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Germany

Einwände gegen Befriedung von Grundstücken

In der jüngsten Sitzung des Remlinger Marktgemeinderates wurde das Gremium von Bürgermeister Klaus Elze (Bürger Block) informiert, dass dem Landratsamt Würzburg als Untere Jagdbehörde ein Antrag auf Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen vorliegt. Als Nachbar wird der Markt Remlingen informiert und kann eine Stellungnahme abgeben.

Else führte aus, dass mit der 2013 in Kraft getretenen Neufassung des § 6a Bundesjagdgesetz die Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen bundeseinheitlich neu geregelt wurde. Dies hat zur Folge, dass auf Antrag des oder der Waldbesitzer die Jagd auf dieser Fläche ruht. Gleichzeitig sieht die Neuregelung aber auch eine ausdrückliche Bejagung von bereits befriedeten Flächen bei Wildschäden und Tierseuchen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit des Straßenverkehrs vor.

Nach umfangreicher Diskussion hat der Marktgemeinderat beschlossen, Einwände gegen die Befriedung der Grundstücke zu erheben. Besonders hat das Gremium Bedenken, dass bei einer Ausnahme von der Bejagung eine Regulierung der Wildbestände nicht mehr gegeben und das Risiko von Verbiss-Schäden und Tierseuchen zu nehmen könnte. Außerdem gibt der Rat zu bedenken, dass aufgrund der eingeschränkten Bejagung die Gefahr von Wildunfällen und somit die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben sei.

Antrag auf Waldflurbereinigung

Bereits im Januar 2006 hat der Marktgemeinderat einen Antrag auf Einleitung eines Waldflurbereinigungsverfahrens beim Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken (ALE) gestellt. Wie Bürgermeister Elze ausführte, wurde von Seiten des Marktes Remlingen immer wieder nachgefragt, ein positives Zeichen sei jedoch bis jetzt nicht erfolgt. Bei einem Treffen im November mit Baudirektor Bromma wurden erste Schritte aufgezeigt. Es wurden auch die zeitlichen Perspektiven und die personellen Möglichkeiten zur Durchführung einer Waldflurbereinigung erörtert.

Der Markt Remlingen besitzt gut 400 Hektar Gemeindewald und 100 Hektar sind in Privatbesitz. Die Grundstücke sind und nicht vermessen, sodass die Grundstückgrenzen schwer feststellbar sind. Dazu käme, dass viele Grundstücksbesitzer ihre Flächen nicht kennen und deshalb eine Bewirtschaftung schwierig bis unmöglich sei.

Gerade im Hinblick auf die starken Waldschäden der vergangenen Jahre zeige dem Privatwaldbesitzer, wie wichtig es ist, dass er seine Grundstücke und deren Grenzen kennt. Auch der Privatwaldbesitzer haftet für Schäden in seinem Wald, wenn kranke und kaputte Bäume entlang von Wegen nicht entfernt und Dritte verletzt werden.

Um diesen Umstand zu ändern und eine ordentliche Waldbewirtschaftung mit offiziellen Zufahrtswegen zu ermöglichen, sollte eine Waldflurbereinigung auf den Weg gebracht werden. Dies wurde von allen Räten befürwortet. Nachbargemeinden hätten dies in der jüngsten Vergangenheit erfolgreich durchgeführt, berichtete Bürgermeister Klaus Elze. Im ersten Schritt soll ein eigenes Gremium gebildet werden. Dieses sollte dann ermitteln, ob von Seiten der Privatwaldbesitzer Interesse an einer Waldflurbereinigung besteht. "Wir sprechen hier", betonte Elze, "von fünf bis zehn Jahren, die ein solches Verfahren dauern könnte." Der Marktgemeinderat will sich im Frühjahr intensiv mit dem Problem befassen.

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