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Ergebnisse der Bundestagswahl 2021 jetzt im Live-Ticker: Deutschland vor schwieriger Regierungsbildung

Zwischen Olaf Scholz (SPD) und Armin Laschet (CDU) zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Bundestagswahl ab.

Am 26. September findet die Bundestagswahl 2021 statt. Erfahren Sie alle Prognosen, Hochrechnungen, Ereignisse und Ergebnisse in unserem Live-Ticker.

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+++ 19.50 Uhr: In den neuesten Hochrechnungen von ARD und ZDF kann die SPD ihren Vorsprung vor der Union halten. Der neue Bundestag könnte der größte aller Zeiten werde und laut Schätzung der ARD 730 Sitze haben. Die CDU käme laut den aktuellen ARD-Hochrechnungen auf 153 Sitzen, die CSU auf 45, die SPD auf 200, die Grünen auf 113, die AfD auf 86, die FDP auf 92, die Linke auf 40 Sitze und der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) als nationale Minderheit auf 1 Sitz.

Bundestagswahl 2021: Scholz und Laschet wollen Regierung bilden – eine Regierungskoalition schon geplatzt

+++ 19.30 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich hocherfreut über das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl geäußert. „Natürlich freue ich mich über das Wahlergebnis“, sagte Scholz in Berlin. „Das ist ein großer Erfolg.“ Viele Wählerinnen und Wähler hätten deutlich gemacht, dass sie einen „Wechsel in der Regierung“ wollten und dass der nächste Kanzler Olaf Scholz heißen solle. Nicht möglich ist laut den aktuellen Hochrechnungen jedoch ein rot-grün-rotes Bündnis aus SPD, Grüne und Linke. Damit könnte Scholz in den Koalitionsverhandlungen ein wichtiges Druckmittel fehlen.

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet will trotz des schwachen Abschneidens bei der Bundestagswahl versuchen, eine unionsgeführte Regierung zu bilden. „Eine Stimme für die Union ist eine Stimme gegen eine linksgeführte Bundesregierung. Und deshalb werden wir alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden“, sagte Laschet. Zugleich sagte Laschet: „Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein.“ Der Ausgang sei jedoch völlig unklar. „Es wird ein langer Abend.“

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat das mutmaßliche Abschneiden ihrer Partei als das „historische beste Ergebnis“ gelobt. Nach Hochrechnungen vom frühen Sonntagabend können die Grünen mit fast 15 Prozent der Stimmen rechnen. Das bislang beste Ergebnis bei einer Bundestagswahl erreichte die Ökopartei 2009 mit 10,7 Prozent. „Wir sind erstmals angetreten, um als führende Kraft dieses Land zu gestalten“, sagte Baerbock bei der Wahlparty ihrer Partei in Berlin. „Wir wollten mehr“, räumte sie ein. Das habe nicht geklappt, auch aufgrund eigener Fehler - ihrer Fehler, wie sie präzisierte.

Trotz historisch schlechtem Wahlergebnis für die Union: Laschet will Regierung bilden

+++ 19.23 Uhr: Eine erste Prognose von 18 Uhr sah SPD und Union gleichauf, die nun veröffentlichte Hochrechnung sieht die SPD leicht vor CDU und CSU. Die Union verliert im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 deutlich und unterbietet ihren damaligen Minusrekord. Vor vier Jahren war die Union mit Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) auf 32,9 Prozent der Stimmen gekommen – eine herbe Niederlage. Kanzlerkandidat Armin Laschet will trotz des schlechten Wahlergebnisses alles daran setzen, die Regierung zu bilden. „Eine Stimme für die Union ist eine Stimme gegen eine linksgeführte Bundesregierung. Deshalb werden wir alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden“, sagte er gegenüber der dpa.

