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Corona-Zahlen in Deutschland machen leise Hoffnung - doch ausgerechnet bei Alten bleibt die Inzidenz drastisch

Deutschland macht kleine Fortschritte in der Corona-Krise. Trotz vorsichtigem Optimismus ist die Lage jedoch weiterhin angespannt, wie Angela Merkel betont. Alle Entwicklungen im News-Ticker.

Update vom 21. Januar, 20.41 Uhr: Die Reproduktionszahl in Deutschland ist wieder etwas gestiegen. Wie aus dem aktuellen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts vom Donnerstagabend hervorgeht, beträgt das Vier-Tage-R 0,84 (Vortag: 0,79) und das Sieben-Tage-R 0,93 (Vortag: 0,87). Da die Reproduktionszahl damit aber weiterhin unter 1 liegt, flacht das Infektionsgeschehen weiter ab.

Das macht sich in ersten Ansätzen auch bei der älteren Bevölkerungsgruppe bemerkbar. Nachdem das RKI am Mittwoch für die Bevölkerung 80+ eine Sieben-Tage-Inzidenz von 268 Fällen pro 100.000 Einwohnern gemeldet hatte (siehe Erstmeldung), sind es nun 259.

Trotz dieser leichten Tendenz der Besserung mahnt das RKI, die Gefahr des Coronavirus nicht zu unterschätzen. Denn „nach wie vor ist eine hohe Anzahl an Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“. Das Institut schätzt daher „die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland insgesamt als sehr hoch ein“.

Corona in Deutschland: Zahlen machen leise Hoffnung - doch ausgerechnet bei Alten bleibt die Inzidenz drastisch

Erstmeldung vom 21. Januar: Berlin - Die Politik hat die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus jüngst noch einmal verlängert. Mindestens bis Mitte Februar befindet sich Deutschland damit im Lockdown*. Sorge bereiten dabei insbesondere Virus-Mutationen wie die aus Großbritannien, die nach ersten wissenschaftlichen Erkenntnissen zwar nicht zwingend schlimmere Krankheitsverläufe mit sich bringen, aber wohl ansteckender* sind.

Corona in Deutschland: Sorge vor Virus-Mutation - Lage in Irland und Portugal prekär

Daher hat für die Bundesregierung das Niedrighalten der Fallzahlen aktuell oberste Priorität, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel* am Donnerstagvormittag (21. Januar) noch einmal eindringlich betonte. Sind die Zahlen gering, dann falle dem Virus „auch nicht so viel ein“ bezüglich der Mutation, erklärte die CDU-Politikerin*. Die einfache Rechnung: Je weiter verbreitet das Virus ist, desto wahrscheinlicher werden auch Mutationen.

In diesem Zusammenhang verweist die Kanzlerin immer wieder auf die bedrohliche Lage in Irland, wo sich die Virus-Mutation immer weiter ausbreitet und in den letzten 14 Tagen 1.191 Fälle pro 100.000 Einwohner registriert wurden**. Noch angespannter ist die Lage momentan in Portugal (14-Tage-Inzidenz von 1320), wo 20 Prozent der Neuinfektionen auf eine Mutation zurückgehen. Die Corona-Fälle in dem Zehn-Millionen-Einwohner-Land erreichten mit 14.600 zuletzt einen Rekordwert. Das labile Gesundheitssystem droht zu kollabieren.

Mitarbeiter des Curry Cabral Hospitals in Lissabon transportieren einen Covid-19-Patienten auf einer Trage. Infolge der kräftig anziehenden Corona-Zahlen wird die Lage in den Krankenhäusern immer angespannter.

Irland und Portugal gelten für die Bundesrepublik als mahnendes Beispiel. Deswegen wird die Kanzlerin auch nicht müde, auf die Virus-Mutation hinzuweisen. In Deutschland besteht aktuell aber dennoch Hoffnung.

