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GroKo-Newsblog: Hessische SPD will Nachbesserungen in GroKo-Verhandlungen

Berlin -

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD streben eine Neuauflage der großen Koalition an. 

So geht es jetzt mit der Regierungsbildung weiter (hier klicken, um den Fahrplan bis März zu lesen: Der weitere Weg zu einer großen Koalition).

Das vorläufige Sondierungspapier können Sie hier downloaden:

Wir halten Sie im Folgenden über den aktuellen Stand der Sondierungen auf dem Laufenden.

13. Januar

20:10 Uhr:

In der hessischen SPD gibt es massive Kritik am Berliner Sondierungsergebnis für eine große Koalition, aber keine offene Auflehnung gegen den Kurs der Bundespartei. Nach vierstündiger kontroverser Debatte erteilte der Landesparteirat am Samstag in Frankfurt dem Landesvorstand den Auftrag, bis Mitte kommender Woche eine Liste vorzulegen, „in welchen Fragen nachgearbeitet werden soll“. „Wir glauben, dass dies noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist“, sagte der Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel.

Nach dem am Freitag vorgelegten Sondierungsergebnis von SPD und CDU/CSU seien „an zentralen Punkten Korrekturen“ erforderlich. Dabei nannte Schäfer-Gümbel die Gesundheitspolitik mit der Forderung einer Bürgerversicherung, mehr Steuergerechtigkeit und die Arbeitsmarktpolitik. (dpa)

17:40 Uhr: SPD-Landesparteitag Sachsen-Anhalt stimmt gegen große Koalition

Der SPD-Landesparteitag Sachsen-Anhalt hat sich gegen die Aufnahme von Verhandlungen über eine große Koalition ausgesprochen.

Ein gemeinsamer Antrag der Jusos, der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (Afa) und von vier weiteren SPD-internen Arbeitsgruppen wurde von den Delegierten in Wernigerode am Samstagnachmittag mit der denkbar knappen Mehrheit von 52 zu 51 Stimmen angenommen. Der Beschluss bedeutet einen schweren Dämpfer für SPD-Chef Martin Schulz. (afp)

16:00 Uhr: Kleinbeil will Bürgerversicherung in Koalitionsverhandlungen nochmal ansprechen

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil wirbt zwar für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union, will aber im Vergleich zu den Sondierungsergebnissen in zentralen Punkten noch einmal nachbessern. „Bei der Bürgerversicherung und der sachgrundlosen Befristung haben CDU und CSU total blockiert“, sagte Klingbeil der „B.Z. am Sonntag“. „Aber beide Themen setzen wir bei Koalitionsverhandlungen noch einmal auf die Agenda“, kündigte der SPD-Generalsekretär an.

Als größte Erfolge der Sondierungen nannte Klingbeil aus Sicht der SPD „eine Kehrtwende in der Europapolitik“, die die europäische Integration voranbringen werde. „Der zweite wichtige Punkt ist, dass die Arbeitgeber für die Krankenversicherung wieder genau so viel zahlen müssen wie die Arbeitnehmer“, sagte Klingbeil. Als weiteren Erfolg nannte er „die Abschaffung des Kooperationsverbots in der Bildung“. (afp)

12. Januar

20:50 Uhr: Sondierungsergebnis für Nahles fairer Kompromiss

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles hat das Sondierungsergebnis als fairen Kompromiss gewertet. „Ich persönlich sehe das als ein Geben und Nehmen bei Verhandlungen. Und ich könnte jetzt auch eine Liste machen von Punkten, wo wir uns wechselseitig jeweils auch an die Schmerzgrenze gebracht haben“, sagte sie am Freitagabend in den ARD-„Tagesthemen“. Die Union habe eine große Reform des Einkommensteuertarifs gefordert. „Wir haben jetzt eine Absenkung des Solis, die wirklich 90 Prozent der Bürgerinnen und Bürger aus dem Soli führt.“ Es gebe keine einseitige Entlastung nur der höchsten Einkommen.

20:43 Uhr: Merkel hofft auf Abschluss bis Ostern

Nach dem Sondierungsmarathon mit der SPD hat sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitagabend in ihrem Wahlkreis zufrieden mit dem Ergebnis gezeigt. „Die Sehnsucht nach Unterschiedlichkeit in der Demokratie darf nicht so groß sein, dass die Möglichkeit der Zusammenarbeit nicht mehr gegeben ist“, sagte Merkel auf dem Neujahrsempfang des Landkreises Vorpommern-Rügen zu den Verhandlungen in Berlin. Die Sondierungen bezeichnete Merkel als „Schritt eins eines längeren Prozesses“. Sie hoffe, dass nach den Abstimmungen in den Parteien eine Regierung vor Ostern gebildet werden könne.

14:45 Uhr: SPD-Vorstand mit großer Mehrheit für Koalitionsverhandlungen

Der SPD-Vorstand hat sich mit großer Mehrheit für Koalitionsverhandlungen mit der Union ausgesprochen. Nach kontroverser Diskussion über die mit CDU und CSU ausgehandelten Sondierungsergebnisse stimmten am Freitag von den mehr als 40 Mitgliedern des Spitzengremiums nur sechs gegen formelle Verhandlungen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Die Entscheidung fällt aber erst auf dem Parteitag am 21. Januar in Bonn.

In der SPD ist die große Koalition höchst umstritten. Vor allem die Jungsozialisten und Vertreter des linken Parteiflügels wollen ein neues Bündnis mit der Union verhindern. Allerdings haben bereits Skeptiker wie der Chef des mächtigen nordrhein-westfälischen Landesverbands, Michael Groschek, um Zustimmung zu Koalitionsverhandlungen geworben. SPD-Chef Martin Schulz hat das „Sondierungsergebnis“ als hervorragend bezeichnet. 

13.40 Uhr: Groko-Obergrenze eine „Farce“

Die AfD nimmt den bei den Sondierungen festgelegten Richtwert von 180.000 bis 220 000 Zuwanderern pro Jahr nicht ernst. „Die Obergrenze von 220 000 ist eine Farce“, sagte die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, am Freitag nach Bekanntwerden der Sondierungsvereinbarung zwischen CDU, CSU und SPD. Ohne eine Sicherung der Grenzen sei eine entsprechende Steuerung gar nicht möglich, erklärte sie. Weidel fügte hinzu: „Nach der unkontrollierten Massenmigration der vergangenen Jahre braucht unser Land eine konsequente Rückführungspolitik von Ausreisepflichtigen und eine effektive Grenzsicherung.“

12.51 Uhr: „Sehr weit weg“ von SPD-Kriterien

Die Jusos halten die Ergebnisse der Sondierung von Union und SPD für nicht ausreichend, um in eine neue große Koalition zu gehen. Einige „Kernkriterien“ für eine Zusammenarbeit, die die SPD beim Parteitag im Dezember beschlossen habe, seien „deutlich gerissen worden“, sagte Juso-Chef Kevin Kühnert am Freitag vor der Berliner Parteizentrale der Sozialdemokraten.

Konkret nannte er die Forderung nach einem höheren Spitzensteuersatz für Topverdiener und die Regelungen zur Flüchtlingspolitik. „Hier steht eine Obergrenze drin“, sagte Kühnert mit Blick auf das Ziel der Sondierer, die Zuwanderungszahlen auf 180.000 bis 220.000 zu begrenzen, und die strikte Reglementierung des Familiennachzugs. „Das ist wirklich sehr weit weg von dem, was die SPD als Kriterien festgelegt hat“, stellte Kühnert fest. Zudem würden wichtige Fragen in Kommissionen verschoben oder über Prüfaufträge abgehandelt.

12.49 Uhr: Kretschmer: „Mehr war nicht möglich“

Nach den Sondierungsgesprächen mit der SPD hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer betont, dass es sich bei dem Ergebnis um einen Kompromiss handelt. „Mehr war nicht möglich“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Weitere Entscheidungen für Zukunftsinvestitionen müssten in der Legislaturperiode getroffen werden. Die langen Verhandlungen hätten das intensive Ringen um eine Regierung deutlich gemacht.

