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„Hätte jeden von uns treffen können“: Heinsberger Landrat nimmt infiziertes Ehepaar in Schutz

„Hätte jeden von uns treffen können“ : Heinsberger Landrat nimmt infiziertes Ehepaar in Schutz

Der Landrat des Kreis Heinsberg hat derzeit alle Hände voll zu tun. Via Facebook hält er die Bevölkerung in Sachen Coronavirus auf dem Laufenden. Nun nahm er das infizierte Gangelter Ehepaar in Schutz.

Nach den ersten Coronavirus-Fällen in Nordrhein-Westfalen hat der zuständige Landrat das infizierte Ehepaar aus dem Kreis Heinsberg in Schutz genommen. „Sie verdienen unser Mitgefühl, nicht Vorwürfe“, sagte Landrat Stephan Pusch (CDU) mit Blick auf Social-Media-Diskussionen. „Es hätte jeden von uns treffen können. Wer von uns hätte auf fest gebuchte Karnevalsveranstaltungen verzichtet, weil er etwas erkältet ist?“, fragte Pusch am Donnerstag in einer Facebook-Videobotschaft.

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Der Landrat lobte, dass sich bereits so viele der 300 Besucher der Karnevalsveranstaltung gemeldet und bereits eigene Vorsichtsmaßnahmen ergriffen hätten. In Gangelt im Kreis Heinsberg an der niederländischen Grenze hatte das infizierte Paar am 15. Februar eine Karnevalsveranstaltung besucht, bevor es schwer erkrankt war.

Alle Besucher und ihre Familien müssten für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen, hatte das NRW-Gesundheitsministerium in der Nacht zum Donnerstag mitgeteilt. Bei dem Coronavirus-Ausbruch ganz im Westen von Nordrhein-Westfalen sind bislang sechs Patienten nachweislich infiziert. Einer von ihnen - ein 41-jähriger Bundeswehrsoldat - wird in Rheinland-Pfalz behandelt.