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Corona-Zahlen in Deutschland plötzlich immens gestiegen: „Zweite Welle zeichnet sich deutlich ab“

Deutschland steckt mitten in der Corona-Krise. Die Covid-19-Neuinfektionen sind weiter auf hohem Niveau. Das Robert-Koch-Institut (RKI) vermeldet Zahlen im vierstelligen Bereich. Der News-Ticker.

Update vom 14. August, 8.47 Uhr: Der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz rät angesichts steigender Infektionen in der Corona-Pandemie von einer Rückkehr zu Großveranstaltungen ab. „Die zweite Welle zeichnet sich deutlich ab, da wir nun über mehrere Wochen einen Anstieg der aktiven Infektionszahlen feststellen“, sagte Scholz der Nachrichtenagentur dpa. „Ich sehe daher aktuell keinerlei Spielraum für weitere Lockerungen - auch und gerade nicht für Großveranstaltungen.“

Bereits sich abzeichnende Effekte durch Reiserückkehrer sind laut Scholz „stark beunruhigend.“ Es müsse daher jetzt darum gehen, den Schulbetrieb zu normalisieren. „Wir sollten uns nun zunächst darauf konzentrieren, wie die Hygienekonzepte mit Lüften und Maskentragen in den Schulen funktionieren“, sagte der Professor. 

Corona in Deutschland: RKI meldet Infektionszahlen im vierstelligen Bereich

Update vom 14. August, 7.06 Uhr: In den vergangenen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1449 neue Corona-Fälle und 14 Todesfälle an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Demnach gibt es derzeit 11.988 aktive Coronavirus-Fälle in Deutschland. Seit Ende Juni steigen die Infektionszahlen an.

Die Reproduktionszahl - kurz R-Wert - liegt nach RKI-Schätzungen in Deutschland bei 0,91. (Datenstand 13. August, 0.00 Uhr). Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab und bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Das 7-Tage-R bei 1,06. Dieser Wert spiegelt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen ab.

Coronavirus in Deutschland: Aus diesen Ländern reisen die meisten Infizierten ein

Update vom 13. August 2020, 19.05 Uhr: Der Anteil der Menschen, die sich im Ausland mit dem Coronavirus infizierten, ist nach RKI-Angaben in den letzten Wochen (KW 29-31) angestiegen: Zwar liegt immer noch Deutschland an der Spitze (mit 8607 Neuinfektionen), aber der Kosovo folgt mit über 1000 Neuinfektionen (1096), danach folgenden die Türkei (501), Kroatien (260) und Serbien (196).

In der Welt forderte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, bei Masseninfektionen (wie für Reiserückkehrer an Autobahnen) auf eine neue Test-Art umzusteigen. Anstatt die etwa 60 Euro teuren PCR-Tests , sollten hier ein etwa 10 Euro teurer RT-LAMB Test zur Anwendung kommen - ein Speicheltest, den es zum Beispiel schon in Großbritannien gebe. Dieser Test sei „ausreichend sensibel“ und müsse „schnell zugelassen“ werden.

: München - Die Coronavirus-Pandemie hält Deutschland weiterhin in Atem. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben die Gesundheitsämter bis Mittwochabend 1445 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit sind die Zahlen auf den höchsten Stand seit Anfang Mai gestiegen, als der Wert bei 1639 registrierten Neuinfektionen lag. Das RKI teilte mit: „Dieser Trend ist beunruhigend.“ Ein deutlicher Anstieg falle derzeit in den beiden Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hamburg auf. Diese seien besonders betroffen. „Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden“, mahnte das RKI.

Corona in Deutschland: Panne bei Übermittlung von Testergebnissen in Bayern

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder muss nach der Test-Panne in Bayern heftige Kritik einstecken. Am Mittwochnachmittag hatte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in München bekanntgegeben, dass 44.000 Reiserückkehrer nach Tests in Bayern noch kein Ergebnis bekommen hätten, darunter 900 nachweislich Infizierte.

