Germany

„Einfach mal Luppen“: Toni Kroos teilt gegen Hater und Profi-Kollegen aus

Die deutsche Nationalmannschaft hat in den letzten Jahren viele Höhen und Tiefen durchlebt – stets unter Beobachtung ihrer Fans, die sämtliche Entwicklungen in den sozialen Medien kommentieren und bewerten. Was Toni Kroos von dieser Entwicklung hält, macht er in seinem Podcast „Einfach mal Luppen“, den er seit einem Jahr mit seinem Bruder Felix aufzeichnet, deutlich. 

„So viele Vorteile Social Media auch hat. Es ist für viele Leute das beste Medium, um versteckt hinter einem anonymen Account ihren Frust und ihre Unzufriedenheit abzulassen“, sagte der 31-Jährige und spielt damit auf die zahlreichen Kritiker an, die sich unter anderem nach dem WM-Aus 2018 gegen Südkorea auf Jogi Löw stürzten und ihn zum alleinigen Verantwortlichen für die Leistung der Mannschaft machten.

Dass er es war, der „Die Mannschaft“ vier Jahre zuvor zum WM-Titel führte, scheint in solchen Situationen in Vergessenheit zu geraten.

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Kroos sieht diese Entwicklung als ein Problem der heutigen Gesellschaft, dessen Weg schon „vorgezeichnet“ gewesen sei, aber nun durch Corona noch einmal deutlich verstärkt werde.

„Arsch in der Hose“: Kroos fordert mehr Rückgrat von Mitspielern

Klar sei es berechtigt, Kritik zu äußern, aber „es gibt halt auch Sachen, die unten drunter sind“. Umso wichtiger sei es für ihn, in schwierigen Situationen den „Arsch in der Hose zu haben, da hinzugehen in dem Wissen, dass egal, was du sagst, du sowieso kritisiert wirst".

Viele würden sich nur nach Siegen den Fragen der Reporter stellen, „das kannst du vergessen“, sagte er. Das auszuhalten gehöre in seinen Augen zum Dasein eines Profi-Fußballers dazu. (dpa/hoe)

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