Glashütten – Hortete Soldat Tim F. (21) nicht nur Waffen, Sprengstoff und rechtsextreme Schriften, sondern plante sogar einen Anschlag? Diesem Verdacht geht inzwischen die Frankfurter Staatsanwaltschaft nach.

Ursprünglich ermittelte die Staatsanwaltschaft Hanau gegen den 21-Jährigen. In ihrem Zuständigkeitsbereich hatte ihn seine Ex-Freundin wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt, der Polizei mitgeteilt, dass er scharfe Waffen besitze und auch öfter mit sich führe.

Außerdem habe er sich öfter rassistisch geäußert und von Anschlägen gesprochen. Dazu übergab sie den Beamten ein offenbar von Tim F. verfasstes Manifest. Titel: „Wie man die Macht in Deutschland übernehmen könnte.“

Teaser-Bild

In diesem Haus lebte der Soldat mit Vater und Bruder

Foto: Jürgen Mahnke

All das sorgte für Alarm, die Rechtsextremismus-Experten der „BAO Hessen R" beim LKA übernahmen den Fall und setzten sofort das SEK in Marsch. Das fand im Haus des Soldaten Schusswaffen, Munition, Sprengstoff, Zünder, eine Handgranate. Er, sein Vater Bernd (60) und sein Bruder Robin kamen in U-Haft.

Teaser-Bild

Diese Geschosse fand die Polizei bei den Verdächtigen

Foto: Landeskriminalamt Hessen

„Und dort werden sie auch noch bleiben", sagt Nadja Niesen von der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Ihre Behörde hat die Ermittlungen übernommen, weil sie hessenweit für Verfahren nach Paragraf 89a Strafgesetzbuch ist – „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ Bisher gebe es aber noch keine Hinweise auf konkrete Anschlagsziele.

Ein Jahr nach dem Blutbad Hanaus Opfer-Familien fordern endlich Aufklärung