Germany

Der Bankkredit bleibt das bevorzugte Mittel

Der deutsche Mittelstand sieht die größten Probleme aktuell weiterhin in der Bürokratie und im Facharbeitermangel, noch vor den Auswirkungen der Corona-Krise. Die Bürokratie bereite mehr als 80 Prozent der Mittelständler Sorgen, so eine aktuelle Studie. Für mittelständische Firmen bleibe zudem der Bankkredit bevorzugtes Mittel zur Deckung des Finanzierungsbedarfs. Gegenüber Herbst 2020 stieg demnach der Anteil der Befragten mit Finanzierungsbedarf, die hier den Bankkredit nannten, von ohnehin hohen 80 Prozent, auf nun sogar 85 Prozent. Mit deutlichem Abstand hätten Mittelständler die Innenfinanzierung genannt. Andere Finanzierungsformen spielten keine nennenswerte Rolle, so eine Studie der DZ Bank und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Etwas anders sehe das auf Branchenebene aus, hieß es weiter. Hier zeigten sich den Angaben zufolge vor allem mittelständische Unternehmen in der Elektroindustrie und im Baugewerbe offen für weitere Finanzierungsformen. In der Elektroindustrie dachte demnach ein Viertel der Befragten mit Finanzierungsbedarf an den Kapitalmarkt, etwa über Anleihe- oder Aktienemissionen. Im Baugewerbe waren dies der Untersuchung zufolge immerhin noch 14 Prozent. „Zudem konnten sich im Baugewerbe 7 Prozent der Mittelständler mit Finanzierungsbedarf auch eine Finanzierung über Beteiligungskapital vorstellen“, hieß es.

Hausbanken erwiesen sich als verlässlicher Partner
Bei anhaltend geringer Besorgnis hinsichtlich der Finanzierungsbedingungen und einer starken Neigung zum Bankkredit zur Deckung des eigenen Finanzierungsbedarfs sei es kein Wunder, dass die mittelständischen Unternehmen ihr Geschäftsklima zur eigenen Hausbank inzwischen wieder besser bewerteten als noch vor sechs Monaten, hieß es weiter. „Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen des Verhältnisses zwischen Mittelständlern und ihrer Hausbank stieg von 90,8 Punkten deutlich auf 94,3 Punkte, nachdem er zuvor noch vier Rückgänge in Folge zu verzeichnen hatte“, so die Analyse. Mittlerweile bewerteten 42 Prozent der Mittelständler das Geschäftsklima zur Hausbank als sehr gut und 56 Prozent als gut. Demgegenüber schätzten nur 2 Prozent der Befragten das geschäftliche Klima zur eigenen Hausbank als eher schlecht und sogar nur 1 Prozent als schlecht ein. Die Hausbanken hätten sich damit auch in der Krise als guter und verlässlicher Partner des Mittelstands erwiesen.

Auch wenn die mittelständischen Firmen aktuell zufrieden mit ihrer Hausbank seien, hätten sie an diese Beziehung weiterhin hohe Anforderungen, so die Studie. Im Vordergrund stehe eine günstige Preisgestaltung bei einem exzellenten Angebot an Basisprodukten und einer ebensolchen Qualität. Mehr als 80 Prozent der Befragten legten auf diese beiden Punkte Wert. Das seien nur marginal weniger als vor der Corona-Krise. Andere Anforderungen an die Hausbank hätten während der Pandemie dagegen an Bedeutung für den Mittelstand verloren. Dazu gehöre etwa die Forderung nach einer digitalen Plattform zur Online-Interaktion mit der Bank. „War dieser Punkt vor der Corona-Krise den Mittelständlern noch ähnlich wichtig wie die Preisgestaltung und die Exzellenz in den Basisprodukten, ist er jetzt nur noch für weniger als zwei Drittel der Mittelständler relevant“, schreiben die Autoren der Studie.

Nicht ganz so stark an Bedeutung verloren habe in der Krise die Anbindung der Hausbank an von den Unternehmen selbst genutzte digitale Plattformen. Für gut die Hälfte der Befragten sei dieser Punkt auch aktuell noch wichtig, hieß es. (ud)

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