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Germany

Coronavirus: Krankheit erreicht Afrika - Ägypten meldet ersten Infektionsfall

Coronavirus: Die Zahl der Todesfälle und Infektionen steigt immer weiter. Nun hat Covid-19 auch Ägypten in Afrika erreicht.

Nach den Meldungen über steigende Infektions- und Todeszahlen durch das neuartige Coronavirus Covid-19 hat das Virus auch das afrikanische Land Ägypten erreicht. Dort wurde ein Patient positiv auf das Coronavirus getestet. Bisher war der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Infektion mit dem Coronavirus bekannt gewesen. Laut ägyptischen Gesundheitsministerium stammt die erkrankte Person aus dem Ausland. 

Offen ist, aus welchem Land der infizierte Mensch einreiste. Ebenso ungeklärt ist die Identität der Person. Allerdings gab das Gesundheitsministerium an, das der Patient noch keine Krankheitssymptome habe. Die Person werde in Quarantäne behandelt und betreut. Personen, die mit der Person in Kontakt standen, werden ebenfalls auf das neuartige Coronavirus Covid-19 getestet. 

Angesichts der ständig steigenden Infektions- und Todeszahlen durch das neuartige Coronavirus Covid-19 haben die USA der Führung in Peking „mangelnde Transparenz“ vorgeworfen. Es stelle sich die Frage, ob „das Politbüro wirklich ehrlich uns gegenüber ist“, sagte US-Präsidentenberater Larry Kudlow am Donnerstag.

In China stieg die Zahl der Infizierten auf knapp 64.000, fast 1400 Menschen starben bereits. Unter den Opfern sind zunehmend Ärzte und Pfleger, denen die richtige Schutzausrüstung fehlt.

Die von Kudlow geäußerten Zweifel standen im Kontrast zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der in einem Radiointerview die Zusammenarbeit mit China lobte und der Regierung einen „professionellen“ Umgang mit der Epidemie bescheinigte. Er halte Chinas Präsidenten Xi Jinping für „extrem fähig“, fügte Trump hinzu. 

: Airlines wie die Lufthansa haben bereits auf das Coronavirus reagiert und ihr Angebot für Flüge nach China reduziert oder ganz eingestellt. Nun rückt zunehmend der Schiffsverkehr in den Fokus: Der Kreuzfahrt-Anbieter „Aida Cruises“ aus Rostock beendet wegen Einschränkungen durch das Coronavirus vorzeitig seine Asien-Saison und sagt acht geplante Kreuzfahrten in die Region ab. Reisenden sollen die Reisekosten erstattet werden. 

Zwei Schiffe, die dort aktuell unterwegs sind, werden in den kommenden Tagen ihre Route ändern und andere Fahrgebiete ansteuern. Die „Aidavita“ konnte auf ihrer aktuellen Fahrt nicht die vietnamesische Hafenstadt Cai Lan in der Halong Bucht anlaufen - die örtliche Tourismusbehörde hatte Landgänge untersagt. In Japan war in den vergangenen Tagen das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ unter Quarantäne gestellt. 174 Passagiere wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Rund 3600 Passagiere und Crewmitglieder sollen noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben. Auf dem Kreuzfahrtschiff sind auch zehn Deutsche.

: In China sind nach Behördenangaben bereits sechs Krankenhausmitarbeiter am Coronavirus gestorben. Zudem seien landesweit 1716 Angehörige des medizinischen Personals infiziert, teilte der Vize-Chef der chinesischen Gesundheitskommission Zeng Yixin am Freitag mit. 

1100 Ärzte und Pfleger sind mit dem Coronavirus infiziert

Mehr als 1100 der Infektionen unter Ärzten und Pflegern wurden laut Zeng in der zentralchinesischen Provinz Hubei gelegenen Metropole Wuhan nachgewiesen, wo das Virus im Dezember erstmals aufgetreten war. Rund 400 weitere seien in anderen Städten in Hubei bestätigt worden. Zeng hob die großen Risiken hervor, denen Ärzte und Krankenpfleger angesichts der Engpässe bei Schutzanzügen und Atemschutzmasken bei der Behandlung von Coronavirus-Patienten ausgesetzt seien.

