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"Gefühl bitter-süß": Tupac Shakurs Familie reagiert auf Festnahme

Mopreme Shakur, der Bruder des ermordeten US-Rappers Tupac Shakur, im April zur Premiere der Dokuserie "Dear Mama".

Mopreme Shakur, der Bruder des ermordeten US-Rappers Tupac Shakur, im April zur Premiere der Dokuserie "Dear Mama".

(Foto: Chris Pizzello/Invision/AP)

Fast 30 Jahre nach dem Mord an dem US-Rapper Tupac Shakur wird der frühere Bandenchef Duane "Keffe D" Davis unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Bei Shakurs Geschwistern weckt die überraschende Wendung Hoffnung auf eine endgültige Klärung, reißt aber auch alte Wunden wieder auf.

Seit Freitag sitzt der frühere Bandenchef Duane "Keffe D" Davis in Las Vegas in Haft. Wie der Bezirksstaatsanwalt von Clark County im US-Staat Nevada, Marc DiGiacomo, in einem offiziellen Statement mitteilte, sei der Verdacht "groß", dass Davis für den mittlerweile fast dreißig Jahre zurückliegenden Mord an der HipHop-Ikone Tupac Shakur (1971-1996) verantwortlich sei. Wenige Stunden nach der Verhaftung äußerten sich die Geschwister des Rappers zu den neuen Entwicklungen.

In einem Interview mit "TMZ" beschrieb Tupacs Bruder Mopreme Shakur seine Gefühle dazu als "bitter-süß" - er freue sich darüber, dass nun offensichtlich wieder Bewegung in die Ermittlungen käme, warte jedoch erst einmal die weiteren Entwicklungen ab. Die Verhaftung bringe jedoch auch wieder alte Traumata ans Licht. "Das alles hätte nicht passieren müssen. Es ist schrecklich mit der Realität leben zu müssen, dass mein Bruder nicht hier ist", sagte der 56-Jährige.

Von der Polizei sei er nicht über die bevorstehende Verhaftung informiert worden. Mittlerweile hätten die Polizeibehörden jedoch wieder mit ihm Kontakt aufgenommen. Besonders interessiere ihn nun, ob es noch weitere Komplizen in dem Mordfall gebe.

"Wir streben nach echter Gerechtigkeit"

Sekyiwa Shakur im Juni bei einer Ehrung ihres Bruders.
Sekyiwa Shakur im Juni bei einer Ehrung ihres Bruders.

Sekyiwa Shakur im Juni bei einer Ehrung ihres Bruders.

(Foto: Chris Pizzello/Invision/AP)

Tupacs Schwester Sekyiwa Shakur sagte "TMZ": "Dies ist zweifellos ein entscheidender Moment. Das Schweigen der letzten 27 Jahre rund um diesen Fall war in unserer Gemeinde deutlich zu hören. Es ist mir wichtig, dass die Welt, das Land, das Justizsystem und unser Volk die Schwere des Todes dieses Mannes, meines Bruders, des Sohnes meiner Mutter, des Sohnes meines Vaters, anerkennen. Sein Leben und sein Tod zählen."

Bis das Gerichtsverfahren abgeschlossen sei, wolle sie die Festnahme des Verdächtigen jedoch noch nicht bewerten. "Es waren mehrere Hände involviert und es gibt noch so viel rund um das Leben und den Tod meines Bruders Tupac und unserer Shakur-Familie insgesamt zu klären", sagte die 48-jährige Sekyiwa weiter. "Wir streben an allen Fronten nach echter Gerechtigkeit."