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Corona-Paukenschlag: Bundesregierung will Maßnahmen offenbar verschärfen - kommt das Ausreiseverbot?

Deutschland kämpft mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Nun will die Bundesregierung um Angela Merkel offenbar strenger Maßnahmen ergreifen.

Update vom 13. Juli, 21.33 Uhr: Die Bundesregierung plant offenbar ein härteres Durchgreifen bei regionalen Corona-Ausbrüchen. Wie die Bild berichtet (Artikel hinter Bezahlschranke), soll fortan schneller auf lokale Corona-Hotspots reagiert werden. Dies sei das Ergebnis einer Videokonferenz der Staatskanzlei-Chefs, auf der Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) federführend nach vorne geprescht sei. Demnach sollten bei einem plötzlichen Ausbruch sofort strengere Maßnahmen verhängt und Testkapazitäten hochgefahren werden.

Teil dieser härteren Verordnungen soll auch ein Ausreiseverbot sein. Bedeutet: Kommt es zu einem lokal begrenzten Corona-Ausbruch, dürfen die Menschen den entsprechenden Landkreis nicht mehr verlassen. Die Entscheidung, wann ein Landkreis gefährdet ist, soll wie gehabt erfolgen. Wird die kritische Marke von 50 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohner überschritten, drohen strengere Corona-Maßnahmen

In jüngster Vergangenheit hatte sich die Corona-Lage in Deutschland etwas entspannt. Lokale Brennpunkte wie in Berlin-Neukölln, Göttingen oder Gütersloh gaben jedoch zu Bedenken.

Coronavirus in Deutschland: Neue Zahlen zum R-Wert

Update vom 13. Juli, 18.02 Uhr: Neue Zahlen vom Robert-Koch-Institut. Die Reproduktionszahl fällt im Vergleich zum Vortrag leicht von 1,04 auf 1,0 (Datenstand: 13. Juli, 0 Uhr). Auch das geglättete Wochen-R sinkt leicht und liegt nun bei 0,83 statt zuvor 0,91. 

Coronavirus in Deutschland: Finanzielle Folgen der Krise spürbar

Update vom 13. Juli, 15.07 Uhr: Das Coronavirus beutelt die Deutschen auch finanziell. Mehrere hunderttausend Bankkunden haben in der Corona-Krise ihre Kredite nicht bedient. Allein die Sparkassen zählten Anfang Juli gut 189.000 gestundete Verbraucherkredite, wie ein Sprecher der Finanzgruppe am Montag mitteilte. Auch andere Banken wie die Deutsche Bank, Postbank, ING oder Hypo Vereinsbank berichten von Anfragen nach Tilgungspausen und Tilgungsherabsetzungen. Insgesamt sei der Anteil aber nicht hoch. 

Zur Unterstützung der Bürger hatte es die Bundesregierung während der Corona-Krise allen Verbrauchern ermöglicht, Zahlungen für ihre laufenden Kredite vorübergehend aufzuschieben. Diese gesetzliche Möglichkeit ist Ende Juni aber ausgelaufen. Nun müssen die Privatkunden eine mögliche Stundung ihrer Kredite mit der Bank selbst aushandeln.

Coronavirus in Deutschland: Studie belegt - sächsische Schulen sind kein Corona-Hotspot

Update vom 13. Juli, 13.14 Uhr:  Schon seit Mai sind die Schulen in Sachsen wieder offen. Das sorgte für Diskussionen. Eine Studie der Universitätsklinik Dresden, belegt jetzt aber, dass die Bildungseinrichtungen dadurch nicht zu Corona-Hotspots geworden sind. Die Forscher untersuchten 2045 Blutproben, wobei in zwölf Fällen Antikörper gegen das Virus nachgewiesen werden konnten. Das sei nicht überdurchschnittlich hoch, so die Analyse. 

Die untersuchten sächsischen Schule n liegen in Dresden und im Landkreis Bautzen. „Wir gehen in die Sommerferien 2020 mit einem Immunitätsstatus, der sich nicht von dem im März 2020 unterscheidet“, erklärte Studienleiter Reinhard Berner. Stille, symptomfreie Infektionen seien seltener vorgekommen als vermutet. Die Studie kann allerdings nicht bundesweit als Entwarnung gesehen werden. Sie sei für Regionen mit niedrigen Infektionszahlen repräsentativ. Nach den Sommerferien soll in Sachsen laut Kultusminister Christian Piwar (CDU) wieder der Normalbetrieb beginnen. Hygienemaßnahmen bleiben dabei aber erhalten. 