Die SPD kann im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 ebenfalls deutlich zulegen. Damals erreichte sie 20,5 Prozent – das bislang schlechteste Ergebnis. Die Grünen gewinnen im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 ebenfalls deutlich an Stimmen hinzu und werden zur drittstärksten Kraft. Vor vieren Jahren erreichten sie 8,9 Prozent. Allerdings verfehlen sie ihr Wahlziel, die Regierung zu bilden.

+++ 19.06 Uhr: Die ARD hat eine neue Hochrechnung veröffentlicht.

Prognose zur Bundestagswahl: Deutschland vor schwieriger Regierungsbildung

+++ 18.50 Uhr: Nach der Bundestagswahl 2021 steht Deutschland wohl vor einer schwierigen Regierungsbildung. Laut den aktuellen Hochrechnungen wären mehrere Regierungskoalitionen möglich. SPD und CDU liegen laut den ARD-Hochrechnungen gleichauf, die aktuelle ZDF-Hochrechnung sieht die SPD knapp vor der Union.

Basierend auf der Hochrechnung von Infratest Dimap (ARD), wäre eine Große Koalition von SPD und Union rechnerisch erneut möglich, ein Zweierbündnis aus SPD und Grünen oder CDU/CDU und Grünen käme jedoch nicht auf die notwendige Anzahl der Sitze. Bei der Regierungsbildung dürfte es entscheidend auf Grüne und FDP ankommen.

Sollte die SPD stärkste Partei werden, gilt es als wahrscheinlich, dass Scholz ein Ampel-Bündnis mit Grünen und FDP bilden will, wie es in Rheinland-Pfalz bereits seit 2016 regiert. FDP-Chef Christian Lindner hat jedoch wiederholt Vorbehalte gegen eine solche Koalition im Bund angemeldet. Er zieht die Union als Partner vor. Auch eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP wäre möglich. Diese würde voraussichtlich von Laschet angestrebt werden, sollte die Union vorne liegen. Dabei dürften eher die Grünen bremsen. Nicht ausgeschlossen ist, dass Laschet oder Scholz auch als Zweitplatzierte versuchen könnten, die Regierung zu bilden.

Rechnerisch möglich, aber sehr unwahrscheinlich sind ein Bündnis von SPD, Union und FDP (Deutschland-Koalition) oder eine Koalition von SPD, Union und Grünen nach dem Vorbild von Brandenburg (Kenia-Koalition).

+++ 18.47 Uhr: Das ZDF hat eine neue Hochrechnung zur Bundestagswahl veröffentlicht.

+++ 18.46 Uhr: Nach den ersten Prognosen zur Bundestagswahl gibt es erste Reaktionen. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht einen klaren Regierungsauftrag für die SPD. „Olaf Scholz soll Kanzler werden“, sagte er im ZDF. Der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wirbt nach den ersten Prognosen für eine „Zukunftskoalition“ der Union mit Grünen und FDP. Es gebe ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“, so Ziemiak in der ARD. Es werde sich zeigen, wer die Nase vorn habe.

CSU-Generalsekretär Markus Blume sieht nach der Bundestagswahl einen Erfolg der Union darin, einen Linksrutsch verhindert zu haben. „Viele hatten ja die Union in den letzten Tagen und Wochen schon abgeschrieben, und wir haben immer gesagt, es wird ganz eng im Finale“, sagte Blume im ZDF. Entscheidend sei, dass es - nach den Umfragen jedenfalls - keine Mehrheit für ein Linksbündnis gebe.

Reaktionen zur Bundestagswahl: Erste Hochrechnungen da

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter ist mit dem Abschneiden seiner Partei in den Prognosen zur Bundestagswahl unzufrieden. Dem Bayerischen Fernsehen sagte er: „Wir hätten uns mehr erhofft.“ Jetzt gehe es darum, das Beste aus dem Ergebnis zu machen. Erst einmal aber freue er sich, dass das Ergebnis der Grünen deutlich stärker sei als bei der vorherigen Bundestagswahl. 

