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Germany

Einmal Borusse, immer Borusse?

vor 4 Min.

Bayern-Verteidiger Mats Hummels steht angeblich vor einer Rückkehr zu Borussia Dortmund. Warum ein Comeback beim BVB für den 30-Jährigen reizvoll wäre

An eine Rückkehr von Mats Hummels dachte Borussia Dortmund schon im Moment seines Abschieds. Nach dem erst im Elfmeterschießen verlorenen DFB-Pokalfinale 2016 gegen den FC Bayern München sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke auf dem Bankett zum damaligen Nationalspieler: „Ich gehe davon aus, dass wir uns wiedersehen und ich kann Dir eins sagen ... Du bist beim BVB immer extrem willkommen.“ Drei Jahre nach Hummels’ Abgang nach München, wo der Verteidiger bis 2008 fußballerisch groß geworden war, steht nun angeblich die nächste Rückkehr bevor.

Nach Informationen der Bild am Sonntag sind „die Dinge zwischen den Münchnern und dem BVB weitgehend“ geklärt. 20 Millionen Euro Ablöse plus Erfolgsnachschläge sollen die Dortmunder auf der Suche nach einem Führungsspieler für die Verteidigung bieten. Bild und Sport Bild zufolge soll Bayern-Coach Niko Kovac einen möglichen Verkauf von Hummels akzeptiert haben. Aus dem Umfeld des deutschen Rekordmeisters wurden am Samstag entsprechende Überlegungen bestätigt. Eine offizielle Stellungnahme der Münchner lag zunächst nicht vor. Zu einer Anfrage wollte sich Hummels’ Vater Hermann nicht inhaltlich äußern. BVB-Sportdirektor Michael Zorc teilte mit: „Ich möchte die Gerüchte aktuell nicht kommentieren.“

Eine Rückkehr nach Dortmund könnte für Hummels, der dort von 2008 bis 2016 zum Top-Abwehrspieler reifte, einen gewissen Reiz haben. Als Führungskraft mit Persönlichkeit könnte er in einer Innenverteidigung neben Manuel Akanji (23), Dan-Axel Zagadou (20) oder Abdou Diallo (23) für Stabilität sorgen. Kopfball- und Stellungsspiel sind seine klaren Stärken. Mit einem Transfer des ausgemusterten 70-maligen Nationalspielers würde der BVB seine Titelambitionen im Kampf gegen Double-Gewinner FC Bayern unterstreichen. Mit den Einkäufen von Nico Schulz (1899 Hoffenheim/27,0 Millionen Euro), Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach/26,0) und Julian Brandt (Bayer Leverkusen/25,0) haben die Dortmunder bereits eindeutige Signale ausgesendet.

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Mit einem Abschied von Hummels würden dagegen die Münchner ihr Facelifting weiter beschleunigen. Die Altstars Arjen Robben und Franck Ribéry sind schon weg, während der walisische Superstar Gareth Bale von Real Madrid ein Thema beim Rekordmeister sein soll. Die Boulevardzeitung The Sun schrieb von einem möglichen einjährigen Ausleihgeschäft mit dem 29 Jahre alten Offensivspieler. Die Münchner seien für eine Saison angeblich bereit, dessen fürstliches Gehalt zu übernehmen.

Vereinspatron Uli Hoeneß hat Hummels Partner in der WM-Deckung von 2014, Jérôme Boateng, selbst einen Wechsel empfohlen. „Er ist kein Spieler für die Bank. Er ist kein Spieler, der das verträgt“, sagte Hoeneß vor wenigen Wochen über Boateng. Nach diesen Worten erscheint selbst im Fall eines Abschieds von Hummels ein Verbleib des ebenfalls 30-Jährigen an der Isar mehr als zweifelhaft. „Ich schaue mir das Ganze an und gucke immer, was passiert und was der Verein plant. Wenn der Verein sagt, er baut voll und ganz auf mich, ist alles in Ordnung“, hatte Hummels dem Kicker zum Ende dieser Saison gesagt. Zusammen mit Boateng und auch Thomas Müller wurde er im März von Bundestrainer Joachim Löw handstreichartig aus der Nationalmannschaft ausgemustert.

Längst ist Niklas Süle (23) die Nummer eins in der bayerischen Innenverteidigung. In Lucas Hernández (23/Atlético Madrid/80,0) und Benjamin Pavard (23/VfB Stuttgart/35,0) kommt junge Konkurrenz. Trotz Tempodefizits kann auch der 30 Jahre alte Javi Martínez in der Innenverteidigung eingesetzt werden. (dpa)

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