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Funktioniert so die berühmte Neutralität der Wissenschaft?

Im Februar 2020 veröffentlichten Forscherinnen und Forscher in „The Lancet“, einer der renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften, ein außergewöhnliches Dokument, nämlich ein „Statement zur Unterstützung von Wissenschaftlern und medizinischem Personal in China, die gegen Covid-19 kämpfen“: „Gemeinsam verurteilen wir auf das Schärfste Verschwörungstheorien, die behaupten, dass Covid-19 keinen natürlichen Ursprung hat.“ Aus Deutschland unterzeichnete der mittlerweile berühmte Virologe Christian Drosten.

In mehreren deutschen Medien waren zur selben Zeit „Faktenchecks“ zu lesen, die die Theorie, wonach Covid-19 aus einem Virenlabor in Wuhan komme, ebenfalls wenigstens implizit als Unsinn darstellten. Facebook verbot die Behauptung sogar den eigenen Nutzern.

Die Plattform orientiert sich bei diesen Entscheidungen unter anderem an der WHO, wo sicher auch das von Spitzenforschern unterzeichnete Papier in „The Lancet“ gelesen wurde.

Die WHO ist eine von China dominierte Organisation, keinesfalls neutral. Unvergessen ist ein Videointerview aus dem März 2020, in dem ein kanadischer WHO-Arzt Computerprobleme vortäuschte, um Fragen nach Taiwan nicht beantworten zu müssen.

Auf Anfrage schreibt mir Professor Drosten: „In besagter Stellungnahme wird weder direkt noch indirekt dazu aufgefordert, wissenschaftliche Untersuchungen der Ursachen von Covid-19 zu unterlassen.“ Dass nicht direkt dazu aufgefordert wurde, ist richtig. Und Drosten macht in seiner Antwort glaubwürdig klar, dass er persönlich wissenschaftliche Aufklärung über die Herkunft des Virus für notwendig hält.

Aber natürlich wird der öffentliche Diskurs deutlich gelenkt, wenn nicht gar eingeschränkt, wenn zu einem frühen Zeitpunkt der Pandemie Spitzenforscher aus mehreren Ländern eine bis dahin diskutierte Möglichkeit in einer wichtigen Fachzeitschrift in Zusammenhang mit Verschwörungstheorien bringen.

Nun veröffentlichte das amerikanische Magazin „Vanity Fair“ eine lange Recherche, wonach die von Drosten mit unterzeichnete Solidaritätserklärung maßgeblich auf den britisch-amerikanischen Zoologen Peter Daszak zurückgeht. Seine Unabhängigkeit stellt das Magazin infrage: Daszak war demnach früher dafür verantwortlich, dass das chinesische Labor in Wuhan Geld aus amerikanischen Forschungsaufträgen erhielt, und zwar für den nun besonders umstrittenen Teil der Viren-Forschung.

In diesem Jahr war Daszak wieder in China. Er ist jetzt Teil einer Forschergruppe, die teilweise von der WHO organisiert ist. Sie soll Fakten sammeln über die Pandemie. Funktioniert so die be- und gerühmte Neutralität der Wissenschaft?

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