Die Linke hat sich enttäuscht über den Ausgang der Bundestagswahl gezeigt. „Das ist ein schwerer Schlag für uns“, sagte die Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow. „Wir haben durchaus schwer verloren.“ Die Linke liegt nach den Prognosen von ARD und ZDF bei nur 5 Prozent und muss ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde befürchten.

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat sich sehr zufrieden über das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl geäußert. „Heute Abend feiern wir zunächst einmal, weil das das erste Mal in der Geschichte unseres Landes ist, dass die FDP bei einer Bundestagswahl zwei Mal in Folge zweistellig wird“, sagte Kubicki im ARD-Wahlstudio. „Wir freuen uns riesig.“

 Die Co-Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alice Weidel, hat das Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl als „sehr solides“ Ergebnis gewertet. Die AfD habe zweistellig abgeschnitten und sei allen Unkenrufen zum Trotz nicht aus dem Bundestag heraus gewählt worden, sagte Weidel in der ARD. „Um uns wird man nicht mehr drumherumkommen“, sagte sie.

Erste Hochrechnungen zur Bundestagswahl 2021: Klingbeil sieht Regierungsauftrag für SPD

+++ 18.25 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht nach der Bundestagswahl einen klaren Regierungsauftrag für die Sozialdemokraten. „Wir liegen vorne, wir haben es auf Platz Nummer eins gebracht“, sagte Klingbeil am Sonntagabend wenige Minuten nach Schließung der Wahllokale im ZDF - die Prognose des Senders sah die SPD mit 26 Prozent zwei Prozentpunkte vor der CDU/CSU. „Olaf Scholz soll Kanzler werden“, hob Klingbeil weiter hervor.

+++ 18.15 Uhr: Zwischen SPD und CDU deutet sich bei der Bundestagswahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen an. Laut den aktuellen Hochrechnungen der Forschungsgruppen Wahlen für das ZDF würden CDU und CSU aktuell auf 198 Sitze käme, die SPD auf 215, die Grünen auf 120, die AfD auf 83, die FDP auf 99, die Linke auf 41. Sollte die Linke die 5 Prozent-Hürde nicht knacken, sähe die Sitzverteilung jedoch anders aus.

Möglich wäre laut der ZDF-Hochrechnung eine Große Koalition aus SPD und Union. SPD und Grüne oder CDU/CDU und Grüne kämen nicht auf die notwendige Mehrheit der Sitze. Eine Koalition von SPD, Grüne und FDP wäre möglich. Eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen wäre ebenfalls möglich. Eine Rot-Rot-Grüne-Koalition wäre nach der aktuellen Hochrechnung nicht möglich.

Ergebnisse der Bundestagswahl 2021: Das sind die ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF

+++ 18.06 Uhr: Bei den ersten Hochrechnungen zeichnet sich weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU/CSU ab. Laut der ARD-Prognose liegen SPD und Union gleichauf. Die ZDF-Hochrechnung sieht die SPD zwei Prozentpunkte vor der Union. Die Grünen kommen laut den aktuellen Hochrechnungen auf 14,5 Prozent (ZDF) oder 15 Prozent (ARD).

Hochrechnung/PrognoseUhrzeitCDU/CSUSPDGrüneFDPAfDLinkeSonstige

Die ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl 2021 sind da. Diese resultieren jedoch nicht auf der ersten Auszählung der Stimmen. Stattdessen basiert die erste Prognose auf sogenannten „Exit Polls“. Dabei handelt es sich um eine repräsentative Nachwahlerhebung am Wahltag. 

