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„Habe mich vernünftig und legal verhalten“: Johnson-Berater Cummings reiste trotz Lockdown 400 Kilometer zu seinen Eltern

„Habe mich vernünftig und legal verhalten“ : Johnson-Berater Cummings reiste trotz Lockdown 400 Kilometer zu seinen Eltern

Dominic Cummings ist dafür bekannt, Regeln durch eignes Gutdünken zu ersetzen. Nach Presseberichten, er habe gegen Auflagen zum Eindämmen der Coronavirus-Pandemie verstoßen, reagiert er rauflustig.

Premierminister Boris Johnsons umstrittener Spitzenberater Dominic Johnson muss sich für eine Reise kurz nach Erlass strikter Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie rechtfertigen. Cummings sei Ende März 400 Kilometer weit zum Haus seiner Eltern im nordostenglischen Durham gereist, berichteten die Zeitungen „Guardian“ und „Mirror“. Die dortige Polizei erklärte, Beamte seien am 31. März zu einem Haus gegangen, hätten der Familie Vorschriften zur Selbstisolierung erklärt und die Reiserichtlinien bekräftigt. Den Namen Cummings erwähnte sie nicht.

Die britischen Behörden hatten am 23. März verfügt, dass Bürgerinnen und Bürger ihren Hauptwohnsitz möglichst nicht verlassen und lediglich für notwendige Besorgungen nach draußen gehen sollten. Verwandtenbesuche sollten unterbleiben. Wer Symptome der Krankheit Covid-19 zeige, solle sich vollständig isolieren.

Johnsons Büro erklärte, Cummings habe die Reise unternommen, weil seine Frau Symptome gezeigt und er selbst angenommen habe, ebenfalls zu erkranken. Verwandte hätten angeboten, sich um den kleinen Sohn des Paares zu kümmern. Der Chefberater habe in einem getrennten Haus in der Nähe seiner erweiterten Verwandtschaft gelebt.

Cummings selbst verteidigte sich mit den Worten: „Ich habe mich vernünftig und legal verhalten.“ Fragenden Journalisten beschied er, sie stünden nicht die vorgeschriebenen zwei Meter auseinander. „Es geht um die Frage, das Richtige zu tun, nicht darum, was ihr Typen denkt“, sagte er.

Gesundheitsminister Matt Hancock bescheinigte Cummings, sich völlig korrekt verhalten zu haben. Sein Kabinettskollege Michael Gove twitterte: „Sich um Frau und Kind zu kümmern, ist kein Verbrechen.“

Der 48-jährige Cummings ist nicht der erste hohe Regierungsmitarbeiter, der es mit den Corona-Regeln nicht so genau nimmt. Der Epidemiologe Neil Ferguson musste als wissenschaftlicher Berater der Regierung zurücktreten, weil ihn seien Freundin trotz Ausgangsverbots in London besucht hatte. Auch die medizinische Beraterin der schottischen Regierung, Catherine Calderwood, gab ihren Posten auf. Sie war zweimal von Edinburgh an ihren Zweitwohnsitz gefahren.

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