: Thailand testet jetzt das erste biometrische Grenzkontrollsystem mit integrierter Fiebermessung, um potenziell infizierte Reisende zu erkennen. Der Ausbreitung von Epidemien soll so vorgebeugt werden, wie es heißt. 

Menschen mit dem Coronavirus sollen schon an der Grenze erkannt werden

Ab sofort werden an mehreren Grenzschaltern nicht nur Pässe, Fingerabdrücke und Gesichter erfasst, sondern auch die Körpertemperaturen der Reisenden,  die die thailändische Landesgrenze passieren. 

Erkennt das System einen Reisenden mit Fieber, wird der Grenzbeamte automatisch über seinen Bildschirm informiert und kann die betreffende Person zu einer Gesundheitskontrolle schicken.

: Die Zahl der Todesopfer den das Coronavirus in China liegt inzwischen nach Angaben der Regierung in Peking inzwischen bei knapp 1400. Bis Freitag seien 1380 Todesopfer gezählt worden, erklärte die nationale Gesundheitskommission. Sie korrigierte damit ihre Stunden zuvor gemachten Angaben, wonach es bereits fast 1500 Tote gebe.

Zur Begründung für die Korrektur hieß es, in der besonders betroffenen Provinz Hubei seien 108 Todesfälle versehentlich doppelt gezählt worden. Die Zahl der Infektionen stieg der Gesundheitskommission zufolge auf 63.851.

Trump äußert sich zum Coronavirus

Die US-Regierung hat die „mangelnde Transparenz“ Chinas im Umgang mit dem neuartigen Coronavirus beklagt. Washington sei „ein bisschen enttäuscht“ darüber, dass keine US-Experten ins Land gelassen worden seien, sagte US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Es stelle sich die Frage, ob „das Politbüro wirklich ehrlich uns gegenüber ist“.

Im Kontrast zu Kudlows Äußerungen sagte US-Präsident Donald Trump in einem Radiointerview, die USA arbeiteten mit Blick auf das Virus mit Peking zusammen: „Wir schicken zahlreiche Leute" nach China.“ Der chinesischen Regierung bescheinigte Trump, „professionell“ mit der Epidemie umzugehen. Er halte Chinas Präsidenten Xi Jinping für „extrem fähig“.

Vor wenigen Tagen hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeinsam mit Facebook, Google, Twitter, TikTok und vielen anderen Social-Media-Anbietern eine Initiative gestartet, um Falschmeldungen und irreführende Gerüchte zu verhindern. Zumindest bei Google wurde das Vorhaben nun offenbar in die Tat umgesetzt. 

Coronavirus: Google arbeitet nun mit der WHO zusammen

Wer jetzt den Suchbegriff „Coronavirus“ mit oder ohne seinen Wohnort bei der Google-Suche eingibt, erhält als erstes Ergebnis eine „SOS-Warnmeldung“. Des Weiteren taucht als Suchergebnis eine sogenannte Hilfe- und Informationen-Box auf, in der auf drei Internetseiten der WHO verwiesen wird. Unter dieser Box befindet sich ein Sicherheitshinweis, wie man sich vor dem Coronavirus* schützen kann. Aktuell sind sowohl Warnhinweis als auch die empfohlenen Internetseiten von Deutschland aus nur auf Englisch aufzurufen. 

Die Angst vor einer Pandemie wächst. Auch deshalb, weil das neuartige Coronavirus noch viele Fragen über Verlauf und Ansteckungswege offen lässt. Ein Medizinhistoriker berichtet auf fr.de*, warum Epidemien wie das Coronavirus die Grenzen der Zivilisation offenlegen. 

Robert-Koch-Institut warnt vor einer Pandemie

Über viele Aspekte des Coronavirus zerbrechen sich weltweit Forscher die Köpfe und vieles ist noch unklar im Zusammenhang mit dieser neuartigen Erkrankung. Nun hat sich das Robert-Koch-Institut (RKI) ausführlich hierzu geäußert. 

So gibt es noch offene Fragen zu folgenden Punkten:

Weltweit arbeite man daran, die Viren zu verstehen. In der Erforschung des Coronavirus nutze man Erkenntnisse der Coronaviren SARS und MERS. 

Das Risiko der Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI aktuell noch als gering ein. Aber die „Situation entwickelt sich sehr dynamisch und muss ernst genommen werden“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Instituts. 

