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Einzelschicksale und Menschheitsfragen

Wegen einiger Terminunsicherheiten infolge der Corona-Pandemie veröffentlicht das Schauspielhaus in Hamburg seinen kompletten Spielplan für die kommende Saison erst im August. Doch der Start im September wurde jetzt im Vorwege veröffentlicht.

Nicht weniger als acht Premieren stehen vom 3. September an auf dem Plan, davon vier im großen Haus. Den Auftakt macht „Richard the Kid & Richard the King“ nach William Shakespeare, ergänzt um Texte des belgischen Autors Tom Lanoye. Die Inszenierung von Karin Henkel mit Lina Beckmann und Kristof van Boven erlebt ihre Premiere bereits im Juli bei den Salzburger Festspielen, bevor sie nach Hamburg kommt.

Auf „Richard III.“ folgt das spitzzüngige „Café Populaire“

Die erste Malersaal-Premiere folgt mit „Café Populaire“ von Nora Abdel-Maksoud einen Tag später, in dem sich vier Protagonisten über ihr Leben unterhalten: Aram mit Migrationshintergrund, der sich mit allen möglichen Jobs über Wasser hält, Püppi, die altlinke Hospizbewohnerin, Bildungsbürgerin Svenja und Don, ihre neoliberales Alter Ego, das immer wieder ungewollt aus ihr herausbricht und Scherze wie diesen erzählt: „Warum kann man im Theater so gut Witze über Arme machen? – Weil sie sich die Karten eh nicht leisten können.“

Gestatten?! "Die Brüder Karamasow" persönlich

Gestatten?! „Die Brüder Karamasow“ persönlich

Quelle: Thomas Aurin/Thomas Aurin; Thomas Aurin

Die zweite Premiere im großen Haus ist „Die Brüder Karamasow“ von Fjodor Michailowitsch Dostojewski (12. September). Regissseur Oliver Frljić war Intendant des Kroatischen Nationaltheaters in Rijeka, bis er aus Protest gegen die kroatische Kulturpolitik 2016 seinen Rücktritt erklärte. Nun inszeniert er die „Neuwerdung des Menschen“ nach Dostojewski angesichts globaler Umwälzungen rund 140 Jahre nach Gottes russischem Romantod.

Erst ohne Gott, dann mit Gewalt

Als Premiere im Rangfoyer am 15. September steht „Ecce Homo oder: Ich erwarte die Ankunft des Teufels“ nach Mary McLane auf dem Programm. Es spielt Eva Bühnen, die seit der vorletzten Spielzeit zum Ensemble des Schauspielhauses zählt. Der erste Teil des Doppelabends ging auf Friedrich Nietzsches „Ecce Homo“ zurück, im Kontrast kommt nun die andere Egomanin, Mary McLane, zu Wort. Sie erwartet ihr Heil zehn Jahre nach Nietzsches Tod „in der Ankunft des Teufels“.

David Grossmans großer Roman „Was Nina wusste“ bildet die Vorlage für die folgende Premiere im Malersaal (17. September). Regisseur Dusan David Parizek diskutiert die großen Menschheitsfragen unserer Tage im Spiegel israelischer Familiengeschichten, die Erfahrungen aus dem gewalttätigen 20. Jahrhundert über Generationen tragen, leben und erleiden.

Existenzielle Grenzen unter der Schauspiel-Lupe

Die dritte Produktion im großen Haus ist die deutschsprachige Erstaufführung des für die Bühne adaptierten Romans „The Children Act“, auf Deutsch: „Kindeswohl“, von Ian McEwan, der 2017 als Film von Sir Richard Charles Hastings Eyre ins Kino kam. Er erzählt die Geschichte der Familienrichterin Fiona Maye, die immer wieder über Leben und Tod von Kindern zu entscheiden hat, ob es um die Trennung siamesischer Zwillinge geht oder um die Zwangsbehandlung eines Jungen, der Bluttransfusionen aus religiösen Gründen ablehnt, aber ohne Transfusion sterben würde.

Der jüngste Streich aus der Feder von René Pollesch entlehnt seinen Titel „J’accuse“ (“Ich klage an“) bei Émile Zola, der Autorentheatermacher Pollesch aber versteht ihn im existenziellen Sinne der Dechiffrierung des menschlichen Wesens, nicht etwa mit Blick auf eine politische Affäre. Es spielen Sachiko Hara, Eva Maria Nikolaus, Angelika Richter, Sophie Rois und Marie Rosa Tietjen. Hara und Richter sind auch in der letzten Produktion des Eröffnungsmonats dabei. „Die Räuber der Herzen“ von Bonn Park nach Friedrich Schiller erleben ihre Uraufführung am 30. September im Malersaal.

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