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Corona und Katastrophen: Herrschings Partnergemeinde in Indien braucht dringend Hilfe

Die Bauarbeiten an der Trinkwasseraufbereitungsanlage in der Siedlung Paruipara von Chatra gestalten sich schwierig. Es fehlt an Personal und Materialien.

Nach dem neuerlichen Virusausbruch und einem Tropensturm in Indien ruft die Gemeinde Herrsching zu Spenden auf - für das gemeinsame Trinkwasserprojekt mit der Partnergemeinde Chatra.

Herrsching – „Unsere Partnergemeinde hat gerade ernsthafte Schwierigkeiten“, meldet die Gemeinde Herrsching. Gemeint ist die indische Stadt Chatra, die die Herrschinger im Rahmen eines Projekts zur Versorgung eines armen Bevölkerungsteils mit sauberem Trinkwasser unterstützen. Die Corona-Pandemie und „Klimakatastrophen“ hätten die Situation nochmals verschlechtert.

Der Grund, warum die Gemeinde Herrsching nun zum Spenden aufruft.

Neben den vielen Infektionen mit dem Virus setzte auch ein Wirbelsturm, der Super-Zyklon Yaas, der Region zu. Die Stadt sei „vor enorme Herausforderungen gestellt, ihre Bevölkerung vor Krankheit und Katastrophen zu schützen“, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Rathaus. Das betreffe auch das Trinkwasserprojekt, bekannt als „DEINWasserKommT“ (deutsch-indisches Projekt zur kommunalen Trinkwasserversorgung).

Bisher habe das Team, bestehend aus den Gemeinden, der Indienhilfe Herrsching und ihren Partnerorganisationen Adelphi und Inspiration, jede Hürde genommen. „Weder der erste Corona-Lockdown noch der Sturm Amphan im vergangenen Jahr, die frühen und ungewöhnlich langen Monsun-Zeiten der letzten Jahre oder die Bauunterbrechungen durch Wahlen konnten das Projekt stoppen“, so die Gemeinde. Der Bau der Wassergewinnungs- und Trinkwasseraufbereitungsanlage, die am Ende von den Nutzern selbst betrieben werden solle, schreite weiter voran. Aber der jüngste Corona-Ausbruch in Indien und der Tropensturm Yaas, der Häuser zerstörte und Siedlungen überflutete, könnten das ändern. Der Gemeinde Chatra fehlen für den Bau der Anlage Arbeitskräfte, auch für die notwendigen Erd- und Materiallieferungen kann sie nicht sorgen. Sie hat noch drängendere Sorgen.

„Derzeit wird mit Mehrkosten von 6000 bis 7000 Euro gerechnet“

Die Erde ist nötig, um die technische Einheit der Trinkwasseraufbereitungsanlage mit ihren Filtern vor dem kommenden Monsun-Hochwasser zu schützen. Außerdem brauchen Speichervorrichtung und Wassergewinnungsanlagen Dächer. „Derzeit wird mit Mehrkosten von 6000 bis 7000 Euro gerechnet“, heißt es aus Herrsching.

„DEINWasserKommT“ hat derzeit ein Gesamtvolumen von knapp 65 000 Euro. Das Projekt wird durch „Engagement Global“ mit der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Herrsching trägt rund zehn Prozent der Kosten. Die Fördermittel können jedoch nicht weiter aufgestockt werden. Im Rahmen der Projektförderung ist außerdem das Projektende für Dezember 2021 festgelegt und kann nicht mehr verlängert werden. Deshalb müssen die zusätzlichen ungeplanten Kosten kurzfristig anderweitig gedeckt werden.

Die Indienhilfe Herrsching hat bereits 2016 das Projekt „Safe Drinking-Water Chatra“ ins Leben gerufen, über das alle vorbereitenden und begleitenden Maßnahmen in Chatra für „DEINWasserKommT“ abgedeckt und abgewickelt werden. mm

Spendenkonto

Wer das Trinkwasserprojekt in Chatra unterstützen will, kann mit dem Verwendungszweck „deinwasser“ auf folgendes Konto der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg spenden: IBAN: DE29 7025 0150 0430 3776 63; BIC: BYLADEM1KMS. Spendenbescheinigungen können nur ausgestellt werden, wenn im Verwendungszweck auch der vollständige Name und die Adresse der Spendenden aufgeführt sind.

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