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Drohung gegen Aiman Mazyek: Zentralrat der Muslime schließt Kölner Büro


Die Kölner Geschäftsstelle des Zentralrats der Muslime ist nach einer Drohung gegen den Vorsitzenden Aiman Mazyek geschlossen worden. "Das ist nicht die erste ernste Drohung, wir sind fix und fertig und müssen uns nun einen unbekannten Ort suchen, an dem wir unsere Arbeit fortsetzen", sagte die stellvertretende Vorsitzende Nurhan Soykan. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" darüber berichtet.

Eine Sekretärin hatte am Morgen einen Brief geöffnet, der mit einem Nazisymbol versehenen war. Darin wird laut "Kölner Stadtanzeiger" direkt und unmissverständlich mit der Ermordung des MZD-Vorsitzenden Mazyek gedroht. Er wird weiterhin aufgefordert, er solle die AfD nicht weiter "beleidigen" und aus Deutschland verschwinden. In dem Brief sei ein weißes Pulver gewesen, das sich später als ungefährlich herausgestellt habe, sagte Soykan.

Zur vorübergehenden Schließung der Geschäftsstelle sagte Mazyek im "Kölner Stadtanzeiger", die Mitarbeiter stünden unter Schock. "Wir nehmen diese Drohungen sehr ernst und können die Sicherheit unserer Mitarbeiter nicht mehr gewährleisten."

Ein Sprecher der Kölner Polizei bestätigte, dass man das Pulver aus dem Brief untersucht habe. Jetzt ermittle der Staatsschutz wegen Bedrohung und Nötigung. Mazyek ist der bekannteste Vertreter der Islam-Verbände in Deutschland. Soykan sagte, nicht nur Mazyek, auch sie selbst und viele Mitarbeiter seien immer wieder Drohungen und Beschimpfungen ausgesetzt.

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