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Hunde und Katzen: Können Haustiere ihre Besitzer mit dem Coronavirus infizieren?

Köln -

In Zeiten des Coronavirus fragen sich viele Besitzer von Haustieren gerade, ob eine Infektionsgefahr von Katzen oder Hunden ausgeht. Können die Tiere Menschen mit Covid-19 anstecken? Und was sollte ich tun, wenn ich selbst infiziert bin und mein Tier schützen möchte? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Können Haustiere Corona bekommen?

Bisher sind weltweit vier Fälle bekannt. Drei davon (zwei Hunde und eine Katze) traten in verschiedenen Haushalten in Hongkong auf. Dabei wurde genetisches Material des Erregers entdeckt, aber kein infektiöses Virus nachgewiesen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) betont. Letzten Freitag (27. März) wurde zudem der Fall einer Katze in Belgien gemeldet. Sie wurde positiv auf SARS-Cov-2 getestet, das Erbmaterial des Virus ist also nachgewiesen worden. Die Katze ist auch das bisher einzige Tier, das unter Symptomen wie Verdauungs- und Atemproblemen gelitten hat. Mittlerweile hat sie sich wieder erholt. Die belgischen Behörden weisen darauf hin, dass die Symptome zwar auf Covid-19 hinweisen, dies aber nicht eindeutig belegt sei.

Kann mein Haustier mich mit Corona anstecken?

Dazu schreibt die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit AFSCA: „Das Risiko einer Übertragung des Virus von Haustieren auf den Menschen ist im Vergleich zum Übertragungsrisiko durch direkten Kontakt von Menschen untereinander zu vernachlässigen.“ Das bestätigt auch die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Friedrich-Löffler-Institut (FLI), das als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit zuständig ist. Für die Pandemie sei die Übertragung von Mensch zu Mensch der entscheidende Faktor. Allerdings räumt das FLI ein, dass sich „das Geschehen sehr dynamisch entwickelt“ und weiter intensiv beobachtet wird. Nutztiere wie Schweine und Hühner seien übrigens ebenfalls kein Infektionsrisiko für Menschen.

Muss ich besondere (Hygiene-)Vorschriften für meine Haustiere beachten?

Experten empfehlen, die üblichen Hygieneregeln zu befolgen. Dazu gehöre, allzu engen Kontakt zum Tier zu vermeiden, vor allem, wenn man selbst krank sei. Nach jedem Streicheln sollte man sich die Hände waschen und sich nicht vom Haustier im Gesicht lecken lassen, schreibt die AFSCA. Das gilt besonders für infizierte Personen.

Wie soll mit Haustieren umgegangen werden, wenn man in Quarantäne ist?

Das FLI weist darauf hin, dass für Hunde und Katzen keine Trennung oder Quarantäne empfohlen wird. Im Einzelfall und bei Auftreten von Symptomen könne bei den Tieren eine Testung auf eine SARS-CoV-2 Infektion ratsam sein. In diesem Fall sollte sich das zuständige Gesundheitsamt mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen. Der Nachweis beim Tier folgt dem gleichen Testverfahren wie beim Menschen. Außerdem sollten Freunde oder Nachbarn mit dem Hund spazieren gehen – am besten junge, gesunde Menschen. Im Optimalfall wird auch eine eigene Leine verwendet, nicht die vom Hundehalter, das ist aber kein Muss.

Können Hunde sogar beim Eindämmen der Pandemie helfen?

Das versuchen zumindest gerade Wissenschaftler in Großbritannien. Sie wollen Hunde innerhalb von sechs Wochen darauf trainieren, das Coronavirus erschnüffeln zu können. Christin Hutterer vom Deutschen Assistenz-Hunde-Zentrum sagte dem SWR, dass das klappen könnte. Hunde könnten zum Beispiel die veränderte Sauerstoffzusammensetzung des Blutes in der Atemluft erschnüffeln und so bereits verschiedene andere Krankheiten ziemlich gut erkennen. Entscheidend sei, einen speziellen Geruch oder auch nur Geruchsbestandteile von Corona-infizierten Menschen isolieren zu können, dann könnten auch die Hunde darauf trainiert werden, sagt eine Sachverständige für Assistenzhunde. Sie ist allerdings skeptisch, ob das in der anvisierten Zeit klappen kann.

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