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Germany

Generationenkonflikt im Getränkemarkt

Das Ziel ist hochgesteckt. 70 Prozent aller Getränke sollen künftig in Mehrwegflaschen über den Ladentisch gehen. Das zumindest steht im seit gut einem Jahr geltenden Verpackungsgesetz. Doch die Branche liegt weit zurück. Laut Umweltbundesamt liegt die Mehrwertquote aktuell bei gerade mal gut 42 Prozent.

Besonders unwillig sind die Hersteller von Erfrischungsgetränken. Hier beträgt der Mehrweganteil lediglich 23 Prozent. Auch Mineralwasser wird nur zu 38 Prozent aus wiederbefüllbaren Flaschen getrunken. Allein Bier gibt es vorwiegend in Mehrweggebinden. Doch selbst die Brauereien weichen längst auf Einweg aus. Zwar liegt die Quote aktuell noch bei knapp 82 Prozent, vor zehn Jahren waren es aber 88 Prozent.

Quelle: Infografik WELT

Und dieser Trend setzt sich fort. Aktuelle Zahlen des Marktforschers Nielsen zeigen, wie stark die Bierverkäufe in Mehrweggefäßen im Jahr 2019 zurückgegangen sind: Beim Kasten mit 20 Halbliterflaschen sind es zum Beispiel 3,4 Prozent, bei der Elferkiste elf Prozent und beim Sixpack 7,2 Prozent.

Gestiegen sind dagegen die Dosenverkäufe, ausgelöst durch eine deutlich größere Auswahl bei den Discountern. Aldi etwa bietet in seiner Düsseldorfer Filiale auf der Königsallee mittlerweile zwölf verschiedene Dosenbiere an.

Je älter die Käufer, desto beliebter ist Mehrweg

Käufer dieses Einweggebindes, das dieser Tage seinen 85. Geburtstag feiert, sind vor allem jüngere Generationen. Das zeigt eine aktuelle Befragung von gut 2000 Konsumenten im Insa-Meinungstrend im Auftrag des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), die WELT AM SONNTAG exklusiv vorliegt.

Denn auf die Frage „Kaufen Sie oder jemand in Ihrem Haushalt zumindest ab und zu Getränke in Mehrwegflaschen und/oder Mehrwegkisten?“ antworten lediglich 59 Prozent der befragten 18- bis 29-Jährigen mit Ja. Zum Vergleich: Bei den über 60-Jährigen liegt der Zustimmungswert bei stattlichen 86 Prozent.

Quelle: Infografik WELT

Dazwischen gilt ebenfalls: Je älter die Verbraucher, desto eher greifen sie zu Mehrweg. Deutliche Unterschiede zeigen sich zudem auch zwischen verschiedenen Einkommensklassen. So nutzen Befragte mit einem Verdienst von weniger als 1000 Euro nur zu 61 Prozent Mehrweggebinde. Mit steigenden Einkommen erhöht sich dieser Anteil dann schrittweise auf bis zu 87 Prozent in der höchsten Gehaltsklasse.

Käufer von wiederverwendbaren Flaschen und Kisten bringen diese vergleichsweise schnell in den Laden zurück. 47 Prozent der Befragten sogar in der Regel innerhalb einer Woche, weitere 47 Prozent brauchen für die Rückgabe einen Monat. Bei nur vier Prozent der Verbraucher dauert es bis zu einem halben Jahr.

Quelle: Infografik WELT

Wobei es auch hier einen großen Unterschied zwischen den Altersgruppen gibt: Mit zunehmendem Alter steigt auch die Frequenz der Leergutabgabe. Beim Brauer-Bund ist man froh über die schnelle Rückgabe. „Ein rascher Rücklauf ist wichtig, um den Kreislauf zu erhalten“, sagt DBB-Geschäftsführer Holger Eichele. Nur mit ausreichend Leergut könne die Nachfrage gedeckt werden.

Den ganzen Text lesen Sie in der WELT AM SONNTAG. Wir liefern sie Ihnen gerne regelmäßig nach Hause.

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