Corona-Tourismus: RKI und Gesundheitsminister Jens Spahn appellieren an deutsche Urlauber

Update vom 13. Juli 2020, 12.29 Uhr: Der Leiter des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler hat in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Spahn an die Bevölkerung appelliert. Er rief die Menschen dazu auf, weiter die Corona-Regeln zu beachten, auch wenn die Infektionszahlen im Moment niedrig seien. „Wir müssen weiter wachsam sein“, so Wieler. Das Virus will nichts anderes, als sich zu vermehren“. 

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger eindringlich aufgerufen, sich weiterhin verantwortungsvoll zu verhalten. „Die Pandemie ist nicht vorbei, wir sind noch immer mitten in der Pandemie“, so Spahn mit Verweis auf die extrem hohen Infektionszahlen weltweit. 

Coronavirus-Impfstoff für Deutschland: Spahn und Wieler optimistisch

Beim Thema Impfstoff zeigten sich sowohl Wieler als auch Spahn zuversichtlich. „Ich bin sehr optimistisch, dass es Impfstoffe geben wird“, sagte der RKI-Leiter. Wie gut die wirken und wie lange, müsse man abwarten, so Wieler. Auch die Nebenwirkungen, welche man bereit ist, in Kauf zu nehmen, seien noch ein Punkt, der zu beachten sei.

Coronavirus-Krise: RKI-Leiter Wieler zu Antiköpertests

Auch zu Antikörpertests* äußerte sich Wieler. Den bisherigen Erfahrungen zufolge, sei die Menge an Antikörpern manchmal zu gering, um mit den Tests nachgewiesen werden zu können. Das bedeute aber im Rückschluss nicht, dass diese Menschen keine Immunität hätten. „Das wissen wir nicht“, so RKI-Präsident Wieler.

Coronavirus in Deutschland: Schwerwiegende Folgen für Krebspatienten in Deutschland jetzt bekannt

Update vom 13. Juli 2020, 9.16 Uhr: Für deutsche Krebspatienten hatte die Corona-Pandemie schwerwiegende Folgen. Zahlreiche Maßnahmen in der Krebsbehandlung wurden in Deutschland nach Angaben der Deutschen Krebshilfe verschoben.

Inzwischen gehe man davon aus, dass als Folge der Corona*-Pandemie rund 50.000 Krebsoperationen nicht stattgefunden haben, sagt der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven der Augsburger Allgemeinen. Das entspräche 24 Prozent aller Eingriffe, die im Zeitraum bis Mitte Juni geplant gewesen waren. Zudem seien auch andere unterstützende Maßnahmen für Krebspatienten, wie zum Beispiel psychosoziale oder palliative Betreuung, extrem reduziert worden. Die größte Sorge ist laut Nettekoven, dass man nicht sicher sei, ob diese Aufschübe alle auch „medizinisch vertretbar“ gewesen seien. Es gebe mittlerweile eine „große Bugwelle“ aufgeschobener Therapie- und Nachsorgemaßnahmen, das könne für Krebspatienten lebensbedrohlich werden.

Corona in Deutschland: Die Zahl der Neuinfektionen nach dem Wochenende niedrig

Erstmeldung vom 13. Juli 2020, 8.39 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen, die das Robert Koch-Instituts (RKI) am Montagmorgen gemeldet hat, sind nach dem Wochenende niedrig.

- Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des RKI 159 neue Corona-Infektionen* innerhalb eines Tages gemeldet. 

- Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 198.963 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen meldete (Datenstand 13.7., 0.00 Uhr).

- 9064 mit dem Virus infizierte Menschen sind den Angaben zufolge bislang gestorben - das bedeutet ein Plus von 1 im Vergleich zum Vortag. 

- Bis Montagmorgen gelten 185.100 Menschen als wieder genesen.

Über den aktuellen Wissensstand informiert das RKI laufend mit aktuellen Zahlen und Fakten.

Corona in Deutschland: Reproduktionszahl über kritischem Wert

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 12.7., 0.00 Uhr, bei 1,04 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen* etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. An den Vortagen lag er unter 1.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 12.7., 0.00 Uhr, bei 0,91 (Vortag: 0,93). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. 

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Deutschen Urlaubern machte Gesundheitsminister Jens Spahn nach dem Skandal-Video auf Mallorca eine klare Ansage.

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Rubriklistenbild: © dpa / Tobias Schwarz

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