren der Stadt zufolge 600 Zweittests durchgeführt worden. Nur vier weitere Menschen hatten demnach ein positives Testergebnis. Dabei habe es sich um Kontaktpersonen von Infizierten im familiären Umfeld gehandelt.
Der Wohnkomplex war angesichts der vielen Infektionen am 18. Juni unter Quarantäne gestellt worden. Zuvor war es bereits in einem anderen Hochhaus in Göttingen, dem Iduna-Komplex, zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen.

Touristen-Ansturm in Mecklenburg-Vorpommern erwartet

6.37 Uhr: Urlaubsbeginn in Corona-Zeiten: Mit dem Ferienbeginn in fünf weiteren Bundesländern erwartet die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern an diesem Wochenende einen Ansturm auf die Urlaubsgebiete. Bislang hatte nur Mecklenburg-Vorpommern Ferien. „Es ist schon ziemlich voll, aber jetzt kommen die intensivsten Zeiten“, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf.

Während der Sommerferienzeit in Deutschland bis Mitte September rechnet er mit rund vier Millionen Übernachtungsgästen im Land. Die wichtigsten Ziele sind die Badeorte an der Ostseeküste und die Mecklenburgische Seenplatte. Die Kapazitäten seien bis Mitte August ausgelastet, sagte Woitendorf.

Dem Verband zufolge werden in diesem Sommer dennoch weniger Gäste kommen als in anderen Jahren. Die Abstandsregelungen wegen der Corona-Pandemie führen zu Begrenzungen: Zwar dürfen wieder 100 Prozent der Betten belegt werden, doch manche Hotels haben nicht genügend Platz in den Restaurants, um die Abstandsregelungen umzusetzen. Zum Teil fehlt auch Personal.

Das waren die Corona-News vom 25. Juli:

Mecklenburg-Vorpommern: Eine neue Corona-Infektion nachgewiesen

21.29 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Donnerstag eine neue Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 797 (Stand 14.56 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Der neue Fall wurde im Landkreis Vorpommern-Rügen registriert. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.
762 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 117 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Mit 49 nachgewiesenen Infektionen je 100.000 Einwohner ist Mecklenburg-Vorpommern weiter das am wenigsten vom neuen Coronavirus betroffene Bundesland. Im Bundesdurchschnitt beträgt dieser Wert 231.

Zahl der Corona-Infektionen bei Neptun-Werft auf vier gestiegen

19.46 Uhr: Bei der Neptun-Werft in Rostock-Warnemünde ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuen Coronavirus auf vier gestiegen. Drei der vier Männer, die nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales alle auf dem Gelände der Neptun-Werft tätig sind, wohnen im Landkreis Vorpommern-Rügen und einer in Rostock. Sie hätten Kontakt miteinander gehabt, teilte das Landesamt am Donnerstag mit. Bisher ausgewertete Tests von weiteren Kontaktpersonen seien negativ ausgefallen. Weitere Testergebnisse würden am Freitag erwartet. Der erste Fall auf der Werft war am Vortag bekanntgeworden (siehe Erstmeldung vom 24. Juni um 17.58 Uhr). Insgesamt seien etwa 30 Menschen in Quarantäne geschickt worden, hieß es am Mittwoch.

Umfrage zeigt: Corona trübt die Reiselust – Hamburger skeptisch

17.55 Uhr: Die aktuellen Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie machen schon bei der Planung aus vorfreudiger Reiselust tendenziell eher Reisefrust. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Norisbank-Umfrage zum Thema Urlaub. In Folge der Pandemie zeichnet sich eine deutliche Trendwende ab – mit nur noch 43,3 Prozent bricht der Anteil der Deutschen mit Reiseplänen in 2020 um fast 40 Prozent ein.
Bei mehr als jedem Dritten befragten Deutschen (37,7 Prozent) führt Corona zu der Überlegung, dieses Jahr gar nicht zu verreisen: 11,8 Prozent der Befragten geben an, aufgrund der aktuellen Lage nicht für längere Zeit zu verreisen, 25,9 Prozent wissen es (noch) nicht. Am zuversichtlichsten bleiben die Bayern: 70,9 Prozent lassen nach eigener Aussage ihre Urlaubspläne nicht vom Coronavirus beeinträchtigen.

Auffällige Skepsis herrscht hingegen in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Hier hält nur etwas mehr als jeder zweite Befragte (52,8 Prozent) an seinen Reiseplänen fest.

Offenbar unterscheiden sich die Urlaubsplanungen in Zeiten von Corona je nach Altersgruppe und Geschlecht. Vor allem 18- bis 34-Jährige wollen sich den Traum vom Sommerurlaub nicht vermiesen lassen: Immerhin noch 46,6 Prozent halten an ihren Plänen für eine Urlaubsreise fest. Männer scheinen dabei generell zuversichtlicher: 41,4 Prozent – und damit deutlich mehr als Frauen (33,5 Prozent) – treiben ihre Pläne für den Sommerurlaub weiter voran.

Insbesondere Haushalte mit mindestens einem Kind möchten raus aus den eigenen vier Wänden (43,5 Prozent), wohingegen Singles eher auf den Sommerurlaub verzichten wollen (27,4 Prozent). Bei den 50- bis 69-Jährigen hat sich die Anzahl der Reisewilligen sogar fast halbiert: Nur noch 30 Prozent von ihnen planen einen Reiseantritt.

Quarantäne für Besucher aus Gütersloh auch in Hamburg möglich

15.06 Uhr: Besucher aus deutschen Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen müssen eventuell auch in Hamburg mit einer Quarantäne rechnen. Wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte, wird eine entsprechende Anpassung der Verordnung zur Eindämmung der Pandemie derzeit im Senat geprüft. Eine Entscheidung soll am kommenden Dienstag fallen.

Die Corona-Verordnung der Stadt sieht Quarantäneregelungen derzeit ausschließlich für Einreisende aus dem Ausland vor. Wer sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in die Hansestadt in einem vom Robert Koch-Institut (RKI) eingestuften Risikogebiet aufgehalten hat, ist verpflichtet, sich direkt in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne zu begeben. Zudem müssen die Behörden unverzüglich informiert werden.

Möglich wäre beispielsweise, die für die ausländischen Risikogebiete geltende Regelung künftig auch auf deutsche Landkreise anzuwenden, in denen die von Bund und Ländern vereinbarte Höchstgrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird.

Aktuelle Zahlen: Eine weitere Neuinfektion in Hamburg gemeldet

11.35 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten hat sich in Hamburg seit Mittwoch um 1 erhöht. Damit haben sich seit Beginn der Epidemie 5172 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Donnerstag im Internet mitteilte. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Mit 1,5 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Die Zahl der Toten in Hamburg lag laut RKI am Mittwoch unverändert bei 259.

Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben. 24 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Dienstag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon zehn auf der Intensivstation.

Umfrage: Hamburger befürchten mehrheitlich zweite Corona-Welle

10.33 Uhr: Rund zwei Drittel der Hamburger (67 Prozent) befürchten laut einer Umfrage eine zweite Corona-Welle. Sollte es tatsächlich dazu kommen, wären zudem fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) mit Einschränkungen des täglichen Lebens wie bei der ersten Welle einverstanden, heißt es in einer am Donnerstag vorgelegten Befragung des Meinungsforschungsinstituts pmg - policy matters im Auftrag der Körber-Stiftung. Die bislang getroffenen Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hielten 77 Prozent der Menschen in der Hansestadt demnach für gerechtfertigt.

Mit dem bisherigen Krisenmanagement des Hamburger Senats sind laut Umfrage 82 Prozent der Hamburger zufrieden, mit dem der Bundesregierung 76 Prozent. Gleichwohl wünsche sich eine große Mehrheit mehr Mitsprache bei den Corona-Maßnahmen. So fanden 79 Prozent der Befragten, dass entsprechende Haushaltsbeschlüsse des Senats von einem Bürgergremium beratend begleitet werden sollen.

„Die Hamburgerinnen und Hamburger haben durchaus Vertrauen in die Politik, wenn es um die unmittelbare Bewältigung der Krise geht“, erklärte der Leiter des Bereichs Demokratie, Engagement, Zusammenhalt der Körber-Stiftung, Sven Tetzlaff. Bei der Verteilung der Folgelasten zeige der Wunsch nach einem beratenden Bürgergremium, „dass es einen größeren Konsens aller Teile der Stadtgesellschaft braucht“. 

Drei weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet 

9.58 Uhr: In Schleswig-Holstein sind zuletzt innerhalb eines Tages drei offiziell erfasste Infektionen mit dem neuen Coronavirus hinzugekommen. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der positiv Getesteten zum Stand Mittwochabend damit auf 3140. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen betrug weiterhin 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 4 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Grote-Empfang wird heute im Innenausschuss diskutiert – Geldstrafe?

9.03 Uhr: Der Innenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft wird sich am Donnerstag (17.00 Uhr) mit dem Umgang des Innensenators mit den Corona-Regeln befassen. Hintergrund ist ein Empfang, bei dem Andy Grote (SPD) vor zwei Wochen mit rund 30 Menschen in den Räumlichkeiten einer Bar in der Hafencity auf seine erneute Ernennung als Senator angestoßen hatte.
Die Opposition sieht darin einen Verstoß gegen die Regeln zur Eindämmung der Pandemie, für deren Durchsetzung Grote sorgen müsse, und fordert den Rücktritt des Senators.

Grote hat das Treffen inzwischen selbst als Fehler bezeichnet und sich öffentlich entschuldigt. Gegen die Corona-Regeln will er aber nicht verstoßen haben. Die Frage beschäftigt nun die Bußgeldstelle, die ein Verfahren eingeleitet hat. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte sich verärgert über das Verhalten seines Innensenators gezeigt, will aber offenkundig an ihm festhalten.

Weiteres Thema im Ausschuss sind die Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt, bei denen sich Anfang des Monats auch in Hamburg Tausende Menschen unter Missachtung der Corona-Regeln versammelt hatten.

Das waren die News am 24. Juni:

Tschentscher vergleicht Corona-Krise mit großen Katastrophen

21.02 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat am Mittwoch eine Regierungserklärung abgegeben – und dabei auch deutliche Worte zur Corona-Krise gefunden. „Die Corona-Pandemie und das Jahr 2020 werden sich ins Gedächtnis unserer Stadt einprägen wie der Große Brand, die Cholera-Epidemie oder die Sturmflut“, so Tschentscher. Diese Ereignisse hätten Hamburg geprägt und immer wieder gezeigt, dass Hamburg eine starke Stadt sei, in der man sich nicht zurückwerfen lässt, „sondern den Blick auf die Zukunft richtet, die Ärmel hochkrempelt und anpackt“.

Es liege in den Händen des Senats und der Bürgerschaft gemeinsam mit den Bürger, die eigenen Stärken und die Chancen der Krise zu nutzen, um Hamburgs Zukunft kraftvoll zu gestalten - zuversichtlich, solidarisch und nachhaltig. Hamburg ist nach Ansicht von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) für die Bewältigung der Corona-Krise gut aufgestellt. Die Stadt habe sich in den vergangenen Jahren außerordentlich gut entwickelt und dem Ausbruch der Pandemie mit Geschlossenheit und Solidarität standgehalten.

CSD-Parade in Hamburg soll doch im August stattfinden

19.11 Uhr: Lange Zeit war es unklar, wie es mit dem Christopher Street Day, Hamburgs größter Demo, in diesem Jahr weitergeht. Jetzt gibt’s Neuigkeiten: Die Parade soll am 1. August als Fahrrad-Demo stattfinden. Wie „Hamburg Pride“ am Mittwoch mitteilte, wurde ein entsprechender Antrag bereits am Montag bei der Versammlungsbehörde eingereicht.

„Wir möchten damit im Jahr des 40. CSD-Geburtstages in Hamburg ein Zeichen der Sichtbarkeit setzen – unter Corona-Bedingungen. Wie das genau aussehen kann, werden wir jetzt mit den zuständigen Stellen besprechen“, schreiben die Organisatoren. „Uns ist bewusst, dass mit der aktuellen Situation auch eine besondere Verantwortung einhergeht. Ein „rollender“ Demonstrationszug auf Fahrrädern erscheint uns unter den gegebenen Umständen als eine gute und sichere Möglichkeit, unsere politischen Forderungen sichtbar in die Öffentlichkeit zu tragen“, heißt es in der Mitteilung auf Facebook weiter.

Unter welchen Auflagen und auf welcher Route die Demo stattfinden könnte, ist bislang unklar. Das Straßenfest fällt Corona-bedingt aus.

Corona-Fall bei Neptun Werft 

17.58 Uhr: Bei der Neptun Werft in Rostock gibt es einen ersten bestätigten Corona-Fall. Der betroffene Mitarbeiter und die Kollegen, die mit ihm im direkten Kontakt waren, befinden sich in häuslicher Quarantäne, wie die Werft am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatte die „Schweriner Volkszeitung“ darüber berichtet. Wie viele Menschen in Quarantäne sind, teilte die Werft zunächst nicht mit.

Laut „Schweriner Volkszeitung“ sind es etwa 30 Mitarbeiter des Unternehmens. Laut Neptun Werft hatte der infizierte Mitarbeiter Kontakt zu einem Lieferanten, bei dem zwei Corona-Fälle festgestellt worden waren. Alle weiteren Mitarbeiter des Lieferanten, die auf der Werft im Einsatz waren, seien auf das Virus getestet worden. Zu den Ergebnissen machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.

Trotz Lockdown: Reisegruppe aus Gütersloh will an die Ostsee – zurückgewiesen

16.10 Uhr: Eine Reisegruppe aus Gütersloh ist von einem Hotel im Ostseebad Kühlungsborn (Landkreis Rostock) zurückgewiesen worden. Wie ein Sprecher des Landkreises am Mittwoch mitteilte, war die Gruppe am Sonntag angereist. Das Hotel habe das Gesundheitsamt informiert, da bei Anreise der Gruppe nicht sicher feststand, ob Gütersloh bereits Risikogebiet war. Das Gesundheitsamt und das Rechtsamt hätten dem Hotel auf Grundlage der Landesverordnung geraten, die etwa 40 Reisenden zurückzuschicken. Die Gäste konnten kein Negativattest nachweisen, wie es die Landesverordnung fordert. Wie der Sprecher weiter mitteilte, aktualisiert der Landkreis Rostock derzeit sein Informationsangebot für Beherbergungsbetriebe, um den Vermietern den Umgang mit Reisenden aus Risikogebieten zu erleichtern.

MeckPomm: Zwei weitere Corona-Neuinfektionen

15.22 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 796 (Stand 14.48 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 760 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. 117 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Eine weitere Corona-Infektion in Schleswig-Holstein gemeldet

14.50 Uhr: In Schleswig-Holstein ist zuletzt innerhalb eines Tages eine offiziell erfasste Infektion mit dem neuen Coronavirus hinzugekommen. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der positiv Getesteten zum Stand Dienstagabend damit auf 3137. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen betrug weiterhin 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Aktuelle Zahlen: Sieben Neuinfektionen in Hamburg gemeldet

Die Zahl der Corona-Infizierten hat sich in Hamburg seit Dienstag um 7 erhöht. Damit haben sich seit Beginn der Epidemie 5171 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Mittwoch im Internet mitteilte.

Die Zahl der Gesamtinfektionen habe sich um zehn Altfälle aus dem Gesundheitsamt Bergedorf verringert, die nicht die Kriterien der Referenzdefinition des RKI erfüllen und daher gestrichen wurden. Rund 4800 der Infizierten gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Mit 1,7 Neuinfizierten pro 100 000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

Die Zahl der Toten in Hamburg lag laut RKI am Mittwoch unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

23 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Dienstag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon zehn auf der Intensivstation.

UKE-Ärzte: „Sehen einer zweiten Welle sehr entspannt entgegen“

12.43 Uhr: Die Ärzte am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) sehen sich gut gerüstet für einen möglichen Wiederanstieg der Corona-Fälle. „Die Behandlung ist für uns jetzt Routine, deswegen sehen wir einer zweiten Welle sehr entspannt entgegen“, sagte Stefan Kluge, der Leiter der Intensivmedizin, den Hamburg-Seiten der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Nicht nur die Abläufe auf der Intensivstation seien geübt, die ganze Belegschaft des Klinikums könne jetzt Schutzkleidung materialsparend einsetzen, Aufwachräume in Intensivstationen und Normalstationen in Isolierbereiche verwandeln. „Wenn wir beim Testen hier drinnen und draußen in der Stadt nicht nachlassen, dann sind wir gut vorbereitet“, sagte Kluge.

Seine Kollegin, die Virologin Marylyn Addo, blickt noch optimistischer auf die kommenden Monate. Sie hält es für möglich, das Virus bald pharmakologisch ausbremsen zu können. Auf ihren Stationen fanden mehrere Medikamentenstudien statt, unter anderem mit Remdesivir, das zum Kampf gegen Ebola-Viren entwickelt wurde.

„Die Beobachtungen bisher machen auf mich einen ganz vielversprechenden Eindruck“, sagte Addo. Bisher wurden am UKE nur Patienten mit Remdesivir behandelt, die schon deutliche Atemnot hatten, also schwer erkrankt waren.  

Corona-Kontaktdaten: Hamburger Datenschützer schlägt Alarm

11.47 Uhr: Viele Hamburger Betriebe, die wegen der Corona-Pandemie zur Erfassung der Kontaktdaten ihrer Kunden verpflichtet sind, halten geltende Datenschutzbestimmungen nicht ein. Das habe eine von seinen Mitarbeitern durchgeführte Stichprobe in insgesamt 100 Restaurants, Bäckereien und Friseursalons in der Neustadt, dem Schanzenviertel und Ottensen ergeben, teilte der Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar am Mittwoch mit. In einem Drittel der Betriebe hätten lediglich offene Listen im Eingangsbereich ausgelegen, die für jedermann zugänglich gewesen seien.

Dem Missbrauch seien so Tür und Tor geöffnet. So gebe es erste Hinweise, dass eine Frau nach einem Restaurantbesuch unter Verwendung ihrer angegebenen Mobilfunknummer zu privaten Zwecken kontaktiert wurde, hieß es.

Erfreulich sei, dass sich Betriebe, in denen die Kontaktdaten nicht datenschutzkonform erfasst worden seien, sehr dankbar für die Beratungen gezeigt hätten. Es herrsche eine große Unsicherheit. „Die Erfahrung unserer Prüfung hat gezeigt, dass oft schon ein Hinweis des Gastes auf die datenschutzrechtlichen Defizite ausreicht, um bei Gaststättenbetreibern vor Ort eine Änderung der Praxis herbeizuführen“, sagte Caspar.

Mit 67 Prozent habe der Großteil der überprüften Betriebe aber keine offenen Listen verwendet. Hier sei die Datenerfassung beispielsweise über Einzelbögen, die unmittelbar eingesammelt wurden, über Smartphone-Apps oder direkt durch das Personal erfolgt. Eine Mustervorlage steht auf der Internetseite des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit bereit. 

Niedersachsen lässt keine Touristen aus Gütersloh übernachten

10.49 Uhr: Niedersachsen erlässt nach dem massenhaften Corona-Ausbruch im Bereich Gütersloh ein Beherbergungsverbot für Touristen aus der Region.

„Das Land wird die bereits in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern geltende Regelung im Tourismusbereich anwenden auf Menschen aus dem Bereich Gütersloh“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Mittwoch in Hannover.

Fernbusreisen mit Blablabus wieder möglich

7.53 Uhr: Nach rund dreimonatiger Corona-Pause steht Reisenden ab diesem Mittwoch eine weitere Möglichkeit zur Verfügung: Das Unternehmen Blablabus nimmt zum Auftakt der Sommerferien unter anderem in Berlin seine Fernbusreisen wieder auf, wie das Unternehmen mitteilte.

Vorerst würden elf deutsche Städte angefahren, darunter bis zu 17 Mal am Tag Hamburg und die Hauptstadt. Ab dem 9. Juli sollen dann weitere Ziele in Deutschland und auch im europäischen Ausland hinzukommen, etwa Amsterdam, Prag und Paris. Um die Hygienevorschriften einzuhalten, ist pro Bus zunächst lediglich jeder zweite Sitz buchbar.

Die Marke Blablabus gehört zum französischen Unternehmen Comuto, das vor allem für die Mitfahr-App Blablacar bekannt ist, über die sich Verbraucher zu Mitfahrgelegenheiten zusammenschließen können. Vor rund einem Jahr ist das Unternehmen auch auf dem Fernbusmarkt eingestiegen und macht dort Marktführer Flixbus Konkurrenz. Der große Wettbewerber ist bereits seit Ende Mai wieder unterwegs.  

Das waren die News vom 23. Juni:

Mecklenburg-Vorpommern: Kontaktbeschränkungen bleiben vorerst bestehen

20.47 Uhr: Ungeachtet der geringen Zahl von Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern werden die bisherigen Kontaktbeschränkungen im Land nicht gelockert. Wie die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Schwerin mitteilte, bleiben die Regelungen vorerst bis zum 10. Juli bestehen. Demnach ist im öffentlichen Raum der gemeinsame Aufenthalt von bis zu zehn Personen gestattet. Zudem können sich Angehörige von bis zu zwei Haushalten auch in größerer Personenzahl treffen. Die Regelung war zunächst bis zum 29. Juni befristet. Bei einer größeren Beratung mit Kommunal- und Unternehmerverbänden sowie Gewerkschaften will die Regierung am 30. Juni ihr weiteres Vorgehen abstimmen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte angekündigt, dass bei einer Fortdauer der geringen Infektionsquote im Nordosten weitere Corona-Schutzvorkehrungen zurückgenommen werden könnten.

Hamburgs Schulsenator: Nach Sommerferien wieder Regelbetrieb in Schulen

19.27 Uhr: Schulsenator Ties Rabe (SPD) geht davon aus, dass die Hamburger Schulen nach den Sommerferien wieder ohne Mindestabstand in den Regelbetrieb gehen können. Zwar müsse angesichts des unvorhersehbaren Corona-Infektionsgeschehens auch immer „mitgedacht werden, dass der Mindestabstand wieder eingehalten werden muss“, sagte er am Dienstag im Schulausschuss der Bürgerschaft. Angesichts der aktuell guten Zahlen in Hamburg sei er aber zuversichtlich, dass es nach den Sommerferien „vom Angebot her eine Rückkehr zu den Vollangeboten“ geben könne.

Ein solches Angebot solle die volle Stundenzahl umfassen „auch mit Sport, mit Musik, mit Theater und anderen Kursen“. In besonderen Fällen müsse das Angebot von Hygieneregeln flankiert werden. „Das gilt vor allem für Sport, aber auch fürs Singen und die Bläser-Klassen“, sagte Rabe.

Nach Sommerferien wieder regulärer Schulunterricht im Norden

18.29 Uhr: Zum Schulstart am 10. August kehren Schleswig-Holsteins Schulen wieder zum regulären Unterricht zurück - allerdings unter Corona-Bedingungen. In allen Schularten und Jahrgängen finde dann wieder Unterricht nach der Stundentafel statt, sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Dienstag. „Das kommende Schuljahr wird zum Schuljahr im Corona-Regelbetrieb.“ Den Schülern soll das Erreichen aller Abschlüsse ermöglicht werden.

Das Kabinett beschloss am Dienstag das von Prien vorgelegte Rahmenkonzept. Die Ministerin setzt angesichts der Corona-Pandemie auf geschlossene Lerngruppen. Das sogenannte Kohortenprinzip gilt für alle Jahrgangsstufen. Es werde aber Einschränkungen geben. An den Grundschulen werde im Klassenverband unterrichtet, an den weiterführenden Schulen finde soviel Unterricht wie möglich in kleinen Gruppen statt. „Die Schülerinnen und Schüler im Land brauchen dringend wieder regulären Unterricht“, sagte Prien. „Denn Schule ist viel mehr als ein Ort der Wissensvermittlung.“

Die Landesregierung schlägt dem Finanzausschuss des Landtags zudem vor, zehn Millionen Euro zusätzlich für zusätzliches Personal an den Schulen bereitzustellen. Diese Kräfte sollen bei der pädagogischen Umsetzung der Digitalisierung helfen und zum Aufholen von Lernrückständen zur Verfügung stehen. Zudem fehlen 1600 Lehrer (sechs Prozent) im Unterricht, die zu den Risikogruppen gehören.

Auch Klassenfahrten sind grundsätzlich möglich. Sie müssen allerdings mit Eltern und Lehren abgesprochen sein. Zudem müssen die Reisen storniert werden können. Für 4500 Schüler im Land findet im Rahmen des Lernsommers an 146 Schulen bereits Unterricht in einem Teil der Sommerferien statt. Mehr als 600 Lehrer sollen ihnen dabei vor allem an Grund- und Gemeinschaftsschulen helfen, Rückstände aufzuholen.

Innensenator Andy Grote entschuldigt sich bei Senat

17.47 Uhr: Das Thema lässt ihn nicht los. Nach seiner „Corona-Party“ hat sich Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) am Dienstag in der Senatssitzung bei seinen Kollegen entschuldigt. Das gab Senatssprecher Marcel Schweizer im Rahmen der Landespressekonferenz bekannt. „Der Senat insgesamt ist der Auffassung, dass es ein Fehler ist. Und der passiert nur einmal“, wiederholte der Sprecher die Ansage von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Alles weitere würde die Bußgeldstelle klären. Grote war in die Kritik geraten, weil er seine Wiederwahl mit einem Stehempfang gefeiert hatte. Er beteuert, dass die Corona-Regeln dabei eingehalten wurden, die Opposition fordert derweil seinen Rücktritt, da ihm jetzt die Glaubwürdigkeit fehlen würde.

Update: Fünf Corona-Fälle in Hamburg gemeldet

14.28 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten hat sich in Hamburg seit Montag um 5 erhöht. Damit haben sich seit Beginn der Epidemie 5174 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Dienstag im Internet mitteilte. Zunächst hatte der Senat 11 neue Fälle genannt (siehe Meldung von 10.40 Uhr), sich dann aber korrigiert.

Rund 4800 der Infizierten gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Am Vortag waren keine neuen Fälle in Hamburg gemeldet worden.

Mit 1,4 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

Die Zahl der Toten in Hamburg lag laut RKI am Dienstag unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

23 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Montag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, ein Patient mehr als am vergangenen Freitag. Von ihnen lagen zehn auf Intensivstationen, zwei weniger als am Freitag.

Corona-Restriktionen in Gefängnissen gelockert

12.05 Uhr: Auch in den schleswig-holsteinischen Gefängnissen werden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des neuen Coronavirus zurückgefahren. Angesichts sinkender Infektionszahlen können die Anstalten schrittweise und unter strengen Vorkehrungen zum Regelbetrieb zurückkehren, kündigte das Justizministerium am Dienstag an. „Wir wissen, dass wir den Inhaftierten, aber auch den Bediensteten in den vergangenen Wochen und Monaten viel zugemutet haben“, erklärte Minister Claus Christian Claussen (CDU). „Insbesondere die Aussetzung des Besuches und der Arbeitsmöglichkeiten waren sehr belastend.“ Doch die Maßnahmen seien erfolgreich gewesen. „Wir hatten keine Covid-19-Erkrankungen unter den Inhaftierten und nur eine bei den Bediensteten.“

Seit Beginn dieser Woche sind Besuche unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wieder zugelassen. Bei Betreten der Anstalten muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Die Zahl der Personen ist begrenzt und die Besucher müssen Angaben zu Krankheitssymptomen und Kontakten mit Erkrankten machen.

Aktuelle Zahlen: 11 Neuinfektionen in Hamburg gemeldet

10.40 Uhr: Die Zahl der nachweislich Corona-Infizierten in Hamburg ist seit Montag um 11 Fälle auf 5180 gestiegen, wie der Senat soeben mitteilte. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag auf ihrer Homepage mit. So viele Neuinfektionen waren zuletzt am vergangenen 20. Mai vermeldet worden.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden rund 4800 der seit Beginn der Pandemie positiv auf das Sars-CoV-2-Virus Getesteten inzwischen als genesen betrachtet.

Die Zahl der Toten in Hamburg gab das RKI mit 259 an. Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sind in Hamburg bislang 229 Menschen an einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben. Den Angaben zufolge werden zurzeit 15 Corona-Infizierte aus Hamburg stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt (23 insgesamt), davon 5 Hamburger auf Intensivstationen.

Mit 1,8 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Keine weiteren Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

8.57 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuen Coronavirus nicht weiter erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, blieb die Zahl der positiv Getesteten zum Stand Montagabend damit bei 3136. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen betrug weiterhin 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Nord-Grüne blicken über Corona-Zeit hinaus

6.50 Uhr: Mitten in der Corona-Krise nehmen die Grünen in Schleswig-Holstein die Zeit nach der Pandemie ins Visier. „Noch sind wir dabei, die Krise zu bewältigen, aber jetzt müssen wir entscheiden, auf welchem Weg wir aus der Krise gehen wollen“, sagte der Landesvorsitzende Steffen Regis. Es gehe darum, ob dies zukunftsgewandt geschehen soll oder mit rückwärtsgewandten Ideen.

Die Grünen hätten sich für den ersten Weg entschieden. Ihre Ideen haben die Grünen in einem Papier gebündelt, das Regis und die Co-Vorsitzende Ann-Kathrin Tranziska am Mittwoch unter dem Motto „Mut zum Wandel“ der Presse vorstellen wollen. In kurzer Zeit hätten die Grünen ein rund 30-seitiges Papier mit politischen Antworten auf die Corona-Krise und auf die Klima-Krise erstellt, sagte Regis. Zugleich gehe es darum, den solidarischen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.

Das waren die News am Montag, 22. Juni:

Usedom schickt Urlauber aus Corona-Risikogebiet wieder nach Hause

20.49 Uhr: Auf der Urlaubsinsel Usedom ist ein Ehepaar aus Gütersloh dazu aufgefordert worden, vorzeitig abzureisen, wie das Landratsamt des Kreises Vorpommern-Greifswald am Montagabend mitteilte. Der Grund: Personen, die aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt kommen, in denen in den letzten sieben Tagen vor Einreise die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner höher als 50 ist, dürfen nicht nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen oder dort bleiben. Im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh hatte es einen massiven Corona-Ausbruch in einer Fleischfabrik der Firma Tönnies gegeben. Bei den Mitarbeitern waren mit Stand Sonntag 1331 Corona-Tests positiv ausgefallen.

„Das für alle Beteiligten unangenehme Unterfangen hat aber gezeigt, dass Vermieter und Hoteliers aufmerksam sind sowie die für solche Fälle vorgesehenen Meldeketten funktionieren“, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim. Nach seinen Angaben wurden mittlerweile mehrere Personen aus sogenannten Corona-Hotspots gemeldet und zur Rückreise aufgefordert. Die Tourismusbranche an der Ostsee freue sich über den Saisonbeginn. „Allerdings wollen wir auch unbedingt, dass sowohl unsere Bürgerinnen und Bürger gesund bleiben als auch unsere Gäste die Region gesund wieder verlassen“, betonte Froitzheim.

Wegen Corona ausgefallen: So soll die Altonale doch noch stattfinden

20.19 Uhr: Als Ersatz für die coronabedingt ausgefallene 17-tägige Altonale gibt es im September eine viertägige Kurzversion des Kulturfestivals. „Wir arbeiten daran, unter Berücksichtigung aller geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen und in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt ein Veranstaltungskonzept zu entwickeln, mit dem wir Mitte September doch noch etwas Altonale-Feeling aufleben lassen können - achtsam, leiser, kürzer“, teilten die Veranstalter am Montag mit. Die „Altonale kurz & schmerzlos“ sei vom 10. bis 13. September rund um den Platz der Republik geplant.

Unter anderem soll es unter dem Titel „Mehr Meer“ einen musikalischen Abend in der Christianskirche geben. Geplant seien auch Ausstellungen, eine Podiumsdiskussion, ein Open Air-Kino und „Art Bike Touren“ - geführte Radtouren zu Galerien und Ateliers.

Das coronabedingte Verbot aller Veranstaltungen habe die Altonale hart getroffen, erklärte Geschäftsführerin Heike Gronholz. „Aber: Wir leben noch und wollen für unser Publikum und die Kultur Präsenz zeigen.“ Zu verdanken sei dies den Partnern, Sponsoren, Künstlerinnen und Künstlern sowie dem Altonale-Team. „Den Satz „Das geht nicht“ haben wir bei uns ausgetauscht gegen die Frage „Was geht wieder?“ - und darauf haben wir gemeinsam viele Antworten gefunden.“

Corona in Hamburg: Keine weiteren Neuinfektionen

10.18 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten liegt in Hamburg unverändert bei 5169. Seit Sonntag sei keine Neuinfektion hinzugekommen, teilte der Senat am Montag mit. Rund 4800 der Infizierten gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Zuletzt hatte die Gesundheitsbehörde am 13. Juni keinen neuen Fall gemeldet.

Mit 1,3 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

Die Zahl der Toten in Hamburg lag laut RKI am Sonntag unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat bislang laut der Senatsmitteilung in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben. 22 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Freitag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt. Von ihnen lagen 12 auf Intensivstationen.

Schleswig-Holstein: Kitas kehren in Regelbetrieb zurück

9.35 Uhr: Ab heute können in Schleswig-Holstein die Kitas in den vollständigen Regelbetrieb zurückkehren. Alle Kinder dürfen wieder in der regulären Gruppengröße von bis zu 20 Mädchen und Jungen betreut werden. Laut Sozialministerium kann damit die Auslastung von 75 Prozent wieder in Richtung 100 Prozent zunehmen. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte es zunächst nur noch Notbetreuungen gegeben; nach und nach durften wieder mehr Kinder aufgenommen werden.

Laut Sozialministerium betreuen im Norden 1800 Einrichtungen 114 000 Kinder. Falls erforderlich, haben die Kitas bis zum vollständigen Regelbetrieb noch eine Übergangszeit bis zum 29. Juni, wenn dies mit den zuständigen örtlichen Behörden abgestimmt ist. Dann gilt mit Beginn der Sommerferien überall im Land der uneingeschränkte Regelbetrieb - weiterhin unter Auflagen zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

Bremen & Niedersachsen: Weitere Corona-Lockerungen

7.03 Uhr: Gleich mehrere Bundesländern haben ihre Corona-Regeln bezüglich Schulen und Kitas zum Wochenbeginn gelockert. In Berlin und Niedersachsen können ab Montag beispielsweise alle Kinder wieder in eine Kita gehen. Und auch alle Grundschüler in Hessen und Bremen bekommen dann wieder einen Präsenzunterricht. Trotzdem gelten weiterhin Einschränkungen. In Bremen etwa werden die Schüler erstmal nur in vier Unterrichtsstunden an vier Tagen in der Woche unterrichtet.

Trotz Corona: Ausbildung zur Pflegekraft gefragt

6.29 Uhr: Die Ausbildung zur Pflegefachkraft wird in Hamburg trotz - oder gerade wegen - der Corona-Krise stark nachgefragt. So verzeichnet das Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsberufe die höchste Anmeldungszahl seit sieben Jahren. „Die Ausbildung startet im August - und schon jetzt haben wir einem Drittel mehr Bewerberinnen und Bewerbern zugesagt: 172 statt 129“, sagte Leiter Holger Graber. Das Ansehen der Pflegeberufe habe sich in den vergangenen Wochen erheblich verbessert. Auch die Zahlen an Bewerbungen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sind während der Corona-Pandemie auf einem hohen Niveau geblieben.

Das waren die Corona-News vom 21. Juni

Niedersachsen erlaubt Treffen größerer Gruppen

22.03 Uhr: Trotz regionaler Corona-Hotspots sieht Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) eine „vergleichsweise ruhige Infektionslage“ in Niedersachsen. Das sei die Grundlage für den fünften Schritt der Lockerungen im Stufenplan, sagte sie. Von Montag an gelten daher wieder einmal neue Regeln zur Eindämmung des Virus.

Die wichtigste Änderung: Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist künftig in Gruppen von bis zu zehn Personen möglich. Bisher war dies auf die Mitglieder von zwei Haushalten beschränkt. Wenn die Gruppen aus Angehörigen oder aus Mitgliedern von höchstens zwei Haushalten bestehen, dürfen sich sogar mehr als zehn Menschen treffen. Auch das Picknicken und Grillen im Freien wird erlaubt.

Außerdem können Kinos und Theater am Montag wieder öffnen. Allerdings müssen die Zuschauer sich an den Mindestabstand halten und, wenn die Vorstellung drinnen stattfindet, einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Zahl der Besucher ist auf höchstens 250 beschränkt. Die Veranstalter müssen, wie man es mittlerweile etwa vom Friseur oder aus dem Restaurant kennt, die Kontaktdaten der Gäste erfassen, um mögliche Infektionsketten später nachverfolgen zu können.
Wie angekündigt kehren auch die Kitas am Montag in den eingeschränkten Betrieb zurück. Für alle Kinder soll es dann wieder ein Betreuungsangebot geben.

Für Hotels entfällt mit der neuen Verordnung die Vorgabe, maximal 80 Prozent der Plätze zu belegen. Der Tourismus kann rechtzeitig zur Sommersaison also weiter an Fahrt aufnehmen. Und auch für den Amateursport gibt es Erleichterungen: Unter Auflagen können Sportler und Vereine wieder Zuschauer empfangen.

Gelten soll die neue Verordnung zunächst bis zum 5. Juli.

Tagestourismus auf Röm: Dänemark verbietet Einreise für Nicht-Schleswig-Holsteiner

18.07 Uhr: Eigentlich war der Tourismus zuletzt wieder in Fahrt gekommen. Doch nun gibt es erneut Corona-Einschränkungen im Norden: Die Regierung in Dänemark hat die Fähr-Fahrten von Sylt nach Röm für Tagestouristen, die nicht aus Schleswig-Holstein kommen, bis auf Weiteres verboten. Dies berichtet der „shz“. Dabei hatte das Nachbarland erst am Montag allen Tagestouristen ohne Auto die Überfahrt mit der Syltfähre nach Röm erlaubt. Jetzt rudern die Dänen zurück.

