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HSV plötzlich Tabellenführer: Chaos-Klub Schalke 04 stürzt in Paderborn immer tiefer

HSV plötzlich Tabellenführer Chaos-Klub Schalke 04 stürzt in Paderborn immer tiefer

Unter der Woche fliegt Trainer Thomas Reis auf Schalke. Aber auch unter Interimstrainer Matthias Kreutzer geht der Absturz der Königsblauen weiter. In Paderborn geht erneut alles schief. Der HSV wendet nach zwei Niederlagen in Folge eine Krise ab und steht nach dem Sieg über Düsseldorf wieder ganz oben.

Die Krise von Schalke 04 verschärft sich immer mehr. Auch nach der Entlassung von Trainer Thomas Reis müssen die gebeutelten Gelsenkirchener weiter auf den Befreiungsschlag in der 2. Fußball-Bundesliga warten, unter dem Interims-Duo aus Matthias Kreutzer und der Klublegende Mike Büskens setzte es am Freitagabend ein verdientes 0:3 (0:1) beim SC Paderborn.

Der Ex-Schalker Felix Platte (43.) und Florent Muslija (53., Foulelfmeter/76.) trafen, die Königsblauen blieben weitgehend harmlos. Yusuf Kabadayi (90.+9) gelang immerhin der Ehrentreffer. Mit nur zwei Siegen und fünf Niederlagen aus acht Spielen liegt Schalke weiter auf dem Relegationsrang 16. Wer den Traditionsklub doch noch zum direkten Wiederaufstieg führen soll, steht noch nicht fest. Am Mittwoch hatte der frühere Europapokal-Dauergast Trainer Reis freigestellt.

Die Situation sei "sowohl menschlich wie auch inhaltlich festgefahren", hatte Sportvorstand Peter Knäbel gesagt. Vor dem Anstoß in Paderborn erklärte Sportdirektor Andre Hechelmann bei Sky erneut, dass man einen klaren Plan verfolge und sich auf Trainersuche befinde, bisher ohne Ergebnis. Der Klub verfolge eine langfristige Lösung.

Unsicherheit war bei Schalke zunächst kaum zu spüren. Der siebenmalige deutsche Meister spielte vor 15.000 Zuschauern in der Anfangsphase munteren Kombinationsfußball, einzig vors Tor gelangten die Gäste nicht. In der 17. Minute hatte der Absteiger dann aber Glück, als Paderborns Stürmer Adriano Grimaldi mit einem Kopfball die Latte traf. Es sollte der Wendepunkt der Partie sein.

Die Schalker Mannschaft wirkte zunehmend verunsichert. Paderborn wusste dies zu nutzen: Nach mehreren guten Chancen köpfte Platte, der ab 2012 für vier Jahre auf Schalke gespielt hatte, kurz vor dem Seitenwechsel zur Führung ein. S04 war nach der Pause um eine Reaktion bemüht, ein plumpes Foulspiel von Cedric Brunner im eigenen Strafraum machte ein Aufbäumen aber schnell zunichte. Stattdessen machte Muslija mit einem Schlenzer ins rechte Eck alles klar. Kabadayi gelang noch der Ehrentreffer.

Der Hamburger SV hat Tabellenführer Fortuna Düsseldorf im Spitzenspiel vom ersten Platz verdrängt und jegliches Krisengerede vom Tisch gewischt. Der überlegene HSV bezwang die Fortuna vor 56.100 Zuschauern am Freitagabend durch ein spätes Foulelfmeter-Tor von Laszlo Benes (83.) mit 1:0 (0:0). Nach Niederlagen gegen die Absteiger VfL Osnabrück und SV Elversberg kam dem HSV das Topspiel zum 136. Vereinsjubiläum im fast ausverkauften Volksparkstadion gelegen. "Der Dino kann auch großes Kino", sagte Trainer Tim Walter. Der frühere HSV-Coach Daniel Thioune hingegen warnte seine Fortuna "vor dem maximal dominanten" Spiel der Hamburger, er sortierte sein Team im 4-5-1 überraschend ohne nominellen Stürmer.

Der HSV war in der ersten Halbzeit wach, aggressiv, überlegen. Größere Gelegenheiten jedoch blieben selten: Einzig Bakery Jatta (16.) hatte eine, er köpfte aus kürzester Distanz neben das Tor. Nach 30 passiven Minuten hätte dann die Fortuna bei einer Doppelchance durch Felix Klaus (35.) in Führung gehen können. Thioune schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Die Fortuna blieb im nordischen Wind und Regen defensiv, verteidigte aber kompakt und ließ sich auch vorne blicken. Dennoch brauchte sie Glück: Torhüter Florian Kastenmeier lenkte einen scharfen Freistoß-Aufsetzer von Miro Muheim (56.) an den Pfosten und rettete auch nach der folgenden Ecke gegen Robert Glatzel.

Der HSV-Druck stieg - mit einem Schuss von Isak Johannesson (60.) hatte Torwart Daniel Heuer Fernandes zudem keine Probleme. Thioune wechselte doch einen Stürmer ein, Gelb-Rot für Matthias Zimmermann (76.) war dann aber der Wendepunkt. Emmanuel Iyoha foulte kurz darauf Benes im Strafraum.