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Gegen Baerbocks Ministerium - Musk tritt im Flüchtlingsstreit nach

Weil Baerbocks Ministerium gekontert hatte: Elon Musk tritt im Flüchtlingsstreit nach

Elon Musk (52) mischt sich in die Seenotrettungs-Debatte in Deutschland ein

Elon Musk (52) mischt sich in die Seenotrettungs-Debatte in Deutschland ein

Foto: GONZALO FUENTES/REUTERS

Von: Nadja Aswad und Josef Forster

Als ob es nicht genug Zank um die Seenotrettung im Mittelmeer gäbe ...

Jetzt mischt sich Elon Musk (52) ein, amerikanischer Multimilliardär, Tesla-Gründer und Chef von X (vormals Twitter). Er gießt Öl ins Feuer und tritt sogar noch einmal nach, als das deutsche Außenministerium kontert.

Auf X teilte Musk am Freitag ein Video, das die Rettung von Migranten aus dem Mittelmeer zeigt. Der Kanal behauptet, dass acht deutsche subventionierte Nichtregierungsorganisationen im Mittelmeer im Einsatz seien, um „illegale Einwanderer einzusammeln, die in Italien ausgeladen werden sollen“. Die wirre Botschaft des Kanals: „Hoffen wir, dass die AfD die Wahlen gewinnt, um diesen europäischen Selbstmord zu stoppen.“

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Dazu fragte Musk: „Ist sich die deutsche Öffentlichkeit dessen bewusst?“ Offenbar, um gegen die Seenotrettung zu keilen. Immer wieder mischt sich Elon Musk in politische Themen ein, wird gleichzeitig für seine polarisierenden Aussagen über Migration und die Zunahme von Hassrede auf X kritisiert.

► Die Antwort des Auswärtigen Amtes auf das Seenot-Retter-Video im Mittelmeer ließ nicht lange auf sich warten. Ebenfalls auf X entgegnet das Ministerium von Annalena Baerbock (42, Grüne): „Ja. Und das nennt man Leben retten.“

Die Bundesregierung zahlt im laufenden Jahr bis zu zwei Millionen Euro an Seenotrettungsorganisationen, Außenministerin Baerbock steht dahinter. Die Teams würden – neben der italienischen Küstenwache – „eine lebensrettende Aufgabe im Mittelmeer“ übernehmen und sich engagieren, um dem Sterben „Menschlichkeit entgegenzusetzen“.

Mindestens 2300 Menschen seien in diesem Jahr bei der gefährlichen Fahrt übers Mittelmeer ums Leben gekommen, „2300 Schicksale, Menschen mit Hoffnungen und Plänen für die Zukunft.“ Der Einsatz der Seenotrettung „hat darum unsere Unterstützung“, so Baerbock.

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Auf BILD-Nachfrage bestätigt Baerbocks Ministerium:

► Die italienische Nichtregierungsorganisation (NGO) Sant’Egidio bekommt 400 000 Euro für die Versorgung von aus Seenot Geretteten in Italien.

► Das Doppelte geht dagegen an eine der umstrittenen „Seenotretter“-Gruppen, die vor der Küste Afrikas Flüchtlinge aufnehmen oder retten und nach Italien bringen. Das bekomme die deutsche „SOS Humanity“, so das Außenamt zu BILD, für „Rettungsmaßnahmen auf See“.

Musk tritt nach: „Ihr seid also stolz darauf …“

Auf die Antwort aus dem Baerbock-Ministerium legte Musk noch einmal nach: „Ihr seid also stolz darauf, interessant. Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass die Mehrheit der Deutschen das unterstützt.“ Musk unterstellt, das deutsche Vorgehen untergrabe Italiens Interessen.

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Tatsächlich ist auch die italienische Regierung längst auf Zinne: Sie schäumt, weil Berlin Gruppen finanzieren will, die illegale Migranten aus Seenot retten und direkt nach Italien statt wie vorgeschrieben zum nächsten Hafen bringen. Der ist in der Regel in Nordafrika.

Wegen der deutschen Unterstützung für die Seenotrettung droht Italien sogar, eine neue Asylpolitik auf europäischer Ebene platzen zu lassen.