11.14 Uhr: Spitzen von Union und SPD wollen verhandeln

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD wollen nach dem erfolgreichen Abschluss der Sondierungsgespräche Verhandlungen über die Bildung einer großen Koalition aufnehmen.

SPD-Chef Martin Schulz kündigte am Freitag an, er wolle auf dem Sonderparteitag seiner Partei am 21. Januar um ein Mandat dafür bitten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, sie wolle Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer „stabilen Regierung“ führen. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer äußerte die Hoffnung auf eine erfolgreiche Regierungsbildung bis Ostern.

11.11 Uhr: Kipping kritisiert Sondierungsergebnis

Linke-Chefin Katja Kipping hat das Ergebnis der Sondierungen scharf kritisiert. „Der Berg kreißte und gebar eine Maus“, sagte Kipping am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Noch gebe es keine endgültige Klarheit, weil SPD-Chef Martin Schulz noch seine Basis herumkriegen müsse. Klar sei aber, dass die Republik in die letzte Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gehe. Die Linke wolle die Chance für Veränderungen nutzen.

10.42 Uhr: Parteien wollen wechselnde Mehrheiten ausschließen

Union und SPD wollen im Fall einer neuen Regierung wechselnde Mehrheiten ausdrücklich ausschließen. „Im Bundestag und in allen von ihm beschickten Gremien stimmen die Koalitionsfraktionen einheitlich ab. Das gilt auch für Fragen, die nicht Gegenstand der vereinbarten Politik sind“, heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden, vorläufigen Ergebnispapier der Sondierungen.

10.29 Uhr: Unterhändler stehen hinter Sondierungsergebnis

Die Sondierungsgruppe der SPD hat sich einstimmig hinter das von der Partei- und Fraktionsspitze mit der Union ausgehandelte Paket für eine gemeinsame Regierungsbildung gestellt.

10.08 Uhr: Sondierungspapier muss nachgebessert werden

Die SPD sieht bei dem vorläufigen Sondierungspapier leichten Nachbesserungsbedarf. Nach Angaben eines Parteisprechers hätten Unterhändler der Sozialdemokraten in einer internen Sitzung an dem von den Partei- und Fraktionsspitzen vorgelegten Papier „an der ein oder anderen Stelle“ Korrekturen angemerkt. Die von der SPD gewünschten Änderungen müssten dann erneut in der großen Runde der Sondierungsteams aller Parteien abgestimmt werden.

09.59 Uhr: Unionsseite stimmt Sondierungsergebnis zu

Die Unionsvertreter haben sich einstimmig hinter das von den Partei- und Fraktionschefs beider Seiten vorgelegte Ergebnispapier gestellt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitagvormittag aus Teilnehmerkreisen. Zunächst war unklar, wie sich die Sondierer der SPD verhalten - auch die Sozialdemokraten berieten in getrennter Sitzung über die Details. Unter den Sondierern der SPD sind einige ausgewiesene Kritiker einer neuen großen Koalition.

09.51 Uhr: Union und SPD wollen Soli senken

Die Spitzen haben sich auf eine schrittweise Senkung des Solidaritätszuschlags um 10 Milliarden Euro bis zum Jahr 2021 verständigt.

09.39 Uhr: Familiennachzug soll begrenzt werden

Die Spitzen von Union und SPD haben sich bei ihren Sondierungen darauf verständigt, den Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus sehr eng zu begrenzen. Er soll zunächst weiter ausgesetzt bleiben, bis eine Neuregelung gefunden ist, und dann auf 1000 Menschen pro Monat begrenzt werden. Die Zuwanderung von Flüchtlingen soll die Zahl von 180.000 bis 220.000 Menschen pro Jahr nicht überschreiten.

09.33 Uhr: Parität bei Krankenversicherung

Die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung ist Teil des Sondierungsergebnisses, auf das sich die Spitzen von Union und SPD verständigt haben. „Wir werden die Parität bei den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung wieder herstellen“, heißt es in dem 28-seitigen Abschlusspapier.

09.29 Uhr: Keine Steuererhöhung

Die Spitzen von Union und SPD planen keine Steuererhöhungen. Anders als von der SPD ursprünglich gefordert soll auch der Spitzensteuersatz nicht erhöht werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Verhandlungskreisen erfuhr.

08.33 Uhr: Möglicher Durchbruch bei Sondierungen

Die Partei- und Fraktionsspitzen von CDU, CSU und SPD haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei ihren Sondierungen über eine Fortsetzung der großen Koalition einen Durchbruch erzielt. Eine endgültige Einigung der Sondierer hänge aber noch von der Zustimmung beider Sondierungsgruppen ab, hieß es am Freitagmorgen in Teilnehmerkreisen in Berlin.

08.24 Uhr: Bald 24-Stunden-Marke geknackt

Die Sondierungen der Spitzen von CDU, CSU und SPD steuern auf die rekordverdächtige Dauer von 24 Stunden zu. Die ersten Unterhändler waren am Donnerstagmorgen gegen 8.00 Uhr im Willy-Brandt-Haus eingetroffen, der SPD-Zentrale in Berlin. Die Parteichefs, Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Martin Schulz (SPD) und Horst Seehofer (CSU), hatten ihre Arbeit gegen 9.30 Uhr aufgenommen.

07.28 Uhr: Autos aufgebrochen

Während die Politiker von CDU, CSU und SPD die ganze Nacht lang sondierten, sind direkt gegenüber dem Willy-Brandt-Haus mehrere Autoscheiben eingeschlagen worden. Einem Fotografen wurde seine Ausrüstung aus dem Wagen gestohlen, wie er erzählte. Auch bei zwei weiteren Journalisten seien die Scheiben der geparkten Autos eingeschlagen worden.

Die Polizei konnte zunächst keine Angaben dazu machen. Während des Sondierungs-Marathons waren seit Donnerstagmorgen auch zahlreiche Journalisten viele Stunden lang im Einsatz.

05.50 Uhr: Kein Ende in Sicht

Der Sondierungs-Marathon von CDU, CSU und SPD für eine neue Regierung hat sich bis in den frühen Freitagmorgen hingezogen. Auch nach 21 Stunden Beratungen war zunächst kein Ende abzusehen.

Lange waren die Verhandlungen bei den zentralen Themen Migration sowie Finanzen und Steuern festgefahren. Immer wieder wechselte der Verhandlungsmodus zwischen kleinen Sechser-Runden aller Seiten, Absprachen in getrennten Beratungen und Rückkopplungs-Sitzungen in großer Runde.

11. Januar

23.30: Uhr Vertagung der Sondierung offenbar keine Option

Eine Unterbrechung der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD ist trotz schwieriger Verhandlungen offenbar keine Option. Die Gespräche könnten noch „ewig“ dauern, hieß es am Donnerstagabend aus Teilnehmerkreisen. Mit einer Vertagung sei aber eher nicht zu rechnen. Die Verhandler von CDU, CSU und SPD hatten ihre Verhandlungsrunde am Donnerstagmorgen begonnen.

Erklärtes Ziel war, die Gespräche bis spätestens Freitagmorgen abzuschließen. Zu den schwierigen Fragen gehörten die Steuer-, Renten- und Gesundheitspolitik sowie der Bereich Migration mit dem Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus. Außerdem müssen die Ausgabenwünsche von CDU, CSU und SPD in Einklang mit dem finanziellen Spielraum für eine mögliche große Koalition in dieser Legislaturperiode gebracht werden.

20.12 Uhr: Laschet dringt auf Einigung zwischen Union und SPD

Armin Laschet

Armin Laschet (CDU) hat vor einem Scheitern der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD gewarnt.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat vor einem Scheitern der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD gewarnt. Eine Einigung mit der SPD sei immens wichtig - „da steht jetzt manches auf dem Spiel“, sagte der CDU-Politiker am frühen Donnerstagabend beim Neujahresempfang der IHK Köln.

