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Darmstadt muss Pleite hinnehmen: Bremen bei Werner-Debüt völlig entfesselt

Dieses Spiel ist Balsam auf der Seele des so gebeutelten SV Werder Bremen. Trainer-Rauswurf nach Impfpass-Affäre, dazu viele Corona-Fälle - all das lässt der Einstand des neuen Trainers Ole Werner gegen Erzgebirge zumindest vorübergehend vergessen. Darmstadt verpasst derweil die Tabellenführung.

Aufstiegskandidat Darmstadt 98 hat zum Auftakt des 16. Spieltags den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Nach zuletzt vier Siegen in Serie verloren die zweitplatzierten Lilien überraschend gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:3 (0:2). Die Rheinländer stoppten nach vier Spielen ohne Sieg ihre Talfahrt und nahmen Trainer Christian Preußer aus der Schusslinie.

Rouwen Hennings (16.) beendete nach sechs Spielen ohne Torerfolg seine Flaute, zudem unterlief Darmstadts Klaus Gjasula (41.) nach einem Hennings-Schuss ein Eigentor. Khaled Narey (76.) erhöhte, Phillip Tietz sorgte in der Schlussphase mit einem verwandelten Foulelfmeter für den Endstand (85.). Die Fortuna (19 Zähler) kletterte vorerst auf den elften Tabellenplatz.

12.450 Zuschauer am Böllenfalltor sahen eine intensive erste Hälfte. Die Gäste wirkten mit einer neuen Dreierkette in der Abwehr deutlich kontrollierter und stabiler, Darmstadt dagegen enttäuschte, wirkte ungewohnt behäbig und ungefährlich.

Dann belohnte Routinier Hennings den Mut der Fortuna: Der 34-Jährige traf aus zentraler Position, sein abgefälschter Linksschuss nach einem abgewehrten Freistoß kurz vor der Pause wurde am Ende als Eigentor gewertet. Nach der Pause bäumte sich Darmstadt zunächst auf und erarbeitete sich gute Chancen. Die vergaben jedoch der eingewechselte Marvin Mehlem (53.) und Tietz (57.). Dann sorgte Narey aus der Distanz für klare Verhältnisse, der Treffer von Tietz half Darmstadt nicht mehr.

Perfekte Premiere, begeistertes Publikum: Werder Bremens neuem Trainer Ole Werner ist beim Absteiger ein Einstand nach Maß gelungen. Die Hanseaten kamen nach einer über weite Strecken überzeugenden Leistung zu einem auch in dieser Höhe verdienten 4:0 (2:0)-Sieg gegen Erzgebirge Aue und kletterten in der Tabelle zumindest vom zehnten auf den neunten Platz.

Schon nach sieben Minuten brachte Mittelfeldspieler Romano Schmid die Norddeutschen mit einem sehenswerten Schlenzer in den Torwinkel in Führung. Zwölf Minuten später baute Innenverteidiger Milos Veljkovic den Vorsprung aus kurzer Distanz per Hacke aus. Für das 3:0 sorgte Marvin Ducksch (53.) mit seinem siebten Saisontreffer, ehe Niclas Füllkrug (57.) den Endstand herstellte.

Von der ersten Minute an übernahmen die Gastgeber vor 15.024 Zuschauern das Kommando auf dem Platz. Die Sachsen kamen kaum aus der eigenen Hälfte, der schnelle Rückstand war somit keine Überraschung. Die Gäste hatten noch Glück, dass Leonardo Bittencourt (32.) freistehend nur den rechten Torpfosten traf.

Werner gefiel in dieser Phase ganz offensichtlich, was er sah. Trotz Dauerregen suchte der Nachfolger des wegen des Verdachtes auf Nutzung eines gefälschten Impfdokumentes zurückgetretenen Markus Anfang so gut wie nie die überdachte Trainerbank auf. Mehrfach klatschte der Ex-Coach von Holstein Kiel Beifall, wenn seinen Schützlingen eine Balleroberung gelang.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev stand weiterhin sehr tief, die seltenen Konterversuche waren viel zu zögerlich. Immerhin: In der 52. Minute kam Aue wenigstens zum ersten Eckball.

Nach dem vierten Tor rollte La-Ola durch die Arena. Und auch nach diesem klaren Vorsprung agierten die Grün-Weißen im Vorwärtsgang. Nun fand auch Werner die Muße, hin und wieder kurz auf der Bank Platz zu nehmen. Denn erst in der 75. Minute wurde Werder-Torhüter Jiri Pavlenka zum ersten Mal ernsthaft geprüft.