Germany

Heino pfeift auf Rassismus-Debatte: Er will diskriminierendes Tabu-Wort verwenden

Schlager-Sänger Heino will das Wort „Zigeuner“ weiterhin verwenden.

Schlager-Altstar Heino (81) will sich das Wort „Zigeuner“ nicht verbieten lassen. Am für Sinti und Roma beleidigenden Begriff sieht er kein Problem.

München - Die Diskussion um das Wort „Zigeuner“ hatte vor Kurzem größere Aufmerksamkeit erhalten. Lebensmittelhersteller Knorr hatte den Begriff aus dem Namen seiner Paprikasoße gestrichen, andere Unternehmen schlossen sich an. Die umstrittene Bezeichnung „Zigeuner-Art“ wird heute kaum mehr verwendet.

Schließlich fußt sie auf einem rassistischen Begriff für Volksgruppen aus dem südosteuropäischen Raum. Hinter dem Wort „Zigeuner“ steckt weit mehr als die Bezeichnung einer Geschmacksrichtung. „‘Zigeuner‘ ist eine von Klischees überlagerte Fremdbezeichnung der Mehrheitsgesellschaft, die von den meisten Angehörigen der Minderheit als diskriminierend abgelehnt wird“, erklärt der Zentralrat der in Deutschland lebenden Sinti und Roma.

„Zigeuner“ diskriminierend: Heino will Begriff trotzdem verwenden

Die Rassismus-Debatte ist alles andere als jung. Bereits 2013 hatte der Zentralrat eine Namens-Änderung betreffender Lebensmittel gefordert. Damals hatte Knorr das mit Verweis auf die 100-jährige Tradition verweigert. Beim Lebensmittelhersteller ist heute ein Umdenken eingekehrt, doch Schlager-Altstar Heino argumentiert im Interview mit der Bild plötzlich auf ähnliche Weise.

„Ich verstehe nicht, warum man ‚Zigeunersauce‘ plötzlich nicht mehr so nenn darf“, poltert der 81-Jährige, „als hätten wir in Deutschland keine anderen Probleme! Ich werde auch weiterhin Lieder wie ‚Lustig ist das Zigeunerleben singen.

Heino polemisch über „Zigeuner“-Debatte:

Heino sinniert, wie sich Musiktitel verändern müssten „Oder .soll ich jetzt ,Lustig ist das Paprikaleben ungarischer Art‘ singen?“, fragt er polemisch und stellt klar, das mache für ihn keinen Sinn. Vergisst er dabei, dass er im Lied keine Sauce, sondern eine Volksgruppe mit einem diskriminierenden Begriff besingt? Dieser Vorwurf kommt nun auf den Ex-DSDS-Juror* zu..

„Wir haben tollte Feste gefeiert und wenn ich meine Zigeunerlieder sang, hat sich keiner am Begriff ‚Zigeuner‘ gestört. Im Gegenteil“, wirft er ein, mit vielen Sinti und Roma befreundet gewesen zu sein. Heinos radikaler Entschluss: „Im Restaurant werde ich auch weiterhin mein Zigeunerschnitzel bestellen.(moe) *tz.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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