Deutschland dürfe nicht in eine Krise schlittern, weil keine Regierung gefunden werde und dann viel Zeit vergehe bis zu einer Neuwahl. „Jeder muss jede Anstrengung nutzen, dass man heute zu Kompromissen kommt und eine stabile Regierung in Deutschland möglichst schnell ins Amt kommt.“

Laschet wollte noch am Abend zurück nach Berlin fliegen, er zählt zu den Unterhändlern der CDU bei den Sondierungsgesprächen. Das werde wohl eine lange Nacht, sagte Laschet. Er hoffe, dass man zu einem Ergebnis kommen werde. Zur SPD sagte er: „Wir verstehen uns, neutral formuliert.“ Zum Stand der Gespräche sagte er nichts.

Vor den Kölner Wirtschaftsvertretern betonte der Christdemokrat die Bedeutung von günstigen Energiepreisen für die Industrie. Man dürfe die heimische Industrie nicht aus dem Land drängen, indem unter anderem die Energiepreise zu hoch seien. Geschehe das doch, hätte man „irgendwann einen super CO2-Wert, nur keine Arbeitsplätze mehr“. Das dürfe auf keinen Fall geschehen.

19.16 Uhr: Steinmeier ruft Sondierer zu Verantwortung auf

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Bundespräsident Steinmeier beim Neujahrsempfang für das Diplomatische Kors am Donnerstag im Schloss Bellevue in Berlin.

In der Schlussphase der Sondierungen für eine Regierungsbildung hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier CDU, CSU und SPD an ihre Verantwortung erinnert. Sie seien nicht nur ihren Parteien und der eigenen politischen Zukunft verpflichtet, sondern hätten auch große Verantwortung für Europa und die internationale Politik, sagte das Staatsoberhaupt in Berlin. Die Unterhändler der drei Parteien mussten noch „dicke Brocken“ bei den Themen Steuer und Finanzen sowie Migration und Flüchtlingsnachzug, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Pflege, Renten und Europa aus dem Weg räumen.

19.00 Uhr: Die Geschichte der bisherigen GroKos

Dreimal hat die SPD im Bund als Juniorpartner von CDU-Kanzlern regiert – zweimal ist es den Sozialdemokraten schlecht bekommen. Und einmal bestens. Ein Überblick über die vergangenen Bündnisse der beiden größten Volksparteien.

14:01 Uhr: Haseloff: „Wir kriegen das hin“

Sachsens-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) erwartet einen erfolgreichen Abschluss der schwarz-roten Sondierungsgespräche. „Wir sind optimistisch und wir kriegen das, denke ich, heute hin“, sagte Haseloff am Donnerstag am Rande der Verhandlungen in Berlin auf die Frage nach seiner Stimmung.

Zu Knackpunkten der Gespräche sagte Haseloff: „Das muss jetzt noch heiß und hart diskutiert werden. Ich glaube aber, dass wir alle so problemorientiert unterwegs sind, dass wir heute die Lösung finden.“ Bis zuletzt waren zentrale Steuer- und Finanzfragen sowie wesentliche Entscheidungen in den Bereichen Migration, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Pflege, Renten und Europa offen. In Berlin wurde damit gerechnet, dass bis spät in die Nacht verhandelt werden dürfte. Am Freitag soll ein Ergebnis auf dem Tisch liegen.

12.15 Uhr: Kramp-Karrenbauer nach Unfall voraussichtlich bis Freitag in Klink

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bleibt nach ihrem Autounfall voraussichtlich noch bis zum Freitag im Krankenhaus. Dann sollen die Sondierungen aber nach den bisherigen Plänen bereits abgeschlossen sein.

„Hoffe, das Krankenhaus morgen verlassen zu können, bleiben eine Nacht zur Beobachtung“, twitterte die CDU-Politikerin am Donnerstag. „Den Umständen entsprechend bei Kollegen und mir alles ok.“ Kramp-Karrenbauer dankte zudem für alle Genesungswünsche. Neben ihr erlitten auch der Fahrer und zwei Personenschützer Verletzungen als ihr Wagen Donnerstagmorgen auf einen Lastwagen aufgefahren ist.

9.15 Uhr: Kramp-Karrenbauer auf dem Weg nach Berlin verunglückt

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ist am frühen Donnerstagmorgen bei einem Verkehrsunfall verletzt worden. Der Dienstwagen der CDU-Politikerin fuhr gegen 4.30 Uhr auf der Autobahn A10 bei Potsdam auf einen Lastwagen auf. Die Politikerin und drei weitere Insassen wurden verletzt und zur Behandlung in ein Potsdamer Krankenhaus gebracht.

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Annegret Kramp-Karrenbauer hat einen Unfall gehabt (Archivbild).

Kramp-Karrenbauer war auf dem Weg von Saarbrücken nach Berlin zu den Sondierungsgesprächen. Eine Sprecherin sagte, sie sei leicht verletzt worden und wurde am Morgen noch in der Klinik untersucht. In Saarbrücken hatte die 55-Jährige einen Neujahrsempfang gegeben.

10. Januar

11.30 Uhr: Stegner wirft Union Indiskretionen vor

Politiker der SPD werfen der Union weiterhin vor, die vereinbarte Vertraulichkeit zu brechen. SPD-Vize Ralf Stegner machte seinem Unmut bei Twitter Luft. „Lese viel Falsches, was angeblich vereinbart sei“, schrieb Stegner am Mittwoch. Die Skepsis gegenüber einer Neuauflage einer großen Koalition „war, ist und bleibt begründet“. In einem weiteren Tweet erklärte der stellvertretende SPD-Chef: 

9.30 Uhr: Altmaier erwartet „harte Arbeit“

Spitzenpolitiker beider Parteien erwarten am Mittwoch und Donnerstag noch harte Verhandlungen. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, sagte Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) vor Beginn weiterer Verhandlungen. SPD-Chef Martin Schulz sagte, es werde ein langer Tag. Union und SPD wollen ihre Sondierungen am Donnerstag abschließen.

Altmaier Sondierungen

Peter Altmaier am Sonntag auf dem Weg zu den Sondierungsgesprächen

9. Januar

19.57 Uhr: Scheuer: Sondierer loten Finanzspielraum aus

Die Unterhändler von Union und SPD haben bei ihren Sondierungen für eine Regierungsbildung am Dienstag mit dem Ausloten finanzieller Spielräume begonnen. „Wir wollen unser Land kräftig weiterentwickeln, auch investieren in viele große neue Herausforderungen“, sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer am Dienstagabend am Rande der Beratungen. Im Gespräch war ein Finanzrahmen von bis zu 45 Milliarden Euro.

Andi Scheuer

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer vor Beginn der Gespräche am Dienstag

Zugleich wies Scheuer auf den Zeitdruck hin, unter dem die Sondierungen stehen. Daher werde konzentriert beraten. Er appellierte an die Geduld der Bürger. Es gebe aber bisher nur Zwischenergebnisse: „Nix ist fix.“ Die Unterhändler hätten inzwischen „eine gute Grundlage des Vertrauens und der Kollegialität“ geschaffen. „An dem soll es nicht scheitern.“

17.34 Uhr: Offenbar Einigung bei Zuwanderung von Fachkräften

Am dritten Tag der Sondierungen von Union und SPD haben sich weitere Einigungen abgezeichnet. Die Verhandlungspartner verständigten sich einem Zeitungsbericht zufolge auf ein Gesetz zur Steuerung der Fachkräfte-Zuwanderung nach Deutschland. Bis 2025 wollen sie zudem im Falle einer Neuauflage der großen Koalition das schnelle Internet in Deutschland flächendeckend ausbauen. Beides geht nach Angaben der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Mittwochausgaben) aus einem Papier der Verhandlungsgruppe Wirtschaft, Verkehr und Digitalisierung hervor. 

14.11 Uhr: Sondierer mühen sich nach Indiskretionen um Disziplin

Nach Ärger über erste Indiskretionen mühen sich Union und SPD um Disziplin bei den schwierigen Sondierungen über eine neue große Koalition. SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles verlangte am Dienstag, sich an das vereinbarte Stillschweigen zu halten. „Ich kann nur alle in der Union auffordern, den Jamaika-Modus jetzt endgültig abzustellen“, sagte sie mit Blick auf die Gespräche von Union, FDP und Grünen, aus denen oft Zwischenstände öffentlich wurden. Die CDU-Seite versuchte die Wogen zu glätten, nachdem Äußerungen des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) über eine Einigung beim Thema Energie Unmut bei der SPD ausgelöst hatten.