+++ 17.30 Uhr: In einer halben Stunde schließen die Wahllokale in Deutschland. Im Anschluss werden erste Prognosen zur Bundestagswahl bekannt gegeben. Die sogenannten „Exit Polls“ basieren jedoch nicht auf der ersten Auszählung der Stimmen. Es handelt sich um eine repräsentative Nachwahlerhebung am Wahltag. Wählerinnen und Wähler werden in ausgewählten Wahlbezirken nach dem Urnengang gebeten, anonym einen Fragebogen auszufüllen. Auf Basis dieses Fragebogens entsteht dann die erste Wahlprognose. Diesbezüglich ist es am Nachmittag zu einer Panne gekommen. Der Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger veröffentlichte die Ergebnisse einer Wählerbefragung auf seinem Twitter-Kanal, das ist jedoch verboten.

Weitere Panne bei der Bundestagswahl

+++ 17.09 Uhr: Der Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, ist wegen der kurzzeitigen Veröffentlichung von Wahlprognose-Zahlen in die Kritik geraten. Aiwanger hatte Zahlen aus einer Nachwahlbefragung der Forschungsgruppe Wahlen in einem Tweet veröffentlicht, der wenig später wieder gelöscht wurde. Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident hatte in dem Tweet zudem dazu aufgerufen, die „letzten Stimmen“ nun den Freien Wählern zu geben. Ergebnisse von Wählerbefragungen vor 18 Uhr zu veröffentlichen, ist jedoch verboten.

Laut dem Bundeswahlgesetz ist es eine Ordnungswidrigkeit, vor Schließung der Wahllokale „Ergebnisse von Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe über den Inhalt der Wahlentscheidung“ zu veröffentlichen. Dies kann „mit einer Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro geahndet werden.“

CSU-Generalsekretär Markus Blume griff Aiwanger scharf an und forderte Konsequenzen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. „Hubert Aiwanger verbreitet vor 18 Uhr Prognoseergebnisse und verbindet sie mit einem Wahlaufruf“, schrieb Blume auf Twitter und fügte hinzu: „Ein unglaublicher Fall von Wahlmanipulation und Wählerbeeinflussung. Das ist zutiefst undemokratisch und muss Konsequenzen haben!“

Bundestagswahl 2021 Wahlbeteiligung vor Ort niedriger als vor vier Jahren

+++ 16.29 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei der heutigen Bundestagswahl ist bislang etwas niedriger als bei der Bundestagswahl vor vier Jahren. Bis 14 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 36,5 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 41,1 Prozent gelegen, teilt der Bundeswahlleiter mit. Allerdings werden in dieser Berechnung die Stimmen der Briefwählerinnen und Briefwähler nicht berücksichtigt.

„Die aktuell ermittelte Wahlbeteiligung liegt erwartungsgemäß unter dem Wert von 2017, da wir von einem deutlich erhöhten Anteil von Briefwählerinnen und Briefwählern ausgehen, deren Wahlbeteiligung zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der Ermittlung des endgültigen Wahlergebnisses festgestellt wird“, so Bundeswahlleiter Georg Thiel.

Bundestagswahl 2021: Spott nach Laschets Wahlpanne

+++ 15.55 Uhr: Die Wahlpanne von Armin Laschet (CDU) sorgt auf Twitter weiter für Spott. Neben einigen SPD-Politikerinnen und Politikern meldeten sich auch Politiker anderer Parteien zu Wort. „Gut, dass der Wahlkampf vorbei ist. Zu Laschet fällt mir nämlich nix mehr ein“, twittert der Linken-Politiker Matthias Höhn.

Tobias Lindner von den Grünen kann für Laschets Wahlpanne kein Verständnis aufbringen. „Mein Sohn wollte heute auch mit in die Kabine - und ich habe ihm erklärt, dass Wahlen in unserem Land aus guten Gründen geheim sind und er davor warten muss. Und irgendwie haben es alle auch hinbekommen, den Stimmzettel wieder so zu falten, wie wir ihn erhalten haben“, schreibt er auf Twitter. Auch Jan Böhmermann kann sich einen Kommentar offenbar nicht verkneifen und twittert: „Mal ehrlich, wie doof kann man sein?“

Kritik nach Laschets Wahlpanne: SPD-Politiker spotten auf Twitter

+++ 15.05 Uhr: Armin Laschets (CDU) Wahlpanne scheint das gefundene Fressen für viele SPD-Politiker zu sein. Der Kanzlerkandidat hatte bei der Abgabe seines Stimmzettels offenbar nicht auf die Sichtbarkeit seiner Erst- und Zweitstimme geachtet.