Tim Kunstmann, Betreiber der Röm-Sylt-Linie, zeigt sich gegenüber dem „shz“ sehr enttäuscht: „Die neue Vorgabe finde ich sehr schade, denn rund 250 bis 350 Menschen wollen pro Tag einen Tagesausflug von Sylt nach Dänemark machen.“

Menschen, egal aus welchem Bundesland, die über Nacht auf Röm bleiben, sind von der neuen Regelung nicht betroffen.

Eine weitere Corona-Neuinfektion am Wochenende in MV

15.52 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Wochenende eine weitere Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 792 (Stand Sonntag, 14.59 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

753 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. 117 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 von ihnen auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich nicht am Wochenende. Am Sonntag wurde keine neue Corona-Infektion gemeldet, am Samstag war es eine.

Tausende Corona-Verstöße in Niedersachsen und Bremen

14.16 Uhr: Die Kommunen in Niedersachsen und Bremen haben bereits Tausende Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt und Bußgelder von insgesamt mehreren Hunderttausend Euro verhängt. Das hat eine stichprobenartige Abfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben. Allein in der Region Hannover wurden demnach bis Mitte Juni mehr als 4800 Verstöße angezeigt. Die Höhe der verhängten Bußgelder betrug rund 227.000 Euro. Oft sei es dabei um die Missachtung des Mindestabstands oder des Kontaktverbots gegangen, sagte eine Sprecherin der Region. In Bremen wurden bis Ende Mai knapp 2500 Verstöße gezählt und Bußgelder von rund 190.000 Euro ausgesprochen.

Norden: Zugang zu Inseln wird ausgeweitet

12.12 Uhr: Der Tourismus an der Küste nimmt weiter Fahrt auf - Urlauber können bald wieder von Niedersachsen nach Sylt (Schleswig-Holstein) mit dem Katamaran reisen. Ab 4. Juli soll er dreimal wöchentlich von Cuxhaven starten und die Insel in knapp zweieinhalb Stunden erreichen, wie Sylt Marketing mitteilte. Helgoland sollen in den kommenden Wochen mehrere Schiffe täglich von Cuxhaven aus ansteuern. Die Verbindung ab Bremerhaven zur Insel wird erst zum 1. Juli aufgenommen.

Indes dürfen Tagestouristen ab diesem Montag auch wieder auf Ostfriesische Inseln reisen. Juist und Baltrum machen den Anfang, am Dienstag sollen nach bisherigem Stand Spiekeroog und Wangerooge folgen. Bislang war wegen der Corona-Pandemie mindestens eine gebuchte Übernachtung Voraussetzung.

Auf Wangerooge wird allerdings wegen des Sommerferienstarts in mehreren Bundesländern vom 25. bis 29. Juni sowie am 4. und 5. Juli wieder eine Beschränkung gelten. Langeoog lässt ab Dienstag zunächst nur jeweils 200 Tagesgäste auf die Insel - an Wochenenden gar keine. Norderney, das an manchen Tagen nach Angaben des Landkreises Aurich bis zu 4500 Tagesgäste zählt, soll für diese bis zunächst 30. Juni gesperrt bleiben.

Aktuelle Zahlen: Sieben Neuinfektionen in Hamburg gemeldet

10.54 Uhr: Die Zahl der nachweislich Corona-Infizierten in Hamburg ist seit Samstag um sieben Fälle auf 5169 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Sonntag auf ihrer Homepage mit. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden rund 4800 der seit Beginn der Pandemie positiv auf das Sars-CoV-2-Virus Getesteten inzwischen als genesen betrachtet.

Die Zahl der Toten in Hamburg gab das RKI mit 259 an. Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sind in Hamburg bislang 229 Menschen an einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben. Den Angaben zufolge werden zurzeit 13 Corona-Infizierte aus Hamburg stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt (22 insgesamt), davon 7 auf Intensivstationen.

Mit 1,3 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Eine weitere Corona-Infektion in Schleswig-Holstein gemeldet

10.28 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus binnen 24 Stunden um einen Fall erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut zum Stand Samstagabend mit 3134 an. Neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gab es nicht, die Zahl blieb bei 152. Rund 3000 Infizierte gelten als wieder gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand sechs an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Ministerpräsident kündigt Corona-Lockerungen für Schleswig-Holstein an

9.01 Uhr: Schleswig-Holstein will zeitnah weitere Corona-Lockerungen beschließen. Dies kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) an: „Wir haben ja schon angekündigt, dass wir über höhere Zahlen bei Veranstaltungen sprechen, wenn sich das Infektionsgeschehen nicht erhöht.“ Morgen soll das Kabinett über anstehende Maßnahmen beraten, am Freitag sollen dann Beschlüsse verkündet werden. 

Die Landesregierung hatte schon Anfang des Monats Lockerungen in Bezug auf Veranstaltungen verkündet, bei denen die Besucher auf festen Plätzen sitzen, sie in der Regel erfasst werden und wenig Interaktion geschieht. Das betraf zum Beispiel Vorträge, Lesungen, Theater- und Filmvorführungen sowie Konzerte. Im Außenbereich werden diese Veranstaltungen derzeit für bis zu 250 Gäste zugelassen und in geschlossenen Räumen für bis zu 100.

Das waren die News am Samstag, 20. Juni

Obdachlosenhilfe bekommt prominente Unterstützung

21.05 Uhr: Die Bürgerinitiative „Hilfe für Hamburger Obdachlose“ hat prominenten Zuwachs bekommen: Schauspielerin Yasmina Filali (45)! Seit Beginn der Corona-Pandemie haben die ehrenamtlichen Helfer bereits etwa 700 Essenstüten für Wohnungslose verteilt – am Sonnabend brachte die 45-Jährige als Gasthelferin zudem jede Menge Wasser mit.

In den verteilten Türen finden die Bedürftigen vor allem gut essbare und haltbare Lebensmittel, wie Fisch- und Wurstkonserven oder Scheibletten-Käse. Aber auch frisch geschmierte Brote liegen in den ausschließlich durch Spenden finanzierten Papiertüten. An gut einem Viertel der Tüten hängen zudem 20-Euro-Scheine. „Damit die Leute sich Essen nachkaufen können, wenn die Tüte leer ist. Das ist natürlich sehr beliebt“, so Organisator Max Bryan.

Seit März konnten Bryan und sein Team knapp 4000 Euro an Spenden für die Aktion sammeln. Zudem gibt es von der Tafel und engagierten Hamburgern haltbare Lebensmittel zum Verteilen an fünf verschiedenen Orten Hamburgs – an der Reeperbahn, in der Schanze, am Hauptbahnhof, an der Kersten-Miles-Brücke und der Bahnhofsmission.

Blogger und Obdachlosenhelfer Bryan hofft, dass dank des Engagements von Yasmina Filali andere Hamburger Promis und Bürger bei der Aktion mitmachen oder zumindest für das Thema sensibilisiert werden.

Hamburg meldet neue Infektionsfälle

10.49 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen bleibt in Hamburg auf einem niedrigen Niveau. Am Samstag veröffentlichte die Stadt drei weitere Fälle binnen der vergangenen 24 Stunden für die Hansestadt. Insgesamt wurden 5162 Fälle registriert, 4800 Menschen gelten als geheilt, 229 Personen sind nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin nachweislich an Covid-19 gestorben. Der Grenzwert für Neuinfektionen liegt bei 1,3 v

Zwei neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

10.23 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle in Schleswig-Holstein ist binnen 24 Stunden um zwei Fälle auf insgesamt 3133 gestiegen.

Experte empfiehlt: Stellt Ventilatoren vor Fahrstuhltüren auf

9.51 Uhr: Der zweite Corona-Ausbruch in einem Göttinger Hochhaus zeigt deutlich, wie die enge Wohnsituation zum Problem werden kann. Wie der NDR berichtet, handelt es sich beim aktuellsten Fall um einen Hauskomplex mit zahlreichen kleinen Wohnungen in der Größenordnung von 17 bis 39 Quadratmetern – häufig bewohnt von mehrköpfigen Familien. Bekanntermaßen begünstigt räumliche Nähe die Virus-Ausbreitung. Laut des Berichts gibt es aber einen zweiten Punkt, der die Lage in den Hochhäusern so gefährlich macht: Aufzüge. So wird Eberhard Bodenschatz, Professor am Max-Planck-Institut in Göttingen, zitiert, der zum Thema Aerosole (Schwebeteilchen in der Luft) forscht und sicher ist: „In Aufzügen hat man nicht nur das Problem, dass es sehr enge Räume sind, sie sind außerdem oft schlecht oder gar nicht belüftet.“

In einem Hochhaus sind Aufzüge für viele Menschen die einzige echte Option, um zu ihrer Wohnung zu gelangen. Doch wie löst man das Problem des fehlenden Luftaustauschs? Bodenschatz hat einen Vorschlag: Er würde Ventilatoren einsetzen, die in jedem Stockwerk vor den jeweiligen Aufzugstüren platziert werden. Ansonsten gelte natürlich auch in Hochhäusern die Hygienegebote wie regelmäßiges Händewaschen oder das Tragen von Nase-Mund-Schutzmasken.

Das waren die Nachrichten am Freitag, 19. Juni

Reisebusse dürfen wieder voll besetzt werden – mit Bedingungen

21.37 Uhr Reisebusse und Ausflugsschiffe dürfen in Schleswig-Holstein ab Sonnabend wieder voll besetzt werden. Die Landesregierung in Kiel hat ihre Corona-Bekämpfungsverordnung nach eigenen Angaben am Freitag an den Beschluss von Bund und Ländern zum Reisebusverkehr angepasst. Allerdings müssen die Passagiere während der Fahrt – genau wie im öffentlichen Nahverkehr – einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zudem müssen Busunternehmen ein Hygienekonzept umsetzen und Kontaktdaten der Kunden erheben. Diese Lockerung gelte auch für Ausflugsschiffe.  Sitzplatzwechsel sollten vermieden und, wo immer möglich, das Abstandsgebot eingehalten werden. Wird Schleswig-Holstein nur durchquert, ohne dass Passagiere das Verkehrsmittel verlassen, muss der Betreiber die Verordnung den Angaben zufolge nicht einhalten. Dies gelte speziell für Reisebusse, deren Reisen in anderen Ländern beginnen.

Corona-Krise lässt Tourismus im Norden extrem einbrechen

17.53 Uhr: Die Corona-Krise hat dem Tourismus in Schleswig-Holstein extreme Verluste beschert. Im April sank die Zahl der Übernachtungsgäste in den Unterkünften mit mindestens zehn Betten im Vorjahresvergleich um 96,4 Prozent auf 28 000. Wie das Statistikamt Nord am Freitag weiter berichtete, fiel die Zahl der Übernachtungen um 95,1 Prozent auf 143.000. Der April war der erste volle Monat, in dem die Corona-Sanktionen galten. Im März war die Schließung von Hotels und Ferienwohnungen verhängt worden. Es durften keine Touristen ins Land einreisen; Inseln und Halligen wurden gesperrt.

In den Monaten Januar bis April zusammengenommen ging die Zahl der Übernachtungsgäste um 48,5 Prozent auf 1 Million zurück. Bei den Übernachtungen mussten die Betriebe ein Minus um 47,2 Prozent auf 3,64 Millionen verbuchen. Die Statistik erfasste im April 2548 Beherbergungsstätten mit 155.000 Gästebetten und 98 Campingplätze.

UKE: So alt sind Corona-Patienten in Hamburgs Krankenhäusern

15.48 Uhr: Prof. Dr. Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin, gab bei der Pressekonferenz des UKE am Freitag Informationen zur intensivmedizinischen und medikamentösen Behandlung von Corona-Patienten. Studien hätten inzwischen ergeben, dass das Durchschnittsalter der Intensivpatienten bei 69 Jahren lag, der Durchschnitt der Corona-Infizierten insgesamt bei 50 Jahren. Fast alle der Intensivpatienten hätten eine schwere beidseitige Lungenentzündung gehabt, was die Beatmung notwendig machte. Da die Rate der Verstorbenen mit Thrombose sehr hoch gewesen sei, gebe man den entsprechenden Patienten mittlerweile Blutverdünner.

Zugelassene Medikamente gegen das Coronavirus gibt es in Deutschland weiterhin nicht, betonte Kluge. Das Arzneimittel Remdesivir sei nach wie vor ein vielversprechendes Medikament, das weiterhin erprobt wird. „Wir haben das sehr gut gemanagt“, sagt Kluge im Hinblick auf den Shutdown in Deutschland, den er in seiner Form für berechtigt hält. Eine hohe Anzahl an Krankenhaus- und Intensivbetten, eine gut organisierte Intensivmedizin und das frühe Hochfahren der Testverfahren hätten sehr geholfen, die Todeszahlen niedrig zu halten. Zudem habe man von den Erfahrungen anderer Länder lernen können, da Deutschland die Pandemie erst sehr spät erreicht habe.

Ergebnisse da! UKE stellt Corona-Kinderstudie in Hamburg vor

13.53 Uhr: Das UKE Eppendorf hat am Freitag in einer Pressekonferenz die Zwischenergebnisse der „C19.Child“-Studie vorgestellt. „Bei den Kindern und Jugendlichen wurde ein Nasen-Rachen-Abstrich und eine Blutentnahme zur Bestimmung angewandt. Wir haben bei keinem einzigen der 3.107 Kinder, deren Tests wir bisher ausgewertet haben, einen positiven Virusnachweis gefunden. Es war also im Studienzeitraum keine akute Infektion mit Covid-19 nachweisbar“, erklärte Prof. Dr. Ania C. Muntau, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Dieses Ergebnis bedeute, dass die Lockdown-Maßnahmen in Hamburg erfolgreich waren. Bei 36 der 2.436 Kinder, die auch einen Antikörper-Test gemacht haben, konnten Antikörper im Blut nachgewiesen werden – das entspricht 1,5 Prozent der Testpersonen. Die Daten zeigten auch, dass ältere Kinder eher betroffen waren als jüngere: Kinder mit positivem Nachweis waren im Schnitt 9,7 Jahre alt, mit negativem Test 7,9 Jahre alt. Zwischen den Geschlechtern wurde kein signifikanter Unterschied festgestellt.

Die positiv getesteten Kinder werden nun über einen Zeitraum von sechs Monaten begleitet. Dabei würden auch 15 Geschwisterkinder und 91 Erwachsene  aus dem gleichen Haushalt untersucht, um mögliche Übertragungswege nachzuvollziehen. Im weiteren Studienverlauf werden die Folgen für das kindliche Immunsystem erforscht und Risikogruppen unter Kindern identifiziert. Bis Ende Juni sollen insgesamt 6000 Kinder auf Häufigkeit und Schwere einer Covid-19-Infektion untersucht werden.

Eppendorfer Landstraßenfest fällt in diesem Jahr aus

13.25 Uhr: Die Hamburger müssen in diesem Jahr auf zwei weitere beliebte Straßenfeste verzichten. Das Eppendorfer Landstraßenfest und das Uhlenhorster Stadtteilfest wurden für dieses Jahr abgesagt, wie Veranstalter Uwe Bergmann am Freitag mitgeteilt hat. 

„Wir hätten uns sehr gefreut, auch zu Corona-Zeiten Quartiersfeste zu feiern – in Stadtteilen, die nachweislich kaum vom Virus betroffen sind. Aus unserer Sicht wäre dies mit angepassten Konzepten für Open Air Veranstaltungen möglich gewesen. Der Beschluss des Bundes erlaubt uns dies nicht. Wir bedauern das sehr“, so Veranstalter Bergmann. 

Nach der ersten Verfügung war ein Ersatztermin am 12. & 13. September für das Eppendorfer Landstraßenfest und am 26. & 27. September für das Uhlenhorster Stadtteilfest schnell gefunden, doch auch diese – so ist nun Gewissheit – werden nicht umgesetzt werden können.

Der Bund hat kürzlich beschlossen, dass bis Ende Oktober alle Großveranstaltungen untersagt sind. Auch den Schlagermove wird deshalb in diesem Jahr ausfallen. 

Vier neue Corona-Kranke in Hamburg

10.47 Uhr: Bei Tests auf das neuartige Coronavirus sind in Hamburg vier weitere Fälle nachgewiesen worden. Damit haben sich seit Beginn der Epidemie in der Hansestadt Ende Februar 5159 Menschen dem Sars-CoV-2-Virus infiziert, wie der Senat am Freitag im Internet mitteilte. Rund 4800 von ihnen gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der Toten in Hamburg lag laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat bislang laut der Senatsmitteilung in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

23 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Donnerstag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, zwei weniger als am Vortag. Von ihnen lagen weiterhin 12 auf Intensivstationen.

Schleswig-Holstein meldet neun Neuinfektionen

10.20 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus innerhalb eines Tages zuletzt um neun erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut berichtete, stieg die Gesamtzahl bis Donnerstagabend damit auf 3131. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb bei 152. Rund 3000 Infizierte gelten als wieder gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand vier an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Hamburgs Bürgermeister hält Bundesliga mit Zuschauern für denkbar

7.23 Uhr: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hält Bundesligaspiele mit Zuschauern durchaus für möglich. „Es ist denkbar, dass man auch Sport-Großveranstaltungen organisiert[..]“, sagte er der „Bild“. Es müsse aber weiterhin möglich sein Kontakt zu vermeiden, eventuell nachzuverfolgen und die Infektionsgefahr für die Spieler gering zu halten, so Tschentscher.

Im Hinblick auf Veranstaltungen in Hamburg sagte er: „Die Elbphilharmonie in Hamburg hat über 2000 Plätze, dort kann man Personen und Sitzplatz scharf organisieren. Wer wo sitzt und wie da die Abstände sind.“ Am Mittwoch hatte Tschentscher am Rande der Ministerpräsidentenkonferenz vor einem nachlässigen Umgang mit dem Coronavirus gewarnt. Die geringe Zahl an Corona-Neuinfektionen „darf uns nicht zu dem Irrtum führen, dass wir die Dinge weniger ernst nehmen“, sagte er. „Wir müssen weiter sehr, sehr vorsichtig durch diese Pandemie steuern.“

Landtag berät heute Corona-Hilfen für Kultur und Tests

6.52 Uhr: Schleswig-Holsteins Landtag berät am Freitag (9 Uhr) über mögliche Hilfen für Kulturschaffende in der Corona-Krise. In der Debatte geht es auch um SPD-Forderungen nach einem Landeskonjunkturprogramm, die Ausbildungssituation und den vom Bund in Aussicht gestellten Rettungsschirm für den öffentlichen Nahverkehr. Thema sind dann auch die von der Landesregierung geplanten Corona-Tests in Kitas, Schulen und Pflegeheimen. Weiterer Tagesordnungspunkt ist die Unterrichtsqualität an den Grundschulen.

Das waren die Corona-News vom 18. Juni: 

Hamburger Hafen: Mieten bleiben stabil

19.26 Uhr: Die Hamburger Wirtschaftsbehörde ermöglicht gemeinsam mit der Hamburg Port Authority auch im zweiten Quartal die Stundung von Mieten und Hafennutzungsentgelten bis 31. Dezember 2020. Diese Möglichkeit soll allerdings nur Unternehmen vorbehalten sein, die vorrübergehend in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind. Es werde nach Einzelfall entschieden.

Beim Liegegeld sollen die bisher für das zweite Quartal befristet eingeführten Rabattstaffelungen fortgeschrieben werden, konzentriert für die von der Corona-Krise besonders hart betroffenen Kreuzfahrtschiffe. Das heißt beispielsweise, dass besonders umweltfreundliche Schiffe, die durchgehend Landstrom beziehen, vom Liegegeld befreit werden.

„Wir verfolgen den Verlauf der Pandemie und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft sehr genau und handeln situativ, indem wir die Gegebenheiten kontinuierlich neu bewerten. Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine Erholung des Seeverkehrs und eine Entspannung der Lage im Hafen“, so der Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos).

Schleswig-Holstein: Weitere Corona-Infektionen in Seniorenheim

17.46 Uhr: Nachdem eine Mitarbeiterin eines Seniorenheims in Burg (Kreis Dithmarschen) positiv auf das Coronavirus getestet worden war, sind nun auch Bewohner des Heims infiziert. Dies teilte der Kreis Dithmarschen am Donnerstag mit. Das zuständige Gesundheitsamt hatte im Zuge der Kontaktpersonenermittlung unmittelbar Testungen für Angestellte und Bewohner des Seniorenheims veranlasst. Nun liegen erste Ergebnisse vor: Sechs Bewohner haben sich mit Covid-19 infiziert, 30 Testergebnisse sind negativ, sechs stehen noch aus. Das Gesundheitsamt hat umgehend vor Ort alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, um eine Weiterverbreitung einzudämmen wie ein Besuchs- und Betreuungsverbot für die Einrichtung.

Pulverfass auf dem Kiez öffnet wieder 

16.20 Uhr: Die Reeperbahn wird langsam wieder wach! Nach Schmidt’s Tivoli öffnet nun auch das „Pulverfass“ wieder seine Türen. Am 9. Juli meldet sich Deutschlands bekanntestes Travestie-Cabaret zurück. „Wenn jetzt langsam wieder mehr Menschen auf die Reeperbahn kommen, müssen wir ja auch was zu bieten haben“, sagt Inhaber Heinz-Diego Leers. Zwei Shows wird es zur Premierenfeier geben – eine um 20 und eine um 23 Uhr. „Natürlich müssen auch bei uns die Corona-Maßnahmen eingehalten werden“, erklärt Leers. Man habe 50 Tische, an denen jeweils zwei Personen sitzen. Die Auslastung läge damit nur etwa bei einem Drittel. „Am Eingang müssen sich die Gäste desinfizieren und bis zu ihrem Platz Masken tragen, auch jeder vom Personal trägt eine Maske“, so Leers.

So sieht Cabaret eben in Corona-Zeiten aus. Karten gibt es telefonisch oder auf der Website vom Pulverfass sowie an allen bekannten Theater-Verkaufsstellen – der Vorverkauf läuft bereits.

Einbruch im Einzelhandel – fast 13 Prozent weniger 

14.41 Uhr: Die coronabedingte Schließung vieler Geschäfte am 18. März hat im April zu einem Umsatzeinbruch im Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommerns geführt. Die Verkäufe schrumpften nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes um 12,8 Prozent im Vergleich zum April des Vorjahres. Im März hatte der Rückgang 2 Prozent betragen, wie das Amt am Donnerstag in Schwerin mitteilte.

Dabei verlief die Entwicklung unterschiedlich. Während der Lebensmittel-Einzelhandel im April mit einem Umsatzplus von 3,2 Prozent von den vielen Menschen zu Hause im Homeoffice profitierte, sackte der übrige Einzelhandel wegen der behördlich verordneten Schließungen um 28,2 Prozent ab.

Corona-Krise: Jeder dritte Hamburger Arbeitnehmer von Kurzarbeit bedroht

14.15 Uhr: Durch die Corona-Krise ist in Hamburg jeder dritte Beschäftigte von Kurzarbeit bedroht. Dies teilte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) dem Radiosender „Hamburg Zwei“ mit. So hätten rund 19.000 Hamburger Arbeitgeber für insgesamt 320.000 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. „Das ist ein Drittel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt“, sagte die Senatorin.

Die Gesamtfolgen seien noch nicht absehbar, denn wie viele Menschen durch und während Corona in Kurzarbeit oder in die Arbeitslosigkeit gehen würden, sei noch nicht abzuschätzen. „Wir werden Ende des Jahres Bilanz ziehen, wie viele Menschen wirklich ganz neu beruflich anfangen müssen. Und das werden einige sein“, sagte Leonhard dem Sender.

In den bisherigen Zahlen sind außerdem noch keine Soloselbstständigen sowie Klein- und Kleinstunternehmer, „die jetzt noch so durchkommen“ erfasst.

Ein neuer Corona-Todesfall in Hamburg

11.25 Uhr: Die Behörde für Gesundheit hat die aktuellen Zahlen zur Corona-Pandemie in Hamburg bekanntgegeben. Seit gestern wurden in unserer Stadt fünf Neuinfektionen gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl der Covid-19-Erkrankten auf 5155, davon gelten 4800 Patienten als geheilt.

Seit dem Vortag gab es einen neuen Todesfall in Hamburg, bei dem nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin die Covid-19-Infektion als todesursächlich festgestellt wurde. Insgesamt starben in der Hansestadt damit 229 Menschen an dieser Krankheit.

Derzeit befinden sich 25 Personen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus. Zwölf davon liegen auf der Intensivstation.

Schleswig-Holstein: Zahl der Infizierten stabil

10.12 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus innerhalb eines Tages zuletzt nicht weiter erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Mittwochabend mit weiterhin 3122 an.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb bei 152. Rund 3000 Infizierte gelten als wieder gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand vier an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Wirtschaftsminister warnt vor Sterben der Gastronomie

10.07 Uhr: Im Zuge der Corona-Pandemie haben Unternehmen in Schleswig-Holstein bereits mehr als 600 Millionen Euro an Bundes- und Landeshilfen erhalten. Von diesen seien zwar 394 Millionen Euro Bundesmittel, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) am Donnerstag im Landtag. Die mehr als 220 Millionen Euro an Landesmitteln seien für ein kleines Land wie Schleswig-Holstein jedoch „eine große Kraftanstrengung“.

Während Hotels- und die Gastronomie an Nord- und Ostsee angesichts guter Buchungslagen für den Sommer aktuell weniger Anlass zur Sorge böten, träfe dies umso mehr auf die Gastronomie im Binnenland zu, sagte Buchholz. Diese seien oft auf Veranstaltungen wie Hochzeiten angewiesen.

Deshalb seien alle gefordert, diesen Betrieben durch die Pandemie zu helfen: „Lassen sie es in diesem Jahr nicht zu einem Sterben der schleswig-holsteinischen Landgasthöfe kommen.“

Schwesig mahnt zur Vorsicht – großes Fest in MV abgesagt

8.49 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die von Bund und Ländern beschlossenen Öffnungen von Kitas und Schulen begrüßt. Trotz der positiven Entwicklung bei den Infektionszahlen forderte sie aber weiter zur Achtsamkeit auf.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, überall in Deutschland möglichst schnell wieder zu einem Regelbetrieb in Kitas und Schulen zurückzukehren. Hier im Land wird das zunächst ab kommender Woche mit dem Ferienhort geschehen“, sagte Schwesig am Mittwoch. „Wir arbeiten daran, dass die Schulen mit Schuljahresbeginn wieder täglichen Unterricht für alle Kinder anbieten“, so Schwesig. Die Kitas seien bereits für alle Kinder auf. „Hier ist es unser Ziel, die Betreuungszeiten zu erweitern.“

Die Infektionszahlen müssten niedrig gehalten werden, deshalb müsse im Umfeld von Corona-Infektionen viel getestet werden. Die von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen hat auch im Nordosten Konsequenzen: Der für September geplante MV-Tag in Greifswald werde nicht stattfinden. „Wir werden ihn auf kommendes Jahr verschieben“, kündigte Schwesig an.

Hamburgs Kitas wieder offen

6.57 Uhr: Hamburgs Kitas öffnen wieder ihre Pforten! Nachdem monatelang wegen der Corona-Einschränkungen nicht alle Kinder in die Kita konnten, dürfen sie an diesem Donnerstag zurück in die Kindertagesstätten. Zunächst wird mit einem eingeschränkten Regelbetrieb eine Betreuung von 20 Stunden pro Woche an möglichst drei Wochentage gewährleistet werden.

Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hatte die Lockerung mit dem geringen Neuinfektionen in Hamburg begründet. Ursprünglich war geplant, die Betreuung der Jüngsten erst Mitte Juli wieder aufzunehmen. Seit Anfang des Monats dürfen bereits Viereinhalbjährige und ihre Geschwister wieder in die Kitas. Schon seit dem 18. Mai werden die Fünf- und Sechsjährigen betreut.

Am 20. März waren die Kitas wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden, lediglich eine Notbetreuung vor allem für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder bei Polizei und Feuerwehr beschäftigt sind, wurde aufrechterhalten. Ende April war die Notbetreuung auf Kinder berufstätiger Alleinerziehender ausgeweitet worden.

Das waren die News vom 17. Juni:

Schüler im Norden feiern Abi auf besondere Weise

18.41 Uhr: Kieler Schüler haben ihr Abitur am Mittwoch mit einer den Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie angepassten Choreographie gefeiert. Mehr als 40 Schüler der Abitur-Abschlussklasse der Gemeinschaftsschule im Stadtteil Friedrichsort bildeten dafür auf Rasen mit ausgespreizten Armen zur Einhaltung des Mindestabstands in Corona-Zeiten den Schriftzug „Abi“.

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Besondere Abi-Choreo: Diese Schüler feierten ihr Abitur pandemie-gerecht.

MeckPomm: Vier neue Corona-Infektionen

16.23 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist bis zum Mittwoch um vier auf 790 gestiegen (Stand 14.53 Uhr). Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus Gestorbenen liegt konstant bei 20. Als geheilt gelten 744 Infizierte. Stationär behandelt wurden bislang 117 an Covid-19 Erkrankte, 21 davon auf Intensivstationen.

Drei der neuen Fälle wurden aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim gemeldet. Es handelt sich um Kontaktpersonen der infizierten Mitarbeiterin eines Altenheims in Parchim. Sie stammen aus dem privaten und beruflichen Umfeld der Frau, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Diese Infektionen beträfen jedoch nicht das Altenpflegeheim, stellte das Lagus klar. Zuvor war das Virus beim Ehemann und einer weiteren erwachsenen männlichen Kontaktperson der Frau nachgewiesen worden.

Damit wurden zu diesem Geschehen laut Lagus bislang sechs Fälle gemeldet. Das Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigslust-Parchim habe weitere Kontaktpersonen ermittelt und weitere Tests veranlasst. Quarantäne-Maßnahmen seien angeordnet. Die betroffenen Menschen würden engmaschig vom Gesundheitsamt betreut.

Die Mitarbeiterin im Hauswirtschaftsbereich des Altenpflegeheimes St. Nikolaus in Parchim hatte am vergangenen Donnerstag im Zuge einer Reihentestung eine Probe abgegeben. Am Montag lag das positive Testergebnis vor. Weitere gut 150 Tests bei Bewohnern und Mitarbeitern des Heims fielen dem Landesamt zufolge negativ aus.  

Bundesliga und Großveranstaltungen: Das sagt Hamburgs Bürgermeister

15.03 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und mehrere weitere SPD-Regierungschefs rechnen mit einer Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen. „Es ist auf jeden Fall wichtig, dass wir uns verständigen, dass Großveranstaltungen weiterhin entweder gar nicht oder nur unter sehr strengen Auflagen durchgeführt werden sollen“, sagte er am Mittwoch vor Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise in Berlin.

Man habe bei den Auflagen bisher immer einige Monate nach vorne gedacht. „Insofern ist es sinnvoll, dass wir sagen, wir wollen über den August hinaus keine Großveranstaltungen im klassischen Sinne in Deutschland veranstalten.“

In der Bundesliga könne er sich persönlich vorstellen, dass man in den Stadien mit weniger Zuschauern zurechtkomme, sagte Tschentscher. Darüber würden bei den Gesprächen am Mittwoch aber keine konkreten Festlegungen getroffen. 

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mahnte zur Vorsicht. „Die Großveranstaltungen sind nach wie vor eine große Herausforderung.“

MeckPomm: Kinder- und Jugendarbeit ohne Corona-Sicherheitsabstand

12.29 Uhr: Ferienspiele und Kinderferienlager können in Mecklenburg-Vorpommern ohne den Corona-Sicherheitsabstand von 1,50 Meter stattfinden. Pünktlich zum Beginn der Sommerferien treten mit einer neuen Corona-Jugendhilfeverordnung am kommenden Montag (22. Juni) gelockerte Regeln in Kraft, wie Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Mittwoch in Schwerin bekanntgab.

„Wir möchten zum Ferienbeginn nochmals alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit Angebote für Kinder und Jugendliche wieder stattfinden können“, sagte sie. Die Mädchen und Jungen hätten in den letzten Wochen und Monaten besonders unter den Einschränkungen gelitten und bräuchten wieder Möglichkeiten, sich auszutauschen und pädagogische Begleitung und Unterstützung außerhalb des Elternhauses in Anspruch zu nehmen.

Für die Jugendarbeit könne von der Abstandsregel von 1,50 Meter abgesehen werden, wenn sonst das pädagogische Ziel gefährdet sei. Auf eine möglichst konstante Gruppenzusammensetzung solle aber geachtet werden, betonte Drese. Auch bei Gruppenreisen mit Übernachtung könne der Mindestabstand aufgehoben werden, wenn die Teilnehmer vom Beginn bis zum Ende eine feste Gruppe bildeten. Die Gruppen sollten dem Ministerium zufolge nicht mehr als 30 Kinder und Betreuer umfassen. Verschiedene Gruppen müssten den Mindestabstand von 1,50 Metern jedoch einhalten.

Zwei weitere Fälle und zwei Todesopfer in Hamburg

11.15 Uhr: Die Zahl der nachweislich Corona-Infizierten in Hamburg ist seit Dienstag um zwei Fälle auf 5150 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch auf ihrer Homepage mit. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden rund 4800 der seit Beginn der Pandemie positiv auf das Sars-CoV-2-Virus Getesteten inzwischen als genesen betrachtet.

Die Zahl der Toten in Hamburg gab das RKI mit 257 an, zwei mehr als am Vortag. Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sind in Hamburg bislang 228 Menschen an einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben. Den Angaben zufolge wurden am Dienstag 26 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 12 auf Intensivstationen.

Mit 1,4 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre erst bei 900 Neuinfektionen binnen sieben Tagen der Fall.

Eine weitere Corona-Infektion in Schleswig-Holstein

9.37 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus von Montagabend bis Dienstagabend um einen Fall erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Dienstag unter Berufung auf das Robert Koch-Institut zum Stand Dienstagabend mit 3122 an. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg im nördlichsten Bundesland um 1 auf 152. Rund 2900 Infizierte gelten als wieder gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand weiterhin fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Nach Ansteckung bei Feier in Restaurant: Erstes Todesopfer durch Corona in Leer

8.08 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch im ostfriesischen Leer hat es einen ersten Todesfall gegeben. Ein 73-jähriger Mann aus dem Landkreis starb an den Folgen von Covid-19. Er hatte sich Mitte Mai so wie mehr als 30 weitere Personen bei der Eröffnungsfeier eines Restaurants infiziert. Laut den Behörden gibt es aktuell noch drei Infizierte in diesem Zusammenhang. Darunter auch Patienten in einem kritischen Zustand. Der Landkreis Leer prüft noch, ob der Wirt gegen Corona-Auflagen verstoßen hatte.

Virologe warnt: Abstand halten beim Baden

7.13 Uhr: Der Kieler Infektionsmediziner Prof. Helmut Fickenscher hat zum Sommerbeginn an diesem Wochenende auf die Bedeutung der Corona-Abstandsregeln auch beim Baden hingewiesen. Im Wasser selbst gelte das Übertragungsrisiko nach den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zwar als äußerst gering wegen der starken Verdünnung oder wegen der Chlorierung, sagte er. Wie das Umweltbundesamt (UBA) unterstrich aber auch Fickenscher, es sei von zentraler Bedeutung, die Abstands- und Hygieneregeln auch am Strand, auf den Wiesen von Badeanstalten und natürlich auch im Wasser einzuhalten.

Fickenscher ist Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten.

„Die Abstandsregeln an Land und im Wasser einhalten, überfüllte Badestellen meiden“, riet Fickenscher als zentrale Verhaltensregel. „Es ist auch weniger riskant, im Freien zu schwimmen als in Hallen, da Aerosole als Übertragungswege im Freien praktisch keine Rolle spielen“, sagte Fickenscher. „Und das größte theoretische Ansteckungsrisiko lauert wegen der Feuchte und den Aerosolen dort, wo Duschen in Sanitärräumen zu eng nebeneinander stehen.“

Das waren die News vom 16. Juni:

Uni in Hannover beobachtet drei mit Corona infizierte Katzen

20.28 Uhr: Die Tierärztliche Hochschule Hannover hat drei mit dem Coronavirus infizierte Katzen aufgenommen. Die Tiere seien unter Sicherheitsvorkehrungen im Forschungszentrum für neu auftretende Infektionskrankheiten und Zoonosen untergebracht, sagte eine Hochschulsprecherin am Dienstag. Ein Amtstierarzt aus einem anderen Bundesland hatte die aus einem Haushalt stammenden Katzen abgegeben. Sie zeigten bisher keine Symptome. Der Sprecherin zufolge werden in der Quarantäne regelmäßig Blut- und Speichelproben genommen, zudem werden die Tiere auf Antikörper getestet.

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums sollen positive Corona-Tests bei Tieren bald bei den Behörden meldepflichtig werden. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Menschen sich bei ihren Haustieren mit dem Virus ansteckten, hieß es in Berlin. Sinnvoll könne es etwa sein, Katzen testen zu lassen, die in einem Haushalt mit Corona-Infizierten lebten. Es habe sich gezeigt, dass Katzen oder auch Frettchen sich mit dem Erreger infizieren, bei Hunden sei das Risiko geringer.

