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"Das ist Süddeutschland": Nordfriese scheitert bei WWM an Ostfriesin

Moin, tschüss, Butter bei die Fische: Für den Schnapshersteller aus Nordfriesland beginnt jenseits der Elbe Süddeutschland. Hätte er aber mal auf die Ostfriesin gehört. Deren Wissen zur Elektro-Zahnbürste wäre 500.000 Euro wert gewesen.

Der "Fiese Friese" ist nur ein Verkaufsschlager von Rouven Heylmann. Persönlich fiel der Schnapshersteller bei "Wer wird Millionär?" mit norddeutscher Ausgeglichenheit auf. Scheinbar ungerührt setzte sich der 45-Jährige aus Niebüll, zehn Kilometer vor der dänischen Grenze, in der ersten Auswahlrunde am Montagabend gegen die Konkurrenz durch. Seine nervöse Ehefrau im Publikum wusste aber: Dieser Nordfriese ist ein Zocker. Tatsächlich schaffte es der Unternehmer bis zur 500.000-Euro-Frage und hatte noch den Zusatzjoker. Der entpuppte sich aber als eine Dame aus Ostfriesland. Für den Schleswig-Holsteiner kein gutes Omen: "Das ist Süddeutschland."

Heylmanns Frage für die halbe Million hatte es in ihrer Alltäglichkeit in sich. "Wofür wird vielfach eine elektrische Zahnbürste als Hilfsmittel empfohlen? A) Loch in die Wand bohren, B) Spülmaschine entkalken, C) Knöpfe annähen, D) Tomaten züchten. Der Schnapshersteller und Günther Jauch hatten keinen blassen Schimmer. Wirklich sicher war die Zuschauerin auch nicht. Sie tippte aber darauf, dass das vibrierende Gerät beim Bestäuben helfen kann.

Mutter weint wegen 500 Euro

Es war dem Kandidaten anzusehen, wie gern er die Antwort eingeloggt hätte, auch, wenn seine Mutter ihre Pflanzen nur mit Wattestäbchen bestäubt. Der Hersteller von Schnäpsen namens "Verteiler" oder "Krabben Schluck" behielt aber einen klaren Kopf und stieg mit 125.000 Euro aus. Schade, denn die Ostfriesin lag mit ihrer Vermutung goldrichtig. Schön war der Moment trotzdem. Denn die alleinerziehende Mutter zweier Kinder kann den Gewinn offenbar sehr gut gebrauchen. "Hab ich das richtig gesehen, dass sie für 500 Euro ein Tränchen verdrückt haben? Das ist toll", freute sich Jauch und das Publikum applaudierte.

Weniger glücklich war Maren Tinne über ihre 500 Euro. Die Medizinstudentin aus Hannover musste bei der 8000-Euro-Frage bereits ihren letzten Joker ziehen. Sie sollte wissen, wovon in diesem Jahr die 28. Auflage erschienen war:  Rechtschreibduden oder Guide Michelin. Ex-WWM-Gewinner Ralf Schnoor konnte am Telefon nicht helfen. Die Studentin tippte schließlich auf den Restaurantführer und fiel auf die unterste Sicherheitsstufe herunter. Wenigstens konnte ihr Lebensgefährte, von Beruf Zauberer, im Studio einen Kartentrick vorführen.

Steife Brise in Köln

Peter Balthazaar aus Bremen machte das norddeutsche Trio des Abends perfekt. Als Jauch verkündete, dass der 28-Jährige als Moderator beim TV-Sender von Werder Bremen arbeitet, applaudierte ein Zuschauer im Kölner Studio. "Nach letzter Saison ist das der Mitleidsapplaus", kommentierte der Kandidat. Passend zum Nord-Süd-Gefälle des Abends hatte er keine Ahnung, wie der Oberbürgermeister von München heißt, kam aber mit Raten durch die Runde für 4000 Euro. Balthazaar kehrt nächste Woche zurück.

Dank dem Schnapsfabrikanten aus Nordfriesland wissen wir jetzt übrigens, dass der Vorzimmerherr von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) derzeit nicht mit der Presse reden darf. Den hätte Heylmann nämlich eigentlich gern als Telefonjoker angemeldet. Zum Glück wusste seine Tante für 125.000 Euro, dass nicht Spahn, sondern Parteifreund und Kanzleramtschef Helge Braun ein abgeschlossenes Medizinstudium hat. "Wir haben noch zehn Sekunden", gab sich der Kandidat betont entspannt und wollte etwas schnacken. "Wir reden dann später, wie wir das aufteilen", erwiderte die Tante. "Das ist für mich so typisch norddeutsch", meinte Jauch.

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