12.41 Uhr: Heftige Kritik an Plänen der Union und SPD

Die Überlegungen von Union und SPD, die Klimaziele für 2020 aufzugeben, sind auf heftige Kritik gestoßen. Der Grünen-Politiker Robert Habeck warf den Sondierern für eine Neuauflage von Schwarz-Rot vor, den Klimaschutz zu vernachlässigen. „Wer kämpft in der großen Koalition für den Kohleausstieg oder für eine wirkliche Verringerung des CO2-Ausstoßes, auch im Verkehr? Da ist niemand, den ich kenne“, sagte der schleswig-holsteinische Umweltminister der Deutschen Presse-Agentur.

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagte der dpa: „Das ist ein erstaunliches Rendez-vous mit der Realität ... Wir hätten uns gewünscht, dass der Unionsteil in den Jamaika-Gesprächen schon vor Wochen bereit gewesen wäre, das einzugestehen.“ Vielleicht hätte dies auch zu einer anderen damaligen Diskussion in der Klimapolitik mit Grünen und FDP führen können. Die FDP habe darauf gedrungen, „dass man sich ehrlich macht“.

Zum Ärger der SPD hatte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Einigung seiner Arbeitsgruppe zur Energiepolitik öffentlich gemacht. Danach hätten sich Union und SPD vom realistischerweise nicht mehr erreichbaren deutschen Klimaziel für 2020 auch verabschiedet.

9.10 Uhr: Union und SPD setzen Gespräche fort

Union und SPD haben ihre Sondierungsgespräche am Dienstagmorgen in der bayerischen Landesvertretung in Berlin wieder aufgenommen. Dabei äußerten sich Vertreter der SPD verärgert über Indiskretionen von Seiten der Union und mahnten mehr Disziplin an. „Es war sehr ärgerlich, dass es da gestern Durchstechereien gegeben hat von Zwischenergebnissen“, sagte SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles bei ihrer Ankunft. 

8. Januar

17.50 Uhr: Union und SPD geben Klimaziele auf

Union und SPD wollen die ohnehin nicht mehr erreichbaren Klimaziele für 2020 offiziell aufgeben. Mit einem Maßnahmenpaket soll stattdessen erreicht werden, dass die Lücke zu diesem Ziel so weit wie möglich geschlossen werden kann. Das sieht die Einigung der Sondierungsgruppe „Energie, Klimaschutz, Umwelt“ nach Informationen der Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen in Berlin vor. Der Kompromiss sei aber noch nicht abgesegnet. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) über das ihm vorliegende Ergebnispapier berichtet.

GroKo Sondierungen Montag Konrad Adenauer Haus

Die Sondierer verhandeln am Montagnachmittag im Konrad-Adenauer-Haus.

17.20 Uhr: Warum Schulz die Europa-Karte spielt

Deutschland muss nach Ansicht von SPD-Chef Martin Schulz wieder der „Motor der Europapolitik“ sein. „Europa wird ganz sicherlich eines der ganz großen Themen einer wie auch immer gearteten zukünftigen Bundesregierung sein müssen“, sagte Schulz am Montag vor der Sondierungsrunde von SPD und Union. Das Thema Europa wird von den drei Parteivorsitzenden persönlich verhandelt. Er hoffe, dass es in dem Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer Ergebnisse gebe, die Deutschland „wieder zum Motor der Europapolitik“ machten, sagte der frühere Präsident des Europaparlaments Schulz. Warum er dem Thema so große Bedeutung beimisst, analysiert unser Korrespondent Tobias Peter hier.

SChulz vor Sondierungen am Montag

Martin Schulz am Rande der Sondierungen am Montag vor dem Konrad-Adenauer-Haus

9.30 Uhr: Kauder: Bereits gute Fortschritte erzielt

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat sich nach den ersten Arbeitsrunden in den Sondierungen über eine Fortsetzung der großen Koalition optimistisch gezeigt. Man habe bereits am Sonntag gute Fortschritte erzielt, sagte der CDU-Politiker am Montag nach einem Arbeitsfrühstück mit seiner Kollegin von der SPD, Andrea Nahles, in der CDU-Zentrale in Berlin. „Aber es bleibt noch eine Menge zu tun. Aber wenn wir uns alle anstrengen und die Atmosphäre weiter so gut ist, wie sie in den letzten Tagen war, könnte es vielleicht etwas werden“, ergänzte er. Die Facharbeitsgruppen von CDU, CSU und SPD befassen sich nach seinen Angaben im Laufe des Tages unter anderem mit außen- und europapolitischen Fragen. 

7.30 Uhr: Sondierungen fortgesetzt

Die Fraktionsspitzen von CDU, CSU und SPD haben am Montagmorgen die Sondierungen zur Regierungsbildung fortgesetzt. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) und seine Kollegin von der SPD, Andrea Nahles, trafen sich am Montag bereits kurz nach 7.00 Uhr im Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Zentrale in Berlin. Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sollte dazukommen. Details über die Themen wurden zunächst nicht bekannt. Für den Vormittag hatten sich die Parteichefs von CDU, SPD und CSU, Kanzlerin Angela Merkel, Martin Schulz und Horst Seehofer, zu einer Dreier-Runde zum Thema Europa verabredet. Auch verschiedene Arbeitsgruppen wollten weiter nach Lösungen für strittigen Themen suchen.

7. Januar

20.17 Uhr: Klingbeil: „Sind uns der Verantwortung für Deutschland bewusst“

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat ein positives Fazit der ersten Sondierungsrunde über eine Fortsetzung der großen Koalition mit CDU und CSU gezogen. „Wir alle sind uns der Verantwortung, die wir für die Zukunft Deutschlands und Europas gemeinsam tragen, bewusst“, teilte Klingbeil am Sonntagabend in einer zwischen allen Seiten abgestimmten Stellungnahme mit. Es sei der feste Wille, dass es am Donnerstag ein Sondierungsergebnis gebe, „auf dessen Grundlage wir dann entscheiden, ob sich weitere Gespräche lohnen“. 

Lars Klingbeil SPD Sondierungen

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil nach der ersten Sondierungsrunde im Willy-Brandt-Haus

Lesen Sie hier den Bericht unserer Korrespondentin Daniela Vates zum ersten Tag der Sondierungen im Willy-Brandt-Haus.

19.45 Uhr: Union und SPD setzen Gespräche am Montag fort

Union und SPD setzen ihre Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierungsbildung am Montag fort. Am zweiten Verhandlungstag kommen die Unterhändler von CDU, CSU und SPD um 09.00 Uhr im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin zusammen.

16.00 Uhr: Interview-Verbot für Sondierer

Das Sondierer-Team von Union und SPD hat sich selbst für die nächsten Tage ein Interview-Verbot verordnet. Bei ihrem ersten Treffen am Sonntag in der SPD-Zentrale habe die Runde verabredet, dass sämtliche Mitglieder der Sondierungsgruppe bis zum Abschluss der Gespräche keine Interviews geben sollen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sondierungskreisen. Sollten die Parteien das durchziehen, würden sie damit auch kritischen Nachfragen von Journalisten aus dem Weg gehen.

Horst Seehofer Beginn GroKo Sondierungen

Horst Seehofer vor Beginn der Sondierungen im Willy-Brandt-Haus in Berlin.

12.30 Uhr: Sondierungen gestartet

Nach einem Treffen der Partei- und Fraktionschefs von CDU, SPD und CSU haben am Sonntagmittag die Sondierungen über eine Fortsetzung der großen Koalition in großer Runde begonnen. Die jeweils 13 Unterhändler aller Seiten um Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel, den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz und CSU-Chef Horst Seehofer kamen nach Angaben aus Teilnehmerkreisen wie geplant gegen 12.00 Uhr in der SPD-Zentrale in Berlin zusammen. 

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Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Start der Sondierungsgespräche zwischen SPD, CDU und CSU.

