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"Die Höhle der Löwen": Alles Verhandlungssache

Ein digitales Mehrwegsystem, leckere Kügelchen aus feinsten Bio-Früchten und der Traum von einem globalen Straßennetz, das umweltfreundlichen Strom erzeugt: Wer die Löwen um den Finger wickeln will, der muss nicht nur präsentieren, sondern auch gut verhandeln können.

Auf dem Weg in Richtung Start-up-Olymp sollte man als Gründer nicht nur ein innovatives Produkt und einen ausgeklügelten Businessplan im Gepäck haben. Als überaus hilfreich erweist sich auch immer wieder ein ausgeprägtes Verhandlungsgeschick. Nicht selten blicken die Jungunternehmer nach einem vermeintlich gelungenen Pitch in die Gesichter von pokernden Löwen mit festgezurrten Vorstellungen.

Nach einem nicht ganz bis ins letzte Detail überzeugenden Schwangerschaftsgymnastik-Auftritt von "Alarm für Cobra 11"-Schauspielerin Birte Glang ("MOVE IT MAMA") und dem lustigen aber am Ende dann doch etwas zu nischigen Form- und Modelierspaß mit Knetbeton-Papst Miled Ben Dhiaf ("Knetbeton"), stehen die beiden "VYTAL"-Gründer Sven Witthöft und Tim Breker vor der größten Herausforderung ihres noch jungen Unternehmerdaseins. Mit viel Fachkompetenz und sympathischem Know-How beeindrucken die umweltbewussten Sharing-Experten nicht nur einen, sondern gleich zwei Löwen.

Kampf zwischen Prozenten und Moneten

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Die Behrangs und ihre "Yammbits" machen den Dümmel-Deal.

(Foto: TVNOW)

Der "Einkaufspreis", der zum Mitgestalten eines nachhaltigen digitalen Mehrwegsystems berechtigt, ist Nico Rosberg und Georg Kofler aber noch zu hoch. Und so geht sie los, die wilde Verhandlungsfahrt. Zehn Prozent der Firmenanteile für stolze 450.000 Euro? "Wir steigen beide mit ein, aber nur für 25 Prozent", stellt Nico klar. Die Gründer halten dagegen. Zwei geheime Tuschelrunden später markieren 12,5 Prozent die Obergrenze für Sven und Tim. Zu wenig für Nico Rosberg: "Da bin ich raus", winkt der Neu-Löwe enttäuscht ab. Georg Kofler hingegen knirscht nur kurz mit den Zähnen. Dann springt er freudig aus seinem Sessel und gratuliert zwei Gründern, die den Kampf zwischen Prozenten und Moneten gerade so für sich entscheiden konnten.

Julian Berhang und seine Frau Elena Sarri-Berhang müssen nach getaner Arbeit nur mit einem Löwen verhandeln. Einfacher wird's dadurch aber nicht. Nach dem sich die beiden Fruchtbällchen-Freunde ("Yammbits") als Dümmel-Fans outen und damit eine enttäuschte Dagmar Wöhrl zum Ausstieg "zwingen" ("Sie vertrauen mir leider nicht"), bringt der Herr der Regale sein komplettes "Das wird nicht einfach"-Programm an den Start.

"Obst essen in geil!"

Schnell merkt die deutsch-griechische Leckerei-Fraktion: Mit den vorgeschlagenen 15 Prozent für 100.000 Euro wird man im dümmelschen Vorgarten keine Raketen zünden dürfen. Am Ende einigt man sich auf 25 Prozent, die aber erst dann von München nach Hamburg wechseln wenn die "Obst essen in geil!"-Ware in 10.000 Märkten gelistet ist. Nun, das dürfte für einen wie Ralf Dümmel kein großes Problem darstellen.

Von einem Pitch "ohne Probleme" träumt auch Visionär Donald Müller-Judex ("solmove"). Der Berliner mit dem Faible für zukunftsweisende Großprojekte hat den neugierigen Löwen etwas ganz Besonderes mitgebracht: ein flexibles Glasmodul mit eingebauten Solarzellen. Eine Vielzahl dieser Module soll in Zukunft dafür sorgen, dass "die Straße, die normalerweise nur kostet, auf einmal auch Geld verdienen kann".

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Sind die "solmove"-Glasmodule die Zukunft?

(Foto: TVNOW)

Mit seiner intelligenten Straßenbelag-Idee rennt der Gründer beim Löwen-Trio Dagmar Wöhrl, Nico Rosberg und Carsten Maschmeyer offene Türen ein. Letztgenannter adelt das Produkt gar als "das Klügste, das wir hier je gesehen haben!".

Ob und wie sich das erhoffte Infrastrukturspektakel aber umsetzen lässt, steht noch in den Sternen. Und so liegt man sich auch hier nicht sofort jubelnd in den Armen, sondern nähert sich erst einmal ganz vorsichtig an. Abermals wird im Dunkeln getuschelt und hinter vorgehaltener Hand beraten, ehe man sich final auf eine in zwei Finanzblöcke aufgeteilte Zusammenarbeit einigt.

Hammer kaputt, Modul heile!

Nico haut nochmal ganz kräftig mit dem Hammer aufs Modul. Ergebnis: Hammer kaputt, Modul immer noch heile! Jetzt aber: Höchste Zeit zum Feiern. "Smart-up, good luck!", jubelt Carsten Maschmeyer. Wir schließen uns an. Hoch die Gläser! Straßen, die in Zukunft umweltfreundlichen Strom erzeugen: Das wär doch mal was.

"Die Höhle der Löwen" läuft jeden Montag um 20.15 Uhr bei Vox. Nach der TV-Ausstrahlung gibt es die Folgen auch zum Abruf bei TVNOW. ntv wiederholt die jeweils aktuelle Folge sonntags um 10.30 Uhr. Mehr Informationen zur Sendung gibt es auch bei vox.de.

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