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Grüne ordnen sich neu: Haßelmann bewirbt sich für Fraktionsvorsitz

Grüne ordnen sich neu Haßelmann bewirbt sich für Fraktionsvorsitz

Wird die neue Grünen-Fraktion von zwei Frauen geführt? Nach der Wirtschaftsexpertin Dröge erklärt auch die Parlamentarische Geschäftsführerin Haßelmann ihre Kandidatur für die Doppelspitze. Beide könnten die Nachfolge von Göring-Eckardt und Hofreiter antreten.

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag, Britta Haßelmann, bewirbt sich für den Fraktionsvorsitz. Die 59-Jährige gab ihre Kandidatur in einem Schreiben an die Grünen-Abgeordneten bekannt. "Ich biete Euch meine Erfahrung an; als Kommunalpolitikerin, als Landespolitikerin und als Bundespolitikerin - und einfach als Eure Britta", heißt es in dem Schreiben. Die Wahl ist für den kommenden Dienstag geplant.

Möglicherweise wird die Grünen-Fraktion im Bundestag künftig von zwei Frauen geführt. Vor Haßelmann hatte bereits Wirtschaftsexpertin Katharina Dröge ihre Kandidatur erklärt. Dröge gehört dem linken Flügel an, Haßelmann zählt zu den Realos. Die beiden passen in dieser Hinsicht also als Doppelspitze zusammen. Es wäre erst das zweite Mal seit dem Einzug der Grünen in den Bundestag 1983, dass die Fraktion von zwei Frauen geführt wird. Zwischen 2002 und 2005 waren Krista Sager und Katrin Göring-Eckardt Fraktionschefinnen. Nach der Geschäftsordnung der Fraktion muss mindestens eine der beiden Vorsitzenden eine Frau sein.

Die bisherigen Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter wollen nicht mehr kandidieren. Göring-Eckardt ist als Nachfolgerin von Claudia Roth als Bundestagsvizepräsidentin im Gespräch. Die Wahl ist für Donnerstag geplant. Roth soll in der neuen Bundesregierung Kulturstaatsministerin werden.

Der bisherige Co-Fraktionschef Hofreiter hatte intern schon vor der Bundestagswahl klargemacht, dass er den Fraktionsvorsitz abgeben möchte. Allerdings ging der dem linken Parteiflügel angehörende Biologe bei der Postenvergabe für das neue Bundeskabinett leer aus. An seiner Stelle übernimmt nun der Realo Cem Özdemir das Agrarministerium, falls die Ampel-Koalition wie geplant zustande kommt. Bei den Parteilinken hat das für massiven Ärger gesorgt. Hofreiter blieb trotzdem bei seiner Entscheidung, nicht erneut für den Fraktionsvorsitz zu kandidieren. Aus seinem Umfeld hieß es, ein Zusammenhang mit der Kabinettsbesetzung bestehe aber nicht.