Germany

Homophobe Beleidigung: Fußballprofi benimmt sich massiv daneben

Verbale Entgleisung: Flamur Kastrati (hier 2012 im Trikot des MSV Duisburg) Bild: Picture-Alliance

Flamur Kastrati spielte einst in Deutschlands zweithöchster Fußballklasse – und das für gleich mehrere Vereine. Nun ist er Profi in der ersten norwegischen Liga. Dort sind ihm nach einem Spiel alle Sicherungen durchgebrannt.

Erst eine schwere homophobe Beleidigung – und dann eine fadenscheinige Entschuldigung: Der frühere Zweitligaprofi Flamur Kastrati (Osnabrück, Duisburg, Aue) hat sich massiv daneben benommen. „Halt‘s Maul und setz‘ dich hin, du verdammte...!“, rief der 28 Jahre alte Stürmer vom norwegischen Erstligateam Kristiansund BK in Richtung Trainer Dag-Eilev Fagermo von Valerenga IF, den er dabei auch homophob beleidigte.

Auf Nachfrage im Eurosport-Interview nach dem Spiel (1:1), ob er das wirklich gesagt habe, wiederholte Kastrati seinen Ausfall. „Er hat eine große Klappe, da musst du es aushalten, dass du mal was zurückkriegst“, sagte er und ergänzte: „Er ist derjenige in Norwegen, der am meisten Scheiße über andere erzählt. Da muss er es abkönnen, Scheiße zurückzubekommen.“

Am Montag versuchte Kastrati den Schaden zu korrigieren. Er habe die genaue Bedeutung des Wortes, mit der er Fagermo homophob beleidigt hat, nicht gekannt, behauptete der in Oslo geborene Nationalspieler Kosovos in der Zeitung Verdens Gang. Doch ihm ist klar: „Wahrscheinlich hält das ganz Norwegen für die schlechteste Entschuldigung eines Fußballers aller Zeiten.“

Schiedsrichter Tom Harald Hagen hat von dem Vorfall nichts mitbekommen, der norwegische Verband (NFF) kündigte eine Untersuchung an. Fagermo reagierte übrigens mit einem lockeren Spruch: „Hast du dieses Jahr schon getroffen?“ Hintergrund: Kastrati ist seit August 2019 ohne Tor.

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