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Hessen soll kurzfristig 100 000 Impfdosen mehr bekommen

Eine Frau wird während einer Corona-Impfaktion in Gießen geimpft.

Hessen soll vom Bundesgesundheitsministerium kurzfristig 100 000 zusätzliche Impfdosen bekommen. Das kündigte der Sprecher des Ministeriums, Hanno Kautz, in einem „Bild“-Bericht am Mittwoch an. „Das Land Hessen holt morgen 100 000 Impfdosen von Moderna im Zentrallager des Bundes ab“, sagte Kautz demnach. Der Impfstoff soll dem Bericht zufolge in den kommenden Tagen bei den Impfzentren und Kommunen ankommen.

Frankfurt - An den vergangenen Tagen hatte es Unmut über die Impfstoff-Knappheit in Hessen gegeben. Die Hausärzte in Hessen etwa zeigten sich „stinksauer“ auf die Politik in Berlin. Dass ausgerechnet jetzt nicht genug Corona-Impfstoff in den Praxen ankomme, sei „eine vollständige Katastrophe“, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands Hessen, Armin Beck, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. „Das ist ein organisatorischer Super-GAU.“ Die Stimmung sei angespannt, „man könnte auch sagen, beschissen.“

Im Impfzentrum von Hessens größter Stadt Frankfurt drohte am Dienstag der Impfstoff auszugehen. Die Lage sei „angespannt“, hatte eine Sprecherin des Gesundheitsamts am Dienstag gesagt. Bereits am Montagabend hatte die Stadt Angebote wie den Impfexpress eingeschränkt und Sonderimpfaktionen abgesagt. „Ganz Frankfurt ist stinksauer auf Berlin“, hatte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) gesagt. Statt der bestellten 19 380 Dosen erhalte Hessens größte Stadt nur rund 6000 Impfdosen des Impfstoffes Comirnaty von Biontech und maximal 4000 Dosen Spikevax von Moderna, hieß es. Auch der Main-Kinzig-Kreis berichtete von ersten Problemen in den Impfstellen. dpa