Eine weitere Corona-Infektion in Schleswig-Holstein gemeldet

18.54 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus von Sonntagabend bis Montagabend um einen Fall erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Dienstag unter Berufung auf das Robert Koch-Institut zum Stand Montagabend mit 3121 an. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb im nördlichsten Bundesland unverändert bei 151. Rund 2900 Infizierte gelten als wieder gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand noch fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Früher als erwartet: Kreuzfahrt ab Hamburg startet wieder

17.07 Uhr: Kreuzfahrt-Fans aufgepasst: Die norwegische Reederei Hurtigruten setzt das Hybrid-Expeditionsschiff „Fridtjof Nansen“ bereits diesen Monat für Reisen ab Hamburg ein. Wie das Unternehmen mitteilte, nimmt das Schiff zwischen 26. Juni und 4. September 2020 sechs Mal Kurs auf die norwegische Küste. Hurtigruten hatte am Dienstag bereits den Betrieb der Postschiffreisen in Norwegen für norwegische Gäste wieder aufgenommen.

„Aufgrund der Covid-19-Situation mussten wir viele Reisen absagen. Dies hat unsere Gäste wie auch uns sehr enttäuscht. Nach wie vor erhalten wir viele Anfragen, wann wir wieder fahren werden“, sagt Heiko Jensen, VP Sales Europe bei Hurtigruten. „Deshalb freut es uns umso mehr, endlich wieder deutsche Gäste an Bord eines Hurtigruten Schiffes begrüßen zu dürfen“, ergänzt Jensen.

Umfassenden Hygiene- und Sicherheitsstandards seien an Bord durch zahlreiche neue Maßnahmen ergänzt worden, heißt es in der Mitteilung.

Kultursenator äußert sich zu Live- und Kulturveranstaltungen

15.48 Uhr: Wann können Live- und Kulturveranstaltungen in Hamburg endlich wieder stattfinden? Dazu äußerte sich Kultursenator Carsten Brosda (SPD) bei der Landespressekonferenz am Dienstag. „Was an Kultur vor und mit Publikum möglich ist, entscheidet nicht die Kulturbehörde sondern letztendlich die Gesundheitsbehörde“, so Brosda.

Der Kultursenator weiter: „Aktuell führen wir Gespräche, wie wir freie Flächen zur Verfügung stellen, um Kultur auch draußen stattfinden zu lassen. Außerdem gibt es Gespräche dazu, was man in der Messe machen kann, wo auch große Flächen zur Verfügung stünden.“

Kultursenator Brosda: So geht es für die Hamburger Clubs weiter

14.21 Uhr: Einzelhandel, Restaurants und Fitnessstudios – sie alle dürfen bereits wieder öffnen. Wie es für die Hamburger Clubs weitergeht, war lange Zeit unklar. Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD), hat am Dienstag auf einer Landespressekonferenz die nächsten Schritte angekündigt: „Wir zahlen jetzt eine Liquiditätssoforthilfe und wir arbeiten mit dem Reeperbahnfestival gemeinsam daran, wie es stattfinden kann im September. Das nächste ist das Suchen nach Freiflächen auf denen man Konzerte im Sommer stattfinden lassen kann. Außerdem führen wir Gespräche mit den Clubs, wie ein Hochfahren im Herbst wieder möglich sein könnte.“

Hamburg fährt die Kultur hoch – alles zum Neustart

13.15 Uhr: Kultursenator Carsten Brosda (SPD) hat am Dienstag in einer Landespressekonferenz weitere Lockerungen für den Juli angekündigt. „Wir werden voraussichtlich zu Beginn des nächsten Monats die Auflagen ändern und dann auch das Wiedereinsteigen der Kultur ermöglichen“, so Brosda. Zusätzlich kündigte er eine Fortsetzung der Hilfen für Kultureinrichtungen und -veranstalter an. Unter anderem werde die Stadt eine einmalige Neustartprämie von 2.000 Euro für betroffene Kultureinrichtungen obendrauf legen.

„Wir hatten die Kultur- und Kreativwirtschaft von Anfang an im Blick. Wir haben aber auch die Kultur als einen eigenständigen Bereich nochmal adressiert“, so Brosda. „Das betrifft den Umbau von Kultureinrichtungen, den Ausgleich vom defizitären Betrieb beim Wiederhochfahren und die Finanzierung von neuen und pandemiegerechten Kulturformen mit einem Schwerpunkt auf dem Thema digitale Angebote.“

Jetzt live: Hamburger Senat äußert sich

12.30 Uhr: Wie greifen die bisherigen Maßnahmen des Hamburger Corona-Schutzschirms? Um diese und weitere Fragen dreht sich die heutige Landespressekonferenz. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), Kultursenator Carsten Brosda (SPD) und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) äußern sich ab 12.30 Uhr zur aktuellen Lage des Corona-Schutzschirms. Die Konferenz wird hier live übertragen:

Corona in Hamburg: Zwei neue Fälle gemeldet

11.27 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Hamburg ist seit Montag um zwei Fälle auf 5148 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag auf ihrer Homepage mit. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden rund 4800 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten inzwischen als genesen betrachtet.
Die Zahl der Toten in Hamburg lag laut RKI unverändert bei 255. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bestätigte laut Gesundheitsbehörde einen weiteren Todesfall. Demnach sind in Hamburg bislang 228 Menschen an einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben. Den Angaben zufolge wurden am Montag noch 25 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 12 auf Intensivstationen.

Mit 1,6 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre erst bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen der Fall.

Hamburger Barbetreiber kritisieren den Senat

9.31 Uhr: Aufregung beim „Barkombinat Hamburg". Auf Facebook greifen die Macher des Zusammenschlusses aus mehr als 80 Bars und Kneipen den Senat an. „Während Bars und Kneipen akribisch kontrolliert werden, ballen sich an den bekannten Punkten wie Schulterblatt, „Corner“ (Beim Grünen Jäger) oder Alma-Wartenberg-Platz Menschenmassen, die bis auf symbolische Kontrollen sich so verhalten können, als habe es Corona nicht gegeben“, heißt es. Die Behauptung der Innenbehörde alles im Griff zu haben, sei ein schlechter Witz. „Das letzte, was wir in der jetzigen katastrophalen Situation brauchen, ist Misstrauen seitens der Polizei hinsichtlich der Umsetzung der Corona-Auflagen für Schankwirtschaften. Ein respektvoller Umgang mit Bars und Kneipen, die sich an die Auflagen halten, sieht anders aus.“

Messebetrieb zu Corona-Zeiten: Neues Konzept in Hannover

8.36 Uhr: Ab September will die Deutsche Messe AG in Hannover mit neuen Corona-Sicherheitsstandards wieder Veranstaltungen möglich machen und so Risiken für Besucher und Aussteller minimieren. Kern des Konzepts sind spezielle Abstands- und Hygieneregeln sowie eine Erfassung von Kontakten, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Die Messegesellschaft musste unter anderem die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe aufgrund der Ansteckungsgefahren in diesem Jahr absagen. Man sei zuversichtlich, dass mithilfe der neuen Regelungen im Herbst etwa wieder die Fachmessen Euroblech (27. bis 30. Oktober) und Eurotier (17. bis 20. November) auf dem Gelände in der niedersächsischen Landeshauptstadt stattfinden können, sagte Vorstandschef Jochen Köckler der Deutschen Presse-Agentur.

Das waren die Corona-News vom 15. Juni: 

Corona-Ausfälle bedrohen das Miniatur Wunderland

21.06 Uhr Das Miniatur Wunderland, Touristenmagnet und heiß geliebt von den Hamburgern, ist in Gefahr:  „Wir können aktuell 200 statt 1000 Menschen auf einmal reinlassen. Damit verringern wir unseren monatlichen Verlust zwar ein wenig, aber am Ende des Monats schlagen weiterhin mehrere hunderttausend Euro Minus zu Buche", schreiben Frederik und Gerrit Braun, die genialen Miniatur Wunderland-Erfinder in einer Mitteilung – und dann die dramatische Prognose: „Wir halten noch bis Anfang kommenden Jahres durch, aber spätestens dann wird es auch fürs Wunderland eng."
Erst wenn Kontakt, Reise- und Abstandregeln abgemildert werden, bekomme auch das Wunderland wieder eine Perspektive. Die Braun-Zwillinge appellieren an die Deutschen, die Corona-App herunterzuladen: „Die App könnte, sofern genügend Menschen sie nutzen, zu einem bedeutsamen Werkzeug werden. Wir haben große Hoffnung und wünschen uns sehr dass viele Deutsche die App runterladen werden."

Die Brüder haben sogar ein Erklärvideo zur App erstellt – natürlich im Miniatur Wunderland-Stil.

Schleswig-Holstein ist Bundesland mit niedrigster Infektionsrate

18.49 Uhr: Schleswig-Holstein ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) das Bundesland mit der niedrigsten Corona-Infektionsrate: Gerechnet auf 100.000 Einwohner haben die Gesundheitsämter dort in den vergangenen sieben Tagen lediglich 0,3 Neuinfektionen registriert, wie das RKI am Montag mitteilte. In Sachsen (0,4) und Mecklenburg-Vorpommern (0,5) ist der Anteil nur geringfügig höher.

Die meisten Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner hat Bremen. Dort liegt die Quote bei 10,4. In Hamburg liegt der Wert bei 1,7, deutschlandweit bei 2,5.

MeckPomm: Zwei neue Corona-Infektionen

17.41 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag zwei weitere nachgewiesene Fälle einer Corona-Neuinfektion gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 784 (Stand Montag, 15.25 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag mitteilte. 740 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen.

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 115 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf einer Intensivstation. Diese Zahlen veränderten sich im Vergleich zum Vortag ebenfalls nicht.

Straßenfest in Blankenese abgesagt

16.31 Uhr: Schlechte Nachrichten für alle Fans des Straßenfests in Blankenese: Die für September geplante Veranstaltung fällt aus. Das hat die „Blankenese Interessen-Gemeinschaft" am Montag bekanntgegeben.

Zu gern hätten die Geschäftsleute mit dem Blankeneser Straßenfest etwas mehr Normalität und Gemeinschaftserlebnis in den Ort zurückgeholt – wenn klar gewesen wäre, wie die Veranstaltung den Corona-Einschränkungen anzupassen wäre, heißt es in einer Pressemitteilung.

Christian Fischer von der Blankenese Interessen-Gemeinschaft: „Wir hätten uns gewünscht, dass die zuständigen Behörden Rahmenbedingungen definieren, unter denen Veranstaltungen wie das Straßenfest ab September stattfinden können. Ohne einen ausreichenden Vorlauf ist so ein Event nicht zu stemmen.“

Die Erfahrung mit Politik und Verwaltung habe in den vergangenen Monaten allerdings gezeigt, dass Entscheidungen über Auflagen meist sehr kurzfristig getroffen werden. Die Interessen-Gemeinschaft hofft nun, dass spätestens im Herbst klare Voraussetzungen gegeben sind, sodass möglichst im Dezember eine Outdoor-Veranstaltung in Blankenese stattfinden kann.

Schlägereien, Beleidigungen und Corona-Verstöße in Gaststätte

15.17 Uhr: In der Nacht zu Sonntag ist ein Streit in einer Gaststätte an der Hauptstraße in Müden/Aller in Niedersachsen eskaliert. Gegen 4 Uhr wurde die Polizei in das Lokal gerufen. Als die Beamten vor Ort eintrafen, hatten sich kurz zuvor vier Männer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren in der Gaststätte mit den Fäusten geprügelt – zwei der Kontrahenten erlitten dabei leichte Blessuren. Den Polizisten gegenüber solidarisierten sich die Streithähne jedoch, auch mit weiteren anwesenden Gästen. Schließlich gelang es den Beamten, die Situation zu beruhigen. Dennoch wurden die Polizisten von mehreren Gästen beleidigt. Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurden drei besonders aggressive Männer dem Polizeigewahrsam zugeführt. Außerdem wurden Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Beleidigung sowie Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen diverser Verstöße gegen die Corona-Verordnung gegen die jeweils Verantwortlichen eingeleitet.

Aktuelle Zahlen: Drei Neuinfektionen in Hamburg

11.46 Uhr: In Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu Sonntag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 3 und liegt nun bei 5146, teilte die Gesundheitsbehörde am Montag auf ihrer Homepage mit. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden rund 4800 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten inzwischen als genesen betrachtet.

Die Zahl der Toten in Hamburg lag laut RKI bei 255. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf konnte laut Gesundheitsbehörde unverändert bei 227 Personen eine Sars-CoV-2-Infektion als Todesursache feststellen. Den Angaben zufolge wurden nach wie vor 29 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon unverändert 14 auf Intensivstationen.

Mit 1,7 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre erst bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen der Fall.

Schleswig-Holstein: Keine Neuinfektionen gemeldet

9.47 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus seit Samstag bis Sonntagabend nicht erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Montag unter Berufung auf das Robert Koch-Institut zum Stand Sonntagabend weiterhin mit 3120 an. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus bliebe im nördlichsten Bundesland unverändert bei 151. Rund 2900 Infizierte gelten als wieder gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand weiter acht an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Corona-Krise: Mehr illegale Müllentsorgung

8.27 Uhr: In einigen Regionen Schleswig-Holsteins haben die Menschen während der Corona-Krise mehr Müll illegal entsorgt. Von einer Zunahme seit Mitte März oder danach berichteten auf Anfrage die Kreise Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Segeberg, Steinburg und geringfügig auch Dithmarschen. Sie gehen teilweise von einem Zusammenhang mit der zwischenzeitlichen Schließung von Recyclinghöfen aus. So habe es etwa im Kreis Steinburg vor allem in der Nähe von Wertstoffhöfen wild abgeladenen Müll gegeben.

Einige Regionen berichten auch von einer Zunahme des regulär entsorgten Rest- oder Biomülls.

Mehr als 400 Anträge auf Prämie für pflegende Angehörige

7.09 Uhr: Auf die in Mecklenburg-Vorpommern in der Corona-Krise beschlossene Prämie für pflegende Angehörige sind nach rund zwei Wochen etwa 425 Einträge eingegangen. Die Anträge hätten ein Volumen von 212.500 Euro, teilte das Sozialministerium auf Anfrage mit. Die Mittel seien allerdings noch nicht ausgezahlt, die Prüfung durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) würde laufen. Bei der Prämie handelt es sich um eine einmalige Zahlung von 500 Euro.
Privatpersonen, die Angehörige pflegen oder Menschen mit Behinderung betreuen, sollen diese Zahlung erhalten können. Voraussetzung dafür sei, dass sie coronabedingt nicht mehr oder nicht mehr im bisherigen Umfang ihre bisherige berufliche Tätigkeit ausüben können und dadurch Verdienst- oder Umsatzausfälle zu tragen haben.

Die Prämie soll aus dem Sozialfonds bezahlt werden. Diesen hatte die Landesregierung mit 20 Millionen Euro ausgestattet und vor einigen Wochen beschlossen. Er soll soziale Einrichtungen wie Frauenhäuser, Schullandheime und Freizeitzentren in der Corona-Krise finanziell unterstützen.
Insgesamt seien bislang etwa 1000 Anträge für Mittel aus dem Sozialfonds eingegangen. „Das zeigt, der Sozialfonds ist eine wichtige zusätzliche Leistung zur Unterstützung und Aufrechterhaltung sozialer Angebote und Dienstleistungen in unserem Land“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD).

Das waren die Corona-News vom 14. Juni: 

Für Hamburger Bäder und Pflegeheime kommen weitere Corona-Lockerungen

20.08 Uhr: Am Montag werden in Hamburg weitere Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert. Für Besuche in den Hamburger Pflegeheimen gelten künftig weniger Einschränkungen. Pünktlich zum warmen Wetter in Hamburg dürfen auch die Außenbereiche der Kombibäder wieder öffnen – konkret werden die Außenbereiche von Kaifu-Bad sowie den Schwimmbädern Bondenwald und Finkenwerder wieder geöffnet.

Folgende Schwimmbäder in Hamburg sind damit ab Montag wieder offen:

- Aschberg

- Marienhöhe

- Neugraben

- Osdorfer Born

- Rahlstedt

- Kaifu-Bad

- Bondenwald

- Finkenwerder

Tickets müssen vorab online auf der Website von Bäderland gekauft werden.

Keine neuen nachgewiesenen Corona-Neuinfektion in MeckPomm

17.03 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Samstag kein weiterer nachgewiesener Fall einer Corona-Neuinfektion gemeldet worden. Damit lag die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle weiter bei 782 (Stand Sonntag, 15.04 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. 739 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen.

20 Menschen sind bislang im Nordosten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. 115 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 von ihnen auf einer Intensivstation. Diese Zahlen veränderten sich im Vergleich zum Vortag ebenfalls nicht. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit mit Abstand die geringsten Infektionszahlen. 

112 Corona-Infektionen bei Kirche in Bremerhaven – ein Todesfall

14.35 Uhr: Die Corona-Infektionswelle unter Mitgliedern einer evangelischen Freikirche in Bremerhaven betrifft inzwischen mindestens 112 Menschen auch im angrenzenden Kreis Cuxhaven. Wie die Stadt Bremerhaven am Sonntag mitteilte, ist ein 75-jähriger Angehöriger der Kirchengemeinde am Donnerstag zu Hause an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Der alarmierte Rettungsdienst konnte dem vorerkrankten Mann nicht mehr helfen. Die Infektion des Mannes mit dem Virus Sars-Cov-2 war zuvor nicht bekannt und bestätigte sich erst bei einer nachträglichen Untersuchung.

Das Gesundheitsamt sucht nun nach den Kontaktpersonen des Mannes. Der Freikirche in Bremerhaven gehören vor allem kinderreiche russlanddeutsche Familien an. Sie führen nach Berichten aus der Stadt ein abgeschiedenes Leben - geprägt auch durch die Erfahrung, dass sie als Christen und nationale Minderheit in der Sowjetunion verfolgt wurden. Als sich Infektionen zu häufen begannen, suchten Behördenvertreter die Familien auf und forderten sie auf, sich testen zu lassen und die Quarantäne einzuhalten. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde das Virus vermutlich nicht in Gottesdiensten übertragen, sondern bei sozialen Kontakten der Gemeindemitglieder untereinander.

Plus von mehr als 14.000 Prozent! Umsatz-Boom bei Schutzmasken

14.18 Uhr: Das Geschäft mit Schutzmasken in der Corona-Kise boomt. Von Januar bis Ende Mai sind Umsätze und Preise von Atem- und Mundschutz rasant gestiegen, wie aus Daten des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervorgeht. Den stärksten Umsatzzuwachs mit nahezu 14.200 Prozent gab es demnach beim Verkauf im Großhandel. Der Preis pro Schutzmaske erhöhte sich dort im Schnitt um rund 509 Prozent. Auch die Lebensmittel- und Drogeriemärkte verzeichneten mit knapp 8000 Prozent ein starkes Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Preiserhöhungen um etwa 254 Prozent. „Schutzmasken sind in Windeseile aus der Nische für spezielle Anwendungsfälle zum neuen Alltagsprodukt geworden“, sagte Bettina Arleth, Handels-Expertin bei Nielsen.

Grund für das enorme Plus sei die Verfügbarkeit im April, aber auch der Preisanstieg durch die hohe Nachfrage. Der Mundschutz sei bis zur Corona-Pandemie vor allem von staubgeplagten Handwerkern oder im medizinischen Bereich genutzt worden – heute sehe die Welt ganz anders aus, sagte Arleth. Die geringste Umsatzsteigerung gab es bei Baumärkten (plus 99,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank hier der Durchschnittspreis sogar (minus 46,4 Prozent). Das hat laut Nielsen vor allem mit der Erweiterung des Sortiments um einfachere und damit günstigere Schutzmasken zu tun. Dadurch verringerte sich der durchschnittliche Einzelpreis.

Aktuelle Zahlen: Fünf weitere Neuinfektionen in Hamburg

11.40 Uhr: Die Zahl der in Hamburg positiv auf das neuartige Coronavirus Getesteten ist seit Samstag um 5 auf 5143 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Sonntag auf ihrer Homepage mit. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4800 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten inzwischen als genesen betrachtet werden.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin ist bisher bei 227 Personen das Coronavirus als Todesursache nachgewiesen worden, damit kam seit Samstag kein weiteres Todesopfer hinzu. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 19 Personen mit Wohnort Hamburg in stationärer Behandlung, davon werden 8 Personen intensivmedizinisch betreut.

Mit 1,6 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von möglichen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Schleswig-Holstein will weiter auf stufenweise Lockerungen setzen

10.33 Uhr: Schleswig-Holstein setzt bei der Lockerung der Corona-Bestimmungen weiter auf ein stufenweises Vorgehen. Nötig seien Einschränkungen insbesondere hygienischer und kapazitätsmäßiger Art bei der weiteren Öffnung, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Er verwies auf den Mitte Mai von der Landesregierung vollzogenen Systemwechsel weg von generellen Verboten mit Ausnahmen hin zu grundsätzlichen Erlaubnissen mit Auflagen.

Die aktuelle gültige Verordnung gilt bis 28. Juni. Unabhängig davon prüfe die Landesregierung kontinuierlich, ob die Einschränkungen weiter verhältnismäßig sind oder wieder mehr einschränkende Maßnahmen geboten sind, sagte der Sprecher.

Thüringen hat als erstes Bundesland seine Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie beendet und aufgehoben. Bislang durften sich dort nur Menschen von maximal zwei Haushalten treffen. Seit Samstag gelten nur noch Empfehlungen: Man soll sich mit nicht mehr als einem weiteren Haushalt oder zehn weiteren Menschen treffen. Brandenburg zog nach: Ab Montag fallen auch in diesem Bundesland die Kontaktbeschränkungen. Abstands- und Hygieneregeln aber bleiben – wie in Thüringen auch.

In Schleswig-Holstein drohen wie in anderen Bundesländern bei Verstößen Bußgelder. Verstöße gegen das Kontaktverbot oder private Treffen mit mehr als zehn Teilnehmern kosten laut dem Bußgeldkatalog 150 Euro.

Eine weitere Corona-Infektion in Schleswig-Holstein gemeldet

9.41 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus um einen Fall erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Sonntag unter Berufung auf das Robert Koch-Institut zum Stand Samstagabend mit 3120 an. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg im nördlichsten Bundesland um einen weiteren Fall auf 151. Rund 2900 Infizierte gelten als wieder gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand weiter acht an Covid-19 Erkrankte behandelt.

E-Scooterverleiher trotz Corona mit erstem Jahr zufrieden

8.29 Uhr: Trotz Corona-Krise ziehen die Rollerverleiher Lime und Tier eine positive Bilanz aus ihrem ersten Jahr in Hamburg. Die Nachfrage sei zu Beginn der Pandemie kurz eingebrochen, doch steige langsam wieder die Nachfrage nach den E-Scootern, hieß es von den Anbietern. Den Angaben zufolge war Hamburg die erste Stadt, in der Tier im März mehr als eine Million Fahrten abgewickelt hatte. Lime aus Kalifornien spricht für das erste Jahr von bereits zwei Millionen aktiven Nutzern deutschlandweit, die insgesamt zehn Millionen Fahrten unternommen hätten. Während der Corona-Krise habe Lime sein Geschäft in Hamburg vorübergehend pausiert. Im Gegensatz dazu bot Tier nach eigenen Angaben seine Roller weiterhin an. Weitere Rollerverleiher in der Hansestadt sind Voi und Bird.

Das waren die News vom 13. Juni:

Osterstraßenfest abgesagt

20.32 Uhr: Das Eimsbütteler Osterstraßenfest ist schon einmal verschoben worden. Jetzt haben die Veranstalter die Großveranstaltung komplett abgesagt.

Es ist bunt, es ist laut, es ist einfach zu voll: Das Osterstraßenfest kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Veranstalter hatten das jährlich im Mai stattfindende Straßenfest bereits auf das letzte Augustwochenende verschoben. Großveranstaltungen sind aber erst wieder ab September erlaubt. Nach langem Ringen haben sich die Organisatoren dazu entschieden das Fest für das Jahr 2020 abzusagen. Mehr dazu hier. 

Erste Kinos in Hamburg wieder geöffnet

20.08 Uhr: Seit Ende Mai dürfen Kinos in Hamburg offiziell wieder öffnen. Doch bis auf das Hansa Filmstudio in Bergedorf haben die meisten Betreiber ihre Türen geschlossen gehalten - bis jetzt. Seit vergangenem Mittwoch begrüsst das UCI-Kino in Othmarschen wieder seine Gäste, die Standorte Wandsbek und Mundsburg bleiben allerdings noch geschlossen. Besonderes Geschenk für alle „Unlimited“-Karten-Inhaber: Der Monatsbeitrag für Juni geht auf UCI-Kosten – wegen der Corona-bedingten Unannehmlichkeiten.

Die Kinokette mit den gelb-rotem Logo ist nicht die einzige, die wieder startet. Auch im Cinemaxx Dammtor dürfen Film-Liebhaber die neusten Streifen wieder genießen.

Nur ein neuer Fall in Mecklenburg-Vorpommern

17.34 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Samstag ein weiterer nachgewiesener Fall einer Corona-Neuinfektion gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 782 (Stand Samstag, 15.00 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Freitag mitteilte. 739 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen.

John Neumeier lobt Merkels Krisen-Management

15.57 Uhr: Hamburgs Ballett-Weltstar John Neumeier (81), Intendant und Chef-Choreograph des Hamburg Balletts, zollt dem Krisenmanagement der Kanzlerin in der Corona-Pandemie Respekt. „Ich finde, Hamburg hat die Krise bislang toll gemeistert. Ich bin auch ein Fan von Angela Merkel, was das betrifft. Vor allem, wenn man Deutschland mit meinem Heimatland Amerika vergleicht“, sagte der Künstler dem „Hamburger Abendblatt“ (Sonnabend).

Nur eine neue Infektion im Norden – keine in Hamburg

12.22 Uhr: Gute Nachrichten aus dem Norden! Während Hamburg binnen der vergangenen 24 Stunden keine Neuinfektion meldet, ist in Schleswig-Holstein auch nur ein weiterer Mensch erkrankt. Hamburg meldet auch keinen neuen Todesfall.

Diese Regeln gelten ab Montag

10.01 Uhr: Ab Montag gelten in Hamburg neue Corona-Regeln. So werden die Besuchseinschränkungen in Pflegeheimen weiter gelockert, auch die Außenbereiche in Kombi-Schwimmbädern dürfen öffnen. Drei Tage später werden auch die Kitas in Hamburg in einen eingeschränkten Regelbetrieb übergehen. 
Bewohner von Pflegeheimen dürfen nun pro Woche drei statt der bisher nur eine Stunde Besuch empfangen. Auch die Zahl der Besucher pro Woche von eins auf drei erhöht – weiterhin aber nur nach Terminabsprache. 
Kombi-Bäder, wie das Kaifu in Eimsbüttel, dürfen ab Montag mit den gleichen Regeln wie Freibäder öffnen.

Das waren die News vom 12. Juni

Schulsenator Rabe kündigt Grundschulöffnungen an

20.45 Uhr: Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) will die Grundschulen in der Hansestadt nach den Sommerferien wieder normal öffnen. Dies teilte die Behörde nach einem Digital-Symposium mit Bildungsministern anderer Bundesländer sowie mit Wissenschaftlern am Freitag mit. „Die Wissenschaftler haben überzeugend deutlich gemacht, dass insbesondere Kinder von der Pandemie kaum betroffen sind und es an der Zeit ist, die Schulen für Kinder wieder zu öffnen. Nach diesem Gespräch bin ich sehr sicher, dass Hamburg nach den Ferien an allen Grundschulen zum Regelunterricht zurückkehren wird“, sagte Rabe nach der Konferenz. 

Führende Wissenschaftler seien sich darin einig, dass Corona für Kinder und Jugendliche ungefährlicher sei als die Grippe, führte Rabe aus. „Wenn wir jetzt die Schulen für den Regelbetrieb vorbereiten, planen wir zugleich intensive Tests. Dazu zählt, dass sich alle, die an den Schulen mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, kostenlos testen lassen können.“ Zudem sollen für alle Beschäftigten auf Wunsch transparente Visiere besorgt werden.

„Wir wollen, dass Hamburgs Grundschulen nach den Sommerferien den Regelbetrieb in voller Klassenstärke und mit allen Unterrichtsstunden wieder aufnehmen. Auch das Ganztagsangebot soll in vollem Umfang wieder stattfinden“, sagte Rabe weiter. Um das Infektionsrisiko zu verringern, sollen feste Gruppen gebildet und die Zahl der Kontakte zu Kindern anderer Gruppen reduziert werden. 

Schon vier Tui-Kreuzfahrtschiffe in der Nordsee

20.06 Uhr: Im Stillstand der Kreuzfahrtindustrie wegen Corona hat die Reederei Tui Cruises mittlerweile vier ihrer Schiffe in die Nordsee geholt. Nach einer Fahrt aus dem Mittelmeer vor Griechenland machte die „Mein Schiff 5“ am Freitag in Bremerhaven fest. Von 500 Besatzungsmitgliedern sollten knapp 200 zurück in ihre Heimatländer reisen, sagte eine Sprecherin von Tui Cruises in Hamburg. Die Angestellten stammen aus Ländern wie Belgien, Kroatien, China, Indonesien oder von den Philippinen.

Am Montag soll die „Mein Schiff 5“ dann in der Deutschen Bucht vor der Insel Wangerooge vor Anker gehen. Dort liegen schon die Tui-Schiffe mit den Nummern 3, 4 und 6. Drei weitere Schiffe der Flotte ankern vor den Kanaren.

Die „Mein Schiff 6“ wird dann am Montag in Wilhelmshaven erwartet. Nach Mitteilung der Stadt sollen Taucher Unterwasserarbeiten am Rumpf durchführen. Um in Coronazeiten einen Zustrom von Schaulustigen zu verhinden, sperrt die Stadt die Zufahrten zu dem Kai.

Niedersachsen: Zahl der Corona-Patienten in Kliniken sinkt stark 

18.16 Uhr: Die Zahl der Corona-Patienten in niedersächsischen Krankenhäusern ist in dieser Woche weiter spürbar zurückgegangen. Während am Montag noch 330 Patienten im Krankenhaus lagen, waren dies am Freitag nur noch 254, wie das Sozialministerium in Hannover mitteilte. 49 der Betroffenen liegen auf der Intensivstation, 27 von ihnen müssen künstlich beatmet werden. Landesweit wurden am Freitag 38 neu festgestellte Corona-Infektionen gemeldet. In 15 niedersächsischen Landkreisen wurde inzwischen in den vergangenen sieben Tagen bereits keinerlei neue Corona-Infektion festgestellt. 613 Infizierte sind inzwischen in Niedersachsen an dem Virus gestorben.

Corona-Minus von 56 Millionen Euro am Uniklinikum

18.01 Uhr: Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise auf das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) fallen deutlich niedriger aus als bislang befürchtet. „Angesichts der neuen Zahlen müssen wir mit rund 56 Millionen Euro rechnen, die wir aus der Nothilfe des Landes brauchen, um die pandemiebedingten Verluste des UKSH auszugleichen“, sagte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) am Freitag. „Das ist eine Menge Geld, aber das Konzept, Intensivkapazitäten am UKSH vorzuhalten, war und ist richtig.“ Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Nach Angaben des Finanzministeriums verringert sich das Minus gegenüber der vorherigen Prognose von 125 Millionen Euro um rund 69 Millionen Euro. Die neue Zahl sei ebenfalls eine Prognose, die vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig sei. „Ohne das Engagement der Landesregierung im Bundesrat wäre die Belastung für den Landeshaushalt um rund vier Millionen Euro höher“, sagte Heinold. Die Regierung habe erreicht, dass der Bund den Ausgleich für die Maximalversorger erhöhe. Laut Landesregierung ist der Grund für die geringere Finanzlücke der weniger gravierende Verlauf der Corona-Pandemie als ursprünglich angenommen. Dadurch habe die Zahl der stationären Aufnahmen für elektive Eingriffe bereits früher sukzessive erhöht werden können.

Cyclassics in Hamburg verschoben: Neues Datum steht fest

17.22 Uhr: Bei den Cyclassics in Hamburg dürfen nun auch die Profis starten. Die Organisatoren teilten am Freitag mit, dass der Radsport-Weltverband UCI ein Rennen in der Hansestadt plant. Erst zwei Tage zuvor war bekannt geworden, dass für den 3. Oktober Jedermann-Rennen in Hamburg vorgesehen sind. „Wir sind mehr als froh, dass wir es geschafft haben, auch in diesem Jahr und unter äußerst schwierigen Voraussetzungen ein hochrangiges UCI-Rennen nach Deutschland zu bringen“, sagte Veranstaltungschef Oliver Schiek laut Mitteilung nach der UCI-Entscheidung.

Das Radsport-Spektakel in der Hansestadt findet in diesem Jahr zum 25. Mal statt. Wegen der Corona-Pandemie war der ursprüngliche Austragungstermin am 16. August verworfen worden. Der 3. Oktober kollidiert allerdings mit dem Auftakt des Giro d'Italia. Daher wird nicht die gesamte Weltelite in Hamburg dabei sein.

Zwei weitere nachgewiesene Corona-Neuinfektion in MV

16.06 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag zwei weitere nachgewiesene Fälle einer Corona-Neuinfektion gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 781, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Freitag mitteilte. 738 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 115 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf einer Intensivstation. Diese Zahlen veränderten sich im Vergleich zum Vortag ebenfalls nicht. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit mit Abstand die geringsten Corona-Zahlen.

Nach Ausbruch in Göttingen: Erstmals keine Corona-Neuinfektionen

13.37 Uhr: Vor zwei Wochen hat es in Göttingen einen Corona-Ausbruch gegeben. Erstmals sind in der Stadt am Donnerstag keine Neuinfektionen hinzugekommen, wie der NDR berichtet. Am Donnerstag gab es in der Stadt und im Landkreis noch 183 Infizierte, 21 weniger als am Vortag. Am Montag sollen alle Schulen wieder öffnen, die die Stadt wieder geschlossen hatte. Zu dem Ausbruch war es nach privaten Familienfeiern gekommen, bei denen 175 Menschen infiziert wurden.

Aktuelle Zahlen: Fünf weitere Neuinfektionen in Hamburg

11.41 Uhr: Die Zahl der in Hamburg positiv auf das neuartige Coronavirus Getesteten ist seit Donnerstag um 5 auf 5138 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Freitag auf ihrer Homepage mit. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4800 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten inzwischen als genesen betrachtet werden.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin ist bisher bei 227 Personen das Coronavirus als Todesursache nachgewiesen worden, damit kam seit Donnerstag kein weiteres Todesopfer hinzu. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 20 Personen mit Wohnort Hamburg in stationärer Behandlung, davon werden 10 Personen intensivmedizinisch betreut.

Mit 1,6 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von möglichen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Drei neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

11.07 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus um drei Fälle erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Freitag unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Donnerstagabend mit 3119 an. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus liegt weiter bei 148. Rund 2900 Infizierte gelten als wieder gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand weiter 5 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

In Hamburg gestrandeter Inder reist nach Hause

9.35 Uhr: 93 Tage lang war Pratap Pillai (45) in Hamburg gestrandet. Nun konnte der Schiffsmanager das Hotel Europäischer Hof am Hauptbahnhof, das zwischenzeitlich sein neues Zuhause geworden war, endlich verlassen, wie die „Bild" berichtet. Der Manager aus Indien lebt in Singapur. Als Corona ausbrach, durfte er weder in das eine noch in das andere Land zurückreisen. Teilweise war er im Hotel der einzige Gast. Nun haben beide Länder seiner Rückkehr zugestimmt, Pratap Pillai hat sich für Singapur entschieden. 

Küsten bereiten sich auf Corona-Sommer vor

7.11 Uhr: Aufkleber mit Abstandsregeln, Einbahnstraßensysteme am Strand, Strand-Apps: An Deutschlands Nord- und Ostsee-Küste bereitet man sich auf einen Touristen-Ansturm vor. Schleswig-Holstein setzt zur Unterbindung größerer Menschenansammlungen in den Ferienorten auch auf digitale Lösungen. So wird an der Lübecker Bucht gerade eine  Internetplattform entwickelt, die ähnlich funktioniert wie die Onlinebuchung eines Theaterplatzes.

Auf den nordfriesischen Inseln oder in Sankt Peter-Ording soll es keine Strand-App oder ähnliches geben. Laut den Verantwortlichen sind die Strände breit genug, um sich aus dem Weg zu gehen. Auch auf Usedom ist keine App geplant. Anders als in Schleswig-Holstein gelten in Mecklenburg-Vorpommern aber noch Betretungsverbote für Tagesgäste aus anderen Bundesländern. Das gleiche gilt für die ostfriesischen Inseln wie Norderney und Borkum.

Das waren die Corona-News vom 11. Juni: 

Corona-Verstoß bei Hannover 96 – Profis ohne Mund- und Nasenschutz

19.25 Uhr: Fußball-Zweitligist Hannover 96 hat fünf Profis wegen eines Verstoßes gegen die niedersächsische Corona-Verordnung aus dem Mannschaftstraining genommen. Dies teilte der Bundesliga-Absteiger am Donnerstag mit. Dabei handelt es sich um Felipe, Josip Elez, Miiko Albornoz, Sebastian Soto und Simon Stehle.

Die Polizei hielt die Fünfergruppe an, nachdem die Spieler die Partie gemeinsam im Fernsehen verfolgt hatten. Alle saßen in einem Auto, ohne Mund- und Nasenschutz. „Alle fünf Spieler, die vorher negativ auf das Coronavirus getestet worden waren, haben damit unbedacht gegen die aktuelle niedersächsische Corona-Verordnung verstoßen“, hieß es in einer Mitteilung des Tabellensechsten.

Hamburg: Zahl der Neuinfektionen steigt leicht

14.03 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Hamburg ist seit Mittwoch um acht weitere gestiegen. Insgesamt gibt es demnach 5.133 bestätigte Fälle in der Hansestadt. Rund 4.800 davon gelten jedoch als bereits wieder genesen. In den Hamburger Krankenhäusern befinden sich aktuell 20 Patientinnen und Patienten aus Hamburg mit dem Virus. Zehn von ihnen werden intensivmedizinisch betreut. Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin ist bisher bei 227 Personen das Corona-Virus als Todesursache nachgewiesen worden, damit kam seit Mittwoch ein weiteres Todesopfer hinzu.