10.30 Uhr: „Weniger reden, mehr arbeiten“

Zum Auftakt der Sondierungen von Union und SPD hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) optimistisch über die Chancen für eine Regierungsbildung gezeigt. In den nächsten Tagen würden CDU, CSU und SPD „sehr zügig, sehr intensiv“ arbeiten, sagte Merkel am Sonntag unmittelbar vor Beginn der Gespräche im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Allerdings liege auch „ein Riesenstück Arbeit“ vor den Sondierern.

SPD-Chef Martin Schulz kündigte „konstruktive und ergebnisoffene Gespräche“ an. „Wir ziehen keine rote Linien, sondern wir wollen möglichst viel rote Politik in Deutschland durchsetzen“, sagte er und versprach ebenfalls zügige Gespräche. „Die Deutschen haben einen Anspruch darauf, dass es schnell geht.“ Auch CSU-Chef Horst Seehofer machte deutlich: „Wir müssen weniger reden und mehr arbeiten.“

6. Januar

14.40 Uhr: Nahles zeigt sich kompromissbereit

Kurz vor dem Start der Sondierungen für eine große Koalition hat sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles kompromissbereit gezeigt. „Ich ziehe hier keine roten Linien“, sagte Nahles der „Bild am Sonntag“. „Verhandlungen bedeuten, dass man nicht 100 Prozent aller eigenen Forderungen erfüllt bekommt.“ Bei bestimmten Punkten werde die Partei aber „hart verhandeln“, etwa beim Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich. Die SPD will es kippen. Die Unionsseite will an der Kompetenzverteilung nicht rütteln.

Als weitere SPD-Forderungen nannte Nahles Investitionen in den sozialen Wohnungsbau, eine Schärfung der Mietpreisbremse und eine Solidarrente über dem Grundsicherungsanspruch. Damit sollen alle, die Vollzeit gearbeitet und Sozialbeiträge gezahlt haben, vor Altersarmut geschützt werden. Die CDU will das Problem auch angehen, aber wohl anders.

An diesem Sonntag beginnen in Berlin die Gespräche zwischen CDU, CSU und SPD über eine mögliche Neuauflage der großen Koalition. Bis zum nächsten Freitag soll klar sein, ob die Parteispitzen ihren Gremien Koalitionsverhandlungen empfehlen.

13.12 Uhr: „Bild“: Schulz besorgt über politische Zukunft

Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat sich nach Informationen der „Bild“-Zeitung bei einem Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer besorgt über seine politische Zukunft geäußert. „Wenn das schiefgeht, ist meine politische Karriere zu Ende“, soll Schulz dem Blatt (Samstag) zufolge am vergangenen Mittwoch bei dem Spitzentreffen von Union und SPD zur Vorbereitung der Sondierungen gesagt haben. CSU-Chef Horst Seehofer habe daraufhin erwidert: „Nicht nur deine.“ Ein Sprecher der SPD wollte sich dazu am Samstag auf Anfrage nicht äußern.

Martin SChulz am Handy

SPD-Chef Martin Schulz sieht sein politisches Schicksal an die Sondierungen gekoppelt.

11.53 Uhr: Dreyer: Flüchtlingsfrage nicht in den Vordergrund stellen

Vor Beginn der Sondierungen mit der Union am Sonntag hat SPD-Vize Malu Dreyer dazu geraten, „die Flüchtlingsfrage nicht in den Vordergrund zu stellen“. Wichtige Themen wie Gleichbehandlung in der Gesundheitspolitik, Pflege, Arbeitslosigkeit und Wohnungsbau seien bei den gescheiterten Sondierungen über eine Jamaika-Koalition in den Hintergrund gedrängt worden, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Samstag.

8.10 Uhr: Union und SPD wollen aufs Tempo drücken

Union und SPD wollen bei ihren Sondierungen für eine Regierungsbildung keine Zeit mehr verlieren. „Wir machen das jetzt stabil und schnell“, sagte der SPD-Vorsitzende Martin Schulz den „Aachener Nachrichten“. Die SPD sei bereit, „in den nächsten fünf Tagen zu einem Abschluss zu kommen“. Dies deckt sich mit den Vorstellungen der Union. CDU-Bundesvize Thomas Strobl sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir müssen jetzt Gas geben und Tempo machen. Wir müssen schnell Ergebnisse produzieren.“ Das müsse bis spätestens kommenden Freitag geschehen. „Je früher desto besser.“

4.Januar

16.15 Uhr: Union und SPD „optimistisch“

Die letzte Vorbereitungsrunde der Unions- und SPD-Spitzen vor dem offiziellen Start der Sondierungsgespräche am Sonntag verlief offenbar besser als gedacht. Diesen Eindruck verbreiteten jedenfalls die sechs Partei- und Fraktionsvorsitzenden am Mittwochabend, als sie ihre knappen Erklärung mit dem Satz schlossen: „Das Vertrauen ist gewachsen, wir starten optimistisch in die Verhandlungen.“

Zu den vereinbarten „inhaltlichen und organisatorischen Voraussetzungen“ für die fünf Gesprächstage in der kommenden Woche, zählt, dass sie nach einer Plenumsrunde in einzelnen Arbeitsgruppen über 15 Blöcke wie Finanzen, Migration und Europa verhandelt wird und dass man sich reihum in den jeweiligen Parteizentralen und der bayerischen Landesvertretung trifft.

13.40 Uhr: Maulkorb für die Sondierer

Laut Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ haben Union und SPD bei einem Vorabtreffen vereinbart, dass während der Sondierungsgespräche um eine Fortsetzung der Großen Koalition keine Zwischenstände der Verhandlungen nach Außen kommuniziert werden. Kein Sondierungsteilnehmer dürfe an Talkshows teilnehmen oder Interviews geben.

Schon in einer Presseerklärung hieß es, die Partei- und Fraktionschefs hätten „die inhaltlichen und organisatorischen Voraussetzungen dafür festgelegt, dass ab 7.1.2018 straffe und zielführende Sondierungsgespräche geführt werden können.“

11.52 Uhr: SPD-Vize zeigt sich unbeeindruckt

SPD-Vize Ralf Stegner hat betont gleichgültig auf Ermahnungen der CSU an die Adresse seiner Partei reagiert. „Ehrlich gesagt ist uns das schnurz“, sagte Stegner am Donnerstag dem Sender N24 vor einem Vorbereitungstreffen der SPD-Sondierer in Berlin. „Wir kennen das von der CSU. Da wird das eigene Lederhosen-Publikum bespaßt mit kräftigen, verbal-radikalen Interviews.“ Das beeindrucke niemanden.

Vor der traditionellen Winterklausur der CSU-Landesgruppe hatte deren Chef Alexander Dobrindt die SPD zur Bescheidenheit aufgerufen. Eine „20-Prozent-Partei“ könne nicht 100 Prozent ihrer Ziele umsetzen, sagte Dobrindt mit Blick auf die anstehenden Sondierungen von Union und SPD. Beide Seiten wollen ab diesem Sonntag Möglichkeiten einer Regierungsbildung ausloten. Die Mitglieder des SPD-Sondierungsteams kamen am Donnerstag zusammen, um die Gespräche vorzubereiten.

Stegner sagte, ohne die SPD laufe nichts. Die Sozialdemokraten gingen seriös, professionell und nüchtern an die Dinge heran. Das unterscheide sie von anderen. Man werde nun mit der Union über wichtige Fragen reden, wo es Veränderungen geben müsse. „Ob das am Ende zu einem Erfolg führt (...), wird man sehen.“ Stegner betonte: „Ich selbst bin sehr skeptisch, was eine große Koalition angeht. Diese Skepsis teilen viele in der SPD.“ Deswegen werde nicht nur über eine Form der Zusammenarbeit geredet.

3. Januar

18.03 Uhr: SPD-Chef Schulz: „Nach CSU-Klausur sehen wir weiter“

Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat zurückhaltend auf die Forderungen aus der CSU nach Verschärfungen in der Flüchtlings- und Asylpolitik reagiert. Auf die Frage, ob die Christsozialen mit ihrem Forderungskatalog die Hürden für die Sondierungsverhandlungen höher gelegt hätten, sagte Schulz, für die CSU-Landesgruppe stehe jetzt zunächst die Winterklausur im bayerischen Kloster Seeon an. „Danach sehen wir weiter.“

16.00 Uhr: Alexander Dobrindt zieht die Fäden bei CSU-Klausur in Kloster Seeon

Am Donnerstag beginnt die Klausurtagung der CSU im bayerischen Kloster Seeon. Damit wird traditionell die politische Weihnachtsruhe beendet. Für die Christsozialen zieht Landesgruppenchef Alexander Dobrindt die Fäden bei dem Treffen. Er hat eine Entwicklung vom Mann ohne Lobby bis zu einem der mächtigsten Politiker seiner Partei hinter sich. Unser Porträt lesen Sie hier.

