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Gladiators reißen Spiel noch aus dem Feuer

Erding – Was für eine Partie. Die Erding Gladiators lagen am Freitagabend im Heimspiel gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm zwischenzeitlich 1:4 und 3:5 zurück, um dann noch 6:5 (1:1, 2:4, 3:0) zu gewinnen.

Bei den Gladiators stand wie zuletzt in Buchloe Nachwuchs-Torwart Patrick Mayer für den erkrankten Christoph Schedlbauer zwischen den Pfosten. Seinen Einstand feierte Neuzugang Wassilij Guft-Sokolov, der auch gleich die erste Chance hatte, aber an Devils-Keeper Benedikt Sommer scheiterte (3.).

Die bislang noch punktlosen Ulmer präsentierten sich keineswegs wie ein Schlusslicht, wirkten selbstbewusst und angriffslustig. Sie hatten auch einige Möglichkeiten, doch Erdings Defensive stand zunächst gut. Und die Gastgeber durften in der 10. Minute auch jubeln. Daniel Krzizok tankte sich durch, und schlitzohrig schlenzte er den Puck über die Schulter des Torwarts in den Winkel. Nach einer knappen Viertelstunde hatten die Devils Überzahl. Dominik Synek zog ab, Matteo Miller hielt den Schläger dazwischen und fälschte den Puck unhaltbar zum 1:1 ab. Die Gladiators hatten im ersten Abschnitt sogar zweimal Überzahl, doch sprang nichts Zählbares heraus.

Das zweite Drittel begannen die Gladiators so wie vor Wochenfrist beim 2:8 gegen Schongau: Es herrschte totale Verunsicherung, und die Defensive glich mehr einem Schwimmverein als einem Eishockeyclub. Die Quittung kam prompt, denn die Devils schossen quasi mühelos eine 4:1-Führung heraus durch Kai Laux (25.) und zweimal Dominik Synek (25./30.).

Als sich dann aber Krzizok durchtankte und nach toller Einzelleistung das 2:4 erzielte (31.), ging ein Ruck durch die Mannschaft. Nur 84 Sekunden später verkürzte Sebastian Busch auf 3:4, und beinahe hätte Marko Babic auch noch den Ausgleich nachgelegt.

Wer jedoch geglaubt hatte, dass dieser Doppelschlag die Devils beeindrucken würde, sah sich getäuscht. Die Ulmer marschierten weiter nach vorne und kreuzten immer wieder gefährlich vor dem Erdinger Tor auf. Und als in der 39. Minute ein satter Schuss von Verteidiger Benedikt Stempfel zum 5:3 einschlug, war der Erdinger Elan erst einmal gestoppt.

Im Schlussdrittel lief Florian Zimmermann vom Bully weg allein aufs Ulmer Tor zu, scheiterte jedoch an Sommer. Besser machte es in der 42. Minute Timo Borrmann. Mit seinem 4:5 war die Partie wieder offen. Die Gladiators warfen nun alles nach vorne, hatten auch zwei Überzahlspiele, aber der Ausgleich wollte nicht fallen, denn Keeper Sommer lief zur Höchstform auf. Dann aber unterlief ihm doch ein Fehler, als ihm bei einem Zimmermann-Schuss der Puck aus der Fanghand fiel und zum 5:5 hinter der Linie landete (57.). Und dann standen die Erdinger Fans endgültig kopf, als Marko Babic mit einem Schuss genau in den Winkel das 6:5 für die Gladiators erzielte – 67 Sekunden vor Schluss. Der Schlusspunkt in einer unglaublich dramatischen Partie

Statistik:

Tore/Vorlagen: 1:0 (10.) Krzizok (Cramer, Busch), 1:1 (15.) Miller (Synek, Kirsch/5-4), 1:2 (25.) Laux (Rodrigues, Dschida), 1:3 (25.) Synek (Miller, Kirsch), 1:4 (30.) Synek (Dschida), 2:4 (31.) Krzizok (Busch, Waldhausen), 3:4 (33.) Busch (Krzizok, Zimmermann), 3:5 (39.) Stempfel (Synek), 4:5 (42.) Borrmann (Baumann, Guft-Sokolov), 5:5 (57.) Zimmermann (Wadhausen, Krzizok), 6:5 (59.) Babic (Busch)
Zuschauer: 450. HSR: Christoph Ober. Strafminuten: Erding 6, Ulm 8