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Corona-Vergleich: Hansa-Chef stellt sich Antisemitismus-Vorwurf

Nach seiner Kritik an den Corona-Regeln gab es heftige Kritik an der Wortwahl des Hansa-Bosses Robert Marien.

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Rostock

Hansa Rostocks Vorstandsvorsitzender Robert Marien und die Dokumentations- und Informationsstelle Antisemitismus in Mecklenburg-Vorpommern (DIA) haben sich ausgetauscht. Dabei ging es um die Kritik der DIA an einer Äußerungen des Chefs des Fußball-Zweitligisten in der „Ostsee-Zeitung“ vom 27. November.

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Impfstatus und Armbinde

„Wenn eine Markierung auf dem Ticket steht, ein T für getestet, ein G für geimpft, dann sind wir auch nicht weit davon entfernt, ketzerisch gesagt, dass wir bald irgendwelche Armbinden tragen, wo drauf steht, welchen Status wir haben“, war Marien zitiert worden. Die DIA hatte darin eine Verharmlosung des „antisemitischen Terrors der NS-Zeit“ gesehen.

Diese Kritik hatte Marien am Donnerstag energisch von sich gewiesen. „Den Vorwurf, den antisemitischen Terror der NS-Zeit zu verharmlosen, weise ich ausdrücklich und entschieden zurück. Eine solche Denkweise entspricht nicht einmal im Ansatz meiner persönlichen politischen Einstellung“, hatte der 40-Jährige mitteilen lassen.

Hansa-Chef stellt Äußerung klar

„Wir hatten soeben ein produktives Gespräch mit R. Marien“, schrieb die DIA nun am Freitag bei Twitter. „Wir bedanken uns bei Herrn Marien, die Initiative ergriffen u. den Kontakt zu uns gesucht zu haben. Ebenso danken wir ihm für die deutliche Klarstellung, den von uns kritisierten Vergleich zu bereuen.“

Marien hatte am Donnerstag seinerseits die DIA wegen ihres Vorgehens kritisiert. Es sei eher inakzeptabel, „dass Unterstellungen mit dieser Tragweite per Pressemitteilung verbreitet werden, ohne vorab das persönliche Gespräch mit mir zu suchen, in dem ich diese Fehlinterpretation sofort hätte richtig stellen können“, sagte er.