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Germany

Eberlein-Skulptur soll restauriert werden

Leiterin im Städtischen Museum, Martina Krug, vor der Eberlein-Skulptur „Engel heben den Stein vom Grabe Christi“.

Erneut soll ein Werk des Hann. Mündener Bildhauers Gustav Eberlein, der um 1900 ein gefeierter Star seiner Zunft war und dann in Vergessenheit geriet, in alter Pracht erstrahlen.

 „Engel heben den Stein vom Grabe Christi“, heißt die Arbeit des Künstlers aus dem Jahr 1899, die der Mündener Verein Gustav-Eberlein-Forschung zusammen mit der Stadt Hann. Münden restaurieren lassen will und dafür um Spenden bittet.

Das Werk gehört zu den rund 300 Skulpturen, die der 1926 in Berlin gestorbene Künstler der Stadt Hann. Münden vermacht hatte. Dabei handelte es sich um Gips-Originale, nach denen Künstler die Arbeiten in Bronze oder Marmor fertigten. Dies sei bei der Skulptur „Engel heben den Stein vom Grabe Christi“, aber nie geschehen, so Eberlein-Experte Rolf Grimm und langjähriger Vorsitzender der Gustav-Eberlein-Forschung. Es sei das einzige Exemplar des Werks.

Der Wert dieser Unikate ist aber in Hann. Münden lange nicht erkannt worden. Die meisten Arbeiten Eberleins wurden zerstört, etwa zwei Drittel landete um 1960 auf einer Bauschuttdeponie, andere Werke wurden zerkleinert und als Fußbodenunterschicht im Welfenschloss verwendet. Dazu gehört auch die Arbeit, die jetzt restauriert werden soll.

Figurengruppe soll vollständig restauriert werden

„In den Jahren zwischen 1983 und 1993 konnten insgesamt 69 Skulpturen wiederhergestellt werden. Reste von weiteren Werken wurden gesichert und zum Teil für eine Restaurierung vorbereitet“, so die Gustav-Eberlein-Forschung im Text zu ihrer Spendenaktion. Die Skulptur „Engel heben den Stein vom Grabe Christi“ hat damals Rolf Grimm zusammen mit einem Restaurator aus etwa hundert Einzelteilen zusammengesetzt und damit gesichert. Jetzt soll die Figurengruppe vollständig restauriert werden und damit wieder wie aus einem Guss erscheinen. Unter anderem muss auch noch ein Flügel ergänzt werden.

Das Werk, so Grimm, stamme aus der christlichen Periode Eberleins aus der Zeit um 1900. Der Künstler sei ein sehr gläubiger Mensch gewesen. Insgesamt habe er 48 christliche Skulpturen geschaffen. Dazu gehört auch die Gruppe „Gott Vater haucht Adam den Odem ein“, die in Marmor gehauen auf dem Schlesierplatz in Hann. Münden steht. Weitere Werke sind unter anderem in der Eberlein Ausstellung im Mündener Museum zu sehen.

8000 Euro benötigt

Für die Restaurierung der Gruppe „Engel heben den Stein von Grabe Christi“ seien rund 8000 Euro veranschlagt, sagt Rosemarie Münder, 1. Vorsitzende der Gustav-Eberlein-Forschung. Bisher seien rund 1500 Euro an Spenden zusammengekommen. Auftakt der Spendenaktion war ein Konzert mit dem Organisten Heiner Graßt im August in der St. Blasius-Kirche in Hann. Münden. Graßt, so Geschäftsführerin Elgard Steinmüller in einem Schreiben zur Spendenaktion, hatte sich bereit erklärt, ehrenamtlich zu spielen.

Der Verein hoffe, so Münder, dass er für die Restaurierung den Maler und Bildhauer Erhard Joseph aus Adelebsen gewinnen könne, der seit vielen Jahren Erfahrung mit Eberlein-Kunstwerken habe. Es gebe aber noch keine Zusage.

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