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl den Stimmzettel so gefaltet, dass beim Einwerfen in die Urne seine Kreuze für die CDU zu sehen waren.

Obwohl der Bundeswahlleiter offiziell die Gültigkeit von Laschets Stimme bestätigte, schießen nun verschiedene Politiker gegen den Kanzlerkandidaten. Aydan Özoğuz, die Bundestagsabgeordnete der SPD, schrieb auf Twitter: „Die meiste Zeit hab ich gebraucht, diesen Wahlzettel wieder so zu falten, dass man meine Kreuze nicht auf der Vorderseite sofort sieht.“

Gerold Reichenbach, der ehemalige Bundestagsabgeordnete der SPD, äußerte sich wie folgt: „In Punkto Geheimhaltung ist Laschet der Wunschkanzler aller ausländischen Geheimdienste!“

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Bundeswahlleiter äußert sich zu Laschet-Wahlpanne

+++ 14.29 Uhr: Nach der Wahlpanne von Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) meldete sich auf Twitter der Bundeswahlleiter zu Wort: Die Wahlvorschriften seien zwar eindeutig (siehe Update von 12.16 Uhr), eine Wählerbeeinflussung könne in Laschets Handlung jedoch „nicht gesehen werden“.

In dem Tweet heißt es: „Ein bundesweit bekannter Politiker hat wie erwartet seine eigene Partei gewählt. Eine Wählerbeeinflussung kann darin nicht gesehen werden.“ Zudem gelte generell die Regel, dass ein falsch gefalteter Stimmzettel, der in die Wahlurne gelangt, nicht mehr aussortiert werden kann und darum als gültig zu werten ist.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Annalena Baerbock gibt Stimme ab

Zuerst Olaf Scholz (SPD), dann Armin Laschet (CDU) und jetzt Annalena Baerbock (Grüne) - drei wichtige Stimmen der Bundestagswahl 2021 wurden abgegeben. Baerbock hatte ihre Stimme im Wahlkreis Potsdam abgegeben. Dort bewirbt sie sich auch um ein Direktmandat. Ein weiterer Direktkandidat ist Scholz.

„Es wird auf jede Stimme ankommen bei dieser Wahl, das haben wir ja in den letzten Wochen gesehen, wie Spitz auf Knopf es gehen wird“, sagte die Grünen-Vorsitzende am Sonntag (26.09.2021) bei der Stimmabgabe. Sie führte weiter aus: „Wir erhoffen uns natürlich noch ein paar Stimmen mehr mit Blick auf die Umfrageergebnisse, damit wir einen echten Aufbruch in diesem Land schaffen können.“

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Höhere Wahlbeteiligung zeichnet sich ab

+++ 14.05 Uhr: Die Bundestagswahl 2021 ist in vollem Gange. In ganz Deutschland zeichnet sich eine erhöhte Wahlbeteiligung ab. Während es in einigen Bereichen schon am Morgen zu mehr Stimmabgaben als bei der vergangenen Wahl 2017 kam, wird in anderen mit einer vermehrten Nutzung der Briefwahl gerechnet.

In Niedersachsen stieg die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2021 schon am Morgen an: Zwischen 8 und 12.30 Uhr gaben 36,56 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. 2017 sind es zu diesem Zeitpunkt 32,08 Prozent gewesen. Im Land Bremen stieg die Wahlbeteiligung weniger stark an: von 27,1 Prozent in 2017 auf 27,2 Prozent in 2021.