Corona in Deutschland: weiter hohe Infektionszahlen - aber Rückgang klar ersichtlich

Denn in puncto Infektionszahlen gab es zuletzt positive Entwicklungen. Mit vom Robert-Koch-Institut* gemeldeten 20.398 Neuinfektionen ist die Lage zwar immer noch prekär, es zeichnet sich allerdings ein deutlicher Rückgang ab. Im Vergleich zur Vorwoche wurden knapp 19 Prozent weniger Fälle gemeldet, die Sieben-Tages-Inzidenz geht den zehnten Tag in Folge zurück und erreicht mit 119,0 das niedrigste Niveau seit 1. November. Deutschland macht also Fortschritte auf dem Weg aus der Krise.

Das zeigt sich auch beim Blick auf die jeweiligen Bundesländer. Mit Thüringen und Brandenburg rangieren nur noch zwei Bundesländer über der 200er-Marke. Am entspanntesten ist die Lage derzeit in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Auch in Baden-Württemberg ist die Inzidenz nach Wochen wieder zweistellig.

Bundesland7-Tage-Inzidenz laut RKI (Stand: 21. Januar, 0 Uhr)
Thüringen225 Fälle pro 100.000 Einwohner
Brandenburg203
Sachsen-Anhalt195
Sachsen186
Berlin120
Bayern120
Hessen120
Mecklenburg-Vorpommern113
Nordrhein-Westfalen111
Saarland109
Rheinland-Pfalz101
Baden-Württemberg99
Niedersachsen90
Schleswig-Holstein89
Bremen86
Hamburg83

Corona in Deutschland: R-Wert deutlich unter 1 - „das zeigt, dass sich die Mühe lohnt“

Ebenfalls Grund zur Hoffnung gibt die Entwicklung der Reproduktionszahl.* Befindet sich der sogenannte R-Wert über längere Zeit unter 1, flacht das Infektionsgeschehen ab. Aktuell liegt das Vier-Tage-R bei 0,79 und das 7-Tage-R bei 0,87. Der Rückgang der Infektionszahlen zeigt laut Merkel, „dass die harten Einschnitte, die die Menschen in Deutschland seit Wochen auf sich nehmen müssen, sich auszuzahlen beginnen. Und es zeigt im Grunde, dass sich die Mühe lohnt.“

Trotz allem Grund zu vorsichtigem Optimismus warnte die Kanzlerin am Donnerstag davor, die Corona-Krise zu unterschätzen. Handle man jetzt nicht, drohe eine dritte, möglicherweise noch heftigere Pandemie-Welle. Aber: „Wir können das noch verhindern“, stellte Merkel klar: „Es ist noch etwas Zeit, um der Gefahr, die in diesem mutierten Virus steckt, vorzubeugen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage im Haus der Bundespressekonferenz.

Corona in Deutschland: Inzidenz von 268 - bedrohliche Lage bei älterer Bevölkerung

Während die aktuellen Zahlen also durchaus positiv zu bewerten sind, wenngleich sie natürlich nur eine Momentaufnahme darstellen, bereiten andere Entwicklungen Sorge. Das Virus grassiert derzeit insbesondere bei der älteren, zur Risikogruppe gehörenden Bevölkerung.

Am Mittwochabend meldete das RKI für Personen zwischen 60 und 79 Jahren zwar eine Inzidenz von 95 Fällen pro 100.000 Einwohnern, also weniger als im gesamtdeutschen Durchschnitt. Bei der Bevölkerungsgruppe 80+ sieht die Lage allerdings deutlich dramatischer aus. Hier liegt die Inzidenz derzeit bei hohen 268. Diese Zahl begründet sich auch mit dem Anstieg der Fälle in Alten- und Pflegeheimen, wie es im RKI-Lagebericht vom Mittwoch heißt. Das weiß auch Merkel, die den Frust der Bevölkerung über die Restriktionen verstehen könne, denn „es ist eine schwere Zeit“. Nach wie vor, da gebe es auch nichts zu beschönigen. (as) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

** Quelle: Weltgesundheitsorganisation, Stand: 20. Januar, 10 Uhr: Die WHO gibt die Inzidenz im Zeitraum von zwei Wochen an, weswegen es zu teilweise deutlichen Unterschieden mit den lokalen Angaben, die in der Regel innerhalb von einer Woche betrachtet werden, kommen kann. Deutschland liegt im Europa-Vergleich auf Rang 26. Die vollständige Liste können Sie hier abrufen.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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