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FC St. Pauli - Lawrence: Mit sechs Punkten zur EM

Durchstarten statt Ausklingen! So lautet das Motto von James Lawrence (28) vom FC St. Pauli. Für seine Mitspieler endet nach den Partien gegen Hannover (16. Mai) und in Regensburg (23. Mai) die Saison mit dem Urlaubs-Anfang. Dagegen steht für den Waliser das größte Turnier seiner Karriere an – die Europameisterschaft.

„Nach der Saison werde ich sofort abreisen“, blick Lawrence voraus. „Ich freue mich auf wirklich etwas aufregendes. Ich musste ein Jahr darauf warten, bis es soweit ist.“ Los geht es mit einem Trainingscamp mit der Nationalmannschaft. Dann folgt die Anreise nach Aserbaidschan, wo am 12. Juni in Baku das erste Gruppenspiel gegen die Schweiz steigt.

Ebenfalls in Gruppe A sind Italien und die Türkei. Auf den ersten Blick wird das Weiterkommen eine schwere Aufgabe. Lawrence: „Alle Mannschaften, die sich für Euro qualifiziert haben, haben einen guten Level an Qualität. Wir sind zuversichtlich, dass wir gute Ergebnisse in der Gruppe erreichen können.“

Erstmals wird die EM nicht nur in einem Land ausgetragen. Das könnte, neben Corona, Auswirkungen auf die Stimmung haben. „Ich habe mit vielen geredet, die eine EM oder WM gespielt haben. Alle haben von einer Art Zauber in dem Land gesprochen und von der Atmosphäre geschwärmt. Wir müssen abwarten, wie es nun wird.“

Vorher ist noch etwas Alltag für das Team von Trainer Timo Schultz (43). Aktuell läuft das Quarantäne-Trainingslager in Herzlake. „Es ist nicht leicht, von zu Hause weg zu sein. Aber es ist halt notwendig, um die Saison zu beenden“, sagt Lawrence über die 12-Tage-Abschottung.

„Wir hatten schon gute und intensive Einheiten. Sonst liegt der Fokus bei Trainingslagern mehr auf dem Fitness-Level. Nun sind wir mitten in der Saison und trainieren Richtung Punktspiel“, beschreibt Lawrence die Unterschiede.

Auffällig: Bei der Nachmittags-Einheit glänzte Lawrence mit passgenauen Flanken aus der Mitte auf den Flügel. Dabei legte er eine Genauigkeit wie eine Maschine hin.

Für die Kiez-Kicker geht es weder um Auf- noch Abstieg in den letzten beiden Spielen. Trotzdem kein Grund nachzulassen. Lawrence: „Meine Meinung ist, dass wir so hoch wie möglich in der Tabelle abschließen sollten. Für mich ist es ein großer Unterschied, ob Du die Saison auf Platz 10 oder 6 beendest.“ Und weiter: „Nach der Weihnachtspause sind wir das erfolgreichste Team. Das soll so bleiben.“

Donnerstag ist trainingsfrei. Da steht ein wenig Tennis an. Am Anreise-Tag gab es bereits mit Simon Makienok (30) ein Doppel gegen Leart Paqarada (26) und Lukas Daschner (22). „Wir haben gewonnen“, verkündet Lawrence stolz.

► Am Mittwoch waren Tore Reginiussen (35, Adduktoren) und Daniel-Kofi Kyereh (25, Rücken) erstmals auf dem Rasen. Reginiussen arbeitete vormittags indiviudell und war nachmittags mit der Mannschaft aktiv. Für Kyereh reichte es nachmittags zu einer leichten individuellen Einheit.

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