Auch in Nordrhein-Westfalen stieg die Wahlbeteiligung in einigen Städten bereits an. In dem bevölkerungsreichsten Bundesland sind 12,9 Millionen Bürger aufgerufen, ihre Stimmen zur Bundestagswahl abzugeben. Hinzu komme die gemeldeten Rekordwerte bei der Zahl der Briefwahlanträge, wie zum Beispiel in Dortmund. In Sachsen-Anhalt liegt der Wert von 2021 (26,5) hingegen unter dem von 2017 (29,6). Noch nicht eingerechnet ist die Zahl der Briefwählerinnen und Briefwähler.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Wahlpanne in Berlin führt auch zu Verzögerungen

+++ 13.40 Uhr: Nicht nur bei CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet ist es zu einer Wahlpanne gekommen. Auch in einigen Wahllokalen in Berlin kam es zu Verzögerungen und ungültigen Stimmen: Grund dafür sind vertauschte Wahlzettel.

Betroffen waren Stimmzettel aus den Bezirken Friedrichshain/Kreuzberg und Charlottenburg/Wilmersdorf. In den Wahllokalen 404, 407 und 408 in der Spartacus Grundschule in Friedrichshain lagen nach Angaben aus dem Wahllokal für die Abgeordnetenhauswahl nur Stimmzettel aus Charlottenburg/Wilmersdorf vor.

Die betroffenen Wahllokale mussten bis zum Eintreffen der korrekten Stimmzettel geschlossen werden. Im Anschluss an die Panne ging es nur zögerlich weiter. Zudem mussten einige Stimmabgaben auf falschen Stimmzetteln für ungültig erklärt werden. In Berlin wird nicht nur die Bundestagswahl durchgeführt, sondern auch die Wahl zum Abgeordnetenhaus.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Laschet wählt - und verstößt gegen Grundprinzip

+++ 12.16 Uhr: Neben SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat nun auch der Kandidat der CDU, Armin Laschet, gewählt. In seinem Wahlkreis in Aachen-Burscheid gab er seine Stimme ab. Danach betonte er noch einmal die Wichtigkeit der Bundestagswahl 2021 in Deutschland. Die Wahl entscheide über die Zukunft Deutschlands, weshalb es auf jede Stimme ankomme.

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland schreibt, habe Laschet bei der Stimmabgabe seinen Stimmzettel nicht korrekt gefaltet, sodass erkennbar gewesen sei, wo er seine Kreuze gesetzt hatte. Das Falten des Stimmzettels in einer Weise, in der die Stimmabgabe nicht erkennbar ist, diene der Einhaltung des Wahlgeheimnisses, so die Information auf Bundeswahlleiter.de. Damit verstößt Laschet gegen ein Grundprinzip der geheimen Wahl.

Das Wahlgeheimnis dient dem Grundsatz der Freiheit der Wahl für sich und andere: „Andere Wählerinnen und Wähler sollen vor einer Beeinflussung bei ihrer eigenen Stimmabgabe geschützt werden.“

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Scholz und Söder haben gewählt

+++ 11.03 Uhr: Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) haben jeweils ihre Stimme abgegeben. Söder sei wegen des Wahlausgangs nicht nervös, aber doch etwas angespannt, sagte er in Nürnberg.

Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der SPD, aufgenommen bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl in Potsdam, 26.09.2021.

Andere Personen werden derweil durch äußere Umstände von der Wahl abgehalten: In Wuppertal sorgt der Fund einer Weltkriegsbombe bei einigen Wählenden für Verzögerungen. Die Bewohner des betroffenen Wohngebietes wurden dazu aufgerufen, vorerst nicht wählen zu gehen, sondern in ihren Wohnungen zu verweilen. De Entschärfung des Blindgängers ist für den späten Vormittag geplant, erklärt eine Stadtsprecherin.

