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Explosionen erschüttern Beirut: 73 Tote und 2750 Verletzte, darunter Deutsche

Beirut -

Heftige Explosionen in Beirut! In der libanesischen Hauptstadt ist es am Dienstag zu schrecklichen Bildern gekommen. Eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur berichtete von einer starken Erschütterung im Stadtzentrum und von großen Schäden. Auf den Straßen spielen sich kurz darauf dramatische Szenen ab.

Örtliche Medien zeigten Bilder von unter Trümmern feststeckenden Menschen, einige von ihnen waren blutverschmiert.

Durch die Wucht der Explosionen, die sich in der Nähe des Hafens der Küstenstadt ereigneten, gingen Fenster zu Bruch, wie auf Fotos in sozialen Netzwerken zu sehen war. Über der Stadt stieg eine große Rauchwolke auf. Zunächst war nur von einer Detonation die Rede gewesen.

Nach Explosion in Beirut: Mindestens 73 Tote und 2750 Verletzte, darunter Deutsche

Nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 73 Menschen getötet, rund 2750 verletzt. „Es ist eine Katastrophe im wahrsten Sinne des Wortes“, sagte Gesundheitsminister Hamad Hassan beim Besuch eines Krankenhauses.

Auch Mitarbeiter der deutschen Botschaft seien verletzt worden. Das Gebäude, in dem sich die Botschaft befindet, sei beschädigt worden, teilte das Auswärtige Amt am Dienstagabend in Berlin weiter mit. Angesichts der starken Schäden im Stadtgebiet könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass weitere deutsche Staatsangehörige unter den Opfern und Verletzten seien.

Regierungschef Hasan Diab will nun die Verantwortlichen „zur Rechenschaft ziehen“. Diese würden „für diese Katastrophe den Preis bezahlen“, sagte Diab am Dienstag in einer Fernsehansprache.

Hintergründe unklar: Veraltetes explosives Material als Auslöser?

Die Hintergründe blieben zunächst unklar. Hinweise auf einen Anschlag oder einen politischen Hintergrund gab es zunächst nicht. Die Sicherheitsbehörden vermuteten veraltetes explosives Material als Auslöser. „Wir können keinen Ermittlungen zuvorkommen“, sagte der Chef für innere Sicherheit, Abbas Ibrahim.

Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, am Hafen sei in einem Lagerhaus in Nähe mehrerer Getreidespeicher ein Feuer ausgebrochen. „Starke Explosionen“ seien in Beirut und Vororten zu spüren gewesen. Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpften gegen die Flammen. Die Armee half, Verletzte in Krankenhäuser zu bringen. Bürger wurden aufgerufen, Blut zu spenden.

Der Hafen liegt nur wenige Kilometer von der Innenstadt Beiruts entfernt. Wie ein AFP-Reporter berichtete, wurden alle Geschäfte im Quartier Hamra durch die Explosionen beschädigt. In den Straßen waren zudem ausgebrannte Autos zu sehen. 

Nach Explosion in Beirut: Frankreich sagt Unterstützung zu

Frankreich hat nach der Explosion Unterstützung zugesagt. Frankreich schicke Hilfe in den Libanon, schrieb der französische Staatschef Emmanuel Macron am Dienstagabend auf Twitter. Frankreich stehe immer Seite an Seite mit dem Libanon, so Macron auf Arabisch. Macron habe mit seinem libanesischen Amtskollegen Michel Aoun telefoniert, teilte der Élyséepalast mit.

In dem Gespräch drückte Macron demnach seine Unterstützung und die der Franzosen für das libanesische Volk aus. Der heutige Libanon war früher Teil des französischen Mandatsgebiets im Nahen Osten, die beiden Länder haben immer noch eine enge Beziehung.

Auch EU stellt Libanon Hilfe in Aussicht

Auch die EU hat dem Libanon Beistand in Aussicht gestellt. „Die Europäische Union ist bereit, Hilfe und Unterstützung zu leisten“, teilte EU-Ratspräsident Charles Michel am Dienstagabend mit. Seine Gedanken seien beim libanesischen Volk und den Familien der Opfer. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell schrieb: „Die Europäische Union bekundet ihre uneingeschränkte Solidarität und ihre volle Unterstützung für die Familien der Opfer sowie für das libanesische Volk und die libanesische Behörden.“ Zur möglichen Ursache der Katastrophe äußerten sich die EU-Politiker nicht. 

Merkel erschüttert über Explosion in Beirut - schnelle Hilfe geplant

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erschüttert gezeigt. „Unsere Gedanken sind bei denen, die Angehörige verloren haben. Den Verletzten wünschen wir eine schnelle Genesung“, zitierte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Dienstag die Kanzlerin bei Twitter.

„Wir werden dem Libanon unsere Unterstützung anbieten. Unsere Gedanken sind bei Angehörigen der Opfer. Deutschland steht Libanon in dieser schweren Stunde zur Seite“, hieß es. Derzeit werde geprüft, welche Hilfe Deutschland „unverzüglich“ anbieten könne. (dpa/idv/afp/km)

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