Zwei Millionen Euro für Corona-Forschung in Schleswig-Holstein

12.40 Uhr: Die Landesregierung unterstützt die schleswig-holsteinische Hochschulmedizin mit zwei Millionen Euro bei der Covid-19-Forschung. Die beiden Projekte in Kiel und Lübeck zeigten die Exzellenz des Wissenschaftsstandorts Schleswig-Holstein, sagte Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU) am Donnerstag in Kiel. Im Projekt „COVIDOM“ am Universitätsklinikum Kiel werden mögliche Langzeitfolgen der Covid-19-Erkrankungen erforscht. In dem Lübecker Projekt „ELISA“ wird in einer Längsschnittstudie die Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung untersucht.

Hamburger Asklepios Kliniken: Letzte „Corona“-Patienten aus den Normalstationen entlassen

11.45 Uhr: Der derzeite Rücklauf der Coronafälle in Hamburg hält an. Jetzt haben die Hamburger Asklepios Kliniken mit einer entsprechend guten Nachricht für Aufsehen gesorgt. Am Dienstag wurden die beiden letzten an COVID-19 erkrankten Patienten aus den Normalstationen der Hamburger Asklepios Kliniken nach Hause entlassen. Damit befinden sich aktuell keine COVID-19-Patienten mehr auf den Normalstationen der sieben Hamburger Asklepios Kliniken. Lediglich auf den Intensivstationen befinden sich noch sieben Patienten in Behandlung, aber auch hier ist der Trend seit einigen Wochen rückläufig. Insgesamt haben die Ärzte und Pflegekräfte der Hamburger Asklepios Kliniken seit Beginn der Epidemie im Februar mehr als 500 COVID-19-Patienten behandelt, davon etwa ein Viertel auf den Intensivstationen.

Der Fokus soll nun mehr und mehr wieder auf die Behandlung anderer Erkrankungen gelegt werden. „Es ist aus mehreren Gründen sinnvoll und wichtig, jetzt die Behandlung anderer Erkrankungen wieder gezielt aufzunehmen“, sagt Prof. Dr. Christoph U. Herborn, Chief Medical Officer (CEO) der Asklepios Kliniken. „Kein Patient soll aufgrund einer verschobenen Therapie unnötig lange leiden, wir wollen keine Verschlechterung des Zustands durch Verzögerungen riskieren und wir sollten den Rückstau an Operationen möglichst zügig abbauen“, so der Asklepios Vorstand. Gelockert wurden derweil die Besuchsregelungen: Patienten dürfen täglich ein Angehörigen oder Besucher ab 14 Jahren empfangen – vorausgesetzt, der Angehörige oder Besucher hatte zuvor keinen Kontakt zu COVID-19-Patienten und ist symptomlos (kein Fieber, Husten).

Schleswig-Holstein erlaubt Zehnergruppen ohne Abstandsregel

10.40 Uhr: Fußballtraining in Amateurvereinen ist im nördlichsten Bundesland wieder möglich. „Gruppen von zehn Personen dürfen auch ohne das Einhalten der Abstandsregeln Sport ausüben“, beschloss das schleswig-holsteinische Innenministerium am Mittwoch. Das betreffe auch kontaktintensive Sportarten wie Boxen, Ringen, Judo etc. Demnach können Trainingsgruppen im Fußball bis zu einer Größe von zehn Personen ohne Beachtung der Abstandsregel wieder normal trainieren. Die Regelung gelte für alle Altersklassen, informierte der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV).

Hamburg ist noch nicht so weit. „Die Gesundheitsbehörde erlaubt das nicht. Wir sind im Gespräch mit ihr“, teilte der Hamburger Fußball-Verband (HFV) am Donnerstag mit. Für Vereine in den schleswig-holsteinischen Kreisen Pinneberg, Elmshorn, Segeberg und Stormarn, die im Hamburger Verband organisiert sind, gilt nicht das Verbot in der Hansestadt. Sie können sich an den Beschluss in ihrem Bundesland halten. 

Zwei neue Infektionen in Schleswig-Holstein

9.21 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus um zwei erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Donnerstag unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Mittwochabend mit 3116 an. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus liegt weiter bei 148. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand noch 5 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Das waren die News vom 10. Juni

Jetzt geht der Zoll wieder in die Vollen

18.21 Uhr: Nachdem das Hauptzollamt Hamburgs Wirte, Gastronomen und Hoteliers während der Corona-Pandemie weitestgehend in Ruhe gelassen hat gehen die Beamten nun wieder in die Vollen: Wie die MOPO erfuhr, wurden am Mittwoch diverse Hotels in der HafenCity kontrolliert, darunter auch das „Pierdrei“ der Miniatur-Wunderland-Brüder Frederik und Gerrit Braun. Ergebnis: keine Feststellungen, alles sauber und ordentlich geregelt, die Mitarbeiter sind ordnungsgemäß angemeldet. „Wir wollen von der Corona-Zeit jetzt wieder in die Prüfphase einsteigen“, erklärte ein Zoll-Sprecher den Hintergrund des Einsatzes. Weitere Überprüfungen, auch in anderen Gewerben, seien bereits geplant.

Lage in Göttingen entspannt sich

17.19 Uhr: Die Lage in Göttingen hat sich nach dem jüngsten Corona-Ausbruch weiter leicht entspannt. Der statistische Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Stadt und Kreis Göttingen innerhalb von sieben Tagen sei auf 31,43 gesunken, sagte ein Stadtsprecher am Mittwoch. Am Montag und Dienstag waren es noch 42,72 beziehungsweise 35,4. Ab einem Wert von 50 könnte es weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Stadt oder Kreis geben.

Die Stadt hatte daraufhin alle Schulen und einige Kindertagesstätten geschlossen sowie den Vereinen jeden Mannschaftssport untersagt. Angesichts der Entwicklung sei es nun das Ziel, die Schulen ab Montag wieder zu öffnen, sagte der Sprecher. In Stadt und Landkreis waren am Mittwoch 204 Menschen am Coronavirus erkrankt.

Nach Darstellung der Stadt war es zu dem Corona-Ausbruch gekommen, weil Familienmitglieder bei privaten Feiern aus Anlass des muslimischen Zuckerfestes gegen geltende Maßnahmen verstoßen hatten. In der Folge gab es 175 Infektionen. Zuvor waren in Göttingen wochenlang kaum noch Neuinfektionen registriert worden.

Meck-Pommm meldet einen neuen Infizierten

17.02 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Mittwoch um eins auf 778 (Stand: 15.37 Uhr) gestiegen. 735 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer als genesen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

115 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, einer mehr als noch am Dienstag. 20 davon auf einer Intensivstation – ebenfalls einer mehr als am Vortag. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit weiterhin mit Abstand die geringsten Corona-Zahlen.

Fünf neue Corona-Fälle in Hamburg

14.43 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Hamburg ist seit Dienstag um fünf weitere gestiegen. Insgesamt gibt es demnach 5.125 bestätigte Fälle in der Hansestadt. Rund 4.800 davon gelten jedoch als bereits wieder genesen. Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin ist bisher bei 226 Personen das Corona-Virus als Todesursache nachgewiesen worden.

Hamburger Mogo am kommenden Sonntag im Livestream

12.40 Uhr: Der Hamburger Mogo ist der bundesweit größte Motorrad-Gottesdienst und sollte in diesem Jahr eigentlich am kommenden Sonntag im Hamburger Michel stattfinden. Wegen Corona wird daraus aber nichts. Stattdessen haben sich die Organisatoren etwas überlegt und werden den Gottesdienst ins Internet verlegen. Um 12 Uhr wird eine Live-Sendung aus einem Studio beginnen, die dann auf Facebook und Youtube übertragen wird. Wer aktiv am Gottesdienst teilnehmen möchte, kann vorab eine Videobotschaft verschicken, die dann in den Gottesdienst integriert wird. Mehr Informationen dazu gibt es hier. 

Bilder wie diese sind in diesem Jahr nicht möglich: Tausende Motorradfahrer auf dem Weg zum Hamburger Michel.

Bilder wie diese sind in diesem Jahr nicht möglich: Tausende Motorradfahrer auf dem Weg zum Hamburger Michel.

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Eine Neu-Infektion in Schleswig-Holstein

9.31 Uhr: Die Zahl der Infektionen in Schleswig-Holstein hat sich binnen der vergangenen 24 Stunden um einen Corona-Fall erhöht. Insgesamt wurden 3114 Fälle offiziell nachgewiesen.

Strand-App sorgt für Ärger an der Nordsee-Küste

7.40 Uhr: An Pfingsten wurden einige Strände an den Küsten von Tagestouristen überrannt, die Strände waren zu voll, Corona-Regeln konnten teilweise kaum eingehalten werden. Entsprechende Gebiete wurden teilweise gesperrt. Scharbeutz hat nun reagiert und plant eine App, damit sich Strand-Besucher vorher anmelden und die Zahl der Menschen kontrolliert werden kann. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) äußerte Sympathien für die Idee, die in seinen Augen durchaus Potenzial für ganz Schleswig-Holstein habe. Doch dagegen regt sich Widerstand.

Auf Sylt, in St. Peter-Ording oder Büsum ist man da eher skeptisch. Wie der NDR berichtet, sind die ansässigen Tourismus-Chefs davon überzeugt, dass ausreichend Platz für alle Gäste sei. Laut des Berichts nennt die Bürgermeisterin von Glücksburg den Vorstoß eine Bevormundung. Die Hauptkritik: Viele der Gäste hätten gar kein Smartphone, könnten sich also nicht anmelden. 

Das waren die News vom 9. Juni

Regelunterricht in Hamburger Grundschulen erst nach dem Sommer möglich

21.47 Uhr: „Wir wollen so schnell wie möglich zum Regelunterricht zurückkehren. Uns bleibt vor den Sommerferien aber nicht mehr genügend Zeit, sonst würden wir den anderen Bundesländern folgen“, sagt Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag auf der Landespressekonferenz. Der Mindestabstand sei der Schalter, um den sich alles drehe. „Ich habe als Bildungssenator am Freitag Wissenschaftler zu einer Fachkonferenz eingeladen, um die Infektionsgefahr für und durch Kinder einschätzen zu können“, so Rabe. Momentan werden Kinder von vielen Experten nicht als besonders stark infektiös eingeschätzt. „Wenn sich das bewahrheitet, dann steht einem Regelunterricht in den Grundschulen ohne Abstand nach dem Sommer nichts mehr im Wege“ so Rabe. Für die höheren Klassen müsse man sich noch weiter beraten, da in den Oberstufen auch Erwachsene über 20 Jahren anwesend sein könnten.

Weiterer Infizierter nach Pfingstgottesdiensten in Vorpommern

20.55 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach Pfingstgottesdiensten der katholischen Kirche in Vorpommern ist auf neun gestiegen. Eine weitere Kontaktperson aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen ist positiv getestet worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag mitteilte. Insgesamt seien am Montag 16 Abstriche von Gottesdienstbesuchern und Kontaktpersonen analysiert worden. Der Landkreis Vorpommern-Rügen hatte rund 350 Menschen in häusliche Isolation geschickt, die zu

Niedersachsen öffnet Kitas ab 22. Juni wieder für alle Kinder

19.48 Uhr: Niedersachsen öffnet die Kindergärten ab dem 22. Juni wieder für alle Kinder. Die Notbetreuung im Zuge der Corona-Epidemie werde beendet und ein eingeschränkter Regelbetrieb aufgenommen, sodass es für jedes Kind mit einem Kindergartenplatz wieder eine Betreuung angeboten werde, kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag in Hannover an.

8,7 Millionen Euro: Senat beschließt Auszahlung der „Corona-Prämie“ – das sind die Empfänger

17.34 Uhr: Hamburg stockt die sogenannte Corona-Prämie für Pflegekräfte "als Ausdruck der Wertschätzung" um 50 Prozent aus Landesmitteln auf. Heute hat der Senat die Mittel von insgesamt rund 8,7 Millionen Euro als einmalige steuer- und abgabenfreie Prämie an rund 25.300 Beschäftigte bewilligt. Nach dem Bundesgesetz können Beschäftigte, die in Pflegeheimen, in Tagespflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten in der Pflege beschäftigt sind, einen steuerfreien Bonus von bis zu 1.500 Euro erhalten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit mindestens 25 Prozent Arbeitszeit in der Pflege soll der Bonus bis zu 1.000 Euro, für Auszubildende bis zu 900 Euro und für sonstige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Pflegeeinrichtung bis zu 500 Euro betragen. Zwei Drittel dieser Beträge finanziert die Pflegeversicherung, in Hamburg übernimmt die Stadt den restlichen Betrag.

MeckPomm: Drei weitere Neuinfektionen

16.41 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Dienstag um drei gestiegen. Damit sind nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) jetzt insgesamt 777 Infektionsfälle im Nordosten registriert. Zwei neue Fälle wurden aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen gemeldet, einer aus dem Landkreis Rostock. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb im Land bei 20. 733 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Die Zahl der Patienten, die in Krankenhäusern behandelt wurden oder werden blieb unverändert bei 114. Am häufigsten infizierten sich der Statistik zufolge Männer im Alter von 80 Jahren und älter sowie in der Altersgruppe zwischen 15 und 34 Jahren. Bei den Frauen ist die Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen am stärksten betroffen, gefolgt von den Frauen zwischen 35 und 59 Jahren. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit mit Abstand die geringsten Corona-Zahlen.

Andy Grote äußert sich zur großen Anti-Rassismus-Demo

14.43 Uhr: Rund 14.000 Menschen haben am vergangenen Samstag in der Innenstadt gegen Rassismus demonstriert. Aufgrund der Corona-Regeln waren eigentlich nur Genehmigungen für mehrere hundert Teilnehmer zugelassen worden. Die Polizei hatte die Versammlung auflösen müssen.

Innensenator Andy Grote (SPD) äußerte sich am Dienstag in der Landespressekonferenz dazu. Grote betonte nochmals, dass die Polizei sich solidarisch mit dem Anliegen der Protestierenden zeige. Trotzdem sei eine solche Versammlung aufgrund der Corona-Situation ein Risiko. „Die Versammlungsleiter waren nicht in der Lage genehmigungskonforme Bedingungen herzustellen. Deshalb sind die Versammlungen unmittelbar nach ihrem Beginn für beendet erklärt worden“, so Grote. Eine so große Menschenmenge könne aber niemand aufhalten: „Den Leitern der Demonstration ist hier kein Vorwurf zu machen.“ Grote sprach sich für einen engen Austausch zwischen Polizei und Veranstaltern aus und alternative Formen der Demonstration.

„Wir werden eine Form gemeinsam mit den Veranstaltern suchen, in denen das räumlich entzerrt ist oder eine Menschenkette. Dies können wir nicht alleine leisten. Die Verantwortung liegt hier auch bei den Veranstaltern und Teilnehmern“, so Grote. Die Kundgebungen in Hamburg sind Teil der weltweiten Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis.

Hamburg gibt Lockerungen bekannt – Quarantäne-Pflicht für Schweden-Reisende

13.31 Uhr: Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks kündigte am Dienstag Lockerungen für Besuche in Hamburger Pflegeheimen: „Nur noch zwei Pflegeeinrichtungen haben positiv getestete Bewohner und Bewohnerinnen, insgesamt seien es drei Infizierte.“ Auf dem Höchststand seien es 40 betroffene Einrichtungen gewesen. In den Pflegeeinrichtungen sollen nun drei Stunden Besuch durch drei Besucher pro Woche möglich sein. „Wir lassen deutlich mehr Kontakte zu und das können wir auch guten Gewissens“, so Prüfer-Storcks. Die Regelung soll ab 15. Juni in Kraft treten.

Zur Öffnung der Bäder sagte Prüfer-Storcks: „Die Außenbereiche der Kombibäder werden ab 15. Juni geöffnet.“ 

Außerdem führt Hamburg eine Quarantäne-Pflicht für Reisende aus Schweden: „Rückreisende aus Schweden müssen bei ihrer Rückkehr 14-Tage in Quarantäne gehen aufgrund der Fallzahlen in dem Land“, so Prüfer-Storcks. Grund ist die Überschreitung der Grenze von 50 Fällen je 100.000 Einwohner. 

Live: Tschentscher äußert sich zur Corona-Lage in Hamburg

12.30 Uhr: Wie geht es nach den ersten Corona-Lockerungen für Hamburg weiter? Um diese und weitere Fragen dreht sich die heutige Landespressekonferenz. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und weitere Senatsmitglieder äußern sich ab 12.30 Uhr zur aktuellen Corona-Lage in unserer Stadt. Die Konferenz wird hier live übertragen: 

Studie am UKE: So viele Hamburger sind immun

11.59 Uhr: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben in den letzten drei Monaten anonymisierte Proben von Blutspendern auf Corona-Antikörper getestet, um sich ein Bild über die „stillen“ Infektionen mit dem Virus zu machen. Nun hat sich herausgestellt: Weniger als ein Prozent der untersuchten Blutspenden wiesen Antikörper auf. Bei den insgesamt 914 Blutproben wurden nur vier bis dahin unbekannte Corona-Infektionen entdeckt. Was das für die Immunität der Hamburger bedeutet, lesen Sie hier.

Aktuelle Zahlen: Vier neue Infizierte in Hamburg

10.53 Uhr: Die Zahl der in Hamburg positiv auf das neuartige Coronavirus Getesteten ist seit Montag um 4 auf 5120 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag auf ihrer Homepage mit. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4800 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten inzwischen als genesen betrachtet werden.

254 Erkrankte sind in Hamburg nach Angaben des RKI gestorben. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf konnte laut Gesundheitsbehörde bislang unverändert bei 226 Personen eine Sars-CoV-2-Infektion als Todesursache feststellen. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 23 Personen mit Wohnort Hamburg in stationärer Behandlung, davon werden 13 Personen intensivmedizinisch betreut.

Mit 1,3 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von möglichen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Drei neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

10.43 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus um drei erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Dienstag unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Montagabend mit 3113 an. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um einen Fall auf 148. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand noch 8 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Hamburger Polizeigewerkschafts-Chef warnt vor zweierlei Maß bei Corona-Regeln

8.06 Uhr: Der Hamburger Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Joachim Lenders, hat vor zweierlei Maß beim Umgang mit den Corona-Regeln gewarnt. Es sei nur schwer vermittelbar, dass Verstöße gegen Kontakt-, Hygiene- und Abstandsregeln bei Zusammenkünften im privaten Rahmen mit Verwarn- oder Bußgeldern geahndet werden, während dies bei Demonstrationen wie am vergangenen Wochenende aus Gründen der Verhältnismäßigkeit nicht geschehe.

„Wer sich mit Freunden im Stadtpark zum Grillen trifft, beruft sich wie die Demonstranten letztlich auch auf die im Grundgesetz verbrieften Freiheitsrechte“, so Lenders. Wenn die Polizei in solchen Fällen einschreite, werde sie natürlich gefragt, warum des einen Rechte mehr wert sein sollen als die des anderen. Dabei seien schließlich auch Demonstrationen unter Nichteinhaltung der Auflagen und Hygienevorschriften verboten.

Lenders zufolge fühlen sich die Polizisten mit dem Problem von der Politik alleingelassen. „Es kann nicht sein, dass zu Veranstaltungen aufgerufen wird und die Veranstalter sich dann, wenn mehr als die zulässige Zahl an Teilnehmern kommt, nicht mehr zuständig fühlen und alles weitere der Polizei überlassen“, sagte er.

Vor dem Hintergrund des gewaltsamen Todes von George Floyd waren am Samstag in Hamburg rund 14.000 Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße gegangen. Obwohl die angemeldeten Versammlungen wegen der nicht genehmigten Vielzahl der Teilnehmer beendet wurden, hatte die Polizei die Demonstranten zunächst gewähren lassen. Im Anschluss an die friedliche Kundgebung war es zu Ausschreitungen gekommen.

Das waren die Corona-News vom 8. Juni: 

Sommer im Norden: Ordnungsamt kontrolliert Strände

22.15 Uhr: Auch wegen der Corona-Pandemie will sich die Stadt Rostock in dieser Saison mit eigenen Mitarbeitern um einen geregelten Betrieb an den Stränden kümmern. Grund sei, dass „die hoheitlichen Rechte besser durchgesetzt werden können“, sagte Beate Hlawa von der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde am Montag. Anders als die ebenfalls eingesetzten Strandvögte könnten Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdiensts (KOD) auch Personalien aufnehmen oder Platzverweise erteilen.

Vom kommenden Jahr an werde der KOD komplett übernehmen. Zusätzlich ist die Polizei mit ihrem Bäderdienst vor Ort. Neben der Einhaltung der Strandsatzungen gehe es auch um das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln, sagte Hlawa. Hier sollen die Strandvögte, der KOD und die Polizei kontrollieren, Hinweise geben und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

MeckPomm: Keine weiteren Corona-Neuinfektionen

20.16 Uhr: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock hat am Montag keinen weiteren nachgewiesenen Fall einer Corona-Neuinfektion in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Damit blieb die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle bei 774 (Stand Montag, 16.01 Uhr), teilte das Lagus am Montag mit.

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 732 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 114 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, zwei mehr als noch am Sonntag. 19 davon auf einer Intensivstation - diese Zahl veränderte sich gegenüber dem Vortag nicht. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit mit Abstand die geringsten Corona-Zahlen.

Reiserückkehrer aus Schweden müssen in Quarantäne

18.31 Uhr: Wer aktuell aus Schweden nach Schleswig-Holstein zurückkehrt, muss für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Grund ist die Überschreitung der Grenze von 50 Fällen je 100.000 Einwohner in Schweden, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Das sieht die Quarantäne-Verordnung des nördlichsten Bundeslandes vor. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) hatte es in Schweden in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegeben.

Im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern gibt es seit Montag ebenfalls eine Pflicht, sich nach einer Einreise aus Schweden für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Niedersachsen hatte diese Pflicht schon am Sonntag bekanntgegeben. Ein- und Rückreisende aus Schweden müssen sich deshalb unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft begeben. Außerdem muss das zuständige Gesundheitsamt informiert werden. Dieses legt abhängig vom Gesundheitszustand die Regeln für die Quarantäne fest.

Mutter infiziert: Zwei Schulen im Norden geschlossen

16.47 Uhr: Die dänische Schule in Satrup und die Nordlichtschule in Süderbrarup (beide Kreis Schleswig-Flensburg) bleiben wegen der Corona-Infektion einer Mutter von drei Kindern vorsorglich für zwei Tage geschlossen. Die Infektion sei bei der 30-Jährigen neu nachgewiesen worden, teilte der Kreis am Montag mit. Aufgrund der Kontakte ihrer Kinder werden die beiden Schulen vorsorglich am Dienstag und Mittwoch geschlossen. Es handele sich um keine Quarantänemaßnahme, betonte Landrat Wolfgang Buschmann.

„Wir klären, ob von den Kindern tatsächlich eine Ansteckungsgefahr ausgegangen ist oder aktuell ausgeht“, sagte der Landrat. Bis einschließlich 10. Juni lägen voraussichtlich die Ergebnisse der drei Kinder vor. „Um bis dahin das Infektionsrisiko für alle anderen Schülerinnen und Schüler so gering wie nur möglich zu halten, haben wir uns entschieden, die beiden Schulen vorsorglich und zunächst für zwei Tage zu schließen, um weitere Kontakte unbedingt zu vermeiden.“

Ebenfalls werden alle Bewohner der Kinder- und Jugendpflegeheime in Struxdorf, Sörup und Mohrkirch aufgrund der möglichen Kontakte vorsorglich von der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein auf das Coronavirus getestet. Kreisweit gibt es den Angaben zufolge 17 Infizierte. In Quarantäne befinden sich 31 Menschen.

Prüfer-Storcks für weitere Lockerungen – aber gegen Partys

16.02 Uhr: Hamburgs scheidende Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) hat angesichts voller Strände und Großdemonstrationen vor Nachlässigkeit im Umgang mit der Corona-Pandemie gewarnt. Im Moment gebe es so wenige Covid-19-Fälle, „dass da schon mal leicht das Gefühl aufkommt, das Virus sei verschwunden“, sagte Prüfer-Storcks in einem Interview des „Hamburger Abendblatts“. Doch das sei nicht der Fall. „Man muss nur in andere Bundesländer schauen, um zu sehen, wie schnell ein Ausbruch passieren kann.“

Prüfer-Storcks geht davon aus, dass die Corona-Regeln an Schulen, Kitas und Pflegeheimen demnächst gelockert werden. „Wir sollten und werden (...) jetzt den Mut haben, weitere Schritte der Öffnung zu gehen. Dafür sprechen sich ja auch Wissenschaftler und Ärzte aus.“ Anderes sehe es bei Partys aus. „Was an Partys stattfindet, gehört für mich nicht in die Kategorie unbedingt notwendig. Darauf kann man gut verzichten, und es wäre ein Akt der Solidarität, das zu tun.“

Prüfer-Storcks hält die medizinische Versorgung in Deutschland für sehr gut. Gleichwohl müsse aus der Corona-Krise die Lehre gezogen werden, dass mehr Schutzkleidung vorrätig gehalten werden müsse. „Das stand zwar als Forderung in Pandemieplänen, aber in den Lagern war nicht sehr viel vorhanden. Wir müssen es uns auch leisten, dass zu einem vielleicht höheren Preis auch in Deutschland produziert wird.“

Gemeinde im Norden misst Temperatur von Rathausbesuchern

15.17 Uhr: Die Gemeinde Stockelsdorf im Kreis Ostholstein setzt Hightech ein, um eine Ausbreitung des Coronavirus möglichst zu verhindern. Seit Montag misst ein Scanner am Rathauseingang die Körpertemperatur von Besuchern und Mitarbeiten der Verwaltung. Ist sie höher als 37,2 Grad Celsius, ertönt ein akustisches Signal. So könne das Rathaus nach mehr als fünfwöchiger Schließung endlich wieder für den normalen Publikumsverkehr geöffnet werden, sagte Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben (SPD).

Zuvor habe es durchaus kontroverse Diskussionen darüber gegeben, sagte Samtleben. Doch die Nutzung des Scanners sei freiwillig und es würden keine Gesundheitsdaten gespeichert, so dass datenschutzrechtlich keine Bedenken bestünden. Am Montag gab es den Angaben zufolge zunächst keine Besucher, die die Messung verweigerten. Rund 2000 Euro habe sich die Gemeinde bei Lübeck den Scanner kosten lassen. Nach Erkenntnissen des schleswig-holsteinischen Gemeindetags ist Stockelsdorf bislang die einzige Gemeinde des Landes, die einen Temperatur-Scanner zur Eingangskontrolle im Rathaus nutzt. Zuvor hatten die „Lübecker Nachrichten“ darüber berichtet. 

Kita-Öffnungen in Hamburg: „Weiterer Schritt in Richtung Normalität“

14.02 Uhr: „Mit der eingeschränkten Regelbetreuung machen wir einen weiteren Schritt in Richtung Normalität“, sagte Jens Stappenbeck, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände. am Montag. Zusätzlich brauche es weitere Regelungen. „Sehr junge Kinder brauchen womöglich eine neue Eingewöhnungsphase in die Kita. Hier braucht es Verabredungen, um auch das Wohl der Kinder zu gewährleisten.“

Datum für Kita-Öffnungen in Hamburg steht fest

13.30 Uhr: Wie Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Montag bekannt gab, dürfen Hamburgs Kindertagesstätten vom 18. Juni an zum eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren. „Wir konnten kein Infektionsgeschehen in den Kitas beobachten, auch nicht seit den vergangenen Öffnungsschritten. Ab dem 18. Juni können wir einen eingeschränkten Regelbetrieb auch für Kinder bis zu drei Jahren anbieten“, sagte sie. Das Virus sei noch nicht verschwunden und es gelte Rücksicht auf alle Beteiligten zu nehmen, so Leonhard.

Eltern können mit der Kita vereinbaren, welche Art von Betreuung über wie viele Stunden sie benötigen. Eine Mindestbetreuung von 20 Stunden an drei Tagen in der Woche sei für alle Kitas verpflichtend. Zusätzlich habe man eine freiwillige Testung auf das Coronavirus in den Kitas geschaffen, die Kosten übernimmt die Stadt. 

 „Unser Wunsch ist es, irgendwann zum Regelbetrieb zurückkehren zu können, aber ich kann noch nicht sicher prognostizieren, wann das sein wird“, so Leonhardt. „Es sind keine Kleingruppen mehr möglich, aber es muss feste Gruppen geben und auch eine Dokumentation zum Beispiel in Form von Listen, wer wann da ist.“

Aktuelle Zahlen: Hamburg meldet zwei weitere Neuinfektionen

12.33 Uhr: Die Zahl der in Hamburg positiv auf das neuartige Coronavirus Getesteten ist seit Sonntag um 2 auf 5116 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Montag auf ihrer Homepage mit. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4800 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten inzwischen als genesen betrachtet werden.

Die Zahl der Toten blieb unverändert. 253 Erkrankte sind in Hamburg nach Angaben des RKI gestorben. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf konnte laut Gesundheitsbehörde bislang bei 226 Personen eine Sars-CoV-2-Infektion als Todesursache feststellen. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit unverändert 24 Personen mit Wohnort Hamburg in stationärer Behandlung, davon werden 13 Personen intensivmedizinisch betreut.

Mit 1,1 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von möglichen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Eine weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

11.12 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus um einen Fall erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Montag unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Sonntagabend mit 3110 an. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb unverändert bei 147. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand noch 9 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Mecklenburg-Vorpommern: Tourismus im März stark eingebrochen

10.46 Uhr: Die Schließung der Hotels für Urlauber Mitte März aufgrund der Corona-Krise hat in der Tourismuswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern tiefe Spuren hinterlassen. Das Statistische Landesamt meldete am Montag für den März 779.200 Übernachtungen und damit 51 Prozent weniger als im März 2019. Das Gastgewerbe insgesamt verzeichnete demnach ein Umsatzminus von 49,2 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten sank um 2,6 Prozent. Im Einzelhandel betrug der Umsatzrückgang dem Amt zufolge 2,7 Prozent. Ein Teil der Geschäfte, wie Supermärkte, Bäckereien, Drogerien oder Apotheken, durften während des Lockdowns geöffnet bleiben. Andere lieferten Ware nach Hause.

Schleswig-Holstein: 50.000 Krankenhaus-Behandlungen wegen Corona verschoben

8.47 Uhr: Wegen der Corona-Krise sind in Schleswig-Holsteins Krankenhäusern tausende Behandlungen ausgefallen. „Wir gehen davon aus, dass in der Phase des weitgehenden Herunterfahrens elektiver Behandlungen in den schleswig-holsteinischen Krankenhäusern etwa 50.000 Patienten weniger als üblich versorgt werden konnten“, so der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, Patrick Reimund. Mitte März hatte die Landesregierung per Erlass angeordnet, dass planbare Operationen in den Krankenhäusern wegen der Pandemie verschoben werden sollen.

„Mittlerweile haben die Krankenhäuser ihre Normalversorgung grundsätzlich wieder aufgenommen“, sagte Reimund. Aufgrund der freizuhaltenden Intensivbetten für mögliche Corona-Ausbrüche und der erhöhten Hygiene- und Abstandsregeln stünden bis auf Weiteres aber nicht die vollen Kapazitäten zur Verfügung. „Bei der Abarbeitung des „Staus“ an aufgeschobenen Behandlungen werden zur Zeit insbesondere die Patienten berücksichtigt, deren Behandlungen bereits terminiert waren, aufgrund der Pandemie aber abgesagt werden mussten.“

Gute Nachrichten von Hamburgs Krankenhäusern

7.16 Uhr: Nach einem Rückgang der Behandlungen wegen der Corona-Pandemie nehmen die Krankenhäuser in Hamburg nach und nach ihren Normalbetrieb wieder auf. „Schrittweise und mit Augenmaß kehren wir zum Regelbetrieb zurück“, sagte Mathias Eberenz, Pressesprecher der Asklepios Kliniken, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Habe die Auslastung der Klinken auf dem Höhepunkt der Corona-Krise bei 50 bis 60 Prozent gelegen, liege sie nun wieder bei 70 bis 80 Prozent.
Seit Mitte März hatten die Asklepios Kliniken Intensivbetten freigehalten, um auf einen möglichen Anstieg von Covid-19 Patienten vorbereitet zu sein. Operationen und Behandlungen wurden, sofern medizinisch vertretbar, verschoben. Wegen des niedrigen Infektionsgeschehens sind seit einer Woche in allen Hamburger Kliniken auch wieder planbare Behandlungen möglich.

Das waren die Corona-News vom 7. Juni: 

MeckPomm: Hallen- und Spaßbäder dürfen ab Montag wieder öffnen 

18.32 Uhr: Im Zuge der Lockerungen von Corona-Einschränkung dürfen von Montag an in Mecklenburg-Vorpommern die Hallen- und Spaßbäder wieder öffnen. Vorrang haben nach Angaben der Schweriner Staatskanzlei zunächst der Schul- und Vereinssport sowie Schwimmkurse. Dabei gebe es jedoch Auflagen wie höhere hygienische Anforderungen, insbesondere in den Gemeinschaftseinrichtungen. Beobachter rechnen damit, dass die Hallenbäder in Kürze auch für die Allgemeinheit wieder zugänglich sein werden.

Freibäder in MV dürfen bereits seit dem 25. Mai wieder öffnen. Fitnessstudios, Sporthallen, Tanz- und Yogastudios sind unter Auflagen ebenfalls bereits geöffnet.

Trotz Corona-Pandemie gibt es Ferienpässe im Sommer

15.55 Uhr: Trotz Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie werden auch dieses Jahr in den Sommerferien viele Ferienpassaktionen für Kinder und Jugendliche veranstaltet. Einige Dinge sind jedoch anders. So gibt es etwa in der Regel eine Anmeldepflicht auch für kostenlose Veranstaltungen und Abstände müssen eingehalten werden. Zudem behalten sich die Kommunen vor, Veranstaltungen kurzfristig abzusagen, wenn sie nicht sicher durchgeführt werden können oder die Rahmenbedingungen sich ändern, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei einigen großen Städten in Schleswig-Holstein ergab. Die Veranstalter sind sich einig, dass ein Ferienprogramm in diesen Zeiten besonders wichtig ist, weil gerade die Kinder in letzter Zeit auf sehr viel verzichten mussten.

Weitere Corona-Lockerungen ab morgen im Norden

14.15 Uhr: In Schleswig-Holstein kehrt am Montag mit weiteren Corona-Lockerungen wieder mehr Normalität in den Alltag ein. Das betrifft die Grundschulen, Schwimmbäder, Saunen, Freizeitparks oder Ausflugsfahrten mit Reisebussen. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat wiederholt an die Bürger appelliert, dazu beizutragen, „dass wir den Weg zurück zur Normalität fortsetzen können“. „Halten Sie weiterhin Abstand wo es möglich ist, beachten Sie Hygieneregeln und schützen damit sich und andere“. Und er betonte: „Wir befinden uns weiterhin in einer Pandemie.“

Zwei weitere Neuinfektionen in Hamburg

12.02 Uhr: Die Zahl der in Hamburg positiv auf das neuartige Coronavirus Getesteten ist seit Samstag um 2 auf 5114 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Sonntag auf ihrer Homepage mit. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4800 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten inzwischen als genesen betrachtet werden.

Die Zahl der Toten blieb unverändert. 253 Erkrankte sind in Hamburg nach Angaben des RKI gestorben. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf konnte laut Gesundheitsbehörde bislang bei 226 Personen eine Sars-CoV-2-Infektion als Todesursache feststellen. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit unverändert 24 Personen mit Wohnort Hamburg in stationärer Behandlung, davon werden 13 Personen intensivmedizinisch betreut.

Mit 1,74 Neuinfizierten pro 100 000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von möglichen 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Zwei weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

11.01 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung um zwei erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Sonntag unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Samstagabend mit 3109 an. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb unverändert bei 147. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand noch 9 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Norden: Polizei löst wilde Corona-Party mit 50 Gästen auf

9.48 Uhr: Die Polizei hat am Samstagabend eine nicht genehmigte Veranstaltung mit rund 50 Anwesenden in Steinmocker (Landkreis Vorpommern-Greifswald) aufgelöst. Anwohner hatten den Beamten einen Hinweis auf die Feier mit Musik und Tanz gegeben, wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte. Nach der derzeitigen Rechtslage sind solche Veranstaltungen genehmigungspflichtig.

Beim Eintreffen der Beamten konnte der 46-jährige Veranstalter keine entsprechende Genehmigung vorlegen. Die weitere Durchführung der Veranstaltung wurde durch die Polizei aufgrund des Verstoßes gegen die Corona-Landesverordnung untersagt. Es wurde ein Verfahren gegen die rund 50 anwesenden Personen eingeleitet. Ihnen wurde ein Platzverweis ausgesprochen.

