Germany

Eine Frau mit vielen Talenten

Malen, basteln, gestalten: Sabine Drobner aus Ottenhofen steckt voller Kreativität

In Sabine Drobner aus Ottenhofen schlummer unzählige Talente. Malen, basteln und die Kreation von Schmuck sind nur drei davon.

Ottenhofen – Wer ihr schmuckes Reihenhaus in Ottenhofen betritt, wird sofort mit Kunst empfangen: An fast allen Wänden prangen farbenprächtige Bilder, meist lustige Tiermotive. Auch wer die zwei Treppen zu ihrem Studio hoch geht, durchwandert eine bunte Welt des Malens – zum Großteil aus Acryl, aber auch Bleistift-Zeichnungen sind zu entdecken.

Oben, in der Schräge unter dem Dach schließlich, hat sich Sabine Drobner ihr eigenes kleines Kreativ-Zentrum geschaffen, im ehemaligen Kinderzimmer. Dabei malt sie nicht nur, sie fertigt auch Kunstgegenstände aus Alu-Kaffee-Kapseln, hat bunte Stoffmasken genäht, bastelt Kräuterkränze und Gestecke, entwirft Garten-Skulpturen aus Holz.

Sabine Drobner: Künstlerische Ader wohl vom Vater geerbt

Tatsächlich schlummern viele unterschiedliche Talente in der 53-Jährigen, die in ihrer Freizeit, wenn sie nicht gerade als Teamassistentin in einem Münchner Unternehmen arbeitet, zahlreichen Hobbys nachgeht. Seit kurzem etwa ist sie Mitwirkende beim Kunstpfad in Markt Schwaben. „Die künstlerische Ader habe ich wohl von meinem Vater geerbt“, glaubt Drobner, „schon als kleines Mädchen nähte ich zusammen mit meiner Mutter Kleider für Barbie-Puppen und für mich selbst. Auch Taschen aus Jeans waren dabei.“

Etwas später kam sie durch eine Mutter-Kind-Kur zur Seidenmalerei, begeisterte sich spontan für dieses Kunsthandwerk. Diese Technik hat sie auch schon Kindern an ihrem Wohnort im Ferienprogramm vermittelt, 2020 fiel das leider aus.

Schmuck aus leeren Alu-Kaffee-Kapseln

Eine weitere Bastelleidenschaft von ihr sind Kleinode aus leeren Alu-Kaffee-Kapseln, die sich in allen Farben in einem großen Karton bei ihr stapeln. „Ich bekomme sie von überall her, von der Firma, in der ich arbeite, aber auch von Freunden und Bekannten“, erzählt Drobner. Daraus entstehen dann, wenn die Kapseln gepresst sind, Armreifen oder Broschen, aber auch ganze Ketten. Verbunden werden die Einzelteile mit einem Zweikomponenten-Kleber, auch Gartenschmuck lässt sich daraus zaubern.

„Auf dieses Handwerk bin ich über einen der vielen Kunstmärkte gekommen, die ich regelmäßig besuche, dort und im Internet hole ich mir dann die kreativen Ideen“, erzählt Drobner.

Die meiste Zeit aber verbringt sie doch vor einer ihrer Staffeleien, auf denen dann bunte Bilder entstehen. „Manches male ich nach Anleitung, aber auch frei. Seit 2011 verwende ich fast nur noch Acryl-Farben, mit denen ich gerne lustige oder skurrile Motive auf die Leinwand bringe. So habe ich vor kurzem, leicht modifiziert, ein Hunde-Bild aus der weltbekannten Blue-Dog-Serie von George Rodrigue nachgemalt. Diese Szene aus der so genannten Cajun-Kultur in Louisiana in den USA gefällt einem Kunden von mir sehr, und so hat er mich gebeten, es anzufertigen.“ Im Moment schmückt es noch das Wohnzimmer der Familie Drobner, die nach dem Auszug der beiden erwachsenen Töchter etwas geschrumpft ist.

Sabine Drobner schreibt auch Gedichte und steht auf der Theaterbühne

Aber auch Ehemann Franz (64), von Beruf Elektroingenieur, erfreut sich an dem bunten Ambiente, das durch die Künste seiner Frau in nahezu allen Räumen des Hauses herrscht. Selbst in den Sanitärräumen sorgen ihre farbenfrohen Bilder für gute Laune, etwa Schiffe im Bad oder lachende Kühe auf der Toilette. Selbst wenn sich Sabine Drobner ungern von ihren gemalten Schätzen trennt, verkauft sie hin und wieder doch welche, „meist geht das über Mund-zu-Mund-Propaganda“.

Eigentlich, so wäre zu vermuten, ist sie mit all diesen Aktivitäten neben ihrem Beruf und dem Haushalt genügend ausgelastet. Doch weit gefehlt: Sie schreibt für bestimmte Anlässe auch mal ein Gedicht, etwa als Nikolaus in der Firma, hat schon beim Hoagarten in Ottenhofen mitgemacht – „alles in Mundart“.

Schon seit 30 Jahren ist sie zudem Mitglied beim Theaterverein Markt Schwaben, sie hat bei den Weiherspielen mitgewirkt und auch beim Krimi-Dinner des örtlichen Schützenvereins. Und weil auch das noch nicht reicht, führt sie zusammen mit Marlene Adam die Ottenhofener Gemeinde-Bücherei.

Friedbert Holz

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