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Drei Tage nach letztem Rennen: Ex-Radprofi stirbt bei Zusammenprall mit LKW

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Davide Rebellin überlebte eine Radausfahrt nicht.

(Foto: IMAGO/Sirotti)

Erst vor drei Tagen startete der Ex-Radprofi Davide Rebellin noch bei einem Rennen in Monaco, nun ist er tot. Der 51-Jährige kollidiert bei einer Ausfahrt mit einem LKW. Italiens Nationaltrainer reagiert fassungslos.

Der Radsportler und frühere Profi des Gerolsteiner-Rennstalls Davide Rebellin ist bei einem Trainingsunfall ums Leben gekommen. Der 51-Jährige starb am heutigen Mittwoch in dem norditalienischen Ort Montebello Vicentino, wie die Carabinieri bestätigten.

Laut ersten Erkenntnissen, über die italienische Medien berichteten, kollidierte der Sportler mit einem Lastwagen, als dieser auf die Straße einbog. Rebellin war offenbar auf der Stelle tot. Der LKW habe sich dann vom Unfallort entfernt - der Fahrer habe die Kollision womöglich nicht bemerkt, hieß es. Weitere Details nannten die Behörden zunächst nicht.

Der Rad-Routinier hatte erst mit dieser Saison seine lange Karriere als Aktiver beendet und war noch am Wochenende ein Wohltätigkeits-Einladungsrennen im Fürstentum Monaco gefahren. Dort war er unter anderem gegen Stars wie die Ex-Weltmeister Philippe Gilbert und Peter Sagan sowie den zweimaligen Tour-Sieger Tadej Pogacar angetreten.

Rebellin war ein Spezialist für Eintagesrennen und gewann 2004 für das deutsche Team Gerolsteiner innerhalb einer Woche die Klassiker Amstel Gold Race, Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich. 1996 hatte er zudem eine Etappe des Giro d'Italia für sich entschieden.

Später allerdings schrieb er negative Schlagzeilen, als ihm Olympia-Silber 2008 in Peking wegen Dopings aberkannt wurde. Nachkontrollen im April 2009 hatten ihn der Einnahme mit dem Blut-Doping-Präparat Cera überführt. Er wurde für zwei Jahre gesperrt, stritt Dopingvergehen und Betrug bis zuletzt aber stets ab. Nach seiner Dopingsperre blieb Rebellin für kleinere Teams aktiv, zuletzt für den drittklassigen Rennstall Work Service-Vitalcare-Dynatek.

"Bitte sagt mir, dass das nicht wahr ist", twitterte der italienische Nationalmannschaftscoach und Ex-Profi Daniele Bennati als Reaktion auf den Unfall. Rebellin war nicht der erste italienische Radprofi, der bei einem Unfall mit einem Lastwagen starb. Der einstige Giro-d'Italia-Sieger Michele Scarponi war im April 2017 im Alter von 37 Jahren ebenfalls bei einer Trainingsfahrt von einem Kleintransporter überfahren und getötet worden.