App-Anmeldung für Strandbesuch im Norden

9.08 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will in der Urlaubszeit während der Corona-Krise auf die Buchung von Küstenabschnitten per Smartphone setzen. „Man kann über die App anmelden, dass man in einem bestimmten Zeitraum an einen Strandabschnitt will“, sagte der CDU-Politiker dem „Tagesspiegel am Sonntag“ zu den Plänen für das Buchungssystem. „Wenn dort noch Platz ist, bucht man sich ein und hat dann eine Zugangsberechtigung.“

Die Gemeinde Scharbeutz hat das System seinen Angaben nach entwickelt, jetzt könnte es auch von anderen Orten genutzt werden. Für die Urlaubszeit kündigte Günther an: „Wir werden weiter stark kontrollieren. Dass alle dicht an dicht wie in der Sardinenbüchse liegen, wird es bei uns nicht geben.“ Den Verlauf des Himmelfahrts- und des Pfingstwochenendes wertete der Ministerpräsident als gutes Zeichen für den Tourismus in Schleswig-Holstein. „Beide Wochenenden sind in den Tourismusorten gut verlaufen. Es gab gelegentlich Absperrungen, wenn zu viele Tagesgäste kamen. Aber der erste Test auf die Sommersaison hat funktioniert.“

Das waren die News vom 6. Juni:

Infektionen in Vorpommern: 350 Personen in häuslicher Isolation 

19.45 Uhr: Nach den bis Samstag acht bekannten Corona-Neuinfektionen im Umfeld der katholischen Kirche in Vorpommern hat der Landkreis Vorpommern-Rügen rund 350 Personen in häusliche Isolation geschickt. Sie hätten am Pfingstsonntag oder -montag an Gottesdiensten in Stralsund oder Grimmen teilgenommen, begründete Landrat Stefan Kerth (SPD) am Samstag die sogenannte Allgemeinverfügung.

Unter Beobachtung der Behörden ist dabei auch ein Fest-Gottesdienst zur Verabschiedung eines anderen Priesters am Pfingstmontag in Stralsund mit möglicherweise etwa 250 Teilnehmern. Bislang ist bekannt, dass unter den Infizierten ein Priester aus dem Kreis Mecklenburgische Seenplatte und ein ehrenamtlich tätiger Stralsunder sind.

Wie der Landrat ausdrücklich betonte, seien unter den positiv Getesteten auch Personen, die keinen unmittelbaren Kontakt zu dem Priester gehabt hätten. Keiner der Infizierten müsse derzeit in einem Krankenhaus behandelt werden, hieß es am Samstag. Bislang wurden 120 Abstriche im Zusammenhang mit den Gottesdiensten untersucht. Derzeit seien mehr als 40 Mitarbeiter der Verwaltung dabei, die Kontakte aller Gottesdienst-Besucher nachzuvollziehen.
Die unter Quarantäne stehenden Personen dürfen in den kommenden 14 Tagen ohne Zustimmung des Gesundheitsamtes ihre Wohnung nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Zu den Maßnahmen zähle auch die tägliche Messung der Körpertemperatur. Sollten Symptome auftauchen, die auf die Krankheit Covid-19 hindeuten, müsse medizinisches Fachpersonal benachrichtigt werden.
In ganz Vorpommern wurden alle Gottesdienste mit sofortiger Wirkung abgesagt, wie das Erzbistum Berlin am Samstag mitteilte. Insgesamt sechs Geistliche hätten sich freiwillig in Quarantäne begeben.

Insgesamt wurden bis Samstagnachmittag in Mecklenburg-Vorpommern sieben neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit stieg die Zahl auf insgesamt 773.
Infektions-Ereignisse wie das in Vorpommern gehören nach Ansicht des Rostocker Tropenmediziners Emil Reisinger zu den erwartbaren kleineren Ausbrüchen der Krankheit. Dabei handelt es sich um bestimmte Risikogruppen in Altenheimen, Kliniken, Arztpraxen, Restaurants oder eben auch Kirchengemeinden, wie Reisinger am Samstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Überall dort, wo Menschen eng zusammen sind, könnten solche Infektionsgeschehen ablaufen.

Wie Reisinger weiter sagte, seien kleinere Ausbrüche auch in den kommenden Wochen möglich. Es sei weiter denkbar, dass unter den 120 bisher getesteten Personen in Vorpommern der ein oder andere weitere positive Fall auftrete. Es bleibe wichtig, die Kontakte aller Beteiligten nachzuvollziehen, sonst bestehe die Gefahr eines Schneeball-Effekts. 

In diesem Bereich sind Hamburgs Schulen bundesweit am besten aufgestellt 

15.17 Uhr: In Zeiten von Corona und Homeschooling will Hamburg sicherstellen, dass Schülerinnen und Schüler von zu Hause aus gut und verlässlich mitarbeiten können. Dementsprechend wurde jetzt die Hardware aufgerüstet. Wie der Senat mitteilte, wurden 18 Millionen Euro investiert, um 38.000 Tablets und Laptops zu bestellen. „Damit verfügen die allgemeinbildenden Schulen Hamburgs bereits zum kommenden Schuljahr über eine bundesweit vergleichsweise hervorragende IT-Ausstattung. Eine kürzlich veröffentlichte Auswertung des Bundesbildungsministeriums hat ergeben, dass Hamburg bundesweit die meisten Mittel aus dem Digitalpakt Schule beantragt hat. Das freut mich sehr“, sagt Schulsenator Ties Rabe.

Die Aufteilung der Neubestellungen soll so aussehen: 15.000 für Grundschulen, 10.000 für Gymnasien, 12.000 für Stadtteilschulen und 1.000 für Sonderschulen. Bestellt wurden dabei rund 13.000 Notebooks, 2.000 Tablets (jeweils Windows), 23.000 iPads und 150 MacBooks (jeweils iOS).

Darüber hinaus haben Hamburgs Schulen bereits rund 11.000 Tablets und Notebooks im Bestand, davon 3.000 aus den Digitalpaktmitteln schon 2019. Es wurden also insgesamt bereits über 41.000 digitale Endgeräte über den Digitalpakt bestellt. Mit den dann knapp 50.000 Geräten verfügen Hamburgs Schulen laut Angaben der Schulbehörde über die beste Ausstattung aller Bundesländer.

Zwei weitere Corona-Infektionen in Hamburg

11.28 Uhr: Die Zahl der in Hamburg positiv auf das neuartige Corona-Virus Getesteten ist seit Freitag um 2 auf 5112 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Samstag auf ihrer Homepage mit. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4800 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten inzwischen als genesen betrachtet werden.

Die Zahl der Toten blieb unverändert. 253 Erkrankte sind in Hamburg nach Angaben des RKI gestorben. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf konnte laut Gesundheitsbehörde bislang bei 226 Personen eine Sars-CoV-2-Infektion als Todesursache feststellen.

Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit unverändert 24 Personen mit Wohnort Hamburg in stationärer Behandlung, davon werden 13 Personen intensivmedizinisch betreut.

Mit 1,7 Neuinfizierten pro 100 000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von möglichen 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Hamburger Hafen: Seemannsclub Duckdalben wieder offen

11.05 Uhr: Der Ende März wegen Corona geschlossene Seemannsclub Duckdalben im Hamburger Hafen ist wieder geöffnet. 72 Tage sei geschlossen gewesen, nun sei der Club wieder täglich offen, wenn auch eingeschränkt, teilte Leiterin Anke Wibel mit. „Wir sind zurück, und das ist gut so für die Seeleute.“ Mit der Unterbrechung des Clubbetriebs habe man es sich nicht leicht gemacht - auch weil das Bedürfnis der Seeleute nach einer Auszeit vom Schiffsalltag und nach Seelsorge und Betreuung in der Corona-Zeit ja nicht ausgefallen sei, sagte Wibel am Freitagabend. „Jetzt aber können die Seeleute wieder von Bord - und gegen die Monotonie hier angehen. Sie können um Rat fragen, Telefonkarten kaufen oder einfach nur chillen. Der Seemannsclub bietet wieder diese kleinen Fluchten.“

Vier weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

Sonnabend, 10 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung um vier erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Samstag unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Freitagabend mit 3107 an.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhöhte sich um 1 auf 147. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand noch 11 Corona-Kranke behandelt 

Das waren die News am 5. Juni 2020:

Studie: 30 Prozent der Corona-Infizierten bilden keine Antikörper

20 Uhr: Wer eine Corona-Infektion überstanden hat, muss nicht zwangsläufig Antikörper im Blut haben. Das hat die bundesweit erste Studie über Antikörper bei Corona-Fällen ergeben, die in Lübeck durchgeführt wurde. Teilgenommen an der Studie haben 110 Lübecker Corona-Patienten. Von ihnen hatten 70 Prozent Antikörper gebildet, 30 Prozent nicht. Dabei spielte es keine Rolle, wie schwer der Krankheitsverlauf war, wie die Lübecker Nachrichten berichten.

Das bedeutet: Eine Corona-Infektion führt offenbar nicht automatisch zur Immunität. Nur, wer ausreichend Antikörper gebildet hat, ist anschließend immun gegen das Virus. Durchgeführt wurde die Studie vom Lübecker Gesundheitsamt in Kooperation mit der Universität Lübeck und einer Praxis für Allgemeinmedizin.

SPD-Abgeordneter: Schleswig-Holstein soll sich von Corona-Verschwörungstheorien distanzieren

Der schleswig-holsteinische SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein hat eine deutliche Distanzierung von Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gefordert. „Es spricht in vielen Fällen für ein demokratisches Bewusstsein, wenn Menschen ihre Befürchtungen auf die Straße tragen“, sagte Pein am Freitag. „Jedoch muss dort eine Grenze gezogen werden, wo die Ablehnung demokratischer Institutionen, die Verbreitung von Verschwörungserzählungen und Gewaltaufrufe propagiert werden.“
In einem Antrag für die Juni-Tagung des Landtags forderte der Sprecher der SPD-Fraktion gegen Rechtsextremismus eine Aufklärungskampagne und mehr politische Bildung. Der Landtag soll verurteilen, „dass die sogenannten „Hygiene-Demos“ teilweise missbraucht werden, um rechtspopulistische Stimmungsmache und Aufrufe zu „Widerstand“ und Gewalt zu propagieren“. Die Landesregierung müsse sich deutlicher als in den vergangenen Wochen davon abgrenzen.“ 

Senatorin: Auf dieser Weise profitieren Hamburgs Huren von Corona

18.10 Uhr: Die Corona-Krise hat Unternehmen, Arbeitnehmer und Selbstständige schwer erschüttert – das gilt aber auch für Prostituierte. Die Sexarbeiter dürfen ihrem Job aktuell nicht nachgehen. Und tun es vielleicht doch, weil sie finanziell müssen oder dazu gezwungen werden. Ein Problem, das dem Hamburger Senat bewusst ist. „Heimliche Arbeit ist da ein riesen Thema. Das wird oft aus Verzweiflung getan, weil man dringend auf Einnahmen angewiesen ist“, so Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) im Talk von der MOPO und ONE Hamburg.

Die Stadt wolle jedoch nicht, dass das passiert und hat deshalb unter anderem ein Unterkunftsangebot gemacht, gekoppelt mit Betreuungsangeboten, die es auch vor der Corona-Krise schon gab. „Daraus ergeben sich für die Frauen neue Perspektiven. Nicht immer unbedingt jenseits der Prostitution. Aber plötzlich stellen sie fest, dass sie einen Anspruch auf Grundsicherung haben, was sie gar nicht wussten“, so Leonhard. Durch die Beratung bekämen sie jetzt regelmäßig Geld und Hilfe und würden sich plötzlich ganz anderen Lebensmöglichkeiten gegenübersehen. „Und das ist vielleicht eines der Themen, wo ein bisschen was Gutes aus dem Schoße dieser Krise gewachsen ist“, so Leonhard.

Deutliche Worte! Hamburger Senatorin rechnet mit Corona-Zweiflern ab

16.09 Uhr: Hamburgs Sozialsenatorin rechnet mit Corona-Zweiflern ab! Im Talk von der MOPO und ONE Hamburg erklärt Melanie Leonhard (SPD), was sie von Demonstrationen während der Corona-Krise hält. „Demos alter Prägung sind überhaupt nicht sinnig, will ich mal sagen“, so Hamburgs SPD-Chefin. Das gefährde wirklich alles, was sich Gesellschaft so mühselig erarbeitet habe. „Das ist auch unsolidarisch. Denn ganz viele Menschen verzichten aktuell auf ganz viel, damit wir als Stadt, als Land gut durch die Krise kommen“, so Leonhard. Diejenigen, die meinen zu glauben, dass es Corona nicht gebe oder die ihre Freiheit durch eine Maske eingeschränkt fühlen, würden den gesamtgesellschaftlichen Erfolg gefährden. „Dafür hab ich nicht viel Verständnis“, so Leonhard. Sie könne aber verstehen, dass Menschen nicht noch eine Woche länger den Lockdown aushalten wollen und eine Änderung herbeisehnen. Und: „Dass wir deswegen als Politik gefragt sind, alles zu ermöglichen, was verantwortbar ist“, so Leonhard.

Priester mit vielen Kontakten positiv auf Corona getestet

14.24 Uhr: Ein katholischer Priester aus Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben seiner Kirchengemeinde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Mann hatte sehr viele Kontakte zu Menschen, etwa bei Gottesdiensten in Demmin, Stralsund und Grimmen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Freitag mitteilte.

Die Pfarrei St. Bernhard hat auf ihrer Internetseite bis zum 12. Juni alle Gottesdienste in Stralsund und Demmin abgesagt. Gesundheitsämter in der Region hätten Kontaktpersonen ermittelt und informiert, etwa über Listen, in die sich Gottesdienstbesucher eintragen. Für enge Kontaktpersonen des Mannes seien Quarantäne-Maßnahmen verhängt worden. Außerdem laufen dem Amt zufolge umfangreiche Umgebungsuntersuchungen. Bisher ist laut Lagus eine weitere Infektion bei einer Kontaktperson aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen bekannt. Zahlreiche andere Menschen warten noch auf ihre Testergebnisse. Die Labor-Ergebnisse der etwa 130 Abstriche sollen am Freitagabend oder am Samstag vorliegen. Bislang wurden 12 Menschen vorsorglich in häusliche Isolation geschickt.

Aktuelle Zahlen: Vier Neuinfektionen in Hamburg gemeldet

12.42 Uhr: Seit gestern sind von den Gesundheitsämtern in Hamburg 4 weitere Corona-Fälle bestätigt worden. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle seit Beginn der Corona-Pandemie liegt nun bei 5110. Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin gibt es keine neue Todesfälle (Insgesamt 226). Rund 4.800 Personen gelten als genesen. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 24 Personen mit Wohnort Hamburg in stationärer Behandlung, davon werden 13 Personen intensivmedizinisch betreut.

Mit 1,9 Neu-Infizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg liegt der Wert weit unter dem Grenzwert von möglichen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Dann müsste der Senat über Beschränkungen beraten.

Ministerin: Keine schlechteren Abi-Arbeiten als vor Corona

12.33 Uhr: Schlechtere Noten wegen der schwierigen Corona-Umstände? Solche Befürchtungen haben sich zumindest bei den schriftlichen zentralen Abiturprüfungen in den Kernfächern an den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein nicht bestätigt. Landesweit gebe es gleich gute oder bessere Ergebnisse als im vergangenen Jahr, teilte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Freitag mit. Dies habe die Auswertung ergeben. „In diesem Sinne wünsche ich allen Abiturientinnen und Abiturienten viel Erfolg bei den nun folgenden mündlichen Prüfungen“, sagte Prien. Diese Prüfungen beginnen in der nächsten Woche.

Keine weiteren Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet 

11.43 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt nicht weiter erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Freitag unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Donnerstagabend mit weiterhin 3103 an. Auch die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb demnach zuletzt konstant bei 146. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand noch 14 Corona-Kranke behandelt.

Beliebte Kiez-Bar ist gerettet

10.45 Uhr: Das ist doch mal eine gute Nachricht: Die beliebte Kiez-Karaoke-Bar „Thai Oase“ an der Großen Freiheit ist gerettet! Bei einer Crowdfunding-Kampagne, die die „Hamburger Goldkehlchen“ initiiert hatten und über die auch die MOPO berichtet hatte, sind mehr als 50.000 Euro zusammengekommen. Damit kann die Bar die Folgen der Corona-Krise abfedern.

Wie sich Corona auf den Müll in Hamburg auswirkt

9.44 Uhr: Verstopfte Altpapiercontainer, Pizzakartons an der Elbpromenade und kaum Gewerbemüll - das Coronavirus hat sich in Hamburg auch auf den Müll ausgewirkt. In den Wertstofftonnen sei im April im Vergleich zum Vorjahr 13 Prozent mehr Material gelandet, erklärte ein Sprecher der Stadtreinigung Hamburg (SRH). Dabei gehe es vor allem um Verpackungsmüll privater Haushalte.

In Altpapiercontainern seien wegen vermehrter Online-Bestellungen wesentlich mehr Kartons gelandet. Da diese oftmals nicht richtig zusammengefaltet worden seien, hätten sie die Öffnungen häufig verstopft und Altpapier sei neben den Containern gelandet. In Gewerberestmülltonnen sei deutlich weniger als sonst gewesen.

„An gastronomischen Hotspots ist die Vermüllung mehr geworden“, sagte der SRH-Sprecher. Weil Restaurants zeitweise nur außer Haus verkauften, seien Papierkörbe häufig mit Essensverpackungen blockiert gewesen und Pizzakartons seien auch neben den Behältern gelandet - etwa an der Elbpromenade unweit des Portugiesenviertels mit seinen vielen Restaurants. Daher sei man dort häufiger vorbeigefahren.

„Im Vergleich zum Vorjahr sind bei der SRH 2020 im Durchschnitt rund 38 Prozent mehr Meldungen über Verunreinigungen und wilde Müllablagerungen eingegangen“, heißt es mit Blick auf die ersten vier Monate. Das liege aber nicht unbedingt an einem veränderten Verhalten der Hamburger. Die Kontrolleure hätten sich während der Corona-Krise wegen der Abstandsgebote nicht auf weggeworfene Zigarettenkippen etwa in Fußgängerzonen und mehr auf wilde Müllablagerungen konzentriert.

Die Menge an Bio- und Grünabfällen sei in den ersten vier Monaten im Vergleich zum Vorjahr um mehr als drei Tonnen gestiegen. Ob dies auch mit Corona zusammenhängt sei jedoch unklar, da das Aufkommen stark vom Wetter und der Vegetation abhänge.

Neue Corona-Lockerung: Bis zu zehn Menschen können sich treffen

7.29 Uhr: Die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise werden heute in Mecklenburg-Vorpommern weiter gelockert. Dann dürfen sich bis zu zehn Menschen mehrerer Haushalte wieder an öffentlichen Orten treffen. Zuvor waren nur Treffen unter Angehörigen zweier Haushalte im öffentlichen Raum möglich.

Mecklenburg-Vorpommern hat im bundesweiten Vergleich die mit Abstand geringsten Corona-Zahlen – sowohl absolut als auch in Bezug auf die Einwohnerzahl. Bis Donnerstag waren landesweit 764 bestätigte Corona-Fälle bekannt. Das sind 47 je 100.000 Einwohner. Der deutschlandweite Durchschnitt beträgt 220 Fälle je 100.000 Einwohner. Die meisten Infizierten gelten inzwischen als genesen. 20 Menschen starben bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in MV.

Das waren die News am 4. Juni 2020:

Hamburgs Sozialsenatorin sagt, wann alle Kinder wieder zur Kita dürfen

21.35 Uhr: Hamburgs Eltern haben nervenaufreibende Wochen hinter sich. Wegen der Corona-Krise mussten die Kitas weitestgehend schließen, viele Mütter und Väter mussten den Spagat zwischen Kinderbetreuung und Home-Office stemmen. Seit dem 16. März gibt es lediglich eine Notbetreuung in den Kindertageseinrichtungen, die jedoch immer weiter ausgeweitet wurde. Neben dem Nachwuchs von Eltern in systemrelevanten Berufen, von Familien in prekären Notsituationen und von Alleinerziehenden dürfen seit dem 4. Juni auch die viereinhalbjährigen sowie alle Geschwisterkinder wieder in die Kita.

Und wann folgt der Rest? Darauf gab Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) im Talk mit der MOPO und ONE Hamburg eine Antwort. Dabei verweist sie zunächst auf die Entwicklung beim Infektionsgeschehen und dass die Infektionszahlen weiter niedrig bleiben müssen, alles „gut laufen“ muss. „Wir haben uns in Hamburg ja für eine schrittweise Öffnung entschieden. Und im Moment läuft es ganz gut. Unser Wunsch, dass wir Ende Juni – wie auch immer – alle Kinder wieder in den Kitas begrüßen dürfen, zumindest stundenweise“, so Leonhard. Daran wolle der Senat arbeiten, so zügig wie möglich.

Handelskammer-Präses kritisiert Politik wegen Corona-Lockdown

20.07 Uhr: Norbert Aust ist auf die Politik nicht gut zu sprechen. Noch immer stört sich der neue Präses der Handelskammer Hamburg an der Entscheidung der Politik für einen Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Diese Maßnahme sei ohne Rücksicht auf die Folgen für Unternehmen gewählt worden, sagte er bei „Hamburg Zwei“.

„Es sind ganze Berufszweige durch eine staatliche Verordnung stillgelegt worden, viele Menschen arbeitslos geworden, Familien in Not geraten. Das war quasi wie ein Berufsverbot. (…) Man wird sehen, ob das rechtswidrig war. Vermisst habe ich eine stärkere Abwägung der Rechtsgüter unserer Grundwerte. Vielleicht war es wichtig, dass zunächst die Virologen und Ärzte mit am Tisch saßen. Aber jetzt müssen die Unternehmer an den Tisch“, sagte Aust auf „Hamburg Zwei“. Nur sie könnten die Konsequenzen und die Entwicklungen für die Wirtschaft beurteilen.

Bremerhaven überschreitet Grenzwert von 50 Neuinfektionen

18 Uhr: Bremerhaven hat am Donnerstag den von Bund und Ländern vereinbarten Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten. Nach neuesten Laborergebnissen seien seit Mittwoch 27 Neuinfizierte mit Wohnsitz in Bremerhaven hinzugekommen, teilte der Magistrat mit. Davon stünden 26 im Zusammenhang mit einer freikirchlichen Gemeinde, in der sich damit insgesamt 96 Menschen infiziert haben. Von ihnen wohnen 59 in Bremerhaven.

Auf die aktuellen Lockerungen der Corona-Beschränkungen habe die Entwicklung zunächst keinen Einfluss, sagte ein Sprecher der Stadt. Bisher gebe es keinen Hinweis für Infektionsketten außerhalb der Gemeinde und der betroffenen Familien. Ein großer Teil der positiven Corona-Befunde sei auf häusliche Kontakte zurückzuführen. Da in den Familien noch nicht alle Mitglieder getestet seien, sei auch weiterhin mit Corona-Befunden zu rechnen.

Carolin Kebekus leiht ihr Instagram-Profil an Hamburger Virologin aus

16.45 Uhr: Komikerin Carolin Kebekus (40) leiht ihren Instagram-Account für einen Tag an zwei Wissenschaftlerinnen aus. Die Aktion ist Teil der internationalen Kampagne #PassTheMic. Dabei stellen Prominente ihr Social-Media-Profil Corona-Experten zur Verfügung, damit diese von ihrer großen Reichweite profitieren können, um ihre Botschaft zu verbreiten. „Corona betrifft uns alle“, sagte Kebekus. „Und damit meine ich auch wirklich jeden – weltweit. Niemand ist sicher, wenn nicht alle geschützt sind. Deswegen müssen wir das Problem auch weltweit angehen und nicht nur unser eigenes Süppchen kochen.“ 

Kebekus überlässt ihren Account am 8. Juni der Hamburger Virologin Marylyn Addo und der Gesundheitsexpertin Naomi Tulay-Solanke, die über die Situation in Liberia berichtet, wo insbesondere Mädchen und Frauen stark von den Lockdown-Maßnahmen betroffen sind. In Deutschland machen außerdem Komiker Michael Mittermeier und Tänzerin Motsi Mabuse bei der Aktion mit, die von der Organisation „One“ koordiniert wird.

Tschentscher ist mit Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung zufrieden

15.14 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat das Konjunkturpaket des Bundes gelobt. Die im Paket beschlossenen Maßnahmen würden den Herausforderungen der Corona-Krise gerecht, sagte der Regierungschef am Donnerstag. „Es verbindet die Krisenbewältigung und Stützung der Konjunktur mit wirksamen Impulsen für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands in Feldern wie der Wasserstofftechnologie, E-Mobilität und Erneuerbaren Energien.“

Das Paket enthalte zahlreiche Punkte, die Hamburg im Vorfeld des Koalitionsausschusses vorgeschlagen habe, sagte Tschentscher. „Die Kommunen werden über einen Ausgleich von Gewerbesteuerausfällen und eine höhere Beteiligung des Bundes an den Kosten der Unterkunft substanziell entlastet. Darüber hinaus werden besonders von der Krise Betroffene noch einmal gezielt unterstützt: Familien mit Kindern, Clubs, Kunst- und Kulturschaffende.“

Hamburg werde die Umsetzung des Maßnahmenpakets im Bundesrat unterstützen, sagte er. Zugleich werde man darauf achten, „dass die Ausgestaltung von Maßnahmen wie der befristeten Senkung der Umsatzsteuer nicht zu einer Zusatzbelastung der Länder und Kommunen führt.“ 

Bezirk Eimsbüttel unterstützt soziales Engagement mit Soforthilfe

14.57 Uhr: Viele Menschen unterstützen sich während der Corona-Pandemie gegenseitig. Die Bezirksversammlung Eimsbüttel möchte dieses soziale Engagement fördern und hat dafür eine Corona-Soforthilfe eingerichtet. Kleinere, schnell umsetzbare Projekte im Bezirk sollen unterstützt werden. Es gelte, dieses Engagement für die Zeit nach Corona zu bewahren. Die einmaligen Anträge können ab sofort gestellt werden. Pro Antrag stehen maximal 1000 Euro zur Verfügung, verwaltet wird der Hilfsfonds vom Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein. Infos unter Tel. 558 220 130

Sozialsenatorin Melanie Leonhard im MOPO-Interview

14 Uhr: Hinter Hamburgs Eltern liegen nervenaufreibende Wochen. Wegen der Corona-Krise wurden die Kitas weitestgehend geschlossen, seit dem 16. März gibt es lediglich eine Notbetreuung für die Kleinen. Die ist inzwischen ausgeweitet worden – doch noch immer können mehr als die Hälfte der Kinder nicht zurück in die Einrichtungen. Wann folgt die andere Hälfte? Darüber hat die MOPO in Zusammenarbeit mit dem Social-TV-Sender ONE Hamburg mit Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) gesprochen. Das Interview können Sie sich hier im Re-Live ansehen:

Marineinspekteur: Weitere strenge Anti-Corona-Maßnahmen für Marine

13.11 Uhr: Angesichts der zunehmenden Ungeduld in der Bevölkerung wegen der Beschränkungen in der Corona-Pandemie hat der Inspekteur der Deutschen Marine, Andreas Krause, seine Soldaten zu hoher Aufmerksamkeit aufgerufen. „Halten Sie die für uns gültigen Verhaltens- und Hygieneregeln im Dienst und im Privaten ein“, twitterte Krause am Donnerstag. „Die Covid-19-Pandemie ist noch lange nicht vorbei.“

Er verwies auf die Lockerungen, die über Pfingsten zu vollen Stränden und überfüllten Innenstädten geführt haben. Zudem wird die Reisewarnung für Europa zum 15. Juni aufgehoben. Während sich die „zivile Welt“ zu normalisieren scheine, müssten Marinesoldaten vor einem Einsatz noch in Isolation bleiben oder kämen teilweise in Häfen nicht von Bord. „Leider wird sich das auf absehbare Zeit nicht ändern lassen“, schrieb Krause.

Zehn neue Corona-Fälle in Hamburg

11.53 Uhr: Nach zwei Tagen ohne bestätigte Neuinfektionen ist die Zahl der in Hamburg positiv auf das neuartige Corona-Virus Getesteten um zehn auf 5106 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag auf ihrer Homepage mit.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4800 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten inzwischen als genesen betrachtet werden.
253 Erkrankte sind in Hamburg nach Angaben des RKI gestorben. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf konnte laut Gesundheitsbehörde bislang bei 226 Personen eine Sars-CoV-2-Infektion als Todesursache feststellen. Seit Mittwoch kam ein Todesopfer hinzu.

Den Angaben zufolge wurden mit Stand Mittwoch 37 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 19 auf Intensivstationen.

Hamburg beschließt weitere Hilfen für Gastronomen und Schausteller

11.32 Uhr: Finanzbehörde, Wirtschaftsbehörde und Bezirksämter haben weitere Hilfen für Gastronomen und Schausteller beschlossen. Sie können nun weitere Sondernutzungserlaubnisse für die Nutzung von öffentlichen Flächen beantragen. Unter Darlegung ihrer finanziellen Verhältnisse fallen dafür keine Gebühren an. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD): „So können, wo es passt, Gastronomiebetriebe zusätzliche Außengastronomieflächen beantragen. Auch Schausteller, für die sich angesichts abgesagter Volksfeste nicht selten Existenzfragen stellen, können nach sorgfältiger Prüfung Sondernutzungserlaubnisse für geeignete Flächen im öffentlichen Raum erhalten."

Keine weiteren Fälle in Schleswig-Holstein

10.15 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt nicht weiter erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Mittwochabend mit 3103 an. Demnach haben sich drei gemeldete Fälle aus Lübeck nicht bestätigt. Am Vortag war von 3106 Fällen berichtet worden. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb zuletzt konstant bei 146. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand 15 Corona-Kranke behandelt. In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt nicht weiter erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Mittwochabend mit 3103 an. Demnach haben sich drei gemeldete Fälle aus Lübeck nicht bestätigt. Am Vortag war von 3106 Fällen berichtet worden.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb zuletzt konstant bei 146. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand 15 Corona-Kranke behandelt.

Das waren die News von Mittwoch, 3. Juni

Zahl der Corona-Fälle in Göttingen steigt auf über 100

21.34 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen im Zusammenhang mit mehreren privaten Familienfeiern ist die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Menschen auf mehr als 100 gestiegen. In der Stadt Göttingen seien 86 Infektionen festgestellt worden, hinzu kämen 18 Infektionen im umliegenden Landkreis sowie eine noch nicht zugeordnete Infektion, teilte die niedersächsische Stadt am Mittwochabend mit.

Weitere 218 Menschen seien als Kontaktpersonen ersten Grades unter Quarantäne gestellt worden. Nach Angaben der Stadt befinden sich drei der Infizierten in stationärer Behandlung, ein Patient muss demnach künstlich beatmet werden. Die Behörden bereiten derzeit einen Massentest in einem Hochhauskomplex vor, in dem es Ende Mai private Feierlichkeiten gegeben hatte. Insgesamt sollen laut der Stadt zwischen 600 und 700 Bewohner des Komplexes noch in dieser Woche auf Sars-CoV-2 getestet werden.

Wegen des Corona-Ausbruchs hat Göttingen bis Montag vorsorglich alle Schulen sowie fünf Kitas geschlossen. Hintergrund ist, dass sich unter den Infizierten auch eine Reihe von Kindern und Jugendlichen befindet. Die Stadt untersagte für einen Zeitraum von zwei Wochen zudem Mannschafts- und Kontaktsportarten.

Mecklenburg-Vorpommern kündigt regulären Schulunterricht nach Sommerferien an

21.22 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern wird es nach Angaben von Bildungsministerin Bettina Martin nach den Sommerferien wieder einen regulären Schulunterricht geben. Auf der Grundlage eines Hygienekonzepts werde der Unterricht nach den Ferien wieder verlässlich und täglich stattfinden, erklärte Martin am Mittwochabend. Für die Ferien kündigte die Ministerin ein kostenloses Ferien-Lernprogramm an. „Angesichts der erfolgreichen Entwicklung des Infektionsgeschehens und der sehr niedrigen Zahlen von Corona-Fällen in Mecklenburg-Vorpommern ist es vertretbar und aus meiner Sicht auch absolut notwendig, dass wir den Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildung und Teilhabe wieder weitestgehend ermöglichen“, sagte Martin.

Das Konzept umfasse feste Klassen, feste Lehrkräfte und feste Räume, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Ausbauen wolle man die Möglichkeiten für das digitale Lernen. „Diesen Modernisierungsschub für die Schulen müssen wir in die Zeit nach Corona mitnehmen“, erklärte die Ministerin. Durch ein freiwilliges Ferien-Lernprogramm sollen Schüler die Möglichkeit bekommen, sich auf das kommende Schuljahr vorzubereiten und eventuelle Lücken zu schließen. Das Land habe dafür eine Million Euro eingeplant. 

Nach vermehrten Infektionen: Niedersachsen will massig testen

20.58 Uhr: Niedersachsen möchte seine Teststrategie angesichts der aktuellen Entwicklung der Corona-Epidemie anpassen und die Tests bei regionalen Hot-Spots ausweiten. Massenhafte Corona-Infektionen hatte es in Niedersachsen zuletzt im Zusammenhang mit Familienfeiern in Göttingen, einem Logistikzentrum in Langenhagen bei Hannover sowie in einem Fleischbetrieb in Dissen (Kreis Osnabrück) gegeben.

Trotz rückläufiger Infektionszahlen versuchen die Gesundheitsbehörden, ein rapides Anwachsen von Infektionsherden zu verhindern. Diese Gefahr hat mit den Lockerungen zugenommen, da Betroffene etwa in Schulen, Freizeiteinrichtungen oder bei Einkauf und Arbeit wieder mehr Kontakt zu anderen Menschen haben als während des Lockdowns.

Nach drei Tagen: Erstmals wieder Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

18.46 Uhr: Nach drei Tagen ohne Corona-Neuinfektionen hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Mittwoch zwei neue Fälle gemeldet. Damit sei das Virus nunmehr bei 763 Menschen nachgewiesen.

Die Zahl der Menschen im Nordosten, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung starben, blieb konstant bei 20. 724 der Infizierten gelten als genesen. 112 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit mit Abstand die geringsten Corona-Zahlen.

Wegen Corona: Kieler Woche setzt auf digitale Angebote

17.39 Uhr: Die Kieler Woche vom 5. bis 13. September soll in diesem Jahr stärker als sonst medial präsent sein. „Wir werden die Arbeit in den sozialen Netzwerken ausbauen und die Regatten den Segelfans über Kieler-Woche-TV zugänglich machen“, sagte Organisationsleiter Dirk Ramhorst am Mittwoch. Die Kieler Woche soll auf diesem Weg virtuell weltweit erlebbar sein. Die Kosten für das Kieler-Woche-TV trägt die Stadt. Zuschauer im Olympia-Hafen Kiel-Schilksee sind wegen der Corona-Pandemie nicht zugelassen.

„Das wird eine andere Kieler Woche als gewohnt. Aber es wird gesegelt“, sagte Ramhorst. Die Zahl der Personen im Hafenvorfeld von Schilksee wird auf rund 1000 begrenzt, das Gelände wird abgesperrt. Die Aktiven sind mit Trainern und Organisatoren unter sich, teilten die Veranstalter mit.

MeckPomm lockert Corona-Kontaktbeschränkungen

13.53 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern lockert im Zuge der Corona-Krise die Kontaktbeschränkungen. Voraussichtlich von Freitag an dürfen sich bis zu zehn Menschen mehrerer Haushalte wieder an öffentlichen Orten treffen, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Mittwoch in Schwerin mitteilte. Zuvor waren nur Treffen unter Angehörigen zweier Haushalte im öffentlichen Raum möglich.

Eine entsprechende Regelung musste neu gefasst werden, da die ursprüngliche laut Staatskanzlei bislang nur bis zum 5. Juni befristet war.

Bund und Länder hatten sich in der vergangenen Woche grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise noch mindestens bis zum 29. Juni gelten sollen. Die Bundesländer können im Kampf gegen die Corona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden.

Mecklenburg-Vorpommern hat im bundesweiten Vergleich die mit Abstand geringsten Corona-Zahlen. In den vergangenen Tagen hat es mehrfach keine weitere nachgewiesene Corona-Neuinfektion gegeben. Bis Dienstag waren landesweit 761 bestätigte Corona-Fälle bekannt. Die meisten Infizierten gelten inzwischen als genesen. 20 Menschen starben bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.  

Hamburg meldet erneut keine Neuinfektionen

10.41 Uhr: Erfreuliche Nachrichten vom Senat: Wie die Stadt am Mittwoch auf der Homepage veröffentlicht hat, gab es auch in den vergangenen 24 Stunden, wie schon am Tag zuvor, keine Neuinfektionen in Hamburg. Ebenso wurde kein neuer Todesfall vermeldet.

Für den Sieben-Tage-Chart bedeutet dies, dass Hamburg bei 1,5 von möglichen 50 Neuinfektionen pro Tag liegt. Sobald die Marke 50 erreicht wird, muss die Stadt über Beschränkungen beraten.

Arbeitslosigkeit in Hamburg steigt weiter an

10 Uhr: Die Agentur für Arbeit hat die neuesten Zahlen für den Hamburger Arbeitsmarkt präsentiert. Das Ergebnis: Die Corona-Krise macht sich immer deutlicher spürbar, die Zahlen sind durchaus beunruhigend. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Arbeitslosenquote im Mai um 30 Prozent höher. Insgesamt liegt sie nun bei 7,9 Prozent. Zwei Gruppen sind besonders betroffen. Mehr dazu lesen Sie hier!

Fünf neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

9.35 Uhr: Schleswig-Holstein hat am Mittwoch fünf neue Corona-Infektionen binnen der letzten 24 Stunden gemeldet. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 3106. Die Zahl der Toten stieg um einen Fall auf 146.

Nach Corona-Ausbruch: Göttingen schließt alle Schulen

6.51 Uhr: Der Coronavirus-Ausbruch nach privaten Familienfeiern in Göttingen (Niedersachsen) hat nun drastische Folgen. Die Stadt schließt vorerst alle Schulen sowie fünf Kitas. Die Maßnahme gelte vorerst bis zum Wochenende, um Zeit zu gewinnen bei der Nachverfolgung von Infektionsketten und um Tests auszuwerten. Bislang wurden 80 Menschen, die an den Feiern teilgenommen hatten, positiv getestet.

