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F.A.Z. exklusiv: Pflegekräfte sind unzureichend vor Corona geschützt

Seine tödlichste Wirkung entfaltet Covid-19 bis heute unter pflegebedürftigen Menschen. Etwa sechzig Prozent aller Todesopfer der Pandemie in Deutschland sind nach Erkenntnissen der Uni Bremen in einem Heim oder ambulant zu Hause von Pflegekräften betreut worden. Die Diakonie hat nun in einer repräsentativen Erhebung mehr als 1500 ihrer Mitarbeiter befragt, um sich ein aktuelles Bild der Lage im Pflegebereich zu verschaffen. Die Daten sind relativ frisch, die Fragebögen wurden im Oktober ausgefüllt, als die Corona-Zahlen bereits wieder deutlich stiegen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen der F.A.Z. vorab vor.

Reinhard Bingener

Reinhard Bingener

Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

Für Pflegekräfte ist Corona keine abstrakte Gefahr. Siebzig Prozent der Befragten berichten, dass in ihren Betrieben Kollegen in Quarantäne mussten. 22,7 Prozent der Beschäftigten hatten erkrankte Pflegebedürftigen und 8,3 Prozent Corona-Todesopfern in ihren Einrichtungen zu beklagen.

Der ausreichende Ausstattung der Pflegekräfte mit Schutzausrüstung kommt aufgrund der hohen Todeszahlen in den Heimen große Bedeutung zu. In der ersten Phase der Pandemie im März und April bestanden hier bekanntlich gravierende Mängel. Nach Aussage von 63 Prozent der Befragten gab es damals immerhin ausreichend Desinfektionsmittel. Über die einfachen Schutzmasken sagten dies nur 49,2 Prozent und über die FFP-2/3-Masken lediglich 29,8 Prozent.

Besonders groß war der Mangel bei den Corona-Testmöglichkeiten. Nur bei 17 Prozent der Befragten standen diese im beruflichen Bereich „ausreichend“ zur Verfügung. 46,9 der Pflegekräfte berichten hingegen, dass solche Corona-Tests „gar nicht“ verfügbar waren.

Zu Beginn der zweiten Corona-Welle im Herbst sieht die Lage bei der Schutzausrüstung nun deutlich besser aus. Es gibt jedoch weiter erhebliche Defizite. Bei den einfachen Masken und dem Desinfektionsmittel sehen sich 88,5 bzw. 91,2 Prozent der Pfleger ausreichend versorgt. Über FFP-2/3-Masken sagen dies lediglich 71,5 Prozent.

Alarmierend sind die Rückmeldungen über die Corona-Tests: Nur 17 Prozent der Pfleger sehen ihren Einrichtungen „ausreichend“ mit solchen Tests versorgt. 34,5 Prozent sagen hingegen, dass solche Angebote „gar nicht“ zur Verfügung stehen und weitere 22,3 Prozent, dass sie „zu wenige“ Tests hätten. Besonders ausgeprägt ist dieser Mangel bei den ambulanten und teilstationären Pflegekräften, von denen jeweils mehr als vierzig Prozent der Befragten angibt, weiterhin keinen Zugang zu Corona-Tests zu haben.

Viel mehr Arbeit für das Personal

Studienleiter Daniel Hörsch ist über diesen Befund erschrocken. „Hier liegt eine soziale Schieflage vor“, sagt der Mitarbeiter der „Evangelischen Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung“, welche die Erhebung für die Diakonie erstellt hat. Der Mangel an Tests deute darauf hin, dass die besonders verletzlichen Gruppen in der Gesellschaft nach wie vor unzureichend geschützt werden. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie fordert daher rasche Verbesserungen. „Denn von den Tests hängt auch der Zugang von Familienangehörigen in den Heimen ab. Das gilt besonders mit Blick auf Weihnachten.“ Studienleiter Hörsch verweist auch auf eine Korrelation, die in den Fragebögen zwischen der Klage über fehlende Corona-Tests und der Aussage von 54 Prozent der Befragten bestehe, dass bei ihnen „Gefühle der Wut und des Ärgers“ zugenommen hätten.

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