10.11 Uhr: Unionsspitze zu erneuten Beratungen zusammengekommen

Die Spitzen von CDU und CSU sind in Berlin zusammengekommen, um erneut über eine mögliche Koalition mit der SPD zu beraten. Nach den gescheiterten Sondierungen mit FDP und Grünen strebt die Union nun eine stabile Regierung mit den Sozialdemokraten an. Die SPD will sich aber bis Ende der am Sonntag beginnenden, einwöchigen offiziellen Sondierungen offenlassen, ob sie tatsächlich in eine erneute große Koalition geht oder andere Möglichkeiten einer Zusammenarbeit anstrebt.

2. Januar

11.51 Uhr: Union und SPD auf Konfrontationskurs

Unmittelbar vor dem Spitzengespräch von Union und SPD zur Regierungsbildung geht die CSU weiter auf Konfrontationskurs zu den Sozialdemokraten. Die CSU-Bundestagsabgeordneten wollen auf ihrer am Donnerstag beginnenden Klausur eine harte Asylpolitik vertreten und etwa die Forderung beschließen, Leistungen für Asylbewerber zu kürzen.

Doch auch die SPD betonte die Differenzen zu den Verhandlungspartnern. Die Spitzen von Union und SPD treffen sich am Mittwoch zu einem weiteren Vorgespräch.

In der CSU wurden in den vergangenen Tagen Beschlussvorlagen für die traditionelle Winterklausur ihrer Bundestagsabgeordneten in Kloster Seeon durchgestochen, die das Gegenteil von dem festschreiben, was die SPD will: den Wehretat stark erhöhen, die Integration in der EU begrenzen, sozialdemokratische Bildungsreformen zurückdrehen. Nun kommt ein weiteres Papier hinzu. „Damit Deutschland nicht weiter Anziehungspunkt für Flüchtlinge aus der ganzen Welt ist, wollen wir die Sozialleistungen für Asylbewerber kürzen“, sagte Dobrindt dem „Münchner Merkur“ (Dienstag).

1. Januar

15.00 Uhr: Ist Schwarz-Grün Alternative zur GroKo?

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster rät im Falle eines Scheiterns der Bemühungen um eine große Koalition zu einer Minderheitsregierung der Union mit den Grünen. Ob es etwas wird mit einer Koalition von CDU/CSU und SPD, werde sich im neuen Jahr schnell klären, sagte Schuster der „Heilbronner Stimme“. „Ich präferiere im Fall eines Scheiterns der GroKo ganz klar eine Minderheitsregierung mit den einzigen, die außer uns als Einzige Freude daran hätten zu regieren, den Grünen“, fügte er hinzu. „Auch wenn es vielleicht nur eine begrenzte Zeit funktionieren würde, es wird Zeit, dieses Experiment zu testen“, sagte Schuster.

31. Dezember

00.00 Uhr: Merkel verspricht in Neujahrsansprache rasche Regierungsbildung

Kanzlerin Angela Merkel hat den Deutschen für das neue Jahr versprochen, sich für ein rasches Ende der Hängepartie bei der Regierungsbildung einzusetzen. „Denn die Welt wartet nicht auf uns“, sagte die CDU-Chefin in ihrer vorab verbreiteten Neujahrsansprache. Die Politiker hätten den Auftrag, sich um die Herausforderungen der Zukunft zu kümmern und die Bedürfnisse aller Bürger im Auge zu haben. „Diesem Auftrag fühle ich mich verpflichtet - auch und gerade bei der Arbeit daran, für Deutschland im neuen Jahr zügig eine stabile Regierung zu bilden.“

30. Dezember

15.00: Seehofer will Koalition bis Ostern

In einem Interview zu den GroKo-Sondierungen gibt sich Horst Seehofer (CSU) zielstrebig: „Ostern ist der allerspäteste Zeitpunkt, dann ist Anfang April. Sonst würde ich sagen, wir hätten unsere Hausaufgaben nicht gemacht als Berufspolitiker, wenn man in einer solchen Zeit keine Regierungsbildung zusammenbringt.“

29. Dezember

17.00  Uhr: CSU auf Konfrontationskurs mit SPD

Die CSU geht kurz vor dem Start der Sondierungen für eine neue Bundesregierung bei zentralen Themen auf Konfrontationskurs zum möglichen Partner SPD. Laut einer Vorlage für die Klausur ihrer Bundestagsabgeordneten Anfang Januar macht sich die CSU für deutlich höhere Verteidigungsausgaben und schärfere EU-Regeln bei Flüchtlingen und Grenzkontrollen stark – und bezieht damit klar Position gegen Vorstellungen der Sozialdemokraten. Das von SPD-Chef Martin Schulz ausgerufene Ziel von „Vereinigten Staaten von Europa“ lehnt die CSU ab. Die SPD wies Milliarden-Forderungen für Rüstung umgehend zurück. 

„Was wir brauchen, sind Investitionen in Bildung, Familien und Infrastruktur und nicht in Aufrüstung“, sagte SPD-Vize Ralf Stegner diesen Zeitungen.  „Die CSU muss sich das für die nächste Alleinregierung aufheben, aber nicht für ernsthafte Verhandlungen mit der SPD.“ Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich sagte den Zeitungen: „Anscheinend werden da jetzt noch mal die Backen aufgeblasen.“

28. Dezember

18.05 Uhr: CSU nur in Härtefällen für Familiennachzug

Die CSU lehnt einen Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutz weiter generell ab und zeigt sich nur für „bestimmte Härtefälle“ kompromissbereit. Auch die kommende Bundesregierung müsse den Familiennachzug ausgesetzt lassen, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). Die aktuelle Aussetzung gilt nur bis Mitte März. „Stimmt dieser Rahmen, kann man über bestimmte Härtefälle sicherlich reden“, sagte Herrmann. Dabei dürfe aber „die Obergrenze von 200 000 Zuwanderern jährlich nicht überschritten werden“. Ähnlich äußerte sich Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU).

12.50 Uhr: Laumann verteidigt Merkel gegen FDP-Angriffe

Der Vorsitzende der CDU-Sozialausschüsse und nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die jüngsten Rufe des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner und seines Stellvertreters Wolfgang Kubicki nach einem personellen Neuanfang in der CDU zurück gewiesen. „Das können die ja wollen“, sagte er dieser Zeitung. „Aber ich glaube, dahinter steckt das schlechte Gewissen, dass sie Jamaika haben platzen lassen.“ Laumann fügte hinzu: „Frau Merkel ist in der CDU völlig unumstritten. Und wir sind froh, dass wir sie haben.“ Der von Kubicki gelobte CDU-Politiker Jens Spahn sei im Übrigen ein fähiger Politiker. „Aber er vertritt nicht meine Richtung.“ Laumann und Spahn kommen aus dem Münsterland, gehören allerdings unterschiedlichen Flügeln an.

27. Dezember

16.57 Uhr: Kubicki kritisiert Merkel

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat die Union zu einer personellen Erneuerung aufgerufen. Gleichzeitig hielt er CDU-Chefin Angela Merkel (CDU) vor, ihr sei es nie darum gegangen, Jamaika hinzubekommen. „Sie hat daran gebastelt, die Fortsetzung der großen Koalition zu erreichen. Das ist ihr gelungen“, sagte Kubicki den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

Kubicki

FDP-Vize Wolfgang Kubicki

Doch je weiter man weg sei von Berlin, desto größer werde die Skepsis bei den Sozialdemokraten. Wie die Kanzlerin wollte auch die SPD-Bundestagsfraktion immer die große Koalition fortsetzen. „Aber die Basis ist dagegen“, sagte Kubicki. Er fügte aber hinzu: „Es wird trotzdem dazu kommen. Die Chance liegt bei 80 Prozent.“

10.29 Uhr: SPD verliert weiter in der Wählergunst

Vor dem Beginn der Sondierungsgespräche mit der Union ist die SPD in einer Umfrage unter die 20-Prozent-Marke gerutscht. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen die Sozialdemokraten laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Forsa-Instituts für die Sender RTL und n-tv nur auf 19 Prozent – ein Minus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche.