Experten erwarten erneuten Anstieg der Arbeitslosigkeit

6.43 Uhr: Am Vormittag legt die Agentur für Arbeit den Monatsbericht für Mai vor. Es wird erwartet, dass die Zahl der Arbeitslosigkeit nochmal angestiegen ist. Im April wurde mit 77.518 arbeitslosen Hamburgern der höchste Stand seit zehn Jahren vermeldet. Auch für die anderen Nord-Bundesländer erwarten Experten eine deutliche Erhöhung.

Das waren die Nachrichten vom 2. Juni

Schleswig-Holstein lockert Corona-Bestimmungen weiter

18.11 Uhr: Schleswig-Holstein lässt vom nächsten Montag an wieder größere Veranstaltungen zu als bisher in der Corona-Krise. Die Landesregierung hat dazu am Dienstag ein Konzept beschlossen. Die Lockerungen betreffen Veranstaltungen, bei denen die Besucher auf festen Plätzen sitzen, sie in der Regel erfasst werden und wenig Interaktion geschieht, zum Beispiel bei Vorträgen, Lesungen, Theater- und Filmvorführungen sowie Konzerten. Im Außenbereich werden diese Veranstaltungen für bis zu 250 Gäste zugelassen und in geschlossenen Räumen für bis zu 100.

Bei Veranstaltungen mit wechselndem Publikum, bei denen Abstände überwiegend eingehalten werden können, etwa bei Messen, Flohmärkten und Landmärkten, gilt dies im Freien für bis zu 100 Personen gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände. Ordnungskräfte des Veranstalters müssen die Einhaltung des Abstandsgebots, der Hygienemaßnahmen und der Zugangskontrollen gewährleisten.

Familienfeiern, Empfänge oder Exkursionen, bei denen das Abstandsgebot in der Praxis nur teilweise eingehalten werden kann, werden mit festem und bekanntem Publikum im Außenbereich mit entsprechenden Maßnahmen für bis zu 50 Personen erlaubt.
Bei Messen, Flohmärkten und Landmärkten soll die maximale Besucherzahl ab 29. Juni im Freien auf 250 Personen steigen und in Räumen auf 100 begrenzt werden. Großveranstaltungen mit 1000 Teilnehmern oder mehr bleiben bis mindestens 31. August untersagt.

Wieder keine Neuinfektionen in Meck-Pomm

16.12 Uhr: Was für Hamburg gilt, gilt auch für Meck-Pomm: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Dienstag erneut kein weiterer nachgewiesener Fall einer Corona-Neuinfektion gemeldet worden. Damit bleibt es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) bei 761 Menschen, die bisher im Land positiv auf das Virus getestet wurden (Stand Dienstag, 15.17 Uhr).

Auch die Zahl der Menschen im Nordosten, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung starben, blieb bei 20. Die meisten Infektionen wurden mit 137 aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeldet, gefolgt von der Mecklenburgischen Seenplatte mit 122 Fällen.

723 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. 112 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit mit Abstand die geringsten Corona-Zahlen. Zuletzt wurde am Samstag eine neue bestätigte Corona-Infektion gemeldet.

Keine Neuinfektionen und keine weiteren Todesopfer in Hamburg

15.14 Uhr: Gute Nachrichten für Hamburg! Seit gestern sind von den Gesundheitsämtern in Hamburg keine weiteren Corona-Fälle bestätigt worden. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle seit Beginn der Corona-Pandemie liegt also weiterhin bei 5.096.

Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin gibt es auch keine neue Todesfälle (Insgesamt 225). Rund 4.700 Personen gelten als genesen. Demnach liegt die Zahl der derzeit noch erkrankten Hamburger bei 171. Über die Zahlen der Patienten in Krankenhäusern liegen keine neuen Daten vor.

Mit 1,8 Neu-Infizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg (gestern lag der Wert bei 1,9) in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert weit unter dem Grenzwert von möglichen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Dann müsste der Senat über Beschränkungen beraten.

Freibäder in Hamburg wieder geöffnet: So läuft der erste Ansturm

15.01 Uhr: Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 26 Grad sind die Hamburger Freibäder an ihrem ersten Öffnungstag gut besucht gewesen. „Hier läuft alles so, wie wir es uns erhofft haben“, sagte Bäderland-Pressesprecher Michael Dietel am Dienstag. In einigen Freibädern war das zur Verfügung stehende Kontingent an Karten am Mittag bereits ausgeschöpft.

In Hamburg öffneten die Sommerfreibäder Aschberg, Marienhöhe, Osdorfer Born, Neugraben und Rahlstedt. Natur-, Hallen- und Kombibäder wie das Kaifu-Bad in Hamburg-Eimsbüttel blieben noch geschlossen (mehr Informationen dazu lesen Sie hier). Wann diese geöffnet werden können, steht nach Angaben des Sprechers noch nicht fest.

Die Besucher mussten sich an Abstands- und Hygieneregeln halten – und taten dies den Angaben zufolge auch. Rutschen und Sprungtürme blieben gesperrt, auch die Umkleiden und Duschen blieben geschlossen. Je nach Beckengröße wurde auch die Zahl der Gäste begrenzt. Eintrittskarten mussten zuvor online gebucht werden.

MeckPomm: 1000-Euro-Zuschuss für Tourismus-Mitarbeiter?

14.13 Uhr: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) betonte am Dienstag erneut ihre Forderung nach einem Zuschuss von 1000 Euro für Tourismusmitarbeiter. „Diese Branche musste in ganz Deutschland komplett auf Null gefahren werden. Die Betriebe in der Tourismuswirtschaft sind es gewohnt, saisonale Schwankungen auszugleichen“, sagte die Ministerpräsidentin. Aber die Betriebe hätten meist kein Polster, von dem sie jetzt in Corona-Zeiten zehren könnten. Der Zuschuss sei gerade für Tourismusländer wie Mecklenburg-Vorpommern eine wichtige Unterstützung.

Zu einem möglichen Schutzschirm für Kommunen sagte Schwesig: „Mecklenburg-Vorpommern unterstützt wie die anderen ostdeutschen Länder auch, dass es einen Schutzschirm für Kommunen geben soll. Allerdings erwarten wir gemeinsam, dass die besondere Lage der ostdeutschen Kommunen dabei berücksichtigt wird.“ Die Bundesregierung will an diesem Dienstag ein milliardenschweres Konjunkturprogramm vereinbaren, um die Folgen der Corona-Krise in Deutschland abzufedern.

Norden: Ministerpräsidentin fordert Corona-Kinderbonus von 300 Euro

12.42 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) befürwortet den von ihrer Partei vorgeschlagenen Kinderbonus von einmalig 300 Euro in der Corona-Krise. „Ich setze mich sehr dafür ein, dass einen Kinderbonus von 300 Euro im Konjunkturpaket des Bundes gibt. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Binnenkonjunktur. Und es wäre auch ein Zeichen der Anerkennung für die Familien, die es in den letzten Wochen besonders schwer hatten“, sagte Schwesig am Dienstag.

Mecklenburg-Vorpommern: Blutkonserven werden knapp

12.03 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern werden die Blutkonserven langsam knapp. „Unsere Bestände sind in den vergangenen Wochen deutlich geschrumpft“, sagte Michael Walter vom Institut für Transfusionsmedizin der Unimedizin Rostock am Dienstag. Dies sei im Gegensatz zu früheren Jahren, als vor allem im Sommer die Engpässe auftraten, ein jahreszeitlich unabhängiges Problem geworden. Es werde verschärft, weil aktuell viele Operationen und Behandlungen, die wegen der Corona-Krise verschoben wurden, nachgeholt werden.

„Es sieht sehr schwierig aus“, sagte Silke Hufen vom DRK-Blutspendedienst Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Organisation versorge 80 Prozent der Krankenhäuser und Praxen mit Blutkonserven. „Das ist von uns gerade kaum zu decken. Wir leben von Tag zu Tag.“

Dabei kann mit einer Blutspende bis zu drei Patienten geholfen werden, wie der Rostocker Transfusionsmediziner Nico Greger erklärte. „Bei Operationen oder schwerwiegenden Erkrankungen seien die Patienten auf Blutkonserven angewiesen. Aus einer Vollblutspende werden auch rote Blutkörperchen, Plasma und Blutplättchen gewonnen.

Häftlinge nähen rund 4000 Mund-Nasen-Bedeckungen

10.59 Uhr: In zwei Monaten sind in den Justizvollzugsanstalten Mecklenburg-Vorpommerns rund 4000 und-Nasen-Bedeckungen von Häftlingen genäht worden. Verteilt wurden diese bislang an die Angestellten des Vollzugs und die Gefangenen, wie das Justizministerium auf Anfrage mitteilte. „Neben den handelsüblichen Mundschutzmasken verfügen wir somit auch über waschbare Stoffmasken. Allein in der JVA Bützow nähen zeitweise bis zu sieben Frauen“, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). Die Anzahl und Qualität der Masken sei beachtlich. Parallel wurden den Angaben zufolge weitere Atemschutzmasken gekauft und an alle Einrichtungen der Justiz verteilt. Eine Lieferung für die rund 80 Gerichtsvollzieher in MV sei in Aussicht gestellt. Seniorenheime hätten bei den Gefängnissen zudem Bedarf an selbstgenähten Masken angemeldet. Wenn alle in der Justiz versorgt seien, könne der Lieferkreis erweitert werden. Die Produktion laufe weiter.

Sechs Corona-Infektionen mehr in Schleswig-Holstein 

9.39 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung innerhalb eines Tages zuletzt um 6 auf 3101 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Montagabend weiter mitteilte, gab es keine weiteren Toten. Bisher sind in Schleswig-Holstein 145 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 20 Corona-Kranke werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Nach Corona-Ausbruch in Göttingen: Strengere Regeln an Schulen

7.09 Uhr: Ein Corona-Ausbruch in Göttingen hat auch weitrechende Folgen für mehrere hundert Schüler. Unter den Kontaktpersonen ersten Grades befänden sich auch 57 Kinder und Jugendliche, teilte die Stadt am Montagabend mit. In 13 Schulen müssten die Sicherheitsvorkehrungen daher angepasst werden.

Dazu zähle unter anderem die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf dem Schulgelände und in den Gebäuden, ausgenommen sind Klassenräume, hieß es. Zudem würden die Schulen verstärkt auf Krankheitsanzeichen achten. Sollte ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet werden, erhielten alle Mitschüler sowie deren Lehrkräfte als Kontaktpersonen ersten Grades eine Quarantäneverfügung.

Nach mehreren privaten Familienfeiern waren in Göttingen mindestens 68 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Am Pfingstwochenende seien 131 Menschen getestet worden, teilte die Stadt mit. Einige Ergebnisse dieser Tests stünden noch aus. Eine erkrankte Person werde weiterhin stationärer behandelt.

Die Behörden in Göttingen arbeiten mit Hochdruck daran, alle Personen ausfindig zu machen, die mit den Infizierten Kontakt hatten. 203 Kontaktpersonen ersten Grades seien in Stadt und Landkreis Göttingen identifiziert worden, hieß es. Alle hätten eine Quarantäneverfügung erhalten und seien aufgefordert, sich testen zu lassen. Weitere Kontakte hätten sich etwa in Salzgitter, Osnabrück oder dem Eichsfeld Kreis gefunden. Diese seien informiert worden.

Heute öffnen Hamburgs Freibäder wieder

6.32 Uhr: Viele Hamburger Freibäder haben von Dienstag an wieder geöffnet. Es sei allerdings unwahrscheinlich, dass sich der gewohnt ausgelassene Freibadbetrieb diesen Sommer einstellen werde, sagte Bäderland-Pressesprecher Michael Dietel. Wie inzwischen im Alltag eingeübt, müssten sich Besucher an die Abstand- und Hygieneregeln halten. Rutschen und Sprungtürme bleiben den Angaben zufolge zunächst gesperrt, auch die Umkleiden sind geschlossen. Je nach Beckengröße soll laut Pressestelle auch die Zahl der Gäste begrenzt werden. Zudem werden aufgrund der Pandemiebedingungen derzeit ausschließlich vorab buchbare Online- Tickets für den Zugang angeboten.
In Hamburg öffnen die Sommerfreibäder Aschberg, Marienhöhe, Osdorfer Born, Neugraben und Rahlstedt. Natur- und Hallenbäder blieben zunächst geschlossen.

Das waren die Corona-News vom 1. Juni: 

MeckPomm: Ein neuer Corona-Fall über Pfingsten

20.34 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am verlängerten Pfingstwochenende eine neue Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Damit sind nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales bislang 761 Menschen im Nordosten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die bisher letzte Neuinfektion wurde am Samstag gemeldet, am Sonntag und Montag gab es demnach keine neuen Nachweise.

Parks, Elbstrand, Alster: So ist die Lage am Pfingstmontag in Hamburg

17.06 Uhr: An vielen Ostsee-Orten herrschte am Pfingstmontag eine Art Ausnahmezustand. Unter anderem Scharbeutz wurde abgeriegelt. Einige Bilder, die man aus Berlin sieht, machen deutlich: Viele Menschen tun derzeit so, als ob es keine Pandemie mehr gibt. Volle Strände, Seen, Kanäle. Und wie ist die Lage in Hamburg?

Die Hamburger Polizei ist auch am Pfingstmontag mit einem verstärkten Aufgebot in der Stadt unterwegs. Wegen der sommerlichen Temperaturen halten sich viele Menschen auf den Straßen auf, wenn es die Situation zulässt, werden Menschen entsprechend kontrolliert. In den meisten Fällen geht es um den korrekten Abstand, so ein Sprecher zur MOPO, „im Allgemeinen haben wir aber eine ruhige Lage und bisher konnten wir keine Besonderheiten in Bezug auf Vergehen feststellen“. Heißt konkret: Die meisten Hamburger halten sich offenbar weiter an die von der Stadt auferlegten Corona-Regeln, eine erhöhte Anzahl an Regelverstößen ist nicht zu erkennen. Aber: Besonders an den Seen im Süden der Stadt - speziell in Wilhelmsburg und Harburg - sollen sich mehr Menschen als sonst aufhalten. „Da gucken wir besonders hin. Aber bisher scheint alles im Rahmen zu sein“, so der Sprecher weiter.

Corona-Soforthilfe-Programm beendet – Firmen stellten 42.400 Anträge

15.18 Uhr: Das Corona-Soforthilfe-Programm für Firmen in Mecklenburg-Vorpommern endet an diesem Sonntag. Seit dem Start im März gingen 42.400 Anträge auf Zuschüsse von bis zu 60.000 Euro beim Landesförderinstitut ein, teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage mit. Davon seien bislang 34.884 Anträge bewilligt und 337 Millionen Euro ausgezahlt worden. Damit flossen pro Firma im Schnitt knapp 10.000 Euro, die nicht zurückgezahlt werden müssen. „Eine direkte Unterstützung für die heimische Wirtschaft“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Die Hilfen konnten für drei Monate, unter bestimmten Bedingungen auch für fünf Monate beantragt werden. In das Gastgewerbe fließt die meiste Hilfe: „Im Bereich der Gastronomie und Hotellerie ist bislang das höchste Volumen mit rund 64 Millionen Euro gezahlt worden“, berichtete Glawe. Dort habe es rund 5800 Anträge gegeben. Aus dem Handel kamen demnach 4400 Anträge und rund 45 Millionen Euro seien ausgezahlt worden. Baubetriebe stellten den Angaben zufolge rund 3100 Anträge über 31 Millionen Euro. Für Friseure, Kosmetiksalons oder Nagelstudios wurden bisher 6800 Anträge bewilligt und über 54 Millionen Euro ausgezahlt.

Corona-Infektionen: So ist die Lage in Hamburgs Bezirken

13.35 Uhr: Acht Corona-Neuinfektionen hat Hamburgs Senat am Montag für unsere Stadt gemeldet – und direkt mit angegeben, aus welchen Bezirken die neuen Corona-Fälle stammen. Demnach gab es in Harburg fünf Neuinfektionen und in Hamburg-Mitte, Nord und Wandsbek jeweils eine. Die meisten Corona-Fälle gibt es weiterhin in Wandsbek, insgesamt sind es dort inzwischen 1281 Infektionen. Auf den weiteren Plätzen folgen Hamburg-Mitte (868 Fälle), Altona (826), Nord (808), Eimsbüttel (717), Harburg (383) und Bergedorf (213). Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ergibt sich allerdings eine veränderte Reihenfolge. Dort übernimmt Altona mit 300 Fällen pro 100.000 Einwohnern den ersten Rang. Es folgen Wandsbek (290 Fälle pro 100.000 Einwohner), Hamburg-Mitte (288), Eimsbüttel (269), Nord (257), Harburg (227) und Bergedorf (164).

Aktuelle Zahlen: Acht weitere Neuinfektionen in Hamburg

12.31 Uhr: Seit gestern sind von den Gesundheitsämtern in Hamburg 8 weitere Corona-Fälle bestätigt worden. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen seit rund einer Woche im niedrigen einstelligen Bereich. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle seit Beginn der Corona-Pandemie liegt nun bei 5.096.

Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin gibt es keine neue Todesfälle (Insgesamt 225). Rund 4.700 Personen gelten als genesen. Über die Zahlen der Patienten in Krankenhäusern liegen keine neuen Daten vor.

Mit 1,9 Neu-Infizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert weit unter dem Grenzwert von möglichen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Dann müsste der Senat über Beschränkungen beraten.

Drei Corona-Infektionen mehr in Schleswig-Holstein

11.27 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus nach Angaben der Landesregierung innerhalb eines Tages um drei auf 3095 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Sonntagabend weiter mitteilte, gab es keine neuen Gestorbenen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bisher gibt es 145 Tote in Schleswig-Holstein. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 18 Corona-Kranke werden noch in Krankenhäusern behandelt.

So viele Corona-Verstöße in Schleswig-Holstein und MeckPomm

10.21 Uhr: Polizei und Ordnungsämter in Schleswig-Holstein erfassen täglich im Land durchschnittlich rund 15 Verstöße gegen die Corona-Auflagen. Das geht aus Angaben des Landeskriminalamtes hervor. Wie das LKA mitteilte, wurden seit März 1148 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz registriert. Davon waren 717 Ordnungswidrigkeiten und 431 Straftaten. In den meisten Fällen wurde der Mindestabstand nicht eingehalten. In wenigen Fällen wurde laut LKA im gewerblichen Bereich gegen die Auflagen verstoßen oder eine angeordnete Quarantäne nicht eingehalten. Die meisten Verstöße gab es an Wochenenden und Feiertagen. Angaben zur Zahl der betroffenen Personen und ihrer Altersstruktur sowie zur Summe der Bußgelder sind laut LKA nicht möglich.

In Mecklenburg-Vorpommern sind bislang bereits rund 1250 Verstöße gegen die Corona-Einschränkungen registriert worden. Darunter seien 177 Strafanzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz und etwa 1070 Ordnungswidrigkeiten nach der gültigen Landesverordnung, wie das Innenministerium in Schwerin auf Anfrage mitteilte.

Eine konkrete Zahl zu den am häufigsten festgestellten Verstößen könne nicht genannt werden. Etwa ein Drittel der Polizeieinsätze würden im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Kontaktverbot erfolgen. Ein weiterer Schwerpunkt seien Verstöße in Bezug auf Partys und Ansammlungen.

Corona-Ausbruch im Norden: Keine Übertragung im Gottesdienst?

9.54 Uhr: Die Corona-Infektionen innerhalb einer Pfingstgemeinde in Bremerhaven haben sich nach Einschätzung der Stadtverwaltung nicht während der Gottesdienste, sondern durch familiäre und soziale Kontakte verbreitet. „Die Gemeinde hat dem Krisenstab ein plausibles Hygienekonzept für die stattgefundenen Gottesdienste dargestellt“, teilte die Stadt Bremerhaven am Sonntag mit. Krisenstab und Gemeinde seien überein gekommen, sich weiter miteinander auszutauschen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen. Das Gesundheitsamt wolle stützende aufsuchende Hilfen anbieten, um betroffene Familien direkt zu informieren und zu unterstützen. Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) sagte, es gebe keinen Grund, die Mitglieder der Kirchengemeinde zu stigmatisieren oder zu diskriminieren. „Ein solches Geschehen ist jederzeit auch in einem anderen Cluster in sozialen, beruflichen oder religiösen Zusammenhängen möglich“, sagte er.

Die Religionsgemeinschaft verhalte sich ausgesprochen kooperativ. Die Zahl der positiv bestätigen Corona-Fälle aus dem Umfeld der Religionsgemeinschaft hat sich unterdessen am Sonntag um drei Fälle auf 57 erhöht.

Schule ohne Abstandsregeln: Das sagt ein Infektionsmediziner

8.42 Uhr: Die Wiedereinführung von Schulunterricht ohne Abstandsregeln in der Corona-Krise ist nach Auffassung des Kieler Infektionsmediziners Helmut Fickenscher gerade vor den Sommerferien ein guter Zeitpunkt. „Die bisher erfolgreiche Eindämmung des Virus macht dies vertretbar und man kann in den wenigen Wochen bis zu den Ferien Erfahrungen sammeln, bei Gefahrensituationen gegensteuern und hat die langen Ferien als zeitlichen Sicherheitspuffer“, sagte Fickenscher der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist besser, als nach den Ferien ohne eine solche Erprobungsphase ins neue Schuljahr ohne Abstandsregeln zu starten und dann möglicherweise in schwierige Situationen zu kommen.“

Fickenscher ist Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten.

In Schleswig-Holstein sollen vom 8. Juni an alle Grundschüler wieder in ihren Klassen ohne Abstandsregeln unterrichtet werden. Noch vor den dort am 29. Juni beginnenden Sommerferien sollen zudem alle Schüler aller Schularten zumindest tageweise zusammen kommen. Ab Mitte Juni peilt auch Sachsen-Anhalt für Grundschüler einen Betrieb in voller Klassenstärke an. In Baden-Württemberg ist das ab Ende Juni geplant.

Zu Beginn der sich rasch ausbreitenden Pandemie sei es richtig gewesen, „so vorsichtig wie möglich zu sein“, sagte der Experte. Mit den niedrigen Zahlen an Neuinfektionen habe sich die Situation geändert. Es gehe jetzt um die Abwägung der Verhältnismäßigkeit von Einschränkungen und Risiken. „Wir haben in den vergangenen Wochen eine ganze Menge an Lockerungen erlebt und sind damit bisher überraschend gut gefahren.“

Das waren die News vom 31. Mai:

Polizei zieht erste Bilanz: So lief das Pfingstwochenende in Hamburg

18.16 Uhr: Den weichen Sand spüren und vielleicht zum ersten Mal wieder die Füße in die Elbe halten: Am Wochenende bevölkerten so einige Hamburger den Elbstrand. Der Eindruck: Viele Menschen – aber mit Abstand!

Zwar kam es auf den umliegenden Wegen hier und da zu Engstellen, im Großen und Ganzen hielten sich die Ausflügler aber an die wegen der Corona-Pandemie geltenden Abstandsregeln.

Den Eindruck bestätigt auch die Hamburger Polizei. Bis jetzt habe es am Pfingstwochenende keine nennenswerten Verstöße gegeben, so der Lagedienst am Sonntagabend zur MOPO. „Alles im Rahmen“, so ein Sprecher.

Vor Pfingsten hatte die Polizei etliche Verstöße gegen die Corona-Regeln festegestellt und sich deshalb mit zwei zusätzlichen Hundertschaften auf das Pfingstwochenende vorbereitet. Die MOPO war einer Polizeistreife unterwegs durch das Schanzenviertel.

Toiletten-Ärger auf Sylt – Polizei sperrt beliebten Strand

16.37 Uhr: Eigentlich herrscht für Sylt am Pfingstwochenende zwischen 6 Uhr am 30. Mai und 20 Uhr am 1. Juni ein Betretungsverbot für Tagesgäste. Kontrolliert wurde das aber anscheinend nicht ausreichend, so ein Augenzeuge auf der nordfriesischen Insel. Die Strände waren voll.

Ein Unternehmenssprecher der Bahn teilte am Sonnabend mit, dass es am Sylt-Shuttle hin und wieder zu Wartezeiten kam. Der Ansturm war allerdings deutlich geringer als sonst zu dieser Zeit.

Am beliebten Strandabschnitt, der Buhne 16, musste am Nachmittag dann die Polizei anrücken. Etwa 3000  Menschen tummelten sich am Strand. Kontrollen gab es kaum. „Alleine 100 Menschen standen an den Toiletten an“, sagte ein Inselbewohner. Und genau das war auch das Problem, so eine Sprecherin der Polizei zur MOPO. Für die Masse an Menschen standen zu wenig Stille Örtchen zur Verfügung.

Die Polizei sperrte den Strandabschnitt, um zu verhindern, dass sich noch mehr Menschen vor den Toilettenhäuschen sammelten. Kurzerhand wurden Dixie-Klos aufgestellt, so sollten jetzt keine Schlangen mehr entstehen.

Corona-Ausbrüche im Norden: Acht Infizierte in Flüchtlingsunterkunft

13.57 Uhr: Nachdem Corona-Ausbrüche im Landkreis Leer, in Bremerhaven und in Göttingen gemeldet worden waren, sind nun acht Bewohner in einer Asylbewerber-Unterkunft in Ehra-Lessien (Landkreis Gifhorn) positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte das Landkreis am Samstag mit.

Den Angaben zufolge hatte sich der erste Verdachtsfall am späten Freitagabend bestätigt. 24 der rund 160 Bewohner wurden daraufhin getestet, die in direktem Kontakt mit der infizierten Person gestanden haben. Die übrigen Bewohner sollen am Montag untersucht werden.

Wo sich die Infizierten angesteckt haben könnten, ist derzeit nicht bekannt. Die Kreisverwaltung verteilte kurzfristig 2.000 Masken und Desinfektionsmittel in dem Camp, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.

Aktuelle Zahlen: Sieben weitere Neuinfektionen in Hamburg

12.27 Uhr: Seit gestern sind von den Gesundheitsämtern in Hamburg 7 weitere Corona-Fälle bestätigt worden. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen seit rund einer Woche im niedrigen einstelligen Bereich. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle seit Beginn der Corona-Pandemie liegt nun bei 5.088.

Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin gibt es keine neue Todesfälle (Insgesamt 225). Rund 4.700 Personen gelten als genesen. Über die Zahlen der Patienten in Krankenhäusern liegen keine neuen Daten vor.

Mit 1,5 Neu-Infizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert weit unter dem Grenzwert von möglichen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Dann müsste der Senat über Beschränkungen beraten.

Prüfer-Storcks kritisch zu Schulschließungen: „Hätten vielleicht anders entschieden“

11.07 Uhr: Hamburgs scheidende Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) sieht die Entscheidung zur Schul- und Kitaschließung im Rückblick anders. Ob es notwendig gewesen sei, die Kitas und Schulen zu schließen, darüber würden sich noch heute die Wissenschaftler streiten. „Hätten sie (die Wissenschaftler) damals nicht gesagt, dass Kinder und Jugendliche die Krankheit stärker übertragen als Erwachsene, dann hätten wir vielleicht anders entschieden und Schulen wie Kitas offengelassen oder schneller wieder geöffnet. Aber auch die Wissenschaftler brauchten Zeit, um die neue Krankheit zu erforschen“, sagte Prüfer-Storcks der „Welt am Sonntag“.

Mit den bisherigen Maßnahmen zeigt sich Prüfer-Storcks zufrieden. „Momentan kann man sagen: Die Pandemie flacht ab, wir haben mit unseren Maßnahmen viel erreicht und vieles richtig gemacht.“

Zugleich hält sie eine zweite Infektionswelle im Herbst nicht für unwahrscheinlich: „Corona wird nicht einfach so verschwinden, das Virus ist noch da.“ Unklar sei, ob für das derzeitige Abflachen der Pandemie in Deutschland nur die ergriffenen Maßnahmen und die Disziplin der deutschen Bevölkerung verantwortlich gewesen sei oder ob es bei Covid-19 doch saisonale Schwankungen wie bei der Grippe gebe. „Wir wissen es nicht. Deshalb darf man sich nicht in falscher Sicherheit wiegen“, sagte sie der Zeitung.

„Gefährlich wäre es, wenn wir im Herbst die saisonale Grippe hätten und diese sich mit einer zweiten Corona-Welle paaren würde.“ Deshalb setze sie sich dafür ein, dass für den Herbst eine sehr umfangreiche Grippe-Impfstrategie entwickelt werde, die über das hinausgehe, was die Ständige Impfkommission bisher empfiehlt.

Vier Corona-Infektionen mehr in Schleswig-Holstein

10.21 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt innerhalb eines Tages um 4 auf 3092 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Samstagabend weiter mitteilte, gab es keine neuen Gestorbenen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bisher gibt es 145 Tote in Schleswig-Holstein. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 19 Corona-Kranke werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Garg zur Corona-Krise: „Wir sind noch lange nicht über den Berg“

9.17 Uhr: Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg hat eine positive Zwischenbilanz der Corona-Bekämpfung gezogen. „Wir sind aber noch lange nicht über den Berg, auch wenn die Zahlen der Neuinfektionen der vergangenen Tage erfreulich niedrig waren“, sagte der FDP-Politiker. Das Virus sei nach wie vor auch im Norden vorhanden „und es kann jederzeit erneut zu Infektionen und Ausbruchsgeschehen kommen“. Im Rückblick zeigte sich Garg erleichtert. Ein flächendeckendes Infektionsgeschehen mit vielen Erkrankungen sei verhindert worden. „Das Eindämmen der Pandemie ist insofern bisher gelungen.“ Dafür hätten auch die Schleswig-Holsteiner „mit ihrem bislang vorbildlichen Verhalten gesorgt“. Im Norden hat es zuletzt täglich meist nur etwa ein handvoll Neuinfizierte gegeben.

Viele Container- und Kreuzfahrtschiffe wegen Corona außer Betrieb

8.30 Uhr: Wegen der Corona-Krise haben die Reedereien so viele Schiffe stillgelegt wie noch nie. Weltweit seien gegenwärtig 11,3 Prozent der Containerflotte ungenutzt, heißt es in einem internen Bericht des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg. 524 Schiffe mit einer Tragfähigkeit von 2,65 Millionen Standardcontainern (TEU) sind nicht auf den Weltmeeren unterwegs, sondern liegen vor den Häfen auf Reede, meist in Asien. An Bord leben oft noch die Besatzungen. Ähnlich sieht es in der Kreuzschifffahrt aus. Die gesamte Weltflotte von rund 400 Schiffen ist gegenwärtig außer Betrieb. Ein Ende ist nicht abzusehen. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise haben schwerwiegenden Störungen im internationalen Transport- und Reiseverkehr nach sich gezogen. In der Containerschifffahrt rechnen Fachdienste im Juni mit einer weiteren Verschärfung der Situation.

Das waren die News vom 30. Mai:

Corona-Demo in Hamburg – Pöbeleien gegen Pressevertreter

18.14 Uhr: Am Rödingsmarkt fand am Sonnabend wieder eine Demonstration unter dem Motto "Mahnwache für das Grundgesetz" statt. Seit etwa 15 Uhr sammelten sich Menschen auf der Straße, umzingelt von einem Großaufgebot an Polizeikräften. Sie protestieren gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Regeln. Es sollen etwa 450 bis 500 Personen vor Ort gewesen sein. Die Polizei erwartete nicht, dass sich Rechte oder Rechtsextreme unter die Teilnehmer mischen, so ein Polizei-Sprecher zur MOPO. Eine Gegendemonstration des „Bündnis gegen Rechts“ wurde bereits im Vorwege abgesagt.

Reporter vor Ort berichten von Spannungen zwischen den Demonstranten und der Presse, es soll vereinzelt zu verbalen Attacken gegen Pressevertreter gekommen sein. Zu Ausschreitungen kam es aber nicht.

Wegen Privatfeiern: Behörde muss Hunderte Menschen kontaktieren

13.33 Uhr: Bei einigen privaten Feiern haben sich in Göttingen mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis mitteilte, sind die Betroffenen zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien. Sie stammen aus Göttingen und Umgebung.

Eine genaue Zahl der Erkrankten wurde zunächst nicht genannt. Die Behörde kontaktiert nun Menschen aus dem Umfeld der Infizierten. „Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewegt sich im dreistelligen Bereich“, hieß es. Unter den Kontaktpersonen seien auch 57 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Schulen seien bereits informiert.

Auch über die Pfingstfeiertage werden demzufolge Testungen erfolgen. Das Gesundheitsamt verfolge am Wochenende unter Hochdruck die Infektionsketten, Quarantäneverfügungen würden umgehend erstellt.

570 Millionen Euro für Betriebe in Schleswig-Holstein

12.58 Uhr: Insgesamt haben der Bund und das Land Schleswig-Holstein in Not geratene Betriebe bereits mit 570 Millionen Euro unterstützt. Dabei entfällt der größte Anteil mit 365 Millionen auf Soforthilfen des Bundes für Betriebe bis zu zehn Mitarbeitern. Das geht aus einer Übersicht des Wirtschaftsministeriums hervor. Jeder zweite dazu berechtigte Betrieb hat demnach einen Antrag gestellt.

Der zweite große „Brocken“ ist der mit insgesamt 300 Millionen Euro Landesgeldern ausgestattete Mittelstandssicherungsfond. Mit 155 Millionen ist bereits die Hälfte des Fonds aus nahezu zinslosen und lange Zeit tilgungsfreien Krediten an Hotels und Gaststätten geflossen. Noch einmal 50 Millionen Euro gingen als Soforthilfe an Betriebe mit zehn bis 50 Beschäftigten.

Wirtschaftsminister Buchholz (FDP) könnte sich vorstellen, die nicht in Anspruch genommenen Mittel in einen Härtefallfonds zu geben. So können auch Betriebe, die bisher noch gar nicht oder nur unzureichend von den Hilfsprogrammen erfasst wurden, weiter unterstützt werden.

Hamburg gibt neue Corona-Zahlen heraus

11.30 Uhr: Hamburg hat neue Corona-Zahlen veröffentlicht. Demnach sind in den vergangenen 24 Stunden sechs Neuinfektionen (insgesamt 5081 bestätigte Fälle) gemeldet worden, zudem drei weitere Todesfälle (Insgesamt 225).

Gute Nachrichten für Hamburgs Musik-Szene

8.53 Uhr: Gute Nachrichten für Hamburgs Musik-Szene: Auch die Proberäume in dieser Stadt dürfen wieder öffnen, wie Enno Isermann, Pressesprecher der Hamburger Kulturbehörde, bestätigte. Natürlich unter strengen Auflagen: Die Räume müssen den Abstands- und Hygieneregelungen entsprechen, regelmäßig durchgelüftet und gereinigt werden. Wichtig: Blasmusiker und Sänger müssen 2,5 Meter Abstand halten.

Das waren die Nachrichten vom 29. Mai

Hamburg: Alle Behandlungen in Krankenhäusern wieder erlaubt

22.01 Uhr: Ab dem 1. Juni 2020 dürfen Behandlungen und Operationen wieder ohne Einschränkungen in Hamburgs Krankenhäusern stattfinden. Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, müssen auf den Intensivstationen nur noch zehn Prozent der Betten (insgesamt 90 Betten) für Covid-19 Patienten freigehalten werden statt wie bisher 25 Prozent (200 Betten). Auf Hamburgs Normalstationen (außer Psychiatrie) müssen zwei Prozent aller Betten freigehalten werden (rund 200 Betten) statt wie bisher zehn Prozent (1.000 Betten).

„Die aktuelle Lage erlaubt es uns, die Regelversorgung in Hamburgs Krankenhäusern wieder hochzufahren. Zurzeit werden nur 30 Hamburgerinnen und Hamburger mit einer Covid-19-Erkrankung in Krankenhäusern behandelt. Es sollen keine Überkapazitäten für Covid-19-Patienten zu Lasten der übrigen Versorgung reserviert werden.“ Sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Sollte es in Hamburg zu einer veränderten Infektionsentwicklung kommen, können wir schnell reagieren und COVID-19-Betten zügig wieder ausbauen.“

Offener Brief der GEW an Günther wegen Schul- und Kita-Lockerungen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat erneut massive Kritik wegen der beschlossenen Corona-Lockerungen an Kitas und Schulen geübt. „Obwohl der Bund noch am Montag die Länder vor zu weit gehenden Lockerungen gewarnt habt, haben Sie am Mittwoch eine schnellere Ausweitung der Öffnung des Kitabetriebs und des Schulunterrichts angekündigt“, schrieb die GEW Landesvorsitzende Astrid Henke am Freitag an Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in einem offenen Brief. Die Kitas im Land können Anfang Juni von der Notfallbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen. Die Gruppen sollen von 10 auf 15 Kinder vergrößert werden. Bis zum Beginn der Sommerferien am 29. Juni sollen die Kitas wieder landesweit zu 100 Prozent ausgelastet sein. Dann sind wieder Gruppen bis 20 Kita-Kinder vorgesehen. In den Grundschulen soll ab 8. Juni wieder im Klassenverband ohne Abstandsregeln unterrichtet werden. „Wir halten diese Maßnahmen für verfrüht und sehen dadurch die Gesundheit des pädagogischen Personals und der Lehrkräfte gefährdet“, schrieb Henke. Unter den gegeben Bedingungen könnten die Lehrkräfte die Umsetzung der Hygieneanforderungen und des Infektionsschutz nicht gewährleisten. Die Lerngruppen an mehrzügigen Grundschulen könnten nicht auseinandergehalten und das Toben in Pausen über volle Unterrichtstage nicht abgewendet werden.

