Manchmal hilft ein kleines Wunder. Laura und Nele (4 Monate) leben mit ihren Eltern Martin T. (31) und Luisa G. (28) im Obdachlosenheim in Hellersdorf. Jetzt wurde für die Familie ein Zuhause gefunden.

Verzweifelt suchte das Paar eine eigene Wohnung. Doch alle Versuche scheiterten.

Die B.Z. berichtete etwa zwei Wochen über das Schicksal der Familie. Und, halleluja, ab 1. Oktober werden sie in eine Drei-Zimmer Wohnung ziehen können.

Ausriss aus der gedruckten B.Z. vom 12. September 2020 mit der Geschichte der Zwillinge Laura und Nele (Foto: B.Z.)
Ausriss aus der gedruckten B.Z. vom 12. September 2020 mit der Geschichte der Zwillinge Laura und Nele (Foto: B.Z.)

Benjamin Marx, Geschäftsführer der christlichen Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (2500 Wohnungen in Berlin), las den Artikel über die wohnungslose Familie.

„Kinder kann man nicht in solchen Obdachlosenheimen unterbringen“, sagt der Katholik aus Köln, „Kardinal Woelki stellte den Kontakt zur B.Z. her.“ Und dann ging alles ganz schnell.

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Am Mittwoch traf er Martin T. und Luisa G. zur Unterschrift des Mietvertrags für die Wohnung an der Moabiter Beusselstraße. „Das Jobcenter macht auch mit. Wir hatten immer so viel Pech – jetzt kann es nur noch aufwärts gehen“, sagt die Mutter der Zwillinge. Martin T. glücklich: „Tausend Dank. Nun können wir Pläne schmieden. Wir suchen uns jetzt Ausbildungsplätze.“

Und Luisa G. freut sich ganz besonders, dass ihre 9-jährige Tochter wieder zu ihr kann: „Wir wollen unsere Familie jetzt komplett machen und heiraten.“