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Der Segway ist tot – endlich hat diese Zumutung ein Ende

Dass der Segway keine besonders vielversprechende Idee war, hätte den Erfindern spätestens nach dem Film „Der Kaufhaus Cop“ klar werden müssen. Das Gefährt schaffte es nämlich, die ohnehin schon tollpatschige Hauptfigur, Kaufhauspolizist Paul Blart, endgültig lächerlich zu machen. Und wenn schon der prominenteste Benutzer eine Witzfigur ist, dann müssen zwangsweise erhebliche Zweifel aufkommen.

Fast zeitgleich, im Jahr 2010, starb der damalige Besitzer der Firma. Er stürzte mit einem Segway in einen Fluss. Seine Geschäftsidee hatte vorerst weiter Bestand. Am Mittwoch wird nun das letzte Gefährt im US-Bundesstaat New Hampshire gefertigt. Ein Nachfolgemodell ist nicht geplant. Zum Glück.

Dabei war der Ursprungsgedanke ehrenwert. Menschen mit Bewegungseinschränkungen sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich auf Augenhöhe fortzubewegen. Gesteuert wurde der Segway lediglich durch Verlagerung des Körpergewichts. Außerdem sollte das Gefährt die individuelle Mobilität revolutionieren. Erfinder Dean Kamen versprach sogar, dass der Segway das Auto ablösen könne. Der Segway fuhr allerdings nie schneller als ein gewöhnliches Fahrrad. Immerhin überzeugte die Idee so manchen Visionär wie Amazon-Gründer Jeff Bezos oder den inzwischenen verstorbenen Apple-Mitgünder Steve Jobs.

Die Erwartungen hat der Segway nie erfüllt. Ganz im Gegenteil: Die „Times“ kürte das Gefährt zu einer der schlechtesten 50 Erfindungen aller Zeiten. Völlig zurecht. Denn es scheint leider so, dass das Vehikel vor allem eine Gruppe magisch anzieht: Touristen. In nahezu jeder Metropole dieser Welt kurven unkontrollierte Segway-Armeen durch die Straßen. Eine Zumutung für Menschen, die sich noch aus eigener Kraft fortbewegen.

Man kann froh sein, dass weltweit insgesamt nur rund 140.000 Exemplare verkauft wurden. Es bleibt zu hoffen, dass es wenige Ersatzteile gibt.

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