Deutschland: Ausgang der Bundestagswahl 2021 wohl völlig offen

+++ 10.05 Uhr: Die Wahllokale in Deutschland haben geöffnet, der Wahlkampf ist vorbei - laut Experten und letzten Umfragen ist der Ausgang der Bundestagswahl 2021 jedoch völlig offen. Insgesamt stellen sich 47 Parteien zur Wahl.

Darüber hinaus wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt, in Berlin ist es das Abgeordnetenhaus und in Niedersachsen finden nach der Kommunalwahl vor zwei Wochen etliche Stichwahlen statt.

Bundestagswahl 2021: Wahllokale in Deutschland sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet

Endlich ist es so weit - die Wahllokale sind geöffnet. In Deutschland sind knapp 60,4 Millionen Menschen am heutigen Sonntag (26.09.2021) dazu aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen.

Wegen der Corona-Pandemie wird bei dieser Bundestagswahl ein Briefwahl-Rekord erwartet. Trotzdem werden viele Bürgerinnen und Bürger in die Wahllokale strömen. Bis 18 Uhr kann jede bzw. jeder Wahlberechtigte seine Stimme abgeben.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Wahllokale bis 18 Uhr geöffnet

+++ 16.50 Uhr: Um 8 Uhr geht es für Wahlberechtigte am Sonntag (26.09.2021) mit der Bundestagswahl 2021 los. Bis 18 Uhr haben sie Zeit ihre Stimme im Wahllokal abzugeben. Dabei muss jedoch der eigene Wahlbezirk beachtet werden. Nur Personen mit Wahlschein dürfen in einem Wahllokal außerhalb des eingetragenen Wahlbezirks wählen gehen.

2021 gilt es wegen Corona verschiedene Regeln zu beachten: Das schließt unter anderem die Maskenpflicht, die Einhaltung von Mindestabständen und die Beachtung der Vorschläge zur Handhygiene mit ein. 2G- oder 3G-Regeln wird es in den Wahllokalen nicht geben.

Eine Besonderheit für Briefwähler, die es noch nicht geschafft haben, ihre Wahlunterlagen per Post abzuschicken: Bis Sonntag 18 Uhr kann der Umschlag bei der zuständigen Stelle abgegeben werden.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Kommen mehr als 900 Abgeordnete in den Bundestag?

Noch scheint beim Wahlkampf alles offen zu sein. Laut den letzten Umfragen zur Bundestagswahl 2021 liegt die SPD vor CDU/CSU. Samstag und Sonntag wollen die Parteien noch einmal um Stimmen werben.

Der aktuelle Bundestag ist mit 709 Abgeordneten schon vergleichsweise groß. Durch die Wahl am Sonntag könnte sich die Anzahl der Mitglieder noch einmal erhöhen. Nach Berechnungen des Wahlforschers Robert Vehrkamp könnten es mehr als 900 Abgeordnete werden.

Endspurt vor der Bundestagswahl 2021 - Merkel ruft zum gemeinsamen Schlussspurt auf

+++ 18.28 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat CDU und CSU zu einem gemeinsamen Schlussspurt bis zur Bundestagswahl an diesem Sonntag (26.09.2021) aufgerufen. In knapp 50 Stunden hätten die Wahllokale geschlossen, sagte Merkel am Freitag beim offiziellen gemeinsamen Wahlkampfabschluss von CDU und CSU auf dem Münchner Nockherberg. Es gebe aber „viele Menschen, die entscheiden sich immer recht spät“. Deswegen seien „alle noch einmal aufgerufen, diese Stunden zu nutzen“, um die Wahl zu gewinnen.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hingegen will am Samstag (25.09.2021) zum letzten Mal vor der Bundestagswahl die Gelegenheit nutzen, mit Bürgern in seinem Wahlkreis in Potsdam ins Gespräch zu kommen. Bei zwei Terminen will er Bürgerfragen beantworten. Scholz bewirbt sich im Wahlkreis Potsdam um ein Direktmandat. Dort tritt auch die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock als Direktkandidatin an.

