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„Ich will mutigen Fußball sehen“

Nur nicht einigeln: Der TSV Otterfing (in Rot) will gegen den beeindruckend starken Spitzenreiter aus Forstinning seine Chancen in der Offensive nutzen.

FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Otterfings Coach gibt sich gegen Tabellenführer Forstinning kämpferisch

Otterfing – Es ist eines der einfacheren Spiele, das den TSV Otterfing am 14. Spieltag erwartet. Die Auswärtsbegegnung beim VfB Forstinning ist, zumindest auf dem Papier, eine astreine Angelegenheit, bei der sich die Nordring-Elf in die absolute Außenseiterrolle begibt. Die Mannschaft aus dem Osten von München ist der erklärte Titelfavorit.

Hier mit einem Punktgewinn zu rechnen, wäre für die Otterfinger fast schon überheblich. Der VfB Forstinning gehörte zu den Verlierern der Corona-Spielzeit 2019/21. Dicht hinter dem SV Bruckmühl war zumindest die Aufstiegsrelegation festgezurrt. Aber der Saisonabbruch beinhaltete auch, dass nur der Spitzenreiter ein Aufstiegsrecht erhielt. Bei heuer fünf Kreisliga-Aufsteigern und keinem Absteiger aus der Landesliga stand die Elf aus dem Münchner Osten also im Fokus um einen der Spitzenplätze.

Aber eine derartige Dominanz, wie sie der VfB Forstinning derzeit aufweist, überrascht dennoch: Bester Sturm, erfolgreichste Defensive und ein Vorsprung von neun Punkten auf den besten Verfolger ESV Freilassing, der bereits klar mit einem 3:1-Erfolg abgefertigt wurde, sind schon eine große Hausnummer.

Es ist Ivica Coric, der dem Slogan „Fußball verbindet“, eine besondere Note verleiht. Dem VfB-Trainer ist es gelungen, Spieler aus neun Nationen zu einer Einheit zu formen. Sein Torjäger Bakary Touray lernte das Kicken in Gambia, und sein Landsmann Marko Susac war schon in Kroatien eine feste Größe zwischen den Pfosten. „Ein sehr angenehmer Sportsmann, mit einem feinen Gespür für seine Spieler“, adelt Nordring-Trainer Mike Probst seinen Forstinninger Kollegen, den er bereits aus dessen Landesligazeit beim Kirchheimer SC kennt.

Wie also tritt man als TSV Otterfing gegen einen übermächtig erscheinenden Gegner auf, der zuhause nicht einmal einen einzigen Punkt liegen gelassen hat? So wie der SC Baldham-Vaterstetten zuletzt mit einer Fünfer-Abwehrkette, um möglichst lange einen Gegentreffer zu vermeiden? „Wir werden uns ganz bestimmt nicht einigeln“, verspricht Probst. „Ich will mutigen Fußball sehen.“

Ein Schuss der auch nach hinten losgehen kann, wie der SV Waldperlach beim jüngsten Heimspiel der Forstinninger mit einer 0:8-Schlappe erfahren musste. Der TSV Otterfing wird sich also im Sportpark nicht in der Defensive einigeln, sondern über geradlinige Tempogegenstöße versuchen, zu einem Treffer zu kommen.

Am Nordring hat sich zudem das Lager der angeschlagenen und lädierten Spieler gelichtet. Einzig für Maxi Dengler, der durch eine Kapselverletzung gehandicapt ist, kommt ein Einsatz an diesem Samstag noch zu früh. Aber auch mit seinem Torjäger Dengler wäre der TSV Otterfing beim Ligen-Primus absoluter Außenseiter.

ko