Diese Corona-Demos stehen am Pfingstwochenende in Hamburg an

19.49 Uhr: Auch an Pfingsten wollen in Hamburg Demonstranten gegen die Corona-Einschränkungen protestieren. Die größte Veranstaltung mit dem Motto „Mahnwache für das Grundgesetz“ findet laut Polizei am Sonnabend am Rödingsmarkt statt. Für die Kundgebung seien 450 Teilnehmer genehmigt worden, heißt es. Dafür seien zusätzliche Beamte im Einsatz. Insgesamt sind am Pfingstwochenende in der Hansestadt laut Lagedienst der Polizei 14 Demonstrationen oder Kundgebungen geplant.

Autokino in Bahrenfeld genehmigt – aber nur für den Sommer

18.10 Uhr: Das Bezirksamt Altona hat das Autokino auf der Trabrennbahn in Bahrenfeld genehmigt. Wie die Stadt am Freitag mitteilte, gilt die Genehmigung vom 28. Mai bis maximal zum 30. September und enthält „bauordnungsrechtliche, immissionsschutzrechliche und naturschutzrechtliche Auflagen“.

Zu den Anforderungen und Auflagen zählen unter anderem die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Demnach müssen die Autos in einem Abstand von mindestens 2 Meter zueinander geparkt werden. Der Betreiber muss außerdem die Anzahl der WCs erhöhen, wenn es zu Warteschlangen kommen sollte, und ist verpflichtet, die Zufahrt von der Luruper Chaussee zum Veranstaltungsort sauber zu halten. Die immissionschutzrechtlichen Auflagen (bezogen auf Lärm, Licht und sonstige schädliche Umwelteinwirkungen) und die Auflagen zum Arten- und Naturschutz müssen ebenfalls beachtet werden.

Günther begrüßt Öffnung der dänischen Grenze für deutsche Touristen 

17.14 Uhr: Ministerpräsident Daniel Günther hat die von Dänemark zum 15. Juni angekündigten Erleichterungen im deutsch-dänischen Grenzverkehr begrüßt. „So kurz vor den Sommerferien wird dieser Schritt insbesondere viele Urlauberinnen und Urlauber freuen“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Kiel. Zuvor hatte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bekanntgegeben, dass ihr Land seine in der Corona-Krise geschlossenen Grenzen wieder für Touristen aus Deutschland, Island und Norwegen öffnet. Voraussetzung seien Buchungen für mindestens sechs Nächte.

Es bleibe der Wunsch der Landesregierung, die von dänischer Seite über den 15. Juni hinaus weiter bestehenden Covid 19-bedingten Einreisebeschränkungen ganz abzuschaffen, sagte Günther. Ihm zufolge hat die Bundesregierung nach Rücksprache mit der Landesregierung bekanntgegeben, dass die derzeit noch auf deutscher Seite bestehenden Grenzkontrollen nach dem 15. Juni eingestellt werden. Laut Bundespolizei gibt es an der Grenze derzeit von Deutschland noch stichprobenartige Kontrollen.

Schulsporthallen nach Pfingsten wieder für Vereinssport geöffnet

16.27 Uhr: Die Hamburger Schulsporthallen stehen ab Dienstag nach Pfingsten (2. Juni) wieder für die Nutzung durch die Hamburger Sportvereine zur Verfügung, wie der Senat mitteilte. Die Vereine können die Hallen dann wochentags ab 17 Uhr nutzen. Die Hallen werden täglich vor Beginn der Nutzungszeiten gereinigt. Für die Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen sind die Vereine selbst verantwortlich. Die Vereine sind zudem verpflichtet, ein Schutzkonzept zu erstellen und auf Verlangen vorzuweisen.

Aktuelle Zahlen: Vier weitere Infektionen in Hamburg gemeldet

14.55 Uhr: Seit gestern sind von den Gesundheitsämtern in Hamburg 4 weitere Corona-Fälle bestätigt worden, wie der Senat soeben mitteilte. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen seit rund einer Woche im niedrigen einstelligen Bereich. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle seit Beginn der Corona-Pandemie liegt bei 5.075. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 30 Personen mit Wohnort Hamburg in stationärer Behandlung, davon werden 13 Personen intensivmedizinisch betreut.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4.700 Personen als genesen betrachtet werden. Die Gesundheitsbehörde geht demnach derzeit von rund 130 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Nach den Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Hamburg 246 Personen mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin konnte zum jetzigen Stand bei 222 Personen die Covid-19-Infektion als todesursächlich festgestellt werden.

Tropen-Aquarium im Tierpark Hagenbeck öffnet wieder

14.17 Uhr: Besucher können ab kommendem Mittwoch wieder Krokodile, Schlangen, Fische und andere Tiere im Tropen-Aquarium des Tierparks Hagenbeck bestaunen. Das Haus war Mitte März im Zuge der Corona-Pandemie geschlossen worden und öffnet nun wieder unter Auflagen, wie der Tierpark am Freitag mitteilte. So gibt es etwa einen vom Zoo-Haupteingang getrennten Zugang und ein Anmeldesystem im Internet, mit dem feste Besuchszeiten gebucht werden können. Besucher werden in Gruppen von maximal zwölf Personen durch die Anlage begleitet und müssen einen Mundschutz tragen.

„Alle Tiere freuen sich besonders auf die Menschen“, sagte der Leiter des Tropen-Aquariums Guido Westhoff. Die Tiere seien nach der Besuchspause gerade besonders neugierig und gut zu beobachten. Bis man wieder mit den Halbaffen auf Tuchfühlung gehen kann, die sich normalerweise frei im Haus bewegen, wird es allerdings noch etwas dauern. „Einfach aus dem Grunde, dass die Kattas liebend gern auch auf die Besucher hüpfen“, erklärte Westhoff. „Ob wir sie dann wirklich überreden können, es ist Corona, macht das mal im Moment nicht, daran zweifeln wir.“

Großer Andrang auf Campingplätze im Norden

13.03 Uhr: Auf den Campingplätzen im Land zwischen den Meeren wird es eng. „Zu Pfingsten sind wir im Großen und Ganzen ausgebucht“, sagte der Landesvorsitzende des Verband für Camping- und Wohnmobiltourismus, Gert Petzold. „Es ist so heftig wie selten; wir haben eine extrem gute Buchungslage.“ Auf schönes Wetter können sich die Camper auch freuen. Wer noch anreisen wolle, möge vorher Kontakt mit seinem Wunschziel aufnehmen, sagte Petzold. Nach seinen Angaben gibt es im nördlichsten Bundesland 270 Campingplätze mit insgesamt 60.000 Standplätzen.

Wegen der Corona-Krise sind beliebte Ziele im Ausland auch für Camper derzeit nicht erreichbar. Für die Sommermonate sei die Buchungslage ebenfalls ausgesprochen gut, berichtete Petzold. Besonders beliebt seien die unmittelbaren Küstenbereiche an Nord- und Ostsee. Inseln wie Sylt und Fehmarn seien so gut wie ausgebucht, auch für den Sommer. Im Binnenland sei der Andrang ebenfalls groß. Petzold riet dazu, für Juli und August zügig Buchungsanfragen zu stellen, um noch einen Platz zu bekommen.

Die Corona-Einschränkungen machten den Campingplätzen schon zu schaffen, sagte Petzold. Der Verband habe vergeblich versucht, schon zu Pfingsten weitere Lockerungen zu erreichen. „Wir sind vertröstet worden auf die Zeit nach dem 7. Juni, wenn die bestehende Verordnung ausläuft.“ Auf den Campingplätzen dürfen die Toiletten genutzt werden, die Duschräume aber nicht. Familien könnten aber auch Duschkabinen nur für sich mieten, sagte Petzold. Auf den Campingplätzen gebe es zunehmend solche Angebote.

„Unsere Campingplätze sind hochmodern ausgestattet“, sagte Petzold. Es gebe auch ausführliche Handlungsempfehlungen für die Betreiber. „Wir sehen der weiteren Entwicklung wieder mit Optimismus entgegen“, sagte Petzold. Die Corona-Regeln würden natürlich eingehalten. „Risiko schreiben wir ganz klein.“

UKE-Studie untersucht Folgen der Corona-Krise auf Psyche von Kindern

12.29 Uhr: Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf (UKE) untersuchen in einer neuen Studie die Folgen der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Wie das UKE am Freitag mitteilte, sollen im Zentrum der Befragung zu diesem Thema erstmals bundesweit die Kinder und Jugendlichen selbst stehen. Die Ergebnisse der sogenannten COPSY-Studie sollen in etwa sechs Wochen vorliegen und Handlungsempfehlungen für die Prävention liefern.

„Wir vermuten, dass die Herausforderungen der Pandemie und die damit einhergehenden Veränderungen im sozialen Leben zu einer geminderten gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie zu einem erhöhten Risiko für psychische Auffälligkeiten führen“, sagte die Leiterin der Studie, Prof. Ulrike Ravens-Sieberer. „Erste internationale Studien weisen darauf hin, dass Depressionen, Angststörungen und Stress unter den Heranwachsenden in der Krise zunehmen.“

Die COPSY-Studie solle zeigen, ob dies auch in Deutschland der Fall sei. „Außerdem wollen wir Faktoren finden, die die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in dieser Krisensituation positiv beeinflussen“, sagte die Expertin weiter. Die COPSY-Studie ist laut UKE die erste bundesweite Studie ihrer Art: Insgesamt werden online 1000 Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren sowie 1500 Eltern dieser Kinder befragt. Zusätzlich sollen in Kürze in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsbehörde repräsentativ 1500 Hamburger Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren sowie deren Eltern online befragt werden.

Nach Corona-Ausbruch: „Mein Schiff 3“ verlässt Cuxhaven

11.16 Uhr: Nach mehr als einem Monat Liegezeit in Cuxhaven verabschiedet sich am Samstag die Mein Schiff 3 von der Stadt an der Nordsee. Dies teilte TUI Cruises am Freitag mit. Das Kreuzfahrtschiff hatte am vergangenen 28. April festgemacht, um einem Großteil der Besatzung die Rückreise nach Hause zu ermöglichen. Insgesamt seien in den vergangenen Wochen 1.900 der zuvor 2.900 Besatzungsmitglieder aus über 60 verschiedenen Nationen in ihre Heimatländer zurückgeflogen. Dafür habe TUI insgesamt 11 Chartermaschinen organisiert. „Zuvor war eine Rückkehr in Folge der weltweiten Reiserestriktionen nicht möglich gewesen“, heißt es in einer Mitteilung.

Insgesamt neun Crewmitglieder hatten sich mit dem Virus infiziert. Sie wurden von Bord gebracht und isoliert. Allen Betroffenen geht es gut. „Dank der guten und sehr kooperativen Zusammenarbeit mit allen Beteiligten konnten wir unser Vorhaben, die Crew nach Hause zu bringen erfolgreich fortsetzen. Das war ein Kraftakt, den wir aber gemeinsam gemeistert haben“, sagt Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises. Auch Landrat Kai-Uwe Bielefeld zeigt sich erleichtert: „Durch die unerwarteten neun Covid-19 Fälle an Bord entstand zeitweilig eine wirklich herausfordernde Situation. Ich danke allen Beteiligten, die in einem weit überdurchschnittlichen Maß an Einsatzwillen und Pragmatismus gemeinsam dieses Ziel erreicht haben.“

Die Mein Schiff 3 verlässt Cuxhaven in Richtung Deutsche Bucht. Dort wird sie bis zur Wiederaufnahme des Schiffsbetriebs vor Anker liegen.

Wenig Neu-Infektionen in Schleswig-Holstein

9.51 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt innerhalb eines Tages um 6 auf 3076 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Donnerstagabend weiter mitteilte, stieg die Zahl der Verstorbenen um 1 auf 144. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 28 werden noch in Krankenhäusern behandelt. 

150.000 Corona-Tests im Norden, Testzentrum schließt

8.25 Uhr: Rund 150.000 Tests auf das neuartige Coronavirus sind in Schleswig-Holstein bisher vorgenommen worden. Dies geht aus Angaben des Gesundheitsministeriums hervor. Über 3000 Tests fielen positiv aus. Im Land leben 2,9 Millionen Menschen. Für die Tests waren im Verlauf der Corona-Krise zur Unterstützung der Hausärzte auch 16 Zentren eingerichtet worden, die seit Ende April nicht ganz 3200 Tests erledigten.
Das Zentrum in Ahrensburg (Kreis Stormarn) mit 160 ehrenamtlichen Helfern stellt jetzt nach neun Wochen und etwa 1000 Tests seine Tätigkeit ein; am Freitag stand der letzte Test an. Wegen des Rückgangs der Neu-Infektionen im Kreis sei das Testzentrum derzeit nicht mehr erforderlich, teilte die Kreisverwaltung mit.

Laut Kassenärztlicher Vereinigung bleiben die anderen 15 auf das Land verteilten Testzentren bis auf weiteres bestehen, zum Teil mit verkürzten Öffnungszeiten. Einige Zentren haben demnach von vier auf zwei Stunden am Tag verkürzt. Das Testzentrum in Flensburg zum Beispiel sei am Wochenende nicht mehr besetzt.

Neue Corona-Hilfe für Unternehmen startet heute

6.57 Uhr: Die 500 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen für kleine und mittlere Unternehmen in Hamburg sind nahezu vergeben (siehe gestrige Meldung um 19.27 Uhr). Eine andere Form der Hilfe startet aber bereits heute, wie Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Donnerstag sagte. Kleine und mittlere Unternehmen bis zu zehn Mitarbeiter sowie soziale Unternehmen können günstige Darlehen zu einem Zinssatz von einem Prozent und einer Laufzeit von zehn Jahren bei ihrer Hausbank beantragen. Das Programm Hamburg Kredit Liquidität der städtischen Investitions- und Förderbank getragen, die Stadt garantiert ein Volumen von 300 Millionen Euro.

Das waren die News vom 28. Mai: 

Corona-Ausbruch im Restaurant „Alte Scheune“: Betreiber gibt Lizenz zurück

21.50 Uhr: Nachdem sich 23 Gäste am 15. Mai bei der Eröffnungsfeier des Restaurants „Alte Scheune“ in Moormerland (Landkreis Leer) mit Corona infiziert hatten, hat nun der Gaststättenbetreiber seine Lizenz zurückgegeben. Dies berichtet der NDR.

Die Gemeinde Moormerland hätte sie ihm allerdings ohnehin entzogen. Moormerlands Bürgermeisterin Bettina Stöhr (SPD) fühle sich über den Tisch gezogen, sagte sie NDR 1 Niedersachsen. Der Wirt habe der Gemeinde das Führungszeugnis nicht so rechtzeitig vorgelegt, dass sie das Dokument noch vor der Eröffnungsfeier prüfen konnte. Die Lizenz sei nur unter Vorbehalt erteilt worden. Nachdem das Führungszeugnis nachgereicht wurde, hat die Gemeinde den Entzug der Lizenz vorbereitet. Dem kam der Wirt zuvor. 

In den vergangenen Tagen hatte der Gastronom die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen und behauptet, bei der Veranstaltung habe es sich nicht um eine private Party gehandelt.

Hamburg: 500 Millionen Euro Corona-Soforthilfe fast komplett vergeben

19.27 Uhr: Die 500 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen für kleine und mittlere Unternehmen in Hamburg sind nahezu vergeben. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sagte am Donnerstag vor dem Corona-Sonderausschuss der Bürgerschaft, 480 Millionen Euro seien ausgezahlt worden, fast der gesamte Rest sei zugesagt. Die Anträge konnten seit Ende März gestellt werden. Rund zwei Drittel der Antragsteller seien Solo-Selbstständige, größere Unternehmen machten nur ein Prozent aus. Von den Branchen sei vor allem das kreative Milieu in Kunst und Unterhaltung vertreten, das Gastgewerbe mache 14 Prozent aus.

Von den 500 Millionen Euro kamen 40 Prozent von der Stadt und 60 Prozent vom Bund. Dressel hofft, dass das an diesem Wochenende auslaufende Hilfsprogramm vom Bund verlängert wird. Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) deutete an, dass die Zuschüsse möglicherweise um mehrere Monate oder gar bis Ende des Jahres verlängert werden könnten.

Schule ohne Abstandregeln: Das sind die Pläne für Hamburg

18.41 Uhr: In Hamburg müssen sich die Grundschüler wohl nur noch einige Wochen gedulden, bis sie alle ihre Klassenkameraden wieder gemeinsam in einem Klassenzimmer sehen werden. Der Schulsenator Ties Rabe (SPD) hoffe darauf, dass zumindest die Grundschüler nach den Sommerferien wieder regulären Schulunterricht haben werden, sagte ein Behördensprecher am Donnerstag. Es gebe in der Wissenschaft immer stärkere Diskussionen darüber, ob die sehr strengen Corona-Regeln gerade für kleine Kinder angemessen sind. „Wir hoffen, nach den Sommerferien wieder zu einer absoluten Normalität zurückkehren zu können, allerdings fehlen noch genauere Erkenntnisse hinsichtlich der Infektionsgefahr“, so der Sprecher weiter.

Hamburg plane daher für Mitte Juni ein Digital-Symposium mit Kultusministern anderer Bundesländer und namhaften Experten für Virologie, Pädiatrie, Hygiene und Öffentliche Gesundheit.

Am Mittwoch hatte die Entscheidung der schleswig-holsteinischen Landesregierung, in den Grundschulen alle Schüler ab 8. Juni wieder ohne Corona-Abstandsregeln zu unterrichten, eine kontroverse Debatte ausgelöst. Lehrer- und Fachverbände kritisierten das Vorgehen als verfrüht, als Gesundheitsgefährdung von Lehrkräften und angesichts der ohnehin nahen Sommerferien ab 29. Juni kaum sinnvoll. Dagegen begrüßte der Landeselternbeirat das Vorgehen, es kehre ein bisschen Normalität in die Schulen zurück.

Erneut keine weitere Corona-Neuinfektion in MV

17.11 Uhr: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock hat am Donnerstag erneut keinen weiteren nachgewiesenen Fall einer Corona-Neuinfektion in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Damit blieb die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle bei 759 (Stand Donnerstag, 15.00 Uhr), teilte das Lagus am Donnerstag mit. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 715 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. 112 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit mit Abstand die geringsten Corona-Zahlen. In den vergangenen sieben Tagen gab es mehrfach keinen weiteren nachgewiesenen Fall einer Corona-Neuinfektion.

Paketdienst UPS: 72 Mitarbeiter bei Hannover mit Corona infiziert

15.48 Uhr: Beim Postdienstleister UPS in Langenhagen bei Hannover haben sich 72 Mitarbeiter des Verteilzentrums mit dem Coronavirus infiziert. Das teilten das Sozialministerium und die Region Hannover am Donnerstag mit. 55 Mitarbeiter, deren Test zunächst negativ ausfiel, sollten erneut getestet werden. Auch Covid-19-Fälle in einer Kita und einer Schule in Hannover ständen im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen bei UPS, teilte die Region mit. Familien mit einem beruflichen Bezug zum Unternehmen wurden gebeten, wachsam auf eventuelle Krankheitssymptome zu achten. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind Paketzusteller nicht betroffen. Postsendungen könnten daher risikolos in Empfang genommen werden.

Rot-Grün will Hamburger Stabilisierungsfonds mit einer Milliarde Euro

13.58 Uhr: Angesichts der Corona-Krise wollen SPD und Grüne in den nächsten fünf Jahren in Hamburg nicht sparen, sondern mehr investieren. In Ergänzung des geplanten milliardenschweren Konjunkturprogramms der Bundesregierung plant Rot-Grün einen Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Stadt Hamburg mit einem Volumen bis zu einer Milliarde Euro. „Wir müssen die Hamburger Wirtschaft durch diese Krise bringen“, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Donnerstag. Gemeinsam mit dem parlamentarischen Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Farid Müller, und Kultursenator Carsten Brosda (SPD) stellte er die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen zu den Themen Finanzen, Digitalisierung und Bezirke vor.

Das Konjunkturprogramm des Bundes komme nur Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern zugute, erläuterte Dressel. Doch auch kleinere und mittlere Unternehmen sollten durch Kreditgarantien oder öffentliche Beteiligungen unterstützt werden. Dafür werde bis zum Herbst ein Sondervermögen aufgelegt. Die EU-Kommission habe diese Art der Hilfe allerdings auf sieben Jahre begrenzt.

Meck-Pomm rechnet mit 300.000 Urlaubern über Pfingsten

11.46 Uhr: Über Pfingsten kommen die Hotels im Nordosten an ihre Grenzen – damit rechnet der Landestourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern. Grund: Die Beschränkung auf maximal 60 Prozent Belegung in touristischen Betrieben wird zu einer Fast-Vollauslastung führen. „Die Nachfrage ist groß, sie geht in jedem Fall über das Angebot hinaus“, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, am heutigen Donnerstag in Rostock.

Bereits am Montag dieser Woche, dem ersten Öffnungstag für Gäste aus den anderen Bundesländern, hätten sich viele Menschen auf den Weg nach Mecklenburg-Vorpommern gemacht. „Über Pfingsten erwarten wir bis zu 300.000 Übernachtungsgäste“, sagte Woitendorf.

Auch weiterhin dürfen keine Tagestouristen ins Land. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von bis zu 2000 Euro.

Neue Corona-Zahlen für Hamburg

11.22 Uhr: Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4.700 der zuvor mit dem Sars-CoV-2-Virus positiv getesteten und gemeldeten Personen als genesen betrachtet werden. Die Gesundheitsbehörde geht demnach derzeit von rund 125 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus.

Seit der gestrigen Meldung wurden von den Gesundheitsämtern in Hamburg 2 weitere Fälle von Erkrankungen mit COVID-19 bestätigt. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen seit rund einer Woche im niedrigen einstelligen Bereich. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle seit Beginn der Corona-Pandemie liegt bei5071.

Nach den Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Hamburg 245 Personen mit einer COVID-19-Infektion verstorben. Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin konnte zum jetzigen Stand bei 221 Personen die COVID-19-Infektion als todesursächlich festgestellt werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Hamburger Krankenhäuser sehr gut für die Behandlung von Erkrankten mit einer Coronavirus-Infektion aufgestellt. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 31 Personen mit Wohnort Hamburg aufgrund einer Erkrankung mit COVID-19 in stationärer Behandlung, davon werden 13 Personen intensivmedizinisch betreut. Es ist nach wie vor erkennbar, dass die Zahlen sowohl im stationären Bereich als auch auf der Intensivstation bereits seit längerer Zeit kontinuierlich rückläufig sind.

Kritik an Schul- und Kitaöffnung in SH – Ministerin kontert

11.04 Uhr: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat die in ihrem Land geplante baldige Normalisierung des Schul- und Kitabetriebs gegen Kritik verteidigt. Schleswig-Holstein gehöre zu den Bundesländern mit den niedrigsten Corona-Infektionszahlen, sagte Prien am Donnerstag im NDR. Die Bildungseinrichtungen im Land befänden sich bereits jetzt in der vorletzten Stufe eines vierphasigen Öffnungsplans, ohne dass es bisher einen Erkrankungsfall an einer Schule gebe.

Die Kieler Landesregierung hatte am Mittwoch beschlossen, in den Grundschulen ab dem 8. Juni den Regelunterricht im Klassenverbund zu starten. Alle Kitas im Land sollen ab dem 22. Juni ebenfalls in den Normalbetrieb zurückkehren.

Flixbus fährt ab heute wieder

10.26 Uhr: Der Flixbus fährt ab heute wieder – auch ab Hamburg. Und das ohne Mindestabstand in den Bussen.

Erstmals seit März sind auf innerdeutschen Verbindungen wieder Fahrgäste mit dem deutschen Fernbus-Marktführer unterwegs. Zunächst werden insgesamt 50 Halte angesteuert – vor der Coronakrise waren es zehnmal so viele.

Für Fahrgäste gilt: Abstand halten an der Haltestelle und beim Einsteigen, Zutritt nur durch die hintere Tür und Mundschutz tragen während der ganzen Fahrt. Bei entsprechender Nachfrage werden die Busse aber voll besetzt, keine Sitze gesperrt. Flixbus appellierte an die Kunden, nur zu reisen, wenn sie beschwerdefrei sind.

Weltärztebund-Chef: Kampagne gegen Drosten „schmierig und schmutzig“

10.10 Uhr: In der Sendung „Talk aus Berlin“ vom Mittwoch nimmt der Vorsitzende des Weltärztebundes, der Hamburger Frank Ulrich Montgomery, seinen Kollegen Christian Drosten in Schutz: „Diese Kampagne, die da läuft, ist ja erkennbar eine Kampagne. Die finde ich in der Tat schmierig und schmutzig.“

Es sei aus wissenschaftlicher Sicht völlig in Ordnung, dass sich jemand wie Herr Prof. Drosten auch immer wieder korrigiere. „Ich finde es so toll, wie dieser Mann, den ich übrigens bewundere für das, was er macht, wie er das offen nach außen kommuniziert“.

Der wissenschaftliche Diskurs und Fortschritt laufe dank Digitalisierung gerade bei SARS-CoV-2 in einer sehr hohen Geschwindigkeit ab: „Dass da einige Ministerpräsidenten und einige Zeitungen in der Geschwindigkeit ihres Denkens nicht mitkommen, ist deren Problem, aber nicht das Problem von Herrn Drosten“, so der Weltärztepräsident weiter.

Neue Infektionen in Schleswig-Holstein

9.24 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt innerhalb eines Tages um 2 auf 3070 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Mittwochabend weiter mitteilte, stieg die Zahl der Gestorbenen um 3 auf 143. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 29 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Til Schweiger: „Noch einen Lockdown verkraftet keiner“

7.29 Uhr: Nach seinen (mittlerweile gelöschten) flapsigen Kommentaren über die Morddrohungen gegen den Virologen Christian Drosten und den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zeigt sich Til Schweiger in den sozialen Medien nun etwas nachdenklicher. „Dass in Venedig das Wasser klar ist und dort wieder Delfine schwimmen, ist toll – aber für mich persönlich kann ich an der Corona-Situation nichts Positives erkennen“, sagt der 56-Jährige Filmemacher und Schauspieler. „Wer mich kennt, weiß, dass das für mich sehr beengend war. Sachen erschaffen und Menschen kennenlernen, die mich inspirieren, ist wichtig für mich. Ich habe das alles also in keinster Weise als erholsam empfinden können.“

Die Dreharbeiten für zwei Kinofilme habe er verschieben müssen. „Die Situation für die Filmbranche ist natürlich desaströs, das kann man nicht anders sagen“, sagte Schweiger. „Ich erwarte schon, dass viele Kinos das nicht überleben werden. Man kann nur hoffen, dass es keine zweite Welle gibt. Wenn es noch mal zu einem Lockdown kommen sollte – das verkraftet nicht nur die Filmbranche nicht, das verkraftet überhaupt keiner.“ Schweiger war zuletzt für Posts zur Corona-Krise in sozialen Medien wiederholt kritisiert worden.

Das waren die News vom 27. Mai:

Umfrage: 20 Prozent glauben an Corona-Täuschung durch Medien und Politik

21.58 Uhr: Etwa jeder fünfte Wahlberechtigte in Deutschland glaubt einer Umfrage zufolge, dass Medien und Politiker die Gefahren durch das Coronavirus aus Täuschungsabsicht bewusst übertreiben. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Befragung von Infratest dimap für das Medienmagazin „Zapp“ des Norddeutschen Rundfunks hervor. Unter Anhängern der AfD ist die Quote mit 54 Prozent demnach deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung. Auch unter den Wahlberechtigten, die soziale Netzwerke „aktiv nutzen“, ist der Anteil der Anhänger der Täuschungsthese mit 31 Prozent überproportional hoch. Insgesamt genießt dagegen laut Umfrage insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Corona-Berichterstattung großes Vertrauen. 68 Prozent halten diese für glaubwürdig. Es folgen Printmedien mit 42 Prozent, der private Rundfunk mit 23 Prozent und soziale Medien mit sieben Prozent. Für die Umfrage wurden von Infratest dimap zwischen dem 18. und dem 22. Mai 1012 Wahlberechtigte im Alter von über 18 Jahre befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozent

Diese Altergruppe ist in Hamburg am meisten von Corona betroffen

20.46 Uhr: Welche Altersgruppe in Hamburg ist vom Coronavirus besonders betroffen? Auf diese Frage gibt der Senat jetzt eine Antwort. Der hat die – zwei Tage alten – Zahlen vom 25. Mai (Stand 18 Uhr) aufbereitet. Und daraus geht hervor, dass sich die meisten Infizierten (851 Personen) in der Altersklasse 50 bis 59 Jahren befinden. Demnach gibt es dort 455 infizierte Männer und 396 infizierte Frauen. Auf dem zweiten Rang folgt die Altersklasse der 30- bis 39-Jährigen, von den dort 840 Infizierten sind 412 Personen männlich, 428 Personen weiblich. Die 20- bis 29-Jährigen befinden sich mit insgesamt 820 Infizierten auf dem dritten Rang – 422 Personen sind hierbei männlich, 398 weiblich. Besonders gering ist die Zahl der Neu-Infektionen bei den Kindern. Bei der Altersgruppe bis 6 Jahren gibt es nur 63 Infektionen (37 Jungs, 26 Mädchen) – und bei den 7- bis 9-Jährigen sind es 11 Jungs und 12 Mädchen. Das macht zusammen 86 Infektionen in der Altersgruppe 0 bis 9 Jahre. Wichtig: Bei den Zahlen handelt es sich um absolute Angaben – das Verhältnis der einzelnen Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung wird vom Senat nicht angegeben.

Hamburg: Stadt kassierte bislang 300.000 Euro Corono-Bußgeld

19.40 Uhr: Die Stadt Hamburg hat bereits Bußgelder in Höhe von insgesamt 296 000 Euro wegen Verstößen gegen die so genannte Corona-Eindämmungsverordnung eingenommen. Dieser Betrag stamme aus 6900 Verfahren, die bis zum 22. Mai bearbeitet wurden, hieß es aus dem Einwohner-Zentralamt am Mittwoch. Das „Hamburger Abendblatt“ hatte zuvor berichtet.
Längst nicht alle Verfahren führten auch zu einem Bußgeldbescheid, betonte ein Sprecher des Einwohner-Zentralamts. Manche Verfahren würden beispielsweise eingestellt. Zudem seien bis Mitte Mai auch 643 Einsprüche bei der Bußgeldstelle eingegangen.

Bis zum 22. Mai wurden laut Polizei 12 000 Menschen kontrolliert und 8270 Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung aufgedeckt. „Die Bürger halten sich grundsätzlich an die Eindämmungsverordnung und zeigen Verständnis für die von uns getroffenen Maßnahmen“, so Polizeisprecher Holger Vehren.

An 2675 Orten hat die Polizei den Angaben zufolge bis Mitte Mai kontrolliert. An manchen öffentlichen Plätzen, wie der Sternschanze, hätte sich der eine oder andere Hamburger allerdings weniger kooperativ gezeigt: „An diesen Orten in Hamburg lassen teilweise jüngere Menschen den nötigen Respekt vermissen“, sagte Vehren und betonte: „Da spielt auch Alkohol eine Rolle, der in der Umgebung gekauft wurde“.

Mehr als eine Million minderwertige Schutzmasken beschlagnahmt

18.27 Uhr: Zwei Männer aus Mecklenburg-Vorpommern und eine Frau aus Sachsen stehen im Verdacht, minderwertige Atemschutzmasken als hochwertige FFP2-Masken verkauft zu haben. Bei Durchsuchungen von Lagerräumen, Büros und Wohnungen sei mehr als eine Million Masken beschlagnahmt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Schwerin.

Demnach importierten die 52 und 32 Jahre alten Männer aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und die 34-jährige Frau aus Dresden die Masken aus Vietnam und wollten sie in Deutschland gewinnbringend verkaufen. Dabei hätten sie gewusst, dass die Masken weder die entsprechende Zertifizierung noch die erforderlichen Eigenschaften aufwiesen.

Wie viele Exemplare sie bereits verkauften und wer die Abnehmer waren, konnte der Sprecher nicht sagen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die drei Beschuldigten wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrugs sowie des Verstoßes gegen das Medizinproduktegesetz.

Rücknahme von Lockerungen: Hamburg weit von Neuinfektions-Obergrenze entfernt

17.27 Uhr: Die Vorgabe ist klar: Sobald es in Hamburg mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gibt, werden Lockerungen zurückgenommen. Von diesem Wert ist unsere Stadt jedoch noch weit entfernt. Wie der Senat am Mittwoch bekanntgab, liegt dieser Wert aktuell bei 1,3 von möglichen 50 Neuinfektionen. Für Hamburg beträgt die Grenze der Neuinfektionen übrigens 900 Fälle in sieben Tagen – aktuell liegt dieser Wert bei 24. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) hatte am Dienstag im Rahmen der Landespressekonferenz ebenfalls klargestellt, dass Hamburg noch weit von dem kritischen Wert entfernt sei.

Unterricht für alle Grundschüler ab 8. Juni in Schleswig-Holstein 

16.31 Uhr: Alle Grundschüler in Schleswig-Holstein sollen vom 8. Juni an wieder eine tägliche Beschulung im Klassenverband erhalten. Das kündigten Ministerpräsident Daniel Günther und Bildungsministerin Karin Prien (beide CDU) am Mittwoch in Kiel an als weitere Lockerung in der Corona-Krise. Dabei werden die Abstandsregel nicht mehr gelten, wie Prien ankündigte.

In der letzten Woche vor den Sommerferien, die am 29. Juni in Schleswig-Holstein beginnen, sollen alle Schüler aller Schulen tageweise in ihrem Klassenverband zusammenkommen. Dies bedeute aber nicht, dass alle Schüler zur gleichen Zeit in der Schule sein werden, sagte Prien. Eine Regelbetrieb finde nicht statt. Der Regelbetrieb an allen Schulen soll nach den Sommerferien mit dem neuen Schuljahr am 10. August wieder starten, kündigten Prien und Günther an. 

Jugendherbergen im Norden öffnen wieder

16.03 Uhr: Nach mehr als zwei Monaten coronabedingter Pause öffnen viele Jugendherbergen im Norden wieder ihre Tore. Dies seien vor allem besonders attraktiv gelegene und familienfreundliche Standorte, teilte der für Schleswig-Holstein, Hamburg und das nördliche Niedersachsen zuständige Landesverband Nordmark des Deutschen Jugendherbergswerks am Mittwoch mit. Zu den 15 der insgesamt 45 Jugendherbergen im Norden, die diese Woche wieder öffnen, gehören die drei Häuser auf Sylt sowie die Jugendherbergen Helgoland, Scharbeutz, Kappeln und Fehmarn. Auch das Haus in Cuxhaven sowie die Jugendherberge „Auf dem Stintfang“ in Hamburg empfangen wieder Gäste.

Nordsee-Stadt bittet um Touristen-Pause

15.25 Uhr: Der Oberbürgermeister von Cuxhaven, Uwe Santjer (SPD), hat an Tagestouristen appelliert, zu Pfingsten noch auf Ausflüge in die Küstenstadt zu verzichten. „All diejenigen, die es sich auch zu Hause schön machen können, mögen dies tun und ein bisschen Cuxhaven-Pause machen“, sagte er der „Nordsee-Zeitung“ (Mittwoch). „Im Sommer können wir dann wieder gemeinsam feiern.“

Das Nordseeheilbad Cuxhaven ist vor allem wegen seiner Strände bei Urlaubern beliebt. An der Strandpromenade gilt ein „Rechtsgehverbot“, um Mindestabstände einzuhalten.

Das oberste Gebot sei der Gesundheitsschutz. „Wir wollen nicht nur die Einwohner schützen, sondern auch die Gäste“, betonte Santjer. Mit der Pause sei gleichzeitig auch eine Einladung für später ausgesprochen. Er habe sich in der zurückliegenden Zeit regelmäßig mit den Vertretern der Tourismusbranche getroffen. Es sei sehr bewundernswert, dass deren erste Reaktion Verständnis für die Einschränkungen gewesen seien.

Die Lockerungen gehen dem Oberbürgermeister allerdings zu schnell, nicht nur im Tourismus. „Mir wäre es lieber gewesen, wir wären auf Strecke gefahren und hätten langsamer gelockert“, sagte Santjer. Auf die Tourismusbranche entfallen in Cuxhaven rund 8000 Arbeitsplätze. Der Jahresumsatz liegt demnach bei 350 Millionen Euro.  

Niedersachsen erwägt schnellere Lockerungen für Kitas

14.19 Uhr: Niedersachsen erwägt nach Worten von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) eine schnellere Rückkehr von Kindern in die Kindergärten als bisher geplant. „Bei einer weiteren Stabilisierung des Infektionsgeschehens kann ich mir gut vorstellen, die Notbetreuung auf mehr als 50 Prozent der Regelgruppengröße weiter hochzufahren oder auch die Einrichtungen mit einem reduzierten Betreuungsangebot frühzeitig wieder zu öffnen“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Wir möchten die Eltern schnellstmöglich bei der Betreuung entlasten und möglichst vielen Kindern regelmäßiges Spielen und Kontakt mit anderen Kindern ermöglichen“, sagte er weiter. Bisher ist in Niedersachsen vorgesehen, dass die Notbetreuungsgruppen maximal auf die Hälfte der Größen im Regelbetrieb ansteigen dürfen. Das sind 8 Kinder in Krippengruppen, 15 in Kindergartengruppen und 10 im Hort. Der reguläre Betrieb soll eigentlich erst im neuen Kita-Jahr wieder beginnen.

„Alle bekommen Angst“: UKE-Experte kritisiert Umgang mit Corona

13.01 Uhr: Der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel wünscht sich einen rationaleren Umgang mit Corona. „Wir als Gesellschaft stellen diese Toten gerade derart in den Mittelpunkt, dass alle Angst bekommen. Alle denken: Killervirus!, sie lesen die nackten Zahlen, über 8000 Tote, und denken: Als Nächstes bin ich dran“, sagte Püschel der „Zeit“.

