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Deutsches Vermögen im Emirat: Scholz kauft geheime Steuerdaten aus Dubai

Deutsches Vermögen im Emirat Scholz kauft geheime Steuerdaten aus Dubai

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Wegen seiner laschen Steuerpolitik ziehen etliche tausend Deutsche in das Emirat Dubai.

(Foto: picture alliance / robertharding)

Im Kampf gegen Steuerbetrug kauft Finanzminister Scholz erstmals brisante Daten von einem anonymen Informanten aus Dubai. Es geht um Vermögen und Immobilien im Steuerparadies - auch Tausende Deutsche sind betroffen. Für einige könnte das nun strafrechtliche Konsequenzen haben.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat laut einem Magazinbericht erstmals durch das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) geheime Daten ankaufen lassen, um massenhaften Steuerbetrug aufzudecken. Dabei handele es sich um umfassende Informationen über Vermögenswerte in Dubai, berichtet der "Spiegel".

Betroffen seien Millionen Steuerpflichtige, darunter etliche tausend Deutsche, die unter anderem über Grundstücke und Immobilien in dem Golfemirat verfügen. Eine Sprecherin des Finanzministeriums erklärte dazu auf Nachfrage lediglich, Einzelberichte kommentiere man grundsätzlich nicht.

Scholz verspricht sich laut dem Bericht von dem Kauf, länderübergreifende Steuerstraftaten von erheblichem Ausmaß aufzudecken. Die Daten lieferten Erkenntnisse über Vermögenswerte, die in Dubai vor dem Zugriff des Fiskus versteckt worden seien, heiße es im Ministerium. Neben der Aufklärung von Straftaten stellten die Daten zudem sicher, dass bei grenzüberschreitenden Geschäften die Steuerbehörden vollständige Einsicht bekämen. So würden Einnahmeausfälle vermieden.

Angeboten wurden laut den Angaben die Daten von einem anonymen Informanten, der Ankauf kostete das BZSt demnach rund zwei Millionen Euro. Nach der geheimen Übergabe des Materials lägen die Daten derzeit bei der Bonner Behörde. Nächste Woche würden sie an die Finanzverwaltungen der Länder übergeben, damit diese steuerstrafrechtliche Aspekte prüften und bei Bedarf Ermittlungen einleiteten. Bisher hatten nur Bundesländer Steuerdaten gekauft, das Vorgehen gilt als umstritten.

Quelle: ntv.de, spl/DJ

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