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Geänderte Vorzeichen

TSV ECHING - Der neue Trainer Michi Schütz hat überraschende Abgänge zu moderieren

Das hatte sich Michael Schütz anders vorgestellt. Als er seine Zusage für das Traineramt beim Bezirksligisten gab, hatte dieser eine hoch interessante Truppe beieinander.

Eching - Oktober 2020, vor acht Monaten, bestritt der TSV Eching sein letztes Punktspiel – als Tabellenführer der Bezirksliga Nord. Dass Michael Schütz als Trainer auf Gerhard Lösch folgen würde, stand zu diesem Zeitpunkt lange fest, dass dem scheidenden Coach fünf Leistungsträger zum FSV Pfaffenhofen folgen würden, nicht. Über Nacht wurden die Zebras von einem potenziellen Aufsteiger in die Landesliga zu einer Mannschaft, die in der kommenden Bezirksliga-Saison um den Klassenerhalt kämpfen muss. „Das ist schon hardcore“, sagt Schütz. Seit einer Woche trainiert er mit seiner Mannschaft.

Schütz wurde im März 2020 als Löschs Nachfolger vorgestellt und sollte die Mannschaft im Sommer übernehmen. Doch erst einmal musste er sich gedulden. Die corona-bedingte Verlängerung der Saison, die dann doch abgebrochen wurde, verlängerte seine Wartezeit um ein Jahr. Jetzt ist er motiviert, auch wenn sich die Voraussetzungen grundlegend verändert haben. Eching verpasste den Landesliga-Aufstieg, weil Schwaig den besseren Punktequotienten hatte. Dazu kamen die fünf schwerwiegenden Abgänge. Schütz ist dennoch motiviert – vielleicht auch, weil er als Trainer vor einer Herausforderung steht.

Für jeden Trainer im Amateurbereich ist die aktuelle Situation Neuland. Eine Pause von acht Monaten haben die Spieler normalerweise nicht. Schütz nutzt eine kurze Aufbauphase vor dem Start der eigentlichen Vorbereitung. „Seitdem wir trainieren dürfen, stehen wir ein-, zweimal pro Woche auf dem Platz. Es ist wichtig, dass jeder sich an das Gefühl gewöhnt, einen Ball am Fuß zu haben“, so der 51-Jährige. Für die eigentliche Vorbereitung wird er auf bewährte Muster zurückgreifen: „Wir werden dann drei-, viermal pro Woche trainieren.“ Den genauen Start bestimmt der Trainer, wenn der Verband den Spielplan herausgibt. „Eine normale Vorbereitung sollte fünf, sechs Wochen lang sein“, sagt Schütz.

Neuer Co-Spielertrainer ein Glücksfall

Seine Erfahrung und sein Feingefühl werden in diesem Sommer gefragt sein. „Viele haben nur Dauerläufe gemacht, fußballspezifische Bewegungen sind eigentlich nur auf dem Platz möglich. Die Muskulatur kann noch nicht so weit sein und die Verletzungsgefahr wird enorm hoch sein“, denkt Schütz. Gut, dass die Echinger einen Physiotherapeuten haben, an den sich die Spieler mit leichteren Blessuren wenden können. „Ich werde hundertprozentig mit ihm sprechen. Für die Dosierung des Trainings bin ich aber zuständig“, sagt Schütz.

Abstimmen kann er sich auch mit Alexander Günther. Beim neuen Co-Spielertrainer der Echinger dreht sich auch beruflich alles um Fußball. Der 32-Jährige arbeitet in der Fußballschule des FC Ingolstadt im Bereich Trainerwesen und Fördertraining. Bevor er 2018 seine aktive Karriere als Stammspieler des TSV Neudrossenfeld (Landesliga Nordost) beendete, spielte er unter anderem für die SpVgg Bayreuth in der Bayernliga. Als „Glücksfall“ bezeichnet Fabian Goldstein, Echings Fußball-Abteilungsleiter, den Neuen. „Er ist uns praktisch zugelaufen. Alexander ist nach Dietersheim gezogen, hat den Verein und die Anlage gesehen und Kontakt aufgenommen“, erzählt Goldstein. Günther soll auf der Sechs die Fäden ziehen und die Mannschaft mit seiner Erfahrung führen.

Über weitere Zugänge möchte der Verein noch nicht sprechen. „Wir geben die Namen heraus, wenn alle Zugänge fix sind. Das wird in Kürze passieren“, sagt Goldstein. Daraus, dass der Verein die Abgänge von Kapitän Thomas Niggl, Philipp Schuler, Maxi Ceballos, Maximilian Völke sowie Ante Basic nicht gleichwertig ersetzen kann, macht Goldstein kein Geheimnis. „Es wird eine schwere Saison.“ Das weiß auch Trainer Schütz: „Das sind nicht irgendwelche Spieler, sondern absolute Leistungsträger.“

Verzicht auf ein Trainingslager

Für Schütz geht es in der Vorbereitung darum, sich einen Überblick zu verschaffen. Er muss entscheiden, wer die Plätze der Abgänge einnimmt. Und er muss dafür sorgen, dass die Zugänge schnell integriert werden. Auf ein Trainingslager oder ein Trainingswochenende mit mehreren Einheiten und Übernachtung auf der Anlage verzichtet er. „Früher habe ich das mit meinen Mannschaften häufiger gemacht, aber dieses Jahr werden wir nichts mit gemeinsamer Übernachtung machen“, sagt Schütz. Es ist eben vieles anders in diesen Zeiten.

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