Die Infizierten sollten bis Donnerstagmittag Informationen über ihren Befund bekommen. Die Verzögerungen seien vor allem mit Problemen bei der händischen Übertragung von Daten und einer unerwartet hohen Nutzung des Angebots zu begründen, erklärte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Corona in Deutschland: Söder muss nach Test-Panne Kritik einstecken

Bei den Oppositionsparteien im Bund stieß die Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen auf heftige Kritik. Alexander Graf Lambsdorff, der Vizepräsident der FDP-Bundestagsfraktion, twitterte in der vergangenen Nacht und griff Söder namentlich an. „Wo ist Söder? Sonst immer vorneweg, schickt er jetzt seine Gesundheitsministerin vor. Peinlich“, schrieb der 53-Jährige. Er ergänzte: „900 positiv Corona-Getestete nicht zu informieren, ist Körperverletzung gegenüber denen, die diese anstecken.“

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, Ludwig Hartmann, sprach auf Twitter von einer Schocknachricht für Deutschland, die am Nimbus des selbstgefälligen Krisenmanagers Söder kratze. „Ausgerechnet die bayerische CSU-FW-Regierung lässt 900 potenzielle Superspreader ahnungslos durchs Land reisen“, ergänzte er. Der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, pflichtete ihm bei: „Das ist das Ergebnis einer Politik der CSU, die auf Show statt Substanz setzt.“

Coronavirus in Deutschland. Budesgesundheitsminister Spahn äußert sich zurückhaltend zur Test-Panne

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich im ZDF-„Morgenmagazin“ eher zurückhaltend über die Test-Panne. „Ministerpräsident Markus Söder hat ja selbst gesagt, das sei sehr ärgerlich. Das ist ohne Zweifel so. Gleichzeitig ist es so, dass in außergewöhnlichen Zeiten auch Fehler passieren“, sagte der CDU-Politiker. Entscheidend sei, dass die Fehler transparent gemacht und schnell behoben würden. Das mache die bayerische Staatsregierung. Der Bundesgesundheitsminister fügte hinzu: „Grundsätzlich bin ich sehr dankbar dafür, dass wir umfassend testen, dass auch die Bayern es möglich machen, zum Beispiel bei der Einreise mit dem Auto an den Raststätten zu testen. Aber dann müssen natürlich auch die Ergebnisse übermittelt werden.“

Für einen Patzer sorgte derweil auch das Robert-Koch-Institut (RKI) und das ausgerechnet in einer kniffligen Phase der Corona-Pandemie in Deutschland. Das Institut veröffentlichte am Mittwoch zunächst ein Positionspapier mit der optimistischen Prognose, dass ein solcher Impfstoff bis Herbst verfügbar sein könnte - es musste diese Aussagen dann aber wieder zurückziehen: Das Papier sei nicht mehr auf dem neuesten Stand und nur versehentlich im Internet veröffentlicht worden, teilte das Institut am Abend gegenüber mehreren Medien mit.

Bei der Veröffentlichung sei ein „sehr ärgerlicher Fehler“ unterlaufen, teilte eine Sprecherin gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland mit. „Bei dem veröffentlichten Papier handelt es sich um eine völlig veraltete, inzwischen mehrfach überarbeitete Version, die nicht zur Veröffentlichung vorgesehen war.“

Das RKI gehe ausdrücklich nicht davon aus, dass ein Corona-Impfstoff schon bis Herbst zur Verfügung stehen könnte, stellte die Sprecherin klar. Das Institut habe das Papier inzwischen gelöscht und werde in Kürze eine aktuelle Version des Positionspapiers publizieren.

Coronavirus in Deutschland: Erste Schule in Berlin schließt wieder

In Berlin hat die erste Schule kurz nach den Sommerferien wegen eines möglichen Corona-Falls zunächst wieder geschlossen. Eine Lehrkraft habe angegeben, positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden zu sein, teilte der Bezirk am Donnerstag mit. Die Bestätigung des Gesundheitsamts stehe noch aus. Zuvor hatte der RBB berichtet. „Es handelt sich um eine vorsorgliche, wohl eintägige Schließung dieser einen Schule“, teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Donnerstag mit. Der Unterricht in Berlin hatte am Montag begonnen - ohne Mindestabstand, dafür mit Maskenpflicht in Schulgebäuden außer im Unterricht und Hygienekonzept. Der Schritt war heftig umstritten. (ph) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks

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