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Die SPD rutscht in einer Umfrage unter die 20-Prozent-Marke ab.

Die Union legt um einen Zähler auf 34 Prozent zu. Die Grünen kommen in der Umfrage auf zwölf Prozent, ebenso wie die AfD. Die Linke steht bei zehn Prozent, die FDP bei acht Prozent. Fünf Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt demnach bei 21 Prozent.

7.53 Uhr: Rückhalt für Merkel bröckelt laut Umfrage

Die Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung lassen den Rückhalt für Kanzlerin Angela Merkel in der Bevölkerung bröckeln. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov wünscht sich inzwischen fast jeder Zweite (47 Prozent), dass die CDU-Vorsitzende bei einer Wiederwahl zur Regierungschefin ihren Posten vor Ende der Wahlperiode 2021 räumt. Nur 36 Prozent wollen sie weitere vier Jahre im Amt sehen. 

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„No Groko“-Schild beim SPD-Parteitag im Dezember.

Kurz nach der Bundestagswahl war die Unterstützung für Merkel noch deutlich größer. In einer YouGov-Umfrage Anfang Oktober hatten sich nur 36 Prozent für einen vorzeitigen Abgang Merkels ausgesprochen. 

26. Dezember

15.30 Uhr: Debatte über Koalitionen geht über die Feiertage weiter

Länger hat es nie keine Regierung gegeben. Wenn sich SPD und CDU nicht einigen, muss Frank-Walter Steinmeier neue Sondierungsgespräche oder die Neuwahl vorantreiben. Lesen Sie hier einen Überblick über die Debatte während der Feiertage.

09.30 Uhr:  Klöckner betont Führungsanspruch der Union

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner hat vor dem Start der Sondierungen mit der SPD den Führungsanspruch der Union betont.

„Unser Wahlergebnis liegt mehr als zwölf Prozentpunkte über dem der SPD. Das muss sich niederschlagen, wenn es zu einer Koalition kommt“, sagte die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende der Deutschen Presse-Agentur. Sie warnte die SPD vor zu weitgehenden Forderungen. „Ich gehe mit offenem Visier und natürlich kompromissbereit in die Gespräche. Klar ist aber, dass für die Union das gemeinsame Wahlprogramm Grundlage ist.“ Union und SPD wollen ab 7. Januar ausloten, ob wieder eine große Koalition möglich ist. Die Sozialdemokraten halten sich auch andere Optionen offen.

7.00 Uhr: Schäfer-Gümbel: „Für neue GroKo ist Vertrauen nötig“

Für eine Neuauflage der großen Koalition im Bund müssten die möglichen Koalitionspartner laut SPD-Bundesvize Thorsten Schäfer-Gümbel wieder Vertrauen aufbauen.

Die Union sei am Ende des Bündnisses in der zurückliegenden Legislaturperiode vertragsbrüchig geworden, sagte Schäfer-Gümbel der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Als Beispiele nannte er das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit oder die Entscheidung über den umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat.

„Die Frage nach der Vertrauensbildung wird sich in den Sondierungen entscheiden“, sagte der hessische Landeschef und Landtagsfraktionschef der SPD. „Es wird mit uns keine Sondierungen geben, bei denen man sechs Wochen lang vom Balkon winkt. Es wird sehr ernste Gespräche geben über Inhalt, Form und Vertrauen.“

Die Sondierungen für ein mögliches Bündnis zwischen Union und SPD beginnen am 7. Januar und sollen am 12. Januar abgeschlossen sein. Für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen braucht die SPD-Spitze die Zustimmung eines Parteitags, der am 21. Januar in Bonn stattfindet.

25. Dezember

21.00 Uhr: Kramp-Karrenbauer fordert härtere Asylpolitik

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) dringt auf eine verbindliche Altersfeststellung minderjähriger Flüchtlinge. Kramp-Karrenbauer fordert von ihrer Partei und der SPD, in Koalitionsverhandlungen zu echten Verbesserungen in der Asylpolitik zu kommen. Dabei appelliert sie an die Sozialdemokraten, den Asylkompromiss von CDU und CSU zu akzeptieren.

24. Dezember

10.00 Uhr: SPD-Fraktionsvize Heil nennt Bedingung für große Koalition

Vor Beginn der Sondierungsgespräche macht die SPD Druck auf die Union, gemeinsam das Kooperationsverbot im Bildungsbereich abzuschaffen. SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil sagte der „Bild am Sonntag“: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Unterstützung der SPD für eine neue Bundesregierung gibt, ohne dass wir das Kooperationsverbot abschaffen.“ Das Kooperationsverbot verbietet eine finanzielle Unterstützung des Bundes für Länder und Kommunen im Bildungsbereich. In der vergangenen Legislaturperiode wurde die Regelung bereits an manchen Stellen aufgeweicht. Doch angesichts maroder Schulen sowie fehlender Computer und WLAN-Anschlüsse ist die Regelung weiter in der Kritik.

6.00 Uhr Steinmeier: Trotz schleppender Regierungsbildung dem Staat Vertrauen

In seiner Weihnachtsansprache hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angesichts der schleppenden Regierungsbildung um Vertrauen in den Staat geworben. „Ich versichere Ihnen: Der Staat handelt nach den Regeln, die unsere Verfassung für eine Situation wie diese ausdrücklich vorsieht, auch wenn solche Regeln in den letzten Jahrzehnten nie gebraucht wurden“, sagte Steinmeier in seiner ersten Weihnachtsansprache als Staatsoberhaupt. „Deshalb: Wir können Vertrauen haben.“ 

23. Dezember

15.32 Uhr: Umfrage: FDP gewinnt wieder, Neuwahlen brächten keine anderen Mehrheiten

Knapp fünf Wochen nachdem die FDP die Jamaika-Sondierungen hat platzen lassen, steigen die Umfragewerte der Liberalen wieder. In einer am Samstag veröffentlichten Insa-Umfrage für die „Bild“-Zeitung gewinnt die FDP 1,5 Punkte hinzu und erreicht 10,5 Prozent. Nach dem Aus der Jamaika-Verhandlungen hatte die FDP in Umfragen deutlich verloren. Die Union verzeichnet ein Plus von zwei Punkten und kommt auf 33 Prozent Zuspruch. Die SPD verliert von 21 auf 20,5 Prozent, die AfD kommt auf 13 Prozent und die Linke auf zehn Prozent (beide minus einen Punkt). Die Grünen büßen einen halben Punkt ein und erreichen 9,5 Prozent. Eine große Koalition aus CDU/CSU und SPD kommt demnach zusammen auf 53,5 Prozent. Knapp dahinter liegt ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen mit 53 Prozent.

22. Dezember

20.00 Uhr: Kanzleramtschef Altmaier macht der SPD Angebote

CDU-Kanzleramtsminister Peter Altmaier kündigte im Vorfeld der Sondierungen Verbesserungen in der Sozialpolitik an. „In vielen Einrichtungen der Alten- und Krankenpflege wird über unzureichende Bezahlung geklagt, darüber müssen wir jetzt sprechen“, sagte der CDU-Minister.

16.24 Uhr: Söder kontert Nahles

Bayerns designierter Ministerpräsident Markus Söder hat die SPD-Forderung nach einer Steuererhöhung für Reiche massiv kritisiert. „Klar ist, dass Steuererhöhungen keinen Sinn machen“, sagte der CSU-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Der 51-Jährige wird nach seiner Wahl zum CSU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 im Januar auch an den Sondierungen für eine Regierungsbildung in Berlin teilnehmen.

