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Fortschritte im Süden und Osten: Selenskyj verkündet Befreiung weiterer Gebiete

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Von Nukleardrohungen des Kremls will sich der ukrainische Präsident Selenskyj nicht beeinflussen lassen.

(Foto: AP)

Die ukrainische Armee rückt laut Präsident Selenskyj in der Region Cherson weiter vor. Auch aus anderen, von Russland besetzten Gebieten, gibt es Berichte über die Befreiung von Orten. Putin und der Kreml bemühen sich darum, unbeeindruckt zu wirken.

Die Ukraine kommt bei der Rückeroberung von durch Russland besetzten Gebieten nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj weiter voran. Nachdem sich die russischen Streitkräfte von den Frontlinien im Süden und Osten zurückgezogen hätten, hätten ukrainische Truppen Nowowoskresenske, Nowohryhoriwka und Petropawliwka nordöstlich der Stadt Cherson befreit, sagte Selenskyj in seiner täglichen Video-Ansprache.

Die Ukraine werde sich nicht von der nuklearen Bedrohungen durch Russlands Präsident Wladimir Putin einschüchtern lassen. Russland habe bereits verloren. "Die Ukrainer wissen, wofür sie kämpfen. Und immer mehr Bürger Russlands erkennen, dass sie sterben müssen, nur weil eine Person den Krieg nicht beenden will", sagte er in Anspielung auf Putin. Er und seine hochrangigen Militärbeamten hätten sich getroffen, um über die Rückgewinnung aller von Russland besetzten Gebiete zu diskutieren, fügte Selenskyj hinzu.

Das ukrainische Militär im Süden teilte mit, seine Streitkräfte hätten mindestens 58 russische Kämpfer getötet sowie neun Panzer, 17 gepanzerte Fahrzeuge und vier Haubitzen zerstört. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht unmittelbar überprüfen.

Weiter Kämpfe um Saporischschja

Auch im Osten der Ukraine gibt es Angaben der Regierung zufolge Fortschritte: "Die Rückeroberung der Region Luhansk hat (...) begonnen", erklärte der ukrainische Gouverneur Serhij Gajdaj bei Telegram. Mehrere Siedlungen seien bereits "befreit" worden, die ukrainische Armee habe dort die Landesfahne gehisst.

Derweil halten die Kämpfe um die ukrainische Stadt Saporischschja an. Es habe zwei Tote gegeben, schrieb der Gouverneur der Region, Olexandr Staruch, bei Telegram. Viele Menschen seien gerettet worden, fünf Personen seien noch unter den Trümmern. "Der Rettungseinsatz geht weiter." Mehrere Wohnhäuser seien durch den Beschuss beschädigt oder zerstört worden.

Russland hatte am Mittwoch die aus Sicht des Westens völkerrechtswidrige Annexion von den vier ukrainischen Gebieten Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson nach seiner Lesart besiegelt. Trotz der jüngsten Erfolge der ukrainischen Armee vor allem in Donezk und Cherson, zeigte sich Putin zuversichtlich, dass sich die Lage in den Gebieten bald stabilisieren werde. Die von der Ukraine zurückeroberten Gebiete werde die russische Armee zurückholen, hieß es aus dem Kreml. Die Gebiete würden "für immer" russisch sein und "nicht zurückgegeben", sagte Sprecher Dmitri Peskow.