logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo
star Bookmark: Tag Tag Tag Tag Tag
Germany

Eine ganz schwache Vorstellung der HSG Delmenhorst

Bei Frederic Oetken und der HSG Delmenhorst lief gegen die SG Achim/Baden viel zu wenig zusammen.

Bei Frederic Oetken und der HSG Delmenhorst lief gegen die SG Achim/Baden viel zu wenig zusammen. (INGO MÖLLERS)

Im Grunde durften sie bereits vorher jubeln, aber sie mussten eben noch bis zur Schlusssirene warten, ehe sie aufs Spielfeld stürmen konnten. Damit warteten die Akteure und Verantwortlichen der SG Achim/Baden dann auch nicht länger als nötig. Sie rannten los, schrien ihre Freude hinaus, fielen sich in die Arme. Die Euphorie war absolut berechtigt. Schließlich war dem Team von Trainer Tobias Naumann soeben eine faustdicke Überraschung gelungen. Die Achimer triumphierten im Duell der Handball-Oberliga bei der deutlich favorisierten HSG Delmenhorst gleich mit 32:26 (16:14) und feierten damit ihren zweiten Saisonsieg.

Ernüchterung herrschte derweil nachvollziehbarer Weise auf der anderen Seite. Die Enttäuschung stand den Spielern der HSG Delmenhorst ins Gesicht geschrieben. Sie hatten einen ganz schwachen Tag erwischt und gegen die Gäste aus der Weserstadt viel zu wenig auf die Reihe bekommen, um den achten Saisonerfolg einzufahren. „Wir hätten noch fünf, sechs Stunden spielen können und hätten nicht gewonnen. Es ist schade, dass man so ein Spiel einfach wegschmeißt“, meinte HSG-Coach Jörg Rademacher nach dem Abpfiff. Der Sieg der Achimer sei verdient gewesen. „Für mich war das sehr enttäuschend, ich kenne die Truppe so nicht. Wir waren einfach zu schlecht. Der Rückraum war für mich ein Totalausfall. Die Spieler haben nicht alles dafür gegeben, die Position zu halten“, kritisierte Rademacher mit Blick auf die Tabelle. Einziger Lichtblick sei Mario Reiser gewesen.

Tobias Naumann war derweil mächtig stolz auf seine Schützlinge. „Es war höchste Konzentration gefordert. Das haben die Jungs hervorragend umgesetzt. Wir standen stabil in der Deckung und hatten eine super Quote im Angriff“, lobte der SG-Trainer seine Mannen. 32 Tore seien „gegen die Abwehr und die Torhüter schon aller Ehren wert“. Und auch die lediglich 26 Gegentore gegen eine eigentlich so wurfgewaltige HSG sorgten dafür, dass Naumann glücklich war. Ganz zu schweigen vom Teamgeist seiner Akteure. „Die Jungs haben gezeigt, dass einer für den anderen da ist“, freute sich Naumann.

Gäste treiben sich selbst an

Die Gäste demonstrierten vor 215 Zuschauern von Beginn an, dass sie absolut gewillt waren, die Punkte aus der Delmestadt zu entführen. Jeder eigene Treffer wurde lautstark bejubelt. So trieben sich die Achimer immer wieder selbst an. Sie schafften es, dass die Gastgeber nicht ein einziges Mal in Führung gingen, und traten nicht ansatzweise wie ein Abstiegskandidat auf. Über 5:3 (9.) zogen sie beim 8:5 (15.) erstmals auf drei Tore davon. Zwar glich die HSG mit einem kleinen Lauf zum 8:8 aus, doch die Naumann-Sieben antwortete prompt mit drei eigenen Treffern. Eine Szene, die sinnbildlich für den Spielverlauf stand, gab es in der 21. Minute. Florian Block-Osmers fing einen Ball ab, lief allein auf das Tor zu und verwandelte sicher zum 13:9 (21.). Zur Pause betrug der Vorsprung der SG immer noch zwei Treffer.

Die Delmenhorster mussten sich in der zweiten Hälfte ohne Frage gehörig steigern – und schafften genau das überhaupt nicht. Stattdessen wuchs der Rückstand auf vier Tore an (16:20/37.). Nach dem 19:21 durch Tim Coors rückte der Ausgleich zwar wieder näher (41.), doch richtig in Fahrt kam die HSG trotzdem nicht. Dafür drehten die Achimer auf und erhöhten auf 25:20 (49.). Ein Aufbäumen, ein Stemmen gegen die drohende Pleite war aufseiten der Hausherren danach nicht mehr zu sehen. Die Gäste schafften es gar, das Resultat noch deutlicher zu gestalten, und nahmen die Zähler völlig zu Recht mit nach Hause.

Bei aller Kritik an seiner Mannschaft richtete Jörg Rademacher den Blick aber auch nach vorne. „So was musst du hinnehmen. Das tut jetzt weh, aber ich hoffe, dass wir die Enttäuschung aus den Köpfen rauskriegen“, meinte der HSG-Coach mit Blick auf das nächste Heimspiel gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen am kommenden Sonnabend.

Themes
ICO