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Das Hybridsemester läuft : Hochschule-Rektor zieht positives Fazit zum Semesterstart

Merseburg -

„Wir sind bisher sehr zufrieden mit dem Semesterstart“, resümiert Jörg Kirbs, Rektor der Hochschule Merseburg, am Mittwoch die ersten dreieinhalb Wochen des Wintersemesters. Das läuft unter dem Label „Hybridsemester“: Nach dem Corona-bedingt fast ausschließlich online abgewickelten Sommerhalbjahr lautet jetzt das Credo: Was geht, soll als Präsenzveranstaltung auf dem Campus stattfinden.

Positives Feedback zu Hybridsemester an der Hochschule in Merseburg

Nur wenn die Teilnehmerzahlen die Raumkapazitäten übersteigen, die selbst in den größten Hörsälen unter Wahrung der Abstände bei maximal 30 Plätzen liegen, greift die Hochschule zur Onlinelehre. Das betreffe vor allem Einführungsvorlesungen, berichtet Kirbs. Bisher habe es in den wöchentlichen digitalen Sprechstunden mit dem Rektorat - eine Erfindung der Coronazeit - überwiegend positives Feedback von den Studenten gegeben.

„Wir hoffen, dass wir dieses Hybridmodell noch lange beibehalten können“, erklärt der Rektor mit Blick auf steigende Coronazahlen und den zweiten Lockdown. Er sieht die Hochschule dabei jedoch eher in einer Reihe mit Kitas und Schulen, die nach den Plänen der Politik offengehalten werden sollen. Sollte er den Campus doch wieder zusperren müssen, seien Dozenten und Studenten besser auf eine rein digitale Lehre vorbereitet als noch vor einem halben Jahr, als binnen Wochen neue Lösungen her mussten, ist sich der Rektor sicher.

„Unser größtes Problem ist die Gastronomie“

Trotz oder gerade wegen der zwischenzeitlich gesammelten Erfahrungen hält Kirbs eine - zumindest teilweise - Präsenzlehre für wichtig, insbesondere für die Erstsemester: „Für sie ist es ganz wichtig, die Lehrenden und den Campus kennenzulernen, sonst können sie keine Bindung zur Hochschule aufbauen.“ Deshalb ist der Rektor froh, dass zumindest die ersten Semesterwochen auch auf dem Campus stattfinden konnten. Einige Veranstaltungen, wie etwa Laborpraktika, seien ohnehin nur dort möglich.

Auch für Lydia Hüskens ist Betrieb auf dem Campus eine gute Nachricht - denn der bedeutet potenzielle Gäste für die Mensa. „Unser größtes Problem ist die Gastronomie“, resümiert die Geschäftsführerin des Studentenwerks Halle, das neben den dortigen Hochschulen auch für die in Merseburg und die Hochschule Anhalt zuständig ist, die Coronazeit. Während etwa am Weinbergcampus in Halle der Betrieb recht schnell wieder hochgefahren wurde und die dortige Mensa bereits im Frühjahr wieder öffnete, war der Standort in Merseburg bis August dicht. Denn der Campus war lange Zeit fast ausgestorben. 

Auslastung am Campus sei gut - auch durch internationale Studenten

Das Studentenwerk müsse die Mensen zwar nicht rein wirtschaftlich betreiben, weil sie über die Semesterbeiträge subventioniert würden: „Ich muss aber trotzdem gucken, dass nicht mehr Mitarbeiter hinter dem Tresen sind, als Gäste davor“, erklärt die Geschäftsführerin. In Merseburg brauche es etwa 100 Gäste pro Tag, damit zumindest ein reduzierter Betrieb mit weniger Essensauswahl vertretbar sei. Positiv sieht Hüskens dagegen die Situation bei den Wohnheimen.

„Das läuft.“ Im Sommersemester habe man noch Verträge aufgelöst, weil einige Studierende nicht einreisen konnten. Jetzt sei die Auslastung am Campus aber gut, auch die internationalen Studenten seien da. Das deckt sich mit den Einschätzungen von Kirbs. Auch wenn die finalen Statistiken noch nicht vorliegen, erwartet der Rektor weder bei den Neueinschreibungen insgesamt, noch bei denen aus dem Ausland einen Einbruch: „Es gibt in diesem Jahr keinen negativen Ausreißer“, legt sich der Rektor fest.

Auch in der Forschung geht vielen digital

Apropos Festlegungen: Die Pandemie führt auch zu Einschränkungen im Forschungsbereich. So dürfen die Wissenschaftler der Hochschule derzeit keine dienstlichen Auslandsreisen zu Kongressen und Kollegen unternehmen. „Der Austausch findet derzeit nur digital statt.“ Die oft ideenbringenden Gespräche nach dem offiziellen Teil fielen so natürlich weg.

Ansonsten hat sich aus Sicht des Rektors an der Hochschule in Sachen Forschung mittlerweile so etwas wie ein Normalbetrieb eingestellt. „Die Kollegen haben festgestellt, dass vieles auch digital geht, nicht immer ist das persönliche Gespräch notwendig.“ Wenn man der Coronakrise etwas Positives abgewinnen wolle, dann dass sie die Digitalisierung vorangetrieben habe. (mz)

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