Bundestagswahl 2021: Union kann in aktuellen Umfragen leicht aufholen

Union in den aktuellen Umfragen leicht aufholen – die SPD liegt jedoch weiter vorn. Bei der Kanzlerfrage punktet weiterhin SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, mehr als 60 Prozent trauen ihm das Amt als Bundeskanzler zu. Obwohl die Umfragewerte eine Tendenz zeigen, sind sie lediglich ein Stimmungsbild und keine Prognose des Wahlausgangs.

Erste Prognosen und Hochrechnungen zum Wahlausgang werden bereits kurz nach 18 Uhr erwartet. Die Wahllokale haben am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Bundeswahlleiter Georg Thiel appelliert an alle Wahlberechtigten, ihre Stimme abzugeben. „Wahlen sind die Grundlage unserer Demokratie. Eine hohe Wahlbeteiligung ist dabei wesentlich für die demokratische Legitimation des neuen Deutschen Bundestages“, sagte Thiel am Freitag.

Bundestagswahl 2021 im Live-Ticker: Gewählt werden kann von 8 bis 18 Uhr

Berlin – Am Sonntag, den 26. September geht Deutschland an die Wahlurnen: Ein neuer Bundestag und ein neuer Bundeskanzler wird gewählt. Doch welche Partei wird die meisten Wählerstimmen für sich gewinnen können? Das erfahren Sie hier in unserem Live-Ticker.

Die Wahllokale sind am Wahltag von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Auch die Briefwahl ist möglich. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Wahlbrief bis zum Wahlsonntag um 18 Uhr bei der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Adresse vorliegt. Bei Versand mit der Post innerhalb Deutschlands sollte der Wahlbrief also einige Tage vorher abgeschickt worden sein. Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2021 können Sie hier in unserer interaktiven Wahlkarte nachschauen.

Bundestagswahl 2021: Diese Parteien treten an

Bei der Bundestagswahl 2021 treten 47 Parteien an. 40 von ihnen haben Landeslisten aufgestellt, sieben Parteien schicken nur Direktkandidierende ins Rennen um den Einzug in den Bundestag. Unter den Parteien sind auch die bereits im Bundestag vertretenen Parteien:

Union, SPD und Grüne haben außerdem Kanzlerkandidaten und eine Kanzlerkandidatin aufgestellt und damit ihren Anspruch auf die Führung der nächsten Bundesregierung bekräftigt. Armin Laschet kandidiert für die Union, SPD-Kanzlerkandidat ist Olaf Scholz und Annalena Baerbock will erste grüne Bundeskanzlerin werden. Die übrigen im Bundestag vertretenen Parteien haben folgende Spitzenkandidierende aufgestellt:

Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2017

Bei der letzten Bundestagswahl 2017 holte die Union die meisten Stimmen. Der unten stehenden Tabelle können Sie die Ergebnisse der letzten Wahl entnehmen.

CDU26,8 Prozent
SPD20,5 Prozent
AfD12,6 Prozent
FDP10,7 Prozent
Die Linke9,2 Prozent
Grüne8,9 Prozent
CSU6,2 Prozent
Sonstige5,0 Prozent

Bundestagswahl 2021: Welche Funktion hat der Bundestag?

Der Deutsche Bundestag stellt in der Bundesrepublik das legislative Organ dar. Er erfüllt daher eine gesetzgebende Funktion. Im politischen System Deutschlands ist es die einzige Institution, die unmittelbar vom Volk gewählt wird.

Gesetzlich ist die Zahl seiner Mitglieder auf 598 festgelegt, allerdings kann es durch Ausgleichs- und Überhangmandate auch deutlich mehr Vertreter geben. Die Anzahl von derzeit 709 Mitgliedern stellt einen Rekord dar. (Joshua Schößler, Sarah Neumeyer, Nail Akkoyun, Luisa Ebbrecht und Jennifer Greve mit dpa)

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