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Hisbollah-Verbindungen - Riesen-Razzia gegen Koks-Clan

Es war eine großangelegte Razzia, die so geheim war, dass sie an der Öffentlichkeit vorbeiging.

Ein gut informierter Insider zu BILD: „Vor ein paar Wochen wurden mehrere Mitglieder der libanesischen Großfamilie A. wegen Geldwäsche und Kokainschmuggel aus Südamerika festgenommen.“

Hassan A., ein Kopf der Bande, habe sich davor in den Libanon abgesetzt. Die Familie A. ist in den Medien noch nicht groß vorgekommen. Sie drängte, anders als etwa der Abou-Chaker-Clan das tat, nicht in die Öffentlichkeit. Denn das stört die Geschäfte.

Die Festgenommenen sollen in die Justizvollzugsanstalt Alt-Moabit in Berlin und in andere Gefängnisse unter anderem in Düsseldorf gebracht worden sein. Der Insider: „Am Tag der Festnahmen hat die Polizei Razzien in Berlin, Düsseldorf und weiteren Städten gemacht, bei Autohändlern, Wohnhäusern, Stellplätzen und Cafés.“

Es sollen über eine Million Euro beschlagnahmt worden sein. Ausländische Geheimdienste hätten die entscheidenden Hinweise geliefert. Und das hat einen bestimmten Grund.

Der Insider weiter: „Die Drogen sind aus Südamerika gekommen, Familie A. hat das Geld gesammelt und in den Libanon geschickt, große Teile sind an die Hisbollah geflossen.“

Die Terror-Miliz, deren Ziel die Auslöschung Israels ist, ist in Südamerika, wo viele Libanesen hin auswanderten, sehr gut vernetzt, arbeitet mit kolumbianischen Kartellen zusammen.

Bei der Polizei soll es laut dem Insider eine riesige Akte und einen großen Plan der Familie A. geben, auf dem jedes einzelne Mitglied mit seiner Funktion aufgezeichnet ist.

Zwei Quellen innerhalb der Berliner Polizei bestätigten BILD gegenüber, dass es die Razzien gegeben hat. Es sei eine „BKA-Lage“ gewesen.

Das bedeutet: Die Planung der Razzien lief über das Bundeskriminalamt. Der Kreis der Wissenden blieb klein, um die Gefahr einer Vorwarnung von Clan-Mitgliedern klein zu halten. Erst kurz vor Ausführung der Razzien wurde die Landespolizei informiert.

Hintergrund: Kriminelle versuchen ähnlich wie feindliche Geheimdienste Informantenntzwerke auch in staatlichen Stellen aufzubauen, um bei Razzien gewarnt zu werden. Das klappt immer wieder.

Mitglieder der Terror-Miliz Hisbollah huldigen ihrem Führer Hassan Nasrallah (61). Die Miliz finanziert sich auch mit Drogengeldern aus Berlin
Mitglieder der Terror-Miliz Hisbollah huldigen ihrem Führer Hassan Nasrallah (61). Die Miliz finanziert sich auch mit Drogengeldern aus BerlinFoto: Marwan Naamani/dpa

Außerdem sagt der Insider: „Die Familie hat Leute bezahlt, die das Drogengeld aus Berlin per Flugzeug in den Libanon schafften – meist in großen Scheinen versteckt. Die Polizei hat diesen Schmuggel wahrscheinlich über längere Zeit beobachtet, um die ganze Bande zu kriegen.“

Das Bargeld wird in großen Scheinen geschmuggelt – wie dieses aus einer anderen Razzia in Frankfurt
Das Bargeld wird in großen Scheinen geschmuggelt – wie dieses aus einer anderen Razzia in FrankfurtFoto: Polizei

Es soll bei dem Bargeld-Schmuggel insgesamt um eine Summe über 100 Millionen Euro gehen, so der Insider.