13.06 Uhr: Weiteres Spitzentreffen bereits am 3. Januar

Bereits vor dem offiziellen Start ihrer Sondierungen über eine Regierungsbildung wollen die Spitzen von Union und SPD zu einem weiteren Treffen zusammenkommen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin am Freitag aus Teilnehmerkreisen. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ darüber berichtet.

In der diskreten Zusammenkunft am 3. Januar wollen den Angaben zufolge Bundeskanzlerin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer, der SPD-Vorsitzende Martin Schulz, die Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD, Volker Kauder und Andrea Nahles, sowie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt teilnehmen.

Davor ist ein Unionstreffen mit weiteren Mitgliedern ihres Sondierungsteams geplant. Union und SPD hatten nach ihrem Spitzentreffen am Mittwoch bekannt gegeben, dass die Sondierungen am 7. Januar starten und bis zum 12. Januar in ein Ergebnis münden sollen.

12.17 Uhr: SPD dringt auf höhere Spitzensteuersätze

SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles sagte dem „Spiegel“ am Freitag: „Wir müssen überlegen, wie wir die Spitzenverdiener stärker an der Finanzierung staatlicher Aufgaben beteiligen können: durch einen höheren Spitzensteuersatz und eine Reichensteuer.“ Außerdem wolle die SPD die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge abschaffen sowie Einkünfte aus Kapital und Arbeit künftig wieder gleich besteuern.

Nahles forderte auch eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssten wieder den gleichen Beitrag zahlen.

21. Dezember

12.50 Uhr: Lindner kann sich Neuanlauf für Jamaika vorstellen

„Diese Wahlperiode macht es keinen Sinn, aber die Freien Demokraten würden sich Gesprächen nicht verweigern, wenn eine geänderte politische und personelle Konstellation mehr Erfolg verspricht als 2017“, schrieb Lindner bei Twitter. 

Der „Wirtschaftswoche“ sagte Lindner „Bei CSU und Grünen gibt es eine neue Führungsmannschaft. In neuen Konstellationen wird neu gesprochen.“

19. Dezember

15.27 Uhr: SPD-Sonderparteitag am 21. Januar in Bonn

Der geplante SPD-Sonderparteitag zur Entscheidung über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union soll am 21. Januar in Bonn stattfinden. Wie der SPD-Vorsitzende Martin Schulz am Dienstag via Twitter mitteilte, wolle die CSU vor ihrer Klausurtagung in Kloster Seeon Anfang Januar nicht sondieren. 

Damit ist klar, dass die Sondierungen erst nach dem 6. Januar beginnen werden. Mit den dabei vereinbarten Kernprojekten müsste Schulz vor die Delegierten treten und um eine Zustimmung für die Aufnahme von Verhandlungen werben. 

13.06 Uhr: Regierungsbildung hat noch nie so lange gedauert

Mit Ablauf des Dienstages wird es in der Bundesrepublik noch nie so lange gedauert haben, bis nach der Wahl ein neues Kabinett ins Amt kam. 2013 hatte die bis dahin längste Phase der Regierungsbildung 86 Tage in Anspruch genommen. Die Bundestagswahl fand damals am 22. September statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde am 17. Dezember wiedergewählt. Am Dienstag sind seit der diesjährigen Wahl vom 24. September wiederum 86 Tage vergangen. 

6.00 Uhr: Bartsch macht Merkel für Rekord-Regierungsbildung verantwortlich

Angesichts der Rekorddauer für die Bildung einer neuen Regierung rechnet Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch mit zunehmender Politikverdrossenheit in Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trage „Verantwortung für die völlig inakzeptable Situation, dass drei Monate nach der Wahl eine Regierungsbildung nicht in Sichtweite ist“, sagte Bartsch der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. „Die Politikerverdrossenheit wird, je länger es dauert, zunehmen.“ Bartsch forderte Union und SPD auf, „das als Staatsschauspiel inszenierte aktuelle Kasperletheater zu beenden und klarzumachen, wann, in welcher Konstellation und auf welcher inhaltlichen Grundlage sie eine Regierung bilden wollen“. Die Linke werde die soziale Opposition im Bundestag sein.

18. Dezember

16 Uhr: Merkel gegen Kooperationsmodelle

Vor Beginn der Gespräche mit der SPD hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den Spielraum für eine Einigung massiv eingeschränkt: Die CDU-Vorsitzende machte am Montag deutlich, dass sie mit den Sozialdemokraten nur über eine erneute große Koalition verhandeln will und nicht über Modelle einer Minderheitsregierung. Merkel benannte zwei Erfolgskriterien für die im Januar startenden Sondierungen mit der SPD: Es gehe erstens darum, „Einigkeit in bestimmten Sachfragen“ zu erzielen. Zudem müsse am Ende die Übereinkunft stehen, „eine stabile Regierung“ zu bilden, also „nicht mit wechselnden Mehrheiten abzustimmen“, fügte sie hinzu. 

Merkel Schulz (1)

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) auf der Regierungsbank während einer Bundestagssitzung.

14.42 Uhr: Verhandlungsteams von SPD und CDU stehen

CDU und SPD haben ihre Teams für die Verhandlungen benannt. Beide Parteien werden mit zwölf Vertretern teilnehmen. Das sind:

CDU:
- Angela Merkel (Bundeskanzlerin und Parteichefin)
- Volker Kauder (Unions-Fraktionschef)
- Peter Altmaier (Kanzleramtschef und geschäftsführender Finanzminister)
- Michael Grosse-Brömer (Parlamentarischer Geschäftsführer der Unions-Fraktion), als Krankheitsvertretung für den CDU-Generalsekretär Peter Tauber.
- Volker Bouffier (CDU-Vize und Ministerpräsident Hessens)
- Julia Klöckner (CDU-Vize und rheinland-pfälzische CDU-Chefin)
- Armin Laschet (CDU-Vize und nordrhein-westfälischer Ministerpräsident)
- Ursula von der Leyen (CDU-Vize und Verteidigungsministerin)
- Thomas Strobl (CDU-Vize, Vize-Ministerpräsident und Innenminister in Baden-Württemberg)
- Annegret Kramp-Karrenbauer (Ministerpräsidentin des Saarlandes)
- Reiner Haseloff (Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt)
- Jens Spahn (CDU-Präsidiumsmitglied und Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium)

SPD:

- Martin Schulz (Parteichef)
- Andrea Nahles (Fraktionschefin)
- Lars Klingbeil (Generalsekretär)
- Malu Dreyer (SPD-Vize und rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin)
- Natascha Kohnen (SPD-Vize und bayerische SPD-Landesvorsitzende)
- Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD-Vize und Chef der hessischen SPD)
- Olaf Scholz (SPD-Vize und Bürgermeister von Hamburg)
- Manuela Schwesig (SPD-Vize und Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern)
- Ralf Stegner (SPD-Vize und Chef der SPD in Schleswig-Holstein)
- Stephan Weil (niedersächsischer Ministerpräsident)
- Michael Groschek (nordrhein-westfälischer SPD-Chef)
- Anke Rehlinger (saarländische Vize-Ministerpräsidentin)

Die CSU hat ihr Sondierungsteam noch nicht bekannt gegeben. Als gesetzt gelten aber:

- Horst Seehofer (CSU-Chef und noch amtierender bayerischer Ministerpräsident)
- Markus Söder (bayerischer Finanzminister und künftiger Ministerpräsident Bayerns)
- Alexander Dobrindt (Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag)
- Andreas Scheuer (CSU-Generalsekretär).

12.30 Uhr: Schuz beansprucht Finanzministerium für SPD

SPD-Chef Martin Schulz will einem Bericht zufolge bei einem erfolgreichen Abschluss von Koalitionsverhandlungen mit der Union das wichtige Finanzministerium für seine Partei beanspruchen. „Das Bundesfinanzministerium ist das Ziel“, sagte Schulz nach Informationen des „Handelsblatts“ vergangene Woche in einer internen Runde mit SPD-Bundestagsabgeordneten. Der Deutschen Presse-Agentur wurde dies aus SPD-Kreisen am Montag in Berlin bestätigt. Aus dem Willy-Brandt-Haus hieß es dazu: „Fragen wie die Ressortverteilung stehen jetzt nicht auf der Tagesordnung.“

(red, dpa, afp)