Besonders störe ihn, wie mit Senioren umgegangen werde. „Alte Menschen brauchen ihre Familie. Direkt an ihrem Bett, anwesend, gerade die Schwerkranken!“ Püschel hat bislang alle gut 200 Verstorbenen in Hamburg, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren, obduziert. Ohne Ausnahme hätten sie schwerwiegende Vorerkrankungen gehabt, die ihre Lebenserwartung stark eingeschränkt hätten.

„Wenn dieses Virus in ein Pflegeheim mit sehr alten, sehr kranken Menschen kommt, dann gibt es Tote, ja“, so Püschel. „Aber selbst dort überleben die meisten. Mich stört: Nur die schlimme Seite wird erzählt, nicht, wie es gut ausgehen kann.“

Der 68-Jährige plädiert für einen selbstbestimmteren Umgang mit dem Risiko. „Rational wäre, die Pandemie einfach einzuordnen unter die vielen Gefahren und Krankheiten, die es auf der Welt und im Leben gibt.“

Corona-Zahlen: So sieht es in den Hamburger Bezirken aus

11.50 Uhr: Hamburg verzeichnet nur noch wenige Neuinfektionen – das gilt natürlich auch für die einzelnen Bezirke. Die aktuellsten Corona-Zahlen dazu stammen vom 25. Mai, in absoluten Werten belegt Wandsbek dabei den ersten Platz. Nach Angaben des Senats gibt es dort 1271 Fallzahlen. Auf dem zweiten Platz folgt der Bezirk Hamburg-Mitte mit 863 Infektionen, auf Platz drei liegt Altona (817 Fälle). Es folgen die Bezirke Nord (804), Eimsbüttel (716), Harburg (377) und Bergedorf (213).

Im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen ergibt sich allerdings eine andere Reihenfolge: Hier übernimmt der Bezirk Altona mit 297 Fällen pro 100.000 Einwohnern die Spitzenposition. Es folgen die Bezirke Wandsbek (288 Fälle pro 100.000 Einwohner), Mitte (286), Eimsbüttel (268), Nord (256), Harburg (223) und Bergedorf (163).

Aktuelle Zahlen: Fünf weitere Infizierte in Hamburg

10.10 Uhr: Seit gestern sind von den Gesundheitsämtern in Hamburg 5 weitere Corona-Fälle bestätigt worden, wie der Senat soeben mitteilte. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle liegt damit bei 5.069. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 33 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 14 Personen intensivmedizinisch betreut.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4.700 Personen als genesen betrachtet werden. Die Gesundheitsbehörde geht demnach derzeit von rund 125 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Nach den Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Hamburg 242 Personen mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin konnte zum jetzigen Stand bei 219 Personen die Covid-19-Infektion als todesursächlich festgestellt werden – das sind zwei Todesfälle mehr als am Dienstag.

Drei Corona-Infektionen mehr in Schleswig-Holstein

8.59 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt innerhalb eines Tages um 3 auf 3068 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Mittwochfrüh weiter mitteilte, stieg die Zahl der Gestorbenen um 1 auf 140. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 30 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Nord-Länder stellen heute Papier gegen Corona-Krise vor

7.01 Uhr: In der Corona-Krise rücken die Nord-Länder zusammen. Die Finanzminister von Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben gemeinsame Positionen erarbeitet, mit denen sie gegen die Folgen der Krise ansteuern wollen. Ihr Papier stellen die Ressortchefs heute (12 Uhr) vor. Es beinhaltet Vorschläge für einen Dreiklang aus Bundeskonjunkturprogramm, struktureller Hilfe für Städte und Gemeinden und Altschuldenbewältigung.

Die Einzelheiten erläutern Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), die Kieler Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) und ihr Schweriner Kollege Reinhard Meyer (SPD) in einer telefonischen Pressekonferenz. Die Kommunen im Norden wie in ganz Deutschland leiden unter drastischen Einnahmeausfällen bei der Gewerbesteuer und häufig auch unter aufgetürmten Altschulden.

Das waren die News vom 26. Mai: 

Wegen Corona-Auflagen: Hamburger Wirten droht Datenschutz-Ärger

21.37 Uhr: Seit einigen Tagen dürfen in Hamburg die Gastronomien ihre Gäste wieder bewirten. Eine Auflage dabei ist jedoch, dass die Besucher ihre Daten hinterlassen müssen, damit sie bei einem möglichen Infektionsgeschehen umgehende kontaktiert werden können und die Infektionskette eingeschränkt werden kann. Das Problem: In einigen Gastro-Betrieben liegen im Eingangsbereich einfach nur Zettel aus – und dort kann jeder die Daten der Kunden einsehen. „Das hört man gelegentlich, dass das so ist“, sagt Innensenator Andy Grote (SPD). Den Datenschutz müssen die Gastronomen jedoch sicherstellen. „Da ist der einzelne Betriebsinhaber aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass das geschieht“, so Grote.

Hamburg will an Maskenpflicht festhalten

21.02 Uhr: Wie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag sagte, solle sich an den Regelungen für den HVV und für Geschäfte vorläufig nichts ändern. Die Maskenpflicht an diesen Orten sei wichtig, weil dort die Abstandsregelungen nicht so konsequent eingehalten werden können. „Das ist eine zusätzliche Sicherung. Sie ist lästig, aber die Leute haben sich ein stückweit daran gewöhnt“, so Tschentscher. Die Maskenpflicht würde es außerdem überhaupt erst ermöglichen, Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu vollziehen.

So denkt Tschentscher über die Lockerungs-Pläne in Thüringen

20.21 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hält nichts von den umfassenden Lockerungs-Plänen in Thüringen. „Das, was ich darüber höre, ist so, dass die Haltung besteht, dass die Gefahr eigentlich gebannt ist“, sagte Tschentscher im Rahmen der Landespressekonferenz am Dienstag. Hamburgs Einschätzung sei jedoch eine andere. Man wolle weiterhin vorsichtig bleiben und in den kommenden Wochen genau beobachten, wie sich das Infektionsgeschehen mit den jetzt in Hamburg erfolgten Lockerungen entwickelt. „Wir teilen auf jeden Fall nicht die Einschätzung, dass die Corona-Krise vorbei ist“, so Tschentscher.

Den Eindruck hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) zuletzt erweckt. Mit seiner Ankündigung, er wolle die allgemeinen Corona-Beschränkungen in Thüringen aufheben, hatte Ramelow am Wochenende heftige Debatten ausgelöst. Im Bund und in anderen Ländern stieß der Linkspolitiker damit auf Kritik, auch die eigenen Koalitionspartner SPD und Grüne distanzierten sich.

SPD-Chef Stegner unterstützt Hilfspläne von Scholz

18.50 Uhr: Die Hilfspläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) könnten nach Darstellung des Kieler SPD-Fraktionschefs Ralf Stegner zu einer Entlastung der Kommunen im Norden um einen hohen dreistelligen Millionenbetrag führen. Wenn der Bund 50 Prozent der Gewerbesteuerausfälle der Kommunen übernähme, würde dies für Schleswig-Holstein 170 Millionen Euro bedeuten, sagte Stegner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Er berief sich auf Schätzungen des Bundes. Übernähme der Bund zudem 50 Prozent der Altschulden, liefe dies auf 460 Millionen Euro für das Land hinaus und damit auf eine Gesamtsumme von 630 Millionen.

Die Scholz-Pläne könnten den Kommunen helfen, aus der Corona-Krise zu kommen, sagte Stegner. Sie müssten nach der Krise ausreichend investieren können. „Das können sie besser, wenn sie ihre Altschulden los sind und die Gewerbesteuerausfälle für dieses Jahr kompensiert werden.“ Er fordere die Jamaika-Koalition auf, den Kommunen dies nicht zu verweigern und sich für eine Verständigung einzusetzen. Scholz hat vorgeschlagen, dass Bund und Länder die Kommunen in dem geplanten Konjunkturpaket in der Corona-Krise mit 57 Milliarden Euro unterstützen. Aus der Union kam dazu Kritik.

Max Giesinger tritt in Hamburger Autokino auf

17.38 Uhr: Sänger und Wahlhamburger Max Giesinger wird am 14. Juni eine Autokino-Show auf der neuen Cruise Inn Autokino- und Konzertfläche im Cruise Center Steinwerder spielen. Im Mai begeisterte der Sänger auf seiner „Autokino Reise" bereits Fans in Hannover, Düsseldorf und Erfurt. 

Hamburger Gesundheitsbehörde warnt vor FFP2-Schutzmasken

17.30 Uhr: Die Hamburger Gesundheitsbehörde warnt vor der Verwendung von FFP2-Schutzmasken einer bestimmten Charge der Marke „LexusLance Modell LK-003" des Importeurs „Brandsstock GmbH". Die Maske habe keine ausreichende Schutzwirkung. Grund hierfür ist wahrscheinlich das Material des Filters. Von der Benutzung der Maske rät die Behörde daher ab, sie könnte höchstens als einfache Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Masken mit den folgenden Angaben auf der Verpackung sind betroffen:

Production: 9144300053799610K
Lot Number: LK-003-A004
Production Date: 16/03/2020
Expiry Date: 15/03/2021

Hamburger Polizei schließt sieben Lokale wegen Corona-Verstößen

16.55 Uhr: Die Hamburger Polizei hat am vergangenen langen Wochenende mehr als 600 Verstöße gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen registriert. Allein am Himmelfahrtstag seien es 340 gewesen, sagte Innensenator Andy Grote (SPD) am Dienstag. Um Trinkgelage künftig zu verhindern, könne die Polizei von Mittwoch an den Verkauf von alkoholischen Getränken örtlich verbieten. Gegen Gastronomen seien am Wochenende 20 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet worden. Sieben Lokale wurden von der Polizei geschlossen, darunter das „Zwick“ in Pöseldorf.

Die Situation in der Kultkneipe bezeichnete Grote als „Gau“. „Die Lokalität war so voll, dass die Polizisten, die gerufen wurden, nicht reingekommen sind.“ Weder Gäste noch Mitarbeiter hätten im Gedränge Masken getragen und viele seien alkoholisiert gewesen. Es sei für die Beamten schwer gewesen, einen Verantwortlichen festzustellen. Eine Bereitschaft zur Einsicht habe es nicht gegeben. „Deswegen war es nicht möglich, anders vorzugehen als den Betrieb zu schließen für den Abend“, sagte Grote. Wegen der massiven Verstöße gegen Corona-Regeln droht dem Inhaber ein Bußgeld von 5000 Euro.

Flughafen in Hamburg mit neuen Corona-Regeln

16.28 Uhr: Ab morgen gilt auch in den Terminals am Flughafen Hamburg eine Maskenpflicht – für Gäste und Angestellte, die in engerem Kontakt mit Reisenden sind. Am Flughafen geht man davon aus, dass der Reiseverkehr durch die Lockerungen langsam zunehmen werde. Entsprechend werden nun weitere Maßnahmen getroffen, um den Infektionsschutz zu gewährleisten.

Hamburger Bordelle bleiben geschlossen

15.42 Uhr: Prostitution bleibt in Hamburg wegen der Corona-Pandemie mindestens bis zum 30. Juni untersagt. Man beobachte weiterhin das Infektionsgeschehen und müsse dann neu schauen, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde am Dienstag.

Forderungen des Bundesverbands Sexuelle Dienstleistungen nach einer Lockerung des Verbots erteilte die Behörde eine Abfuhr. „Da ist natürlich auf Grund der Natur der Dienstleistungen, die da angeboten werden, eine hohe Infektionsgefahr.“ Dieser Bereich sei einer der letzten, der besprochen werde, sagte die Sprecherin. Der Verband hatte in einem Offenen Brief erklärt, eine weitere Schließung der Bordelle und ein Verbot der Prostitution seien durch nichts gerechtfertigt.

Kita-Öffnung: Hamburg wagt den nächsten Schritt

14.54 Uhr: Aufgrund des geringen Infektionsgeschehens, zieht Hamburg den nächsten Schritt zur Öffnung der Kitas vor. Nun sollen bereits ab dem 4. Juni alle Kinder ab viereinhalb Jahren in die Kitas zurückkehren. Somit wäre dann etwa die Hälfte der Kinder in der „erweiterten Notbetreuung". 

Seit dem 18. Mai dürfen Kinder zwischen fünf und sechs Jahren wieder in die Kita. Der nächste Schritt hätte nach einer Beobachtungsphase von zwei Wochen ursprünglich erst ab dem 8. Juni folgen sollen.

Rund 4,7 Milliarden weniger Steuereinnahmen für Hamburg

14.44 Uhr: Die Corona-Krise schlägt sich auch in den Hamburger Steuereinnahmen nieder. Bis 2024 rechnet die Stadt mit 4,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen gegenüber der vorherigen Schätzung aus dem Herbst 2019. Dies besagt die aktuelle Mai-Steuerschätzung, die Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Dienstag vorstellte. Allein in diesem Jahr werde mit 1,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen gerechnet.

„Die wirtschaftlichen und finanziellen Folgen der Corona-Pandemie bedeuten einen deutlichen Schlag ins Kontor der Hamburger Steuereinnahmen. Das macht die Steuerschätzung sehr deutlich", so Dressel. Die aktuelle Prognose sei noch unsicher, da bisher wenig belastbare Daten zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie verfügbar sind. Im September soll es eine weitere Interims-Steuerschätzung geben. „Aber schon jetzt ist klar, dass uns die finanziellen Folgen der Pandemie noch sehr lange beschäftigen werden", sagt Dressel.

Hamburg gibt neue Corona-Zahlen bekannt

13.31 Uhr: Die Corona-Lage in Hamburg entspannt sich weiter. Wie der Senat am Dienstag bekanntgab, sind im Vergleich zum Vortag nur drei neue Fälle gemeldet worden. Die Zahl der insgesamt gemeldeten Corona-Fälle in unserer Stadt steigt damit auf 5064. Laut Robert-Koch-Institut können davon rund 4700 Personen als genesen betrachtet werden, akut sind demnach noch 120 Menschen mit dem Virus infiziert. Nach den Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Hamburg 241 Personen mit einer COVID-19-Infektion verstorben, bei 217 Personen davon war nach Angaben des Instituts der Rechtsmedizin eine Covid-19-Erkrankung auch die Todesursache – das sind zwei Todesfälle mehr als am Montag gemeldet wurden.

Derweil bleibt die Situation in Hamburgs Krankenhäusern ebenfalls entspannt: Nur noch 36 Hamburger befinden sich wegen einer Corona-Erkrankung in einer Klinik, davon befinden sich 14 Personen auf der Intensivstation.

Corona-Maßnahmen: Hamburg öffnet Kinos und Fitnessstudios

12.47 Uhr: Hamburg macht sich weiter locker! Wie der Senat am Dienstag bekanntgab, dürfen in unserer Stadt weitere Branchen ihre Pforten wieder öffnen. So dürfen unter anderem Kinos und Fitnessstudios ab Mittwoch ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Live: Tschentscher äußert sich zur Corona-Lage in Hamburg

12.25 Uhr: Macht sich Hamburg heute weiter locker? Diese Frage soll heute im Rahmen einer Landespressekonferenz beantwortet werden. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und weitere Senatsmitglieder äußern sich ab 12.30 Uhr zur aktuellen Corona-Lage in unserer Stadt. Die Konferenz wird hier live übertragen: 

Schleswig-Holstein: Starke Einbußen im Gastgewerbe

12.05 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie muss das Gastgewerbe in Schleswig-Holstein schwere Umsatzeinbußen hinnehmen. Wie das Statistikamt Nord am Dienstag berichtete, sanken die Umsätze der Branche im Vorjahresvergleich im ersten Krisenmonat März um 41,9 Prozent. Dabei waren die Auswirkungen im Beherbergungsgewerbe mit minus 48,6 Prozent noch deutlich höher als in der Gastronomie mit einem Rückgang von 38,3 Prozent. Mitte März mussten die Hotels und Restaurants als Schutzmaßnahme gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus weitgehend schließen.

In den ersten drei Monaten des Jahres zusammen fielen die Umsätze im Gastgewerbe um 11,2 Prozent. Dabei hatte es in den ersten beiden Quartalsmonaten Januar und Februar laut Statistikamt noch normale Entwicklungen gegeben. Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe sank im ersten Quartal zum gleichen Vorjahreszeitraum insgesamt um 1,4 Prozent. Die Gastronomie verbuchte ein Minus von 2,6 Prozent und das Beherbergungsgewerbe ein Plus von 1,3 Prozent.

Im März sank die Zahl der Beschäftigten im gesamten Gastgewerbe im Vorjahresvergleich um 7,3 Prozent. In der Gastronomie gab es einen Rückgang um 9,7 Prozent und im Beherbergungsgewerbe ein Minus von 1,9 Prozent. In beiden Bereichen sank besonders die Zahl der Teilzeitbeschäftigten.

Hamburger Virologe: Das sind die krassesten Corona-Hotspots

9.13 Uhr: "Ein Hochrisiko, wenn wir das mit Kindergärten vergleichen.“ Das sagt der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg über die krassesten Corona-Hotspots, also jenen Orten, an dem die Ansteckungsgefahr am höchsten ist. Lesen Sie hier, von welchen Orten der Virologe spricht. 

Drei weitere Infektionen in Schleswig-Holstein

9.05 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt innerhalb eines Tages um 3 auf 3065 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Montagabend weiter mitteilte, stieg die Zahl der Gestorbenen um 2 auf 139. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 31 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Niedersachsen: Viele Freibäder sind wieder geöffnet

7.46 Uhr: Großer Ansturm beim verspäteten Saisonstart: Seit Montag dürfen Besucher in einigen niedersächsischen Freibädern wieder ihre Bahnen ziehen. Bei kühlen Temperaturen machte in Braunschweig das Freibad Bürgerpark bereits um 6.30 Uhr den Anfang. Bis zum Mittag zählte es 55 Gäste. Das sei eine gute Besucherzahl bei bewölktem Himmel, sagte Pressesprecher Fabian Neubert. Unter den Besuchern seien bekannte Gesichter gewesen: „Die Frühschwimmer kommen oft mehrmals in der Woche.“

Wegen des neuartigen Coronavirus gelten strenge Hygiene- und Abstandsregeln. So muss in allen Bädern ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zu Menschen aus anderen Haushalten gewahrt werden. Einige Bäder haben die Besucherzahl daher begrenzt. Im Braunschweig soll durch drei Zeitfenster ermöglicht werden, dass mehr Gäste zu unterschiedlichen Öffnungszeiten schwimmen können.

Auch in Göttingen wurde die Freibadsaison am Montag eingeläutet, gleich drei Bäder öffneten. Allein in einem Freibad wurden nach Auskunft eines Sprechers rund 100 Frühschwimmer gezählt. Markierte Bahnen sorgen dafür, dass die Abstandsregeln eingehalten werden. In die Nichtschwimmerbecken werden weniger Gäste eingelassen. Auch andere Angebote auf dem Gelände stehen den Besuchern offen. So sind Beachvolleyballflächen oder Spielplätze ebenfalls wieder zugänglich.

Die Freibäder in Hannover haben dagegen noch zu. Ein Konzept werde erarbeitet und solle spätestens am Freitag umgesetzt werden, sagte ein Sprecher der niedersächsischen Landeshauptstadt. Das AquaLaatzium in Laatzen bei Hannover öffnete am Montag auch zunächst nur seinen Fitness-Bereich, nicht die Schwimmbecken. In Bremen sollen nach dem Beschluss des Senats im Juni zunächst die Freibäder und ab Juli die Hallenbäder wieder öffnen.

Kita-Elternvertreter befürchten Corona-Spätfolgen

6.57 Uhr: Die Bedürfnisse von Kindern und Eltern werden in der Corona-Krise nach Ansicht der Landesvertretung der Kita-Eltern in Schleswig-Holstein stark vernachlässigt. „Am meisten tut es den Eltern weh zu sehen, dass andere Interessengruppen bevorzugt werden“, so der Landesvorsitzende Axel Briege. Als Beispiele nannte er die Fußball-Bundesliga und das Wiederanfahren der Wirtschaft. Viele Eltern könnten gar nicht arbeiten, weil die Kita-Betreuung nicht funktioniere. Belastbare Zahlen gebe es nicht.

Aus Brieges Sicht bräuchten betroffene Eltern einen Einkommensausgleich oder einen besonderen Kündigungsschutz. Er forderte eine Debatte darüber, wie der Kampf gegen die Corona- Pandemie mit den Anforderungen an Wirtschaft, Arbeitsmarkt und frühkindliche Bildung besser miteinander verknüpft werden kann. Andernfalls drohten ein Rückfall in alte Zeiten mit „Frauen an den Herd“ und mehr Altersarmut. Viele Eltern hätten schon jetzt keine Reserven mehr und kämpften um die Existenz ihrer Familien. „Leider beruht die Architektur der Lockerungen und Öffnungen auf sogenannter Systemrelevanz und nicht auf den Bedürfnissen von Familien.“

Nach Einschätzung Brieges sind viele Kitas personell und räumlich nicht hinreichend für die aktuellen Probleme gerüstet. Seit dem 16. März galt für die Kitas grundsätzlich ein Betretungsverbot. Es gab danach höchstens Notbetreuungen. In mehreren Stufen fährt das Land die Betreuung wieder hoch. Seit 18. Mai stehen Kitas auch Vorschulkindern und solchen mit besonderem Förderbedarf offen. Vom 1. Juni an sollen sie in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen, mit einer Gesamtauslastung von mehr als 50 Prozent.

„Wir müssen sehr schnell, sehr kreativ sein“, sagte Briege auch unter Hinweis auf die angedachten Bildungskonzepte. „Eine Rückkehr in den vollen Regelbetrieb und damit zum Grundrecht auf bedarfsgerechte, frühkindliche Bildung für alle darf es nicht erst geben, wenn ein Impfstoff verfügbar ist.“

Hamburger Senat berät heute über weitere Corona-Lockerungen

6.23 Uhr: Angesichts der nahezu gestoppten Ausbreitung des Coronavirus in Hamburg berät der Senat heute über weitere Schritte zur Aufhebung von Kontaktbeschränkungen. Er halte dabei aber an seiner Strategie fest, besondere Infektionsrisiken durch entsprechende Auflagen zu Hygiene und Mindestabständen zu verringern, erklärte ein Senatssprecher.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) will die Entscheidungen anschließend (12.30 Uhr) bekanntgeben.
Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) hatte am vergangenen Dienstag eine neue Rechtsverordnung mit Lockerungsmaßnahmen angekündigt. Auf der Agenda stünden Freibäder, Fitnessstudios, Kinos und Einrichtungen der Stadtteilkultur. Theater und Opern strebten von sich aus noch keine Öffnung an, hatte die Senatorin gesagt.

In den vergangenen sieben Tagen haben sich Tests zufolge 27 Hamburger mit dem Virus infiziert. Der Senat hat angekündigt, dass er erst bei einem Wert von 900 Neuinfektionen pro Woche die Kontaktbeschränkungen wieder verschärfen würde.

Das waren die Corona-News vom 25. Mai: 

11.572 bestätigte Corona-Fälle in Niedersachsen

20.23 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.572 gestiegen. Das sind neun mehr als am Tag zuvor, wie das Landessozialministerium am Montag mitteilte. Laut Hochrechnung sind 10.037 Menschen wieder genesen, das entspricht 86,7 Prozent der Fälle. 576 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. In den niedersächsischen Kliniken werden aktuell 407 Infizierte behandelt, 73 von ihnen liegen auf Intensivstationen. 33 Erwachsene werden beatmet. Im Bundesland Bremen stieg die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen im Vergleich zum Vortag um einen Fall auf 1313 Fälle an. Laut Gesundheitsressort gelten 962 Personen wieder als genesen. Bislang sind 40 Männer und Frauen mit dem Virus gestorben. Aktuell werden 43 Personen mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt. Acht liegen auf Intensivstationen, vier von ihnen werden beatmet.

Nach wilder Party: „Zwick“-Wirt will Geldstrafe nicht zahlen

19.43 Uhr: In der Nacht zu Sonntag feierten dutzende Gäste der Kultkneipe „Zwick“ am Mittelweg trotz Corona-Auflagen eine wilde Party (siehe gestrige Meldung 18.13 Uhr). Anwohner alarmierten daraufhin die Polizei, die mehrere Vergehen ahndete, darunter das Missachten von Mindestabstand und das Fehlen eines Mundschutzes. Manche betrunkene Gäste sollen dabei sogar Polizisten beschimpft haben.

Das Ergebnis: Das „Zwick“ wurde dicht gemacht, den Inhaber Uli Salm (72) erwartet nun eine Geldbuße in Höhe von 5000 Euro. Doch die will der Promi-Wirt nicht zahlen. Er werde gegen die Strafe Widerspruch einlegen, sagte er dem „Abendblatt“. Außerdem hätte er sich von der Polizei ein umsichtigeres Vorgehen gewünscht. „Eine Verwarnung hätte doch ausgereicht, dann hätten wir das Zwick sofort geschlossen“, wird der 72-Jährige in der Zeitung zitiert.

Ministerium macht Theatern Hoffnung auf Neustart

18.03 Uhr: Für die Theater in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich ein Ende des wochenlangen Corona-Lockdowns ab. „Wir sind in Gesprächen, ob und unter welchen Voraussetzungen eine langsame Öffnung der Theater in Mecklenburg-Vorpommern gegebenenfalls ab Mitte Juni ermöglicht werden kann“, sagte der Sprecher des Kultusministeriums, Henning Lipski, am Montag.

Ob alle Bühnen vor der Sommerpause noch den Spielbetrieb aufnehmen, ist fraglich. Während die Vorpommersche Landesbühne in Anklam einer baldigen Öffnung aufgeschlossen gegenübersteht, steht für das Theater Vorpommern außer Frage, dass es vor Mitte Juni keine Vorstellungen in Greifswald und Stralsund mehr geben wird.

Ein Eckpunktepapier der Kultusministerkonferenz gibt Empfehlungen, wie eine Wiedereröffnung der Theater ermöglicht werden kann. Dazu zählt die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen den Besuchern. Denkbar seien zunächst Aufführungen in kleinerer Besetzung und Mehrfachaufführungen kürzerer Programme.

MeckPomm seit fünf Tagen in Folge ohne Neu-Infektionen

16.31 Uhr: Schon den fünften Tag in Folge gibt es in Mecklenburg-Vorpommern keine neuen nachgewiesenen Corona-Infektionen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag (15.45 Uhr) berichtete, sank sogar die Gesamtzahl um einen auf nunmehr 758 Fälle. Ein Fall in der Landeshauptstadt Schwerin habe sich nicht bestätigt. 111 Personen mussten oder müssen wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation.

Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen bei 47, die bundesweit niedrigste. Der deutsche Schnitt liegt bei mehr als 210.

Wattführungen in Schleswig-Holstein wieder erlaubt

16.11 Uhr: Wattführungen sind in Schleswig-Holstein wieder erlaubt. Unter entsprechenden Schutz- und Hygienemaßnahmen werden wieder Watt- und Gästeführungen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer angeboten, wie die Nationalparkverwaltung am Montag mitteilte. Voraussetzung sei unter anderem die Einhaltung der Abstandsregeln sowie eine Auflistung der Kontaktdaten der Teilnehmenden. Mögliche seien Gruppen mit bis zu 50 Teilnehmern, sagte eine Sprecherin. „Es dürfen nur registrierte Personen an der Wattführung teilnehmen.“ 

Hamburgs Fiskus verzichtet vorübergehend auf 2,5 Milliarden Euro

15.03 Uhr: Hamburgs Finanzämter haben seit Beginn der Corona-Krise auf rund 2,5 Milliarden Euro fällige Steuern und Vorauszahlungen von Unternehmen vorläufig verzichtet. Der Löwenanteil entfalle auf 60.000 fällige Vorauszahlungen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, teilte die Finanzbehörde am Montag mit.

„Die aktuellen Zahlen zeigen: Die Hilfen kommen an“, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Für rund 15.000 Unternehmen wurden Steuerzahlungen von 660 Millionen Euro gestundet und auf Säumniszuschläge verzichtet, sowie für 1000 Unternehmen Vollstreckungen von 12,6 Millionen Euro ausgesetzt.

Anders als in Flächenländern entfalle in Hamburg ein großer Teil der Beträge auf die Gewerbesteuer, heißt es in der Mitteilung. Bei Steuerrückständen in nachweislich vom Coronavirus betroffenen Fällen müssten die Erleichterungen von der Vollstreckung individuell mit den Finanzämtern abgestimmt werden. Für die von Hamburg verwaltete Gewerbesteuer sowie die Landes- und Kommunalsteuern gelten entsprechende Regelungen, so dass die steuerlichen Hilfen aus einem Guss gewährt werden könnten. Der Aufschub bei den Steuern ergänzt für die Unternehmen die Soforthilfen von Bund und Land.

Hamburg meldet neue Corona-Zahlen

13.00 Uhr: Keine Neuinfektionen in Hamburg! Seit gestern wurden von den Gesundheitsämtern in Hamburg keine weiteren Fälle von Erkrankungen mit COVID-19 bestätigt. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle liegt damit unverändert bei 5.061. Davon sind laut Robert Koch-Institut (RKI) rund4.700 genesen. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 37 Personen mit Wohnort Hamburg aufgrund einer Erkrankung mit COVID-19 in stationärer Behandlung, davon werden 14 Personen intensivmedizinisch betreut. 

Trotz Corona-Ausbruch in Leer: Restaurant-Regeln werden weiter gelockert

12.36 Uhr: Die Corona-Regeln in Niedersachsen werden trotz der Infektionen nach einem Restaurantbesuch in Leer (Ostfriesland) am heutigen Montag erneut gelockert. Gewinner sind die Hotels: Erstmals seit Beginn der Krise dürfen sie wieder öffnen und bis zu 60 Prozent ihrer Plätze belegen. Für Restaurants entfällt die maximale Auslastung von 50 Prozent, allerdings müssen Mindestabstände weiter gewahrt werden. Darüber hinaus können Fitnesscenter und Freibäder den Betrieb wieder aufnehmen. An den Schulen kehren die 11. Klassen zurück in den Unterricht. Einige Beschränkungen bleiben aber bestehen, insbesondere die Vorgabe, dass sich in der Öffentlichkeit die Mitglieder von maximal zwei Haushalten treffen dürfen.

Corona-Krise: Hamburger Tourismus bricht im März um zwei Drittel ein 

11.00 Uhr: Die Corona-Krise trifft den Tourismus in Hamburg knüppelhart: Mit Beginn der Einschränkungen im März ist er weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Zahl der Übernachtungen reduzierte sich gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres um gut 62 Prozent auf 456 000, teilte das Statistikamt Nord am Montag in der Hansestadt mit. Die Zahl der Gäste ging sogar um 65 Prozent auf 213 000 zurück, obgleich das Beherbungsverbot zur Bekämpfung des Coronavirus erst in der Mitte des Monats in Kraft trat. Danach waren die meisten Hotels geschlossen. Die April-Zahlen für die Hotellerie dürften somit nochmals schlechter ausfallen. 

Keine neue Corona-Infektion in Schleswig-Holstein

9.20 Uhr: In Schleswig-Holstein hat es nach Angaben der Landesregierung zuletzt binnen 24 Stunden keine offiziell gemeldete Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Krise nachgewiesenen Fälle mit Stand Sonntagabend weiterhin 3062, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte. Die Zahl der Gestorbenen blieb bei 137. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 32 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Leer: Jetzt auch Mitarbeiter der Meyer-Werft nach Corona-Ausbruch in Quarantäne

8.44 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit einem Restaurantbesuch in Leer (Ostfriesland) sind jetzt auch Mitarbeiter der Papenburger Meyer-Werft in Quarantäne. Einen entsprechenden Bericht des NDR bestätigte ein Firmensprecher am Montagmorgen. Dem NDR zufolge müssen „Mitglieder der Werft-Geschäftsführung und fast der gesamte Betriebsrat“ zu Hause bleiben. Es gebe bisher 18 bestätigte Infizierte.

Der Landkreis Leer sucht derweil weiter Gründe für die Infektionen. Es werde geprüft, ob es in dem Lokal Verstöße gegen die Corona-Auflagen gab, sagte ein Sprecher des Landkreises am Sonntag. Eine Befragung der Gäste habe „Indizien geliefert, dass an dem Abend möglicherweise gegen Corona-Auflagen verstoßen wurde“, hieß es. Diesen Hinweisen werde auch mit einer Anhörung des Betreibers nachgegangen.

Plaza der Elbphilharmonie kann wieder besucht werden

6.30 Uhr: Die Plaza der Elbphilharmonie macht am Montag um 10 Uhr wieder auf. Es gelten dabei aber besondere Schutzmaßnahmen, wie das Konzerthaus mitteilte. Deshalb sei die Anzahl der Personen begrenzt, die sich gleichzeitig auf der Plaza aufhalten können. Es werde dringend zu einer Online-Vorbuchung der Tickets geraten. Die Besucher werden zudem aufgefordert, den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten und eine Gesichtsmaske etwa in Fahrstühlen oder im Shop zu tragen. Die öffentliche Aussichtsplattform in 37 Meter Höhe über der Elbe ist ein Publikumsmagnet. Schon vor gut einem Jahr war der zehnmillionste Besucher auf der Plaza gezählt worden.

Das waren die Corona-News vom 24. Mai

Schulen im Norden öffnen für weitere Klassen

20.19 Uhr: Für viele Mädchen und Jungen in Schleswig-Holstein ist es nach wochenlangem Fernunterricht so weit: Sie dürfen ab Montag wieder in die Schule und dort lernen. Das gilt für die Klassen 1 bis 3 an den Grundschulen sowie die Jahrgänge 8 bis 12 an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien. In den Schulen müssen coronabedingte Mindestabstände und Hygienevorschriften eingehalten werden. Ebenfalls vom Montag sind auch wieder Nachmittagsangebote für die Mädchen und Jungen möglich, die dann in der Schule sind. Mensen und ähnliche Einrichtungen dürfen bei Bedarf öffnen. 

Corona-Kontrolle im "Zwick" in Pöseldorf

18.13 Uhr: In der Nacht zu Sonntag haben Streifenbeamte den legendären Laden am Mittelweg – in dem schon Reibeisen Rod Stewart, Popstar Pink und Schauspieler Hugh Grant abgefeiert haben – kontrolliert. Dabei wurden mehrere Corona-bedingte Vergehen geahndet, darunter das Missachten von Mindestabstand und das Fehlen eines Mundschutzes. Eine genaue Zahl an Verstößen hatte der Lagedienst der Polizei auf MOPO-Anfrage nicht. Aber: Das "Zwick" muss nun auf behördliche Anweisung hin erstmal geschlossen bleiben! Den Betreiber erwartet eine empfindliche Geldbuße.

Corona-Regeln missachtet! Polizei macht Bar dicht

14.41 Uhr: Weil sich Anwohner über eine Bar an der Unteren Schrangenstraße in Lüneburg wiederholt beschwert hatten, rückte die Polizei Samstagabend zur Kontrolle an. Das Ergebnis: „massive Verstöße“ gegen die Corona-Regeln! So sollen sich wesentlich mehr Personen als zulässig in der Bar aufgehalten, dazu eine Vielzahl nicht auf den Mindestabstand geachtet und nicht mal einen Mundschutz getragen haben, so eine Polizeisprecherin zur MOPO. Die Polizei ordnete die umgehende Schließung der Bar an. Der Betreiber muss nun mit einer empfindlichen Geldstrafe von mehreren Tausend Euro rechnen.

Hamburg: Drei neue Corona-Fälle, kaum Intensivpatienten

13.00 Uhr: Die Zahlen bleiben niedrig! In Hamburg sind am Sonntag nur drei weitere Infektionen mit dem neuen Sars-Cov2-Virus bestätigt worden. Damit sei die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf nunmehr 5061 gestiegen, teilte die Gesundheitsbehörde mit.
Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburgerinnen und Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um drei Fälle auf nun 214. Insgesamt 14 Hamburger werden aktuell noch auf einer Intensivstation behandelt. 

Schleswig-Holstein startet weitere Schul-Öffnungsphase

12.06 Uhr: Und nochmal der Blick nach Schleswig-Holstein. Dort startet morgen die dritte Phase der Schulöffnungen. Heißt: Die Schüler und Schülerinnen der Klassen 1 bis 3 und 8 bis 12 dürfen am Präsenzunterricht teilnehmen. Aktuell mit deutlichen Einschränkungen: Neben Hygiene- und Abstandsregeln bedeutet dies auch, dass nur die Kernfächer Deutsch, Mathe und Englisch unterrichtet wird.

Keine neuen Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

10.51 Uhr: Gute Nachrichten aus Schleswig-Holstein: Unsere nördlichen Nachbarn melden keine Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden.

Noch mehr Menschen nach Restaurant-Besuch infiziert!

8.21 Uhr: Der Coronavirus-Fall aus Leer, bei dem zahlreiche Menschen nach einem Restaurantbesuch positiv auf Corona getestet wurden, weitet sich aus. Wie der Landkreis bei Twitter vermeldete, sei die Zahl der bestätigten Infektionen auf elf angestiegen, weitere Testergebnisse werden noch erwartet. Auch die Zahl der Menschen, die in Quarantäne mussten, ist auf über 70 angestiegen. 

Und für den Inhaber des Lokals, der ebenfalls nach eigenen Angaben infiziert ist, könnte es richtig Ärger geben. Zur Erinnerung: Vor der offiziellen Wiedereröffnung nach der Lockdown-Beschränkung, gab es offenbar eine kleine Party mit geladenen Gästen. Dabei, so Leers Landrat Matthias Groote (SPD), gebe es laut Zeugenaussagen Hinweise darauf, dass die „Kontaktbeschränkungen nicht eingehalten worden sind“. Man werden den Indizien jetzt nachgehen. Ein Verfahren droht.

Alle Ticker-Einträge, die vor dem 24. Mai erschienen sind, finden Sie hier.

Football news:

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