Allerdings könnte das Coronavirus laut RKI noch internationale Probleme bereiten. „Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann“, heißt es vonseiten des Instituts. 

"Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann", heißt es

Die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat in China zu ersten größeren politischen Konsequenzen geführt. Der oberste politische Chef der von der Epidemie besonders hart getroffenen Provinz Hubei wurde abgesetzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag meldete. 

Coronavirus: 1355 Todesfälle in China

Der Sekretär der Kommunistischen Partei für Hubei, Jiang Chaoliang, wurde durch den bisherigen Bürgermeister von Shanghai, Ying Yong, ersetzt. Die Behörden in Hubei hatten zuvor einen besonders sprunghaften Anstieg der Todesfälle bekanntgegeben. 

Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus stieg demnach seit Mittwoch um 242. Dies war der größte Anstieg der Totenzahlen innerhalb eines Tages seit Ausbruch der Epidemie. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer in Festlandchina wuchs damit auf mindestens 1355. 

Der Gesundheitsausschuss der Provinzregierung teilte ferner mit, dass in Hubei weitere 14.840 Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus bestätigt worden seien. Die offizielle Gesamtzahl der Krankheitsfälle in Festlandchina stieg damit auf fast 60.000. Die allermeisten Todes- und Infektionsfälle treten weiterhin in Hubei auf. 

Die jüngste besonders deutliche Zunahme der Toten- und Infektionszahlen hängt nach Angaben der Behörden damit zusammen, dass die Mediziner inzwischen die Verfahren zur Diagnose des Coronavirus Covid-19 ausgeweitet haben. Demnach wird mittlerweile nicht nur das Standardverfahren des Nukleinsäure-Tests angewendet, sondern auch sogenannte Bildgebungsverfahren zur Untersuchung der Lunge.

Medical staff members wearing protective clothing to help stop the spread of a deadly virus which began in the city, arrive with a patient at the Wuhan Red Cross Hospital in Wuhan on January 25, 2020.

 Pharmaexperten zufolge kann es aufgrund der Produktionsausfälle in China zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland kommen. In der vom Coronavirus stark betroffenen Region Hubei in China stünde die Produktion von wichtigen Bestandteilen still. Somit schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, so ein Parmaexperte gegenüber sz.de.

Die gesamte Pharmabranche weltweit ist von der Wirkstoffproduktion in China abhängig. „Wenn sich die Situation in den chinesischen Produktionsstätten mittelfristig nicht entspannt, wird sich die Lage in Europa zuspitzen“, so der Experte. 

Kein Grund zur Sorge sehen indes Behörden in Deutschland. Es lägen „bislang keine Hinweise vor, dass es aufgrund des Coronavirus zu kurzfristigen Liefer- oder Versorgungsengpässen kommen wird“, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn mit.

Innerhalb von 24 Stunden sind in China fast hundert weitere Menschen an dem Coronavirus Convid-19 gestorben. Über 2000 Menschen haben sich in diesem Zeitraum mit der Erkrankung infiziert. Bei mehr als 44.000 Menschen ist das Coronavirus in China nachgewiesen worden. Dies meldet die chinesische Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch. Auch aufgrund der langen Inkubationszeit von rund zwei Wochen, rechnen Experten aber mit einer hohen Dunkelziffer. Auch verlaufe die Krankheit bei vielen Infizierten unbemerkt, sodass diese unwissend weitere Menschen anstecken.  

Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus Covid-19 ist auf mehr als 1100 gestiegen. Die chinesische Regierung teilte mit, dass weitere 97 Menschen an Folgen der Infektion starben - insgesamt nahm die Zahl auf 1113 zu.

Neuartiges Coronavirus hat einen offiziellen Namen: Covid-19

Die neue Lungenerkrankung, die bisher „Coronavirus“ oder „neuartiges Coronavirus“ genannt wurde und mit „2019-CoV“ abgekürzt wurde, hat nun einen offiziellen Namen: Sie wird Covid-19 genannt. Covid steht für „COrona VIrus Disease“. Zugleich erhielt auch das zunächst vorläufig 2019-nCoV genannte neue Coronavirus eine eigene Bezeichnung: Sars-CoV-2. Dessen Namensgeber, ein Team des Internationalen Komitees zur Taxonomie von Viren bezieht sich mit dem Namen Sars-CoV-2 auf die sehr enge Verwandtschaft zum Sars-Virus (Sars-CoV), an dem 2002/2003 Hunderte Menschen gestorben waren. Die Viren sind Experten zufolge Varianten ein und derselben Virusart.

Mittlerweile ist die Zahl der in Deutschland bestätigten Coronavirus-Fälle auf 16 gestiegen. Die beiden Neuerkrankungen stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer aus Stockdorf bei München, bei dem vor über zwei Wochen bundesweit erstmals eine Infektion gemeldet wurde. Das berichtete das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstagabend in München.

Alle nun insgesamt 14 bestätigten Coronavirusfälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer. Dort war eine chinesische Kollegin zu Gast, die wenig später zurück in die Heimat flog, wo ihre Infektion nachgewiesen wurde. In Deutschland wurde das Virus zudem bei zwei von China nach Frankfurt ausgeflogenen Menschen nachgewiesen.

Coronavirus Covid-19: Antibiotika-Engpässe möglich

Produktionsausfälle in China wegen des neuen Erregers könnten Pharmaexperten zufolge zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland führen. Da die Herstellung von Wirkstoffen in der stark betroffenen Provinz Hubei stillstehe, schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, sagte Morris Hosseini, Pharmaexperte bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger. Erschwerend komme hinzu, dass mit dem chinesischen Neujahrsfest die Produktion ohnehin ruhte. Kurzfristig reichten die Bestände noch aus, doch bei einem längerfristigen Stopp in den chinesischen Werken drohten Lieferengpässe.

Die Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG) wird zum Sommersemester, das im April beginnt, keine Studierenden aus China empfangen – zum Schutz vor dem Coronavirus. Diesen weitreichenden Schritt verkündete die Hochschule vergangene Woche in einer E-Mail an Studierende.

In dem Schreiben, das der Frankfurter Rundschau vorliegt, kündigte die HfG zudem an, diesen Sommer keine Studierenden oder Lehrenden nach China zu entsenden. Bereits erteilte Genehmigungen für Dienstreisen werden „bis auf Weiteres“ aufgehoben.

Die Kanzlerin der HfG, Susanne Eickemeier, rechtfertigt den Beschluss: „Wir mussten überlegen, wie wir unsere Leute vor dem Coronavirus schützen.“ Rund 35 Menschen aus China studieren derzeit an der HfG.

Coronavirus Covid-19 ist eine „ernste Bedrohung“

Das neuartige Coronavirus ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO eine weltweit „ernste Bedrohung“. Trotz der hauptsächlichen Eingrenzung auf China stelle das Virus eine „sehr ernste Bedrohung für den Rest der Welt dar“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf zum Auftakt einer internationalen Experten-Konferenz zum Kampf gegen die Epidemie. Das zweitägige Treffen soll zur Eindämmung der Krankheit beitragen.

„Das Wichtigste ist, die Ausbreitung aufzuhalten und Leben zu retten. Gemeinsam können wir das schaffen.“ Die betroffenen Länder sollen ihre medizinischen und wissenschaftlichen Daten über das Virus zu teilen. Forscher arbeiten derzeit an einem Impfstoff und gehen den Verbreitungswegen des Coronavirus auf den Grund. 

In Genf tagen bis Mittwoch (12.2.) Experten aus aller Welt, um die Erforschung des Coronavirus voranzubringen und die Grundlagen zur Entwicklung eines Impfstoffs zu legen. Der Chef der WHO ruft dort zur Solidarität auf: „Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite“, so Tedros Adhanom Ghebreyesus zum Auftakt eines Expertengipfels. „Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten. Mit Ihrer Unterstützung können wir das hinbekommen.“

China verändert Zählung für Coronavirus-Statistik

China verändert die Zählung der mit dem Coronavirus infizierten Menschen: Personen, die mit dem Virus infiziert sind, aber keine Symptome mehr zeigen, werden nicht mehr in der chinesischen Ansteckungs-Statistik geführt. Erst wenn Krankheitssymptome auftreten, werden diese Personen als „infiziert“ geführt, heißt es in den neuen Bestimmungen zur Vorbeugung und Kontrolle der nationalen Gesundheitskommission in Peking, die bereits vergangenen Freitag erlassen wurde.

Wie viele Infektionen von der Statistik in China durch die Neuregelung nicht mehr erfasst werden, ist unklar. Fest steht dagegen, dass die neue Definition den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) widerspricht. Laut WHO ist eine Person infiziert, wenn bei ihr eine 2019-nCoV-Infektion durch ein Labor bestätigt wurde - „ungeachtet klinischer Zeichen oder Symptome“.

Neuartiges Coronavirus kommt aus China und hält die Welt in Atem

Das neuartige Coronavirus hält die Welt in Atem. Mehr als 1000 Menschen sind in China bisher an der Lungenkrankheit gestorben, das teilte die Gesundheitskommission in Peking am Dienstag (11.02.2020) mit. Die Gesamtzahl der in China nachgewiesenen Infektionen stieg auf 42.638.

In Deutschland gibt es derzeit 14 bestätigte Coronavirus-Fälle, zwölf der Infizierten stammen aus Bayern. Dort hatte sich eine Person bei einer Kollegin aus China angesteckt. Zwei weitere Fälle wurden bei Rückkehrern aus China diagnostiziert. Bei den 20 Rückkehrern aus dem chinesischen Wuhan, die am Sonntag (09.02.2020) in Berlin gelandet sind, wurde das Coronavirus in Tests dagegen nicht nachgewiesen. Trotzdem müssen die Rückkehrer insgesamt 14 Tage in Quarantäne bleiben, alle vier Tage soll erneut ein Test auf das Coronavirus durchgeführt werden.

Neuartiges Coronavirus 2019-nCoV - Herkunft und Symptome

Das neuartige Coronavirus (2019-nCoV), das wohl Anfang Dezember auf einem Markt im chinesischen Wuhan ausgebrochen ist, gehört zur Gruppe der ß-Coronaviren - genau wie das Sars- und Mers-Virus. Man nimmt an, dass 2019-nCoV von Wildtieren stammt, heißt es auf der Webseite des Robert-Koch-Instsituts (RKI). Das Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage und erstellt eine Risikobewertung.

Das neuartige Coronavirus verursacht in erster Linie Atemwegserkrankungen. Zu den Symptomen der Krankheit* zählen:

Coronavirus: Todesfälle vor allem bei älteren Patienten mit Grunderkrankungen

Wie es beim Robert-Koch-Institut heißt, traten Todesfälle bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder an chronischen Grunderkrankungen litten.

Als Schutz vor dem neuartigen Coronavirus rät das RKI zu einer „guten Händehygiene“, einer „korrekten Hustenetikette“ und dem Einhalten eines Mindestabstand von etwa ein bis zwei Metern zu krankheitsverdächtigen Personen. Das Tragen einer Atemschutzmaske* reicht dagegen nicht, um sich vor dem Virus zu schützen.

WHO geht gegen Falschinformationen zum Coronavirus im Internet vor

Zahlreiche falsche Informationen über das neuartige Coronavirus kursieren im Internet und sorgen laut WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus für Verwirrung und Angst in der Bevölkerung. Deshalb geht die WHO gegen solche Falschinformationen vor. Dafür sei man auch mit zahlreichen sozialen Netzwerken in Kontakt, so Ghebreyesus am vergangenen Samstag (08.02.2020). „Wir haben sie gebeten, falsche Informationen heraus zu filtern und korrekte Infos von vertrauenswürdigen Quellen zu begünstigen.“

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Die Erforschung des neuartigen Coronavirus geht unterdessen weiter. Zuletzt haben Forscher herausgefunden, dass die Lungenkrankheit möglicherweise auch durch Fäkalien übertragen werden kann. Dieser mögliche Infektionsweg dürfte für die Wissenschaftler nicht vollkommen überraschend kommen: auch das Sars-Virus hat sich während der Epidemie Anfang der 2000er Jahre teilweise so übertragen. Die Ansteckung über Fäkalien könne vor allem in Krankenhäusern eine neue Herausforderung für die Eindämmung der Viruserkrankung darstellen, warnte David Fisman, ein Epidemiologe an der Universität Toronto.

Von Tanja Banner (mit Agenturmaterial)

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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